Akten des Centgerichtes Lindes.

Persönliche Vorbemerkung. 
Als ich anfing mit der Erforschung meiner Vorfahren und der Geschichte meines Wohnortes wurde ich von Freunden gefragt:
"Was willst Du denn mit dem Nazikram?"
Mir fiel die Antwort nie schwer, denn neben dem Interesse an den Linnesser Originalen, die alle meine direkten Vorfahren sind,
worauf ich bis heute stolz bin, suchte ich in der Geschichte nach irgendeiner Art von Erklärung, wieso meine Eltern- und Großeltern- 
Generation die bis dahin nie dagewesenen Verbrechen der Nazizeit mitgemacht oder dazu geschwiegen haben.
Wieso waren die Propagandisten Hitlers in unseren Dörfern und Städten nicht geächtet;
wieso wurden die Denunzianten nicht aus den Dörfern verjagt?
Ich denke, die Akten des Centgerichtsbuches geben eine erschreckend einfache Antwort:
Meine Heimat war seit dem Absolutismus ein Land der von "oben herab" gezielt zum Denunziantentum Erzogenen.
Die Verbrechen der Deutschen unter den Nazis sind eine direkte Folge der mehrere Jahrhunderte dauernden
"Erziehung" zum "perfekten Untertanen".
Die Centgerichtsakten geben Aufschluß darüber, daß Menschen, die ihre Nachbarn nicht denunzierten, verurteilt wurden!
Ein besonders unangenehmer Zeitgenosse war z. B. selbst Schöffe am Centgericht; die Denunziationen erbrachten ihm
dann direkten persönlichen Gewinn! Auch diese "Tradition" hat sich ja gut erhalten.
Die Akten sind auch ein Beispiel dafür, wie ein ursprünglich weitgehend selbständiges "Bauerngericht" immer mehr von
der "Herrschaft" und der Verwaltung in Gießen entmündigt wurde.

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Die noch erhaltenen Akten des Centgerichtes Lindes befinden sich heute im Stadtarchiv Gießen.
Sie sind vor einigen Jahren zu zwei Bücher gebunden worden. Dabei ist leider keine chronologische Ordnung erfolgt.
Durch das Binden sind oft Wortteile am Rand nicht mehr lesbar.
Bei den erhaltenen Akten handelt es sich um Prozessakten; aber auch Rügenzettel des Centschützen und
Listen der zum Centgericht Lindes gehörigen Centner und Schöffen aus Gießen, Lindes und Umgebung sind vorhanden.
Die Rügenzettel sind oft kleine Zettel; die Listen öfters schmale, lange Papierstreifen.
Andere Blätter waren vorher zu Briefen gefaltet gewesen.
 
Im Folgenden versuche ich eine Darstellung in zeitlich richtiger Abfolge zu geben.
In [Klammern] finden sich die Quellenangaben, etwa [I, 135] = Buch I, Seite 135, oder [I, 135r] = Buch I, Seite 135, Rückseite,
und [andere Anmerkungen von mir.]
Die Hervorhebung der Personennamen stammt von mir. Die Jahreszahlen sind zur besseren Übersicht ebenfalls von mir eingefügt.

[I, 1]
Inventarium  
 
der zu Kleinlinden befindlichen Gerichtslade, und
Acten über zu Kleinlinden bestandene Centgericht,
und daselbst abgehalten wurde bis im Jahr 1820.
wo nachher durch die neue Organisation der Aemter
und Gerichten aufgehoben und seit dieser Zeit ver=
ändert worden.

Num
1

die Gerichtlade welche mit einem Schloß nebst
zweij Schlüsseln versehen und verwahrt ist.
und Gerichtsordnung von 1577.
2 Gerichts Protocolle von 1570. bis 1626. und
wo daß Gericht zu Kleinlinden abgehalten wurde.
3 Centgerichts-Protocolle von 1701. bis 1711. un...[Rand beschädigt]
4 Gerichts=Protocoll von 1774.
5 Verzeichniß über dise Schöffen
6 Register über die Centner von 1580.
7 des gleich von 1580.
8 des gl(eich):
9 des gleichen von 1581.
10 des gleichen von 1585.
11 Centgerichts Register von 1586.
12 des gleichen von 1588
13 Rügenbuch von 1580. bis 1589. im G:
14 des gl(eichen): von 1590.
15 Centgerichts=Protocoll von 1557. bis 1565.
16 dergleichen von 1592. bis 1602. im G:
17 dergleichen von 1626.
18 Verzeichniß von neuen Centnern, pp
[I. 1r]
19

Bericht, über Beschwerde der Gemeindsleuten von
Lines, wegen Ansetzung der Centbussen.
20 Verzeichniß über die Gerichtsschöff(en) 1651.  pp.
21 Protocoll Georg Eckhards und Consorten
22 Bescheid und Decret von der fürstl. Kanzley Gieß(en)
vom 8" Junij 1651.

 

 

 

 

 

 

 

 





[I, 2] [Seite beidseitig leer.]
[II, 1]
                      
Hierinnen sind nachrichten enthalten
1) Vom Cent Schöfen Ambt und zwar von 1637 inhalt deßen
zuersehen, daß ein Schöf alle Jahr um dieses Ambt beij dem Centh=
schöffen stuhl Suppliciren muß, daß dieser ihn annehmen
und auch abschaffen kann, wie in Dorso dieses Memorials Zuer=
sehen, daß dem Hern(Sgein?) seine bitte abgeschlagen und Johan Balzar
               doch(Dech?) angenommen worden .
2) Ein mandat von dem Ambts Hauptmann von Buseck.
vom 21tn April 1659 die pfandung eines Centh Knechts betr.
3) Ein Verzeichnus derjenigen, so das Centh nicht empfangen
wollen nebst einem befehl darunter geschrieben, daß für[? Papierschaden]
solches beij der Straff vor Ihro Durchl. empfangen sollen
4) Ein Mandat vom Herrn Renthmeister Hoffmann vom 17ten
octobr. 1660 worinnen Baltzar Schmitt, so zum Schöffen
genommen werden sollen, aus uhrsachen, weil sein Eijdam
Kröcker
im Schöffenstuhl sich bereits befände, Dispensirt
worden.
5) Ein mandat vom 13ten Octbr. 1680 vom Hauptmann zu
Gießen, inhalts deßen einer, so Centhguth nur gelenth und
der Centhner solches guth noch selbsten Vorsteht, nicht das Centh
zuempfangen angehalten werden soll.
6) Ein Mandat Vom Herrn Renthmeister Stipp vom 2" Octbr
1650, inhalts deßen ein Schöffe so Keine Güther im Centh weiter
besitzt, dießes ambts Kann erlaßen werden.
                 etc.    etc.
7) Einige List von den sogenannten Kleinen bueßen
8) Einige Listen von den sogenannten höchsten bueßen

[II, 1r] [Seite ist leer.]

1557
[I, 102]
Gerichtshaenndel und Rugen vonn
Anno 57 bis vff Anno 1565

             N° 15                                            [Der Rest der Seite ist leer.]
[I, 102r]
It(em) von Iglicher vrkundt    12 d [Pfennig; denarus]
It(em) dem Schreiber      4 d                         [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 103]
Zint gericht gehalt(en) zum lindiß Am donners[Fleck]
dag nach matheuß Apostel Anno D(omini) 57

        Ingebracht ruch

It(em) Hans schmit mit Jorgen Hanssen von
giessen gangen, vnd hat Jorg sein Wer
Aufgehabt, vnd hat gesagt geuatter(Gevatter) Hans
wen Einer vff mich wegleustert so solt
Er sich mein wern, Zum andern hat[ganz dünn gestrichen] ist
fredrich den Zweien entgegen kommen, da hat
der schmidt fridrichs mit dem wer begert
         Ein Erste Clag
It(em) hat petter von busseck drey vierdel
rubsamen In das velt geset da ist er
komen In der wochen nach giesser kermeß
vnd hat funden Zwen Jungen hud(en) mit
Einer hert schoff vnd hat gesagt
werhalben He[gestrichen?] Etzt Ir mir daß mein ab
daruff geantwurt die hierd(en) haben Auch
daruff gehut   Daruff petter geantwurt
Er spur keinen hird(en) mehr daruff dan sie
vnd hoff der Cleger der beclagt sol Ihm
vmb solchen schad(en) gleich Zuthun schuldig
sein

[I, 103r]
It(em) Erscheinet Ludwigs Jost vom lindiß
vor diessem Erbarn Zindt gericht und sagt
wie daß Hans schmit Auch zum lindiß
weß Ihn gelust hab hat Er vor der Kirche
wieder Jostd(en) gesagt Ehr understhen In vnd
das sein Zu brengen wie ein schelm
wil Jost verhoffen  Der Erbar Schepf sohl(solt?)
mit recht erkenne das Hans die wort wider
Jostd(en) gesagt hab und solt forder mit
recht Erkant werde(en) daß Hans Schmit
schuldig sey, Jostd(en) kohr(kehr?) und Wandel Zu
thun daß Ihm An weib vnd kindt
gnungsam verantwurt sey vnd an Allen
seinen freund(en)  Er sol auch Zum dritd(en)
schuldig sein Jostd(en) allen costen vnd schad(en)
schuld(ig) sein mit vorbehalt mit Aller recht
licher notturft des rechtd(en)

It(em) Hanß schmit mit sampt sein krichs
verwand(en), sagt das reicherts Elßgen mit
sampt Irem Haußwirt dem got gnad
Hulssen Hanß von giessen oder wie Er
gern geheissen wer, haben Ein Zindt gut
In gehabt das In dem Zint gelegen ist
und seind die beide Ehleudt mit doit
abgangen und hinder In Keinen blut
[I, 104]
Erben gelassen  ,Dieweil aber der brauch In [Rand der Seite beschädigt]
keinem Zindt gericht so kein gn[ist gestrichen] bluts Erben
do seij, so val(falle) solches gut uff die negst
Erben    wil Johan schmit Ehr und sein
krigs verwand(en) verhoffen  der Erbar scheff
sol Es mit recht Erkhandt werd(en)  daß Es(?)
bilch(billig) seij stelt solches zum rechtd(en) doch
vorbeheltlich  Aller notdorfft deß rechd(en) 

It(em) Johan friebels Erben von Giessen mit
namen ludwig friebel sagt daß Hanß
gauben
seligen schwiger hab auch Zindt
guder vndern hend(en) gehat hab ludwig
der Clger mit sampt seiner freundschafft
die guter Etlich Jarlang versprechlich gehalt
den, die weil die fraw von doits wegen
abgangen ist, sie hoff Irem rechtmissigen
sproch nach, seijen Inn die gutter hein(heim) vnd
vfferstorben, Ihm vnd seinen negstd(en)
[Fleck ?]Erbietd(en) der halben den Erbarn scheffen
Eß solt mit recht Erkandt werd(en), die
weil nimadts da ist der solche gutter,
vnder geht oder versteht, bitten sich die
Cleger In Zu setzen nach diessem Zindt
gericht, deß recht(en), wollen Auch deß Zindt
gerichts Insatz Erlegegen, wold(en) auch
Einen Id(en) Zu recht sthen

[I, 104r]
Ich Hans [darüber eingefügt:] rin thun Insag nemlich deß korns
vnd der besserung halben  die Ehr schwerlich
In solches gut[? Fleck] In gethan hab geackert
gedungt vnd gebaut , vnd die cleger mir
daß gut verbiet(en) sonderlich daß[= gestr.] die frucht
deß Ich nit vff diessen dag genissen
kan oder darff vnd sie   mir nit gebod(en)
haben weder pflugrcht besserung aber niths
so hoffen Ich sie solt(en) mir mein frucht
vnd besserung folgen lassen mit Erkhenn(en)
frommer leudt mit Allem notdurfft des
recht(en) stelt solcheß Zum recht(en) 

Sagen die Cleger mit namen Ludwig
sie haben mit rin Hanssen nithts(nichts) Zu schick(en) 
gesthen Im Auch derhalben nichts vnd het
sach die Alt fraw an Ire leib Zucht
gehald(en) so hetten dießse Cleger keinen
versprech dorffen thun so wer dieß gut
diessen clegern heim gefaln Eß drag
welcherleij Eß wolt vnd woltd(en) Auch
himit beschlossen haben wo kein neuerug
khem vnd sol Im val Zu recht Erkandt
werd(en) die gutder sold(en) den clegern heim
gefaln sein, seijen aber verbot dagewes/..
koinen die cleger nithts fur stelt solches
Zum rechtd(en)

[I, 105]      
             Ein Erste Clage
It(em) Johanneß von lutzen lind(en) thut Ein Erste
Clag uff schubben hengen Einen beut belan
gen den begert Ehr Zu hald(en) wie Ehr vff
gericht word(en) ist vnd Eins word(en) se nit 
vnd bit sich mit recht Zu bescheid(en) ob er
Eß nit billich thun solt vnd hoff Auch
Eß solt mit recht Erkhandt werden [ein gestrichener buchstabe m?]
begert sich Zu weisen daß er Ihn lieber
solt laudt deß khaudts mit vorbehalt aller
notdorft deß recht(en) 

schubben hengen vom lindiß Erbeut sich
wie einem Erbarn man Zu steht dieweil 
sein Schwager johanneß clagt er seij nit
geliebert wie sie mit ein ander gebeut
haben daruff sagt Hengen Er wolt sein
schwoger vnbedrogen haben  das Johannes
sein gut wieder nen(nehme) vnd laß hengen
daß sein   hat sich hengen solches erbod(en)
vor einen Erbarn gerich vor Allem costd(en)
vnd schad(en) stelt daß Zum recht(en)

[I, 105r]     
                
vrthel
Der Scheff ErKhent ludwigs Jostd(en) Ein Erst
gericht, vff Hanß schmidten von lindiß der
schme(Schmäh-) vnd scheltwort halben
 
                 vrthel
vff Anstellung deß schulthessen An stadt
v g f vnd Hern wehr ein An Ehr vnd
glimpff mit worden schilt ,Erkent der
scheff vor recht In die hösten buß

                 vrthel
Der scheff ErKhent ludwigs Josten, die
schme wort von Hanß schmit belangen,
Ihn Jostd(en) in daß landt recht , vnd die
gericht suchen  Also dieck Im not ist

                 vrthel
Der Scheff ErKhent Hanß schmit mit
sein krichs verwandten Ein Erst gericht
vff Ir Inbringeß
 
                 vrthel
Der scheff ErKent ludwig Frieweln
vff sein gethannen versproch die Zindt
guter belangen ein Erst gericht 

1558
[I, 106]
Zint gericht gehalt(en) Zum lindiß uff Donnerß=
dag, den dridten Dag martij Anno 58 d
                 Vrthel.
In sachen zwischen madeß bieraugen erben an
Einem, vnd Johanneß, Daß der brieff den die
beschrieben erben Ingelacht haben, Erkhent der
scheff mechtig Ehr werd dan mit einen besser
Erlegt oder wiederlegt wil sich der scheff damit
vnuerthan(unvertan) haben
Sagt Johan bieraug diesser clager mit sampt
seiner Kriegs mitverwend(ten), noch kein der wol
vff gericht versiegelt brieff, von einen erbarn
Zintgericht, bundig und mechtig erkhent vnd Der
uffgericht brieff mit sich brengt  Das petter
Anderma(nn) seliger
, Die gutter vbel[gestrichen?, Fleck?] gutter verlauen
hab den Inhebern oder den beclagten, Dabeij
wol abZunemen, wan die gutter der beclagt(en)
gewest wern, so hetten sie die gutter nit ent
nemmen dorffen, man hart Auch In den(en) vff
gericht(en) breff(brieff), wo sie die Jerlichen Zinß(en) vnd
gult enrichte lauth der verschreibung, daß
der Eijgenthum Her der die gutter verhauen [muß wohl verlauen = verliehen heißen]
hat, vor ein solchen pfocht laudt der verschre=
ibung Zu pfand(en) hab   sonder Alle notrecht,
man findt In(en) [darüber: solchen] vffgerichte brieff vnd siegel
Zum driden vnd Zum letzd(en), daß der buchstab
deß brieffs In[= gestr.] krerlich mit sich brengt
[I, 106r]
Welche Zeit, petter Anderman aber Inhelter Dieß
brieffs vierzehen dag vor sanct petter oder vier zehe
dag darnach, und verkhündig die selbigen gutter
nit lenger zu bleiben, dan sie wold(en) sie selbß
besietzen, Daß ist Auch dem eijgenthumlichen
hern, von den Jengen der die gutder hat Zu
gesagt, findt man auch klerlich In brieff vnd
Siegeln, vnd ist Johanessen als ein Jeziger
Inhewigen der entnommenen gutter, die abuerkhu=
digung Auch Also Itzt geshen(geschehen), hiebeuor(hiebevor) vor
einer gud(en) Zeit, Zum vber floß vnd zur war=
heit, ist die abuerkhundigung(Abverkündigung) noch ein mal
geshen laudt brieff vnd siegel,  Die weil
dan daß Alles Also geshen(geschehen) ist wie das offen=
barlich vnd war(wahr) ist, wil Johannes [darüber eingefügt:] bieraug verhoffen
der Ehrlich scheff sol mit recht Erkhennen
man soel In(Ihn) billich mit holtz vnd halmen
In setzen nach vermoig brieff vnd siegel, setzt
Die Clag Zum rechten, behelt Im(Ihm) vor Alle
notturfft deß rechten

                Vrthel(Urteil)
Der scheff ErKhent Johannessen [ist gestrichen, darüber:] Matheß bieraug(en) erben ein
Erst gericht vff die clag die sie vff petterß
Johannessen
gethan habenn

[I, 107]
Zindt gericht gehald(en) zum lindiß vff Donnerß
dag nach reme nissere Anno 58 d

Johan bieraug [mit sampt = gestrichen] alß anwalt mit sampt
sein Kriegsverwand(en), mandt sein zweit gericht
vff petterss Johannessen ein nachbar Zum[ist unterstrichen, soll wohl gestrichen sein]
Zu lindiß, und Erhelt Zum Zweid(en) mal
der Anwalt, sein vffgericht(en) brieff vnd
siegel, welche brieff vnd siegel dahn, von
dem Erbarn Zintgericht bundig vnd mechtig
Erkhandt,  Daruber sich der Anwalt bezeugt  
bijt der Anwalt mit[= eingefügt] recht Zu erkhennen, Johannes  
der beclagte soilt schuldig sein, die hendt(Hände)
von solchen gutdern Abzuthun, vnd sollen
den Clegern Ingeramt werd(en), mit Allem
Innerß, mit Allen gerichts Cosd(en) vnd shad(Schaden)
Wie der vff gangen sey, Doch mit rechts
messiger taxyrung   wyl daß vff dieß
mal, der anwalt mit recht Zu Erkhennen
geben, mit vorbehalt deß rechtl(ichen), bit
ferner vmb vrthel mit Zu theilln, waß
recht sein wil.

