Akten des Centgerichtes Lindes.
Persönliche Vorbemerkung.
Als ich anfing mit der Erforschung meiner Vorfahren und der Geschichte meines
Wohnortes wurde ich von Freunden gefragt:
"Was willst Du denn mit dem Nazikram?"
Mir fiel die Antwort nie schwer, denn neben dem Interesse an den Linnesser
Originalen, die alle meine direkten Vorfahren sind,
worauf ich bis heute stolz bin, suchte ich in der Geschichte nach irgendeiner
Art von Erklärung, wieso meine Eltern- und Großeltern-
Generation die bis dahin nie dagewesenen Verbrechen der Nazizeit mitgemacht oder
dazu geschwiegen haben.
Wieso waren die Propagandisten Hitlers in unseren Dörfern und Städten nicht
geächtet;
wieso wurden die Denunzianten nicht aus den Dörfern verjagt?
Ich denke, die Akten des Centgerichtsbuches geben eine erschreckend einfache
Antwort:
Meine Heimat war seit dem Absolutismus ein Land der von "oben herab" gezielt zum
Denunziantentum Erzogenen.
Die Verbrechen der Deutschen unter den Nazis sind eine direkte Folge der mehrere
Jahrhunderte dauernden
"Erziehung" zum "perfekten Untertanen".
Die Centgerichtsakten geben Aufschluß darüber, daß Menschen, die ihre Nachbarn
nicht denunzierten, verurteilt wurden!
Ein besonders unangenehmer Zeitgenosse war z. B. selbst Schöffe am Centgericht;
die Denunziationen erbrachten ihm
dann direkten persönlichen Gewinn! Auch diese "Tradition" hat sich ja gut
erhalten.
Die Akten sind auch ein Beispiel dafür, wie ein ursprünglich weitgehend
selbständiges "Bauerngericht" immer mehr von
der "Herrschaft" und der Verwaltung in Gießen entmündigt wurde.
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Die noch erhaltenen Akten des Centgerichtes Lindes befinden
sich heute im Stadtarchiv Gießen.
Sie sind vor einigen Jahren zu zwei Bücher gebunden worden. Dabei ist leider
keine chronologische Ordnung erfolgt.
Durch das Binden sind oft Wortteile am Rand nicht mehr lesbar.
Bei den erhaltenen Akten handelt es sich um Prozessakten;
aber auch Rügenzettel des Centschützen und
Listen der zum Centgericht Lindes
gehörigen Centner und Schöffen aus Gießen, Lindes und Umgebung sind vorhanden.
Die
Rügenzettel sind oft kleine Zettel; die Listen öfters schmale, lange
Papierstreifen.
Andere Blätter waren vorher zu Briefen gefaltet gewesen.
Im Folgenden versuche ich eine Darstellung in zeitlich richtiger Abfolge zu
geben.
In [Klammern] finden sich die Quellenangaben, etwa [I, 135] = Buch I, Seite 135,
oder [I, 135r] = Buch I, Seite 135, Rückseite,
und [andere Anmerkungen von mir.]
Die Hervorhebung der Personennamen stammt von mir. Die Jahreszahlen
sind zur besseren Übersicht ebenfalls von mir eingefügt.
[I, 1]
Inventarium
der zu Kleinlinden befindlichen Gerichtslade, und
Acten über
zu Kleinlinden bestandene Centgericht,
und daselbst abgehalten wurde bis im Jahr 1820.
wo nachher durch die neue
Organisation der Aemter
und Gerichten aufgehoben und seit dieser Zeit ver=
ändert worden.
| Num 1 |
die Gerichtlade welche mit einem Schloß nebst zweij Schlüsseln versehen und verwahrt ist. und Gerichtsordnung von 1577. |
| 2 | Gerichts Protocolle von 1570. bis 1626. und
wo daß Gericht zu Kleinlinden abgehalten wurde. |
| 3 | Centgerichts-Protocolle von 1701. bis 1711. un...[Rand beschädigt] |
| 4 | Gerichts=Protocoll von 1774. |
| 5 | Verzeichniß über dise Schöffen |
| 6 | Register über die Centner von 1580. |
| 7 | des gleich von 1580. |
| 8 | des gl(eich): |
| 9 | des gleichen von 1581. |
| 10 | des gleichen von 1585. |
| 11 | Centgerichts Register von 1586. |
| 12 | des gleichen von 1588 |
| 13 | Rügenbuch von 1580. bis 1589. im G: |
| 14 | des gl(eichen): von 1590. |
| 15 | Centgerichts=Protocoll von 1557. bis 1565. |
| 16 | dergleichen von 1592. bis 1602. im G: |
| 17 | dergleichen von 1626. |
| 18 | Verzeichniß von neuen Centnern, pp |
| [I. 1r] 19 |
Bericht, über Beschwerde der Gemeindsleuten von Lines, wegen Ansetzung der Centbussen. |
| 20 | Verzeichniß über die Gerichtsschöff(en) 1651. pp. |
| 21 | Protocoll Georg Eckhards und Consorten |
| 22 | Bescheid und Decret von der fürstl.
Kanzley Gieß(en) vom 8" Junij 1651. |
[II, 1r] [Seite ist leer.] 1557
[I, 2] [Seite beidseitig leer.]
[II, 1]
Hierinnen sind nachrichten enthalten
1)
Vom Cent Schöfen Ambt und zwar von 1637
inhalt deßen
zuersehen, daß ein Schöf alle Jahr um dieses Ambt beij dem Centh=
schöffen stuhl Suppliciren muß, daß dieser ihn annehmen
und auch abschaffen kann, wie in Dorso dieses Memorials Zuer=
sehen, daß dem Hern(Sgein?) seine bitte abgeschlagen und Johan Balzar
doch(Dech?) angenommen worden .
2)
Ein mandat von dem Ambts Hauptmann von
Buseck.
vom 21tn April 1659 die pfandung eines Centh Knechts betr.
3)
Ein Verzeichnus derjenigen, so das Centh
nicht empfangen
wollen nebst einem befehl darunter geschrieben, daß für[?
Papierschaden]
solches beij der Straff vor Ihro Durchl. empfangen sollen
4)
Ein Mandat vom Herrn Renthmeister
Hoffmann vom 17ten
octobr. 1660 worinnen Baltzar Schmitt, so
zum Schöffen
genommen werden sollen, aus uhrsachen, weil sein Eijdam
Kröcker
im Schöffenstuhl sich bereits befände, Dispensirt
worden.
5)
Ein mandat vom 13ten Octbr. 1680 vom
Hauptmann zu
Gießen, inhalts deßen einer, so Centhguth nur gelenth
und
der Centhner solches guth noch selbsten Vorsteht, nicht das
Centh
zuempfangen angehalten werden soll.
6)
Ein Mandat Vom Herrn Renthmeister Stipp
vom 2" Octbr
1650, inhalts deßen ein Schöffe so Keine Güther im Centh
weiter
besitzt, dießes ambts Kann erlaßen werden.
etc. etc.
7)
Einige List von den sogenannten Kleinen
bueßen
8)
Einige Listen von den sogenannten höchsten
bueßen
Gerichtshaenndel und Rugen vonn
Anno 57 bis vff Anno 1565
N° 15 [Der
Rest der Seite ist leer.]
[I, 102r]
It(em) von Iglicher vrkundt 12
d [Pfennig; denarus]
It(em) dem Schreiber 4
d [Der
Rest der Seite ist leer.]
[I, 103]
Zint gericht gehalt(en) zum lindiß Am donners[Fleck]
dag nach matheuß Apostel Anno D(omini) 57
Ingebracht ruch
It(em) Hans schmit mit Jorgen Hanssen von
giessen gangen, vnd hat Jorg sein Wer
Aufgehabt, vnd hat gesagt geuatter(Gevatter) Hans
wen Einer vff mich wegleustert so solt
Er sich mein wern, Zum andern hat[ganz dünn gestrichen] ist
fredrich den Zweien entgegen kommen, da hat
der schmidt fridrichs mit dem wer begert
Ein Erste Clag
It(em) hat petter von busseck drey vierdel
rubsamen In das velt geset da ist er
komen In der wochen nach giesser kermeß
vnd hat funden Zwen Jungen hud(en) mit
Einer hert schoff vnd hat gesagt
werhalben He[gestrichen?] Etzt Ir mir daß mein ab
daruff geantwurt die hierd(en) haben Auch
daruff gehut Daruff petter geantwurt
Er spur keinen hird(en) mehr daruff dan sie
vnd hoff der Cleger der beclagt sol Ihm
vmb solchen schad(en) gleich Zuthun schuldig
sein
[I, 103r]
It(em) Erscheinet Ludwigs Jost vom lindiß
vor diessem Erbarn Zindt gericht und sagt
wie daß Hans schmit Auch zum lindiß
weß Ihn gelust hab hat Er vor der Kirche
wieder Jostd(en) gesagt Ehr understhen In vnd
das sein Zu brengen wie ein schelm
wil Jost verhoffen Der Erbar Schepf sohl(solt?)
mit recht erkenne das Hans die wort wider
Jostd(en) gesagt hab und solt forder mit
recht Erkant werde(en) daß Hans Schmit
schuldig sey, Jostd(en) kohr(kehr?) und Wandel Zu
thun daß Ihm An weib vnd kindt
gnungsam verantwurt sey vnd an Allen
seinen freund(en) Er sol auch Zum dritd(en)
schuldig sein Jostd(en) allen costen vnd schad(en)
schuld(ig) sein mit vorbehalt mit Aller recht
licher notturft des rechtd(en)
It(em) Hanß schmit mit sampt sein krichs
verwand(en), sagt das reicherts Elßgen mit
sampt Irem Haußwirt dem got gnad
Hulssen Hanß von giessen oder wie Er
gern geheissen wer, haben Ein Zindt gut
In gehabt das In dem Zint gelegen ist
und seind die beide Ehleudt mit doit
abgangen und hinder In Keinen blut
[I, 104]
Erben gelassen ,Dieweil aber der brauch In [Rand der Seite beschädigt]
keinem Zindt gericht so kein gn[ist gestrichen] bluts Erben
do seij, so val(falle) solches gut uff die negst
Erben wil Johan schmit Ehr und sein
krigs verwand(en) verhoffen der Erbar scheff
sol Es mit recht Erkhandt werd(en) daß Es(?)
bilch(billig) seij stelt solches zum rechtd(en) doch
vorbeheltlich Aller notdorfft deß rechd(en)
It(em) Johan friebels Erben von Giessen
mit
namen ludwig friebel sagt daß Hanß
gauben seligen schwiger hab auch Zindt
guder vndern hend(en) gehat hab ludwig
der Clger mit sampt seiner freundschafft
die guter Etlich Jarlang versprechlich gehalt
den, die weil die fraw von doits wegen
abgangen ist, sie hoff Irem rechtmissigen
sproch nach, seijen Inn die gutter hein(heim) vnd
vfferstorben, Ihm vnd seinen negstd(en)
[Fleck ?]Erbietd(en) der halben den Erbarn scheffen
Eß solt mit recht Erkandt werd(en), die
weil nimadts da ist der solche gutter,
vnder geht oder versteht, bitten sich die
Cleger In Zu setzen nach diessem Zindt
gericht, deß recht(en), wollen Auch deß Zindt
gerichts Insatz Erlegegen, wold(en) auch
Einen Id(en) Zu recht sthen
[I, 104r]
Ich Hans [darüber eingefügt:] rin thun Insag nemlich
deß korns
vnd der besserung halben die Ehr schwerlich
In solches gut[? Fleck] In gethan hab geackert
gedungt vnd gebaut , vnd die cleger mir
daß gut verbiet(en) sonderlich daß[= gestr.] die frucht
deß Ich nit vff diessen dag genissen
kan oder darff vnd sie mir nit gebod(en)
haben weder pflugrcht besserung aber niths
so hoffen Ich sie solt(en) mir mein frucht
vnd besserung folgen lassen mit Erkhenn(en)
frommer leudt mit Allem notdurfft des
recht(en) stelt solcheß Zum recht(en)
Sagen die Cleger mit namen Ludwig
sie
haben mit rin Hanssen nithts(nichts) Zu schick(en)
gesthen Im Auch derhalben nichts vnd het
sach die Alt fraw an Ire leib Zucht
gehald(en) so hetten dießse Cleger keinen
versprech dorffen thun so wer dieß gut
diessen clegern heim gefaln Eß drag
welcherleij Eß wolt vnd woltd(en) Auch
himit beschlossen haben wo kein neuerug
khem vnd sol Im val Zu recht Erkandt
werd(en) die gutder sold(en) den clegern heim
gefaln sein, seijen aber verbot dagewes/..
koinen die cleger nithts fur stelt solches
Zum rechtd(en)
[I, 105]
Ein Erste Clage
It(em) Johanneß von lutzen lind(en) thut Ein Erste
Clag uff
schubben hengen Einen beut belan
gen den begert Ehr Zu hald(en) wie Ehr vff
gericht word(en) ist vnd Eins word(en) se nit
vnd bit sich mit recht Zu bescheid(en) ob er
Eß nit billich thun solt vnd hoff Auch
Eß solt mit recht Erkhandt werden [ein gestrichener buchstabe m?]
begert sich Zu weisen daß er Ihn lieber
solt laudt deß khaudts mit vorbehalt aller
notdorft deß recht(en)
schubben
hengen vom lindiß Erbeut sich
wie einem Erbarn man Zu steht dieweil
sein Schwager johanneß clagt er seij nit
geliebert wie sie mit ein ander gebeut
haben daruff sagt Hengen Er wolt sein
schwoger vnbedrogen haben das Johannes
sein gut wieder nen(nehme) vnd laß hengen
daß sein hat sich hengen solches erbod(en)
vor einen Erbarn gerich vor Allem costd(en)
vnd schad(en) stelt daß Zum recht(en)
[I, 105r]
vrthel
Der Scheff ErKhent ludwigs Jostd(en) Ein Erst
gericht, vff
Hanß schmidten von lindiß der
schme(Schmäh-) vnd scheltwort halben
vrthel
vff Anstellung deß schulthessen An stadt
v g f vnd Hern wehr ein An Ehr vnd
glimpff mit worden schilt ,Erkent der
scheff vor recht In die hösten buß
vrthel
Der scheff ErKhent ludwigs Josten, die
schme wort
von Hanß schmit belangen,
Ihn Jostd(en) in daß landt recht , vnd die
gericht suchen Also dieck Im not ist
vrthel
Der Scheff ErKhent Hanß schmit mit
sein krichs verwandten Ein Erst gericht
vff Ir Inbringeß
vrthel
Der scheff ErKent ludwig Frieweln
vff sein gethannen versproch die Zindt
guter belangen ein Erst gericht
1558
[I, 106]
Zint gericht gehalt(en) Zum lindiß uff Donnerß=
dag,
den dridten Dag martij Anno 58 d
Vrthel.
In sachen zwischen madeß bieraugen erben an
Einem, vnd Johanneß, Daß der brieff den die
beschrieben erben Ingelacht haben, Erkhent der
scheff mechtig Ehr werd dan mit einen besser
Erlegt oder wiederlegt wil
sich der scheff damit
vnuerthan(unvertan) haben
Sagt Johan bieraug diesser clager mit sampt
seiner Kriegs mitverwend(ten), noch kein der wol
vff gericht versiegelt brieff, von einen
erbarn
Zintgericht, bundig und mechtig erkhent vnd Der
uffgericht brieff mit
sich brengt Das petter
Anderma(nn) seliger, Die gutter vbel[gestrichen?,
Fleck?] gutter verlauen
hab den Inhebern oder den beclagten, Dabeij
wol abZunemen, wan die gutter der beclagt(en)
gewest wern, so hetten sie die gutter nit ent
nemmen dorffen, man hart Auch In den(en) vff
gericht(en) breff(brieff), wo sie die Jerlichen Zinß(en) vnd
gult enrichte lauth der verschreibung, daß
der Eijgenthum Her der die gutter verhauen [muß wohl verlauen =
verliehen heißen]
hat, vor ein solchen pfocht laudt der verschre=
ibung Zu pfand(en) hab sonder Alle notrecht,
man findt In(en) [darüber: solchen] vffgerichte brieff vnd
siegel
Zum driden vnd Zum letzd(en), daß der buchstab
deß brieffs In[= gestr.] krerlich mit sich brengt
[I, 106r]
Welche Zeit, petter Anderman aber Inhelter Dieß
brieffs vierzehen dag
vor sanct petter oder vier zehe
dag darnach, und verkhündig die selbigen
gutter
nit lenger zu bleiben, dan sie wold(en) sie selbß
besietzen, Daß ist
Auch dem eijgenthumlichen
hern, von den Jengen der die gutder hat Zu
gesagt, findt man auch klerlich In brieff vnd
Siegeln, vnd ist Johanessen als ein Jeziger
Inhewigen der entnommenen gutter, die abuerkhu=
digung Auch Also Itzt geshen(geschehen), hiebeuor(hiebevor) vor
einer gud(en) Zeit, Zum vber floß vnd zur war=
heit, ist die abuerkhundigung(Abverkündigung) noch ein mal
geshen laudt brieff vnd siegel, Die weil
dan daß Alles Also geshen(geschehen) ist wie das offen=
barlich vnd war(wahr) ist, wil Johannes [darüber eingefügt:]
bieraug verhoffen
der Ehrlich scheff sol mit recht Erkhennen
man soel In(Ihn) billich mit holtz vnd halmen
In setzen nach vermoig brieff vnd siegel, setzt
Die Clag Zum rechten, behelt Im(Ihm) vor Alle
notturfft deß rechten
Vrthel(Urteil)
Der scheff ErKhent Johannessen [ist gestrichen, darüber:]
Matheß bieraug(en) erben ein
Erst gericht vff die clag die sie vff petterß
Johannessen gethan habenn
[I, 107]
Zindt gericht gehald(en) zum lindiß vff Donnerß
dag nach reme nissere Anno 58 d
Johan bieraug [mit sampt =
gestrichen] alß anwalt mit sampt
sein Kriegsverwand(en), mandt sein zweit gericht
vff petterss Johannessen ein
nachbar Zum[ist unterstrichen, soll wohl gestrichen sein]
Zu lindiß, und Erhelt Zum Zweid(en) mal
der Anwalt, sein vffgericht(en) brieff vnd
siegel, welche brieff vnd siegel dahn, von
dem Erbarn Zintgericht bundig vnd mechtig
Erkhandt, Daruber sich der Anwalt bezeugt
bijt der Anwalt mit[= eingefügt] recht Zu erkhennen, Johannes
der beclagte soilt schuldig sein, die hendt(Hände)
von solchen gutdern Abzuthun, vnd sollen
den Clegern Ingeramt werd(en), mit Allem
Innerß, mit Allen gerichts Cosd(en) vnd shad(Schaden)
Wie der vff gangen sey, Doch mit rechts
messiger taxyrung wyl daß vff dieß
mal, der anwalt mit recht Zu Erkhennen
geben, mit vorbehalt deß rechtl(ichen), bit
ferner vmb vrthel mit Zu theilln, waß
recht sein wil.
Vrttell
Der scheff ErKhent Johannes(en) bieraugen sein Zweit
gericht vff
petterß Johannessen wonhaftig zum
lindiß
[I, 107r]
Zint gericht gehalten zum Lindiß vff mitwochen
vor sanct gierdraud(en) dag (Gertrud = 17.03.) d Im Jar 58
Johan bieraug rebetirt sein dridt
gericht vff den
Erbarn Johanneß pettern, Inhalt seiner worhafftigen
brieff vnd siegeln, welch brieff vnd siegel In
der clag gnungsam Angeclagt
sein, Auch solche
brieff und siegel von dem Erbharn scheffen,
bundig und
mechtig ErKhent, Darzu Dieselbige
guder Inhalt brieff vnd siegel, wollen die
cleger
Ire sach und clag spiciuiciren(spezifizieren) mit einem
Ingelegten Zettel bieth den
selbigen zuuerlessen(zu verlesen)
Erscheinet Johan bieraug Als volmechtig mit sampt
sein Kriegsuerwand(en)
An diessem Erbarn Zintgericht
Alhie zum lindiß, vnd sagt daß einem erbarn
Zintgericht wol wißlich seij Daß sie gehort
vnd gesehn haben
worhafftigen brieff vnd siegel
welches dan der beclagt In Ein gehegt gericht
selbst bekhant Daß war seij, welche brieff vnd
siegel Dahn
clerlich vermag nach vermug deß
buchstabs, Daß petter Annerman den
got gnad
[I, 108]
Die gemelt gutter verlauen hat vor sein gut
vnd vor sein Eigen gut, seij war Eß seij
brieff vnd siegel vermugen ferner, wo die
Jengen solche gutder Entnommen haben Die Zinß
nit Außricht, so soil dahn der Eigenthumlicher
Her der die guder verlauen hat, sie selbst
Zu pfenden haben gewaltlich sonder Alle
notrech, man findt auch In brieff vnd
siegeln Zum driedten, daß vemug daß buch=
stabs nach vrmug brieff vnd siegel, welche
Zeit der Eigenthumlicher her(Herr) khum Aber Inhal=
ter diesser haubt brieff vierzehen dag vor
Sanct petter aber vierzehen dag darnach vngeuer=
lich(ungefähr), vnd verkhundigen dem die Leij ab
der sie Inhat, sol Er die han ab thun vnd
die rechtl(ichen) erben Zu lassen laudt brieff vnd
siegel, Dieweil aber derbeclagt vor recht
Erssheint vnd begert von den clegern
gerichts costd(en) wieder, ist spoitlich Zu horen
Dahn brieff vnd siegel ist die warheit ,vnd
der Zetdel ist nit mehr dan Ein spiciuicirung(Spezifizierung)
wo die guder leigen, der Erbar scheff solt
auch die vnformliche exebßoniboß von dem
beclagten Ingelegt an sehen vor ein nulledit
vnd ganz nichtig, daruber sich die cleger
bezeugen, dahn Eß khann niemandts vorn
dag bawen(bauen), der cleger sach leidt am hellen
dag, vnd bietden In recht Zu erkhennen, Johan
solt die hendt von guder Abthun, vnd den
Clegern Inraumen mit vff gewend(en) cosd(en) vnd
shad(en), vnd sollen die cleger bilch Insetzen mit
holtz vnd mit halmen
[I, 108r]
Vrttell
Die weil Milcher Moller sein dridt gericht repijtitirt
hat, EKhent(erkennt) Im(Ihm) der scheff sein drit gericht vnd
sol # wardten so lang daß gericht werdt ob petterß
# Melcher mit seinem Anwalt
Johanneß zur antwort khomen wolt.
Dieweil petterß Johanneß der beclagt daß
erst
gericht
gegen die cleger sich vngehorsamlich
gehalt(en), der gleichen
das zweit vnd zum vberfluß
das drit, biedten die cleger
laudt brieff vnd
siegel vnd Irer clag sollen Im mit
eruolg(= ervolg = Erfolg)
mit recht Ekhent werd(en) mit Allem vff gewen
den cosd(en) vnd shad(en)
[Schwer lesbare andere Schrift, wohl später in den Zwischenraum eingefügt:]
deß schaff hat Petters Johannes Ingelagt gegen Johan Bieraug(en)
Zum 3 gericht [Danach wieder die frühere Schrift:]
petterß Johanneß mit sampt seinem Anhang hab begert
von solchem haubt brieff Der hie vor recht geless(en)
ist vor einen Erbarn gericht sampt deß mit
Zetdels der Auch gelessen , sampt seiner
schrieftlichen clag vnd Alleß was Zum handel
dienlich ist khobeijen , Daß wil Ihm der cleger
nit Zu lassen steht der Antworder hie, hofft
Eß solt mit recht Erkhent werd(en) Eß sol Ihm
Zu gelassen werd(en) stelt damit Zu recht
Vrttell
Vff Anstellung petterß Johanneß die [verbessert, gestr.,
darüber geschrieben, wohl:] copij belangen deß
deß[= gestrichen] haubt brieffs Zettel vnd clag sampt Allem
Inbrengenß, Johan bieraugen Alß Anwalt, erkhent
der scheff petterß Johannssen solcheß brieffs
Zettel clag vnd Allem In brengen copijen
[I, 109]
gekhaufft gericht gehalt(en) Zum lindiß vff
mitwochen nach Judica welcher ist der dreijßigste
dag martij
Zum vierd(en) hat petterß Johanneß diess
Antwort Ingelegt stelt solches Zu recht
Inhalt der Anwort [Es folgt eine größere freie Stelle.]
Erscheint der clager Anwalt vor dem
Erbarn
Zintgericht Alhir Zum lindiß mit sampt
sein mit kriegsuerwand(en), vnd sagt gegen
vnd wieder, die vnfformlich(en) vnd nichtigen
Exceptionuß daß der beclagt Inbrengt, ein
gemein Inredt, wollen alle nichtigkheit , vnd
wiedderwertijkeit mit gemeiner Inredt bestryd(en)
vnd wiederfocht(en) haben, Daruber sich der
clager Anwalt beceugt haben wijl, vnd
sagt der Anwalt ferner, Daß Ihn die
vngegrunde vnformliche AuZug von dem be=
clagten nit wenigck befrembt, Daß Ehr
Inflecht sein vetterliche gutter, vnd wolt
[I, 109r]
Da gein Ein behelff suchen, welcher behelff
dan Im rechtl(ichen) nit Zulessijg khan gesein
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen , dan der cleger
Anwalt hat mit Johanneß vetterlich guttern
nichts Zu schiecken, vnd hat Auch nye beclagt
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen , sonder sein clag
streckt sich warhafftijg vff brieff vnd siegel
von petter Annerman dem got genadt, welch
brieff vnd siegel dan Im rechtl(ichen) erkhandt
Inhaltl(ichen) soche brieff vnd siegel, hat Johanes(en)
der beclagt, laudt derselbige Leijh Jerlich
sein Zinß Entricht vnd niemandt Anderß
seij war Johanneß khan nit sagen vnd
darffs Auch nit thun, daß petter Annermans(en)
gutter , sein vnd seiner geschwijster erbgut
seij, so khan Johanneß auch solche Ingelegt(en)
brieff vnd siegel, mit kheinem buchstab wid=
derfechten, auch mit keiner lewendigen khun nit
der halben dreijbt Johanneß die cleger vnbilch
In weijdern cost vnd schad(en), dan Eß seij
war(wahr), Deß Anwalt mutter ist[gestrichen] nach In leben
ist, mit namen Khaderina , seij war, Derhalb(en)
wijl der Anwalt verhoffen Johanneß solt
von solchen gutter # Abthun, vnd den Clegern
# die hendt abthun
schultig sein InZuraumen nach vermoig brieff
vnd siegeln, vnd solt Johanneß ferner
[I, 110]
schultig sein dem Clager Anwalt Allen gerichts
costen vnd schad(en) wieder Zugeben doch vff ein
recht messigen taxijrung befelt clager got vnd
dem rechtl(ichen) doch vorbehaltlich Alle notturfft
deß rechtl(ichen) [die letzten vier Worte sind leicht gestrichen; dafür:]
neuerung Zuuerantwordt(en)
sthet Johanneß der beclagt hijr, laudt
seiner
Ingebrechten Anwort hie vor dem Erbarn Zint=
gericht, Zu dem Artieckel neijn[= verbessert] daß Ehr die
gutter Allein Inhab, solche streitdigen gutter
daß Ehr vor ein soche allein Inhab, dan nach
seineß vatterß doit mit seinen geschwistern
vnd
schwegern gutlich getheijlt hab, das
solche cleger ein gut wiessens tragen, auch
vor ein solche [darüber eingefügt:] Jerliche pfecht(Pacht)
muntbar seij, sagt ehr
neijn darZu, Aldie weil solche Cleger daß
wol gewust haben, hofft Eß solt mit recht
Erkhent werd(en), sie soilten seiner geschwister vnd
vnd schwegern, Auch her ciedijrn, so sie daß
nit gethan haben, stet Johanneß hie, vnd hofft
Eß solt mit recht Erkhandt werd(en) laudt seiner
Inlegung, ein solchen costen vnd schad(en) vnbich(unbillig)
Zugewent haben stelt damit Zu recht, In die
Artieckel wie gehort ist
Vrttell
[I, 110r]
Insachen Zwijschen Johan bijeraugen Alß volmechtiger
Anwalt, seinen mit krijgs verwandten Clegern
Einß , vnd petter Johanneßen beclagt(en) Andertheilß,
dieweijl von Johanneße nit verneijnt wijrt die pfecht
geliebert, vnd sich beschwert findt seiner geschwy
stert halben, die Theijlung belangen, Erkhent
der scheff vorrecht daß Johanneß der beclagt
dem cleger vor sietzendem gericht anZeigen sol
vnd mit namen nennen, wer die sein die Ihn
solche pfecht geben, vnd solche spendigen gutter
Inhaben, Als dan sol der cleger solche Zum
negsten gericht Zietijrn, f[gestrichen] Alß dan sol Johanneß
der beclagt, mit den selbygen seinen [darüber eingefügt:] mit
kriegs ver=
wandten Ein clare Antwort geben, vnd versthet
sich der scheff vff dieß mal kheins bessern.
[Mitten in der unteren, sonst freien Hälfte
des Blattes steht:]
Ist Johan bieraug deß vrthelß copij erkhandt
[I, 111]
Ein gekhaufft gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnersthtag
nach ostern, zwischen Johanneß bieraug als anwal, vnd
Petterß Johanneß von lindiß Im Jar 58 ad
Die weijl der Erbar scheff, vnd Zindt gericht Zum lindiß
mit recht Erkhent hat, vff dem mitwochen vorn palm
dag, Daß Johanneß der beclagt solt sein freund
schafft mit den namen nennen , vnd solt(en) auch Zum
rechtl(ichen) Zittyrt werd(en), ist auch daßselb, dem wolge=
sprochen Vrthel nach also gericht, vnd geschen(geschehen) ,Eß laudt
auch Im vrthel klerlich, daß Johanneß sol den
Clegern ein formlich Entwort geben, mit seinen mit
kriegsuerwend(en), vnd ist Itzundt daß funfft gericht
mit schweren cost(en) Erlangt, vnd ist Johanneß,
Itzt mit seinen mit krijgsuerwend(en), als der vngehor
sam, vber die Zwolffte stundt auß blieben, vnd
dem wolgesprochen vrthel nit volstreckung gethan,
der halben, biet Anwalt cleger In recht erfolgung
Zuerkhennen laudt brieff vnd siegel, die brieff werd(en)
dan wiedderlegt wie recht seij, Cleger biet fernner
Zuerkhennenn, Allen gerichts costen vnd schad(en) sol der
beclagt schuldijg Zuerlegen schuldig sein, doch vff ein
recht messige taxijrung, beuelts(befehls) got(Gott) vnd dem rechtl(ichen)
behelt Im vor Alle nottorfft deß rechtl(ichen)
[I, 111r]
sthet petters Johannes hie vnd lest sich vffentlich horn nach gespro=
chen vrthel, Ehr hab Im ein solchen schad(en) vnbirh Zuge
went, Ihn Allein angenomen Im Anfang laudt deß
vrtels, die cleger sollen sie alle dreij her cijtirn wil
recht, Ein entlich Antwort Zu geben laudt Ire
clag dieß dags, Alle dieweyl das selb Erkhandt ist
Dabeij khan man auch eracht(en), daß ein solche gethan
clag nichtig ist vnd wieder daß recht geschen(geschehen) ist
khan auch nit verneint werd(en) von dem Cleger, stet
Johannes hie hofft Ehs solt mit recht erkhandt werd(en)
die cleger solten Ihm solchen gerichts cosd(en) vnd
schad(en) In messig der Erbarn gerichts Zuerkhentniß
gestelt sein solt da mit Zu recht vnd hofft Ehs
solt bielch(billig) sein fernner weijtter Antwort nit vorZuhalt(en)
laudt der gethanen clag
Sagt Anwalt Cleger daß Ihnnen die vnuorlichen(vnoioclechen?)