              Vrttell
Der scheff ErKhent Johannes(en) bieraugen sein Zweit
gericht vff petterß Johannessen wonhaftig zum
lindiß

[I, 107r]
Zint gericht gehalten zum Lindiß vff mitwochen
vor sanct gierdraud(en) dag (Gertrud = 17.03.) d Im Jar 58

Johan bieraug rebetirt sein dridt gericht vff den
Erbarn Johanneß pettern, Inhalt seiner worhafftigen
brieff vnd siegeln, welch brieff vnd siegel In
der clag gnungsam Angeclagt sein, Auch solche
brieff und siegel von dem Erbharn scheffen,
bundig und mechtig ErKhent, Darzu Dieselbige
guder Inhalt brieff vnd siegel, wollen die cleger
Ire sach und clag spiciuiciren(spezifizieren) mit einem
Ingelegten Zettel bieth den selbigen zuuerlessen(zu verlesen)
 
Erscheinet Johan bieraug Als volmechtig mit sampt
sein Kriegsuerwand(en) An diessem Erbarn Zintgericht
Alhie zum lindiß, vnd sagt daß einem erbarn
Zintgericht wol wißlich seij  Daß sie gehort
vnd gesehn haben worhafftigen brieff vnd siegel
welches dan der beclagt In Ein gehegt gericht
selbst bekhant  Daß war seij, welche brieff vnd
siegel Dahn clerlich vermag nach vermug deß
buchstabs, Daß petter Annerman den got gnad 
[I, 108]
Die gemelt gutter verlauen hat vor sein gut
vnd vor sein Eigen gut, seij war Eß seij
brieff vnd siegel vermugen ferner, wo die
Jengen solche gutder Entnommen haben  Die Zinß
nit Außricht, so soil dahn der Eigenthumlicher
Her der die guder verlauen hat, sie selbst
Zu pfenden haben gewaltlich sonder Alle
notrech, man findt auch In brieff vnd
siegeln Zum driedten, daß vemug daß buch=
stabs nach vrmug brieff vnd siegel, welche
Zeit der Eigenthumlicher her(Herr) khum Aber Inhal=
ter diesser haubt brieff vierzehen dag vor
Sanct petter aber vierzehen dag darnach vngeuer=
lich(ungefähr), vnd verkhundigen dem die Leij ab
der sie Inhat, sol Er die han ab thun vnd
die rechtl(ichen) erben Zu lassen laudt brieff vnd
siegel, Dieweil aber derbeclagt vor recht
Erssheint vnd begert von den clegern
gerichts costd(en) wieder, ist spoitlich Zu horen
Dahn brieff vnd siegel ist die warheit ,vnd
der Zetdel ist nit mehr dan Ein spiciuicirung(Spezifizierung)
wo die guder leigen, der Erbar scheff solt
auch die vnformliche exebßoniboß von dem
beclagten Ingelegt an sehen vor ein nulledit
vnd ganz nichtig, daruber sich die cleger
bezeugen, dahn Eß khann niemandts vorn
dag bawen(bauen), der cleger sach leidt am hellen
dag, vnd bietden In recht Zu erkhennen, Johan
solt die hendt von guder Abthun, vnd den
Clegern Inraumen mit vff gewend(en) cosd(en) vnd
shad(en), vnd sollen die cleger bilch Insetzen mit
holtz vnd mit halmen
[I, 108r]
   
             Vrttell

Die weil Milcher Moller sein dridt gericht repijtitirt
hat, EKhent(erkennt)  Im(Ihm) der scheff sein drit gericht vnd
sol  # wardten so lang daß gericht werdt ob petterß          # Melcher mit seinem Anwalt
Johanneß
zur antwort khomen wolt.  

Dieweil petterß Johanneß der beclagt daß erst
gericht gegen die cleger sich vngehorsamlich
gehalt(en), der gleichen das zweit vnd zum vberfluß
das drit, biedten die cleger laudt brieff vnd
siegel vnd Irer clag sollen Im mit eruolg(= ervolg = Erfolg)
mit recht Ekhent werd(en) mit Allem vff gewen  
den cosd(en) vnd shad(en)
[Schwer lesbare andere Schrift, wohl später in den Zwischenraum eingefügt:]
deß schaff hat Petters Johannes Ingelagt gegen Johan Bieraug(en)
Zum 3 gericht [Danach wieder die frühere Schrift:]

petterß Johanneß mit sampt seinem Anhang hab begert
von solchem haubt brieff Der hie vor recht geless(en)
ist vor einen Erbarn gericht sampt deß mit
Zetdels der Auch gelessen  , sampt seiner
schrieftlichen clag vnd Alleß was Zum handel
dienlich ist khobeijen  , Daß wil Ihm der cleger 
nit Zu lassen steht der Antworder hie, hofft
Eß solt mit recht Erkhent werd(en)  Eß sol Ihm
Zu gelassen werd(en) stelt damit Zu recht
                Vrttell
Vff Anstellung petterß Johanneß die [verbessert, gestr., darüber geschrieben, wohl:] copij belangen deß
deß[= gestrichen] haubt brieffs Zettel vnd clag sampt Allem
Inbrengenß, Johan bieraugen Alß Anwalt, erkhent
der scheff petterß Johannssen solcheß brieffs
Zettel clag vnd Allem In brengen copijen
[I, 109]
gekhaufft gericht gehalt(en) Zum lindiß vff
mitwochen nach Judica welcher ist der dreijßigste
dag martij       

Zum vierd(en) hat petterß Johanneß diess
Antwort Ingelegt stelt solches Zu recht
Inhalt der Anwort  [Es folgt eine größere freie Stelle.]

Erscheint der clager Anwalt vor dem Erbarn
Zintgericht Alhir Zum lindiß mit sampt
sein mit kriegsuerwand(en), vnd sagt gegen
vnd wieder, die vnfformlich(en) vnd nichtigen
Exceptionuß daß der beclagt Inbrengt, ein
gemein Inredt, wollen alle nichtigkheit , vnd
wiedderwertijkeit mit gemeiner Inredt bestryd(en)
vnd wiederfocht(en) haben,   Daruber sich der
clager Anwalt beceugt haben wijl, vnd
sagt der Anwalt ferner,  Daß Ihn die
vngegrunde vnformliche AuZug von dem be=
clagten nit wenigck befrembt, Daß Ehr
Inflecht sein vetterliche gutter, vnd wolt 
[I, 109r]
Da gein Ein behelff suchen, welcher behelff
dan Im rechtl(ichen) nit Zulessijg khan gesein
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen ,  dan der cleger
Anwalt hat mit Johanneß vetterlich guttern
nichts Zu schiecken, vnd hat Auch nye beclagt
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen ,  sonder sein clag
streckt sich warhafftijg vff brieff vnd siegel
von petter Annerman dem got genadt, welch
brieff vnd siegel dan Im rechtl(ichen) erkhandt
Inhaltl(ichen) soche brieff vnd siegel, hat Johanes(en)
der beclagt, laudt derselbige Leijh Jerlich
sein Zinß Entricht vnd niemandt Anderß
seij war Johanneß khan nit sagen vnd
darffs Auch nit thun, daß petter Annermans(en)
gutter , sein vnd seiner geschwijster erbgut
seij, so khan Johanneß auch solche Ingelegt(en)
brieff vnd siegel, mit kheinem buchstab wid=
derfechten, auch mit keiner lewendigen khun nit
der halben dreijbt Johanneß die cleger vnbilch
In weijdern cost vnd schad(en), dan Eß seij
war(wahr), Deß Anwalt mutter ist[gestrichen] nach In leben
ist, mit namen Khaderina , seij war, Derhalb(en)
wijl der Anwalt verhoffen Johanneß solt
von solchen gutter # Abthun, vnd den Clegern              # die hendt abthun
schultig sein InZuraumen nach vermoig brieff
vnd siegeln, vnd solt Johanneß ferner
[I, 110]
schultig sein dem Clager Anwalt Allen gerichts
costen vnd schad(en) wieder Zugeben doch vff ein
recht messigen taxijrung befelt clager got vnd
dem rechtl(ichen) doch vorbehaltlich Alle notturfft
deß rechtl(ichen) [die letzten vier Worte sind leicht gestrichen; dafür:] neuerung Zuuerantwordt(en)

sthet Johanneß der beclagt hijr, laudt seiner
Ingebrechten Anwort hie vor dem Erbarn Zint=
gericht, Zu dem Artieckel neijn[= verbessert] daß Ehr die
gutter Allein Inhab, solche streitdigen gutter
daß Ehr vor ein soche allein Inhab, dan nach
seineß vatterß doit mit seinen geschwistern
vnd schwegern gutlich getheijlt hab, das
solche cleger ein gut wiessens tragen, auch
vor ein solche [darüber eingefügt:] Jerliche pfecht(Pacht) muntbar seij, sagt ehr
neijn darZu, Aldie weil solche Cleger daß
wol gewust haben, hofft Eß solt mit recht
Erkhent werd(en), sie soilten seiner geschwister vnd
vnd schwegern, Auch her ciedijrn, so sie daß
nit gethan haben, stet Johanneß hie, vnd hofft
Eß solt mit recht Erkhandt werd(en) laudt seiner
Inlegung, ein solchen costen vnd schad(en) vnbich(unbillig)
Zugewent haben stelt damit Zu recht, In die
Artieckel wie gehort ist

               Vrttell
[I, 110r]
Insachen Zwijschen Johan bijeraugen Alß volmechtiger
Anwalt, seinen mit krijgs verwandten Clegern
Einß , vnd petter Johanneßen beclagt(en) Andertheilß,
dieweijl von Johanneße nit verneijnt wijrt die pfecht
geliebert, vnd sich beschwert findt seiner geschwy
stert halben, die Theijlung belangen, Erkhent
der scheff vorrecht daß Johanneß der beclagt
dem cleger vor sietzendem gericht anZeigen sol
vnd mit namen nennen, wer die sein die Ihn
solche pfecht geben, vnd solche spendigen gutter
Inhaben, Als dan sol der cleger solche Zum
negsten gericht Zietijrn,  f[gestrichen] Alß dan sol Johanneß
der beclagt, mit den selbygen seinen [darüber eingefügt:] mit kriegs ver=
wandten Ein clare Antwort geben, vnd versthet 
sich der scheff vff dieß mal kheins bessern.

[Mitten in der unteren, sonst freien Hälfte des Blattes steht:]
Ist Johan bieraug deß vrthelß copij erkhandt

[I, 111]
Ein gekhaufft gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnersthtag
nach ostern, zwischen Johanneß bieraug als anwal, vnd
Petterß Johanneß von lindiß   Im Jar 58   ad                         

Die weijl der Erbar scheff, vnd Zindt gericht Zum lindiß
mit recht Erkhent hat, vff dem mitwochen vorn palm 
dag, Daß Johanneß der beclagt solt sein freund 
schafft mit den namen nennen , vnd solt(en) auch Zum
rechtl(ichen) Zittyrt werd(en), ist auch daßselb, dem wolge=
sprochen Vrthel nach also gericht, vnd geschen(geschehen)  ,Eß laudt
auch Im vrthel klerlich, daß Johanneß sol den
Clegern ein formlich Entwort geben, mit seinen mit
kriegsuerwend(en), vnd ist Itzundt daß funfft gericht
mit schweren cost(en) Erlangt, vnd ist Johanneß,  
Itzt mit seinen mit krijgsuerwend(en), als der vngehor
sam, vber die Zwolffte stundt auß blieben, vnd
dem wolgesprochen vrthel nit volstreckung gethan,
der halben, biet Anwalt cleger In recht erfolgung
Zuerkhennen laudt brieff vnd siegel, die brieff werd(en)
dan wiedderlegt wie recht seij,  Cleger biet fernner
Zuerkhennenn, Allen gerichts costen vnd schad(en) sol der
beclagt schuldijg Zuerlegen schuldig sein, doch vff ein
recht messige taxijrung, beuelts(befehls) got(Gott) vnd dem rechtl(ichen)
behelt Im vor Alle nottorfft deß rechtl(ichen)
[I, 111r]
sthet petters Johannes hie vnd lest sich vffentlich horn nach gespro=
chen vrthel, Ehr hab Im ein solchen schad(en) vnbirh Zuge
went, Ihn Allein angenomen Im Anfang laudt deß
vrtels, die cleger sollen sie alle dreij her cijtirn wil
recht, Ein entlich Antwort Zu geben laudt Ire
clag dieß dags, Alle dieweyl das selb Erkhandt ist
Dabeij khan man auch eracht(en), daß ein solche gethan
clag nichtig ist vnd wieder daß recht geschen(geschehen) ist
khan auch nit verneint werd(en) von dem Cleger, stet
Johannes hie hofft Ehs solt mit recht erkhandt werd(en)
die cleger solten Ihm solchen gerichts cosd(en) vnd
schad(en) In messig der Erbarn gerichts Zuerkhentniß 
gestelt sein solt da mit Zu recht vnd hofft Ehs
solt bielch(billig) sein fernner weijtter Antwort nit vorZuhalt(en) 
laudt der gethanen clag

Sagt Anwalt Cleger daß Ihnnen die vnuorlichen(vnoioclechen?) 
Auß Zoig oder gegen wehr von dem beclagten nit wenig
befrembt, daß sie dorffen vor einen Erbarn Zint=
gericht vber ein gesprochen["p" felhlt?] vrthel vnderstehn Zu wieder
vecht(en) , nimbt der Anwalt nit an, aber die vberfrag 
vber gesprochen recht, beuelt der Anwalt dem richter 
bijt der Anwalt wie gebed(en) mit sampt sein kriegsverwand(en) 
d(en) Erfolgung laudt brieff vnd siegel
[I, 112]
             vrthel
Vff Anstellung petter Johanneß den gerichts Costd(en) belangen
Erkhent der scheff, Ein schad(en) beij den Andern biiß(büß?) Auß=
gang deß rechtens

             vrthel
Vff Anstellung deß schultessen Ein vber frag belangen
Erkhent der scheff vor recht wehr ein vberfrag thut
In die hoistd(en) buß, vnd den scheffen wiß Innen
geburt nach deß gerichts gewonheit

[Verbessert: "Hoff" in:] Vff deß Clegers clag hab der hie cleger gestand(en)
vor recht Ein brieff Ingelegt, der bemelt ein gudgen
vnd nit angeZeigt werd(en) khan mit einen solchen brieß(Brief)
wie wenig oder wie viel, wieuil morgen Zal, an
wen oder wo eß leijg lest der Anworder vff dieß
mal In seinen wijed(en) sten, legt damit ein Zettel
Ins recht, der hat wedter hendt oder fuß, Es khan
auch khein man gesagen wie alt oder wie Jung
Ehr seij, oder beij wem oder wo ehr gemacht seij, giebt
der Antworder dieß dags, In solchen nichtigen Zettel
kein krafft, hofft damit, sie soillen Ihr gut spijciuij
cijrn, an wem, vnd wo eß gelegen seij, vnd sum=
mijrn mit morg(en) Zaln, wie viel oder wije wenig
vnd dem also gelebt werd, sol der Antworder
mit ghen, deward(en) so das niemandts ab oder Zu
ghe, waß einem Jedern geburt  , hofft Es solt mit
recht Erkhent werd(en) den solt also gelebt werd(en) "
stelt damit Zu recht(en), wier haben auch solche gutder 
siebentzig Jar Ingehabt vngeuerlich(ungefähr) geruelich beseßlich
gebreuchlich Ingehabt bijß hie her auch vnsser gnedistd(en)
[I, 112r]
vnd Hern vergangen vnd verstand(en) , daß war seij
vnd am dag ist, gleich sein eijgen gudern, wie es
auch vns vff erstorben ist von vnssern Eltern

Anwalt der cleger nimbt vor bekhant an, daß Johansen
vnd sein freundschafft briiff vnd siegel In Irer
Crafft lassen, wie sie der Erbar scheff Erkhandt hat
Aber daß wieder wijrdig, wijl der Anwalt mit gemein(en)
inred(en) bestrijd(en) vnd wiederfocht(en) haben, daruber sich
der Anwalt beZeugt, byt Erfolgung laudt brieff
vnd siegel,  brieff vnd siegel brengen mit sich
ein leij, vnd khein Erbbesietz den die beclagt(en) haben
wiln vnd gesthet Inen auch khein , brijff vnd siegel
brengen mit sich wan sie khomen vierZehen dag vor
petrij vnd die guttern abkhund(en) sollen sie die gutter
leijgen lassen, stelt damit daß Zum rechtl(ichen)

Die cleger haben sich lassen vernemen, I[gestr.] mit einem
Zettel, daß gut spijciuitijrn da glaub beij seij, Aldie 
weil daß Alhie vorrecht gelaudt hat vom cleger, dem 
selbigen solt Also gelebt werd(en), dan wier geben dem
Zettel khein glauben, der hie gelessen word(en) ist, dan
sie hoffen Es solt mit recht Erkhendt werd(en), sie
soilten eß schuldig Zu thun sein wie oben angeZeigt
ist, dahn wan Eß die menng(en) solt haben laudt
[I, 113]
Irer clag, sie nemen Alleß vnssers vatterß gut
hinweg,  darumb hoffen wier eß solt spyciuycirt
werd(en) , wie hoch vnd wie nider , wie wenig oder
wie viel, deword(en), daß ieglichem wiederfar waß
bijlch seij, steln damit Zum richterlich(en)Erkhentniß
waß recht darumb seij

           vrthel
In sachen der rechtuertygung Zwischen Johan bieraug(en)
anwalt cleger an einem, vnd petterß Johannessen
mit seinen griegs verwand(en) # andertheils, die weijl        # beclagten andertheils
von[= im freien Rand eingefügt] petters mit seinen kriegsuerwand(en) , dem cleger
die pfecht Inhalt brieff vnd siegel, nit verneint
wijrt, vnd doch von Johannessen , den Ingelegt(en)
Zettel der specyuicijrung kheinen glauben giebt,
Erkhent der scheff Zu recht, das petterß Johannes
mit seinen kriegsuerwand(en), daß gutgen Inhalt
brieff vnd siegel #, biellich anZeijgen soil                         # dem cleger
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Rückseite.]

[I, 114]
Johan bieraug alß anwalt cleger biet vnd begert deß
IZt gesprochens vrtheijls copeij vnd abschriefft vnd hofft
Eß solt In recht Erkhendt werd(en)
[Es folgt ein freier Platz.]

Dem Itzigen wolgesprochen vrthel nach, außgegangen
an diessem Erbharn Zintgericht Alhie Zum lindis daß
Johanneß der beclagt schuldig soilt sein, die gutder an
ZuZeijgen vnd Zu nennen, wo Jorß die pfacht Jars 
von geben haben, von korn habern vnd han vnd gelt
die weil inhnn(?) das wolgesprochen vrthel auß einem
recht messigen grundt mit getheilt ist , vnd Johanens
die clager, funff gericht In schweren cost(en) vnd
schad(en) gefurt, mit seiner vngeschickt(en) gegen wehr
wijl sich der Anwalt mit recht wissen lassen, ob
Johanneß nit schuldig seij diessen dag, die gutter soilt
anZeijgen laudt deß vrthels, die Johanneß dahn Ehr
vnd sein mit kriegsuerwand(en), In leijhens weiß, vnder
Irem plug vnd wagen Ingehabt, vnd hofft Eß soilt
mit recht Erkhandt werd(en), vnd soilt damit verdannt(verdammt)
werd(en) mit Allem vff gewend(en) costd(en) vnd schad(en), vnd
behelt Im vor, Alle notturfft deß rechtl(ichen)
[I, 114r.]
Aldieweijl daß der beclagt khumbt vnd setzt ein neue
Clag nach dem wolgesprochen vrthel, vnd weiß
noch nit, ob Ihm die Antworder woillen leben aber
nit, sonder ein bedocht Zunemen, wie landts
gewonheit ist, In allen rechtl(ichen) geng vnd geb ist,
von Jhdem vrthel Zuappulijrn , damit Zehen bedochts
dag Zu nemen , hoffen Es soilt Zu gelassen werd(en)
vnd aldiweil milcher, der cleger daßselb wiedder=
legung vmbstoiß, hoffen die Antworder , soillen solches
vnbilch gethan han, vnd beij einem Ald(en) gebrauch vnd her=
khomens bilch Zulassen ,  wan der antworder, daß
verseumbt vnd veriern ließ, so wer daß vrthel In
crafft, daruff het der cleger billich gebeijt, vnd stelt
damit Zu recht

              vrthel
Vff Anstellung alß anwalt Johan bieraug , copij
des vrthels belangen  ,Erkhent der scheff Ihm Johannes
bieraugen
cobeijen

            vrthel
                       Erkhent der scheff Johan bieraug(en)
                         kopeyen
vff Anstellung Johan bieraug als anwalt, In was
Zeijt petterß Johannes mit sampt seinen kriegsuer
wandt(en) , Ihn Clegern  die guder anZeigen sol, Inhalt
deß versiegeld(en) brieffs  ,Erkhent der scheff Zu recht
Inwendig vierZehn Dagen

           vrthel
Der scheff leßt petterß Johannessen die Zehen bedachts
dag Zu

[I, 115]
Zintgericht gehalt(en) zum lindijß vff
Donnersthtag nach matheuß apostel
Im Jar 58
[Der Rest der Seite ist leer.]