Auß Zoig oder gegen wehr von dem beclagten nit wenig
befrembt, daß sie dorffen vor einen Erbarn Zint=
gericht vber ein gesprochen["p" felhlt?] vrthel vnderstehn Zu
wieder
vecht(en) , nimbt der Anwalt nit an, aber die vberfrag
vber gesprochen recht, beuelt der Anwalt dem richter
bijt der Anwalt wie gebed(en) mit sampt sein kriegsverwand(en)
d(en) Erfolgung laudt brieff vnd siegel
[I, 112]
vrthel
Vff Anstellung petter Johanneß den gerichts Costd(en) belangen
Erkhent der scheff, Ein schad(en) beij den Andern biiß(büß?) Auß=
gang deß rechtens
vrthel
Vff Anstellung deß schultessen Ein vber frag belangen
Erkhent der scheff vor recht wehr ein vberfrag thut
In die hoistd(en) buß, vnd den scheffen wiß Innen
geburt nach deß gerichts gewonheit
[Verbessert: "Hoff" in:] Vff deß Clegers clag
hab der hie cleger gestand(en)
vor recht Ein brieff Ingelegt, der bemelt ein gudgen
vnd nit angeZeigt werd(en) khan mit einen solchen brieß(Brief)
wie wenig oder wie viel, wieuil morgen Zal, an
wen oder wo eß leijg lest der Anworder vff dieß
mal In seinen wijed(en) sten, legt damit ein Zettel
Ins recht, der hat wedter hendt oder fuß, Es khan
auch khein man gesagen wie alt oder wie Jung
Ehr seij, oder beij wem oder wo ehr gemacht seij, giebt
der Antworder dieß dags, In solchen nichtigen Zettel
kein krafft, hofft damit, sie soillen Ihr gut spijciuij
cijrn, an wem, vnd wo eß gelegen seij, vnd sum=
mijrn mit morg(en) Zaln, wie viel oder wije wenig
vnd dem also gelebt werd, sol der Antworder
mit ghen, deward(en) so das niemandts ab oder Zu
ghe, waß einem Jedern geburt , hofft Es solt mit
recht Erkhent werd(en) den solt also gelebt werd(en) "
stelt damit Zu recht(en), wier haben auch solche gutder
siebentzig Jar Ingehabt vngeuerlich(ungefähr) geruelich beseßlich
gebreuchlich Ingehabt bijß hie her auch vnsser gnedistd(en)
[I, 112r]
vnd Hern vergangen vnd verstand(en) , daß war seij
vnd am dag ist, gleich sein eijgen gudern, wie es
auch vns vff erstorben ist von vnssern Eltern
Anwalt der cleger nimbt vor bekhant an, daß
Johansen
vnd sein freundschafft briiff vnd siegel In Irer
Crafft lassen, wie sie der Erbar scheff Erkhandt hat
Aber daß wieder wijrdig, wijl der Anwalt mit gemein(en)
inred(en) bestrijd(en) vnd wiederfocht(en) haben, daruber sich
der Anwalt beZeugt, byt Erfolgung laudt brieff
vnd siegel, brieff vnd siegel brengen mit sich
ein leij, vnd khein Erbbesietz den die beclagt(en) haben
wiln vnd gesthet Inen auch khein , brijff vnd siegel
brengen mit sich wan sie khomen vierZehen dag vor
petrij vnd die guttern abkhund(en) sollen sie die gutter
leijgen lassen, stelt damit daß Zum rechtl(ichen)
Die cleger haben sich lassen vernemen, I[gestr.] mit
einem
Zettel, daß gut spijciuitijrn da glaub beij seij, Aldie
weil daß Alhie vorrecht gelaudt hat vom cleger, dem
selbigen solt Also gelebt werd(en), dan wier geben dem
Zettel khein glauben, der hie gelessen word(en) ist, dan
sie hoffen Es solt mit recht Erkhendt werd(en), sie
soilten eß schuldig Zu thun sein wie oben angeZeigt
ist, dahn wan Eß die menng(en) solt haben laudt
[I, 113]
Irer clag, sie nemen Alleß vnssers vatterß gut
hinweg, darumb hoffen wier eß solt spyciuycirt
werd(en) , wie hoch vnd wie nider , wie wenig oder
wie viel, deword(en), daß ieglichem wiederfar waß
bijlch seij, steln damit Zum richterlich(en)Erkhentniß
waß recht darumb seij
vrthel
In sachen der rechtuertygung Zwischen Johan bieraug(en)
anwalt cleger an einem, vnd petterß Johannessen
mit seinen griegs verwand(en) # andertheils, die weijl
# beclagten andertheils
von[= im freien Rand eingefügt] petters mit seinen
kriegsuerwand(en) , dem cleger
die pfecht Inhalt brieff vnd siegel, nit verneint
wijrt, vnd doch von Johannessen , den Ingelegt(en)
Zettel der specyuicijrung kheinen glauben giebt,
Erkhent der scheff Zu recht, das petterß Johannes
mit seinen kriegsuerwand(en), daß gutgen Inhalt
brieff vnd siegel #, biellich anZeijgen soil
# dem cleger
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Rückseite.]
[I, 114]
Johan bieraug alß anwalt cleger biet vnd begert deß
IZt gesprochens vrtheijls copeij vnd abschriefft vnd hofft
Eß solt In recht Erkhendt werd(en)
[Es folgt ein freier Platz.]
Dem Itzigen wolgesprochen vrthel nach,
außgegangen
an diessem Erbharn Zintgericht Alhie Zum lindis daß
Johanneß der beclagt schuldig soilt sein, die gutder an
ZuZeijgen vnd Zu nennen, wo Jorß die pfacht Jars
von geben haben, von korn habern vnd han vnd gelt
die weil inhnn(?) das wolgesprochen vrthel auß einem
recht messigen grundt mit getheilt ist , vnd Johanens
die clager, funff gericht In schweren cost(en) vnd
schad(en) gefurt, mit seiner vngeschickt(en) gegen wehr
wijl sich der Anwalt mit recht wissen lassen, ob
Johanneß nit schuldig seij diessen dag, die gutter soilt
anZeijgen laudt deß vrthels, die Johanneß dahn Ehr
vnd sein mit kriegsuerwand(en), In leijhens weiß, vnder
Irem plug vnd wagen Ingehabt, vnd hofft Eß soilt
mit recht Erkhandt werd(en), vnd soilt damit verdannt(verdammt)
werd(en) mit Allem vff gewend(en) costd(en) vnd schad(en), vnd
behelt Im vor, Alle notturfft deß rechtl(ichen)
[I, 114r.]
Aldieweijl daß der beclagt khumbt vnd setzt ein neue
Clag nach dem wolgesprochen vrthel, vnd weiß
noch nit, ob Ihm die Antworder woillen leben aber
nit, sonder ein bedocht Zunemen, wie landts
gewonheit ist, In allen rechtl(ichen) geng vnd geb ist,
von Jhdem vrthel Zuappulijrn , damit Zehen bedochts
dag Zu nemen , hoffen Es soilt Zu gelassen werd(en)
vnd aldiweil milcher, der cleger daßselb wiedder=
legung vmbstoiß, hoffen die Antworder , soillen solches
vnbilch gethan han, vnd beij einem Ald(en) gebrauch vnd her=
khomens bilch Zulassen , wan der antworder, daß
verseumbt vnd veriern ließ, so wer daß vrthel In
crafft, daruff het der cleger billich gebeijt, vnd stelt
damit Zu recht
vrthel
Vff Anstellung alß anwalt Johan bieraug , copij
des vrthels belangen ,Erkhent der scheff Ihm Johannes
bieraugen cobeijen
vrthel
Erkhent der scheff Johan bieraug(en)
kopeyen
vff Anstellung Johan bieraug als anwalt, In was
Zeijt petterß Johannes mit sampt seinen kriegsuer
wandt(en) , Ihn Clegern die guder anZeigen sol, Inhalt
deß versiegeld(en) brieffs ,Erkhent der scheff Zu recht
Inwendig vierZehn Dagen
vrthel
Der scheff leßt petterß Johannessen die Zehen bedachts
dag Zu
[I, 115]
Zintgericht gehalt(en) zum lindijß vff
Donnersthtag nach
matheuß apostel
Im Jar 58
[Der Rest der Seite ist leer.]
1559
[I, 115r]
Zindt gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnnerß
dag nach
matheuß apostel Anno 59 d
Vff Anstellung deß Hern schultessen waß der
verbrochen hab , Inhalt Her Jost Hoffmanns clag
an stadt vnd von wegen, Er[ist gestrichen] baltzerß, crist=
wentzelß verlassen sonn , das Eckerts Hens Casper
mit einer moirdlicher wehr , vberlauffen vnd Ihn=
geschlagen , casper dabeij nit gelassen, weidter
Einen weiden stam abgehauwen , vnd darmit
diessen cleger auch geschlagen , Erkhent der
Erbhar scheff mit recht , wher solchs thut,
vnsserm gnedig(en) furst(en) vnd hern ,[darüber eingefügt:] Inhalt Ihrer
furstlichen #
diesseß Zintgerichts, gegebenen Zintbrieff In die
# gnad(en)
hoistd(en) buß , vnd den scheffen mit v ß d
Ehr khom dehn Zum negstd(en) gericht , vnd nimß
ab wie recht
Vff Anstellung Cloß wentzels verlassen
sein baltzer
Inhalt der clag, vff Eckerts Henß Caspern,
Etliche schlegerey belangen, ErKhent Im Der scheff
ein erst gericht u
1560
[I, 116]
Zindt gericht gehald(en) Zum lindiß den 26
dag Semdembrijs Anno 60 d
Vff Anstellung deß schulthessen Dieß gerichts
zum
lindiß waß die Jengen verbrochen haben die
vnsser g f vnd Hern gebot veracht(en), Erkhendt
der scheff , Die solches gethan haben , In die
hochstd(en) buß vnd dem gericht v ß d
[Der Rest der Seite ist leer]
1561/1562
[I, 116r]
Zijndt gericht gehalt(en) Zum lindijß uff Donnerßh=
dag
nach matheuß apostel Anno . 61 . d
[Es folgt direkt nach ca. zwei freienZeilen:]
Zindt gericht gehalt(e) Zum lindiß vff
donnerschdag
nach sanct matheus apostel Anno . 62 . d
petter
schneider thut ein clag vff
Johannes vom
lindiß vnd[ist gestrichen] vff ein acker vff der strossen gelec
hat petter sneider oder sein Khinder nithts Zu
Dtheil bekhommen ,
Des haben die vormunder oder der
cleger, Ihn nichts darumb begrust
ob vohr In Ein
Deil darin wolt geben oder nicht , hat vns auch
nichts darin khunden gedeijhen, waß vns darin
geburt , hat nichts deweniger den cleger die
pfocht geben lassen , vnd hoff eß solt mit recht
erkhandt werd(en) , Johannes der beclagt, soll mir
vnd meinen
Kind(ern) volg(en) lassen, waß vnß darin
geburn wult, Ehr Johanns sag dahn
warum
ers nit thun wult
Weijder sagt petter schneider ehr hab ein beschwe=
rung In den pfocht(en) , Der halben wijl der
Cleger gerechent haben , vff daß meinen khi(n)d(ern)
recht gescheg, vnd Ihm nicht vnrecht, stelt
solches Zum rechtl(ichen)
[I, 117]
Vff heudt dade thu ludwig friebel ein
versproch vff gronijmuß
becker beijde burger
Zu gießen, vff ehtliche acker vnd wiessen
Ihm Zindt
geleg(en), die Ehr von des clegers
schwester gierdraud(en) In hat
Zwischen petter schneider sampt seine
vormundern vnd #[Der folgende Name ist links in den freien Rand
geschrieben]
#
petters Johannes ander theils [Johanneß belange =
gestrichen], erkhennen die
scheffen, das Ihn der schultheß beijd(en) an Dtheils
ein
dag an setzen gutlich berechen mit einander
soillen, Derweijl sie
eß von beijdendeiln willig sein.
Zwischen petter schneidern als cleger an
einem
vnd petters Johannes beclagten ander theils so
viel den angeclagt(en)
acker belangk Erkhent der
scheff Im ein erst gericht
vff die anstellung ludwigs friebels
belang(en) # # den versproch
gegen vnd wieder geronimuß becker beijde von
giessen , Erkhent Ihm der scheff den versproch
dies Jars, vnd sol Ihm volgens ob ehr woill
Jerlich hijnnach setzen
Nach dem petter schneider deß schadens
halben anstel=
len lassen Johannes vnd petter die rechnung bela(n)g(en)
In halt des vorgesprochen vrtheils von beijden
deiln willig, erkhent der
scheff mit recht #
# den schad(en)
zu gleich geld(en) soillen
[I, 117r und I, 118 sind leer.]
1563
[I, 118r]
Vff Ingebrachte rug deß Zindt gerichts
Zum lindiß De Anno . 63 . Wie
nach volg(en) wird
It(em) Crist Scheffer In der linder bach Zwische(n)
beyder frucht
Zum anderen Crist Im rucken velt bey der nacht
ye vnd Zu vor Daß noch khein vijh Da
gwest ist.
Zum drijdten Crist Scheffer Inn den wiessen beim schutzis
born
It(em) Casper muder Dungeß son hat mit
den heijmeln(Hämmel) Dschwischen einen besenndt(en)
velt gehut
It(em) Casper wie gemelt auch mit den
heimeln gehut In einem gehegten velt
da noch khein vieh hin khomen ist
It(em) Casper von Lauschbach In der linder
bach
zwischen zweijen frucht veld(er)
[I, 119]
Zindt gericht gehalt(en) Zum Lindijß vff
Donnerschtag nach
matheuß aposter /
De Anno 63 . [Dahinter etwas Gemaltes
aus dem "d", wie
ein Gesicht, das ein Kind malt. Der Rest der Seite ist leer.]
1564
[I, 119r]
Zum lindijß Zindt gericht gehalt(en) vff
Donnerschtag nach
sanct matheuß apostell
De Anno . 64 . [Wieder ein gemalter Schnörkel
aus dem "d".]
It(em) Ingebracht(en) rug De Anno . 64 .
[Schnörkel]
wie nach volgt
It(em) Crist scheffer hat die straß hinauß gefarn
sein die schaff In die haber gelauffen
Zum Zweijd(en) mall
It(em) Crist scheffers bub hat in der wiessen
gehut gnnt(genannt) Im fauln placke
It(em) Casper scheffer von lauschbach hat in
stobbeln
gehut
It(em) Casper scheffer muder Dungeß son hat
Irngest den weijern vff dem halben Zenen
gehut
--------------[Querstrich durch die ganze Seite]---------------------------
It(em) haben die vom lindiß mit Iren pferd(en)
gehut, da sie nit hudten sollen
wie volg(en)
wirdt
It(em) petterß Johanneß buben mit sein(en)
pferd(en)
[I, 120]
Milcherß buben mit seine pferd(en)
schuben Hens buben mit sein pferd(en)
Hermans buben mit sein pferd(en)
Helcken son mit sein pferd(en)
Jostd(en) khnecht mit sein pferd(en)
[Der Rest der Seite ist leer.]
[I, 120r]
Erscheint Johan bieraug als vollmechtiger anwalt
vor Inen vnd sein
geschwister , An diessem
furstlichen Zentgericht, alhij e Zu lindiß, vnd =
sagt daß
Ehr sich beschwert findt auff anstel=
lung deß schulthessen, nemlich den artieckell
belang(en), so diesser Zent brieff mit sich brengt
welcher clerlich laud also, wo ein Zentner =
sterbt , sol Dieß Zentgericht, mit einer maß =
weinß entpfahen , biet derhalben cleger
dieß furstlich gericht, woil mich anwalt
sampt seinen princibalen, nit von solchem
Artieckell abweijssen, dan vrsach vnsser vatter
vnd mutter, vnß solcheß gut erblich vnd
Ewiglich Zu gestelt, vnd Ehr daßselbig nuhn
oder niemehrmehr, solcheß gut Zugebrauche
stelt socheß Zu recht, verhofft auch Ihm
soilt ein gnedigeß vrtell mit getheilt werd(en)
vnd beij solchen Artieckell gehandt habt werd(en)
beuelts(befiehlts) damit dem rechtl(ichen)
[I, 121]
Vff heudt dato thut ludtwig friebell
ein versproch, vff geronimuß becker alle
beide won hafftig Zu giessen, vff etlichen
acker vnd wiessen Im
Zindt gelegen Die
geronimuß In hat von deß clegers schwe=
sters weg(en)
Her wieder gegen diessen vorgemelt(en) Insproch
sagt Jeronimuß becker wie daß Ehr, sein
[Hieronymus Becker; + 1597, Gießen; FBG, 193; muß noch mal
geheiratet haben.]
schwager ludwig friebell, hab mit seiner schwester
[Ludwig Friebel wird im FB Gießen unter Nr. 1169 als Vater von Hermann
genannt.]
gierdraudt(en) der got gnadt, vmb die sieben oder
acht Jar, noch Ihrer beider, Eltern seligen Dott
mit einander Hauß gehalt(en), vnd solche Ire gutter
samhafftig mit einander, Zu Irer beidter notturfft
gebraucht, Eh dan gierdraut selige, an mich Jeh=
ronimuß becker ehlich bestattet ist word(en), So
verhoffen ich Jehronimuß eß soilt mir Zu gelassen
werd(en), daß Jenige, daß sie giertraut Ire theill
mier Jehronimussen, Zum selbigen mall Zu bracht
hab, daß solche gutter Durch sie an mich auch
hernochher ererbt, dan sie beijde haben doch vff
Irer freijen fussen gestand(en), vnbeZwung(en) oder
vngedrung(en), mit solchem Iren guttern, Zuthun
oder Zulassen gehabt, nach allem Ihrem wolge=
vallen, Solches stellen ich, Zu euch meinen hern
scheffen Zu erkhennen waß recht darin sein wiell
damit vorbehalt, Aller notturfft deß rechtl(ichen)
[I, 121r]
vrthell
vff beger vnd anstellung geronimuß beckers
Erkhent der scheff Zu recht, die weijl ludwig
friebel Dieß gericht nit verhand(en) , will dahn
ludwig Zum negstd(en) gericht seine Zuredt thun
wijll der scheff hoiren , ehr thuß oder thu eß
nit, sol vff deß ansuchenden theils geschen(geschehen)
waß recht ist
[Der Rest der Seite ist leer.]
1565
[I, 122]
Zintgericht gehalten Zum lindiß vff =
Donneßhtag nach
matheuß apostell =
Anno . 65 . [Wieder der Schnörkel]
It(em) ist Durch Hanß Schmitd(en) den wierdt Zum
lindiß
Inbracht wie daß Mateß stroschnider
Zu giessen, vnd Jorg schreiner
wonhaftig zu
giessen, In deß obgemeltes Hauß Zum wein
gewest bin, Da hat
mateß wie vorgemelt
Jorgen Daß gelech verheissen, vnd darnach
nit
gestand(en), Daruff hat Jorg matessen
mit seiner Khan geworffen, da hat
matheß
sein ploitzer außgezog(en) vnd nach Jorgen
gehauhen, Da
habe der wierdt vnd Jorg
theijdtler sie gescheid(en) vnd matessen
hinauß
bracht
Weijder ist In bracht wie daß der pfarher von
wiessig vnd sein
khnecht In Hanß schmits
Hauß beim wein gewessen bin, da hat der
Jung
Hanß rin, Zu deß pfarnerß khnecht
gesagt Du bist mir auch noch einß
schultig
Du hast mich ein mal gefuit, Daruff
hat Henrich gesagt
ich habß nit gethan, mein
bruder hats gethan, , Daruff hat Hanß
rin
gesagt Du hasts gethan, vnd Ihn mit
einem glaß geworffen, Vnd darnach Daß
messer vff Dem Diesch genomen vnd Henrichen
vff die brust geworffen vnd
damit
gescheid(en) sein word(en)
[I, 122r]
Weijder ist In bracht Daß Der Jung Hanß rin
Zu dem pfarher zu wiessig
gesagt hab, Ehr seij
Ihm noch schultig, daruff der pfarher gesagt
Du leugst eß, daruff Hanß rin Ihnen vffs
mauhll geschlagen mit eine
vaust
[Der Rest der Seite ist leer.]
[I, 123]
Vff die Ingebrachte rug Hanß Schmits zum lindiß
daß Jorg
Schreiner burger Zu giessen, mathessen stro=
[Jorg Schreiner, FB Gießen, 4179a. # 03.05.1578 in Gießen.]
schneider mit
einer khan geworffen vnd her=
[Mattheus Stroschneider findet sich nicht im FB Gießen.]
wederumb matheß mit einem bloitzer nach
Jorgen
gehauen , Ekhent der scheff diesse beide In die
hoiste buß vnd dem
scheffen Ire gerechtikeit
Vff Die rug Hanß schmits Zum Lindiß gerugt
Daß der Jung
Hanß rin mit einem messer nach
Henrich geijbeln geworffen, erkhent der
scheff [Henrich Geibel wird
bei Stumpf nicht in Wieseck genannt.]
Ihn Hanß rin In die hoist[= gestr.] hoichsten buß vnd
[Bei Hans Rinn könnte es sich um FB Gießen, 3418 handeln. Allerdings ist
den scheffen Ihre gerechtikeheit
dieser schon 1566 Ratsverwandter in Gießen, was dagegen spricht.]
Weijder ist von Hanssen Inbracht wie daß her
friedrich giernhart pfarher Zu wiessig den Jungen
[Hassia sacra, I, 274: Friedrich Gernand von Heuchelheim bei Gießen,
1556-1570
Hanß rin hat heyssen
liegen(lügen), daruff han rin Pfarrer in
Wieseck.]
den pfarher vffs maul geschlag(en) hieruff
erkhent der scheff Diese beijde Einenyden In
die klein buß
[Friedrich Wilhelm Weitershaus und Friedrich Germer vertreten die Meinung,
daß dem Centgericht Lindes, wie bei einem
Vogteigericht, die Centner nur dinglich, also nur als Inhaber von Centgütern,
unterstanden.
Der obige Eintrag zeigt aber m. E., daß das Centgericht in dieser Zeit noch
die Funktion eines Untergerichts oder Nieder-
Cents (centena inferior; siehe F. W. Weitershaus, Seite 45), hatte.
Es ist zwar keine Liste der Centner aus dieser Zeit erhalten, aber der
Wiesecker Pfarrer ist nirgends sonst als Centner in
Lindes genannt.
1654, siehe II, 21, werden "Hartman der Schmitt Zue Leitgestern, Emanuel
Nestelthröner vf der Bieber; Jacob Hardtman
Zue Fellingshausen" u. a. wegen einer Schlägerei in "Philip Eberts Hauß" in
Lindes vom Centgericht zu einer Strafe von
jeweils einem Gulden verurteilt. Keiner der Genannten ist (bisher) als
Centner bekannt.
Deshalb spricht auch dieser Eintrag von 1654 dafür, daß vom Centgericht
Lindes auch die im Centbann begangenen
(leichteren) Straftaten abgeurteilt wurden.]
[I, 123r ist leer.]
[I, 124]
In gebracht(en) rug vff dieß vorgemelte gericht
De anno . 65 . [Schnörkel]
Schoff rug
It(em) Der lang merd(en) der scheffer In der Linder
bach
pferdt rug
It(em) die lindisser weyd buben mit dem hauffen wie
volgt
It(em) Johanneß buben
milcherß buben
schubpen Henß bub
helckgen bub
Deß wierdts Jostd(en)
bub
[I, 124r]
| # Alß ein an walt von weg(en) Hanß Dech vnd Hanß Wagner # Zu recht vrthell |
It(em) thut Khunraidt von Weiss(el)
# ein erst Clag vff Johan Schneiders gut alß nemlich ein wießplacken geleg(en) In werben vnd vff Zwen placken landts Im heßler geleg(en), damit stelt Chunradt wie obgemelt # ob Johann Schneiders erben nit daß gemelte gut wieder vff die rechtl(ichen) erben volg(en) soilten lasse Vff Chunradts von weissels clag erkhent Ihm der scheff ein erst Gericht. |
| vrthell |
It(em) thut Ludwig frijbell
ein versproch In Daß
gut Daß grunimuß becker In hat von weg(en) ludwijgß schwester seligen gierdraud(en) Erkhent der scheff ludwig(en) sein Zweid(en) versproch |
|
Creing(en) Johan schneiderß selig(en) Haußfrau biet vnd begert Khobeyen derIngebrachten clag, die Cunradt von weissel alß ein anwalt Inbracht hat, verhofft derhalben, eß soilt Ihr mit getheilt werd(en) , dahn daß sie ein rechtschaffen antwort geben khoint , dahn sie nit vff Dieß= mal selbst perschonlich erschein khan, von weg(en) iehreß bekeimerniß vrthell |
|
| Vff Anstellung
gronimuß beckerß vff den versproch den ludwig friebels gethan hat erkhent der scheff mit recht haben diesse beide gronimuß vnd ludwig, einen lebendig(en) weingkauff , oder brieff vnd siegel , vber solche versprochene guder wil der der scheff hoirn , sol darnach geschen(geschehen) waß recht ist |
[I, 125. Kleineres halbes Blatt in sehr schöner Schrift,
nur Vorderseite beschrieben:]
Es sagt Iheronim(us) Becker , her Wider gegen diesen , vermeinten
Insproch ,
seines Schwogger lodowigs friebels, wie das sie beyde,
Lodwig vnd seine
schwester gitterraut selige, haben mit ein ander, vnnb(vmb) die sieben
oder Achte
Jarre, nach Irrer beyder eltern seligen doth, Ire haußhaltung
volnfurtt
vnd solche gutter, die Innen Beyd(en) Irre Vatter vnd Mutter seligen verlassen
hab(en) , haben sie beyde In Irrer Haußhaltung , vnd noddurfft
gebraucht
vnd darnach, Sie gitterraut selige mit Irrem Vetterlichen
anerstorben
erbtheill, An mich Jheronimus Becker, Ehelich bestattet Ist
worden
[Zeile am Rand eingefügt:] vnd dieweilauch solches alsogeschehen Ist vnd auch
Darbey auch, keine vermeinte innred, oder außzug geschehen Ist
word(en)
dan sie beyde geschwiester, haben mit Irrem Vetterlichem erbguttern ,
auff Irren freijen fuessen gestand(en), Vnd damit zu thun vnd zulass(en)
macht gehabt haben, Nach Irrem gefallen , wilches auch durch sie
beyde
verwilligett Ist word(en), Solches sthellen Ich Jheronimus Becker
zu euch
Hern Schultessen , vnd Scheffen, In diessem furstlichem Zindtgericht alhir
zum lindes, Zuerkennen, wieder diessen vermeinten
Insproch
lodwig friebels, was die bilchkeitt darinne sein will
Damit In Vorbehalt Aller Noddurff der rechtlichen Hilff
[I, 126 ist beidseitig leer; Blatt I, 127 gehört ins Jahr
1592 und folgt weiter unten.]
1570
[II, 50]
Extract aus dem Linneßer Centh Gerichts Protocollo de Ao 1570
Schöffenaijd Jedem so
dießem Centhgericht
eingezogen wird,
verständlich vorzulehßen
[Die folgenden zehn Zeilen sind auch bei Friedrich Wilhelm Weitershaus
auf Seite 50 zu finden.]
Es soll ein Erbarer Schöffe, dießem Zenthgericht ingezogen,
bedächtiglichen von Parteyen Klag und Antwort anhö=
ren den Mit=Schöffen Parteyen die ingeheim erklären
und darauf seinem besten Verstand und Vermögen nach Urtel
geben helffen, Keiner Partey zu lieb und zurücksetzen,
sondern nach lauterer Klag und Antwort, nicht um
Gunst, furcht oder Gewinns willen, sondern wie ihr deßen
gegen Gott dem Richter aller Menschen Vermeinet,
zu Verantworten, Die geweiste Urtheil in geheim behalten,
des Gerichts Heimlichkeit bey sich in den tod behalten.
Heßisches
Zenthgericht gehalten ao 1570
donnerstags den 9" Mertz
Na:
Sollen fürs Jedes Jahr Zweijmahl Zenthgericht gehalten
werden, das Erste Mittwochs vor Laetare, dasandere
Mitwochs vor Michel, da denn alle Zehndner jden
Gerichtstage beij bueß 5 Schilling zum Cennt Vor
Neun Auren erscheinen sollen.
[Diese Abschrift, in der fälschlich von "Zehndner" statt von "Centner" die
Rede ist, muß wesentlich
später entstanden sein.
Die Abschrift setzt sich über den Rest dieser
Seite und über die halbe Rückseite fort:]
Anfänglich ist Inhalts der acl gestelt Zinthbrieff
stark offentlich Verlehßen worden, auf die Högung
sehr(?) zuvor durch Heßs. Schultheß, altem Herkommen
nach, beschehen.
Demenach seijnd die Zentherrn Vor Neuem VerZeichnet,
nemlich die Jenigen, so sich solcher Güter unternehmen
wollen.
Na:
Wenn Eltern beij leben etwas übergeben, müßen die Kinder
müßen die Kinder mit 8 tournes empfangen, vid
appendicem einer copeij(liche)n Centhordnung
Wer Centhguth in Leijhe nimbt, muß solches empfangen, und
wenn eine solche Leijhe aufhört, und ein solcher ander Centh
Guth in Leijhe nimbt, muß jedesmahl solches nach dem
Centhbrieffempfang(en) vid: Protocoll Vom 8"octo 1594
item 1570
[II, 50r]
Daß die von Adel und honratiores, wenn sie Centhguth besitzen
ein solches empfang(en) müßen vid. Protocoll vom 9" Mertz
1570. und die List vom Gerichtschreiber Daub.
Daß Unmündige, nach absterben derer Eltern, das Centhguth
empfang(en) müßen vid: voriges Protocoll.
Daß ein HosptitalMeister empfang(en) müßen vid. Prot de ao 1570
Daß auch ein Centhner, so schon Zenthguth hat undweiters be=
kombt, solches auch empfang(en) muß vid: vorig protocoll.
Daß die Worth höchst buß jeder Zeith die bedeutung
habe, was Vor gndst. Herrschafft gestrafftwerden
soll , Zeigen alle Brotocolla inspecie gardeutlich die
brotocoll de ao 1571. item 1572. item 1622. item
1623 . 1606.
Daß Hoffleuth das Centhguth empfang(en) vid: Protocoll de ao
1572 ubi des von Schwalbachs Hofmann befind(lich) ist
Die Ordnung warum die jenige über der Höge auf
g(i)eß(en) Zu höher, als die nach Linnes Zu gerügt werden
vid Protocoll de ao 1608 .
[II, 51, ist beidseitig leer; die Seiten II, 52, bis II, 54, gehören in die
Jahre 1747, 1750 und 1762.
Die Seite II, 55, ist ein beidseitig leeres Tabellenformular. II, 56, ist
undatiert und enthält nur:]
Verzeichnüße von Ungegorsamen
Centhnern
und
Beygelegtem schrifftl(ichem) entschuldigen derer
außgebliebenen beij Gericht
[II, 56r; kopstehend, ganz unten:]
von Wießeck
M
[Die
Seite II, 57, besteht aus sehr altem Papier; es findet sich nur:]
Centhgerichts
Protocollum
[und im unteren Drittel das Wort:]
klingen
26.09.1571
[I, 173, ist nach dem Jahr 1660 eingebunden.]
Demnach Petter Sawer heuttiges tags In geschefften
meins g: F vnd Hern H. Nemlich(en) die Trancksteur vnd
Eijg(en) wein gewechs Alhir vff Zu schreiben vnd Zu heb(en)
Also dz er daß Zint gericht Zu: Lindes dißmals nicht
kan helffen besitz(en) derweg(en) in der Schulteiß Zu
Lindes In kein(en) Vngehorsam erkenn(en) soll actum d(en) 26
Septemb(ris) Ao 71 .
H. Crafftt ff#
Gerlach Stor. vnd Joist Bachma(nn) Sinth Auch deß weins
halber vff Zuschrieb(en) vffgehalt(en) word(en) --
04.07.1572
[II, 86] [Das rechte obere Viertel der Seite ist kaum noch lesbar, da
die Tinte der Rückseite
durchgeschlagen ist.]
Strenger Edler vnd ehrnfester Her Hauptman nach dem
E S vnd E gutt wissens dragen daß
ich arme verlassene
wittwen von wilhelm scheffers Sohn Hans von Lotzen Linden an
angetastett, hatt[= gestr.]\sein/ vnd seine mitwillen mit schmeissen vnd
kratz(en)
bublich erZeiget hatt so füge ich E S vnd E Zu wissen
daß ehr mich heitt freitag vors gericht Zu Lins zitiren hatt
lassen vmb acht vhr so bin ich armes verlassenes weib gar
allein vnd hab keine bei standt in disser welt so bitt
ich E S vnd E gantz Lauterlich vmb gottes willen
vmb ein guten Radt wie ich arme mocht der sach(en)
nach kommen dan ich daß vermogenns nicht bin daß ich
gerichtlich mir ein handeln kont armuts halber dan mein
hab gar gering ist gott erbarm eß ich habe mich aber deß
eidts erbottenn vnd weiß daß Ich in Recht thun wil
wen eß mir mocht Zu gelassen werden der warheit
Zu steuer daß weiß gott biten E S vnd E gantz
vntherdeniglich vmb gottes willen euer guten Radt mir
arme verlassene witwen mit Zu theilen gott der
almechtige wol euch gluck vnd heil bescheren dat(um)
freidag den 4 Julij A C
Anna mûsch wonhafftig
Zu Linnis
[II, 86r, ist kopfstehend im linken oberen Viertel beschriftet; ebenfalls
schwer lesbar, s. o.]
Dieweyll disse Suplicantin
wissentlich arm vnd vnder
m g f vnd H gesessen
soll sie Zu keiner Caution
gedrngen, vnd dieweyl \man/
bej
Sollichenn vnchristlichen hende
lnn wie die arme frauw \sich/ be
clagtt,
rechtt vfflagen zeigen
Zu erfordertt [ein Wort gestr.] wirdtt
Die scheffe Sich hier Innen aller
gepur Zuuerhalt(en) wissen
Signat(um) gissen den 4. July
ao 72
Caspar S gtt Milchling
Haupttman zu giessen
[II, 28]
[Diese undatierte Akte muß zu dem obigen Vorgang gehören.
Die oben genannte Witwe ist inzwischen verstorben.]
Demnach der Erbar Wigand Kaul fürstlich(er)
Landt Knecht Im Gemeine Landt vnd Schult(heiß)
Zum Lindes vnd Zinds daselbst, heut Dato
Montags den 30 t Martij Alhir Zu Lützelind(en)
enkomen, An Zeygendt das ehr befelch hette
von dem Gestreng(en) Edlen vnd Erenuest(en)
CaßPar SchützPar gnt(genannt) Milchliing Hauptm(ann)
Zu Gieß(en) p Kundtschafft abZuhören Zwiisch(en)
Wilhelms Hansen von Lützelind(en) als Beklagt(en)
vnd Clegerin selig(en) Koch Annae Zum
Lindes so In Gott verscheyden. Ob dj
g(enann)te Clagerin vff vnd vor Irem Abschiedt
Der Zügelegtten vnd vor Prachten Clagen
Imme Recht(en) Züm Lindes Gerichttlich(en) vf
obg(enann)ten Hansen Inprachtt dz soldt ehr
sie Zugeweldig(en) vnd(er)stand(en) hab(en) vermog
Der Gerichts Actis , ettwas sich vor gläub
würdig(en) Leütten noch biß ahns Ende ett=
was vernemen laß(en) . c
Hatt
obg(enann)ter Schul(thei)s Dweil niemands von
Ir Inn Irer Krenck vnd vor Irem Ende
weitter Denn Ir Sohn Jorg daüon
ettwas gehordt Izg(enann)tern Jorg(en) Inn
Henichg(en) Gobels Haus Zu Lutzelind(en), geg(en)=
wertigk g(enann)tes Henichges als Gg(enann)ten Ge=
richts Schoff(en) Zum Lindes vnd meyner
Just Hoffmans p mit gePürlich(en) beeydigung
vor genomen Darümb vor vns beydenn
abgehordt Der dann nach geleistem Aydt
vor verwarnüng mayneids newlich(en)
erinnertt alß volgtt sagtte:
Ehr hette sein Mütter Koch Anna Inn
Irer Krenck vnd Zuüor kurtz vor Irem Ende
vff obg(enann)te sach(en) erinnert , gePeth(en) da sie
dem Knechtt vhnrechtt thette dz sie dann
Ir sehel(Seele) nit beschweren vnd Im verZeyh(en)
woldte p Hab sie geanttwortt Sie
achtt werde den toidt leyd(en) : wiß aber
nit and(er)st vnd woldt also sterb(en) diser
Knechtt hette Ir vorPrachtt Klage gethan
Hab Sie aüch Zum And(er)n Mal vhngeüehr(ungefähr)
eyn Stunde vor Irem Ende gleich weiß
gebeth(en) dz sie Ir sehel nit beschwerdt vnd
der sach(en) nit Zuuil od(er) wenig thette
Hab Sie geanttwortt : Sie wiß nitt
[II, 28r]
and(er)st Wolle aber In (.g(enann)ten Iren Sohn.)
vmb Gottes will(en) gebeth(en) hab(en) : Dweill
sie Inn Irem leger Allen Menschen
So Ir leids gethan verZeyhe , dz ehr
gleich(er) weiß Allen vnd Jdem den sie
Leids vnd vhnbillichs gethon hette Pitt(en)
woldte Ir ZuuerZeyh(en). Diß sey sein
wares wiß(en) Ist hiemit seynn Außags
Dweil niemands weitters hiebey geweß(en)
od(er) angehördt hingelaß(en) Act(um) vt
Sup(ra)
Jhoffman Pfarh(err) Zu
Lutzelind(en)
j c subsc
[II, 29, ist beidseitig leer.]
08.02.1573
[II, 81, ist zwischen Akten um 1610 gebunden. Im Text wird Heinrich Craft als
"fürstlicher Kelner
zu Gießen" genannt.
Dieser wird im FB Gießen, Band II, Seite 58, nur für das Jahr
1571 als Amtskeller angegeben.
Für die Jahre 1569 und 1570 wird dort kein
Amtsinhaber
genannt, für 1572 wird ein anderer Amtsinhaber angegeben.]
Dem Nach siech irung vnnd gebrechen Erhalten haben, Zwischen
dem Achtbarn
Hans Schmidt, wonhaftig zum Lindis, An Einem, Vnd dem
bastian gernandt
Andertheils, der Zeith wonende zu Gissen, belangende
Etzliche iniurien,
vnnd Scheltwordt, dadurch sie dan Anhir An das gericht Alhie
Zu giessen Erwachsen sein, Auch im Ethlich gericht Auf
einander
geklagt, vnnd den Handel Also fern gethriben, das Enthlichen
die Hern
scheffen, beneben mir Als dem schulteis, die Sachen
gantz geringschetzig
geacht, vnnd inen zu mehrmahlen vnttersagt,
vnnd geratten, sich beide in der
guth zu uerthragen (vertragen), die weil den
beide theil sich
gantz streittig kegen Ein Ander Ertzeigt haben,
vnnd kein theil dem Andern
weichen wollen, haben sich gutte
Hern Vnnd fr(e)undt, so vneinigkeit Zwischen beiden
partheien,
nicht gern gesehen haben, zusamen beruffen, Als mith
Namen
Heinrich Craft, fürstlicher Kelner zu Gissen, vnnd iorg finck,
Jost Hilt, beide burger daselbst, vnnd friederich schlagk, wohnhaft
zum
Lindis, vnnd den handel von beiden theilen Angehort,
vnd Enthlichen zu sich
Vnnd von dem gericht genohmen, doch
mith Wissen der Hern scheffen zu gissen, vnnd
beide partheien
Also zu grundt vorricht vnnd vorthragen, Also vnnd
Dero=
gestalt, das ir keiner dem Andern, soliche ir gehabte jrung
vnnd wider
willen, so von Anfangk vnnd bis Auf vnser
gemelter scheidsfreundt vorgleichung,
Nuhn Vnnd zu Ewigen
Zeitten, nichts solt An iren Ehrie oder gutten Leumundt
schmitzlich
nicht Auf zu rucken, Anen oder Effern, noch vorwerffen,
weder durch
sich oder die Seinen, Auch niemandt solichs zuthun
gestatten,
bisunder soliche ir zusamen gehabte jrung, sol gentzlich(en)
dot beij vnnd
Ab sein, Auch darauf vnns obgemelten scheids
freunden, von beiden theillen die
handthrein gegeben, Vnnd Auch
Angelobt, solichs stedt vnnd fest zu halten,
Geuerde vnnd arge=
=list hin danen gesetzt, Dergleichen haben beide krigsverwant(en)
EinAnder Wircklichen vorZihen Als Cristen, Vnnd Einander
[II, 81r]
Die hendt gegeben, darmith Aber Diesser vortragk, desto Krefftiger sein mocht,
Auch desto Ansehlicher mocht geachtet werden, haben mir vorgemelte
vir scheidsfreundt, gebetten den Ehrhafften Constantinu(s) Metzger,
schultheis Zu Gissen, das Ehr sein gewohnlich insiegel, Zu Endt
dises schriftlichen vortrags trucken wolt, welichs ich itzt gemelter
schultheis mich Also gethan Erken, doch mir vnnd meinen Erben,
vnnd Nachkomen ohn schaden, geben vnnd geschen Dinstags nach
Inuocauit Anno p 73
[Das Blatt ist gesiegelt.]
[II, 82,
ist beidseitig leer.]
1574
[Die Seiten I, 3 bis I, 9 gehören in die Jahre
1701-1711 und folgen unten. Die Seite I, 10 ist beidseitig leer.
Die Seiten I,
11 bis I, 20r behandeln zwei Prozesse. Die Ränder mit den
Jahresangaben fehlen meistens.
Die Blätter sind nachträglich sowohl mit "1574"
als auch mit "1714" beschriftet. Da hier aber "Zintgericht"
oder "Zendtt gericht" steht und nicht, wie
Anfang 1700, "Centgericht", gehe ich davon aus, daß sie zu 1574 gehören.
Blatt
I, 21 gehört eindeutig zu 1574.]
[I, 11]
No 4. |
Zendtt Gerichtt gehaltt(en) den 17 [Rand fehlt; später: 1574] Vor Denn Erbarnn Zindtt gerichtt Schultheiss(en) vndt Scheffenn, alhir Zum Lindiß erscheint, Christ Wentzell, ahn statt vndt weg(en), seyner ehe lich(en) Hausfrauen Margrethen, vndt setz, vndt sagtt es whar seij, vermoge, einer gethaner /[Ru=(?) Rand beschädigt] ge, das ihn von Kaussen Jacobem, seynner H/[aus=(?)] frauen, ihm seynn Hausfraus Gedrautten ge/[schol=(?)] tten habe, von Jacobs Hausfraus Gerdrautten ihm Christen seyn Hausfraus gescholtt(en) habe Lau/[t(?)] der Ruge, (ein ausgeheytt Huer) hofftt der Cleger, mitt dem maull, das sie sie mitt ge/ schultten habe, sie solle sie widerumb Zue verannttwortenn durch ein offentt lichs wider spruch angehalttenn werd(en) den sie hie vor rechtt Zu thun schultigk soll sein mitt allem vfferwend(en) Costen vndt schatt(en) (Schaden) vndt begehr damitt mit rechtt anZuHalttenn sie herbeij Zu trett(en), mit ihrem eig(en) maull antwortt Zue geb(en) stelle solchs Zue rechtt mitt Vorbehaltt ihrer antwortt Vor euch den Erbarnn vndt Wolachtbarnn Hern Schultheissen vndt Scheff(en) diesses furstlich(en) Zindes Rechtt alhir zum Lindiß erscheint Jacob an stat vndt von weg(en) seynner Hausfrauen Gerdrautt geg(en) vndt widder Christes Hausfraue Margreth Repetirtt vndt widder holtt alle seynnes vorigs gethane antwortt vndt sagtt das in alle recht vndt woll versehns vndt Zu lessigk sey auch bey aller |
| [I, 11r] | Hogts oberigkeytt bey einer hoge phenn vndt straff verbott(en), keynner den anderen mit Waffenn auch mitt Wortt(en) vndt werck(en) vff Zu holen auch mitt keyner Vn wharheytt anZugreiff(en) wie dan Christes Hausfraue, Jacobs Hausfraue angegriff(en) hatt, vndt sie berichtigett vndt noch gesagtt sie habe ein Khue schinden lassen vndt sie neun(?) Woch(en) langk an einem den hang(en) lasßenn als wan ehr Jacob vndt synn Hausfraue, mitt Zuchtt(en) das selbigk Zue sag(en) von eine wuell esßenn solle, die weill nun, wie oben geme/[Rand durch Bindung verloren gegangen] sie Clagerin die beclagtte mir selig(en)(??) wortt(en) vffgehol/.. ster Jacob ahn statt seynner Hausfraue vndt hoff/ es soll durch euern recht spruch artticku/.. vndt erkantt werd(en), so soll gemeltts Clager/.. den selbig(en) punctenn Zue bewissen hell/.. vndt Cla.. schultigk sein noch im Haltt (?)efen/.. licher Ordennungk auch noch alle beschriebene(?) rechtts vndt statt solchs an diesßes Erbar Zindt gerichtts Zuerkenne was billich vndt recht s/.. will mitt aberagkt(?) moglich(en) gerichts Costenn vndt shatt(en) giebt(?) solchs Jacob von weg(en) s/. nner HausPrauenn vff die gethans(?) Klage Z/.. verantwortt(en) fhernner Repetirtt ehr seynes (?)P/er(?) son klage vndt sagtt das whar seij, das sey(?)/ Christes Hausfraue die Clagerin gelusten hatt lassenn vndt gemelttig Jacobs Hausfraue mi/ schmelich(en) dottlich(en) wortt(en) angegeriff(en) vndt noch lautt der Ruge vndt sie gescholtt(en) ahn ihren gl/.. ein Hure, mit vrlaub Zue reddenn schatt(?) hie Jacob vndt hofftt an statt vndt weg(en) sey/.. HausPraue gerdrautt(en) es soll Christes HausPrau/ |
| [I,12] | Margreth Jacobs HausPraue Zue verantwortten shultigk seynn, mitt erstatt(en) moglichs gerichts Cost(en) vndt shatt(en) miterasße(?) vndt who Clagers bey besch/ lassenn Wurde, wollem mir gleiches gestatt(en) besch/ ssen habenn wo mit eß behaltt(en) mir vng(?) vor, alle gnthatt(?) des rechtt(en) Noch begebbenner, Nichtiger, antwortt die Christ vff Jacobs Hausfraue gerdraut(en), erste Ruge ist inbracht wortt(en), wie das sie sie ausdrucklich in der Ruge vermeltt, ein ausgeheitt huer ge scholttenn habe, vndt Christ die Clage vff die selbige gerdraut(en) Clage gesteltt hatt inhaltt der Ruge, hofft Christ noch mals, die gerdraut die soll mit beZwangktem rechtte angehaltt(en) werdenn selbst herbeij Zue ghenn, vndt das selbige offentlich widerumb Zu Widdesprech(en) hatt dan Jacob oder seynne Hausfraue gerdraut so sollens sie mit form der Rechte thun, vndt nit mit der Onfhorm sagtt Christ, das He das nichtik tingk mit keynne wegk anZu nimmen schultigk seyn, auch in keym nichtigkeijtt hollen oder willig(en) wolle, weitter mehr dan was He von rechts weg(en) schultigk Zu thun ist, vndt bitt noch, wie vhor auch gebett(en) ist, die beclagtte solle angehaltt(en) werd(en), ein deusch Clar antwortt erster Rugs vndt Clags antwortt Zu geb(en)durch das wortt [zwei gestrichene Worte] whar oder nit whar whan das selbige geschichtt, so wollen mir vns aller gutheitt der rechtt(en) vorbehaltt/en) er steltt solches Zue rechtt |
| [I, 12r] | Aber mals sagtt Jacob anstatt vndt von weg(en) sijnn Hausfrauem, das er von rechts weg(en) seynner Haus frauem schultigk sey Zue vertrett(en) vor gericht vndt rechtt , als ein Heubtt einnes ehelich ge= mals wierrauch vor dem altt dhor vereidt vndt verplichtt, des weibs Heubtt Zu seynn, auch sie mit recht Zuuertrett(en)(zu vertreten) ohrbietigk, vndt nimpt erstlich vor bekantt ahnn, das Christ der Clager von rechtt vns der selbige Onwhorlich beZuchtigungk die dan Christes Hausfraue Jacobs Hausfraue mitt Onwharhentt(heittt?) beZuchtig/..[Rand] hatt es das sie, habs ein geschinde Khue nen/.. noch ahn ihrem denn Jehatt hatt hangenn, welchs Jacob vndt sein Hausfraue solchs nit gestendigk ist hoff(en) vndt drauen sol ihnen rechtt erkant vndt gesproch(en) werd(en) , es soll Christes Hausfraue die selbige beZuch/ti= gunng Zu be wissen schultigk sein das sie s/.. aber mit solcher Onwharheitt wie gemeltt ist moge sie wol geredtt haben Zue simer Verant/= worten sie redtt nit whor [sie habe = gestrichen] wie die ruge vermeltt das habe sie in verantwortt/.. weiß geredtt Die weill ste aber(?) sie vntlich(?) hatt geschmehett vndt gescholtt(en) noch laut der Ruge ein Huer vermoge die recht das einner(?) ../.. einne Defension Clage moge purgirn das selbigs Zue verantwortt(en) vndt ni(in?) Clage wei/.. moge vorPringen derhalben Hofft Jacob an statt seynner Hausfraue in recht Zuerkenne vn/dt Zu sprech(en) es habe Christes Hausfraue solch/ anffangk vndt On wharheytt onbilcher weiß |
| [I, 13] # Erste vndt |
Jacobs Hausfraue darmitt vff
geholtt, vndt (?)f...[Rand beschädigt] schultigk synn dem selbig vnZechtig(en) puncten Zu beweissen schultigk synn, Zum andernn soll sie schultigk gleiches gestaltt der # Leste gethamne Ruge Zu verant wortt(en) schultigk synn, mit er stattunngk moglich gerichts Costen vnd schatt(en)(Schaden) vndt bitt hiemitt Einer weisheytt Zuerkenne vndt Zue sprech(en) was darinnen bilch vndt rechtt ist(iß?) Vff die Langkweillige vertrossliche Nichtigg/ |
| [I, 13r] | Vndt hertzlich betrochtt(en) das sie sich
in der leste ruge ghern behelff(en) woltn ist in sch(sich?) selbst nichtigk aus bewegener vrsach(en) vndt do der Schulteiß vndt die Heimmerger widder Zu der Rug g/e=(?) stern geschicktt hatt die Ruggersenn(?) die erst/.. Ruge bekrefftigett; vndt gesproch(en) wehr es do bey nit lassen woll woll sie vor dem strengenn Haubpttmann Zue giessenn mit ihm vorkomme ab/.. sie niemants dohin Cittirtt hatt vndt bey ihren ersten wortt(en) gelassen, hett(en) die heimmerg/.. woll Zu bedenck(en) gehatt, bey dem selbig(en) Zue bleiben vndt die weill auch nun die schme d/.. ruge begleubtt vndt bekant wurde die beclagtte solle angehaltt(en) werd(en) wie auch vor in brachtt ist wie dern maul do sie nitt geholtt(en) habe ein offentlich(en) widderspruch Zuthun mit allenn vffvffgewentt(en) Costen vndt Schatt(en) sich gott vndt dem Rechte befolnn Gegen das vnnutzlich dorliches geschwetz Chris/t
|
| [I, 14] | dan Lambertt an statt seines
princib/aln? ..(?) Die [Der obere Rand der Seite ist
an dieser Stelle zerstört.] leste Ruge Zue tattelnn(tadeln) Derohalben biett vndt begrett(begehrt) Jacob gleicher gestaltt an statt seynner Hausfrauen in(im?, ein?) recht Zu erkenne vndt Zu sprech(en) vndt, will gleicher gestaltt Zu rechtt geschlossen habe(n) auch einer richterlich wiptt(?) Zum fleissigsten gebet(en) habenn im recht darin Zuerkennen vndt Zu sprech(en) mit abtragk moglich(er) gerichts Costen vndt schatt(en) Vor Euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn Hernn |
| [I, 14r] | Derhalben biett Johannes vmb recht Zu erkenne vndt Zu sprech(en) seynne(seymne?) wharhafftig glaubthafftig Ruge die er gethan hatt noch vermoge der Zenige ausgange soll seynne gethanne Ruge billich mochtigk vndt krefftig erkantt werd(en) mit erstatt= unngk meglich(er) gerichts Costenn vndt schatt(en) vndt stellt solchs Richterlich Zuerkenn(en) Vor dem Erbarnn Zendt gerichtt Schultheissen |
| [I, 15] | von der sach redt, wie der blinde von der
farbe, hett sich Johannes wol moge bedenck(en), des erweg/kt Zancks, den er vhorn Jahr mitt dem Zehenen an finngkt oder anwegktt, vndt all die weill He den Zancktt Zwisch(en) den Zweij erbarnn Nachbarnn, auch erwegckt hatt, das He nimmer mehr die selbige mehr leude wie ins(ing?) gerichts buch ver leibtt sindtt, word(en), die ihm keynn bekentnuß, oder Zeugnuß darvber gebenn, sonde sij eig(en) ruhmmeß, selbe/.. abeshen(?) muß, Al die weill nun, He nit bey kan/ bren(en) wie er sich germuptt hatt bitt dauitt, vnd/t Casper Schlaigktt, He soll sie vnbillich in den kosten vndt schatt(en) gefurtt haben, vndt sols er ihnen wid/er= umb Zugebb(en) schultigk sein mitt allenn vff gewe/d= ten kosten vndt schatt(en) Dageg(en) sagtt Johannes Wie[In das "W" ist
ein großes "H" geschrieben] Hie beuor vorbrengk/ |
| [I, 15r] # Zwischenn Hie beyde weiber belangends |
Vrtheill In Sach(en) der rechtfertigunngk zwisch(en) Christ Wenzell/ Clager einsteills, gegen vndt widder Jacob kauss/en beclagtten ander theils # er kenn die Hernn Scheff(en) Zu recht Wie [Aus diesem "W" geht ein Strich durch den Rest des Urteils] B rett(en) noch fleissigk vff beyd/e pardeijen das sie ihre sach(en) Zum gerichtt stelle/n wollenn wie hartt(..) im handell woll wen sie/ folg(en) woltt(en) dais(das?) die sache vffZuheb(en) wehr vndt in der gutte Zu vertrag(en) wo das selbige aber nit geschen(geschehen) konde so hortt(hoitt?) man ihre bey/de klage woll wo[= gestrichen] das Christes fraue soll an Zeig(en) Zum negsten
gerichtt Nachdem sich Irtumb vnd gebrechen erhalten haben,
Zwisch/en) |
| [I, 16] | Zendtt gerichtt gehaltte denn 3. t(ag) Martij ao 74 [Diese "74" könnte auch als "14" gelesen werden.] Vor dem Erbarn gericht, des furstlich(en) Zendt gerichts alhie Zum Lindißs, erscheint Christ, wie ein gehorsamer der Rechte, der sich gantz vnd gar in keym(keyn) nichtig keijtt begebbenn will, auch darinnen nit h.lgen oder willig(en) will, vndt reqetirtt vndt widerholtt, vndt sagtt das war(wahr) seij, das sich in Acten finden werde, das Christ Jacobs keijnnes wegs, hatt wollenn annemme, dan er seij nit malefecirtt, mit gnungsamer gewaltt, welchs nun mit der thatt, selst(selbst? = verbessert) bewissen wurde, das er heutt diesses gerichts tagtt, erstlich seym(sym?) gewaltt, vor den den Erbarn leudden, Schult theissenn vndt scheffen bekomme hatt, bitt sich Christ, Zuentledig(en), des vorig(en) ergangenen Handels an diesses gewalts dagges heutt von synner Hausfraue bekomme, Zubedenck(en), das He sich der gebhur, vns Zu ander gerichts dags, sich der form der rechtte, Zugebrauch(en) wisse, vndt bitt Christ, von dem vnformlich(en), langtweijlligte vffhaltt Jacobs, die sich erstrecktt hatt, biß ahn das viertte gerichtt, vndt hofftt vndt getrauett gott vndt dem Rechte, He soll vom ihm ent ledigett werden, mit allem vffgewenttem Costen vndt schattenn, darin er nichtiger weiß, ihn gefhurett, vndt getriebenn hatt, darumb er den furstlich(en) Schultheissenn, mitt fleissie ger bitte(?), anruffett, ahn mein Hern vrtheill Zu= stellen, vndt entlich des rechtte Zuuerhelffen |
| [I, 16r] ihn(?) |
wo etwes(?) argers(?) gheg(en) das
inbrochtt werde, will e/r ihm vorbehalltt(en), synne nottorfftt, Vor euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn, Her/n |
| [I, 17] | heitt vns Zue schmehe gereichett, vndt auch
geistlich vndt weltlich verbott(en), keym sym Onwharheytt Zue vffenbharn vndt nochZusag(en), derweg(en), stehtt Jacob an statt weg(en) seynner Hausfrauenn, vndt ist des selbig(en) artickells vndt punctes ghar in keynne wegk/ gestendigk, vndt hofft, es soll mett vrtell recht erkantt werd(en) es sol[bige = gestrichen] Christe den selbige puncten vndt Artickell Zubeweissen schultigk sein vor eins Zum Andernn reqetirtt err synne defension |
| [I, 17r] | Es sagt Christ whar, das offenlich bekentt ist, wie auch in actis angeZog(en) ist word(en), seynnes nichtiges vorgebbens, von Christe nie angeb(en), aus bewegtener recht messige vhrsach(en), vndt das er biß ohn des viert/te? gerichtte, nit keynn gewaltt gehatt hatt, sonder he/utt? diesses gerichts tags bekomme, auch als so will ales dis widder klage belangett wisstn(? wissen?) wie von keynne gebott, wie gewonlich vndt bbreuchlich ist haben auch Jacoben nie wollenn annemme, all die weill er keynn gewaltt gehatt hatt, von diessm gerichts tage des gewalts, niemme(?) mchir(?) vns ein gebhurlich(en) bedochts tage, vndt biett(en) wie v/or? gebett(en) ristn(?) mie(?) wollen von solcher nichtigkeytt, entledigett werd(en), mit allem vffgewend(en) Costen vndt schatt(en), darinne nnir(?) den Schultheiss(en) biett(en) Zum aller fleissigstenn, mein Hernn anZuhaltt(en), darvber vrtheill Zusprech(en) damitt/ mir(wir?) vns begebbenn, miett solcher schloßschi/.. wie gebett(en) [Der Rest der Seite ist leer.] |
| [I,18] Christe |
Die weill aber, Christe der anrugige Cleger, vnderstech(vndersteth?)/ die erbare Hern scheff(en) vff seinherige wegktt Zu weissen, gelobtt sey gott, habenn sie doch einen bessernn verstantt darinnen Zurichttenn, dan whar ist, das sich ehelich(en) gemahlen vor einem erbarn geweihetten alttar Zusamme verpflichtt(en), vndt auch du/rch? den predicantten ahn den Ortten, den beyden ehelich(en) gemalhn das heylige euangeliumm vorhaltte, das der man soll des weibs Heubptt sein, vndt das weib dem man vnderthenigktt, noch hatt gemeltter Jacob vberflussgik den willen gethann, vndt erachtens(erachtetts?) das er doch nit schultigk where gewessen, vndt sich auch verantvollenn(Veranwollenn?) lassenn, der weg(en) biett er wie gebett(en), in recht Zuerkenne darin Zusprech(en) was bilch(billig) vndt recht stelt solchs auch Zum richter lich(en) erkentnuß vndt biett Hiemitt den Richter an meyn(?) gunstig(en) Hern Erlangen lass(en). Insprechenn(?) Der rechtferttigung Zwisch(en) Christ
wentzell Vff die anstellungk Christ Wentzels, das Ihm
Jacob Kausse |
| [I, 18r] | Alle dieweill offentlich, gerichtlich, bekant ist, das Jacob keynn gewaltt nie gehaitt haitt, mitt vff heutt diesses gerichts dages, darin Christ sein bedenckens, durch erkante rechte Zugelassen ist, Zue begertt ehr, von allen sein nichtige, angebbens, das nnit(?) hieher geschenn ist, vndt begertt sich von der Nichtigkeytt Zuentledig(en), nnitt(mitt) allem, vpfgewend(en) Costenvndt schattenn, darin mir den Hern Schultheissenn imm anstellungk der vrthell biettenn vndt verhelffunch/gk? der rechtts damitt vff sie recht geZog(en), vndt biett vmb die verhelffunngk der rechtts, vndt das weitter vmbtriebtt verhalttenn moge werd(en) Vff die anstellunngk Lamberts erkennen die Hernn
|
| [I, 19] | Zendtt gerichtt gehalten den 17ten Marty / [Hier fehlt die rechte obere Ecke der Seite und später ist eingetragen: 1714.] All die weill der Erbare scheffe, mit recht erkantt hatt, dz Christ, in Crafft seijnner gewaltt, ahn statt seynner Hausfrauen, anZeijgen soll, wie sie es mitt der Khue gemeint habe, das findt man in der ruge, damitt sprichtt Christ weitter, damitt will He sie nit geschmechtt, oder auch gescholtt(en) habenn, vndt hofft, das sie, Jacobs fraue, Christen fraue habe gescholttenn, ein ausgeheijtte Huer, wie es in der ruge Clag ver meltt ist, sie solle das vnbillich, gethan habenn, vndt solle mit dem selbige maul, damitt sie ge scholtt(en) habe, widerumb Zu verantwortt(en) schultigk sein, mit allem vffgewentt(en) Costen vndt schatt(en), der darvber ergang(en) ist, oder noch ergang(en) mage, wo sich nun die pardey, sich des Hernn schulteiss(en) befelch(Befehl) geltt, wollen (?)mir hiemitt dem recht(en) ge schlossen habenn, vndt Zum allerfleisßigstenn, vmb verhelffungk der rechte gebett(en) haben, Jacob vndt an statt vndt von weg(en) seijner
Hausfrauen |
| [I, 19r] | noch lautt vndt inhaltt der leste
inbrachtte ruge, die dan, von dem vorige schreyber verhaltt(en) ist verhaltt(en) bliebenn, Her Jostenn genentt von Litzenlind(en), die weil dan whar vndt Offenbhar, die selbige Onwharheeytt mitt mun(nun) oder nimmer mehr mit wharheytt bewissen khan werd(en) sthett Jacob anstatt vndt vonn weg(en) seynner Hausfraue hie vndt hofft vndt drautt es soll durch meynn gunstig(en) Hernn articulirtt vndt erkanntt werd(en) es soll Christes Hausfraue als ein an fanger der beZuchtigungk, Hell vndt Clat zu bweissenn schultigk seyn das Jacob vndt sein Hausfraue vm Khue an einem den neun woch(en) langk haben hang(en) vndt steln solchen artickell Zum richterlich(en) erkantnuß, Zum ander das Christes Hausfraue das[=
gestrichen] Jacobs |
| [I, 20] # Jacobs fraue vrtheill vrthell |
Ausnottwendigkeeytt hett # sie ihren schwingen stock gnomme vndt hett heim mitt gang(en) so hett(en) sie nichts(?) mitten ander Zue schickenn gehabtt vndt damitt gott befolenn In sach(en) der rechtferttigungk
Zwisch(en) Christ wentzels Vff anstellungk des Hernn Schultheissenn [vndt
scheffenn = gestrichen] |
[I, 20r. Die
Seite ist dreimal leicht gestrichen ist. Dort ist zu lesen:]
Demnach Johannes von Lindes, Als clager, vnd dauit(David) stebes
ein vngestandene Ruge, vnd schmehe, vermog
vorgehender gerichts
actis, In clag und antwordt, gegen einander sich ingelassen
vnd aber durch bit eines Erbarn gerichts, die schmehe vnd st/rei
ttige klag vnd gegen rede beyde patheij, Ire sachen, In der
gute, hin vnd beij Zu legen, An das gantz gericht gestelt
Doch das sie iren Eren vngeschmet freijschehen mag,
Ala [Der Rest der Seite ist leer.]
[I, 21]
Zendtt Gericht gehaltten zum Lindes ist geschehenn
den 22 t Septembris ao 74
Dieß sindt Zentner wordenn
diessen dag wie volgtt
| Wernner Werx Jonge Moller George Bottehornn Luoheinzen Johannes CasPar Scheffer Petter BePPeler Jacob Henches Jacob Bommer Jacob |
FB Gießen 4988 -
CGA, I, 26: Bauschreiber. FB Gießen 444; # 13.01.1576. Stumpf, 219; Allendorf/Lahn, 1578 - 1599. FB Gießen 3795; # 26.05.1614; "der Alte". Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578. Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578. Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578. |
18.09.1575
[Die Akten zu 1575 sind als I, 98 bis I, 101
gebunden worden.]