1559
[I, 115r]

Zindt gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnnerß
dag nach matheuß apostel Anno 59  d

Vff Anstellung deß Hern schultessen waß der
verbrochen hab ,  Inhalt Her Jost Hoffmanns clag
an stadt vnd von wegen, Er[ist gestrichen] baltzerß, crist=
wentzelß
verlassen sonn ,  das Eckerts Hens Casper
mit einer moirdlicher wehr , vberlauffen vnd Ihn= 
geschlagen , casper dabeij nit gelassen, weidter
Einen weiden stam abgehauwen , vnd darmit
diessen cleger auch geschlagen , Erkhent der
Erbhar scheff mit recht , wher solchs thut, 
vnsserm gnedig(en) furst(en) vnd hern ,[darüber eingefügt:] Inhalt Ihrer furstlichen #
diesseß Zintgerichts, gegebenen Zintbrieff In die                # gnad(en)
hoistd(en) buß , vnd den scheffen mit v ß d
Ehr khom dehn Zum negstd(en) gericht , vnd nimß
ab wie recht

Vff Anstellung Cloß wentzels verlassen sein baltzer  
Inhalt der clag, vff Eckerts Henß Caspern,
Etliche schlegerey belangen, ErKhent Im Der scheff
ein erst gericht u

1560
[I, 116]
Zindt gericht gehald(en) Zum lindiß den 26
dag Semdembrijs Anno 60 d

Vff Anstellung deß schulthessen Dieß gerichts zum
lindiß     waß die Jengen verbrochen haben die
vnsser g f vnd Hern gebot veracht(en), Erkhendt
der scheff  ,  Die solches gethan haben , In die
hochstd(en) buß vnd dem gericht v ß d                          [Der Rest der Seite ist leer]

1561/1562
[I, 116r]
Zijndt gericht gehalt(en) Zum lindijß uff Donnerßh=
dag  nach matheuß apostel Anno . 61 . d                     [Es folgt direkt nach ca. zwei freienZeilen:]

Zindt gericht gehalt(e) Zum lindiß vff donnerschdag
nach sanct matheus apostel Anno . 62 . d

petter schneider thut ein clag vff Johannes vom
lindiß
vnd[ist gestrichen] vff ein acker vff der strossen gelec 
hat petter sneider oder sein Khinder nithts Zu
Dtheil bekhommen  ,  Des haben die vormunder oder der
cleger, Ihn nichts darumb begrust ob vohr In Ein
Deil darin wolt geben oder nicht , hat vns auch
nichts darin    khunden gedeijhen, waß vns darin
geburt ,  hat nichts deweniger den cleger die
pfocht geben lassen , vnd hoff eß solt mit recht
erkhandt werd(en) , Johannes der beclagt, soll mir
vnd meinen Kind(ern) volg(en) lassen, waß vnß darin
geburn wult, Ehr Johanns sag dahn warum
ers nit thun wult
Weijder sagt petter schneider ehr hab ein beschwe=
rung In den pfocht(en) , Der halben wijl der
Cleger gerechent haben , vff daß meinen khi(n)d(ern)
recht gescheg, vnd Ihm nicht vnrecht, stelt
solches Zum rechtl(ichen)   

[I, 117]
Vff heudt dade thu ludwig friebel ein
versproch vff gronijmuß becker beijde burger
Zu gießen, vff ehtliche acker vnd wiessen
Ihm Zindt geleg(en), die Ehr von des clegers
schwester gierdraud(en) In hat

Zwischen petter schneider sampt seine vormundern vnd  #[Der folgende Name ist links in den freien Rand geschrieben]
# petters Johannes
ander theils [Johanneß belange = gestrichen], erkhennen die
scheffen, das Ihn der schultheß beijd(en) an Dtheils ein
dag an setzen gutlich berechen mit einander
soillen, Derweijl sie eß von beijdendeiln willig sein.

Zwischen petter schneidern als cleger an einem
vnd petters Johannes beclagten ander theils so
viel den angeclagt(en) acker belangk  Erkhent der
scheff Im ein erst gericht

vff die anstellung ludwigs friebels belang(en) #     # den versproch 
gegen vnd wieder geronimuß becker  beijde von
giessen , Erkhent Ihm der scheff den versproch
dies Jars, vnd sol Ihm volgens ob ehr woill
Jerlich hijnnach setzen

Nach dem petter schneider deß schadens halben anstel=
len lassen Johannes vnd petter die rechnung bela(n)g(en)  
In halt des vorgesprochen vrtheils von beijden
deiln willig, erkhent der scheff mit recht #            # den schad(en)
zu gleich geld(en) soillen

[I, 117r und I, 118 sind leer.]
1563
[I, 118r]
Vff Ingebrachte rug deß Zindt gerichts
Zum lindiß De Anno . 63 .  Wie
nach volg(en) wird

It(em) Crist Scheffer In der linder bach Zwische(n)
   beyder frucht
Zum anderen Crist Im rucken velt bey der nacht
  ye vnd Zu vor   Daß noch khein vijh Da
   gwest ist.
Zum drijdten Crist Scheffer Inn den wiessen beim schutzis 
   born
It(em) Casper muder Dungeß son hat mit
   den heijmeln(Hämmel) Dschwischen einen besenndt(en)
   velt gehut
It(em) Casper wie gemelt auch mit den
   heimeln gehut In einem gehegten velt
   da noch khein vieh hin khomen ist
It(em) Casper von Lauschbach In der linder
   bach zwischen zweijen frucht veld(er)

[I, 119]
Zindt gericht gehalt(en) Zum Lindijß vff
Donnerschtag nach matheuß aposter  / 
De Anno 63 .         [Dahinter etwas Gemaltes aus dem "d", wie ein Gesicht, das ein Kind malt. Der Rest der Seite ist leer.]

1564
[I, 119r]
Zum lindijß Zindt gericht gehalt(en) vff
Donnerschtag nach sanct matheuß apostell
De Anno . 64 .          [Wieder ein gemalter Schnörkel aus dem "d".]

It(em) Ingebracht(en) rug De Anno . 64 . [Schnörkel]
 
wie nach volgt

It(em) Crist scheffer hat die straß hinauß gefarn
   sein die schaff In die haber gelauffen
   Zum Zweijd(en) mall 
It(em) Crist scheffers bub hat in der wiessen
   gehut gnnt(genannt) Im fauln placke
It(em) Casper scheffer von lauschbach hat in stobbeln
   gehut
It(em) Casper scheffer muder Dungeß son hat
   Irngest den weijern vff dem halben Zenen
   gehut
--------------[Querstrich durch die ganze Seite]---------------------------
It(em) haben die vom lindiß mit Iren pferd(en)
   gehut, da sie nit hudten sollen wie volg(en)
   wirdt 
It(em) petterß Johanneß buben mit sein(en) 
   pferd(en)
[I, 120]
Milcherß buben mit seine pferd(en)
schuben Hens buben mit sein pferd(en)
Hermans buben mit sein pferd(en)
Helcken son mit sein pferd(en)
Jostd(en)  khnecht mit sein pferd(en)         [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 120r]
Erscheint Johan bieraug als vollmechtiger anwalt
vor Inen vnd sein geschwister , An diessem
furstlichen Zentgericht, alhij e Zu lindiß, vnd =
sagt   daß Ehr sich beschwert findt auff anstel=
lung deß schulthessen, nemlich den artieckell
belang(en), so diesser Zent brieff mit sich brengt 
welcher clerlich laud also, wo ein Zentner =
sterbt , sol Dieß Zentgericht, mit einer maß =
weinß entpfahen , biet derhalben cleger
dieß furstlich gericht, woil mich anwalt
sampt seinen princibalen, nit von solchem
Artieckell abweijssen, dan vrsach vnsser vatter
vnd mutter, vnß solcheß gut erblich vnd
Ewiglich Zu gestelt, vnd Ehr daßselbig nuhn 
oder niemehrmehr, solcheß gut Zugebrauche
stelt socheß Zu recht, verhofft auch Ihm
soilt ein gnedigeß vrtell mit getheilt werd(en)
vnd beij solchen Artieckell gehandt habt werd(en)
beuelts(befiehlts) damit dem rechtl(ichen)

[I, 121]
Vff heudt dato thut ludtwig friebell
ein versproch, vff geronimuß becker alle
beide won hafftig Zu giessen
, vff etlichen
acker vnd wiessen Im Zindt gelegen  Die
geronimuß
In hat von deß clegers schwe=
sters weg(en)
 
Her wieder gegen diessen vorgemelt(en) Insproch
sagt Jeronimuß becker wie daß Ehr, sein                         [Hieronymus Becker; + 1597, Gießen; FBG, 193; muß noch mal geheiratet haben.]
schwager ludwig friebell, hab mit seiner schwester            [Ludwig Friebel wird im FB Gießen unter Nr. 1169 als Vater von Hermann genannt.]
gierdraudt(en) der got gnadt, vmb die sieben oder
acht Jar, noch Ihrer beider, Eltern seligen Dott
mit einander Hauß gehalt(en), vnd solche Ire gutter
samhafftig mit einander, Zu Irer beidter notturfft
gebraucht, Eh dan gierdraut selige, an mich Jeh=
ronimuß becker
ehlich bestattet ist word(en),  So
verhoffen ich Jehronimuß eß soilt mir Zu gelassen
werd(en), daß Jenige, daß sie giertraut Ire theill
mier Jehronimussen, Zum selbigen mall Zu bracht
hab, daß solche gutter Durch sie an mich auch
hernochher ererbt, dan sie beijde haben doch vff
Irer freijen fussen gestand(en), vnbeZwung(en) oder
vngedrung(en), mit solchem Iren guttern, Zuthun
oder Zulassen gehabt, nach allem Ihrem wolge=
vallen, Solches stellen ich, Zu euch meinen hern
scheffen Zu erkhennen waß recht darin sein wiell
damit vorbehalt, Aller notturfft deß rechtl(ichen)  

[I, 121r]          
              
vrthell
vff beger vnd anstellung geronimuß beckers
Erkhent der scheff Zu recht, die weijl ludwig
friebel
Dieß gericht nit verhand(en) , will dahn
ludwig Zum negstd(en) gericht seine Zuredt thun
wijll der scheff hoiren , ehr thuß oder thu eß
nit, sol vff deß ansuchenden theils geschen(geschehen)
waß recht ist                                                              [Der Rest der Seite ist leer.]

1565
[I, 122]
Zintgericht gehalten Zum lindiß vff =
Donneßhtag nach matheuß apostell =
Anno . 65 .  [Wieder der Schnörkel]

It(em) ist Durch Hanß Schmitd(en) den wierdt Zum
lindiß
Inbracht wie daß Mateß stroschnider
Zu giessen
, vnd Jorg schreiner wonhaftig zu
giessen
, In deß obgemeltes Hauß Zum wein
gewest bin, Da hat mateß wie vorgemelt
Jorgen
Daß gelech verheissen, vnd darnach
nit gestand(en), Daruff hat Jorg matessen
mit seiner Khan geworffen,  da hat matheß
sein ploitzer außgezog(en) vnd nach Jorgen
gehauhen,  Da habe der wierdt vnd Jorg
theijdtler
sie gescheid(en) vnd matessen hinauß
bracht

Weijder ist In bracht wie daß der pfarher von
wiessig vnd sein khnecht In Hanß schmits
Hauß beim wein gewessen bin, da hat der
Jung Hanß rin, Zu deß pfarnerß khnecht
gesagt  Du bist mir auch noch einß schultig 
Du hast mich ein mal gefuit, Daruff
hat Henrich gesagt ich habß nit gethan, mein
bruder hats gethan,  , Daruff hat Hanß
rin
gesagt Du hasts gethan, vnd Ihn mit
einem glaß geworffen,  Vnd darnach Daß
messer vff Dem Diesch genomen vnd Henrichen
vff die brust geworffen vnd damit
gescheid(en) sein word(en)
[I, 122r]
Weijder ist In bracht Daß Der Jung Hanß rin
Zu dem pfarher zu wiessig gesagt hab, Ehr seij
Ihm noch schultig, daruff der pfarher gesagt
Du leugst eß, daruff Hanß rin Ihnen vffs
mauhll geschlagen mit eine vaust                [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 123]
Vff die Ingebrachte rug Hanß Schmits zum lindiß
daß Jorg Schreiner burger Zu giessen, mathessen stro=        [Jorg Schreiner, FB Gießen, 4179a. # 03.05.1578 in Gießen.]
schneider
mit einer khan geworffen vnd her=                      [Mattheus Stroschneider findet sich nicht im FB Gießen.]
wederumb matheß mit einem bloitzer nach Jorgen
gehauen , Ekhent der scheff diesse beide In die
hoiste buß vnd dem scheffen Ire gerechtikeit

Vff Die rug Hanß schmits Zum Lindiß gerugt
Daß der Jung Hanß rin mit einem messer nach             
Henrich geijbeln
geworffen, erkhent der scheff                   [Henrich Geibel wird bei Stumpf nicht in Wieseck genannt.]
Ihn Hanß rin In die hoist[= gestr.] hoichsten buß vnd          [Bei Hans Rinn könnte es sich um FB Gießen, 3418 handeln. Allerdings ist
den scheffen Ihre gerechtikeheit                                       dieser schon 1566 Ratsverwandter in Gießen, was dagegen spricht.]

Weijder ist von Hanssen Inbracht wie daß her
friedrich giernhart
pfarher Zu wiessig den Jungen        [Hassia sacra, I, 274: Friedrich Gernand von Heuchelheim bei Gießen, 1556-1570 
Hanß rin
hat heyssen liegen(lügen), daruff han rin     Pfarrer in Wieseck.]
den pfarher vffs maul geschlag(en) hieruff
erkhent der scheff Diese beijde Einenyden In
die klein buß

[Friedrich Wilhelm Weitershaus und Friedrich Germer vertreten die Meinung, daß dem Centgericht Lindes, wie bei einem    
Vogteigericht, die Centner nur dinglich, also nur als Inhaber von Centgütern, unterstanden.     
Der obige Eintrag zeigt aber m. E., daß das Centgericht in dieser Zeit noch die Funktion eines Untergerichts oder Nieder-
Cents (centena inferior; siehe F. W. Weitershaus, Seite 45), hatte.
Es ist zwar keine Liste der Centner aus dieser Zeit erhalten, aber der Wiesecker Pfarrer ist nirgends sonst als Centner in  
Lindes genannt.    
1654, siehe II, 21, werden "Hartman der Schmitt Zue Leitgestern, Emanuel Nestelthröner vf der Bieber; Jacob Hardtman    
Zue Fellingshausen" u. a. wegen einer Schlägerei in "Philip Eberts Hauß" in Lindes vom Centgericht zu einer Strafe von    
jeweils einem Gulden verurteilt. Keiner der Genannten ist (bisher) als Centner bekannt.    
Deshalb spricht auch dieser Eintrag von 1654 dafür, daß vom Centgericht Lindes auch die im Centbann begangenen   
(leichteren) Straftaten abgeurteilt wurden.]              

[I, 123r ist leer.]
[I, 124]
In gebracht(en) rug vff dieß vorgemelte gericht
De anno . 65 .   [Schnörkel]

                Schoff rug
It(em) Der lang merd(en) der scheffer In der Linder
   bach
                pferdt rug
It(em) die lindisser weyd buben mit dem hauffen wie
   volgt
It(em) Johanneß buben
          milcherß buben
          schubpen Henß bub
          helckgen bub
          Deß wierdts Jostd(en) bub
[I, 124r]

# Alß ein an
walt von weg(en)
Hanß Dech
vnd
Hanß Wagner
# Zu recht

vrthell
It(em) thut Khunraidt von Weiss(el) # ein erst Clag vff
Johan Schneiders
gut alß nemlich ein wießplacken
geleg(en) In werben vnd vff Zwen placken landts
Im heßler geleg(en), damit stelt Chunradt wie
obgemelt # ob Johann Schneiders erben nit daß gemelte
gut wieder vff die rechtl(ichen) erben volg(en) soilten lasse 
Vff Chunradts von weissels clag erkhent Ihm
der scheff ein erst Gericht.
 
 


vrthell
It(em) thut Ludwig frijbell ein versproch In Daß
gut Daß grunimuß becker In hat von weg(en)
ludwijgß
schwester seligen gierdraud(en)
Erkhent der scheff ludwig(en)
sein Zweid(en) versproch
 
  Creing(en) Johan schneiderß selig(en) Haußfrau biet
vnd begert Khobeyen derIngebrachten clag, die
Cunradt von weissel alß ein anwalt Inbracht
hat, verhofft derhalben,   eß soilt Ihr mit
getheilt werd(en) ,  dahn daß sie ein rechtschaffen
antwort geben khoint , dahn sie nit vff Dieß=
mal selbst perschonlich erschein khan, von
weg(en) iehreß bekeimerniß
       vrthell
  Vff Anstellung gronimuß beckerß vff den versproch
den ludwig friebels gethan hat erkhent der scheff mit recht
haben diesse beide gronimuß vnd ludwig,
einen lebendig(en) weingkauff , oder brieff vnd
siegel , vber solche versprochene guder wil der
der scheff hoirn , sol darnach geschen(geschehen) waß
recht ist

[I, 125. Kleineres halbes Blatt in sehr schöner Schrift, nur Vorderseite beschrieben:]
Es sagt Iheronim(us) Becker , her Wider gegen diesen , vermeinten Insproch ,
seines Schwogger lodowigs friebels,  wie das sie beyde,  Lodwig vnd seine
schwester gitterraut
selige,  haben mit ein ander,  vnnb(vmb) die sieben oder Achte
Jarre,  nach Irrer beyder eltern seligen doth,  Ire haußhaltung volnfurtt
vnd solche gutter,  die Innen Beyd(en) Irre Vatter vnd Mutter seligen verlassen
hab(en) ,   haben sie beyde In Irrer Haußhaltung ,  vnd noddurfft gebraucht
vnd darnach,   Sie gitterraut selige mit Irrem Vetterlichen anerstorben
erbtheill,   An mich Jheronimus Becker, Ehelich bestattet Ist worden
[Zeile am Rand eingefügt:]
vnd dieweilauch solches alsogeschehen Ist vnd auch
Darbey auch,  keine vermeinte innred,  oder außzug geschehen Ist word(en)
dan sie beyde geschwiester,  haben mit Irrem Vetterlichem erbguttern ,
auff Irren freijen fuessen gestand(en),  Vnd damit zu thun vnd zulass(en)
macht gehabt haben,  Nach Irrem gefallen ,  wilches auch durch sie beyde
verwilligett Ist word(en),  Solches sthellen Ich Jheronimus Becker zu euch
Hern Schultessen , vnd Scheffen,  In diessem furstlichem Zindtgericht alhir
zum lindes,   Zuerkennen,   wieder diessen vermeinten Insproch
lodwig friebels,  was die bilchkeitt darinne sein will
Damit In Vorbehalt Aller Noddurff der rechtlichen Hilff

[I, 126 ist beidseitig leer; Blatt I, 127 gehört ins Jahr 1592 und folgt weiter unten.]