[I, 98; mit Blei nachdatiert "1575":]
/^
den 28 t 7 b:
No
Anno 75 veß vor Richen vnd ; Schaden
14
Beschehen sindtt Vnd von Vnßerm Schützen
Hanß Ancken alßo angeZeigtt wie volgtt:
| Caspar Scheffern | |
| 1 .. It(em) | Erstlich hatt Caspar in Dem graß wege
vff den heilig(en) Pfingst tagk Zwischen der früchtte gehüdeth und schaden gethan hatt ein Riche verwirckett |
| 2 .. It(em) | Caspar hatt beij dem Weijer in den
Stopffelln gehüdtt mitt den Schaffen vor den Kühen hatt ein Riche verwirckett |
| 3 .. It(em) | Noch Caspar in dem Wetzflar pfade
ahnn Der Lachen in den Haffern Stopffelln gehudt mit den Schaffen gleichfalß vor den Kuhen bescheen ist in die Riche erkenth: |
| 4 .. It(em) | Nochmalß haben Caspars Jungen
beij dem Weijer mit den Schaffen gehüdtt. wie er sein fruchtt gebunden hatt ein Riche verwirckett. |
| [I, 98r] | |
| 5 .. It(em) | Noch Caspars Jungen haben ahm
vergangenen Donnerstage mitt der Herd Schaffe vndigk der wiessen gehudtt im Stopffell feldtt Hatt j Riche verwirckett./ |
| 6 .. It(em) | Noch haben Caspars Jungen ahm
vergangennen Sonnabentt. vber deß Schutzes verbietenß wid derumb in dem vorgemelt(en) Stopffell feldt mitt den Schaffen gehudtt, vnd zum Schutzenn gesagtt der Kühe Hirdtt hab eß ihnen Erlaübtt nuß geben hatt ein Riche verwirckett, |
| |
Martinj Schoeffer B
von Gießen |
| 1 .. It(em) | Merten hatt vff Giesser Allaß
vergangen vmb deß Schutzgeß Born vnd vmb die wießen hero gehutt vnd grossen schaden gethan hatt {ein Riche verwirckett [gestr.; später:]} 3 Ruge darmit verwirkt [Alle Streichungen & Einfügungen von anderer Hand später.] |
| [I, 99] | |
| /2 .. It(em) l l die Zwein l ein Ruge |
Noch hatt Martenß Knecht H
Conrathen Mollern Burg(er) alhie vmb seiner gersten gehudtt grosse[g.]\vnd/ schaden gethan hatt ein Riche verwirckett, |
| l 3 .. It(em) l \ |
Noch hatt Martenß Knecht gleichfalß
deselbig(en)= mahlß Hanß gontrumb Burg(er) alhie auch in seiner[g.]\vmb sein/ gersten gehudtt \vnd/ schade gethan hatt ein Riche verwirckett, |
| DER Hammill Schefer (Hammel-Schäfer) | |
| 1 .. It(em) | Hatt er[g.] sich \In/ den Auln wegk
geschlagen vnd gefahren wie die frucht noch gestanden vnd gelegen hatt vil schadenß damitt ge machtt hatt ein Riche verwirckett -, |
| 2 .. It(em) | Noch hatt er Beij dem Weijer graben
gehütt in den stopffel wie noch Zehnen vnd iglichs daraussen geweß(en) ist Schaden gethan hatt ein[verb:] Ein Riche verwirckett - 2./ |
| [I, 99r] | |
| 3 .. It(em) grossen |
hatt der Hemmill schefer dem Herrn
Burg(er)= meister Peter Heussern in seinen wicken gefharn do sie schon Reijff sein geweß(en) schaden gethan hatt[gestr.] ein Riche verwirckett, |
| 4 .. It(em) | Noch hatt der Hemiill Schefer ahm
vergangenen Sontagk vber daß gehögte weijer hinuff gefahren vnd vff den Wiesen gehudt vn wen= digk den schutz {g..bs beschehen [g.]}\borns wissen/ hatt ein Riche verwirckett, |
| 5 .. It(em) | Noch hatt der Hemiill Schefer den Man von
Linds genanth Hanß (?)Wegnman wie er dan itz in gotteß gewaltt ligtt demselbign in sein. wiß vffs grommett gefahren vnd heßliche Zurtretten mitt den schaff(en) hatt ein Buß[gestr.] Riche verwirckett; |
| [I, 100] | |
| Lindeß | |
| It(em) Johanß Pferd [obiges gestr.] |
hatt Kaüsen Jacobß Jung geschlaffen
vnd die Pferde gehütt sindtt die selbige Pferde Jungker Johannen schwalbachen in seine Haffer gelauffen vnd schaden gethan, hatt der Juncker selbst zu dem schütze gesagtt er soltt in .in die Richs setzen vnd AnZeigen hatt also ein Riche verwirckett /. |
CoPia
Cintbrieffs
[II, 42] [Aber wesentlich später als 1577 geschrieben.]
1577
In diesem Paquet befinden sich
| 1) | die Original
Centh Urkund vom Jahr 1577 auf Pergament geschrieben mit anhangendem Siegel. |
| 2) | Sind von dieser
Urkund und Ordnung 3 Copien an= beij anliegend, als 2 infolio und eine in 4to geschrieben und ein Copie vom uhralten Centh=Ordnungs brieff. |
| 3) | Ein beschwerungs
Schreiben hochfürst(liche)r Rog(en) vom Schöffen Stuhl am hoch= f. Rog(en) (1) darüber, daßdie Centhner beij denen Gerichtern nicht in selbst Persohn, sondern durch Kinder oder Gesind sich Sistieren (2) wem(wenn?) ein Centhner gruget wird oder gestrafft, sich der Straff widersetzen und das fürstl. Intee[mit Schnörkel](?) beflißentlich(?) Vorenthalten. (3) daß die jenigen Neue Centhner, so das Centh empfangen sollen, deßweg(en) Zanken und haddern pp mit Bitten den Schöffen= Stuhl beij der Centhordnung Zu manuteniren um in Zukunfft fürt(liche) Intee[Wie oben] beßer wahr(en) Zukönn(en) und dieselben durch execution darZu anZuhalten(anInhalten?). in dorso dieserschrifft steth das Decret hierauf(?) daß die (?)Schon(Ihre?) beamten den Schöffenstuhl hand haben sollen. |
| 4) | Das CenthSchöffenaijd in 3plo(stlo?)[darüber ein gemalter Schnörkel] und steth
auf deren Einem die Worthe wie der fürstl. Schultheiß solches Gericht högen soll. |
[II, 42r ist leer. Die Seiten II, 43 bis 45, enthalten
einen undatierten Brief:]
Durchleüchtigster Landgraf,
gnädigster Fürst und Herr.
Eüer Hochfürstl: durchl: geruhen
gnädigst Zu vernehmen, Was maßen
nach innhalt der Uhralten aufs Neue
in Ao. 1577. gnädigst confirmirten
Centhgerichts Ordnung bishero die ob-
servanz geweßen, daß derjenige, welcher
Centgüther Zu Lindes
Kauffet und in
unser Centgericht aufgenommen
worden,
einen Huldigungs Eijd ab=
legen und desfalls dem Zeitigen
Schultheiß des Centgerichts 13.alb. vor
seine Mühe Zahlen mußen; Wer
nun im Centgericht einmal auf-
genommen geweßen und den Eijd
abgeleget hat, der ist bißhero mit
[II, 43r]
Weiterm Eijd und erlegung derer Un/
Kosten verschonet worden, ob Er glei/ch?
hernach mehrere Centgüther sich ange/
schaffet hette; Dermehlen aber wir/d
diese neuerung Unß zugemuthet,
daß , so oft jemand ein Centstücklan/
des sich anschaffet, eben so oft die ab/
legung des Huldigungs Eijds wieder/
hohlet, und die 13.alb. unKosten be/
Zahlet werden sollen.
(?)So nun Wohl durchleüchtigster Lan/d
graf, gnädigster Fürst und Herr! in
der Centgerichts ordnung §.11. entha/l
ten: a 8 del(?) man einen einsetze, hab/
das gericht 5. Schilling Pfennig.
So können doch solche Worte nicht dah/in?
verstanden werden, daß Einer so of/t
den Huldigungs Eijd ablegen und 13.a/lb.
Zahlen müße, so oft Er ein stück Cent/
guths an sich bringe.
dann es ist in §.12. gedachter Centgericht/s
[II, 44] Hhld: 1.
Ordnung der vorherige §.11. deutlich
expliciret daß derjenige, der Centh-
guth entnimt, und noch nicht Centner
ist, sein Centguth mit Eijd und gelübten
empfangen solle, non enim exnno(?)
atq(ue) altero verbo, sed extoto contexta,
interpretatio Sumenda est.
Harpe(?). vol. 5. Cons. Tnb(Inb?). 75. n.
381.
Folglich ist 2) derjenige welcher all-
schon Zum Centner gemacht worden,
und den Eijd bereits abgeleget hat,
Keines wegs Zweijmal, Vielweniger
toties quoties, den prästirten(?)
Eijd abzulegen verbunden, sondern
3) ermelter §.11. eoe(?) § Sequenti 12.
die interpretation erhalten muß,
daß, als dick man Einen einsetze,
der noch nicht Centner ist, derselbe
prästanda(prahtanda?) prästiren(prähtiren) müße;
Nam ea est natura plurium in ea-
dem Scriptura(?) positorum verborum,
ut unam ex.... dolarationem et(?)
[II, 44r]
restrictionem assumat(?).
Cothmann V.3. Cons. 50. n. 30. et Seq/..
Welche interpretation auch 4) per /
observatiam bestärket wird, indem/
per tempus im memoriale kein/
einiges exempelum[das letzte e scheint gestr.] vorhanden,
daß Einer, der ab initiv facta(factä?) re/
ceptionis das juramentum hom/..
qii abgeleget hat, ex post iterata/
vice, vel toties quoties, gethanen/
Eijd hette ablegen müßen.
Observatia enim subsecuta
declarat legem präcedentem, om/
nesq(ue) Inbium tollit
Harpr. vol. 3. Cons. Tub(Inb?). 49.n 5be/..
Exilla inter pre tatio divitur vera,
qua sumitua à practica
Nev. ad Ius Lub: quasl. pra/
lim(?). 10. n. 4. et
Seq..
in mehrerm batrnehs(??) 5) sonsten de/..
absuadam(?) et iniquum ...rnus er/
[II, 45]
folgen müste, daß Einer der 10. oder
20. Virtel Centhguths Successive
an sich erhandelte, auch toties
quoties den Eijd abZulegen und
so oft 13.alb Zu beZahlen schuldig wäre.
cum tamen ejusmodi inter
pretatio qua absurditatem vel
miquitatem involoit semper sit
evitunda
Besold. p.r. Cons. 29. n. 22. et Seqq.
Cravett. Cons. 18b. n. 14.
Solchem nach an Eüer Hochfürst: durchl.
Unser Unterthänigstes Bitten gelanget,
Höchst dieselbe in Hohen gnaden ge-
ruhen wollen, an dero nachgesezte?
Fürst. OberAmbt Zu Gießen den
gnädigsten befehl ergehen Zu laßen,
daß unserer Centgerichts Ordung
Keine andere interpretation, als
in §. 12. deütlich enthalten, ange=
dichtet, und Unß Keine neue onera
aufgebürdet, sondern Wir bey
[II, 45r]
der uhralten per tempus im me mo/
riale hergebrachten observanZ
in allen stücken gelaßen und ma/..
nuteniret mithin Unserm Centh/
gericht-Schultheiß die neue unß Zur/
last wachsende auflage intribirt/(?)
werden muße. Worüber Hoc/h
fürst. gnädigster resolution/
(?)Vor uns in Inbmissesten(?) venera/
tion getrösten, und ersterben(erstreben?), as/(?)
Durchleüchtigster Landgraf
gnädigster Fürst Herr!
Der Hochf. durchl.
Unterthanigst gehorsamst/
Burgemeister und Vorsteher/
Nahmens der gemeind Zu
Kleinn Lindes Hochfürstl.
OberAmbts Gießen
[II, 46, war der Umschlag zu diesem Brief; nur auf Seite II, 46r, findet sich
kopfstehend:]
Unterthänigste Vorstellung
cum petito humillimo
Unser
Burgemeister und Vorstehern, Nahmens
der gemeinde zu Klein Lindes
Hochfürstl. Ober Ambst Gießen
daß die in ao. 1577. gnädigts confirmirte
Cent gerichts Ordnung Vondem Cent-
Schultheiß nicht geändert= sondern beiZ(?)
dem Allehren(?) innhalt und der uhr-
alten obervantz dieselbe (?)verlasen=
mithin des falß... fürstl. gnädigster
Befehl an des fürstl. Oberambt Zu
Gießen abgeschicket werden muste.
[Der Brief
muß wesentlich später als 1577 entstanden sein.]
[I, 21r und die Seiten I, 22/23, beidseitig, sind
leer. Danach folgen kleine Seiten. I, 24 ist nachdatiert mit 1578-1580:]
1578 [Zur
besseren Übersicht folgen hier zuerst die Listen von
1578 bis 1588,
anschließend sind die noch
erhaltenen Einträge aus
dem Rügenbuch zu finden.]
[I, 24]
N° 5 Verzeichnus d(er) Jenig(en)
So Inn das Zenth Gericht
gegenn Lindes gehorigck
Erstlich(en) Die vom
Adell vnd
Geistliche Person(en)
VolPracht, Reinhardt, Chon=
radt, Johann, vnd Melcher
alle von
Schwalbach.
Catharin Johanns von Schwalbach
des Eltern selige verlassne withw.
Göbhart Schlaun von Linda
Jorg von Horde Comitur
Zu Schiffenbergk
Aptt vndt Conuent(Convent) Zu Arnsporg
Dechand vndt CaPittel des
Stiffts Wetzflar
[I, 24r:]
Namenn d(er) Schöff(en)
A° 78.
| Peter Heußer Henich Gobell Caspar Lober Hanns Schmidt Peter Sawer Chonradt Moller Henrich Ebell Just Bachmann Christ Christian Gerlach Sthöhr Gerlach Mauß Joist(en) Hermann Jorg HePb Philips Schmidt |
[= gestrichen] [= gestrichen] [= gestrichen] [Mit anderer Tinte nachgetragen.] [Mit anderer Tinte nachgetragen.] |
FB Gießen,
1720a. Lützellinden; siehe Liste der Centner. Im FB Gießen nicht gefunden; kann nicht 2459 sein, da 1581 nicht mehr genannt. Lindes; sein vmtl. Sohn Philips wird Schöffe, s. u. Vmtl. Peter Sauer von Dutenhofen; siehe VGA und Stumpf. FB Gießen, 2863. FB Gießen, vmtl. 781; senior, # 22.01.1600. Im FB Gießen nicht gefunden. Lindes, identisch mit Crest Wenzell. FB Gießen, 4388; # 08.09.1597. Im FB Gießen nicht gefunden. Lindes. Lindes; rückt für Joisten Herman nach. Lindes; rückt für seinen höchstwahrscheinlichen Vater Philips nach. |
[I, 25]
Bürg(er) Zu Giesßen
Inn Diß Gericht ge
hörigk Ao . 78 .
| Martin Schofer | FBG, | |
| Paul Bierawe withwhe | FBG, | |
| Hans Anck | FBG, | |
| Hench(en) Schecker Threude | Schecker = gestr. | FBG, ??? |
| Milchior Dech | FBG, | |
| Johannes Harttges | FBG, | |
| Herman Kröcker | FBG, | |
| Johann Seitz | FBG, 3691b; # 31.01.1583 | |
| Hans Dürschuch | FBG, | |
| Johann Durschuch Jung(er) | FBG, | |
| Peter vom Lindes | FBG, 2429; # 13.06.1584 | |
| Tunges Kempff | FBG, 2023; + 1597 | |
| Vincentz weisgerber | FBG, 4809 | |
| Baltzer Glade | FBG, | |
| Adolff Meuerer | FBG, | |
| CasPar Stohr | FBG, 4390; # 31.03.1597 | |
| Thonges Lobers withwhe | FBG, | |
| Thobias Kramer d(er) Elter | gestrichen | FBG, |
| Johann Hildtman | FBG, | |
| Peter Klotz Renth(meiste)r | FBG, 624; # 03.03.1596 | |
| Johannes v. Buseckh | FBG | |
| [I, 25r] | ||
| Jorg Finck | FBG, | |
| Henrich Kraffts withwhe | FBG, | |
| Herman Holwegk | FBG, | |
| Jorg Wormbser | FBG, | |
| CasPar Schoffer | FBG, | |
| Baltzer vom Sande | FBG, | |
| SeyPPen Cuntz | FBG, | |
| Lodwigk Lober | FBG, | |
| Hans Bolandt | FBG, | |
| Niclas Burgk | FBG, | |
| Crist CasPars withwhe | gestrichen | FBG, |
| Hieronymüs Kangieß(er) | FBG, | |
| Lodwigk von Buchseckh | FBG, | |
| Jacob SPaniger | FBG, | |
| Peter Deussingk | FBG, | |
| Asmüs Klein | FBG, 2087; # 11.09.1597 | |
| CasPar Dech | FBG, | |
| Paul Holweck | FBG, | |
| Hans Gunthram | FBG, | |
| Jenus Schupff | FBG, | |
| Werner Hoffman | FBG, | |
| Reinhards Elisabeth | FBG, | |
| ^Gerlach SeyPen withwhe | gestrichen | ^Hans von Holzhausen FBG, |
| Hans Zaunschliffer | gestr. 1580 Schöffe | Nicht im FBG. |
| [I, 26] | ||
| CasPar Schofer d(er) Elter | FBG, | |
| Christ Glade | FBG, | |
| Johann Kemerer | gestrichen | FBG, |
| Just Lober | FBG, | |
| Werner Wrexs Bawschreyb(er) | FBG, 4988 | |
| Johann Döthwein | FBG, | |
| Johann Sinthrams docht(er) | gestrichen | FBG, |
| Jorg weisen withwhe | FBG, | |
| VolPrachtt Rinn | FBG, | |
| Christ Schöfer | FBG, | |
| Jorg Heuser | gestrichen | FBG, |
| Milchor Heuser | FBG, | |
| CasPar Borgk | FBG, | |
| Barba Echerin | FBG, | |
| Thobias Kramer d(er) Jung(er) | FBG, | |
| Gerlach Kemmerer | FBG, | |
| Baltzer Mohr | FBG, | |
| Theiß Reutters withwhe | FBG, | |
| CasPar Jung | gestrichen | Nicht im FBG. |
| Paulus Eckell | FBG, | |
| Fridrich Drapff | FBG, | |
| Paul Roder | FBG, | |
| Hans wagener | FBG, | |
| Best Rusticker | FBG, | |
| Hieronymüs Rusticker | FBG, | |
| [I, 26r] | ||
| Peter weißgerber | gestrichen | FBG, |
| Niclas Plock | FBG, | |
| Lodwigk Gaub | FBG, | |
| Baltzer Beck | gestrichen | FBG, |
| CasPar vom Sande | gestrichen | FBG, |
| Jorg Schneyder | gestr./and. Schrift: | Hat seine gerechtigkeit Herman Krocken versetzt FBG, |
| Michael Glade | FBG, | |
| Gerhard Kraß | gestrichen | FBG, |
| Endreß Gernands withwhe | FBG, | |
| Jorg Stroschneyd(er)s Kind(er) vor | münd(er) gestr. | FBG, |
| M. Michael wasemeister | FBG, | |
| Jorg schmidt | gestrichen | FBG, |
| Baltzer von Loller | FBG, | |
| Henrich Rußbach | FBG, | |
| Wigel Hanns(Henns?) | FBG, | |
| Lonhardt Schlegell | gestrichen | FBG, |
| Zu Michells gericht | ||
| Milchior LamPPes | FBG, | |
| Johan Reinhardt | FBG, | |
| Ao 79 Zu medtfast(en) | ||
| Hanß von Holtzhausen | gestrichen | FBG, |
| Niclas leber | FBG, | |
| Peter Zimmerman | gestrichen | FBG, |
| Michel Seijb | gestrichen | FBG |
| Paulus dech | vorher bei Lindes | FBG, |
| [I, 27] | ||
| Zu Michaelij de Ao p 79 | ||
| Henrich wermbser | FBG, | |
| Anno 1580 d(en) 28 Septembr. | ||
| Zu Michaelis gericht gehald(en)[= | gestrichen] | |
| Nauen Zenntner | ||
| Jost wenßbennder | FBG. | |
| Hanns Schneider | FBG, | |
| Anno p 81 Zu mitfasten | ||
| Her Johanneß Ruß | FBG, | |
| gericht gehalt(en) mittwochen den | 27 | |
| dag SePtember Anno p 81 l | ||
| Caspar Schuzbar genant milchlingk | FBG, | |
| Hanß lober \Hauptmann Zu gißen | FBG, | |
| Endreß Krocker | FBG, |
[I, 27r, ist leer.]
[I, 28]
Zum Lindes
Dauid(David) Stebes
Philips Schmidt [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Caspar Eckhard [später nachgetragen:] Wittw
Jacob Zuse
Hench(en) Bier
Jacob Cauß
Hans Bintz
Jorg Hepp [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Henchin Steitzer
Jorg Trapp
Anthonus Zuse
Eberhardt Olenschleger
Hench(en) Schups witw: [nachgetragen]
-------------- ---------------- ----------
Anno 79 Zu medtfasten
Josten Hanß
Paulus Desch [= gestrichen und in Gießen eingetragen.]
Christ vndt Johannes Eckhardt Anno 80
zu mitfasten Anno 81
Abell Bintz
[I, 28r]
Zu Lützellind(en)
Just Hofmann Pfarhr
Hench(en) Gobel [= gestrichen.] [Vermutlich gestrichen, da er
Schöffe ist, siehe Schöffenliste.]
Adam \
[Der Nachname Beppeler gehört auch zu ihm.]
Peter / Beppeler
Jacob Pommer
Gela Causen
Causen Ped(er)s Kind(er) vormünd(er) [= gestrichen.]
Jacobs Jacob
Caspar Cauß zu Letzenlind(en) ao 80
Zu mitfasten ao 81
Enderß BePler
[I, 29]
Zu Dudenhof(en)
Joh Pomer Pfarhr
Caspar Schmidtt
Ao 79 Zu michahelii
gundrum seipb
Allendorff
Johanns Luhe
[I, 29r]
Munchholzhauß(en) mitfast(en) 81
Ostwalt Zuss
[I, 30 ist beidseitig leer; I, 31 folgt unten.]
[I, 31r ist leer; es folgt eine Seite I, 31 a, die nur auf
der Rückseite beschrieben ist, siehe unten.]
[I, 32 ist leer. I, 33 gehört noch zu 1580 ist aber bis auf den einen Satz
beidseitig leer, siehe unten.]
[I, 35 und I, 35 a, sind beidseitig leer. I, 36:]
1580
No . 8 [Andere Tinte]
Register der Jenigen so In
Das Centgericht Gehorig
Dermenis(?) Sind vndt volgen mussen p
Anfenglich Jar daußent
funnffhundt AchtZig
vndt vier[= gestr.] P(ro) Michahelj[ =gestr.] Zu
mit fasten vnnd
[Die beiden letzten Zeilen ganz andere Schrift.]
Michaelis
[Rest der Seite und Rückseite leer.]
[Die Seiten I, 42, 43 sind leer. I, 44:]
1581
No 9 [= später nachgetragen.] [Mit Bleistift nachdatiert: 1581]
Verzeichnus der Jenig(en) so In das Zent
gericht gehorigk sein p
Erstlichen die vom Adell vndt
Geistlichen Personn p
Volpracht Reinhart, Conradt, Johann vndt
milcher Alle
von Schwalbach, Gebhart
Schlaun von Linda, [Jorg Die gestrichen] die Compter
von schieffenbergk, APt vndt Couent
zu Arnsporg Dechant vndt Capitell
des Stiffs zu wezflar p vndt
Caspar Schuzbar gena(nn)t Milchlingk
Hauptmann zu Giesß(en)
[Die Rückseite ist leer]
[I, 45]
Namen der Scheffen
Ao p 81
° Peter Heußer
x Henchen Gebell Zu Luzen Linden [= gestrichen]
° Peter Sauer
° Conrad Moller
° Henrich Ebell
° Just Bachmann
x Crest Wenzell
[= gestrichen]
° Gerlach Stohr
° gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips Schmidt
° Hanß Zaunschliffer
Johanneß Ruß
[Die beiden letzten Namen sind nachgetragen.]
Jacob Zu Zuß
[I, 45r]
Burger Zu gieß(en) in diß Zent gericht
gehorigk Anoo 81 e:
| ° ° ° ° ° ° ° ° ° Not ° ° ° ° ° ° ° |
Merten schefer
Paulus Bier Augen wittwe Hanß Anck Henchen Dreudte witwe Milcher Desh[= gestr.] Dech Johanneß Hartgeß Herman Kregker Johan SeyZ Hanß Durschuch Johan Durschuch der Jung(er) Peter vom Lindeß Tungeß Kempff VinCentz weysgerber Balzer Gladte Asolff Meurer Caspar Stohr Dongeß lebers wittwe |
[gestrichen] |
|
| [I, 46] | |||
| ° ° x ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° |
Johan Hiltman
Peter Klotz Rentmeister Johanneß von Buseck Jorg finck Cunrat Schweizer (Schweiger?) Henrich Craffts wittwe Herman Holwegk Jorg wermßer Caspar schefer Balzer vom Sandt SeyPPen CunZ lodtwig lober Hanß Bolandt Nicklaß Burgk Hieronimus Kangißer lodtwigk von Bußeck Jacob SPaniger wihl Peter deussingk Aßmuß Klein Caspar Dech Paulus Holwegk Hans gundrum |
[Bis zum "e" in Buseck gestrichen.] [Gestrichen und Name darüber eingefügt.] [gestrichen] [SPaniger ist unter- oder gestrichen.] |
|
| [I, 46r] | |||
| ° ° ° ° ° ° ° x ° ° ° No ° ° ° ° ° |
Janus Schup wernner Hoffman Reynhardt Elisabet x Hanß von Holzhauß(en) Caspar Schefer der Elter Crist gladte Just Lober wernner werxs bauschreyber Johan dietwein Jorg weyß(en) wittwe volPrach Rin Crist scheffer witwe modo der Kinder Milcher Heußer \Erster ehe. Caspar burck Barbara Echerin Dobias Kramer der Jung(er) balzer Mohr Deyß Reutters wittwe Paulus Eckell Friedrich Drapff |
[1. Versuch gestr. werxs darüber geschr.] [Links:] No defern vnnd danmit [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
|
| [I, 47] | |||
| ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° |
Paulus Roder Hanß wagener Best Rußeckert Hieronimus Rußeckert Nicklas Plock ludtwig gaub Jorg Schneyder Not hat seine gerechtigkeit " Michel gladte "Herman Kregken " Enderß gernants witt Kinder, "versetZt, M Michel wasenmeister Balzer von loller weygell Hanß Henrich Rußbach milcher lampbeß Johan Reinhardt Nicklas löber Paulus Dech |
[eckert ist gestrichen.] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
|
| [I, 47r] | |||
| ° ° ° ° ° |
Henrich wormser
Jost weyßbender Hanß schneider Johanneß Rueckert Caspar schuzbahr genant Milchelingk HauPtman zu gieß(en) Hanß lober Enderß Kracker Johann Runckell, Ebert Rohn(Bohn?) |
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
[I, 48:]
x x oß walt Zuß No: hat verkauft / jw: - \ |
Zum
Lindes
Dauidt stebeß Caspar eckharts wittwe Jacob Zuß Kau(s)ß wittwe Abel Bintz Hanß BinZ Henchen steijzer Henchen Bier Aug Jacob Kauß Zus Jorg Drapb Antohnius Zuß Henchen Schupbs wittwe wont zu Holz= Josten Hanß \ =hausen Crist Eckhart Johannes Peter Abell Bintz Eberhart Olenschleger Caspar Moller d(er) Jung(e) Christ Petters Johannes dunges witwe Petters Endres Johannes gebell Johannes windenradt |
[= gestrichen] [= gestrichen] [Zuerst "Zuß" gestrichen, später alles gestrichen und am Rand:] Abel Bintz [= gestrichen.] [Zuerst "Kauß" gestrichen, später alles gestrichen, da er Schöffe wird.] [Der später links eingefügte Zusatz und der rechte Nachtrag sind gestr.; der Name eher unterstrichen.] [= gestrichen] [Eher unter- als gestrichen.] [No:"hat verkauft" gehört zu ihm.] [Es sieht aus, als sei "Olen" später eingefügt.] [Später eingefügt.] [gestrichen] [Könnte auch lauten: d(es) Jung(en) Christ] ["witwe" ist später nachgetragen.] [Andere Schrift] [Dritte Schrift] |
[I, 48r]
Zu luzenlind(en)
Jost Hoffmann Pfarher [= gestrichen]
Adam \
[Nachname durch Klammer für beide gültig. Adam ist später
gestrichen.]
Peter / Bepbler
Jacob Pomer
Gela Caußen
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
Enderß bePler [= gestrichen.]
Merten Heijertdt [Vor dem Namen: Nota. Die
beiden letzten Namen sind später nachgetragen.]
Deyß Kauß
_____________________
großenlind(en) [Ort und Name
später nachgetragen.]
Hench windter
[I, 49]
Zu Dudenhoffen
Johan Pomer [= gestrichen]
Caspar Schmidt
Gendrum SeyPb [= gestrichen]
________________________
Alendorff
Johannes Luhe
____________________
Heuchelhaim
Elias Mandler
[I, 49r]
MunchHoltzhauß(en) [Später
gestrichen]
Ostwalt Zuß [= gestrichen.]
Zu Leidgestern
[Ort und Namen später nachgetragen.]
x^ Petter Johannes Petter
CasPar wehl
[Dick gestrichen]
CasPar vlrich
[Dick gestrichen]
Petter Hans [Dick
gestrichen]
[Die drei letzten Namen sind so dick gestrichen, daß die obigen Angaben
nicht ganz sicher sind.]
[I, 50:]
1582
Ao 82
/
Nawe Zinttenner
Enders Kracker
innswein(?) [Die ganze Zeile ist gestrichen.]
[I, 51, ist
beidseitig leer.]
[ca. 1583/1584]
[I, 37] [Diese und die folgenden Seiten sind undatiert, im Buch I aber hinter
der Seite I, 36, gebunden.
Beim Vergleich der Eintragungen ergibt sich aber eindeutig, daß sie später als
die Listen von 1581
und vor den Listen von 1585 entstanden sein müssen. Es kann davon ausgegangen
werden, daß
diese Listen um 1583 entstanden sind. Nach dem Text von Seite I, 36, könnten sie
auch 1584
entstanden sein, allerdings ist das Wort "vier"
gestrichen.]
Volgenn Die Geystl(ic)hen vndt weltl(ichen)
Personen von Adell p
Caspar Schutzbar genannt Milchling Hauptmann
Zu Gießenn p
Volpert, Reinhardt, Conradt, Johann, Milcher
Alle von Schwalbach, p
Gebehart Schlaun von Linda p
Compter Zu schieffenbergk p
Apt vndt Couentt Zu Arnspurgk p
Dechandt vndt Capitel Des Stifts wezflar p
[I, 37r]
Namen der scheffen des Centgerichts p
Peter Heusser
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohor
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips Schmidt
Hanß Zaunschlieffer
Johannes Ruß
Jacob Zuß
[I, 38]
[I, 38r]
Die Zentgenuß(en) die Burger Zu giesß(en)
Giesß(en)
| Merten Schefer
Paulus Bieraug(en) w: Hanß Anck Henchen Dreutten w: Melcher Dech Johannes Hartgenn Herman Kröcker Johann seijtz Hanß Durschuch Hanß Johan Durschuch Junior Dongeß Kempff vientzens weysgerber Baltzer Gladt Adtloff Meuerer Caspar Stohr Donges Lobers w: |
[gestrichen] [Hans = gestr.] |
Johan Hiltmann
Peter Klotz Rentmeister Jorg Finck Jorg wormser Caspar schefer, Balzer vom Sandt Seijpbenn Cuntz, Löber Ludtwig Löber Hanß Bolandt Nicklas Löber Hieronimus Kangiesser Ludtwig v Buseck Jacob / wihll Peter Deußingk Aßmuß Klein Caspar Dech Paulus Hölweck Hanß gundrum Nicklas Burck |
[1. Löber gestr.] [gestrichen] [gestrichen] |
[I, 39]
Giesßenn p
| Janus Schupb werner Hoffman Reinharts Elßbettin Cunradt Schweitz(er) Milcher Heußer Hanß von Holzhauß(en) Caspar Schefer der Elter Crest gladt, Jost Lober Johan Dietweins wittwe Jorg weyßen w: Volpert Rinn Crest schefer Kinder vormuntter erster ehe Milcher Heußer Caspar Burck Barbara Gerlachs Ebels s. wi Paulus Eckel Friederich Drapb veltenn Holzenhayers \Stiff/ son Herman ist gerlach Armprester vormuntter |
[gestrichen] [gestrichen] [Das Unterstrichne ist gestr.] |
[I, 39r]
Giesßenn
p
| Paulus Roder Hanß wagener Best Ruß Nicklas Block Ludtwig Gaupb Herman Krocker Michel gladt Meijster Michels s. w Balzer von Loller Hans Rumffener Henrich Rußbach l Johan Reinhardt l Nicklas Löber l Paulus Dech l Class Breuer Henrich wormser l Closs Breuer Jost weißbender l Hanß Eckell Enders Krogker l Johan Runckel l Ebert Böhm Ebert Bohm gerlach Kemerer Gerlach K(e)mmerer |
[gestrichen] [gestrichen] [Ab hier ist hinter den ersten Namen eine geschwungene Linie gezogen.] [Zweiter Name gestrichen.] [Die ganze Zeile ist gestrichen.] [gestrichen] [Links vor dem Namen:] fto(?) |
[I, 40:]
Zum Lindes
| ° ° ° ° ° ° ° ° Peters ° ° ° ° ° ° |
Abell Bintz Hanß Bintz Henchen Bieraug Jorg Drapff Antonius Zuß Josten Hanß Crest Eckert Ebert Ohlenschleger Peters Johannes Donges w: Peters Enderß Peters Enderß Johannes gebell Johannes windenradt Johannes winderodt Caspar Moller |
[Vor den Namen
befindet sich ein dicker Punkt.] [gestrichen] [Ohlenschleger später gestrichen; Peters davor gesetzt: Peters Ebert] [Namenswiederholung später; dann ganze Zeile ist gestrichen.] [gestrichen] |
[I, 40r]
Zu LutzenLinden
Peter Bepbler
Jacob Pommer
Gela Kausen
Jacobs Jacob
Caspar Kauß
Merten Heijrtt
Deyß Kauß
Milcher Gebbell
________________________
großenlind(en)
Hench Wintter
[I, 41]
Zu Duddenhoffen
Caspar Schmidt
_____________________
Aldorff
Johannes Lohe
Gerhardtn Crest
_____________________
Heuchelhaim
Elias Mandeler,
[I, 41r]
Zu Leijgesternn
Peters Johannes Peter
Caspar wehll [= gestrichen.]
Caspar Vlrich [= gestrichen.]
Peter Hanßs [= gestrichen.]
Peters Enderß [= nachgetragen]
1585
[I, 52]
Centerregister Im Gericht zum Lindeß
de Anno p 85 Anfenglich In der fastenn p
die Zentener vndt Personn vffs Neue
Ingeschriebenn wie volgett p
No . 10 .
[Später eingefügt.]
[I, 52r]
Volgenn die Geystlichenn vndt weltlichen
Personn vom Adell p
Caspar Schuzbar genant Milchling, Hauptmann
Zu Gießen c
x Volpert, x Reijnhardt, Conradt Johannß
vndt Milcher Alle von Schwalbach p
Geberhart Schlaun von Linda.
Compter zu schieffenbergk p
Apt vndt Couent zu Arnspurgk
Dechandt vndt Capitell des stiffts
zu Wezflar p.
[I, 53]
Namenn der scheffen
| x | Peter Heußer |
| x | Peter Sauer |
| x | Conradt Ferber |
| x | Henrich Ebell |
| x | Jost Bachman |
| x | Gerlach Stohr |
| x | Gerlach Mauß |
| . | Jorg Heb |
| . | Philips Schmidt |
| x | Hanß Zaunschlieffer |
| x | Johanneß Ruß |
| . | Jacob Zuß |
[I, 53r][Ohne Überschrift; Centner aus Gießen:] [I, 54]
| x x x x x x x x x x x x x x x x |
Martin Schefer
Paulus bier Auge(en) w Hanß Anck Hench(en) Dreutt(en) w: Milcher Dech Johannes Hartgenn Herman Kröcker Johan Seijtz Johan Durschuch Dongeß Kempff vinZens weijsgerber Balzer Gladt Adtloff Meuerer Caspar Stohr Dongeß lobers w Gratzen(?) Joist(en) witwe |
[nachgetragen] |
x x x x x x x x x x x x x x x x x x |
Johan Hiltman Peter Klotz Rentmeister Jorg Finck Jorg wermser Caspar Schefer Balzer v. Zandt SeijPben Cunz ludtwig lober Hieronimus Kangießer ludtwig v. Bußeck Jacob wehl w. Peter Deußingk Aßmuß Klein Caspar Dech Paulus Höhlwegk Hanß gündrum Nicklas Burck Nicklaus Plock |
[gestrichen]
[nachgetragen] |
| [I, 54r] | |||||
| x x x x x x x x x x x x x Na x x |
Janas schupb wernner Hoffman Reinharts Elßbett Conradt Schweijtzer Hanß v. Holzhauß(en) Caspar scheffer der Elter Crest gladt Jost lober Johan Ditweins w: Jorg weynser weijß(en) w: VolPert Rin Crest schefers Kindter vormunter Hanß Melcher Heußer \wagener " Caspar Burck Barbara Gerlachs Ebels wittw: Paulus Eckell Friedrich Drapff |
[gestrichen] [weynser = gestr.] [gestrichen] |
Na |
Johan vol " [Links eingefügt und Pert Rin vnnd \gestrichen] milhior(?) vnd(er) hand(en) |
|
| [I, 55] |
| x Nota # asmus Klein vnd x ludtWigk gaub |
Jorg Böhnaw Peter Ebel Als vormuntter Adam \ Schedtels Kinder weg(en) Bolandt s. Balzer gaub # v Jungker Reinharts weg(en) gelendte p |
[Der Zusatz ist gestrichen.] |
[Bei dieser
Liste ist im Original vieles ganz klein eingefügt; zum besseren Verständnis hier vergrößert dargestellt.] |
| x x x ---Nota x |
Friedrich
gindrum von wernner wirxen \ Sohns gelendte p Henrich Bußeck Jost Crafft Cloß Breuer \ diese beijden[= gestr.] sollens Hanß Eckell / vff michaelj ent fang(en) Joist heß Henrich mangell Adam Ebel vo(n) Hans Hermans |
[Beide Namen vor der Klammer sind gestrichen.] [gestrichen] [gestrichen] |
[I, 56]
[I, 56r]
Zum Lindeß Zu
luzenLind(en)
| x | Abel Bintz | x | Peter Bepbler |
| x | Hench(en) Bieraug | 1/2 morg: | Jacob Pommer sein Landt gibt kein Zehnnen |
| x | Jorg Drapff mus bericht geb(en) was er
von Joist Hessen fraw erkauftt |
x | Gela Causenn |
| x | Antonius Zuß | 1/2 morg: | Jacobs Jacob, sein Landt gibt kein Zehnnen |
| x | Josten Hanß | x | Caspar Kauß |
| x | Crest Eckehart | 1/2 morg: | Merten Haijrtt sein Landt gibt kein Zehn(nen) |
| x | Peters Ebert | x | Deijß Kauß |
| x | Peters Johannes donges w. | x | Milcher Gebell |
| x | Johanneß gebell | Hans bintz [nachgetragen] | |
| x | Johannes windenradt | ||
| x | Caspar Möller | ||
| x | wil hens wil Jungker Jorg
Weitershauß Hoffmann wegen des Jungkern geländte |
_________________________________ Großenlind(en) |
|
| x | Jacob Zus [ab hier nachgetragen; zuerst die | x | Henri(c)h wintter |
| x | PhiliPs Schmidt drei, sonst in den Listen zu Lindes | Guts milcher [nachgetragen] | |
| x | George HeP nicht genannten Schöffen.] | ||
| x | Johannes Eckhardt |
[I, 57]
[I, 56r]
Zu
dudenhoffen Zu
leygestern
| x | Caspar Schmidt vngehorsam[= gestrichen] | x | Peter Johannes Peter |
| x | Peters Enderß | ||
| Aldorff | |||
| x | Johanneß löhe | ||
| x | Gerharts Crest | ||
| Heuchelhaim | |||
| Elias Mandeler vngehorsam | |||
| Jacobs Johann, mus der Izigers des HauPtmans Hoiffman bericht geb(en) |
|||
| No | Caspar Flett des HauPtmanns Hoiff mus zu Michaelis Cinttennir wertt: |
[I, 58, 59 sind leer. I, 60]
1586
Centgericht Zum lindtes
vndt Register
de Anno p 86
gehalten in
der fasten p
No . 11
[Später nachgetragen. Der Rest der Seite ist Leer.]
[I, 60r]
Vogen die geistl(ic)hen vndt
weltl(ic)hen Personn vom Adtel
Caspar schutzbar genant Milchlingk
Hauptman Zu giesß(en)
Volpert Reinhart, Conradt, Johan
vndt Mil(c)her von schwalbach,
Geberhart Schlaun von lind(en),
Compter Zu schieffenbergk,
Apdt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechandt, vndt Capitell des Stiffs
Zu wzflar
[I, 61]
Namen der Scheffen
Peter Heußer
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Heb
Philips schmidt
Hanß Zaunschlieffer
Johannes Ruß
Jacob Zuß
[I, 61r] [I, 62]
| Martin schefer
Paulus bieraug(en) w: Hanß Anck Henchen Dreudt(en) w: Melcher Dech Johannes Hartgen Herman Krocker Johan seijtZ Johan Durschuch dongeß Kempff vinZen weißgerber Balzer gladt Adtloff Meuerer Caspar schtohr dongeß lobers w graZen Josten w: |
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
Peter Klotz
Rentmeister Jorg Finck Jorg wermßer Caspar schefer balzer v. Zandt seijpben CunZ ludtwig lober Hieronimus Kangießer ludtwig von Bußeck Jacob wehln w Peter deußingk Aßmus Klein Caspar dech Paulus Holwegk wittwe [vor obigem Namen:] modo Marx Heß Hanß gu(n)drum Nicklas Burgk Nicklas Plock |
[gestrichen]
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
| [I, 62r] | [I, 63] | ||
| Januß schupb wernner Hoffman Conradt schweizer Hanß von Holzhauß(en) w: Caspar schefer der Elter Eb[= gestr.] Crest gladt Jost lober Johan ditweins w. Jorg weijßen w. Volpert Rin Crest scheffer Kindter vormunttr" " Hanß wagener Milcher Heußer, Caspar Burck Paulus Eckell Friedrch Drapff wi |
[gestrichen] [alles gestrichen] [wi = nachgetragen] |
Paulus Radter
Hanß wagener ludtwig gaupb Michel gladt Balzer v. loller Hanß Rumpfener Henrich Rußbach Johan Reinhardt Nicklas lober Paulus dech Henrich wermser Enders Krocker Johan Runckell Gerlach Kemmerer |
[I, 63r]
Jorg Bonaw
Peter Ebel vormuntter Adam
Schedtels Kinder weg(en) [alles gestrichen]
Balzer gaub \
Aßmus Klein --- von Reinharts von
ludtwig gaub / schwalbachs weg(en)
Friedrch gindtrum wegen wernner
werxen Sohns
Henrh Buseck
Jost Crafft
Adam Ebel von Hanß Herman weg(en).
Caspar fledt Des Hauptmans Hoff "
Nota Caspar \
"mann
Jorg
/ gundrum hat ir stiffvatter
Paulus holwegk ires
vatters gutter vber geben
ist Nicklas Lober vndt
Reinhart Kramer
vormuntter
[I, 64]
Johan Hargeß
Eberdt breuer
Reinhart Staudenherauß
Johan Kemmerer Jorg schmidt Als
vormuntter Caspar dechen s sohn
Caspar vndt Hanß,
Jorg schneider
Marx Heß Na: C 587 [ab hier später
nachgetragen]
das KaPPiettel Zu wezlar [dick gestrichen]
Dingeß Findt
Balzer Becker
[gestrichen]
Adam Heußer
Cristoffell Crafft
Lenhart wiederholt
Jorg gundtrum
[I, 64r, und I, 65, beidseitig leer.]
[I, 66]
[I, 66r]
Zum Lindeß
Zu luZenllind(en)
| Abell BinZ Henchen Bieraug Jorg Drapff Antonius Zuß Josten Hanß Josten Hanß Crest Eckhart Peters Ebert Ennderß(Einderß?) Peters Johannes Donges w: Johannes gebell Johannes windenrath Caspar Moller wilhens wihl Jungker Jorg weiders Hoff.. Johannes Eckhart wittw man Hench Mangelt Hoffrichter Mil(c)her Bierauge |
[gestrichen] [gestrichen] [nachg. Zusatz gestr.] [gestrichen] [wittw gehört hierher] [Der Name ist gestr.] |
Peter Bepler Jacob Pommer Gela Causen Jacobs Jacob Caspar Cauß Merten Heijert Deyß Kaußen w Melher gebell Hanß Binz _________________________ großenlin(den) Henrich wintter guts Milher |
[gestrichen] [gestrichen] |
| [I, 67] |
[I 67r] |
||
|
dudenhoff(en) Caspar schmidt ______________________________ Alndorff Johannes lohe Gerharts Crest ______________________________ Heuchelhaim Elias Mandeler ______________________________ leijgestern Peters Johannes Peter Peters Enderß Petter wagenner C 587 Na.(?) |
Kirchgunß It(em) Her Merten weijtzel Pfarher Zu Kirchguns |
[I, 68, und I, 69, sind beidseits leer. I, 70:]
Register Des Zent zum
Lindeß vndt Zentgenus
Anfenglich Zu mitfast(en)
De Anno p 88 C
No. 12
[nachträglich]
[I, 70r]
Volgenn die Geijstlichen
vndt weltlichen Personn
vom Adell p
Caspar schuZbar genant Milchlingk
Hauptman Zu Giessen p
Volpert . Reinhart . Conradt . Johan vndt
Milchior Alle von schwalbach p
Gebert Schlaun von linda p
Compter Zu schieffenbergk p
Apbt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechant vndt Capitell vnßer lieb(en)
Frauen Stiefft Zu wezflar p
[I, 71]
Namen der Scheffen
Peter Heuser
Peter Sauer
Conradt Ferber
[gestrichen]
Henrich Ebell
Jost Bachmann
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips schmidt
Hanß Zaunschleffer [gestrichen]
Johanne Ruß
Jacob Zuß
VolPracht Rin,
[nachgetragen]
Hanß Dorschuch, [nachgetragen]
[I, 71r] [I, 72]
| Merten schefer
Paulus bier Aug(en) w: Hansß Anck Melchior Dech Johannes Hartgenn Herman Krocker Johan seijtz Johann Durrschuch Dongeß Kempff vintZens weijsgerber + Balzer gladt Balzer gladen witw Adtloff Meuerer Donges lobers w: + Gratzen Josten w. Jorg Finck Jorg wormser Caspar schefer Balzer vom Sandt, Seijben Cuntz Conradt Ferberß witwe Hanß Zaunschliffers wit: |
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [dazwischen nachgetragen] [ganz dünn gestrichen] [nachgetragen, die Männer waren Schöffen] |
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer Ludtwig von Bußeck Jacob wöhln w. Peter Deußing w. Aßmuß Klein Hanß gundrum Nicklas Burgk w. Nicklas Plock Janus Schupb wernner Hoffmann Conradt schweytzer, Hanß von Holzhauß(en) w. Crest schefer der Elter Crest gladt Jost lobers wit Johann Dietweis w. volpert Rin Milcher Heußer Caspar Burck Paulus Eckell Friederch Drapb w. Hanß von Dreidorff \ Ao 92 Niclauß Hamell / |
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [s wit = nachgetragen] [gestrichen; Schöffe] [gestrichen] [nachgetragen] [nachgetragen; gestrichen] |
| [I, 72r] | [I, 73] | ||
| Paulus Radter
Hanß wagener Ludtwig gaupb Michell gladt Balzer v(on) Loller Hanß Rumpfener Henrich Rußbach Johan Reinhart Nicklas Löber Pauluß Dech wit: Henrich wormser Enders Kröcker Johan Runckell Gerlach Kemmerer w Jorg Bönaw Balzer gaupb \ Aßmuß Klein - Reinharts von ludtwigk gaupb/ schwalbach Henrh Buseck Melchior Lober \ Ao 91 Peter Bechdoldt / vf Michaelj Hanß Ferber \ Curdt Ferber - ao 92 Ludwigk Ferber / |
[wit: = nachgetragen] [gestrichen] [w = nachgetragen] [gestrichen] [gestrichen] Hoffleut [gestrichen] Inkommen, [gestrichen] [Cundt Ferber] |
Henrich Buseck
Jost Crafft Adam Ebell weg(en) Hanß Herman Caspar Fledt des H. Hauptmans Jorg gundrum Johan Harges Reinhart Staudenrauß Johan Kemmerer \ caspar Dechen Jorg schmidt / caspars vndt Jorg Schneider Dingeß Findt Becker[=gestr.] Balzer Becker Adam Heußer Cristoffell Crafft schuktheiß Lenhart wiederholt p Adam Ebell Zur sohn balzer weyß(er)bender Balzer Dudenhoff(en) Hanß wentzell Johanch(en) Lober Josten Lober Best Rues |
mönchs [gestrichen] Hoffman, [gstrichen] [gestrichen] s sohns Hanß(en) [alles gestrichen] [gestrichen] [nachgetragen, gestrichen] [nachgetragen][er = gest.] [nachgetragen] [nachgetragen] [Die beiden Namen sind ineinander geschrieben.] [nachgetragen] |
| [I, 73r] | |
| De Anno p 88 Zu
michaheli Johanneß Schlepb Jost weijß Ebert selzer / stahl Caspar Schefer Hanß[im Rand li] Caspar schefer Hanß vndt velten sein Johanch(en) Harges w \ Eydam Crest Buseck Marx Heß Nicklas wiehl Peter wiihl Not Adam ebel Zur Sonn, vndt deiß schefer sollen es entfang(en) wellens nit thun ist ein gebot Anlegett p Nota weil velten Holschenhayger es habs bey Peter KloZen Rentmeister Entfang(en) Deijß Schefer Cosp Becker Volttin Holschenhawer, Valttin Staell Ao p 90 New In kommen Gerlach Hirtz Hanß Mulich Joist Kunckell Peter Ebell \ Jorge Schaffener / Ao p 91 Inkommen Zu mit fast(en) |
[gestrichen, eher unterstrichen] [alles gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] |
| [I, 74] | [I, 74r] |
|
Zum Lindeß Abell Bintz Henchen Bier Aug Jorg Drapb Antonius Zuß Josten Hanß Crest Eckhart Peters Ebert Peters Johannes Donges w: Johannes gebell Caspar Moller wilhens wiehl des Junkhern Hoffman Johannes Eckhart Henrh Mangel Milher Bier Aug Johanch(en) Eckhart Milchior Eckhart Milchior will weitershausen Hoffmann Ao C 91 vf Michaelj Jorg Kause Ao C 92 vf mitfast(en) An kommen / |
[gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [gestrichen] [nachgetragen] [nachgetragen] [nachgetragen] [nachgetragen] |
| [I, 74r] | [I, 75] | ||
|
Luzenlind(en) Peter Bepbler Jacob Pommer + Gela Causin Jacobs Jacob Caspar Kauß Milchior Gebell Hanß Bintz wit. dongiß Volck Ao C 92
Grossenlind(en) dudenhouen
|
[gestrichen] [gestrichen] Ankommen |
Alndorff Johannes löhe Gerharts Crest Heuchelhaim Leijgestern Kirchguns |
|
Die Seiten I, 75r, I, 76,
und I, 77, jeweils beidseits, sind leer.]
[Es folgt hier, zur besseren Übersicht, eine
Zusammenstellung der Listen der Schöffen und der
Centner aus den Dörfern von 1578 bis 1588. Diese Tabelle ist in den Akten nicht
enthalten!
Dabei wird, vor allem in den Linneser Listen, ganz deutlich, daß die Liste von
angeblich 1580 falsch eingebunden worden ist.
Sie gehört eindeutig nach 1581 und vor 1685,
also etwa in 1583/1584.
Außer in der Liste von 1585 sind die Schöffen aus Linnes nicht in den
Ortslisten genannt; hier zur besseren Übersicht aber
mit eingetragen
mit dem Zusatz "S" für "Schöffenliste".
Ich gehe davon aus, daß es sich bei dem durchgängig genannten Schöffen Peter
Sauer um den Einwohner von Dutenhofen handelt, der auch
in dieser Zeit im
Vogteigerichtsbuch Allendorf vielfach genannt wird. Im FB Gießen gibt es einige
"Sauer", aber keinen "Peter".
Einige Namen konnte ich nicht sicher entziffern.
Die Centner, deren Namen in den Listen gestrichenen [g] wurden, sind
während der Gültigkeitsdauer der Liste verstorben,
oder, wie z. B. Philips
Schmidt und Jorg Hepp in 1578, zu Schöffen gewählt worden. Manchmal ist auch ein
"w" oder Wwe" oder "Witt"
nachgetragen. Manche sind auch, wie z. B. der in der
Liste von ca. 1583/1584 genannte "Peters Enderß" aus Linnes weggezogen.
Er erscheint noch in gleicher Liste dann in Leihgestern. Es
wird auch Centner gegeben haben, die ihren Besitz im
Centbann verkauft haben,
da
sie zu weit weg wohnten, um ihn selbst zu bewirtschaften.
Es kann sicher davon ausgegangen werden, daß die in Nachbarorten genannten
Centner entweder aus Linnes (oder Gießen, was eher
unwahrscheinlich ist)
stammen, oder durch Heirat einer Frau aus Linnes oder Gießen zu Besitz im
Centbann kamen und dadurch Centner wurden.
Etwas verwirrend ist die relativ hohe Zahl der Centner aus Lützellinden. Zu
Kirchenbuchzeiten, ab 1652, bestehen eindeutig wesentlich
mehr familiäre
Beziehungen von Linnes nach Heuchelheim, eher wenig nach Lützellinden. Wenn die
Genannten durch Heirat mit Frauen
aus Linnes zu ihrem Centbesitz gekommen sind,
muß es in dieser Zeit umgekehrt gewesen sein.
Mir ist nicht bekannt, daß etwa
ein Teil
der Lützellindener Gemarkung zum Centbann gehörte.
In der Liste von 1581 ist zu sehen, daß Abel Bintz schon eingetragen ist, bei
Jacob Cauß ist "wittwe" eingetragen. Nachdem Abel Bintz
diese Witwe heiratet,
wird er gestrichen und erscheint auf dem Platz von Jacob Kauß wittwe.
Die Platzreihenfolge konnte in der folgenden Zusammenstellung nicht immer
eingehalten werden.
Sehr gut zu beobachten ist die Wandlung des Namens "Eberhardt Olenschleger" zu
"Peter(s) Ebert".
Ab 1585 erscheint auch ein "JH" = Junker-Hofmann, oder Hofmann des Junkers, in
der Liste der Linnesser Centner.
Junker, Besitzers des Burggutes, ist, soweit er genannt wird,
Jorg Weitershausen. 1588 heißt es in einem Nachtrag von 1591:
Melchior Will Weitershausen Hofmann
...
Ab 1586 wird zusätzlich zu dem Hofmann noch ein "Hofrichter", auch im Sinne von
Verwalter, genannt. Die Hofleute der Linneser Burg
sollen an anderer Stelle noch
zusammengestellt werden.]
[In der folgenden Zusammenstellung ist steht "x", wenn der Name mit dem früher
genannten identisch ist; sonst sind nur abweichende
Schreibweisen angegeben. "g" heißt, daß der Name noch in dieser Liste gestrichen
ist; "n" ist "nachgetragen" in dieser Liste. "g/S" heißt
gestrichen, aber in der Schöffenliste genannt; "S" bedeutet: nur in der
Schöffenliste genannt; "S/g" heißt, daß er nur in der Schöffenliste
genannt wurde und dort gestrichen ist. In diesem Fall kann ganz eindeutig davon
ausgegangen werden, daß der Genannte verstorben ist.
"w" heißt, daß "Witwe" nachgetragen wurde, "w" bedeutet, daß bei der
Erstellung der Liste die Witwe Centnerin war.]
| Schöffenliste 1578 | 1581 | 1583/84 | 1585 | 1586 | 1588 |
| Peter Heußer | Peter Heußer | Peter Heusser | Peter Heußer | Peter Heußer | Peter Heuser |
| Henchen Gobel | Henchen Gebell g | ||||
| CasPar Lober g | |||||
| Hanns Schmidt g | |||||
| Peter Sawer | Peter Sauer | Peter Sauer | Peter Sauer | Peter Sauer | Peter Sauer |
| Chonradt Moller | Conradt Moller | Conradt Ferber | Conradt Ferber | Conradt Ferber | Conradt Ferber g |
| Henrich Ebell | Henrich Ebell | Henrich Ebell | Henrich Ebell | Henrich Ebell | Henrich Ebell |
| Just Bachmann | Just Bachman | Jost Bachmann | Jost Bachman | Jost Bachman | Jost Bachmann |
| Christ Christian | Crest Wenzell g | ||||
| Gerlach Sthöhr | Gerlach Stuhr | Gerlach Stohor | Gerlach Stohr | Gerlach Stohr | Gerlach Stohr |
| Gerlach Mauß | gerlach Mauß | Gerlach Mauß | Gerlach Mauß | Gerlach Mauß | Gerlach Mauß |
| Joisten Hermann g | |||||
| Jorg HePb n | Jorg Hepb | Jorg Hepb | Jorg Heb | Jorg Heb | Jorg Hepb |
| Philips Schmidt n | Philipps Schmidt | Philips Schmidt | Philips Schmidt | Philips schmidt | Philips schmidt |
| Hanß Zaunschliffer | H. Zaunschlieffer | H. Zaunschlieffer | H. Zaunschlieffer | H. Zaunschleffer g | |
| Johannes Ruß n | Johanneß Ruß | Johanneß Ruß | Johannes Ruß | Johanne Ruß | |
| Jacob Zuß n | Jacob Zuß | Jacob Zuß | Jacob Zuß | Jacob Zuß | |
| Volpracht Rin n | |||||
| Hanß Dorschuch n | |||||
| "g" = gestrichen | "75" = 1575 dazu | "n" = nachgetragen | "S" = Schöffenliste | "JH" = Junker-Hofmann | "HR" = Hofrichter |
| Centner Zum Lindeß 1578 | 1581 | 1583/84 | 1585 | 1586 | 1588 |
| Joisten Herman S/g | |||||
| Hanns Schmidt S/g | |||||
| Dauid Stebes | Dauit stebeß g | ||||
| Philips Schmidt g/S | Philipps Schmidt S | Philipps Schmidt S | Philips Schmidt L/S | Philips schmidt S | Philips schmidt S |
| Caspar Eckhard w | C. eckharts w g | ||||
| Jacob Zuse | Jacob Zus g/S | Jacob Zus S | Jacob Zus L/S | Jacob Zuß S | Jacob Zuß S |
| Henchen Bier | Henchen Bier Aug | Henchen Bieraug | Henchen Bieraug | Henchen Bieraug | Henchen Bier Aug g |
| Jacob Cauß | J. Kauß w. = A. Bintz | ||||
| Hans Bintz | Hanß BinZ | Hanß Bintz g | |||
| Jorg Hepp g/S | Jorg Hepb S | Jorg Hepb S | Jorg HeP L/S | Jorg Heb S | Jorg Hepb S |
| Henchin Steitzer | Henchen steijZer g | ||||
| Jorg Trapp | Jorg Drapb | Jorg Drapff | Jorg Drapff | Jorg Drapff | Jorg Drapb |
| Anthonus Zuse | Antohnius Zuß | Anthonius Zuß | Antonius Zuß | Antonius Zuß g | Antonius Zues g |
| Eberhardt Olenschleger | Eberhardt Olenschleger | Peters Ebert (Ol.) | Peters Ebert | Peters Ebert | Peters Ebert |
| Henchen Schups w. | H. schupbs W g. | ||||
| Josten Hanß 79 n | Josten Hanß | Josten Hanß | Josten Hanß | Josten Hanß | Josten Hanß |
| Paulus Desch 79 n,g | |||||
| Christ Eckhardt 80 | Crist Eckhart | Crest Eckert | Crest Eckehart | Crest Eckhart | Crest Eckhart |
| Jhs. Eckhardt 80 | Jhs. Petter g | ||||
| Abell Bintz 81 | Abell Bintz | Abell Bintz | Abel Bintz | Abell Binz | Abell Bintz |
| Petters Jhs. dunges w | Pet. Jhs. Donges W | P. Jhs. donges w | P. Jhs. Dönges W | P. Jhs. Donges w: | |
| Petters Enders | Peters Enderß g | ||||
| Johannes gebell n | Jhs. Gebell | Jhß. gebell | Jhs. gebell | Jhs. gebell | |
| Johannes windenradt n | Jhs. windenrodt | Jhß. windenradt | Jhs. windenradt g | ||
| Caspar Moller n | Caspar Moller | Caspar Möller | Caspar Moller | Caspar Moller g | |
| d. Jung Christ g | |||||
| wil Hens wil JH | wilhens wihl JH | wilhens wiehl JH | |||
| Johannes Eckhardt | Jhs. Eckhart g | Jhs. Eckhart g | |||
| Hench Mangelt HR | Henrh Mangel HR | ||||
| Milcher Bierauge | Milher Bier Aug | ||||
| Johanchen Eckhart n | |||||
| Melchior Eckhart n. | |||||
| Melchior Will JH 91 | |||||
| Jorg Kause 92 | |||||
| Lützellinden 1578 | 1581 | 1583/84 | 1585 | 1586 | 1588 |
| Just Hofmann Pfr | Jost Hoffmann Pfr. g | ||||
| Henchen Gobel | Henchen Gebell g | ||||
| Adam Beppeler | Adam Bepbler | ||||
| Peter Beppeler | Peter Bepbler | Peter Bepbler | Peter Bepler | Peter Bepler | Peter Bepbler |
| Jacob Pommer | Jacob Pommer | Jacob Pommer | Jacob Pommer | Jacob Pommer | Jacob Pommer |
| Gela Causen | Gela Causen | Gela Kaußen | Gela Causenn | Gela Causen | + Gela Causin g |
| Causen P. K. Vm. g | |||||
| Jacobs Jacob | Jacobs Jacob | Jacobs Jacob | Jacobs Jacob | Jacobs Jacob | Jacobs Jacob |
| Caspar Cauß 80 | Caspar Cauß | Caspar Kauß | Caspar Kauß | Caspar Cauß | Caspar Kauß |
| Enders Bepler 81 | Enderß bePler g | ||||
| Merten Heijrtdt n | Merten Heijrtt | Merten Haijrtt | Merten Heijrt g | ||
| Deyß Cauß n | Deyß Kauß | Deyß Kauß | Deijß Kauß w g | ||
| Milcher Gebell | Milcher Gebell | Melher gebell | Milchior Gebell | ||
| Hans bintz n | Hanß BinZ | Hanß Bintz wit g | |||
| dongiß Volck 92 | |||||
| Großen-Linden 1578 | 1581 | 1583/84 | 1585 | 1586 | 1588 |
| Hench windter n | Hench wintter | Henrich Wintter | Henrich wintter | Henrh wintter g | |
| Guts milcher n | Guts Milcher | guts Milcher g | |||
| Dudenhofen | |||||
| Johan Pomer Pfr | Johan Pomer | ||||
| Peter Sauer S | Peter Sauer S | Peter Sauer S | Peter Sauer S | Peter Sauer S | Peter Sauer S |
| Caspar Schmidtt | Caspar Schmidt | Caspar Schmidt | Caspar Schmidt | Caspar Schmidt | Caspar Schmidt |
| gundrum seipb 79 | Gundrum seyPb g | ||||
| Münchholzhausen | |||||
| Ostwalt Zuss 81 | Ostwalt Zuß g | ||||
| Allendorf | |||||
| Johanns Luhe | Jhs. Luhe | Jhs. Lohe | Jhs. löhe | Jhs. lohe | Jhs. löhe |
| Gerhardtn Crest | Gerharts Crest | Gerharts Crest | Gerharts Crest | ||
| Heuchelheim | |||||
| Elias Mandler | Elias Mandeler | Elias Mandeler | Elias Mandeler | Elias Mandteler g | |
| Jacobs Johan | |||||
| Jacob Seijpb n/g | |||||
| Leigestern | |||||
| Petter Jhs. Petter | Peter Jhs. Peter | P. Jhs. Peter | P. Jhs. Peter | P. Jhs. Peter g | |
| Caspar wehl g | Caspar wehll g | ||||
| Caspar Vlrich g | Caspar vlrich g | ||||
| Peter Hanß g. | Peter Hanß g | ||||
| Peters Enderß | Peters Enderß | Peters Endreß | Peters Endreß | ||
| Petter wagenner 87 | Peter wagener g | ||||
| Kirchgöns | |||||
| Merten weijtzel Pfr. | Merten weijtzel Pfr./g |
[Es folgen die weiteren Abschriften des
Centgerichtsbuches:] [I, 78r] 1580 [I, 33] [I, 34]
1582 [I, 81r] [I, 82r] [I, 83r] 1 Hermanns Gretta hat Zu schadt(en) gegrast [II, 62] 1) Testis Thebes Joannes vo(n) Hernßheim
quali= Nach dem allerhant bereddung geplog(en)
word(en) 2)3)4) Michels
Henrich vo(n) Hernßh(eim) \
Ac(tum) den 29 t Februarij Anno p 84. Undatiert, Februar 1584
[II, 40r und II, 41r sind leer; auf Seite II, 41 findet
sich in der Mitte oben das Wort:] [II, 66] [II, 67, ist leer; II, 67r, nur:] 1584 [I, 85r] 1586 Ruge vndt[gestr.] Gericht gehalten Post
\na(c)h/ Michahelij
[I,78] [Mit Bleistift nachdatiert: 1580 -1589]
Rug Buch Des Gerichts Zum
Lindtes von Jar 79 C
Anfeng(lich) C vndt folges
nuhmer 80.81.82.83.