1570
[II, 50]
Extract aus dem Linneßer Centh Gerichts Protocollo de Ao 1570
          Schöffenaijd Jedem so dießem Centhgericht
           eingezogen wird, verständlich vorzulehßen
[Die folgenden zehn Zeilen sind auch bei Friedrich Wilhelm Weitershaus auf Seite 50 zu finden.] 
Es soll ein Erbarer Schöffe, dießem Zenthgericht ingezogen,
bedächtiglichen von Parteyen Klag und Antwort anhö=
ren den Mit=Schöffen Parteyen die ingeheim erklären
und darauf seinem besten Verstand und Vermögen nach Urtel
geben helffen, Keiner Partey zu lieb und zurücksetzen,
sondern nach lauterer Klag und Antwort, nicht um
Gunst, furcht oder Gewinns willen, sondern wie ihr deßen
gegen Gott dem Richter aller Menschen Vermeinet,
zu Verantworten, Die geweiste Urtheil in geheim behalten,
des Gerichts Heimlichkeit bey sich in den tod behalten.

          Heßisches Zenthgericht gehalten ao 1570
                  donnerstags den 9" Mertz
Na: 
Sollen fürs Jedes Jahr Zweijmahl Zenthgericht gehalten
werden, das Erste Mittwochs vor Laetare, dasandere 
Mitwochs vor Michel, da denn alle Zehndner jden
Gerichtstage beij bueß 5 Schilling zum Cennt Vor
Neun Auren erscheinen sollen.
[Diese Abschrift, in der fälschlich von "Zehndner" statt von "Centner" die Rede ist, muß wesentlich
später entstanden sein. Die Abschrift setzt sich über den Rest dieser Seite und über die halbe Rückseite fort:]
 
 
Anfänglich ist Inhalts der acl gestelt Zinthbrieff
stark offentlich Verlehßen worden, auf die Högung
sehr(?) zuvor durch Heßs. Schultheß, altem Herkommen
nach, beschehen.
Demenach seijnd die Zentherrn Vor Neuem VerZeichnet,
nemlich die Jenigen, so sich solcher Güter unternehmen
wollen.
Na: 
Wenn Eltern beij leben etwas übergeben, müßen die Kinder
müßen die Kinder mit 8 tournes empfangen, vid
appendicem einer copeij(liche)n Centhordnung
 
Wer Centhguth in Leijhe nimbt, muß solches empfangen, und
wenn eine solche Leijhe aufhört, und ein solcher ander Centh
Guth in Leijhe nimbt, muß jedesmahl solches nach dem 
Centhbrieffempfang(en) vid: Protocoll Vom 8"octo 1594
item 1570
[II, 50r]
Daß die von Adel und honratiores, wenn sie Centhguth besitzen
ein solches empfang(en) müßen vid. Protocoll vom 9" Mertz
1570. und die List vom Gerichtschreiber Daub.
Daß Unmündige, nach absterben derer Eltern, das Centhguth
empfang(en) müßen vid: voriges Protocoll.
Daß ein HosptitalMeister empfang(en) müßen vid. Prot de ao 1570 
Daß auch ein Centhner, so schon Zenthguth hat undweiters be=
kombt, solches auch empfang(en) muß vid: vorig protocoll.
Daß die Worth höchst buß jeder Zeith die bedeutung
habe, was Vor gndst. Herrschafft gestrafftwerden
soll , Zeigen alle Brotocolla inspecie gardeutlich die
brotocoll de ao 1571. item 1572. item 1622. item
1623 . 1606.
Daß Hoffleuth das Centhguth empfang(en) vid: Protocoll de ao
1572 ubi des von Schwalbachs Hofmann befind(lich) ist 
Die Ordnung warum die jenige über der Höge auf 
g(i)eß(en) Zu höher, als die nach Linnes Zu gerügt werden 
vid Protocoll de ao 1608 .

[II, 51, ist beidseitig leer; die Seiten II, 52, bis II, 54, gehören in die Jahre 1747, 1750 und 1762.   
Die Seite II, 55, ist ein beidseitig leeres Tabellenformular. II, 56, ist undatiert und enthält nur:]   
Verzeichnüße von Ungegorsamen
        Centhnern
           und
Beygelegtem schrifftl(ichem) entschuldigen derer
    außgebliebenen beij Gericht
[II, 56r; kopstehend, ganz unten:] 
        von Wießeck   
                                   M     
[Die Seite II, 57, besteht aus sehr altem Papier; es findet sich nur:]      
          Centhgerichts   Protocollum 
[und im unteren Drittel das Wort:]          klingen    

26.09.1571
[I, 173, ist nach dem Jahr 1660 eingebunden.]
Demnach Petter Sawer heuttiges tags In geschefften
meins g: F vnd Hern H. Nemlich(en) die Trancksteur vnd
Eijg(en) wein gewechs Alhir vff Zu schreiben vnd Zu heb(en)
Also dz er daß Zint gericht Zu: Lindes dißmals nicht
kan helffen besitz(en) derweg(en) in der Schulteiß Zu
Lindes In kein(en) Vngehorsam erkenn(en) soll actum d(en) 26
Septemb(ris) Ao 71 .
                               H.  Crafftt ff#

Gerlach Stor. vnd Joist Bachma(nn) Sinth Auch deß weins
  halber vff Zuschrieb(en) vffgehalt(en) word(en) --

04.07.1572
[II, 86] [Das rechte obere Viertel der Seite ist kaum noch lesbar, da die Tinte der Rückseite durchgeschlagen ist.]
Strenger Edler vnd ehrnfester Her Hauptman nach dem
E S vnd E gutt wissens dragen daß ich arme verlassene
wittwen von wilhelm scheffers Sohn Hans von Lotzen Linden an
angetastett, hatt[= gestr.]\sein/ vnd seine mitwillen mit schmeissen vnd kratz(en) 
bublich erZeiget hatt   so füge ich E S vnd E Zu wissen
daß ehr mich heitt freitag vors gericht Zu Lins zitiren hatt
lassen vmb acht vhr so bin ich armes verlassenes weib gar
allein vnd hab keine bei standt in disser welt so bitt
ich E S vnd E gantz Lauterlich vmb gottes willen
vmb ein guten Radt wie ich arme mocht der sach(en)
nach kommen dan ich daß vermogenns nicht bin daß ich
gerichtlich mir ein handeln kont armuts halber dan mein
hab gar gering ist gott erbarm eß ich habe mich aber deß
eidts erbottenn vnd weiß daß Ich in Recht thun wil
wen eß mir mocht Zu gelassen werden  der warheit
Zu steuer daß weiß gott  biten E S vnd E gantz
vntherdeniglich vmb gottes willen euer guten Radt mir
arme verlassene witwen mit Zu theilen gott der
almechtige wol euch gluck vnd heil bescheren dat(um)
freidag den 4 Julij A C
                 Anna mûsch wonhafftig
                        Zu Linnis

[II, 86r, ist kopfstehend im linken oberen Viertel beschriftet; ebenfalls schwer lesbar, s. o.]
Dieweyll disse Suplicantin
wissentlich arm vnd vnder
m g f vnd H gesessen
soll sie Zu keiner Caution
gedrngen, vnd dieweyl \man/ bej
Sollichenn vnchristlichen hende
lnn wie die arme frauw \sich/ be
clagtt, rechtt vfflagen zeigen
Zu erfordertt [ein Wort gestr.] wirdtt
Die scheffe Sich hier Innen aller 
gepur Zuuerhalt(en) wissen
Signat(um) gissen den 4. July
ao 72
       Caspar S gtt Milchling
         Haupttman zu giessen  

[II, 28]
[Diese undatierte Akte muß zu dem obigen Vorgang gehören.     
Die oben genannte Witwe ist inzwischen verstorben.]       
Demnach der Erbar Wigand Kaul fürstlich(er)
Landt Knecht Im Gemeine Landt vnd Schult(heiß)
Zum Lindes vnd Zinds daselbst, heut Dato
Montags den 30 t Martij Alhir Zu Lützelind(en)
enkomen, An Zeygendt das ehr befelch hette
von dem Gestreng(en) Edlen vnd Erenuest(en)
CaßPar SchützPar gnt(genannt) Milchliing Hauptm(ann)
Zu Gieß(en) p Kundtschafft abZuhören Zwiisch(en)
Wilhelms Hansen von Lützelind(en) als Beklagt(en)
vnd Clegerin selig(en) Koch Annae Zum
Lindes so In Gott verscheyden.       Ob dj
g(enann)te Clagerin vff vnd vor Irem Abschiedt
Der Zügelegtten vnd vor Prachten Clagen
Imme Recht(en) Züm Lindes Gerichttlich(en) vf
obg(enann)ten Hansen Inprachtt  dz soldt ehr
sie Zugeweldig(en) vnd(er)stand(en) hab(en) vermog
Der Gerichts Actis , ettwas sich vor gläub
würdig(en) Leütten noch biß ahns Ende ett=
was vernemen laß(en) .  c          Hatt
obg(enann)ter Schul(thei)s Dweil niemands von
Ir Inn Irer Krenck vnd vor Irem Ende
weitter Denn Ir Sohn Jorg daüon
ettwas gehordt  Izg(enann)tern Jorg(en) Inn
Henichg(en) Gobels Haus Zu Lutzelind(en), geg(en)=
wertigk g(enann)tes Henichges als Gg(enann)ten Ge=
richts Schoff(en) Zum Lindes vnd meyner
Just Hoffmans  p   mit gePürlich(en) beeydigung
vor genomen Darümb vor vns beydenn
abgehordt   Der dann nach geleistem Aydt
vor verwarnüng mayneids newlich(en)
erinnertt alß volgtt sagtte:
Ehr hette sein Mütter Koch Anna Inn
Irer Krenck vnd Zuüor kurtz vor Irem Ende
vff obg(enann)te sach(en) erinnert , gePeth(en) da sie
dem Knechtt vhnrechtt thette dz sie dann
Ir sehel(Seele) nit beschweren vnd Im verZeyh(en)
woldte p    Hab sie geanttwortt   Sie
achtt werde den toidt leyd(en) : wiß aber
nit and(er)st vnd woldt also sterb(en) diser
Knechtt hette Ir vorPrachtt Klage gethan
Hab Sie aüch Zum And(er)n Mal vhngeüehr(ungefähr)
eyn Stunde vor Irem Ende gleich weiß
gebeth(en)  dz sie Ir sehel nit beschwerdt vnd
der sach(en) nit Zuuil od(er) wenig thette
Hab Sie geanttwortt : Sie wiß nitt
[II, 28r]
and(er)st Wolle aber  In (.g(enann)ten Iren Sohn.)
vmb Gottes will(en) gebeth(en) hab(en) :  Dweill
sie Inn Irem leger Allen Menschen
So Ir leids gethan verZeyhe ,  dz ehr
gleich(er) weiß Allen vnd Jdem den sie
Leids vnd vhnbillichs gethon hette Pitt(en)
woldte  Ir ZuuerZeyh(en).    Diß sey sein
wares wiß(en)   Ist hiemit seynn Außags
Dweil niemands weitters hiebey geweß(en)
od(er) angehördt hingelaß(en)      Act(um)  vt Sup(ra)   
                                        Jhoffman Pfarh(err) Zu
                                           Lutzelind(en)  
                                               j   c   subsc  
[II, 29, ist beidseitig leer.] 

08.02.1573
[II, 81, ist zwischen Akten um 1610 gebunden. Im Text wird Heinrich Craft als
"fürstlicher Kelner zu Gießen" genannt.
Dieser wird im FB Gießen, Band II, Seite 58, nur für das Jahr 1571 als Amtskeller angegeben.
Für die Jahre 1569 und 1570 wird dort kein Amtsinhaber genannt, für 1572 wird ein anderer Amtsinhaber angegeben.]

Dem Nach siech irung vnnd gebrechen Erhalten haben, Zwischen dem Achtbarn
Hans Schmidt, wonhaftig zum Lindis
, An Einem, Vnd dem bastian gernandt
Andertheils, der Zeith wonende zu Gissen, belangende Etzliche iniurien,
vnnd Scheltwordt, dadurch sie dan Anhir An das gericht Alhie
Zu giessen Erwachsen sein, Auch im Ethlich gericht Auf einander
geklagt, vnnd den Handel Also fern gethriben, das Enthlichen
die Hern scheffen, beneben mir Als dem schulteis, die Sachen
gantz geringschetzig geacht, vnnd inen zu mehrmahlen vnttersagt,
vnnd geratten, sich beide in der guth zu uerthragen (vertragen), die weil den
beide theil sich gantz streittig kegen Ein Ander Ertzeigt haben,
vnnd kein theil dem Andern weichen wollen, haben sich gutte
Hern Vnnd fr(e)undt, so vneinigkeit Zwischen beiden partheien,
nicht gern gesehen haben, zusamen beruffen, Als mith Namen
Heinrich Craft, fürstlicher Kelner zu Gissen
, vnnd iorg finck,
Jost Hilt, beide burger daselbst
, vnnd friederich schlagk, wohnhaft
zum Lindis
, vnnd den handel von beiden theilen Angehort,
vnd Enthlichen zu sich Vnnd von dem gericht genohmen, doch
mith Wissen der Hern scheffen zu gissen, vnnd beide partheien
Also zu grundt vorricht vnnd vorthragen, Also vnnd Dero=
gestalt, das ir keiner dem Andern, soliche ir gehabte jrung
vnnd wider willen, so von Anfangk vnnd bis Auf vnser
gemelter scheidsfreundt vorgleichung, Nuhn Vnnd zu Ewigen
Zeitten, nichts solt An iren Ehrie oder gutten Leumundt schmitzlich
nicht Auf zu rucken, Anen oder Effern, noch vorwerffen,
weder durch sich oder die Seinen, Auch niemandt solichs zuthun
gestatten, bisunder soliche ir zusamen gehabte jrung, sol gentzlich(en)
dot beij vnnd Ab sein, Auch darauf vnns obgemelten scheids
freunden, von beiden theillen die handthrein gegeben, Vnnd Auch
Angelobt, solichs stedt vnnd fest zu halten, Geuerde vnnd arge=
=list hin danen gesetzt, Dergleichen haben beide krigsverwant(en)
EinAnder Wircklichen vorZihen Als Cristen, Vnnd Einander
[II, 81r]
Die hendt gegeben, darmith Aber Diesser vortragk, desto Krefftiger sein mocht,
Auch desto Ansehlicher mocht geachtet werden, haben mir vorgemelte
vir scheidsfreundt, gebetten den Ehrhafften Constantinu(s) Metzger,  
schultheis Zu Gissen, das Ehr sein gewohnlich insiegel, Zu Endt
dises schriftlichen vortrags trucken wolt, welichs ich itzt gemelter
schultheis mich Also gethan Erken, doch mir vnnd meinen Erben,
vnnd Nachkomen ohn schaden, geben vnnd geschen Dinstags nach
Inuocauit Anno p 73  
[Das Blatt ist gesiegelt.]
[II, 82, ist beidseitig leer.]

1574
[Die Seiten I, 3 bis I, 9 gehören in die Jahre 1701-1711 und folgen unten. Die Seite I, 10 ist beidseitig leer.
Die Seiten I, 11 bis I, 20r behandeln zwei Prozesse. Die Ränder mit den Jahresangaben fehlen meistens.
Die Blätter sind nachträglich sowohl mit "1574" als auch mit "1714" beschriftet. Da hier aber "Zintgericht"
oder "Zendtt gericht" steht und nicht, wie Anfang 1700, "Centgericht", gehe ich davon aus, daß sie zu 1574 gehören.
Blatt I, 21 gehört eindeutig zu 1574.]
[I, 11]




No 4.
           Zendtt Gerichtt gehaltt(en) den 17 [Rand fehlt; später: 1574]
Vor Denn Erbarnn Zindtt gerichtt Schultheiss(en)
vndt Scheffenn, alhir Zum Lindiß erscheint, 
Christ Wentzell, ahn statt vndt weg(en), seyner ehe
lich(en) Hausfrauen Margrethen, vndt setz, vndt
sagtt es whar seij, vermoge, einer gethaner /[Ru=(?) Rand beschädigt]  
ge, das ihn von Kaussen Jacobem, seynner H/[aus=(?)]   
frauen, ihm seynn Hausfraus Gedrautten ge/[schol=(?)]  
tten habe, von Jacobs Hausfraus Gerdrautten
ihm Christen seyn Hausfraus gescholtt(en) habe Lau/[t(?)] 
der Ruge, (ein ausgeheytt Huer) hofftt der
Cleger, mitt dem maull, das sie sie mitt ge/
schultten habe, sie solle sie widerumb Zue 
verannttwortenn durch ein offentt lichs wider
spruch angehalttenn werd(en) den sie hie vor
rechtt Zu thun schultigk soll sein mitt allem
vfferwend(en) Costen vndt schatt(en) (Schaden) vndt begehr damitt
mit rechtt anZuHalttenn sie herbeij Zu trett(en),
mit ihrem eig(en) maull antwortt Zue geb(en) 
stelle solchs Zue rechtt mitt Vorbehaltt ihrer
antwortt
 
Vor euch den Erbarnn vndt Wolachtbarnn Hern
Schultheissen vndt Scheff(en) diesses furstlich(en) Zindes
Rechtt alhir zum Lindiß erscheint Jacob an stat
vndt von weg(en) seynner Hausfrauen Gerdrautt
geg(en) vndt widder Christes Hausfraue Margreth
Repetirtt vndt widder holtt alle seynnes vorigs 
gethane antwortt vndt sagtt das in alle recht 
vndt woll versehns vndt Zu lessigk sey auch bey aller 
[I, 11r]  
Hogts oberigkeytt bey einer hoge phenn vndt
straff verbott(en), keynner den anderen mit Waffenn
auch mitt Wortt(en) vndt werck(en) vff Zu holen auch
mitt keyner Vn wharheytt anZugreiff(en) wie dan
Christes Hausfraue, Jacobs Hausfraue angegriff(en)
hatt, vndt sie berichtigett vndt noch gesagtt sie
habe ein Khue schinden lassen vndt sie neun(?)
Woch(en) langk an einem den hang(en) lasßenn
als wan ehr Jacob vndt synn Hausfraue, mitt
Zuchtt(en) das selbigk Zue sag(en) von eine wuell
esßenn solle, die weill nun, wie oben geme/[Rand durch Bindung verloren gegangen]
sie Clagerin die beclagtte mir selig(en)(??) wortt(en) vffgehol/..
ster Jacob ahn statt seynner Hausfraue vndt hoff/
es soll durch euern recht spruch artticku/..
vndt erkantt werd(en), so soll gemeltts Clager/..
den selbig(en) punctenn Zue bewissen hell/..
vndt Cla.. schultigk sein noch im Haltt (?)efen/..
licher Ordennungk auch noch alle beschriebene(?)
rechtts vndt statt solchs an diesßes Erbar Zindt
gerichtts Zuerkenne was billich vndt recht s/..
will mitt aberagkt(?) moglich(en) gerichts Costenn
vndt shatt(en) giebt(?) solchs Jacob von weg(en) s/.
nner HausPrauenn vff die gethans(?) Klage Z/..
verantwortt(en) fhernner Repetirtt ehr seynes (?)P/er(?)
son klage vndt sagtt das whar seij, das sey(?)/
Christes Hausfraue die Clagerin gelusten hatt
lassenn vndt gemelttig Jacobs Hausfraue mi/
schmelich(en) dottlich(en) wortt(en) angegeriff(en) vndt noch
lautt der Ruge vndt sie gescholtt(en) ahn ihren gl/..
ein Hure, mit vrlaub Zue reddenn schatt(?) hie
Jacob vndt hofftt an statt vndt weg(en) sey/..
HausPraue gerdrautt(en) es soll Christes HausPrau/
[I,12]  
Margreth Jacobs HausPraue Zue verantwortten
shultigk seynn, mitt erstatt(en) moglichs gerichts Cost(en)
vndt shatt(en) miterasße(?) vndt who Clagers bey besch/
lassenn Wurde, wollem mir gleiches gestatt(en) besch/
ssen habenn wo mit eß behaltt(en) mir vng(?) vor,
alle gnthatt(?) des rechtt(en)

Noch begebbenner, Nichtiger, antwortt die Christ
vff Jacobs Hausfraue gerdraut(en), erste Ruge ist
inbracht wortt(en), wie das sie sie ausdrucklich
in der Ruge vermeltt, ein ausgeheitt huer ge
scholttenn habe, vndt Christ die Clage vff die
selbige gerdraut(en) Clage gesteltt hatt inhaltt
der Ruge, hofft Christ noch mals, die gerdraut
die soll mit beZwangktem rechtte angehaltt(en)
werdenn selbst herbeij Zue ghenn, vndt das
selbige offentlich widerumb Zu Widdesprech(en)
hatt dan Jacob oder seynne Hausfraue gerdraut
so sollens sie mit form der Rechte thun, vndt
nit mit der Onfhorm sagtt Christ, das He
das nichtik tingk mit keynne wegk anZu
nimmen schultigk seyn, auch in keym nichtigkeijtt
hollen oder willig(en) wolle, weitter mehr dan
was He von rechts weg(en) schultigk Zu thun
ist, vndt bitt noch, wie vhor auch gebett(en)
ist, die beclagtte solle angehaltt(en) werd(en), ein
deusch Clar antwortt erster Rugs vndt Clags
antwortt Zu geb(en)durch das wortt [zwei gestrichene Worte] whar
oder nit whar whan das selbige geschichtt,
so wollen mir vns aller gutheitt der rechtt(en)
vorbehaltt/en) er steltt solches Zue rechtt
[I, 12r]
Aber mals sagtt Jacob anstatt vndt von weg(en) sijnn
Hausfrauem, das er von rechts weg(en) seynner Haus
frauem schultigk sey  Zue vertrett(en) vor gericht
vndt rechtt , als ein Heubtt einnes ehelich ge=
mals wierrauch vor dem altt dhor vereidt vndt
verplichtt, des weibs Heubtt Zu seynn,
auch sie mit recht Zuuertrett(en)(zu vertreten) ohrbietigk, vndt
nimpt erstlich vor bekantt ahnn, das Christ der
Clager von rechtt vns der selbige Onwhorlich
beZuchtigungk die dan Christes Hausfraue
Jacobs Hausfraue mitt Onwharhentt(heittt?) beZuchtig/..[Rand]
hatt es das sie, habs ein geschinde Khue nen/..
noch ahn ihrem denn Jehatt hatt hangenn,
welchs Jacob vndt sein Hausfraue solchs
nit gestendigk ist hoff(en) vndt drauen sol
ihnen rechtt erkant vndt gesproch(en) werd(en) ,
es soll Christes Hausfraue die selbige beZuch/ti=
gunng Zu be wissen schultigk sein das sie s/..
aber mit solcher Onwharheitt wie gemeltt ist
moge sie wol geredtt haben Zue simer Verant/=
worten sie redtt nit whor [sie habe = gestrichen] wie die
ruge vermeltt das habe sie in verantwortt/..
weiß geredtt  Die weill ste aber(?) sie vntlich(?)
hatt geschmehett vndt gescholtt(en) noch laut der
Ruge ein Huer vermoge die recht das einner(?) ../..
einne Defension Clage moge purgirn das
selbigs Zue verantwortt(en) vndt ni(in?) Clage wei/..
moge vorPringen derhalben Hofft Jacob an
statt seynner Hausfraue in recht Zuerkenne vn/dt
Zu sprech(en) es habe Christes Hausfraue solch/
anffangk vndt On wharheytt onbilcher weiß
[I, 13]


# Erste vndt
Jacobs Hausfraue darmitt vff geholtt, vndt (?)f...[Rand beschädigt]
schultigk synn dem selbig vnZechtig(en) puncten Zu
beweissen schultigk synn,   Zum andernn soll
sie schultigk gleiches gestaltt der # Leste gethamne
Ruge Zu verant wortt(en) schultigk synn, mit er
stattunngk moglich gerichts Costen vnd schatt(en)(Schaden)
vndt bitt hiemitt Einer weisheytt Zuerkenne
vndt Zue sprech(en) was darinnen bilch vndt
rechtt ist(iß?)

Vff die Langkweillige vertrossliche Nichtigg/
ausfluchtt, vndt Nichtiger antwortt, das
Jocob dasthett wolle sich gehrn im das recht
hinein lassen, als wan er von weg(en) seynner
Hausfraue w[= gestrichen] qualifecirtt were. vndt viell
rummeß, des ihm nit geglaubt wurde,
auch von ihnen nit dargelegt khan werd(en),
auch von diessen beclagtt(en) angnomme wirdtt/?
keynnen wagktt, vndt whan einer ein defensi/v
klage thun will, so muß er die selbige die
er vermeint Zu thun, dem Richter sein Zwannn=
gk geltt gebenn bey das recht Zu Cittiren, vndt
ZuZuhorn durch gebott alle die weil er dasselbige
nit thutt oder gethan hatt, so ist sein Clage nichtigk
vndt föcht damit niemants ahn, das sie der
Ruge (?)bekentt der schantwortt die gerdraut die be
clagtte gethan hatt, in erster Ruge ausdrucklich
gerugktt worden ist, wollen mein Hern inn(im?)
fleissigkeytt der rechten wollen, Zu Herz(en) neme

[I, 13r] Vndt hertzlich betrochtt(en) das sie sich in der leste
ruge ghern behelff(en) woltn ist in sch(sich?) selbst nichtigk
aus bewegener vrsach(en) vndt do der Schulteiß
vndt die Heimmerger widder Zu der Rug g/e=(?)
stern geschicktt hatt die Ruggersenn(?) die erst/..
Ruge bekrefftigett; vndt gesproch(en) wehr es do
bey nit lassen woll woll sie vor dem strengenn
Haubpttmann Zue giessenn mit ihm vorkomme ab/..
sie niemants dohin Cittirtt hatt vndt bey ihren
ersten wortt(en) gelassen, hett(en) die heimmerg/..
woll Zu bedenck(en) gehatt, bey dem selbig(en) Zue
bleiben vndt die weill auch nun die schme d/..
ruge begleubtt vndt bekant wurde die beclagtte
solle angehaltt(en) werd(en) wie auch vor in brachtt
ist wie dern maul do sie nitt geholtt(en) habe
ein offentlich(en) widderspruch Zuthun mit allenn
vffvffgewentt(en) Costen vndt Schatt(en) sich gott vndt
dem Rechte befolnn

Gegen das vnnutzlich dorliches geschwetz Chris/t
vorbrenges(?) reqettirt Jacob seynes voriges in breng/..
anstat vndt von weg(en) seyner hausfrauen in allen
recht(en) verstehn(verschen?) vndt Zulessigk das man dem re/cht?
alles soll vor komme lassen der wharheitt Zu
steuer alles das was Zuhorn ist das die wha/r=
heitt des da besser an dagtt koptt Nun
ist whar vndt offenbahr das Lambertt ansta/t
seynnes princibaln Christes, der(die?) leste Rug/..
begertt hatt Zue offen bharn damitt noch seyn/..
begher haben die beclagtten gleiches gestaltt gebett/..
die selbige leste Ruge Zu offen bharnn wie dorff/..

[I, 14] dan Lambertt an statt seines princib/aln? ..(?) Die    [Der obere Rand der Seite ist an dieser Stelle zerstört.]
leste Ruge Zue tattelnn(tadeln) Derohalben biett vndt begrett(begehrt)
Jacob gleicher gestaltt an statt seynner Hausfrauen
in(im?, ein?) recht Zu erkenne vndt Zu sprech(en) vndt, will
gleicher gestaltt Zu rechtt geschlossen habe(n) auch
einer richterlich wiptt(?) Zum fleissigsten gebet(en)
habenn im recht darin Zuerkennen vndt Zu
sprech(en) mit abtragk moglich(er) gerichts Costen vndt
schatt(en)

Vor Euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn Hernn
Schultheissen vndt scheffenn diesses furstlich(en) Zendtts
gerichts Erscheinnett Johannes als der gehorsamme
des rechttenn vndt sagtt erstlich wahr, das der ehrn
geachtte Schultheisses Weigell Kaull (?)von allenn
Zendtt rechtt gebeutt vndt verbeutt, wehr etwas
wisse das vnsernn g. f. vndt Hernn rugbar seij
der sol es an bring(en) damitt der Jnge gestrafftt
werde vndt der gutte gehandt habe, solchs ver
beutte alles beij der hogeste buß keynner nichts
Zu verschweig(en) welchs Johannes Zue hertz(en) gefast
vndt in seijnn gemutte(? Gemüt?) geschlag(en) vndt das von eides
pflichtt weg(en) nit hatt konden verhaltten hatt ehr
ein wahrhafftige Ruge gethann die dan dauit(David)
vndt Casper belangett hatt vndt das He sich ahne
Johannes vernemen hatt lassenn es haben mehr
leude gehort wehr ihm ghar onnott gewess(en)
aber vber das alles findt man in den drey
Zeug(en) ausage hel vndt klar das sie darvon
deponir vndt ausage das, sie haben mit
schmelich(en) wortt(en) vndt schelme im sich geworf(en)

[I, 14r]
Derhalben biett Johannes vmb recht Zu erkenne
vndt Zu sprech(en) seynne(seymne?) wharhafftig glaubthafftig
Ruge die er gethan hatt noch vermoge der Zenige
ausgange soll seynne gethanne Ruge billich
mochtigk vndt krefftig erkantt werd(en) mit erstatt=
unngk meglich(er) gerichts Costenn vndt schatt(en)
vndt stellt solchs Richterlich Zuerkenn(en)

Vor dem Erbarnn Zendt gerichtt Schultheissen
vndt Scheffenn alhie Zum lindiß Erschennt
Dauidtt vndt Schlaigk(Schlacgk) Casper, wie gehorsam
der Rechtts,   gegen vndt widder Johannes,
belang(en), vndt ein gethanne ruge vom Johanneß
gethenn, die He Johannes den Heimberger an
brachtt hatt, Zwisch(en) Zwey erbarn Nochbarnn ,
die sich keynner, den andernn wedder mit Zuscheltt(en)
weiß, oder Zu schmeh(en) auch nit gethan hun,
vndt Johannes ein brengtt, es sey durch furst=
lich(en) Schultheissenn, wehr etwas wisse, was
Rugbar sey soll er anbreng(en)  , hat sich Johann/es 
wol kond(en) bedeck(en)(bedenken?) das solchs mitt wolem wiss/en?
ahn ihnen belangk wehr, vndt sichs gottes wortt
Zu bedencken gehatt, das keynner mit vff satz
dem andernn ein das sein(seim?) bring(en) soll, ald/ie
weill vnns(?) diesse Erbare Menner die wortt
nie gestand(en)(?) habenn vndt auch nit gethan hab/en?
vndt Johannes sich geraunlett(??) hatt, mitt mehrer
Leutte Zubeweissenn, oder gehortt, vndt die
selbige ins gericht auch namhofftigk gemachtt
hatt, den ein steltt er vhor der im(ein?) gesteltt, den
andern lest er auß, vndt aldie weil der and/er?

[I, 15] von der sach redt, wie der blinde von der farbe,
hett sich Johannes wol moge bedenck(en), des erweg/kt 
Zancks, den er vhorn Jahr mitt dem Zehenen an
finngkt oder anwegktt, vndt all die weill He den
Zancktt Zwisch(en) den Zweij erbarnn Nachbarnn, auch
erwegckt hatt, das He nimmer mehr die selbige
mehr leude wie ins(ing?) gerichts buch ver leibtt sindtt,
word(en), die ihm keynn bekentnuß, oder Zeugnuß
darvber gebenn, sonde sij eig(en) ruhmmeß, selbe/..
abeshen(?) muß,  Al die weill nun, He nit bey kan/
bren(en) wie er sich germuptt hatt bitt dauitt, vnd/t
Casper Schlaigktt, He soll sie vnbillich in den kosten
vndt schatt(en) gefurtt haben, vndt sols er ihnen wid/er=
umb Zugebb(en) schultigk sein mitt allenn vff gewe/d=
ten kosten vndt schatt(en)

Dageg(en) sagtt Johannes Wie[In das "W" ist ein großes "H" geschrieben] Hie beuor vorbrengk/
das einem Idern Zendthernn vff gelatt(en) wurde,
wer etwas verstumme(?), oder verschweige das
strafflichs seij das selbige soll er vorbreng(en) wo nit
so soll er mein g. f. vndt hernn die busse schultig/k
Zuertrag(en) sein : Derohalb(en) nun Lambertt an statt
vndt von weg(en) seynner princibalnn horn thutt
es woll Johannes die Nachbar mit vffsatz midas(??)
ihre bring(en) welche puncten vndt Artickell Joes
nit whar glaubtt vndt hofftt vndt drautt es
soll durch euren recht spruch erkant werd(en) es
soll dauitt vndt Casper schlaigtt dem selbig(en)
Artickell Zubeweiss(en) schultigk sein vndt stellen
solches Zue euer richterlich(em) rechtspruch 

[I, 15r]
 
 
#
Zwischenn
Hie beyde
weiber
belangends
  
      Vrtheill
  
In Sach(en) der rechtfertigunngk zwisch(en) Christ Wenzell/
Clager einsteills, gegen vndt widder Jacob kauss/en
beclagtten ander theils # er kenn die Hernn Scheff(en)
Zu recht Wie [Aus diesem "W" geht ein Strich durch den Rest des Urteils] B rett(en) noch fleissigk vff beyd/e
pardeijen das sie ihre sach(en) Zum gerichtt stelle/n
wollenn wie hartt(..) im handell woll wen sie/
folg(en) woltt(en) dais(das?) die sache vffZuheb(en) wehr
vndt in der gutte Zu vertrag(en) wo das selbige
aber nit geschen(geschehen) konde so hortt(hoitt?) man ihre bey/de
klage woll wo[= gestrichen]

das Christes fraue soll an Zeig(en) Zum negsten gerichtt
wie sie es gemeint habe mit der Khue

Nachdem sich Irtumb vnd gebrechen erhalten haben, Zwisch/en)
dauit stebes vnd Caspar Eckarten, an eijnem, vnd peters
Johannes andertheils, ein ruge belangen habens beijd/e
partheien, schultheisen vnd scheffen heimgegeb(en), vnd h/..
sie in der guet vermag(en)(verwagen?) das keinem ahn seinen eher/..
schmertzlich oder schmelich sein solt, Derwegen sie von s/ch
ultheisen vnd scheff(en), in ir lantrecht erkennd sein wor
den, vnd wilher solichen verdrack in(im?) haben wirdt,
der sol vnserm g. f. vnd hern, mit Zehen thalern
verfaln sein, vnd den hern schultheisen vnd scheff(en)
mit funff thalern, vnd soln also hirmit genzlich vergl/..
vnd verwag(en) sein

[I, 16]       
        Zendtt gerichtt gehaltte denn
            3. t(ag) Martij ao 74             [Diese "74" könnte auch als "14" gelesen werden.]

Vor dem Erbarn gericht, des furstlich(en) Zendt gerichts
alhie Zum Lindißs, erscheint Christ, wie ein gehorsamer
der Rechte, der sich gantz vnd gar in keym(keyn) nichtig
keijtt begebbenn will, auch darinnen nit h.lgen oder
willig(en) will, vndt reqetirtt vndt widerholtt, vndt
sagtt das war(wahr) seij, das sich in Acten finden werde,
das Christ Jacobs keijnnes wegs, hatt wollenn
annemme, dan er seij nit malefecirtt, mit gnungsamer
gewaltt, welchs nun mit der thatt, selst(selbst? = verbessert) bewissen
wurde, das er heutt diesses gerichts tagtt, erstlich
seym(sym?) gewaltt, vor den den Erbarn leudden, Schult
theissenn vndt scheffen bekomme hatt, bitt sich
Christ, Zuentledig(en), des vorig(en) ergangenen Handels
an diesses gewalts dagges heutt von synner
Hausfraue bekomme, Zubedenck(en), das He sich
der gebhur, vns Zu ander gerichts dags, sich der
form der rechtte, Zugebrauch(en) wisse, vndt bitt
Christ, von dem vnformlich(en), langtweijlligte
vffhaltt Jacobs, die sich erstrecktt hatt, biß ahn
das viertte gerichtt, vndt hofftt vndt getrauett
gott vndt dem Rechte, He soll vom ihm ent
ledigett werden, mit allem vffgewenttem
Costen vndt schattenn, darin er nichtiger weiß,
ihn gefhurett, vndt getriebenn hatt, darumb
er den furstlich(en) Schultheissenn, mitt fleissie
ger bitte(?), anruffett, ahn mein Hern vrtheill Zu=
stellen, vndt entlich des rechtte Zuuerhelffen
[I, 16r]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ihn(?)
wo etwes(?) argers(?) gheg(en) das inbrochtt werde, will e/r
ihm vorbehalltt(en), synne nottorfftt,

Vor euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn, Her/n
Schultheissen vndt Scheff(en) diesses furstlich(en) Zen/dt
gericht alhir Zum Lindiß, erscheynnett Jacob, a/n
statt vndt von weg(en) synner Hausfraue als der g/e
horsame, gegen vndt widder Christes Hausfraue
margrethen, die anrugigen Clegrin, vndt reqeti/rtt
vndtt widderholltt, alle seynne vorige gethame(getane) r/..
messige antwortt, vndt sagtt das whar sij, da/s
Zu diessem Jungsten abscheydtt des gerichts, seij
miett recht erkandt vndt Zue gelassen, das Jaco/b
sym(synn?) fraue vor das rechtt komme lassenn oder s/..
ein folle gewaltt bring(en), auch Jacob (?)dem sel/..
woln komme, der guttlich (?)meynungk(vereynungk?) auch
der Erbar Her Schultheiß das selbige beken/tt
der weg(en) muß Christes anregung gantz nichtig
seijnn, auch im rechten nit anZunemme kein vol/
haben, der weg(en) biett vndt begertt nochmols, w/ie
auch das gesprocheme vrteill dem solle heuti/g
tages vollestrechkunngk geburn, All die weill s/oll(?)
helle vndt klar in der ausgebachte(aufgebrachte?) ruge be/..
dett, dz christes Hausfraue Jacoben vndt synn/er
Hausfraue niett grossr onwharheytt, (?)gerichtige(?)/
vndt niett Ohnwharheytt so hefftigett, vorgetrag(en), i/n
der gestaltt, das sie habenn ein Ehtis(? Ehns?, Eh..s) ahn (?)eh/..
denn/dem?) gehangen gehatt habenn neun(?) woch(en) lang
inhaltt der gethame ruge, damiett, sie dan, vns/?
des selbig(en) in(im?) vnser gethane antwortt (?)nie ver
neinnigett, die weill nun die selbige Onwh/ar

[I, 17] heitt vns Zue schmehe gereichett, vndt auch geistlich
vndt weltlich verbott(en), keym sym Onwharheytt Zue
vffenbharn vndt nochZusag(en), derweg(en), stehtt Jacob
an statt weg(en) seynner Hausfrauenn, vndt ist des
selbig(en) artickells vndt punctes ghar in keynne wegk/
gestendigk, vndt hofft, es soll mett vrtell recht
erkantt werd(en) es sol[bige = gestrichen] Christe den selbige
puncten vndt Artickell Zubeweissen schultigk sein
vor eins