---84.85.
vndt 86 C ---
vndt 87.
C 88, 89
No. 13 .
[später nachgetragen] [Unten: Seitennummer 12]
1579
Fasten gericht gehalten de Ao
[Der Rest der Seite ist leer.]
------79
[I, 79]
Zentgericht gehalten freydag
nach michaheli ao 79
velt Ruge
Caspar Schefer Zwo Rug in verbott(en) stopbeln
gehutt
Merten Schefer Zwo Rug in Einer wiß(en) vndt
Die Ander in stopfelln p
Herman kregks Jung [Fleck] Ruge vff weygel
Hanß(en) Acker vff dem Kulches graben
gehut
Jorg Boijnachs dinst magdt hatt vff Peters
vom Lindeß Acker ein
gebondt wicken geholt
Jenseijtt des Schutzeß bron p j Rug
j
Ruge Hermann Krockers Jung mit den Haijmel
in dem linder feldt vor
den Kuhen gehut,
lindeßer Ruge p.
-- ij Ruge Dingeß Zuse fraw Zum Zweijttenmahl
vber den Bahn graß(en)
gegang(en)
-- j
Ruge Dingeß meijdtlein auch vber den Bahn
gegrast
-- j
Ruge Jost(en)[eingefügt] Hanß(en) fraw hatt vber Dem
bahn gegrast
[I, 79r]
-- j
Ruge Josten Hanß(en) frauen schwester Auch vber
den Bahn graß(en)
gegang(en) e
j
Ruge Welhelms Jorg(en) meijdtlein Zu schaden
gegrast,
ij
Ruge des Hoffmanß Knecht hatt durch die
wiß(en) Zu schaden gefahren vber
verbiedtens
-- ij
Ruge Henchens fraw in der Burgk vber den
Bahn graß(en) gegang(en)
j
Ruge Caspar Eckerts Dochter Zu schaden
gegrast
-- j Ruge Philips Schmidts magdt der gleichen Zu
schaden gegrast vber
den Bahn,
j
Ruge Dauidt Stebeß meijdtlein Auch Zu schad(en)
gegrast
j
Ruge Eberdts fuhllen Peter deuschingern in
wiß(en) gegang(en)
vndt im schaden gethan p
[I, 80]
-- j Ruge Eberdts zweij \fuhln/ an den \korn/ hausten vil schaden
gethan vber vilvaltig(er) verwarnung,
Kuhe Ruge,
ij
Ruge Zusen dinges meijdtlein mit den Kuhen
in verbotten graben im veldt gehutt,
ij
Ruge Josten Hanß(en) meijdtlein dergleich(en) gehut
ij
Ruge Welhelm Jorg(en) meydtlen dergleich(en),
j
Ruge Zuse Jacobs Jung auch in verbott(en)
graben gehutt,
ij
Ruge Caspar Eckert Jung desgleich(en) gehut,
j
Ruge Eberdts Jung auch dergleichen gehut
in dem graben,
ij
Ruge Philips Schmidts meijdtlein Auch in
dem verbott(en) graben
gehutt.
[Diese eine Rüge steht noch auf Seite I, 81r, die sonst ins Jahr 1582
gehört.]
j Ruge Dauit Stebeß meydtlein Auch in
verbott(en) graben gehutt,
[I, 31:]
N° 6
Zentgericht gehald(en) auff Mittwochen
vor Michaely Ao 80
Merten scheffer hat vor den Kuehen bey
dem SchetZis
born yn den stoppeln gehut
Casper scheffer der Elder hat auch bey dem
schetzis born yn den wiessen
gehut
Casper scheffers son auff Somdag(?) ym
gens winkel gehut vor Michaely aufF
Melchior
Lampes wissen ist noch nicht ge
mot gewesen
Casper vnd sein Sohn haben beyde ym linder
felde gehut mit der gantzen Herd
sonder
erlaubnus
Casper scheffer In gleicher gestald auff Mon
dag vor Michaely wider ym veld gehut
ane dem Orth Im linder Veld
[I, 31r, ist leer; ebenso die Vorderseite von I, 31a, und I, 32, beidseitig.]
Nr 7 [Andere Tinte, wie 5. Zeile.]
Rug buch des Zensgerichts Vnsers
G F vnd Hernn Zum Lines gehald(en)
Im Jar 1580 d 28 Septem
No 1580 [Andere Tinte; Rest der Seite und I, 33r, leer.]
Hermann Krogkers schefer In stopffeln gehut
Zum zweittenmahl In zwo Rugen
gehut[= nachgetragen]
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Seiten I, 35 und I, 35 a.]
[I, 31 a]
1581
Zentgericht gehalt(en) den 27 September
Anno 81
l
Johannes Dongeß dinstmagdt zum Lindiß
hatt wecken vndt
habern Ausgeraufft.
Josten Hanß(en) dinstmeydtlein hatt Haffern
vnd wecken geraufft
Zuß(en) dinger dochter hat[= eingefügt] gromedt hattg[=
gestrichen] geraufft
vndt in ein Duch
gebund(en)
Crest wenzels dinstmagdt hatt gromett(Grummet)
in ein Duch
geraufft vndt heim gedrag(en)
Jorg Hepb(en) Magdt hatt wecken gerapfft
gießen
Caspar schefers Knecht hat zum zweittenmahl
In Stopffeln vnd wieß(e)
gehutt / 2 Rug(en)
Caspars Sohn Hanß hatt zwo Ruge in verbot(en)
stopffelnn wieß(en)[= eingefügt] gehutt
[I, 80r]
Fasten gericht gehalt(en) Post
Freidag
den 23 ten Marti Ao p 82
Feldt Ruge
1 Es bringt der SchuZ vor, wie Das Dauit
stebeß schwein vff dem Samen
befund(en)
2 weidter bringt er
vor das Philips Schmidts
schwein vff
dem Samen befund(en)
3 It(em) ebert Olenschlegers schwein vff dem
Samen befundtem word(en)
4 It(em) Jacob Zußen schwein vff dem Samen
befund(en) word(en)
5 It(em) Crest wenzels schwein vff dem
Samen Befund(en) word(en)
[I, 81]
6 It(em) Jorg Drapben Schwein vff dem samen
befund(en) word(en)
7 It(em) Caspar schefer der Elter zu gießenn
Ist mit den schoffen vff[= gestrichen;
darüber:] vber dem Samen
hin gefahrenn barbara Ebelin Zu giß(en)
Gericht gehalt(en) Mitwochenn
vor Michahelj Anno
p 82 C
Ruge wie volgett
1
Erstlich Hanß Anck, Jost weyßtbender
vber sein
wieß(en) durchs graß mit mist
gefahren
2
It(em) Causen Jacob hatt desgleichen gethan
3
It(em) Dauid Stebes sohn hat geschlaff(en) sindt
diese[= gestrichen] dem Jung(en) Hanß(en)
sein Khue Jns korn
gegang(en)
4
It(em) Caspar Schefer vor der Neuestatt hat
Jungker Milher v(on)
Schwalbach In einer
stück wießen gertz(geatzt?),
5
It(em) gleicher gestalt gemelter Caspar
Schefer Adolff meuerern In einer wieß(en)
gehutt
[I, 82]
6
It(em) noch mehr hat vilgemelter Caspar
Schefer Echers barbenn
durch korn mit
der hert gefahren p
7
It(em) nochmehr hat Caspar I(n) der stoppeln
gefahren[=gestrichen] gehutt
8
It(em) der Aldt Caspar Schefer hat zweimahl
In den Stopbeln gehut p
9 [steht am Rand, ist aber nicht belegt mit einem Eintrag]
10
It(em) hat er gleicher gestalt Echers barben
durchs korn mit
der Herdt gefahrn
11 It(em) er nochmals Helcken crist(en) Auff ein
wieß(en) gehut beij dem weijer p
1583
Gericht mittwochen denn 10ten
aPrilis Anno p 83
p
Rug(en)
Zußen Jacobs Jung hatt
Hanß Hartgen
vber den Samen Acker die leng gefarn
vndt den Samen
Ingedrett(en)
Daiidt Stebeß
Philips Schmidt
Ebertt olenschleg(er)
Caspar Eckerts wittwe Crein
Jacob
dingeß[=
gestrichen] Zuß
bier[=
gestrichen] bier Hench(en)
Crest Eckkart
Kaußen JaCob
[unter dem "K" stand erst ein "Z"]
Hench
Junckern Diener
Hanß Bintz
Jorg Hepb
Jorg Drapb
Hermanß wittwe
Crest Wenzell
[I, 83]
Dingeß Zuß
Hanß Jung
Dingeß[= gestrichen]
Johanneß Dingeß
Gericht gehalt(en) P(ost) mittwoch(en)
nach Michaelii Anno p 83
2 Dingeß Zußen Hausfraue hat Zu schad(en)
gegrast p
3
Crest WenZels Hausfraue hat Zu schad(en)
gegrast p
4
Hanß Jung(en) Hausfraue Zu schad(en)
gegrast p
5
Dongeß Hausfraue Zu schad(en) gegrast
6
Dingeß schwester
7
Gromeß Kangießers Magdt hatt
Conradt mulleer Zu gießen in einer
wießen gegrast p
8
Caspar Schefers Jung hat SeijPben
Cuntzen dem Dechen durchs korn
It(em) Gretten durch die wießen
gefahrenn
9
Herman Krockers Jung hat mit den
hameln durch die haber geiagt, vndt
darnach vff der Esels weijdt gehut
[I, 84]
10
lutwig bußecks Jung mit den Pferd(en)
vff der Habern vndt erbeß gehut vff
dem Feldt[= gestrichen] fludt graben
p
11
Balzer gaub mit 2 Pferd(en) gelad(en) Crest(en)
In der wießen gehut p
12
Dauidt Stebes Dauit 65 weydten
stemmen vff die gemein weydt geseZt
An Johan von schwalbach
geleg(en) p
13
Crest Eckhart der[=gestr.] hat geschlaffen vndt
die schwein vff die gerst(en) vndt habern
gehen H[= gestr.] laß(en) p
14
Crest wenzel hat mit dem Plug dem
bauschreijber vff dem Kulges grab(en)
vff der gerst(en) gehut[= gestr.]
gewandt p
15
Caspar Schefer hat in stopbeln gehut
16 Desgleich(en) Herman Mezger schefen in
stopbeln gehut
17
Caspar, burgkann johan hatt in Den
wießen vndt stopbeln gehut p
[I, 84r]
18
Philips Schmidt(en) Jung hat geschlaff(en) vndt
die Pfer An ein Hausten korn gehen
lasß(en)
Aßmus Klein p
19
wernner hoffmann hat Hanß Zaunschleffern
vber den Samen gefahren vndt Auß
der Erden geschlaufft p
20
Crest Wenzells Jung[= gestr.] Pfer hab(en) Hanß
Ancken Im gromett gang(en)
p
21 Desgleich(en) Jung(en) Hanß(en) Pfer im selben
gromett gang(en) p
22
Causen Jacob hat gleicher gestalt ein
Pfehr in Hans Anck(en) gromet
gedrieb(en)
23
It(em) dreij fuhlen von leijgestern Zu schad(en)
in der Habern im Zent fund(en) vndt in
Dauit Stebeß Stal Ime Dauidt(en)
geliebet(geliefert)
Ire Ides Fuhln dopbell Ruge
24
Aß mus Klein lest Zuß[= gestrichen; darüber:] Dongeß Jacob(en)
Kuhe
Rug(en) hat sie in seinem korn vff dem
brandt selbst fund(en),
29.02.1584
Nach dem sich
Irrung und gebrech(en) erhalt(en)
haben, Zwisch(en) Jost(en) Hansenn Zu Lindes, vnd
Petern zu Lindes,
Jost(en) Hanß(en) selig(en) Hausfrawen
bruder, des gleich(en) seines
bruder Thonges nachge=
lass(en) widwe, Anlangenede die ehebereddung
Zwisch(en) Jost(en) Hanß(en), vnd Engenn seiner Hauß=
frawen selig. Ist vff
beuelch(Befehl) des .A. Peter
Clotz(en) Renthmeisters. Auch
vff begeren
Jost(en)
Hanß(en), Heut dato diß exam(en) in rei memo=
riam verhrichtet und
gehalt(en), vnd sind die
Zeug(en) durch ChristoPherrn Craft schultheisß(en)
Zu Lindes. It(em) Gerlach(en) Stohr vnd Jost(en) Bachma(nn)
beide
Scheff(en) des Centgerichtts, mitt eim leiblich(en)
eid kelad(en)
erinnertt vnd verwarnt vnd hab(en)
nach einander in sonders als sichs gehörtt,
ab=
gehort
ficatus.
p hat deponirt
Sey der Ehlich Zwische(en) Thost(en) Hansen
vnd Eng(en)
seiner gesponß , Auch mit irer beider wisß(en) vnd
willen
entlich(en) also beschlosß(en),
was sie schon
ererbtt hetten
vnd Zusam(men) brecht(en), damitt söln
eins das ander
beerben , da sie on hinderlasß(en)
leibs erb(en) von einander abstürben , Sey aber
keins künfftig(en) anfals oder
vffersterbens gedachtt
word(en)
Testes Peter von Lindes burger Zu Giessen -
Philips Schmitt Zu Lindes
/
diese drei Zeug(en) haben ein hellig vnd gleichermasß(en)
deponirt als
Thebes Joannes
Joannes Schiberstein
Statschreiberr
zu Gisß(en)
p
[II, 62r und II, 63, beidseitig, sind leer.]
[Die Seiten II, 40 und 41 gehören zu einem Prozeß,
bei dem Christopher Crafftt, schultheiß, anwesend ist.
Er wurde lt. FB Gießen,
636, am 21.10.1600 begraben.]
[Nach dem Inhalt gehören sie zu dem Prozeß vom Februar 1584.]
# It(em) seines
bruder
Thonges hausfraw[gestr.] W.
Anna .p Jost(en) Hans
zu Lindes hat in sach(en)
geg(en) seiner hausFrawen seligg(en) broder
petern # zu Lindis, belangende die ehe=
bereddung p ettlich Zeug(en) vff Zulass(en)
der ober keit, abhören, Gescheen im beisein
Christopher Crafftt, Schultheiß(en), Gerlach(en)
Stohren vnd Jost(en) Bachman. beide Scheff(en) Zu
Lind(es) vnd sint die Zeug(en) mitt eid belad(en)
erinnert vnd verwarnt p vnd hab(en) deponiret
als volgt
vnd zusam(men)
\
brecht(en) dasmals
-
j Testis Thebes Johannes Zu Hirnßheim
qualificat(us) deposuit
Es sei erstlich die ehebereddung daruff beschlosß(en)
was Hans Jost seiner Hausfraw(en) Eng(en) Zubrechtt
vnd ererbtt hett. It(em) hinwidder was Eng(en) schon
ererbtt hett, vnd was sie schon dermals hett(en)
damitt soll eins das ander beerb(en). da sie on
hinderlasß(en) Leibs erb(en) von einander abstörben
________________________________________________
2 Testis
Michels Henrich
vo(n) Hernßheim
qualificat(us)
deposuit
Diser Zeug hat eben einerlei deponirt . wie Thebes
Joannes .
_______________________________________
3 Testis
Peter
vo(n) Lindes, civis Giessen(us), qualificat(us) p deposuit
der ehlich sei Beschlosß(en) was sie Zusam(men) brechtt(en)
damitt söll eins das ander erb(en). ob sie schon kein
Kinder mitt einander Zilet(en).
_____________________________________________
4 Testis
Philips
Schmitt qualificat(us) diposuit
hat einerlei deponirt wie die andern
It(em) hab(en) alle einhellig angeZeigt es
sei weiter keins nachfals oder
kunft/ig[Rand beschädigt]
Vffersterbens gedachtt word(en).
Vorweißend
(von Neißel?)
[und rechts oben der
Buchstabe "J"; sonst auch leer.]
[II, 64]
März/April 1584
Vnsern gunstigen gruß Zuuor, Erbar guter freundt,
Was An
vnß Ebem Peters Erbenn von Leijgestern eines Erbfalß
halben supplicando gelangenn Laßen, sich beclagt Vnnd ge=
Pactenn daß HaPt Ihr abIntiegender(?) Irer Supplication
fernens Zuuernehmenn
Vand(Vnnd?) mir eß nuhn danuor achtenn, wofern eshierumb
Supplicirter maßen beschaffenn das Pillich die Suppli
canten vor Henn(? Hemr?) SchuPPen Bruders Kindenn Zu solcher
Erbschafft ZuZulas-------sen ----------------So
beuehlenn wir auch darauff In namen vnsers g. f.
vnnd Herrns, daß Ihr vff vorgesetzten fall, die
Supplicanten Zu mehr angeZogener Erbschafft Zu=
laßet, vnnd die Beclagten vonn Irem vornehmen, ab=
wijset, Hat es aber hierumb ein
ander
gestaldt als Supplicirt, So haPt Ihr vnnß daruonnZu=
berichtenn, mit fernerm bescheidt geben, vnß darnach
haben Zuachten,
das thun mir vnß (?)Versehenn Vnnd seindt euch gunstig willen
Zuerweijsenn geneigt,
Dat.. MarPurgk
denn 9 T Martij
Anno p 84 ./.
Anwesende Rhäte
daselbst.
[II, 64r, ist leer; ebenso II, 65; auf II, 65r, findet sich querstehend:]
Antwort der Räthe
Pers. 20. Marti(am?)
Zu Marpurg
A p 84 .)
Dem Erbarn Vnserem gutten freunde Peter
Klotzen Renthmeistern Zu Gießin
Peters Erben Zu Leigestern Contra Herrn(Henn?) Schupen
Bruder Kinder
[Darüber, kopfstehend:]
Ingelegt von Caspar wihln undt Caspar ....
zu Leygestern p Peter .... Peters erbett zu
Lindess den 6 t Maij Ao j 84
Mein freundtlichenn gruß Zuuor Erbar ehr
Schultheiß Es hatt Jegenwirdiger(?) Hermanns
Joist mein(?) Vnderthann eines weiß Pstemmags(?)
halbenn, mitt seinem nachbar Johannes
Schmidtt zum
Rodgen wohnhafft zu schaffen
wilcher alb[überstrichen] Jarlich von Woln Hennen seinem
diß Schmits Vatter [entrichte = gestr.] auß seinr Hoff
Rede entrichten vnnd bezalen werdenn,
Weill aber ermelter Woln Hen sich Zu
seinen Kindernn seines hohen alters
halbenn gewandtt, Vnd Itzo zu Lindeß
bei seinem Sohnn Willen sich hältett
daro wegen mich gePetten Inne an euch
Zuuerschreibenn, Jas(das?) Inne den vatter
(?)Omitt gewenlichem(?) Seijdtt beladen vnd vff
hirein verschloßene Artickell ab horen(?)
seine Außsage eigenttlich beschreibenn vnd
miyr verschloßen Zuschickenn wollett
wijrdtt er sich hinwidderumb Jegen euch
der gebur Zuuerhaltenn wißen Damitt die
wehr vorPrechtt vnnd Zutage komme,
Wenn Ich dann deßelbig mit fugenn Ime abZu
schlagenn nitt gewust So Ist an euch
mein freundtliche Pith Ir(In?) der warheitt
Vnnd dem Rechtenn Zuschwür(?) ermeltenn
Woln Hen Vor euch bescheiden Vnnd Rechtlicher
gebur beeidenn vnnd abhoren wollettet
Inne auch deß meinn aidtts (?)verutelich(??)
[II, 66r]
Vermannenn Vnnd erInnernn wollett[= gestr.]
sein außsage ...ißig beschreiben, Vnnd miyr
dieselben woll Verschloßen Zuschicken wolle/tt?
darnach mich vff ansuchen mit bescheidtt
...bern(?) s...ner ZuRichtenn wiße[= gestr.],
Daß vmb euch In gleichenn vnnd eurem(?) Zuuer=
dienen habtt Ir mich geneigtt Vnnd
fur euch hirmitt dem(denn?) allmechtigen Gott
emPhelent Datum altenbuseck den 21
T(ag) Aprilis Ao 85
PhiliPs von Trohe
Wollett Inne auch erInnern da er woln
Hen die artickell verneinne wirdte ..
kan Cleger Innen mit 2 mennern
vberzeugen,
Dem Erbarenn vnd achtbarenn Christoffeln
[Schnörkel]
Schultheiß Im Lindeßer Ampt
Meinen guten
ga.....
[I, 85]
ger(i)cht gehalt(en) P(ost) mit wochen den 6 ten
Maij Anno p 84
C
Peters enderß sein schwein Im korn fund(en)
Peters Eberdt sein schwein in der haber
fund(en) [Der
Rest der Seite ist leer.]
Ger(i)cht gehalt(en) mittwoch(en) P(ost) nach
michahely de Anno p 84
C
1 Zuß(en)Jorg Hebben Magdelein hatt dongeß
Sezlin sezling(en)[= gestr.] AbgeaZt mit den Kuhen
2
It(em) Enderß
Rauen Jung in verbottenen
wißenwegk gehutt
3
It(em) Caspar, Crestwenzels nachvahr Jung
hatt Jost lobern mit Dreyen Pferdenn vff
seinenn Erbeß(en) gewendt
4
It(em) noch mehr hat er Endreß Rauen
mit
den Pferd(en) In wicken gehutt,
5
It(em) Crest Eckharts
wittwen Jung hat mit
seiner Mutter vndt Hanß Jung(en) Pferdenn
In der habern gehutt,
6
It(em) Philips
schmidts Magdlein hatt
Fredrich[= gestrichen]
drapff[=
gestrichen] mit den Kuhen In der Habern gehut
7
It(em) ConZnß weißgerbers Madtlein hatt
friedrch Drapff(en) bey dem weier In seiner
Seinem gart(en) bleder Abgebrochenn vndt
schad(en) gethann p
[I, 86]
8
It(em) Caspar
schefer Knecht Ist durch das friesch
felt gehutt In gladen balzers wießen p
9
It(em) Merten Schefer
hat den Ahulnwegk herab
gefahren das Im nit gePurt Zum brich
Zu, welches gh(?) enthalt(en) hatt
10
Nohmehn hat er
verbottenen Stobbeln
gehutt vndt das velt Außgehutt[teils gestr. und darüber, so daß es
heißt:] AußgeAßt
11
It(em) Johanneß Dungeß
Magdtlein[= gestr.] frauen
Magdtlein hat mit den Kuhen Am gebundt(en)
korn gehutt p
[I, 86r]
gericht gehalt(en) Post mit fast(en)
de Anno p 86
Donges Anna
Zwo gaw Ruge
welhelms Jorg
Zwo gaue Ruge
Peter Eberts Zwo Ruge
Philips schmidt
Zwo Ruge
Johannes gebell
Zwo Ruge
wie pfert vndt freydag
den 7 t(en) October Anno p 86
gras Rug(en)
1
Dongeß Zußen dochter hat Johannes
Petern vff dem Driess gehutt
2
Abels Magdtlein hat Johannes
Petern uff dem
driesch gehutt
3
It(em) Jorg Hepbenn
Jung hat im Korn gehutt
4
It(em) Jorg Hepbenn Magdt hatt Conradt
Mollern
im Korn gegrast.
5
It(em) Philips
schmidts meijdtlein hat
Hans Ack[= gestr.]
A\n/ckenn im Korn gegrast,
[I, 87]
.
6
It(em) Eberts maijdtlein hat
Dongeß(en)
weckenn
abgeschniedt(en)
7
It(em) Jacob Zuß(en) dochter Hanß(en) Petern
vff
dem Driesch gehutt
8
It(em) des Hoffmans
vndt des hoffrichters gesin (Gesinde)
haben Eberdt(en) vndt Hanß(en) Petern AbgeAst
p[=gestr.] 2 Rug
9
It(em) Caspar Mollers Jung hat
Bachman Durchs Korn
die Pfert lauffen laßß(en) vndt der Kne(c)ht
selbstne p sinndt ------------ 2 Ruge [2
Ruge ist dick gestrichen.]
10
It(em) Bierhenches Madtlein hat
Hanß(en) Petern vff
dem Driesch gehutt
11
It(em) Junghanß(en) Knab hat die Pfert durch
das
Korn laßß(en) laffen
12
It(em) Caspar Mollers Knecht hatt Hanß
von
leijgesternn mit den Pferdt(en) in Der gerst(en)
gehutt p
13
It(em) Caspar Mollers Knecht hat im
Korn gehut
14
It(em) Aubels Jung hat
dech(en)
Paulus im Korn gehutt
15
It(em) Eberts
Jung hat mit den Pferdten im
Kornn gehutt p
[I, 87r]
.
16
It(em) Jost Ströhe hat Peter Heußern
mit den schwein
die Mohrn AußgeAst p
17
It(em) Caspar Schefer hatt dreymal in
StoPPeln
gehut sindt ----------------- 3 Ruge
18
It(em) Merten Schefer 3 mahl in StoPPell
gehut
sindt ------------------------- 3 Ruge
19
It(em) des Kesselers Magdt hat in der
Haber
gegrast p
20
It(em)
Diedrech des Heijgeß #HaußFraue hatt in
StoPPelln gegrast,
21
It(em) Kuttern Johannes Fraue hatt in der
Habernn gegrast,
22
Henrich Mollers Magdt hatt
vff den
graben gegrast,
23
HenCulus gredt(en) Magdt hat
in den greb(en)
gegrast,
24
gerlach Armbrosters Magdt hat
in
den graben gegrast,
25
Jorg Ziegelers Magdt
hatt Peter
Heußern in der Haber gegrast
[I, 88]
[Die folgenden
Zahlen 27, 28 sind jeweils aus einer 26 verbessert.]
26
der scheffer Zu
luZenlind(en) hat durchs
Korn
27
Dongeß Anna hat Hanß(en) Petern
\gehutt
vff dem drisch gehutt
28
Junghanß Maigdtlein
_______
Summa 33 Rug
1587
Gerichtt gehaltt(en) denn 18 t
oPPrilis
Anno 87
Rug(en) vieh vnd pferdt Rug(en)
1 Hans wieder(weider?) der Hoffrichter hatt dreij
mal mit den Schwein vff Korn gehudt
2 Hanß will 2 mall mit den schwein
vff(en) samen gehut
3 Abell Bintz 2 mal die schwein vff samen
4 Casp(ar) moller Ein mal die Schwein vff(en) samen
5 Wilhelmms Jorg j mal mit den schwein vff(en) samen
[I, 88r ist leer; I, 89]
Gericht
Gehaltenn Mittwochenn
vor Michalehij Anno
p 87 C
Ruge In verbottenen Felt Stopbeln
vnndt Zu gras?en
----- / Girhards Crest hat mit denn
l Pferdtenn im
lindeßer Bahnn
gehut ----- j Rug(en)
----- l \An/ It(em) Conradt Jung hat im
lindeßer
l Bahnn gehuttet
p ----------------------- j Rug(en)
Alndorff - It(em)\An/ Henrich hat mit denn Pert(en)
l im
lindeßer bahnn gehuttet -------------- j Rug(en)
l
It(em) Nicolaus \Balzer/ hat Mit denn
\ Pfert(en) im Lindeßer
Bahn gehuttet ---- j Rug(en)
[Obige Klammer,
Alndoff, und die Einfügungen sind später nachgetragen.]
| It(em) Mertenn Schefer hatt dreimal
mit den Schaffen die frucht AbgeAtzet ------ 3 Rug(en) |
|
| It(em) Conradt Schefer hat
3 mahl. in der Frucht gehutt, -------------------------- 3 Rug(en) |
|
| It(em) Conradts Schefers Knecht hatt
dreij mal in Stopbeln gehutt ----------------- 3 Rug(en) |
|
| It(em) Mertenn Schefers Jung hat
Reinhart Scherern durch sein weingartenn gehutz -------------------------- j Rug(en) |
|
| It(em) Mertenn Schefers Knecht hat
- 3 mahl in Stopbeln gehut ----------------- 3 Rug(en) Lat(us) ---- i2[gestr.]\17/ Rug(en) |
|
| [I, 89r] | |
| It(em) Mertenn Schefer hatt
Zweimahl in Stopbeln gehutt --------------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Mertenn Schefer hat Johan
Durschuchen die Haber AbgeAtzt ---------- j Rug(en) |
|
| It(em) Cunzen Knecht hat
- 3 mahl in Stopbelln gehutt -------------------------- 3 Rug(en) |
|
| It(em) Aubels Jung hatt mit den
Pfertten durch die frucht vndt wießen geritten ------------------------------ j Rug(en) |
|
| It(em) Jorg Dapben Jung hatt
Girhartt Crestenn in seiner wieß(en) gehutt[gestr.] geritten[gestr.] gehutt ----- j Rug(en) |
|
| It(em) Jorg Dapben Jung wieder durch
die frucht vndt wießen gehutt[g.]\gerit(en)/ -- j Rug(en) |
|
| It(em) Jung Hanßen Jung hatt mit
den Pfertten durch die wießen vndt frucht gerittenn ----------------------- j Rug(en) |
|
| It(em) Caspar Mollers Magdt hat
mit den Kuhen durch die Frucht gefahrenn p ------------------------------- j Rug(en) |
|
| It(em) Donges Ann Magdt hatt
mit den Kuhen in der Habern gehuttett --------------------------- j Rug(en) Lat(us) ------ 12 Rug(en) |
|
| [I, 90] | |
| It(em) Zußen Dongeß Dochter hat
mit den Kuhen in der Haber gehutt ------- j Rug(en) |
|
| It(em) der Schefer hat Dongeß Zußen
im Korn gehut ------------------------------ j Rug(en) |
|
| It(em) der Schefer hat Jorg HePben
mit den Schoffen in der Haber gehutt ---- ----- --------------------------- j Rug(en) |
|
| It(em) der Schefer hat Johannes
gebeln im Korn gehutt ------ ------ ------------- j Rug(en) |
|
| It(em) Bier Aug(en) Milcher hat Paul(us)
Dechen mit den Pfert(en) im Drisch gehut -- j Rug(en) |
|
| -- It(em) Crist Eckharts fraue hatt
im giesser Feldt gegrast ------------------ j Rug(en) |
|
| It(em) Crist Eckert hat mit
sein Pfert(en) durch die wieß(en) geritt(en) vnd gedrett -- j Rug(en) |
|
| It(em) Zußen Dongeß Dochter hatt
Zweijmal in stopbel mit den Kuehen gehutt ------------------------------ 2 Rug(en) |
|
| It(em) Dongeß Ann Magdt hat mit
den Kuehen in Stopbeln gehutt ------------ j Rug(en) |
|
| It(em) Jung Hanß(en) Magdt hatt
2 Mahl mit den Kuhen in Stopbeln gehutt --------------------------------------- ij Rug(en) Lat(us) ii[gestr.]\i2/ Rug(en) |
|
| [I, 90r] | |
| It(em) Caspar Mollers Jung hat
in Stopbelln gehutt 2 mahl ---------------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Jorg HePben Magdt hat
mit den Kuhen in Stopbel gehut zweij mahl --------------------------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Johannes des wirts Magdt
hat zweimal in Stopbeln gehutt ----------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Philips Schmidts Magdt hat
- 2 Mahl in den Stopbeln mit den Kuhen {in Stopbeln[g]} gehutt ----------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Eberts Magdt hat 2
Mahl mit den Kuen in Stopbeln gehutt -------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Jorg Drapb hat 2 mahl
in den Stopbeln gehuttett ---------------- 2 Rug(en) |
|
| It(em) Caspar Mollers Magdt hat
Zusen Dongeß(en) die weckenn AbgeAst --- --- --- --------------------- j Rug(en) |
|
| It(em) Aubels Jung hat mit
------ den Pfert(en) im gießer felt in[später] +greben - gehutt + --- --- --- --- --- ----------- Rug(en) \13/ Lat(us) ----- 11[g] Rug(en) |
[I, 91]
1588
Gericht gehalt(en) P.(ost) mit fast(en)
De Anno p 88
It(em) der Schefer Jorg zu lindeß hatt
des Junkern HoffLeut(en) in
der wieß(en)
gehutt. nach dem verbiett(en)
It(em) Caspar Schefers Son Hanß hat nach dem
Verbott dechen
Paulus(en) in der
wießen
gehutt
It(em)
desglechen Merten Schefers sohn[= gestrichen]
Jung
It(em)
desgleichen auch der Schefer zum Lindes
im Paulus Dechen in der wieß(en)
gehutt
[I, 91r]
Gericht Gehalten Post
Dornerstag vor Michahelj Ao
p
------- 88 C
\,,Zweimal/ Rug(en)
1 2 Merten Schefers Jung ,, mal in verbott(en) Stopbeln gehut
2 2 It(em)
Merten Schefer selbst 2 mal in Stopbeln gehut
3 2 It(em)
Caspar Schefers Hanß 2 mal in Stopbeln gehut,
4 It(em)
Aubels Jung hat durch die frucht gehut
5 It(em)
Caspar Mollers Jung durch die fru(c)ht geried(en)
6 It(em)
der HofFrauen Jung hat glad(en)[gestr.]