Zum Andernn reqetirtt err synne defension
Clage, vndt sagtt das sich Christes Hausfraue
hatt gelusten lassen, vndt ihm seijme Hausfrau/e
mett schmelich wortt(en) angetastett, in haltt der
ruge vndt ein Huer geschltt(en), hofft vndt
drauett es solle Zue recht erkant werd(en)
es(er?) habe Christes Hausfraue solche wortt
ihr auch vnbilcher Weisse gethanne, solle sie
widerumb Zuuerantwortt(en) schültigk seijnn,
mit erstattungk moglich(er) gerichts Costenn
vndt schatten vndt soltt(steltt?) gleicher gestaltt
solchs Zum richterlicher erkentnnuß doch neuer
rungk Zuerantwortt(en) vorbehaltlich(en)

[I, 17r]
Es sagt Christ whar, das offenlich bekentt ist, wie
auch in actis angeZog(en) ist word(en), seynnes nichtiges
vorgebbens, von Christe nie angeb(en), aus bewegtener
recht messige vhrsach(en), vndt das er biß ohn des viert/te?
gerichtte, nit keynn gewaltt gehatt hatt, sonder he/utt?
diesses gerichts tags bekomme, auch als so will
ales dis widder klage belangett wisstn(? wissen?) wie von
keynne gebott,  wie gewonlich vndt bbreuchlich ist
haben auch Jacoben nie wollenn annemme, all die
weill er keynn gewaltt gehatt hatt, von diessm
gerichts tage des gewalts, niemme(?) mchir(?) vns
ein gebhurlich(en) bedochts tage, vndt biett(en) wie v/or?
gebett(en) ristn(?) mie(?) wollen von solcher nichtigkeytt,
entledigett werd(en), mit allem vffgewend(en) Costen
vndt schatt(en), darinne nnir(?) den Schultheiss(en)
biett(en) Zum aller fleissigstenn, mein Hernn
anZuhaltt(en), darvber vrtheill Zusprech(en) damitt/
mir(wir?) vns begebbenn, miett solcher schloßschi/..
wie gebett(en)      [Der Rest der Seite ist leer.]
[I,18]
 
 








Christe

Die weill aber, Christe der anrugige Cleger, vnderstech(vndersteth?)/
die erbare Hern scheff(en) vff seinherige wegktt Zu
weissen, gelobtt sey gott, habenn sie doch einen
bessernn verstantt darinnen Zurichttenn, dan whar ist,
das sich ehelich(en) gemahlen vor einem erbarn
geweihetten alttar Zusamme verpflichtt(en), vndt auch du/rch?
den predicantten ahn den Ortten, den beyden ehelich(en)
gemalhn das heylige euangeliumm vorhaltte, das
der man soll des weibs Heubptt sein, vndt das weib
dem man vnderthenigktt, noch hatt gemeltter Jacob
vberflussgik den willen gethann, vndt erachtens(erachtetts?)
das er doch nit schultigk where gewessen, vndt
sich auch verantvollenn(Veranwollenn?) lassenn, der weg(en) biett er
wie gebett(en), in recht Zuerkenne darin Zusprech(en)
was bilch(billig) vndt recht stelt solchs auch Zum richter
lich(en) erkentnuß vndt biett Hiemitt den Richter
an meyn(?) gunstig(en) Hern Erlangen lass(en).

Insprechenn(?) Der rechtferttigung Zwisch(en) Christ wentzell
Clager einstheils geg(en) vndt widder Jacob Kaussen ander
theils beclagttem, belangendt ihre beyde weiber, erKhen die
Hernn scheff(en) Zue rechtt  Das ihnen Zu gelassen sey vertz(?)/ig??
dagenn darinne Zubedenck(en)

Vff die anstellungk Christ Wentzels, das Ihm Jacob Kausse
nit vorgebotten Zue rechtt, erkentt der scheffe das er ihm nitt
schultigk seym votZugebietten, die weill Christ ein Klager
ist,

[I, 18r]
Alle dieweill offentlich, gerichtlich, bekant ist, das
Jacob keynn gewaltt nie gehaitt haitt, mitt vff heutt
diesses gerichts dages, darin Christ sein bedenckens,
durch erkante rechte Zugelassen ist, Zue begertt ehr,
von allen sein nichtige, angebbens, das nnit(?) hieher
geschenn ist, vndt begertt sich von der Nichtigkeytt
Zuentledig(en), nnitt(mitt) allem, vpfgewend(en) Costenvndt
schattenn, darin mir den Hern Schultheissenn
imm anstellungk der vrthell biettenn vndt verhelffunch/gk?
der rechtts damitt vff sie recht geZog(en), vndt
biett vmb die verhelffunngk der rechtts, vndt
das weitter vmbtriebtt verhalttenn moge werd(en)

Vff die anstellunngk Lamberts erkennen die Hernn
scheffenn Zue rechtt das der vnkosten soll beruh(en)
biß vff ausgangtt des rechtenn [Letztes Wort in der vorletzten Zeile verbessert; am Anfanng der letzten Zeile zuerst
etwas Gestrichenes. Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 19]       
       Zendtt gerichtt gehalten den 17ten Marty /       [Hier fehlt die rechte obere Ecke der Seite und später ist eingetragen: 1714.]

All die weill der Erbare scheffe, mit recht erkantt hatt,
dz Christ, in Crafft seijnner gewaltt, ahn statt seynner
Hausfrauen,  anZeijgen soll, wie sie es mitt der Khue gemeint
habe, das findt man in der ruge, damitt sprichtt
Christ weitter, damitt will He sie nit geschmechtt,
oder auch gescholtt(en) habenn, vndt hofft, das sie,
Jacobs fraue, Christen fraue habe gescholttenn, ein
ausgeheijtte Huer, wie es in der ruge Clag ver
meltt ist, sie solle das vnbillich, gethan habenn,
vndt solle mit dem selbige maul, damitt sie ge
scholtt(en) habe, widerumb Zu verantwortt(en) schultigk
sein, mit allem vffgewentt(en) Costen vndt schatt(en),
der darvber ergang(en) ist, oder noch ergang(en) mage,
wo sich nun die pardey, sich des Hernn schulteiss(en)
befelch(Befehl) geltt, wollen (?)mir hiemitt dem recht(en) ge
schlossen habenn, vndt Zum allerfleisßigstenn, vmb
verhelffungk der rechte gebett(en) haben,

Jacob vndt an statt vndt von weg(en) seijner Hausfrauen
gerdrautt(en) erscheynnett abermals wie der gehorsam des
rechtte, vndt nimptt Jacob abermols vorbekantt ahnn,
dz Christ vndt von weg(en) seijner Hausfrauenn, die er
dichrumgkt(?) der vn wharheijtt, nit in aberedtt sonder
gestendigk, das sie, Christes Hausfraue, Jacoben vndt
seyn Hausfraue mitt vnwharheytt berichttett,

[I, 19r] noch lautt vndt inhaltt der leste inbrachtte ruge,
die dan, von dem vorige schreyber verhaltt(en)
ist verhaltt(en) bliebenn, Her Jostenn genentt von
Litzenlind(en), die weil dan whar vndt Offenbhar,
die selbige Onwharheeytt mitt mun(nun) oder nimmer
mehr mit wharheytt bewissen khan werd(en) sthett
Jacob anstatt vndt vonn weg(en) seynner Hausfraue
hie vndt hofft vndt drautt es soll durch
meynn gunstig(en) Hernn articulirtt vndt erkanntt
werd(en) es soll Christes Hausfraue als ein an
fanger der beZuchtigungk, Hell vndt Clat zu
bweissenn schultigk seyn das Jacob vndt sein
Hausfraue vm Khue an einem den neun woch(en)
langk haben hang(en) vndt steln solchen artickell Zum
richterlich(en) erkantnuß,

Zum ander das Christes Hausfraue das[= gestrichen] Jacobs
Hausfraue ein Huer geschltt(en) hatt, sthetteHie
hofft vndt drautt, es soll durch recht erkantt
vndt gesproch(en) werden, es soll Christes Hausfraue
Jacobs Hausfraue Zu verantwortt(en) schultigk sein
sie beweiß dan gleicher gestaltt die beyde puncten
wie ein Kleger eigentt vndt geburtt in Haltt
furstlicher ordenungk, vndt steltt solches gleicher
gestaltt meim(?) Hern Zum erkentnuß vndt
wo Clager will bey solchen bescloß(Beschluß?) die sach(en)
bleiben lassen biett Jacob, eure richtterlich amp/t
Zum fleissigstenn, solches an mein gunstig(en) Hern
Zu stelen, sonst begehtt im Jacob alle gethatt(en)
des rechten vhor,

[I, 20]
# Jacobs
fraue
 
 

vrtheill
 
 
 
 
 
 
# wie sie solchs beide gethan
haben

# solchs sproche .. vrthell nicht
..ch lebtte

vrthell


# den vnkosten


Ausnottwendigkeeytt hett # sie ihren schwingen stock
gnomme vndt hett heim mitt gang(en) so hett(en) sie nichts(?)
mitten ander Zue schickenn gehabtt vndt damitt gott
befolenn

In sach(en) der rechtferttigungk Zwisch(en) Christ wentzels
Hausfraue Clegeriinn, gegen vndt widder Jacob Kauss(en)
Hausfraue beclagttin, erkennen die Hernn scheffenn Zue
rechtt, das die beyde obegedachtt weybber, einandt
die Hende solle gebenn, vndt ein igliche, die andere
vmb verZeyhungk bieten, vndt sage, sie seyen erwen(?)
auß Zorn bewegktt worttenn, das sey ihnen hertzlich
leydt, vndt wisse keyme(keine) vff die andere nichts dan
ehr, lieb, vndt gutt, vndt will auch keynne die
andere geschmehett oder gescholtt(en) habenn, so sie das
beyde bey einem erbare gericht thun # erkennen die
Hern scheff(en) es sey genugsam verantwortt, vndt
welche pardeij solche # [wenigk nicht hieltte = gestrichen] , vndt etwen(?)
mitt eine puncten einig das andere angriff, Der
soll vnserm g f. vndt Hernn in die straff gefallenn
seynn mit Zwantzigk thalernn,,

Vff anstellungk des Hernn Schultheissenn [vndt scheffenn = gestrichen]
erkent die Hern scheffen, was die gekaufftte gerichtt
belangenn [erkennen schulteiss vndt scheffe = gestrichen] das die
beijde pardeijen sollen Zugleich # tragen was vff schultheise
vndt scheff(en) schreyber vndt gerichts Knecht gang(en) ist

[I, 20r. Die Seite ist dreimal leicht gestrichen ist. Dort ist zu lesen:]
Demnach Johannes von Lindes, Als clager, vnd dauit(David) stebes
ein vngestandene Ruge, vnd schmehe, vermog vorgehender gerichts
actis, In clag und antwordt, gegen einander sich ingelassen
vnd aber durch bit eines Erbarn gerichts, die schmehe vnd st/rei
ttige klag vnd gegen rede beyde patheij, Ire sachen, In der
gute, hin vnd beij Zu legen, An das gantz gericht gestelt
Doch das sie iren Eren vngeschmet freijschehen mag,

Ala    [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 21]
Zendtt Gericht gehaltten zum Lindes ist geschehenn
     den 22 t Septembris ao 74
          Dieß sindt Zentner wordenn
          diessen dag wie volgtt

Wernner Werx
Jonge Moller
George Bottehornn
Luoheinzen Johannes
CasPar Scheffer
Petter BePPeler
Jacob Henches Jacob
Bommer Jacob
FB Gießen 4988 - CGA, I, 26: Bauschreiber.
 
FB Gießen 444; # 13.01.1576.
Stumpf, 219; Allendorf/Lahn, 1578 - 1599.
FB Gießen 3795; # 26.05.1614; "der Alte".
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.

18.09.1575
[Die Akten zu 1575 sind als I, 98 bis I, 101 gebunden worden.]
[I, 98; mit Blei nachdatiert "1575":]
                            /^ den 28 t 7 b:                           
No           Anno 75  veß vor Richen vnd ; Schaden  
14             Beschehen sindtt Vnd von Vnßerm Schützen
                  Hanß Ancken alßo angeZeigtt wie volgtt:

                       Caspar Scheffern
1 .. It(em)     Erstlich hatt Caspar in Dem graß wege vff den
heilig(en) Pfingst tagk Zwischen der früchtte
gehüdeth und schaden gethan hatt ein Riche
verwirckett  
2 .. It(em) Caspar hatt beij dem Weijer in den Stopffelln
gehüdtt mitt den Schaffen vor den Kühen
hatt ein Riche verwirckett
3 .. It(em) Noch Caspar in dem Wetzflar pfade ahnn
Der Lachen in den Haffern Stopffelln gehudt
mit den Schaffen gleichfalß vor den Kuhen
bescheen ist in die Riche erkenth:   
4 .. It(em) Nochmalß haben Caspars Jungen beij dem Weijer
mit den Schaffen gehüdtt. wie er sein
fruchtt gebunden hatt ein Riche verwirckett.
[I, 98r]  
5 .. It(em) Noch Caspars Jungen haben ahm vergangenen
Donnerstage mitt der Herd Schaffe vndigk
der wiessen gehudtt im Stopffell feldtt Hatt
j Riche verwirckett./
6 .. It(em) Noch haben Caspars Jungen ahm vergangennen
Sonnabentt. vber deß Schutzes verbietenß wid
derumb in dem vorgemelt(en) Stopffell feldt
mitt den Schaffen gehudtt, vnd zum Schutzenn
gesagtt der Kühe Hirdtt hab eß ihnen Erlaübtt
nuß geben hatt ein Riche verwirckett,              
              
 
 
                   Martinj Schoeffer         B
                     von Gießen   
1 .. It(em) Merten hatt vff Giesser Allaß vergangen
vmb deß Schutzgeß Born vnd vmb die
wießen hero gehutt vnd grossen schaden gethan
hatt {ein Riche verwirckett [gestr.; später:]} 3 Ruge darmit
verwirkt  [Alle Streichungen & Einfügungen von anderer Hand später.]
[I, 99]  
  /2 .. It(em)
  l
  l die Zwein
  l ein Ruge 
Noch hatt Martenß Knecht H Conrathen 
Mollern Burg(er) alhie vmb seiner gersten
gehudtt grosse[g.]\vnd/ schaden gethan hatt ein Riche
verwirckett, 
  l 3 .. It(em)
  l
  \
Noch hatt Martenß Knecht gleichfalß deselbig(en)=
mahlß Hanß gontrumb Burg(er) alhie
auch in seiner[g.]\vmb sein/ gersten gehudtt \vnd/ schade gethan hatt
ein Riche verwirckett,                                                                          
   
                   DER Hammill Schefer (Hammel-Schäfer)
1 .. It(em) Hatt er[g.] sich \In/ den Auln wegk geschlagen vnd
gefahren wie die frucht noch gestanden
vnd gelegen hatt vil schadenß damitt ge
machtt hatt ein Riche verwirckett -, 
2 .. It(em) Noch hatt er Beij dem Weijer graben
gehütt in den stopffel wie noch Zehnen
vnd iglichs daraussen geweß(en) ist Schaden
gethan hatt ein[verb:] Ein Riche verwirckett - 2./
[I, 99r]  
3 .. It(em)
 
 
   grossen
hatt der Hemmill schefer dem Herrn Burg(er)=
meister Peter Heussern in seinen wicken
gefharn do sie schon Reijff sein geweß(en)
schaden gethan hatt[gestr.] ein Riche verwirckett,
4 .. It(em) Noch hatt der Hemiill Schefer ahm vergangenen
Sontagk vber daß gehögte weijer hinuff
gefahren vnd vff den Wiesen gehudt vn wen=
digk den schutz {g..bs beschehen [g.]}\borns wissen/ hatt ein Riche
verwirckett,
5 .. It(em) Noch hatt der Hemiill Schefer den Man von
Linds genanth Hanß (?)Wegnman wie er
dan itz in gotteß gewaltt ligtt demselbign
in sein. wiß vffs grommett gefahren
vnd heßliche Zurtretten mitt den schaff(en)
hatt ein Buß[gestr.] Riche verwirckett;
[I, 100]  
                    Lindeß
It(em)
Johanß Pferd
[obiges gestr.]
hatt Kaüsen Jacobß Jung geschlaffen
vnd die Pferde gehütt sindtt die selbige
Pferde Jungker Johannen schwalbachen
in seine Haffer gelauffen vnd schaden
gethan, hatt der Juncker selbst zu dem
schütze gesagtt er soltt in .in die Richs
setzen vnd AnZeigen hatt also ein Riche
verwirckett /.
[I, 100r und I, 101 sind leer; auf Seite I, 100r folgt kopfstehend, da das Blatt vorher zu einem Brief gefaltet war, untere Hälfte:]  
        Register der Felt Rugen Im Cintgericht      _____
         geschehen vom mit Fastn bis Zu michell Ao 75 
         geburren dem Cint halb vnd dem
         schultheisen die And(er) Helffte
                      Ao    75 
 
25.01.1577      
[Auf den Seiten II, 58, bis II, 60, befindet sich eine Abschrift vom 25.01.1577 des früheren Centgerichtsbriefs.
Abschriften dieser Urkaunde sind zu auch finden bei Friedrich Germer, HiB, 1938, Nr. 23, und bei
Friedrich Wilhelm Weitershaus
, Seite 48 bis 50.
Herr Weitershaus weist dabei, anhand der genannten Personen, nach, daß eine ältere Urkunde,
das "altt weißthumb uff Pergament geschrieben", zwischen 1436 und 1460 geschrieben wurde,
aber auf einen Text zurück geht, "der 80 bis 100 Jahre älter ist".]
   
[II, 58. Mit Blei nachdatiert: 1577, 20.I.]   
Von Gotts gnadenn   Wyr Ludwigk Landt
graue Zu Hessenn   Graue Zu Catz(en)elenbog(en)
Dietz, Ziegenhayn vnnd Nidda, Thun Kundth
hieran mit diesem vnserem offenen Briff
bekennendt .        Als ettwan von vhndenck
lich(en) Jahrenn hero vnser Zenthgericht Zu Lindes
Im AmPt Giessen   Inn vnserm Auch vn=
serer Loblich(en) voralternn Fürsten Zu Hessen
namen Vermög vnd Inhaldt eynes Alten
weißthumbs vnd wie d(er) Buchstab deselbig(en)
meldet vnd außweysett Jährlichs Zu bestimb
tenn dagen gehalden vnd darnach erkentt
wordenn .        Vnd wyr aber Nhomehr
von den Zenthgenossen solchs vnsers Zent
gerichtts Inn vnd(er)thenigkeitt ersucht vnd
berichttett worden, was gestaldt d(er) Ahngeret
altt weißthumb vff Pergament geschriebenn
ahn etzlich(en) örtten verblich(en) vnd schad(en) genomen
Auch Zubesorgen dz ehr mit d(er) Zeitt weitter
bresthafft werdenn ,   vnd dardorch so wol
vns als auch Inen vnd Iren Nachkomen
nachtheil vnd schade(n) Zuwachsen möcht, Mitt
vnd(er)theniger Pitt, Inen solch(en) Iren weishs=
thumb vnd herbrachtte Gerechtigkeitte
widderümb gedigklich(en) Zuerneweren, Zu=
confirmiren vnd Zubestettigenn  Auch Inen
darüber vnd(er) vnserem Fürstlich(en) Secret scheyn
vnd vhrkundt mitZutheylen .          Vnd
wyr dann befund(en) das es vmb den Vielange=
regtten Alten Weyshthumb also geschaff(en) Inn=
masßen vns vorbrachtt, Derselb auch vff
Pergament geschrieb(en), also von wortten Zue
wortten lauttett wie nachuolgett:      Item
[Auf die nächste Zeile weist links eine Hand mit  
ausgestrecktem Zeigefinger hin]   
Ditt ist das erste Anheben vnsers gnedigen
Lieben Hern von Hessen Sch(u)l(thei)s Zum
Lindes,   Wann He das Gerichtt bsetzett
vnd heegett, So thut He dann eyn Frag
Inn dz Gerichtt vnd ahn dj Zenttener
[II, 58r]  
Ob auch dye Zentt güth(er) Inn den rechtten
Hend(en) d(er) Zettener Nach alter gewon=
heitt vnd herkomen vnd lauffte des
Gerichts stehenn,  Vnd begerett dann da=
rübereyn rechtte Rüge Zuthun, bey Ayd(en)
vnd gelübden sie darüber meynem gne=
dig(en) Herrn gethon han .             Item
dit ist dj Gerechtigkeitt dj vnser Gne=
dig(er) Herr ahm selbig(en) seyner Gnadenn
Gerichtt Zum Lindes hatt:    Item alle
hoigste Busß(en) vnd Klageldt ist vnsers
Gnedig(en) Herren .           Item in eyner
Iglichenn hoigsten Buß han dj Schoff(en)
eyn Kleyne Buß .               Item gebeuth
d(er) Sch(u)l(thei)s von vnsers G. Herren weg(en)
das sich nyemands solle Zenttguts ge=
brauch(en), Es wehr \dann/ Das sie od(er) He, es
hetten von eynem Geschworne Zent=
tener, d(er) dz vnserm g(nedigen). Herren ver=
ginge vnd verstünde .                 Item
wan eyner Zu eynem Zenttguth Kom=
met, vnd das enthnimbtt, d(er) soll
sichs nit gebrauch(en) ehr hab es dann emp(?)/
fangenn mit ayd(en) vnd gelübd(en) vnß(er)m
G. Herren gtrew vnd holdt Zusein vnd
mit bestabtem Ayde Zu den helgen
geschworenn  Das stede vnd vest Zuhald(en)
So Nimbtt In dann d(er) Sch(u)l(thei)s von vnß(er)s
G. Herrn weg(en) vnd setzett In Inn dz
Gerichtte guth mit Holtz vnd Halmen
[auf die nächste Zeile weist wieder eine Hand mit Zeigefinger hin]   
vnd thutt darüber fride vnd Bann
dz In Niemands hind(er)n od(er) trangenn
solle, He thu es dann Inn den Vier
schirn als recht seij .         Item wann
solch Insatz also gescheh(en) ist, Eyn Iglich(er)
d(er) Zenttener werde, vnserm gnedig(en) 
[II, 59] 
Herren Fünff schilling Pfennig, Vnnd
den Schoffenn Fünff schilling schüldig
Item, wehr Zenthener guth \inhatt/ soll vnß(er)n
g(nedigen). Herren gehorsam sein als He mit  
eyden daZu verbund(en) ist , Als dick vnd
viel das noth geschichtt .              Item
stirbett eyn Zenttener vnd lest Söhne
Die sollen sich Ires Vatters Zenthtt
nicht gebrauch(en), sie haben es dann erst
vmb vnsern g. Herren mit ayd(en) vnnd
gelübden emptfang(en)  .  Das vhrkunth
dauon ist eyn Moß weins.       Item 
stirbett eyn Zenttener vnd leset eyn
ehliche hausfF(rau) Inn seynem Zentguth
sitzenn, die fraw mag sich deß gebrauch(en)
vff Irem withwhe stuhl dieweill sie
lebett:  Nimbtt sie aber eynen and(er)n
Mann . d(er) Mann muß Zustundt dz Zenth
güth mit ayd(en) vnd gelübt(en) vmb vnsern
g. Herren vnd dj Zenth emthpfang(en) . 
Item Stirbtt eyn Zennthner vnd lesett
Döchtter ,  Dweil dj Dochtter vhnuerand(er)t
bleybenn , soll man dj vhnbehind(er)t Inn
Ires Vatters Zenthgüth sitz(en) lasß(en):  Neme
sie aber Mann . Die Mann soll(en) dz guth
als vorgeschriben sthett mit Ayd(en) vnd Ge=
lobdtenn empfang(en) .            Item als
dicke als man eynen Insetzett  hatt 
vnser G. Herre Fünff schilling Pfennig
[auf die nächste Zeile weist wieder von links ein Zeichen hin]    
vnd dz Gerichtt Funff schillink Pfennige .
Item wher Zenthguth enthnimbtt vnd noch
nit Zentthener ist, Wann Im dan vnß(er)s
G. Herren Sch(u)l(thei)s gebeuth, Er soll sein Zent
guth mit Ayd(en) vnd Gelubdt(en) empfah(en), thut 
[II, 59r]  
ehr Das nitt, So ist He vnß(er)n Gnedig(en)
Herren mit d(er) hoigst(en) Buß verfallenn.
Item wann eyn Sch(u)l(thei)s vnsers Gnedig(en)
Herren d(em) Zenttgerichtt gebeuth Wehr
[vor der nächtsten Zeile wieder von links der Hinweis]  
dann vnsern g. Herren nit gehorsam
ist vnd auß Pleybtt, d(er) ist seyn gnad(en)
mit Fünff schillgen Pfenig(en) verfall(en) .
Item wen vnß(er) G. Herr mit solch(em) Zenth
guth belehnett , Ehr sey Edell od(er) vhn
edell   Pfaff od(er) Layhe , beheldt vnß(er)
G. Herr diese vorgeschriebene gerechtig=
keitt    Das wyr Zenttener Itztt In
leben sein also Inn gewonheitt hehr
brachtt han , vnd vor vns herbracht/
ist.              Item hatt vnser g. Herr
Inn diesen hernach geschriebenen
Zenttgüth(er)n  solche Gerechtig Keitt
Als Inn seyner g. eygenen Zenthgüth(er)n
Das dann dj Von Kintzenbach  Auch
von Graue Philipsen von Nassaw
Zu Lehen han, Vnd auch solch(er) Zenth
guth(er) Zuthunde han ,  Graue Philips
von Nassaw , Der Hern von Ahrn=
sPorgk ,  Die Kloster Jungfraw(en) von
Schiffenbergk ,  Die Chorhern   von
Wetzflar  ,     Jungkher VolPertt
von Schwalbach d(er) Alte , Jungker
CasPar Schlaun ,   Philips vo(n) Kintz(en)
bachChurtt von Kintz(en)bach , Richardt
von Kintzenbach.                         So
habenn Wyr Inen vnsern Zenth=
genossenn vnsers Zenthgerichts Zuw
[II, 60]  
Lindes vnd lieben getrewen, Ahnge=
regtenn Iren Alten Weißthumb,
wie d(er) von wortten Zu wortten
vorgeschrieben sthett vff Ir vnd(er)the=
nigs suchen vnd bitten, vnd dweils
dj nottorfft erford(er)tt , auch ahn sich
selbsten billich, hiermit vnd In crafft
dieses vnsers offenen Priefs confir=
mirt vnd bestettigtt : vernewern
confirmiren vnd bekrefftig(en) auch
denselb(en) wie von alters hehr komen
Doch vns ahn vnsern Fürstlich(en) hoich
vnd Obrigkeyth(en), Auch sunst(en) menig=
lich(en) ahn seynem recht(en) ohn schadenn
vnnd dz hinkunfftigk dj Ayde vnd
Pflichtt nicht mehr wie von Alters Zu
den Helgenn,  Sond(er)n Zu Gott vnd
seynem heylig(en) wortt Inhaldt heij=
liger Geschrifft gescheh(en) sollenn .  Inn
vrkünde hab(en) wyr vnser secret
Insigell vnden ahn Diesen vnsern
Brieff wissenttlich(en) lasß(en) hencken
Der gebenn Ist Zu MarPurgk Ahm
Fünff vnd Zwantzigst(en) Januarij
anno dm(domini) FunffZeh(en) hund(er)th SiebenZig
vnd Siebenn.
 
                       Johan Heintzenberg(er) ..
                            Cantzler [Schnörkel]   
 
Auscultirt vnnd gleichformigk mit dem
vhnuersertten  Original von Wortt(en) Zu
wortten gleichlaudent befund(en) bezeug(en)
wyr vnderschriebene 
                      Christopfell Crafft Schuldeis
                        in Sthuln(?) vnd Lindes, Landt
                        knecht Zu Giessenn [Schnörkel]  
                      JHoffman Pfarher zu
                           Lotzellind(en)  S et Inbht 
[II, 60r, und II, 61, sind leer.]   
[II, 61r. Auf dem ursprünglich gefalteten Blatt steht oben, knapp über der Mitte, kopfstehend:]
           Copia Des Zenttgerichts Brieffs
[Untere Hälfte, normal stehend:]
                Nota
        wen Elttern Kind(er), beij leb(en) etwaß
              vbergeb(en) mussens die Kind(er) mitt
              8 thornuiß(en) entfang(en)

               CoPia
            Cintbrieffs
 
[II, 42] [Aber wesentlich später als 1577 geschrieben.]
1577
                       In diesem Paquet befinden sich

1) die Original Centh Urkund vom Jahr 1577 auf
Pergament geschrieben mit anhangendem Siegel.
2) Sind von dieser Urkund und Ordnung 3 Copien an=
beij anliegend, als 2 infolio und eine in 4to geschrieben
und ein Copie vom uhralten Centh=Ordnungs brieff.
3) Ein beschwerungs Schreiben hochfürst(liche)r Rog(en) vom Schöffen Stuhl am hoch=
f. Rog(en) (1) darüber, daßdie Centhner beij denen Gerichtern
nicht in selbst Persohn, sondern durch Kinder oder Gesind sich Sistieren
(2) wem(wenn?) ein Centhner gruget wird oder gestrafft, sich der Straff
widersetzen und das fürstl. Intee[mit Schnörkel](?) beflißentlich(?) Vorenthalten.
(3) daß die jenigen Neue Centhner, so das Centh empfangen
sollen, deßweg(en) Zanken und haddern pp mit Bitten den Schöffen= 
Stuhl beij der Centhordnung Zu manuteniren um in Zukunfft 
fürt(liche) Intee[Wie oben] beßer wahr(en) Zukönn(en) und dieselben durch
execution darZu anZuhalten(anInhalten?).
                       in dorso dieserschrifft steth das Decret hierauf(?)
                        daß die (?)Schon(Ihre?) beamten den Schöffenstuhl hand
                        haben sollen.
4) Das CenthSchöffenaijd in 3plo(stlo?)[darüber ein gemalter Schnörkel] und steth auf deren Einem
die Worthe wie der fürstl. Schultheiß solches Gericht
högen soll.

[II, 42r ist leer. Die Seiten II, 43 bis 45, enthalten einen undatierten Brief:]
Durchleüchtigster Landgraf,
gnädigster Fürst und Herr.

Eüer Hochfürstl: durchl: geruhen
gnädigst Zu vernehmen, Was maßen
nach innhalt der Uhralten aufs Neue
in Ao. 1577. gnädigst confirmirten
Centhgerichts Ordnung bishero die ob-
servanz geweßen, daß derjenige, welcher
Centgüther Zu Lindes Kauffet und in
unser Centgericht aufgenommen
worden, einen Huldigungs Eijd ab=
legen und desfalls dem Zeitigen
Schultheiß des Centgerichts 13.alb. vor
seine Mühe Zahlen mußen; Wer
nun im Centgericht einmal auf-
genommen geweßen und den Eijd
abgeleget hat, der ist bißhero mit
[II, 43r]
Weiterm Eijd und erlegung derer Un/
Kosten verschonet worden, ob Er glei/ch?
hernach mehrere Centgüther sich ange/
schaffet hette;  Dermehlen aber wir/d
diese neuerung Unß zugemuthet,
daß , so oft jemand ein Centstücklan/
des sich anschaffet, eben so oft die ab/
legung des Huldigungs Eijds wieder/
hohlet, und die 13.alb. unKosten be/
Zahlet werden sollen.
(?)So nun Wohl durchleüchtigster Lan/d
graf, gnädigster Fürst und Herr! in
der Centgerichts ordnung §.11. entha/l
ten: a 8 del(?) man einen einsetze, hab/
das gericht 5. Schilling Pfennig.
So können doch solche Worte nicht dah/in?
verstanden werden, daß Einer so of/t
den Huldigungs Eijd ablegen und 13.a/lb.
Zahlen müße, so oft Er ein stück Cent/
guths an sich bringe.
dann es ist in §.12. gedachter Centgericht/s
[II, 44]          Hhld: 1.
Ordnung der vorherige §.11. deutlich
expliciret daß derjenige, der Centh-
guth entnimt, und noch nicht Centner
ist, sein Centguth mit Eijd und gelübten
empfangen solle, non enim exnno(?)
atq(ue) altero verbo, sed extoto contexta,
interpretatio Sumenda est.
       Harpe(?). vol. 5. Cons. Tnb(Inb?). 75. n. 381.
Folglich ist 2) derjenige welcher all-
schon Zum Centner gemacht worden,
und den Eijd bereits abgeleget hat,
Keines wegs Zweijmal, Vielweniger
toties quoties, den prästirten(?)
Eijd abzulegen verbunden, sondern
3) ermelter §.11. eoe(?) § Sequenti 12.
die interpretation erhalten muß,
daß, als dick man Einen einsetze,
der noch nicht Centner ist, derselbe
prästanda(prahtanda?) prästiren(prähtiren) müße;
Nam ea est natura plurium in ea-
dem Scriptura(?) positorum verborum,
ut unam ex.... dolarationem et(?)
[II, 44r]
restrictionem assumat(?).
      Cothmann V.3. Cons. 50. n. 30. et Seq/..
Welche interpretation auch 4) per /
observatiam bestärket wird, indem/
per tempus im memoriale kein/
einiges exempelum[das letzte e scheint gestr.] vorhanden,
daß Einer, der ab initiv facta(factä?) re/
ceptionis das juramentum hom/..
qii abgeleget hat, ex post iterata/
vice, vel toties quoties, gethanen/
Eijd hette ablegen müßen.
   Observatia enim subsecuta
   declarat legem präcedentem, om/
   nesq(ue) Inbium tollit
       Harpr. vol. 3. Cons. Tub(Inb?). 49.n 5be/..
Exilla inter pre tatio divitur vera,
qua sumitua à practica
       Nev. ad Ius Lub: quasl. pra/
          lim(?). 10. n. 4. et Seq..
in mehrerm batrnehs(??) 5) sonsten de/..
absuadam(?) et iniquum ...rnus er/
[II, 45]
folgen müste, daß Einer der 10. oder
20. Virtel Centhguths Successive
an sich erhandelte, auch toties
quoties den Eijd abZulegen und
so oft 13.alb Zu beZahlen schuldig wäre.
    cum tamen ejusmodi inter
    pretatio qua absurditatem vel
    miquitatem involoit semper sit
    evitunda
       Besold. p.r. Cons. 29. n. 22. et Seqq.
       Cravett. Cons. 18b. n. 14.
Solchem nach an Eüer Hochfürst: durchl.
Unser Unterthänigstes Bitten gelanget,
Höchst dieselbe in Hohen gnaden ge-
ruhen wollen, an dero nachgesezte?
Fürst. OberAmbt Zu Gießen den
gnädigsten befehl ergehen Zu laßen,
daß unserer Centgerichts Ordung
Keine andere interpretation, als
in §. 12. deütlich enthalten, ange=
dichtet, und Unß Keine neue onera
aufgebürdet, sondern Wir bey
[II, 45r]
der uhralten per tempus im me mo/
riale hergebrachten observanZ
in allen stücken gelaßen und ma/..
nuteniret mithin Unserm Centh/
gericht-Schultheiß die neue unß Zur/
last wachsende auflage intribirt/(?)
werden muße.  Worüber Hoc/h
fürst. gnädigster resolution/
(?)Vor uns in Inbmissesten(?) venera/
tion getrösten, und ersterben(erstreben?), as/(?)
   Durchleüchtigster Landgraf
    gnädigster Fürst Herr!
         Der Hochf. durchl.

            Unterthanigst gehorsamst/
        Burgemeister und Vorsteher/
        Nahmens der gemeind Zu
        Kleinn Lindes Hochfürstl.
        OberAmbts Gießen
[II, 46, war der Umschlag zu diesem Brief; nur auf Seite II, 46r, findet sich kopfstehend:]
Unterthänigste Vorstellung
   cum petito humillimo
         Unser
Burgemeister und Vorstehern, Nahmens
der gemeinde zu Klein Lindes
Hochfürstl. Ober Ambst Gießen
                 daß die in ao. 1577. gnädigts confirmirte
                 Cent gerichts Ordnung Vondem Cent-
                 Schultheiß nicht geändert= sondern beiZ(?)
                 dem Allehren(?) innhalt und der uhr-
                 alten obervantz dieselbe (?)verlasen=
                 mithin des falß... fürstl. gnädigster
                 Befehl an des fürstl. Oberambt Zu
                 Gießen abgeschicket werden muste. 
[Der Brief muß wesentlich später als 1577 entstanden sein.]

[I, 21r und die Seiten I, 22/23, beidseitig, sind leer. Danach folgen kleine Seiten. I, 24 ist nachdatiert mit 1578-1580:]
1578  [Zur besseren Übersicht folgen hier zuerst die Listen von 1578 bis 1588, anschließend sind die noch
erhaltenen Einträge aus dem Rügenbuch zu finden.]
[I, 24]

N° 5   Verzeichnus d(er) Jenig(en)
         So Inn das Zenth Gericht
         gegenn Lindes gehorigck

         Erstlich(en) Die vom Adell vnd
         Geistliche Person(en)             
VolPracht, Reinhardt, Chon=
radt, Johann, vnd Melcher
alle von Schwalbach.
Catharin Johanns von Schwalbach
des Eltern selige verlassne withw.
Göbhart Schlaun von Linda
Jorg von Horde Comitur
Zu Schiffenbergk
Aptt v
ndt Conuent(Convent) Zu Arnsporg
Dechand
vndt CaPittel des
Stiffts Wetzflar

[I, 24r:]
Namenn d(er) Schöff(en)
     A° 78.

Peter Heußer
Henich Gobell     
Caspar Lober

Hanns Schmidt
Peter Sawer
Chonradt Moller
Henrich Ebell
Just Bachmann
Christ Christian
Gerlach Sthöhr
Gerlach Mauß
Joist(en) Hermann

Jorg HePb           
Philips Schmidt
 

[= gestrichen]
[= gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
[= gestrichen]
[Mit anderer Tinte nachgetragen.] 
[Mit anderer Tinte nachgetragen.] 
FB Gießen, 1720a.
Lützellinden; siehe Liste der Centner.
Im FB Gießen nicht gefunden; kann nicht 2459 sein, da 1581 nicht mehr genannt.
Lindes; sein vmtl. Sohn Philips wird Schöffe, s. u.
Vmtl. Peter Sauer von Dutenhofen; siehe VGA und Stumpf.
FB Gießen, 2863.
FB Gießen, vmtl. 781; senior, # 22.01.1600.
Im FB Gießen nicht gefunden.
Lindes, identisch mit Crest Wenzell. 
FB Gießen, 4388; # 08.09.1597.
Im FB Gießen nicht gefunden.
Lindes.
Lindes; rückt für Joisten Herman nach.
Lindes; rückt für seinen höchstwahrscheinlichen Vater Philips nach.

[I, 25]
   
Bürg(er) Zu Giesßen
    Inn Diß Gericht ge
      hörigk    Ao . 78 .       