\gaupb(en)/ balzer die
Pfertte In die
Haber Lauffen laßen p
7 It(em)
dessgleichen Aubels Jung die Pfert in die Haber
laßen Lauffenn /
8 2 It(em)
Merten Schefer hat 2 mal mit den schaffen
vff der gemein waijdt gehuttet,
9
Merten Schefer hatt Jung Hanß(en) die gerst(en)
AbgeAstet,
10 It(em)
Johannes gebels schwein haben in das
felt in
\die/ fruchtt gelauff(en)
11 Desgleichen Philips schmidts schwein drin gelauff(en)
12 2 It(em)
Crest Eckharts schwein in Die frucht gelauff(en)
[I, 92]
13 It(em)
\Henchen/ BierAug(en) Magdt hat die kue in die frucht
\drapb(en)/
laijffen laß(en),
14 It(em)
Jorg hepben[gestr.] Schwein in das Korn gelauff(en),
15 2
Henrich Mangels Schwein in das Korn gelauff(en) c
16 2 It(em)
der HofFrauen Schwein in das Korn gelauff(en),
17 It(em)
Bier Henches Magdt hat Caspar Mollernn
die sezling AbgeAst,
18 2 It(em)
der Hobfrauen Kuhe haben Caspar Mollern
sein waijß. vndt Setzling AbgeAst, /
19 6 It(em)
Zußen Donges s. schwein haben sex mal
durch die frucht im felt gelauffen
p
20 It(em)
Dongeß An Magdt hat die Kuhe durch
die frucht lasßen lauffen p
21 2 It(em) \der/ dilmanß[Anfang gestr.]
Schefer hat 2 mal in stopbeln
\lindeß(er)/ gehuttet
p
22
Der[verb. aus "des"] Burgermeisters[gestr.]
Schefer hat In der florr
gehuttet p
23
Jorg Drapben Jung hatt die Pfert durch die
frucht laßen lauffen p
24
Merten Schefer nahmals in Stopbeln gehutt,
25 2 It(em) Donges An Zweimal ir schwein in
die frucht laß(en) lauffenn
26 2
Crest eckert Schwein haben Jorg HePben
in sein Mehrn(Möhren) gelauff(en) Zu schad(en)
[I, 92r]
27 It(em)
Merten Schefer Jung Sondags vor
michahelj in den wieß(en) gehuttett,
28
der lindeßener Schefer noch auch
in den wießen gehutt p
29 / It(em)
Hanß lobers HausFraue ein wegk
l Peter Sauern durch die frucht gelauff(en),
l It(em)
der gleichen balzer von Sandts magdt,
l It(em)
Friederich drapben selig(en) dochter,
- It(em)
Schefer Anna
p
l It(em) Enderß kemmers dochter,
l It(em)
dohmas von gleibergks fraue,
\ It(em)
merten wittichs fraue, [Die Folgenden sind nachgetragen:]
It(em)
Meulchenn mit dem viehe vff einen
Sondag in Stopbeln gehut, hat
ebert
Bohn funden ./
It(em)
dingeß kempff(en) Jung hatt Jorg finck(en)
durch die wießen gefahren
It(em)
ludtwig gaupben Jung auch
It(em)
balzer Pister Jung Auch
[I, 93]
1589
Gericht gehalt(en) zu Mitfast(en)
Ao p 89
It(em) Die Rug(en)
It(em) Jungen Hanß(en) Pfert vff Johannes gebel
korn fundten
It(em)
Jorg Hepben Pfert Auch vff Johannes
gebels korn fund(en)
It(em) noch Jorg Hepben Pfert vff dechen
Milcher korn p
It(em)
Biraug(en) wittwen[gestr.]
Hhench(en) Pfert Am
wezflar Phadt vff dem korn fund(en) ist er selbst
darzu kommen
It(em)
Peters Ebert Pfert Auch vff Johannes kornn
fund(en)
2 It(em)
Jacob Pomer vff dem Samen Eines Abendt
Erfund(en) mit vier Pfert(en) vndt
fullen,
It(em)
Crest Eckhart[=gestrichen] Bußeck hat Merten
Schefern
bey dem scheZeßs Born mitt
\wieß(en)/
Einem wagen Mist vber dien[verb. aus "denn"] Samen[gestr.]
gefahren, gefunden[gestr.]
[I, 93r]
Gericht Gehalt(en) Mitwoch(en)
nach Michahelj
Ao p 89 C.
Rugenn
-- 1 Rug Johanchenn Juchanes fraue hat im gießer
Bahn gegrast
1 Rug
Donges Anna Magdt hat milher Drapb(en)
die Erbes hinderm Dorff Abgeast,
1 Ruge
Junghannß(en) Saue haben hinder dem dorff
in der
Haber gang(en)
-- 1 Rug
der HofFrauen dinst Jung hat im gießer felt
gehuttett
1 Ruge
Henrich Mangels Magdt hat dem schmidt vff
den Bett(en) im
korn gehut
1 Ruge
Aubels Jung hat Conradt Mollern im
weijsa gekraut
vndt
vff die greben den
Pfertt(en) bracht
-- 1 Ruge
Jorg Hepbenn Knecht hat im gießer Bahn
gehut mit den Pfert(en)
1 Rug
Chrest eckharts Jung hat vff dem Brandt
gehut
Zwischen Zwen Korn Acker
[I, 94]
1 Ruge
milcher Bieraug fraue hat im gießer Bahn
gegrast
p gehuttet[gestr.]
1 Rug welhelms Jorg(en) Jung hat mit den Pfert(en) im
gießer Bahn gehutt
1 Ruge
Eberts Caspar hat im gießer Bahn gehut mit
den Pfertt(en).
-- 1 Ruge
des schmitts Jung hat im gießer Bann gehut
mit den Pfertten.
Nota
der Aldtdorffer Schefer hat mit den Scheffen
---- im lindeßer bahn gehut
vff der
Haijdte
1 Ruge
der lindeßer Schefer hat Crest Eckhart die
Haber
Abgeast
1 Ruge
der lindeßer Schefer hat BierHench(en) das kraudt
in der
Schlincken Abgeast.
1 Rug(en)
nochmal der Schefer hat Aubeln die Haber Abgast
1 Rug(en)
Rin balzers Magdt hat Jorg Fincken Ein Arbel
gromett
vff seiner
wießen gehnomen
vndt vff Rin balzers Ires Hern wießsen gedrag(en)
1 Ruge
Schmidt Philips magdt hat dem vff dem drisch
mit den
kuen darauff gehutt, den
dag nah
dem Johannes
Dag.
[II, 68, beidseitig beschrieben; mit Bleistift
nachdatiert:]
15.04.1590
Vor Euch Den Ehrenhafft(en) vnd
wolweijßen Hern Schulthessen vnd scheffenn
Dießes Erbarn Sendttgerichts[! Verschreibung; ein kirchliches
"Sendgericht" ist nicht bekannt]
Alhie Zum
Lindes Erscheinedtt Caspar möller von Lang=
gunß Als Clager Endttgeg(en) vnd wider
phfilipss Spijßen von Langgunß vnd repotiert
Clag(er) sein -3- gerichtt vnd vbergiebdtt hiemit
Sein Inurien Clag mit vndertheniger biedtt
den \B/ vff nachgesetztt(en) Art(icke)l durchs wordtt
Glaub war oder Nichtt war sein In recht
Zuandttwordt(en). An Zuhaltt(en) waß Alß
dan vermeindtt vnd Nichtt gestanden werd(en).
wil Erbeudtt sich C wo Nottorfftig solches
Zubeweijßen p
wan Daß B phfilipß sphiß [2 Buchstaben gestr.] vngeuer
vor Einem Jar hatt vff Furstlich(er) freijer
Straß(en) Clagern Iinurirdtt Inhaldtt Der rug(en)
So in Diesem Erbarn gerichtt Zuersehen,
war Daß Er \B/ ein solcheß wieder rech vnd
Alle billichKeydtt gethan Er oder die seijnen
Auch das selbig nimermehr beweijsen konen
Noch soll(en) p
[II, 68r]
| # Das keiner den Andern mit vn, Erheblich(en) wortt Iniuriern soldtt, |
Vnd Dieweijl wie
ArtiKuliredtt das der B den C. Iniuriredtt vber vnbilch(en) masen vnd das selbig In vnsers g F vnd H ordnung bey hoger Straff verbodtt(en) # Also verh= fftt C Es soldtt in rechtt Erkandtt vnd Gesproch(en) werden Es soldtt Der B schultig sein In vor sietzendttem gerichtt widerumb mit dem mundtt Damit Er in vnbillich Iniuriert Zuuerandttwordtt(en) vnd Ein widersproch Zuthun schultig sein / mit Erstadung allen vffgewendtten Kost(en) vnd schaden wie dan C solches Euch hern richtter also Zuerkenen gebett(en) hab(en) wil Steldtt hiemit Zu recht c mit vorbehaldtt p |
| Iniurien Clag Deß Erbarn Caspar möllers von Langgunß als C Contra Phfilips Spieß Auch Da selbst(en) Als B [andere Schrift:] Ingelegt Am Zentgerichtt Zum Lindis mitwoch(en) den 29 t APPrillis Ao p 90 ./. Zu Mitfast(en)gericht p |
[I, 94r]
19.04.1590
Gerichtt Gehalttenn
mitwoch(en) den 29 T APPrilliß
Ao P 1590
Rugenn
Lindeß bringt diß gericht keinne
Rug(en) in /
Gerichtt Gehalttenn
Zum Lindiß Mitwoch(en)
den 23
T 7briß
Ao
p 90 ./.
In Peterß Johanß Peterß Hoiff hat d(er)
Heimburg(er)
im Zaun ein Lucke fund(en) ,
vff Anstellung deß Hern
Schuldtheisen wie
Hoich einer verbussen soll so Heimliche luck(en)
\vber furstliche Ordnu(n)ge/ [Links am Rand eingefügt]
in sein Zeun im dorfffried(en) Helt, daruff
erkennen die Hern Scheffen, Obgesetzten
vberfahren Peterß Johanß Petern in
2 fl Straff
v g fl vndt Hern, vndt den
Hern Scheffen 5 schilling Pfenge; er
purigir sich dan wie Recht
[II, 69]
1591
Verzeichnus d(er) Rug(en), so Ludtwigk
BoP, Schutz im Cendt zum Lindiß
im Letzt(en)
halben Jahr Ao p 91
Inbracht p
[Eine Abschrift von 8 Einträgen dieser Seite ist auch bei Friedrich
Wilhelm Weitershaus, S. 52, zu finden.]
Johan Eckhardts Megt(en) hadt Wilhelmß Jorg(en)
durchs Korn
mit Kueh(en) gefahrn,
Dongis Annen Jung(e) hatt gemeltem Jorg(en)
durchs Korn gefahren,
Der hoiffleuth Kuehe haben Philips Schmid(en)
in weitzen gang(en),
Jorge HePffen Magt hadt Bier Melchiorn
in einner wiessen vf d(er) Lohn
gegrast,
Christ Eckhardts Magtg(en) hadt Bier Melchiorn
beij d(er) Hege durchs
Korn gefahrn,
PhiliPs Schmidts Magt hadt Wilhelmß Jorg(en)
durchs Korn mit den
Kueh(en) gefahrn,
Johan Gebelß Junge hat mit seinß Herrn
Pferdt im Giessen Ban beij d(er) Eselß
weide gehudt,
Der Scheffer Zum Lindes hat mit den
schaaffen in KornstoPffeln gehudt,
Caspar Scheffers sohn Zu Giessen hat Auch
in KornStopffeln gehudt,
Martin Scheffers Jung hat in hafferstoPffeln gehudt,
beim weinbergl(ein)
Stall Hansen Megtgl(ein) Zu Giessen
hadt Hanß
Hardten im Erbeißacker mit j Sicheln gegrast,
Henckell waldschmidt Zu Heuchelum hadt mit 2 Pflug(en)
Jung Hansen vom
Lindis, Vndt Paulus dech(en) Zu
Giessen, durch die Haffern gefahrn,
[II, 69r, nur:]
Rug(en) so D schütz Inbracht vf Michaelj Ao 91
08.10.1591
[I, 95]
Gericht Gehalttenn Zum
Lindiß Freitagk den 8 t 8briß
Anno p
91
Jost(en) Hanß(en) vndt Johan Eckhart ,,
Die beide Heinburg(er) ,, Zum Lindiß sagen
vndt bring(en) Rugweiß vor, daß
Melchior Eckharts fraw Eilg(e)n habe
Zu wilnhenß wiln frawe Gela gesagt
sie seij ein diebin vndt Plaib Auch ein
diebin, Daruff steldt d(er) Her Sch(u)l(thei)s, An
wie hoich sie solcheß v g fl vndt Hern p
verbussen solle,
Rugen Obgemeldte Heinburg(er) selb[gestr.] weid(er)
daß Christ Eckhardt im Veldt Zu Acker ge
fahrn beim Lindiß vndt hab gehordt dz
sich zwen An d(er) strasse mit wortten
geschold(en) vndt Id(er) Zum And(er)n gesagtt
er seij ein schelm von Vatter vndt Mut
ter gebohren, er habe Aber kein gekandt,
Hiruff sagt Jacob Zuse, er seij vngefer
vber Acht tage gein Lind(en) kommen vndt
wid(er) Michelß Petern gesagt waß er
mit dem Klein Balzern vf den strassen
[I, 95r]
Zu schicken gehaPt hab, daruff ihm
Michelß Peter geandtwordt eß seij doch
nit d(er) Klein Balzer gewesen, eß seij
Johanneß Mohr gewest, der Herr
Sch(u)l(thei)s; steldt An wie hoich diesse vberfahr=
ung v g fl vndt Hern p verbust werd(en)
solle,
Bussenn
Vff Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en) wie
Hoich Melchior Eckharts fraw Eilg(en)
eß verbussen soll daß sie Zu Wilnhenß
wiln fraw Eilg(en)[gestr.]\Gela/
gesagt sie seij ein
F
diebin vndt Pleib ein diebin, Er kennen
die Hern vndt Verdammen sie F In Zwen guld(en) buß
scheffen v g fl vndt Hern vndt den Scheffen
funff schillinge Pfennige, Sie kan dan
Zum Nehest(en) gericht vndt Prugir sich wie
Rechtt
Vff weid(er) Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en)
wie hoich Michaelß Peter vndt Johanneß
Mohr, die scheldt wordt Inhaldt d(er) Ruge
[I, 96]
so sie beim Lindiß vff d(er) straß gehaPt
da einer Zum And(er)n Gesagt er seij ein
schelm von Vatter vndt Mutter geborn
p v g fl vndt Hern p Verbussen soll
daruff Ist Durch die Hern scheffen
er kandt, daß ihrer Jder in Sonderheit
solcheß v g fl vndt Hern mit dridthalb(en)
guld(en) verbussen solle vndt Jder dem
gericht funff schilling Pfennige sie
kommen dan Zum Nehst(en) gericht vndt
Purgirn sich wie Recht, welchs gericht
ihnn beid(en) den d(er) Herr Sch(u)l(thei)s verkündig(en)
soll p
[Rest der Seite und I, 96r und I, 97 beidseitig sind leer; I, 98 bis I, 101r
gehören zu 1575; siehe oben.]
1592
[I, 127] [Es folgen nun kleine Blätter aus dem "Rugbuch" des Cent-Schützen.]
Rugbuch deß Centgerichts
Nr. 16. zum Lindis
Anno 92
Angefang(en) Mittwoch(en) nach
Michaelj
[I, 127r ist leer; I, 128:]
Am Centgericht Mittwoch(en) den 4 t 8bris durch
Ludtwigk BoPPen den Schütz(en) Rug(en) Inbracht
wie Volgtt
Johann Eckhards Mägten hat mit den Kueh(en) vfm brandt
--. gehut,
Wilhelmß Jorg(en) Melchiorß Mägtg(en) mit Kueh(en) hinseits
--. d(er) hege
vf Schlaun drisch gehudt
Henrich Mangolts Magt, hinseidts d(er) hege in einer
wissen gegrast
--. Jorge HePs Magt, vfm brande mit den Kueh(en) gehudt
Der Scheffer Jung zum Lindis hat mit Abellß Kueh(en)
beim Alt(en)schlage durchs Korn
gefahrn
Christ Eckhardts Mägtg(en)) hat vfm brandt mit den Kueh(en)
--. gehudt
--. Jacob Zusen dochter hat vfm brandt mit Kueh(en) gehudt
Wilhelmß Jorg(en) Magt hat geschlaffen vndt die Kuehe
Henrich Mangolt(en) schad(en)
in d(er) gerst(en) thun lassen
--.
PhiliPs Schmidts Magt hat vfs Junckern drisch hinseidts
d(er) hege gehudt
Deß Schwartzen Baltzerß von Allendorf hat beim schötzgeß
born Peter Sawern Vndt
Martin Scheffern, vber die
wiessen mit einem Karn gefahrn,
[I, 128r]
George Kauß von Lotzelind(en) Pferdt hat d(er)
schotz beim Alt(en)schlage im Korn fund(en),
Gerlach Funcks dochter \ Zu Giessen haben Johanneß
Centiuß CasPars Magt, - Gebeln
gemehet graß vf
Jorgs v: Grunings Magt / seiner wissen vf gerafft,
Adam Heusers Stiffdochter hat vfm Fludtgrab(en)
Hanß Guntterum Haffern Abgeschnidt(en),
Baltz(er) des Junckern Scheffer Zu Giessen hadt vfm
brandt vf einem wusten Acker gehudt,
Martin Scheffer hatt solchs Auch gethan,
Martin Scheffers Jungen, haben vfm brandt vf
d(er) Hege mit den schaaff(en) gehudt,
Johanneß Rusts Hamell scheffer hat vfm brande
in KornstoPffeln gehudt im find(en)(friden?),
Gemeldter scheffer hat Auch vf d(er) Hege in fride
stoPffeln gehudt,
Caspar Scheffer hat vfm brandt Zwisch(en) dem Korn vfm
drisch
gehudt,
Idem hat er beim Schötzgeßborn in HafferstoPfln gehudt,
[I, 129]
1593
Centgericht Gehaltten Zum
Lindiß Donnerstagk den 3 t
Maij
-- Ao
p 93
Sein durch Ludtwigk BoPen Schutz(en)
Rug(en) Inbrachtt wie volgt,
Eberdt Groß Magt \ haben in VolPracht
dongiß Annen Magt / Rin korn gekraudt,
Zusen Jacobß dochter \
Jorge HePf(en) Magt - haben in Peter Sawern
Melchior Wiln Magt / korn gekraudt
Melchior Bier Frau hat im Gißner
Ban beim baum mit j sicheln gegrast,
[I, 129r]
Cendtgerichtt Gehalttenn
Zum Lindiß mittwoch(en) den 24 t
7briß
Ao c 93 ./.
Rug(en) Inbrachtt
Johan Gebelß magt -----------------
i
PhiliPs Schmidts dochter -----------
i
Eberdt Groß Magt -------------------
i
Bier Melchiorß Fraw
-----------------
i
Melchior Eckharts Magtg(en) -------
2
Jorge Kausen Fraw -----------------
i
Jung Hanß
---------------------------
i
Melchior[g.]
Dongeß Annen Magt ---
i
Johann Eckhardts Magt -------------
3
Melchior Bierß Magt
-----------------
i
CasPar Kause
------------------------
ii
Johan Eckhardt Alß burge -----------
2
Martin Scheffer
----------------------
i
Sein Knecht --------------------------
i
[I, 130]
Caspar schefferß Knecht-------------
3
["Knecht" ist nachgetragen.]
Peter Bechdolts fraw
----------------
i
der Wasenmeister zu Lind(en) ------
2
Centgericht Gehaltten
zum Lindiß Mittwoch den
23 t APPrillis
Ao p 95
/od(er) graß
Seindt veldt ,, rugen Inbracht
wie Volgtt
[Der Rest der Seite ist leer; I, 130r:]
1594
CentGericht Gehaltten Den[gestr.]
Zu lindes den 3 t APrillis
anno 94
Durch Ludwigk BoPPen
Inbrachtt vndt Gerügtt
wie hernach volgtt
Merten scheffers Jung hatt
Jonaß schuPPen mitt der
Gantzen Hertt schaffen, vff
dem samen Gehutt vndt
vor solchen schaden In die
Buß verdamPtt
[I, 131]
Cendtgerichtt Gehaldten Zum Lindiß den
8 t 8briß Anno 94
Ist durch Ludwigk BoP, den
gerichts schotz(en)
Rugbar Inbracht
wie volgtt
Johanneß Gebelß Magt, \
Philips Schmidts Magt, \
Peterß Eberts Magt, \
Jacob Schneiders fraw \
Jorg HePff(en) magtt
\ haben Alle Im Gies=
Junghannß(en) Magtt
/ ner ban gegrast
Dongiß Annen Magt,
/
Johan Eckhardts fraw /
Deß Hoiffmanß Zum Lindiß Knecht hadt d(er)
schotz in Ebert Groß Korn fund(en) hinderm
dorff,
[I, 131r] [I, 132] Undatiert, vor 03.03.1596 [I, 132r]
1595
Ludwigk BoP der Schötz
hat Rug(en) In bracht
wie
volgt Im Herbst
Ao p 95
Johanneß
Gebelß Magt --------------------------
i
Philips
Schmidts Magt, ---------------------------
i
Jacob
Schneiders Haußf(rau) --------------------
i
Jorge HePs
Knechtt -------------------------------
i
Christ
Eckharts Magt, -----------------------------
i
Dongiß Anna
-------------- ----------------------
i
Johang(en) Eckharts
fraw -----------------------
i
Valttinß Angneß
Magt von -----------------------
Lützelind(en)i
Her Jost(en)
Hoffmanß Magt daselbst(en) -----
i
CasPar
Burck Scheffer von
Giessen --------------------------------------------
2
Baltzer
Scheffer daselbst(en) -------------------
2
Johanneß Rueß
Scheffer von
Giessen --------------------------------------------
2
Gerugte Bussen Ao p 95
Im herbst p
Johan Eckhards Pferde hat d(er) Burge
meister Jorge
Kauß, beij Nacht Vndt
Niebell In d(er) lach(en) In deß Hoffmannß
wissen {beij Nacht Vndt Niebell [gestrichen]} fund(en),
vf Anstellung Ist er Johan In 1/2 fl
straff v g fl vndt hern vndt
den
scheff(en) 5 ß dj: (schilling denarii)
Melcher dech Burg(er) Zu Giessen Rugt vndt
bringt vor daß Im die Gemein Zum
Lindiß, seine Haffern vfm brandt
beij Johanneß Gebells weinbergk vfge
atzt p Ist Erkandt Melchior solde
die Hird(en) AnZeign wer die gewesen
[II, 39: Ein kleiner Zettel in Schönschrift ist von
dem Rentmeister Peter Clotz unterschrieben,
der lt. FB Gießen, 624, am
03.03.1596 begraben wurde.]
Federviehe von Zehenden
Vnsers gl: f: vnnd Herrn Frucht Zehenden werden Jahrs
eingesamlet od(er) nicht, Soll d(er) Rennthmeijster allemahl,
die Zehendt genß vnnd hannen Sinthemahl die von
Gartten welche auß Zehendt Haffer ackern gemachtt vnd
nicht von Zehenden fallen, vnnd kein geldt darfûhr erheb(en),
auch wo beij weme vnnd wie die gefallen Ins Register
in Specie schreiben, vnnd berechnen /.
[II, 39r; kopfstehend;]
Es soll sich mein Geuatter Chri=
stoffel Crafft disses beuelchs (Befehls) also
gemeß verhalten will Ich mich also
versehen /.
Peter Clotz
[Andere Schrift:] Belangt das Vedder Vie vom
Zhennen Zum Lindes
Gerugte Bussen Im Anßwirt
Anno C 96 /
Der Schötz Ludwigk BoP Rugt wie Volgt
Hoffmelchers Pferde(Pfemde!) hat er In Jost
Bachmannß Haffergarb(en) Im Herbst vfm
fludgrab(en) fund(en),
Id(em) der Lindisser Scheffer Jung hat Im
Gisner ban, Herman Beckern Sahmen
Abgeetzt
Hanß Ancken dochter, hat, mit den schaff(en)
In d(er) wasserfaln, Welmelchioren vf
dem Sahmen gehudt, Alß d(er) verbotten
gewesen
Hanß Scheffern sein die Schaffe Auß dem
Perch gebroch(en) Vndt Hanß Schmid(en)
schad(en)
gethan,
[II, 70]
Rug(en) Im Cint Ao
C 96 Im
Herbst
C
- Johanneß Gebels Magt mit den Kueh(en) vfm
brandt gehudt
Idem Vnderm(?) Sch:(Fch:?) Nemg(?) Hans Anck(en) In d(er) Haffer
j duchvoll gegrast,
-
Philips Schmidts Magt Im Giesner ban beij Johan [?, Rand
beschädigt]
Runckels Haffernn
Idem schmidts Jung hatt Johan durschuch(en) vf d(er)
Lohn mit
d(en) Pferd(en) In Erbeiß haust(en) gehudt,
Wilhelmß Jorg(en) Magt hat Christ Eckhardt(en) In
d(er) Lind(er) bach in seinen Wissen gegrast,
D(er) schetz hat Jorg(en) Pferdt vfm fauln Placken
In dechen Melchiorß Alt graß gefund(en) lagk
d(er) Jung Vndt schliff
Deß Schneiderß
fraw Margredta hat Junghansen
vfm drisch hinseits d(er) hegege gegrast,
-
Melchior Eckharts fraw Eilg(en) hat Mit den
Kueh(en) vfm brande gehudt
Abelß Johanneß Hatt Johan Eckhardt(en) vfm
brande In d(er) Haffern gehudt mit den Pferd(en)
-
Jorg HePs Magt hat Im Gisner ban gegrast
bey Johan Runckels
Haffern,
Idem Jorg(en) Pferde In PhiliPs Schmidts
Haffern Am bachwegk
gang(en) Vndt d(er) Jung ge=
schlaffen
-
Jorg Kausen Magtg(en) hat mit den Kueh(en)
vfm brande gehudt
Idem Magtg(en) hat Hanß Anck(en) i duchvoll vnderm
schilberg In d(er) Haffern gegrast,
Ebertt Greß(en) Pferde haben dem Hoffman
Vndwigk dem dorff Im Korn
gang(en) Vndt
schad(en) gethan.
[II, 70r]
Junghansen 2 Pferde haben Hanß Anck(en)[= gestrichen;
darüber:] Klanschuch vf d(er)
Lohn in Erbeiß Hauß(ten) gegang(en),
Idem Pferde haben Jorge Kausen hinseids d(er)
Hege In d(en) Wissen
gegang(en), lagk d(er) Jung vnd
schliff
[Nach dieser und der dazu gehörigen folgenden Liste sind "Junghans" und
"Josten Hans" identisch! ]
-
Johan Eckharts fraw mit den Kueh(en) vfm brandt
zwisch(en) d(er) Haffern gehudt,
Der Scheffer Zum Lindis hatt hinseidts d(er)
Hege vfm brandt mit den schaffen gehudt
- Idem Scheffer beim Alten schlage vfm brandt
gehudt
Idem Scheffer den NachParn vf d(er) gehegt(en) Pfingß
weide gehudt,
Idem Scheffer hind(er) d(er) burck In Korn Haust(en)
gehudt daß ihn Christ
Eckhart vndt Kausen
Jorge besag(en),
Christ Eckharts Saw vf i Sontagk["k" nur ganz schwach] Vndwigk
dem dorff In Junghansen
Möhrn Im gartt(en)
schad(en) gethan.
Idem Eckharts Megtg(en) hat Johan Runckeln Im
Gisner ban in d(er)
Haffern gegrast,
Der Allendorfer Scheffer hat Im Lindesser
ban In Lohe Johanneß Haffer garb(en) gehudt,
Dernges von Lotzelind(en) 2 Pferde vfm brande
In Johang(en) Eckharts Haffern
gang(en) vndt schad(en)
gethan,
CasPar Scheffers Hansen Knechtte["te" = gestr.?] haben mit d(er) ganz(en)
herdt schaff C Chrafft(en)
Am Mittellwege durch
die Erbeiß Hauß(ten) gefahrn vndt darin gehudt
Idem Knecht haben Obends vhmb 7 Vhr vf d(en) Wassen(?)
faln In Kornhauß(ten) gehudt.
[II, 71]
Baltz(er) Scheffer hat mit den Schaffen vfm /..[Ecke des Blattes
fehlt]
gehudt.
Idem baltzerß Knecht obends vmb 7 Vhr Obigk /..
Maig(en) In Korn Haust(en) gehudt
Caspar Scheffer d(er) Alt bringt Vor, daß im Ha/(nß)
Anck mit j Pfluge
vndt 2 Pferd(en), beim
schotzgeß born Im gromet gewendt vndt
schad(en) gethan.
Idem Scheffer Rugt daß Im Schmalgeß bal/tzer(?)
An ermeldt(em) ordt Im Gromat mit dem
Pflug
gewendt do er in doch offt vor gr/...
[II, 71r]
Rugen Anno 96
Im Cent gericht zum
Lindis In
habt [Kopfstehend dazu:]
Daß diederich(?)
[I, 133]
Veldtrugen Ao 96 vf Michaelj
Johanneß
Gebell -----------------------
2
PhiliPs
Schmidt ------------------------
2
Wilhelmß Jorge
------------------------
2
Jacob
Schneid(er) ----------------------
i
Melchior
Eckhart -----------------------
i
Abelß Johanneß
------------------------
i
George HePff
---------------------------
2
George Kause
---------------------------
2
Ebert Groß
------------------------------
i
Josten Hanß
----------------------------
2
Johan Eckhart
--------------------------
i
Christ
Eckhardt -------------------------
2
der Scheffer zum
Lindiß ----------------
4
Hanß Scheffers
Knecht zu Gissen -----
2
Baltz(er)
Scheffer daselbsten --------
2
Hanß Anck
Zu
Giessen -----------------
i
Baltz(er)
Pistor daselbsten -----------
i
der Scheffer
Zu
Allendorff
i
der Scheffer
Zu
Lotzelind(en) ----------
i
[II, 73a] [Das Blatt ist unten, mitten in der Schrift
abgeschnitten; wohl etwa noch zu drei Viertel erhalten:]
1597
Rug(en)
Anno 97 Vf
Herbst,
- Johan gebels Magt hat im Giesner Ban gegrast
- Philips Schmidts Magt dergleich(en)
- Wilhemß Jorg(en) Magtt Auch,
Jorg HePs Junge hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
mit 2 Pf(erden)
uber j grun Sahmen Acker geried(en)
- Melchiorß deß Hoffmanß Magt hat im Giesner
Ban gegrast,
- Eberdt Groß(en) Magt d(es)gleich(en)
- Junghansen Magt Auch daselbst gegrast,
Gemeldte Magt hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
durchs grun Korn gegang(en),
- Johan Eckhardts fraw hat im Giesner Ban
gegrast
Causen CasPar von Lotzlind(en) hat beim Schötzges
born, mit j Wagen Voll
Haw, dem Hern
Rentmeistern Vndt Caspar[=gestr.; darüber:] Martin Scheffern, Vber
Ihr Wiß gefahrn,
Mengeß Ordtenbergerß Magt, hat Am
Aul(en)wege In deiß Schefferß Vndt
Jost
Bachmanß Haffern die Wick(en) Außgeraufft.
[73a r]
Marx Heß Clagt daß im Ao p 97
die NachPar
zum Lindeß, sein Gromet Im fauln Plack(en)
geetzt hat d(er)
Schotz vf, Sontagk Morg(en)
Johan Gebelß j Pf(erd)
Wilhelmß Jorg(en) 3 Pf(erde)
Melchior Wiln - 3 Pf(erde)
Jorg Causen - j Pf(erd)
Eberdts Pferde - 3 - Pf(erde)
[I, 133r]
Rug(en) Anno
p 97
Johan Gebels Magt, - \
PhiliPs Schmidts Magt, \
Wilhelmß Jorg(en) Magt \
Jorge HePs Jung
\
Melchior Hoffmans Magt - Zum Lindis
Eberdt Groß(en) Magdtt, /
Junghansen Magtt, /
Idem gemeldte Magt, /
Johan Eckharts fraw
/
Mengeß Ordtenbergs Magt, Zu Giessen
Johannes Gebell, \
Wilhelmß Jorge, \
Melchior Will, -
Zum Lindis
Jorge Kause /
Ebert Groß /
Causen CasPar zu Lötzelind(en),
[I, 134]
1598
Rug(en) Anno p 98
Johannes Gebell
\
Wilhelmß Jorg(en) Magt
\
Jacob Schneiders fraw,
\
Christ Eckharts fraw,
\
Jorg HePff fraw
\
Melchior Will fraw[gestt.] Magt, \
Jorge Kausen fraw
- - Zum Lindis
Jorgen deß Sawhirdt(en) fraw,
/
Jorge Zusen fraw
/
Junghansen Junge
/
Michaell Gladt [gestrichen]
/
dangis Ann(en) Jung
/
Johanng(en) Eckhartt - 2 Rug(en) /
Causen CasPar zu Lotzlind(en) \
Diederich Hencklers fraw - zu
Lötzelind(en)
Wilhelms Jorg(en) Stiffdochter
/
Hatt d(er) schotz vf Michaelj In Rug(en) brachtt
März 1598
[II, 72]
Wir Peter gutts von Leitgestern Vndt
Henrich Wintter von Lind(en),
thun
kundt vndt bekennen hirmit offentlich
demnach Melchior Eckhardt zum
Lindis
Vndt Eilgen eheLeudt Vnserm Stiff=
brud(er) Vndt Schwager
Ludwigk
Guts Zwantzigk Vier gulden
Jden zu 27 alb Inhaldts dero(?)
Verschreibungk, so Ich Peter obge=
meldt zu mir genommen Vndt In
Verwahrunge gethan, daruon er
Melchior
od(er) die seinnen JahrLichs
Vff Martinj Ein Reichsdaler
Zu(Ze) Pension geben, Vndt
Also die
Pension biß gedachter Ludwigk
Zu Jahren KumPt Beijden
schuldenern
Anstehn Pleiben, doch wen Funff
gulden Pension
vfwachsen, sollen
die schuldener darnach Auch geburliche
Pension(en)
geben, Vndt Alß beijeinand(er)
behaldt(en) biß Zu entlicher bezahlunge
wen Alsdan gedachter Ludwigk Zu
Jahren KumPt Vndt bezahlunge begert
wöllen wir
Peter, Vndt Henrich obgnt:
die Verschreibunge ohnne einige
Vffendhaldt
heraußgeben, Vndt
[II, 72r]
Vndt solange der Junge Ludtwigk
Am Leben Pleibt sollen od(er) wollen
mir
Von denn schuldenern nichts erhalt(en)
oder begehren biß erblich die Gel(?)
Zahlunge In haldts d(er) Verschreibung
geschehen wirdt In Vrkundt dessen
haben wir
Peter Guts Vndt Hen
rich Wintter, den Ehrngerechtten
Vndt Vornehmen
Christoffel Chrafft
Schuldtheiß(en) deß Centgerichts Zum
Lindis gebetten
daß er dieß
Jegen bekenndtnus mit eigener Handt
wolde Vnderschreiben, welchs
Ich
der Warheit zusteuer Also Wahr
gerthan Vndt mich Also bekenne
doch mir mein Erben Vndt Nachkom
men ohnne schaden, Geschehen Vf
den
tagk Martinj Ao p 1598
Christoffel Crafft Schultheiß
im Lindes ##
1599
[II, 73, ist leer; II, 73r:]
Reponanition(?)
Henrich Wintters Vndt Peter Guts, Weg(en) dero Verschreibung so
sie
weg(en) ihres Schwagers Undt Stiffbruderns
Ludwigk guts
C. Zu
sich
genommen ./.
Ingericht Zuuermahnen gelegt zum
Lindiß Ao 99 den 18 t
Appriliß
[I, 134r]
Rug(en) Ao p 99
Vf Vastenn seindt keinne Veltt
Rug(en) Inbracht Word(en),
Vff Herbst Ao p 99 seindt Volgende
Rug(en) Inbrachtt
Joahnnes Gebels Magdt - \
PhiliPs Schmidts dochter - \
Melchior Eckharts Junge -- \
Christ Eckharts Junge -----
\
George HePff(en) Jung -----
\
Ebertt Groß(en) Junge ------ - Zum Lindis
Junghansen Megtg(en) -----
/ Ider j Ruge
Dongis Annen --------------
/
Johan Eckharts Jung ------ /
d(er) Lindisser Scheffer -- /
Jorge DraPff(en) Magt -
/
[I, 135]
Gießner
Caspar Scheffers Jung - 1 \
Johan Ruessen Hamelscheff(er) - 2 \ Rug(en)
Hanß Brechten Magtt - 1 /
Johan SPrengels Magt - 1 /
Causen CasPar von Lotzelind(en)
26.09.1599
[II, 98. Diese mit "26 t. 7bris Ao 99" datierte Akte ist bei Akten von 1625
eingeordnet.
Vom Schriftbild her war nicht eindeutig zu sagen, ob sie aus 1599 oder 1699
stammt.
"Arnolt Ebell" wird im FBG, 787, mit "gestorben nach 1607" genannt.]
Ehrsame vorsichtige Hern schuldes vnd
scheffen, Es erscheint Arnolt Ebell
burger zu giessen, Alhey vor dissem
Erbarn gericht, vnd sagt demnach den
Hern scheffen Zum deil bewust, das mir
wegen meiner Hausfrawen von Adam
Dorschuch selige etliche guder Auferstorben
vnd Anererbt, weij den auch mir dei
selbige Zu marburg In furstliche
Cantzeleij mit vrdell vnd Recht erhaltt
Auch nach der gebuhr, beij furstlichen
Räden vmb Executorial an He(r)n Rent=
meister Zu geissen Angehaltt(en) vnd das
vrdell Zu Exequiren, wilches vom
Hern Rentmeister Auch Alß geschehen
vnd verricht worden,
Vnd demnach vnder solcher Erbschaft
etzliche güder In dis Zintgerich gehorigk
so bin ich nehst vor dissem gerich cittirt
worden, vnd Itzunder alheij erscheinig
das selbige nach alttem Hergebrachtem
gewohnheit Zubegehen vnd meine wissen=
schaft Zuuerdeil(en)
[II, 98r]
So wissen die Hern schuldes vnd scheffen
sich zuerinnern (weij den Herbracht ver=
breuchlich) wen einem des orts guder
ahn vnd vfferstorben, ererbt, erkaufet oder
In leijweises Inhat, das ehr Zuuor
alheij das selbige mit gebürendem gelt
Zuentpfangen, (Auch an Eits stadt mit
Holtz vnd Halm vor dissem sitzenden
gericht Ingesetzt mus werden,
(Also werden den Hern scheffen noch Ingeden
ck Zu sein, das ich mein gebürendes
gelt, so Zur Insatzung gehorig vor disser
Zeit alheij ims gericht erlegt, aber dasen
mich nicht mit Holtz vndt + auch an eit
+ Halm
stadt Angenohmen vnd Ingesetzt worden
weij den vor vihlen Jaren alheij erblich ver
breuchlich gewessen ,
Nuhn bitten vnd begeren ich an schuldes
vnd scheffen, das man mich alheij vor
dissem gericht nach Hergebrachttem gebrauch
vnd Altter gewohnheit, In meine Zint
güder, so ich ererbt, vnd mit vrdel vnd Recht
erhaltten, mit Holtz vnd Halm Inzusetzen
[II, 99]
oder aber, mir Eine schriftliche \vndt/ Rechtmessige
Entschuldigung Zugeben warumb solches
nicht geschehen kan, vnd bitten vmb
vrdell p
Arnolt Ebell Burger
Zu Geissen p
[II, 99r; im unteren rechten Viertel:]
Arnolt Ebell Ao p 99 vf
Herbst Vorbracht Am
Centgericht Alhir
zum Lindis
den 26 t 7bris
1600, Frühjahr
[I, 135r]
Velttrugen Aop 1600
vf Fasten
Deß Hern Pfarhern Von Heuchlum föln
hatt d(er) schötz vff Reinhardt Staudenrauß
sahmen vmb Michaelj vergang(en) Herbst
funden
It(em) hat d(er) schötz drescherß CasParß Pferdt
im Hesseler vfm Kornsahmen fund(en),
1599
/ 18.11.1600[I, 136]
Ao p 600 den 18 t 9bris
Rug(en) Inbrachtt,
Johanneß Gebels \
Wilhelmß Jorg(en) \ Megtg(er) im Gisner ban
Dongis Annen /
gegrast,
Johan Eckhardts /
PhiliPs Schmidts \
Abell Bintz(en) \ Jung(en) haben mit den
Jorge HePf(en), - Pf(erden) im Cent schad(en) ge
Jorge Kausen / than,
Peters Eberts /
der Lindisser Scheffer hadt vf d(er)
Pfingstweide gehudt,
Idem Scheffer dz graß in d(er) Lach(en)
Abgeetzet,
[I, 136r]
Jorge Melchior d(er) Giesner Scheff(er)
beim Fludtgraben In korn
stoppeln
gehudt,
Idem beim beumg(en) nn haffer stoppeln
gehudt,
Idem Reinhardt Staudenrauß(en) im wein
bergk schad(en) gethan
Des wasenmeisters dochter in d(er) Was=
serfall in wissen gegrast
Christ Eckhardts Pferdt dem Scherer
beij d(er) Hege schaden gethan vfm
Samen,
[I, 137]
Volgendt Rug(en) ssindt doPPell
erkandt,
Keulges Adams dochter Anna
Hanß Newrodts dochter[gestrichen]
fraw,
Valttin Krecks dochter Barba
Paulus Schlesingers dochter Maria
Hanß Plocken Haußfraw,
Daß sie Mutwilligk Frucht
Abgeschnid(en) vndt heim getrag(en)
Auch graß auß einnem stuck
inß And(er) getrag(en) sendt sie in
DoPPell Ruge erkendt,
[I, 137r]
1601
Rug Anno p 1601
Christ Gerhardts Wit: zu Allendorff
Lest durch den
schötzen Vorbring(en) wie
daß ihr d(er) Lindiß(er) Scheffer, Johnaß,
ihren
Kornsahmen Am heuwege mit
d(er) gantz(en) Herde Abgeetztt vndt denn
schaffen daruff
gelocktt habe,
Vrthell vff Anstellunge
deß Hern Sch(u)l(thei)s
Hiruff erkendt d(er) Scheff daß d(er)
Scheffer solch(en) Freibell v g fl vndt
Hern p mit dreij guld(en) straff, It(em)
der geburlich(en) Ruge, vndt den Scheff(en)
mit 5 ß Pfeng(en) Bijllich verbuß(en)
sölde p.
[I, 138]
Rug(en) huden vndt grasens weg(en)
Inbrachtt
Johan Gebels Magt,
PhiliPs Schmidts Jung
Wilhelmß Jorg(en) Krein Magt,
Christ Eckharts 2 Megtger,
Idem seine Pferde [später eingefügt.]
Abell Bintz(en) dochter,
Melchior Wiln Magt,
Eberdt Groß(en) Pferde, 2 Rug(en)
Dongiß Anna
Johan Eckharts 2 Megtger,
Lindiß(er) Scheffer
Lotzelind(er) Scheffer
Caspar Beplerß Eid(am) von Lotzelind(en)
Conradt Marxen Sohn d(er) Scheffer von Giessen
Staldeijsen Scheffer 3 Rug(en)
Idem deisen 2 Jung(en) seine Sohne,
Jorge Melchior d(er) Gießner Scheffer,
Jorge Möllerß Haußf(rau) von Giessen
[II, 76]
23.04.1601
Vor Euch den Ehrnhaften Ehrsamen vnd
weijßen Hern
schultheijß vnd scheffen dießes
Wohlbesteltten Zentgerichtts alhier Zu Lindes
Vff die von Luttwigk BoPPen Jungst den
26. T. 7.bris abgelauffenes 600
Jahrs
Ingebrachtte vermeijntte rug, Erscheint der
Ehrnhafft Reinhartt
Stauderauß Burg(er)
vnd vnschuldig B. in Gießen, sagtt in
gemühtt vnd Meijnung den Krieg rechttens
Negatiue Zubefestigen , sinthemahl B.
solches wie gerugtt vnd in Maßen daß er
philips Schmiden vnd Abell bintzen Pferde
soll Namhafft gemachtt vnd Zue den
Burgermeijstern derogestaltt Clageweijß
Anbrachtt haben , ist B. im geringst(en) nihtt
gestendigk derowegen hatt B. vertraven
vertrawen Zum rechtten, Clager hab Ihn
vnPillich gerugtt vnd Anbrachtt, vnd seij
Clager die hern buß allen gerichts Costen
vnd schaden .Beclagtten deßwegen Zuerlegn
vnd darin Zuuerdammen , Steltt dießes
vnd waß sonst beßer form rechttens hatt
sollen gePetten worden sein, Zue
rechttlicher erKantnüß, vnd Pitt vmb
Vrtheijll
Mitt vorbehaltt
[II, 76r Kopfstehend:]
Responsion vndt Litis
contestation schrieft
des Ehrnhafften
Reinhart
Stauderauß vnschuldigt B.
vnd Burger in Gießen
G. E.
Luttwig BoPPen Muttwillig
Clagern auch daselbsten
Ingelegtt den 23 t
APPrilis Ao p 601 ./.
[I, 138r]
1602
Anno p 1602 vf Fasten
Rug(en)
Dongeß Anna
d(er) Hoffman Melchior
Jacob Schneiderß \
Melchior Eckhardts \ Haußfrawen,
Jorge HePff(en) /
Johan Eckharts /
Theiß Stalln Scheffer \ haben vf Sontags
Curt Scheffer ------ -
nach v(er)bodt vf den
Idem Curdt -------- / wissen gehudt,
Undatiert; Ludwig Bopp war Centschütz
[II, 38. Dieses Blatt ohne Datum folgt direkt einer
Liste, die zu ca. 1650 gehört. Das Blatt und die folgenden
müssen aber
wesentlich früher, um 1600 ?, entstanden sein.]
Sontags den 14 tag Julij
--
hatt der schetz im Cintt Ludwig Bopp Vnder der
Morgen Predige etlcher nahbar Kuhe vff
dieser seiten der Hege naher giesß(en) Zu In
der Weijd gefunden
Harguß Beckers
\
Velten Wagners
\ Kuhe
-- Curtt Jungen
/
Jorg groß(en)[= gestrichen] Zuß(en) /
Merten scheffer von Heuchelheimb, so Henrich
Metzlern den stichHamel ge[gestr.]heltet, eben
Meßig vf den 14 t Julij sontags
vnder
der Morgen Predige \in/ Johan Brosius weiß (Weizen)
Hausten mit den
Hameln gehutet wider
verbott
Curtt Scheffer hat eben Meßig vf den
fawln[verbessert] placken
Vnder der Sontags Predige
In den weitzen Vnd korn Hausten mit
der Herdt schaff
gehutet.
Sontags den 4 t Augusti
hat Christ Eckharts dochter Enchen Im ganßwinckel Im
gießener ban mit 2
pferden In Hanß Ferbers
Zu giessen wißen gehutet, hat dz magtlein
geschlaffen.
[Um alle Einträge dieser Seite ist links eine Klammer gezogen.
Davor steht:] Id(er) 14 Thornuß
[II, 38r]
7 t Philips[gestrichen]
d(er) Gisser Hemell Scheffer, Henrichs
Sohn
hadt vor d(er) hege In Abell Bintz(en)
wissen gehut /
[Der
Rest der Seite ist leer.]
[II, 74]
16.10.1607
Ehrnhaffte, Erbare, Vorsichtige, Wollweise gunstige Hern
Schulteiß vnd Scheffen Dises Erbarn gerichts Zum Lindes
Es Erscheinen vor E.E.E.V.W.S. Der Erbar christ Eckhart
vom Lindes
vnd vbergibt diese nachfolgente beweiß artt(ickel) eine
benennung der zeugen entgegen vnd Wieder
Philipps Schmidden
Daselbsten, mit pitt(en) die Zeugen
Zu Citiren vnd mittels ihres
Leiblichen aidts vf Die
designirte artt(ickel) Zu examiniren,
Sagt vnd sage demnach wahr vnd beweißli(c)h sein,
I Erstlichen wahr, das clager eynen acker vorm Lindes vfm berg
gelegen nunmehr ongeVerlich in die zehen Jahr geruhig
erseßen vnd ein gehn, den selben nach muglichkeit ohne men
niglichen einredden gebaut, gebeßert vnd Zu sejnem nutzen
gebraucht.
2 Wahr, das er selbigen acker von Crein bier Melchiors Witben
auch Zum Lindes vor 14 fl Vermog vfgerichten vnd beschrie
benen Weinkaufs brief Recht vnd Retlich
erkauft
3 Wahr, das selbiger Weinkauf in sein philips Schmidden
Hauß itzigen bCn[gestr.] \C./ selbsten getruncken, er auch selbsten dar
bey gewesen, keine einsag gethan vnd mit dem Kauf
sehr wol Zu frieden gewesen
4 Wahr, als dan die Verkeufferin ein blut arme Witbe gewesn
welche nicht allein ihr gelend, wan sie desen
gehat, nicht aus
stellen, in beßerung halten, die Jarliche
bes(ch)werung ent
richten konnen, sondern allermeist nicht ein pfennig ge
hat, das sie ihr vnd ihren armen Kindern das brott bej
pringen vnd vnderhalt haben mogen,
[Am unteren Rand der Seite:] Hn [mit Schnörkel]
[II, 74r]
5 Dahero Wahr, das clager sich nach gehaltenem Weinkauf vnd
retlich beschenem Kauf mit dem Kaufgelt so bald gefast gemaht
vnd das selbig abgestattet welches dan so bald an arbeits oder
acker Lohn Zum theil hinweg gegeben, Zum theil brott oder
frucht zu Kauffen bej sich wenden mußen,
6 Solches dan vmb so viel Leiblicher bej Zupringen, So ist wahr,
das sie nach diesem all ihr gelend ihm Philips Schmidden
einig vnd allein ihres bedrangten armuths halber Zu Kauf vber
laßen mußen
7 Wahr, das nun Vermog solches beschenen Kaufs itzo erst etlich
Jahr hernach btn(beklagten) phileps Schmit itzigen Clagern
ange
Langt weil er die ander guter Zusamen erkauft, solte
clager schultig sein auch sein vor lengst erkauften acker ihm
Zu vber laßen vnd keuflichen ein Zu stellen
8 Wahr, das aber solches niht allein ongereumt, auch die verkauffe
Ein solchem acker vor ihr altvatter gutt erdauscht, also ihr
eigen gewesen vnd ihr frei gestanden hette auch ir ein stuck
von dem andern Zu verkauffen,
9 In masen dan wahr, das dieser acker So deil als andere guter
in frej offenem Kauf gestanden, darZu ein ander berechtigt
bte(Beklagte) auch mehr als ein ander dar Zu Zu
laßen gewesen,
10 Vber das wahr, da er je ein Recht Zu haben vermejnet
vnd ein neher Keuffer sein wollen, er sein vbliches
Recht niht
in acht genommen, er niht ein Jahr, sondern viele Jahr
vnd tag Verfließen Laßen,
11 Dieweil dan wahr, das clager den acker in offenem feilen
Kauf an sich bracht, Recht vnd Retlich bezahlt, auch
nun mehr so
viele Jahr vnd tage erfaßen, in gutem bau vnd beßerung
erhalten, vnd btr(Beklagter) nicht als
ein bluts freund sich einZudring(en)
wie er ohne das vor lengst doch sein Recht verschlaffen
hette
[II, 75]
12 So ist wahr, das btr(Beklagter) billich von seinem onbefugten Suchen
abZuweisen, clagern[= gestrichen] \B./ in
seiner geruhig herbrachten possessio/n [Rand beschädigt]
bej dem erkauften acker pleiben Zu laßen vnd wegen
sejnem
onbilli(c)hen suchen ihm sein vfgewente costen vnd
schaden Zu er
setzen schultig
13 Letzlich wahr, das hiervon Zum Lindis vnd vmbhero ein
gemejne sag. lejmuth vnd geschrej Ist [Letztes Wort
später nachgetragen.]
Dem allem nach pittet Clager[gestr.] \B/ nach
eingenommener Zeugen
Verhoer in Recht Zu erkennen vnd ausZusprechen, das mit
Diesem seinem suchen \C/ B(eklag)t(e)r[gestrichen] Zu viel
vnd vnRecht gethan, dero
wegen darvon abZu weisen, Clager[gestrichen] \B/ bej seinem
Recht ge
troffenen Kauf billich Zu schûtzen vnd Zu handhaben
sej vnd ihm alle vfgewente costen vnd schaden Zu erstatten
pflichtig
Richterlichen bescheit hiervber erwartent
Mit vorbehalt
Namen der zeugen
1) bier Crein
2 Peters Ebert
alle zum Lindes sollen vf alle artt(ickel) gehort
3 Jeorg Zueß
vnd Examinirt werden
p.
[II, 75r, kopfstehend in der oberen Hälfte:]
beweiß artt(ickel) mit benennung
der zeugen
DEs Erbarn Christ Eckharts vom Lindes Clagern
Contra
Philips Schmidden btn(Beklagten) daselbsten p
[Dann in ganz anderer Schrift:]
Vberandtwordt Vndt Die Zeug(en) daruf
wie Recht Verhordt den 16 T 8 bris
Ao p 1607 zum Lindiß,
[Nach meinem
Verständnis kaufte Philips Schmidt der verarmten
Witwe Crein Bier später alle
anderen
Güter ab,
und wollte dann auch noch den Acker, den vorher Christ Eckart gekauft
hatte.]
1610
[II, 80. Kleiner, nur auf der Vorderseite
beschriebener Zettel; siehe 25.01.1611. Vmtl. im April 1611 eingelegt.]
Ao p 1610
Außgab vncostens so
Jorgen Brosius außgelegtt
14 alb(us) Zum erstenmal als er
vf das
oster gericht die Verschreibung I
ngelegt.
2 1/2 alb(us) citir gelt
2 1/2 alb(us) den garten Im Verbotden
6 alb(us) von Vrtheill
18 alb(us) 2 Zeug(en) von Iderm 9
alb(us)
Im gerichtt Zu erkennen.
6 batzen von den Articuln
Doppel
zu schreiben.
4 alb(us) dem procurator vf Herbst
gericht dieses 1610 Jar.
4 batzen dem procurator
9 alb(us) dem gericht vnd schreiber
erlegtt
11 alb(us) 6 d Kosten die beyden
Zeugen schultessen gebür
[darunter Paraphe]
25.01.1611 / 15.04.1611 [II, 78r, Aufschrift unten rechts:] 1611, im Frühling 1614, 11. November
[ II, 77:]
Vor euch den Ehrnhafften Vorsichttig(en) Vndt
wolweisen Hernn Schlts(Schultheiß) Vndt Scheffen diß loblich(en)
Cintgerichts zum Lindiß, Erscheinnet Johann
Brosiuß
burg(er) zue Giessen, Alß Clag(er), Vndt
sagt Dem nach
Gerdraut, Jorge HePPen s. Nach=
gelassene Witwe,
Itzo zue Wetzflar, Ihrem ,
Sohn, PhiliPß(en) zum Lindis
Ein gartten Aus
Ihrer Leibzucht Vbergeb(en), Er Auch C. selbig(en)
deßweg(en) Inhaldts, dabeuohr
gerichtlich, Vohrge=
Zeigter Handtschrifft Verschrieb(en)
Vndt sie
gertraudt solche Vbergabe, Vnbedacht
sonn, Vohr
gehegtem gericht
[? Loch im Blatt]
Verwindt, Hirdurch Merck=
lich(en) vncost(en) Vndt
die Vbergabe Zubeweisen
VerVrsachtt, so Nun C.
Der beweistum
Vfferlegt, Vndt er auch Nachbenandte Zeug(en)
angeben, die Ihme Rechtlich erkandt, Vndt d(er)
Warheit zuesteuern zugelassen, So bitt
C. die=
selbig(en) Vf Volgende art(icke)ll d(er) gebur Recht=
tenß Zue Examinirn, Vorm meineijdt Trew=
lich Zuuerwarnnen, Auch Ihre Außsage vf
Iden
Art(icke)ll besond(er), Vleissigk vfzuschreib(en),
Vndt
in Aller form Rechttenß hirin Zuge=
bahren, Darmit
Vohrsteller, Vber Die
Nolitet(en) Zuerlag(en) nit
Verursachtt, welches
er Ihme hirmit Vorbehaldt(en)
hab(en) will
Nahmen d(er) Zeug(en)
Abell Bintz zum Lindis
It(em) George Zuß Daselbst(en),
[II, 77r:]
Probatoria
j
Wahr daß Gerdraut Jorge HePPen Wittwe
sich außm
Wittwen standt, gein Wetzflar in die
ehe begeben, Auß
auß Ihren guttern zum
Lindiß, ein AußZugk behaldt(en)
Vnd etliche
beid(en) Ihren Kind(er)n, PhiliPs HePff(en) vndt,
seiner schwester, vbergeb(en) hadtt,
2
Wahr daß sie Gerdraudt in solchem
AußZugk, den
Baumgartten
Vohrm dorff Lindiß, am Al=
lendorffer Wege, Vnder anderm,
auch ange=
Zog(en) Vndt Vorbehaldt(en).
3
Wahr dz sie Gerdraudt, solch(en)
gartten nach
dissem Vorbehaldtt,
auß dem AußZugk Ihrem
Sohn PhiliPß HePPen vndt seiner
haußfrawen
Vbergeben hadt, Vndt sich dessen nach Ihrem
Wohlgefallen Zugebrauch(en) Ingesteldt,
4,
Wahr, daß durch solche Vbergabe PhiliPs
deß
garttenß ein
Erbbesitzer Vndt Eigenthumbß
Herr, an seiner Mutter stadt
word(en) Ist,
5
Wahr Daß desweg(en) er PhiliPs Vndt
seine
Haußfrawe,
solchen gartten In Ihren Nöt(en)
außzukommen, zu Verschreib(en)
machtt ge=
habtt,
6,
Wahr, daß sie deßweg(en) solchen gartten
Vor=
stellen,
Johan Brosiuß(en), Vohr - 14 Achttel
vndt 5 mest(en)
habern, zum
Vnder Pfandtt
Verschrieb(en),
[II, 78:]
7
Wahr Daß aber gedachtte Gerdraudt
solche
Vbergabe, Verschiennen Frulingk am
Cintgerichtt zum Lindis,
Vnbillich Ver=
neindt,
8
Wahr, Daß Vf solch Vernein Ihr Sohn, Vohr
gehegt=
tem gerichtt,
offendtlich gesagtt, sie gerdraut
seine Mutter, habe solchen
gartten, Ihme
Vbergeb(en) sey wahr, drumb ern auch, laudt
d(er) Handtschrifft, in seiner nodt verschrieb(en)
9
So nun PhiliPs Inhaldts d(er)
obligation, C.
nit bezaldt,
Daß sich dan Vohrsteller, an
solchem gartten, Vohr die HauPtsumma
auch Allen Vfgewendt(en) gerichts
Kost(en), vndt
schaden Zuerholen machtt habe Ist Wahr,
Bevehldt Also Diß Examen gott
vndt den Hern Comissarien p
Nodtwendige Beweiß
Artickell Johan Brosiuß
burger Zu Giessen
Contra
Gerdraudt(en) Jorge HePP(en)
selig(en) zum Lindiß witwe
Itzo zu Wetzflar
p
den 25 t Januarij Ao
p
1611
Vndt Am gericht den 15 t Apls (Aprilis)
Ao p 16ii publicirt,
[II, 79. Es handelt sich um einen halben Zettel,
der rechts stark beschädigt und nur auf der Vorderseite beschrieben ist:]
Der H. Scholtes Zeigt Ann daß Jorg We/..
in Giessenn deber daß Hernn Verbott Hab/
Haijm gefuertt,
Jorg Weh hatt H Hans schmitts Schaff au/(fm?)
Kornn funden Zeigt an es seij sond/..
vnd geheiß geschehen im friling in Ao 1611
Jonnes Schub Rug Daß Jorg Kauß hab/
seinem acker auff gerafft vnd sein vffer/..
geb(en)
[II, 87; gefaltetes Blatt in Schönschrift:]
Des Durchleuchtigen Hochgeborenen Fürsten vnd Hern, Hern
Ludwigen Landgrauen zu
Heßen, Grauen Zu Catzenelnbogen,
Dietz, Ziegenheim Vnd Nidda p Vnsers gnedigen fürsten vnd Hern
Wir
seiner fogl. Cantzler vnd Stathr Zu Gießen, Entbiehten euch
den Erbarn Vnsern gutten gönnern, Schultheißen
vnd Schöpffen des
Gerichtts Lindes Vnsern gunstigen gruß vnd hirmitt zu weißen,
daß vor Vnß erschienen Christ
Eckhardtt daßelbsten, Vnd Klagent
furbringen laßen, welcher maßen er ein Zeittlang entgegen vnd widder
Philipß Schmitten Zu gedachttem Lindes einen Acker betreffendtt
vor euch in Rechttfertigung gestanden, darin=
nen auch so weitt verfahren, daß Kurtz verwichener Zeitt den 14. t abgenwichenen
Monatts ein endt Vrtheil
widder ihn vnd vor sein Jegentheil durch euch ergangen sein soll, deßen er sich beschweret
vnd noch ferner
beschwert Zu werden besorget,
Coram Votario et testib(us) den 20. t. ejustem ahnhero
Zue (?)Fex Cantzleij ap=
pellirt vnd prouociert(?), In gemuht vnd
meijnung beßer Recht Zu erlangen, vnnd hierumb Zu vberkommung
der acten compulsoriales (?)Zend inhibition euch Zuerkennen vnd abgehn Zulaßen
gebeten,
Wann
nun solch ProCeß vff dieß Rechttlich ahnruffen erkennet seind,
So befehlen in nahmen hahgodrechts(?)
Vnßers gl fl. vnd hern, euch von Amptts(Annptts), Gerichtts vnd Rechttswegen wir
euch hirmitt, daß ihr Appellants
alles das Jehnige, waß hierinnen beij Euch furgeluffen, verschloßen vnder des
Gerichtts Insiegell vms(vns)
der gebür mittheijlet vnd folgen laßet, sich derselben Acten v