Martin Schofer   FBG,
Paul Bierawe withwhe   FBG,
Hans Anck   FBG,
Hench(en) Schecker Threude Schecker = gestr. FBG, ???
Milchior Dech   FBG,
Johannes Harttges   FBG,
Herman Kröcker   FBG,
Johann Seitz   FBG, 3691b; # 31.01.1583
Hans Dürschuch   FBG,
Johann Durschuch Jung(er)   FBG,
Peter vom Lindes   FBG, 2429; # 13.06.1584
Tunges Kempff   FBG, 2023; + 1597
Vincentz weisgerber   FBG, 4809
Baltzer Glade   FBG,
Adolff Meuerer   FBG,
CasPar Stohr   FBG, 4390; # 31.03.1597
Thonges Lobers withwhe   FBG,
Thobias Kramer d(er) Elter gestrichen FBG,
Johann Hildtman   FBG,
Peter Klotz  Renth(meiste)r   FBG, 624; # 03.03.1596
Johannes v. Buseckh   FBG
[I, 25r]    
Jorg Finck   FBG,
Henrich Kraffts withwhe   FBG,
Herman Holwegk   FBG,
Jorg Wormbser   FBG,
CasPar Schoffer   FBG,
Baltzer vom Sande   FBG,
SeyPPen Cuntz   FBG,
Lodwigk Lober   FBG,
Hans Bolandt   FBG,
Niclas Burgk   FBG,
Crist CasPars withwhe gestrichen FBG,
Hieronymüs Kangieß(er)   FBG,
Lodwigk von Buchseckh   FBG,
Jacob SPaniger   FBG,
Peter Deussingk   FBG,
Asmüs Klein   FBG, 2087; # 11.09.1597
CasPar Dech   FBG,
Paul Holweck   FBG,
Hans Gunthram   FBG,
Jenus Schupff   FBG,
Werner Hoffman   FBG,
Reinhards Elisabeth   FBG,
^Gerlach SeyPen withwhe gestrichen ^Hans von Holzhausen  FBG,
Hans Zaunschliffer gestr. 1580 Schöffe Nicht im FBG.
[I, 26]    
CasPar Schofer d(er) Elter   FBG,
Christ Glade   FBG,
Johann Kemerer gestrichen FBG,
Just Lober   FBG,
Werner Wrexs Bawschreyb(er)   FBG, 4988
Johann Döthwein   FBG,
Johann Sinthrams docht(er) gestrichen FBG,
Jorg weisen withwhe   FBG,
VolPrachtt Rinn   FBG,
Christ Schöfer   FBG,
Jorg Heuser gestrichen FBG,
Milchor Heuser   FBG,
CasPar Borgk   FBG,
Barba Echerin   FBG,
Thobias Kramer d(er) Jung(er)   FBG,
Gerlach Kemmerer   FBG,
Baltzer Mohr   FBG,
Theiß Reutters withwhe   FBG,
CasPar Jung gestrichen Nicht im FBG.
Paulus Eckell   FBG,
Fridrich Drapff   FBG,
Paul Roder   FBG,
Hans wagener   FBG,
Best Rusticker   FBG,
Hieronymüs Rusticker   FBG,
[I, 26r]    
Peter weißgerber gestrichen FBG,
Niclas Plock   FBG,
Lodwigk Gaub   FBG,
Baltzer Beck gestrichen FBG,
CasPar vom Sande gestrichen FBG,
Jorg Schneyder gestr./and. Schrift: Hat seine gerechtigkeit Herman Krocken versetzt   FBG,
Michael Glade   FBG,
Gerhard Kraß gestrichen FBG,
Endreß Gernands withwhe   FBG,
Jorg Stroschneyd(er)s Kind(er) vor münd(er)  gestr. FBG,
M. Michael wasemeister   FBG,
Jorg schmidt gestrichen FBG,
Baltzer von Loller   FBG,
Henrich Rußbach   FBG,
Wigel Hanns(Henns?)   FBG,
Lonhardt Schlegell gestrichen FBG,
  Zu Michells gericht    
Milchior LamPPes   FBG,
Johan Reinhardt                           FBG,
      Ao 79 Zu medtfast(en)    
Hanß von Holtzhausen gestrichen FBG,
Niclas leber   FBG,
Peter Zimmerman gestrichen FBG,
Michel Seijb gestrichen FBG
Paulus dech vorher bei Lindes FBG,
[I, 27]    
   Zu Michaelij de Ao p 79    
Henrich wermbser   FBG,
    Anno 1580 d(en) 28 Septembr.    
    Zu Michaelis gericht gehald(en)[= gestrichen]  
    Nauen Zenntner    
Jost wenßbennder   FBG.
Hanns Schneider                            FBG,
   Anno p 81 Zu mitfasten    
Her Johanneß Ruß                       FBG,
   gericht gehalt(en) mittwochen den 27  
  dag SePtember Anno p 81   l    
Caspar Schuzbar genant milchlingk   FBG,
Hanß lober     \Hauptmann Zu gißen   FBG,
Endreß Krocker   FBG,

[I, 27r, ist leer.] 
[I, 28]
      Zum Lindes       
Dauid(David) Stebes
Philips Schmidt
  [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Caspar Eckhard
  [später nachgetragen:]  Wittw
Jacob Zuse
Hench(en) Bier
Jacob Cauß
Hans Bintz
Jorg Hepp
        [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Henchin Steitzer
Jorg Trapp
Anthonus Zuse
Eberhardt Olenschleger
Hench(en) Schups witw:    
[nachgetragen]
--------------  ----------------  ----------
         Anno 79 Zu medtfasten
Josten Hanß
Paulus Desch
 [= gestrichen und in Gießen eingetragen.]
Christ
vndt Johannes Eckhardt  Anno 80
         zu mitfasten Anno 81
Abell Bintz

[I, 28r]
        Zu Lützellind(en)
Just Hofmann Pfarhr
Hench(en) Gobel
   [= gestrichen.] [Vermutlich gestrichen, da er Schöffe ist, siehe Schöffenliste.]
Adam \                     
[Der Nachname Beppeler gehört auch zu ihm.]
Peter  / Beppeler
Jacob Pommer
Gela Causen
Causen Ped(er)s Kind(er) vormünd(er)
  [= gestrichen.]
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
zu Letzenlind(en) ao 80
       Zu mitfasten ao 81
Enderß BePler

[I, 29]
      Zu Dudenhof(en)
Joh Pomer Pfarhr
Caspar Schmidtt

      Ao 79 Zu michahelii
gundrum seipb

       Allendorff
Johanns Luhe

[I, 29r]
       Munchholzhauß(en) mitfast(en) 81
Ostwalt Zuss

[I, 30 ist beidseitig leer; I, 31 folgt unten.]
[I, 31r ist leer; es folgt eine Seite I, 31 a, die nur auf der Rückseite beschrieben ist, siehe unten.]
[I, 32 ist leer. I, 33 gehört noch zu 1580 ist aber bis auf den einen Satz beidseitig leer, siehe unten.]
[I, 35 und I, 35 a, sind beidseitig leer. I, 36:]
1580                           No . 8   [Andere Tinte]
                    
Register der Jenigen so In
                       Das Centgericht Gehorig
Dermenis(?)       Sind vndt volgen mussen  p
                           Anfenglich Jar daußent
                            funnffhundt  AchtZig
                             vndt vier[= gestr.] P(ro) Michahelj[ =gestr.] Zu
                              mit fasten vnnd            [Die beiden letzten Zeilen ganz andere Schrift.]
                               Michaelis                     [Rest der Seite und Rückseite leer.]

[Die Seiten I, 42, 43 sind leer. I, 44:]
1581
                      No[= später nachgetragen.] [Mit Bleistift nachdatiert: 1581]
   Verzeichnus der Jenig(en) so In das Zent
   gericht gehorigk sein  p  
     Erstlichen die vom Adell vndt
       Geistlichen Personn   p
Volpracht Reinhart, Conradt, Johann vndt
milcher  
Alle von Schwalbach, Gebhart
Schlaun von Linda, 
[Jorg Die gestrichen] die Compter
von schieffenbergk, APt vndt Couent
zu Arnsporg   Dechant vndt Capitell
des Stiffs zu wezflar   p    vndt
Caspar Schuzbar gena(nn)t Milchlingk
Hauptmann zu Giesß(en)
[Die Rückseite ist leer]
[I, 45]
    Namen der Scheffen
          Ao  p  81            

°  Peter Heußer
x  Henchen Gebell   Zu Luzen Linden
  [= gestrichen]
°  Peter Sauer
°  Conrad Moller
°  Henrich Ebell
°  Just Bachmann
x  Crest Wenzell         
[= gestrichen]
°  Gerlach Stohr
°  gerlach Mauß
    Jorg Hepb
    Philips Schmidt
°  Hanß Zaunschliffer
    Johanneß Ruß         
[Die beiden letzten Namen sind nachgetragen.]
    Jacob Zu Zuß

[I, 45r]
   
 Burger Zu gieß(en) in diß Zent gericht
                          gehorigk  Anoo 81    e:                  

°
°
°
°
°
°
°
 
°
°
Not °       
°
°
°
°
°
°
Merten schefer
Paulus Bier Augen wittwe
Hanß Anck
Henchen Dreudte witwe
Milcher Desh
[= gestr.] Dech
Johanneß Hartgeß
Herman Kregker
Johan SeyZ
Hanß Durschuch
Johan Durschuch der Jung(er)
Peter vom Lindeß
Tungeß Kempff
VinCentz weysgerber
Balzer Gladte
Asolff Meurer
Caspar Stohr
Dongeß lebers wittwe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
 
[I, 46]      
°
°
x
 
 
 
 
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
Johan Hiltman
Peter Klotz
Rentmeister
Johanneß von Buseck
Jorg finck
                    Cunrat Schweizer (Schweiger?)
Henrich Craffts wittwe
Herman Holwegk
Jorg wermßer
Caspar schefer
Balzer vom Sandt
SeyPPen CunZ
lodtwig lober
Hanß Bolandt
Nicklaß Burgk
Hieronimus Kangißer
lodtwigk von Bußeck
Jacob SPaniger wihl
Peter deussingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Holwegk
Hans gundrum
 
 
[Bis zum "e" in
Buseck gestrichen.]
 
 
[Gestrichen und Name darüber eingefügt.]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[
SPaniger ist unter- oder gestrichen.]
 
[I, 46r]      
°
°
°
°
°
°
°
x
°
°
°
No
°
°
°
 
 
 
°
°
Janus Schup
wernner Hoffman
Reynhardt Elisabet 
x
Hanß von Holzhauß(en)
Caspar Schefer der Elter
Crist gladte
Just Lober
wernner werxs
bauschreyber
Johan dietwein
Jorg weyß(en) wittwe
volPrach Rin
Crist scheffer witwe
modo der Kinder
Milcher Heußer
             \Erster ehe.
Caspar burck
Barbara Echerin
Dobias Kramer der Jung(er)
balzer Mohr
Deyß Reutters wittwe
Paulus Eckell
Friedrich Drapff
 
 
 
 
 
 
 
[1. Versuch gestr.
werxs darüber geschr.]
 
 
 
[Links:]
No defern vnnd danmit
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[I, 47]      
°
°
°
°
°
°
°
°
 
°
°
°
°
 
°
°
°
Paulus Roder
Hanß wagener
Best Rußeckert
Hieronimus Rußeckert
Nicklas Plock
ludtwig gaub
Jorg Schneyder
Not hat seine gerechtigkeit "
Michel gladte                     
"Herman Kregken "
Enderß gernants witt
Kinder,       "versetZt, 
M Michel wasenmeister
Balzer von loller
weygell Hanß
Henrich Rußbach
milcher lampbeß
Johan Reinhardt
Nicklas löber
Paulus Dech
 
 
[
eckert ist gestrichen.]
[gestrichen]
 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
[gestrichen]
 
[I, 47r]      
°
°
 
°
 
 
 
°
°
 
Henrich wormser
Jost weyßbender
Hanß schneider
Johanneß Rueckert
Caspar schuzbahr genant Milchelingk
                                
HauPtman zu gieß(en)
Hanß lober
Enderß Kracker
Johann Runckell,
Ebert Rohn(Bohn?)
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 

[I, 48:]


x



x




oß walt Zuß



No:
hat verkauft

            /
jw: -
          \
    Zum Lindes            
Dauidt stebeß              
Caspar eckharts wittwe    
Jacob Zuß Kau(s)ß wittwe    
    Abel Bintz
Hanß BinZ
Henchen steijzer     
Henchen Bier Aug
Jacob Kauß Zus        
Jorg Drapb
Antohnius Zuß
Henchen Schupbs wittwe 
wont zu Holz=
Josten Hanß                        
 \ =hausen
Crist Eckhart
Johannes Peter     
Abell Bintz         
Eberhart Olenschleger
                                 Caspar Moller
d(er) Jung(e) Christ
     
Petters Johannes dunges witwe
Petters Endres
Johannes gebell
Johannes windenradt
  
[= gestrichen]
[= gestrichen]
[Zuerst
"Zuß" gestrichen, später alles gestrichen und am Rand:]   Abel Bintz
 
[= gestrichen.]
 
[Zuerst "Kauß" gestrichen, später alles gestrichen, da er Schöffe wird.]
 

[Der später links eingefügte Zusatz und der rechte Nachtrag sind gestr.;
                              der Name eher unterstrichen.]
 
[= gestrichen]
[Eher unter- als gestrichen.] [No:"hat verkauft" gehört zu ihm.]
[Es sieht aus, als sei "
Olen" später eingefügt.]
[Später eingefügt.]
[gestrichen] [Könnte auch lauten:
d(es) Jung(en) Christ]
["
witwe" ist später nachgetragen.]
 
[Andere Schrift]
[Dritte Schrift]

[I, 48r]
     Zu luzenlind(en)    
Jost Hoffmann Pfarher   
[= gestrichen]
Adam  \                  
[Nachname durch Klammer für beide gültig. Adam ist später gestrichen.]
Peter   /  Bepbler
Jacob Pomer
Gela Caußen
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
Enderß bePler
      [= gestrichen.]
Merten Heijertdt   
 [Vor dem Namen: Nota. Die beiden letzten Namen sind später nachgetragen.]
Deyß Kauß

_____________________
       großenlind(en)  [Ort und Name später nachgetragen.]
Hench windter

[I, 49]
  
  Zu Dudenhoffen
Johan Pomer             [= gestrichen]
Caspar Schmidt
Gendrum SeyPb
      [= gestrichen]

________________________
       Alendorff
Johannes Luhe

____________________
     Heuchelhaim
Elias Mandler

[I, 49r]
       MunchHoltzhauß(en)  [Später gestrichen] 
Ostwalt Zuß                     [= gestrichen.]

       Zu Leidgestern     [Ort und Namen später nachgetragen.]
x^   Petter Johannes Petter
        CasPar wehl
     [Dick gestrichen]
        CasPar vlrich      [Dick gestrichen]
        Petter Hans        [Dick gestrichen]
[Die drei letzten Namen sind so dick gestrichen, daß die obigen Angaben nicht ganz sicher sind.]
[I, 50:]
1582
         Ao 82 /
 Nawe Zinttenner
Enders Kracker           innswein(?)  [Die ganze Zeile ist gestrichen.]
[I, 51, ist beidseitig leer.]

[ca. 1583/1584]
[I, 37] [Diese und die folgenden Seiten sind undatiert, im Buch I aber hinter der Seite I, 36, gebunden.
Beim Vergleich der Eintragungen ergibt sich aber eindeutig, daß sie später als die Listen von 1581
und vor den Listen von 1585 entstanden sein müssen. Es kann davon ausgegangen werden, daß
diese Listen um 1583 entstanden sind. Nach dem Text von Seite I, 36, könnten sie auch 1584
entstanden sein, allerdings ist das Wort
"vier" gestrichen.]
    Volgenn Die Geystl(ic)hen vndt weltl(ichen)
      Personen von Adell  p      
Caspar Schutzbar genannt Milchling Hauptmann
                                          Zu Gießenn  p
Volpert, Reinhardt, Conradt, Johann, Milcher
Alle von Schwalbach,  p
Gebehart Schlaun von Linda 
p
Compter Zu schieffenbergk  p
Apt vndt Couentt Zu Arnspurgk  p
Dechandt vndt Capitel Des Stifts wezflar p

[I, 37r]
Namen der scheffen des Centgerichts  p
Peter Heusser
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohor
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips Schmidt
Hanß Zaunschlieffer 
Johannes Ruß 
Jacob Zuß

[I, 38]                                                                             [I, 38r]
Die Zentgenuß(en) die Burger Zu giesß(en)                            Giesß(en)      

Merten Schefer
Paulus Bieraug(en) w:
Hanß Anck
Henchen Dreutten w:
Melcher Dech
Johannes Hartgenn
Herman Kröcker
Johann seijtz
Hanß Durschuch
Hanß Johan Durschuch Junior
Dongeß Kempff
vientzens weysgerber
Baltzer Gladt
Adtloff Meuerer
Caspar Stohr
Donges Lobers w:
 


 
 
 
 
 
[gestrichen]
[
Hans = gestr.]
  Johan Hiltmann
Peter Klotz
Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wormser
Caspar schefer,
Balzer vom Sandt
Seijpbenn Cuntz,
Löber Ludtwig Löber
Hanß Bolandt
Nicklas Löber
Hieronimus Kangiesser
Ludtwig v Buseck
Jacob  / wihll
Peter Deußingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Hölweck
Hanß gundrum
Nicklas Burck







[1.
Löber gestr.]
[gestrichen]
[gestrichen]

                       
 

[I, 39]
       Giesßenn   p         

Janus Schupb
werner Hoffman
Reinharts Elßbettin
Cunradt Schweitz(er)
Milcher Heußer
Hanß von Holzhauß(en)
Caspar Schefer der Elter
Crest gladt,
Jost Lober
Johan Dietweins wittwe
Jorg weyßen w:
Volpert Rinn
Crest schefer
Kinder vormuntter erster ehe
Milcher Heußer
Caspar Burck
Barbara Gerlachs Ebels s. wi
Paulus Eckel
Friederich Drapb
veltenn Holzenhayers \Stiff/ son Herman
  
ist gerlach Armprester vormuntter




[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[Das Unterstrichne ist gestr.]
 

[I, 39r]
    
      Giesßenn   p     

Paulus Roder
Hanß wagener
Best Ruß
Nicklas Block
Ludtwig Gaupb
Herman Krocker
Michel gladt
Meijster Michels s. w
Balzer von Loller
Hans Rumffener
Henrich Rußbach    
l
Johan Reinhardt     
l
Nicklas Löber           
l
Paulus Dech             
   Class Breuer
Henrich wormser    
l      Closs Breuer
Jost weißbender     
l      Hanß Eckell
Enders Krogker      
l
Johan Runckel        
l
Ebert Böhm Ebert Bohm
gerlach Kemerer
Gerlach K(e)mmerer

 
 
 
 
[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
 
[Ab hier ist hinter den ersten
Namen eine geschwungene
Linie gezogen.]
[Zweiter Name gestrichen.]
 
 
 
 
[Die ganze Zeile ist gestrichen.]
[gestrichen]
[Links vor dem Namen:]
fto(?)
 

[I, 40:]
           Zum Lindes         

°
°
°
°
°
°
°
° Peters
°
°
°
°
°
°
Abell Bintz
Hanß Bintz
Henchen Bieraug
Jorg Drapff
Antonius Zuß
Josten Hanß
Crest Eckert
Ebert Ohlenschleger
Peters Johannes Donges w:
Peters Enderß   Peters Enderß
Johannes gebell
Johannes windenradt
Johannes winderodt
Caspar Moller
[Vor den Namen befindet sich ein dicker Punkt.]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[
Ohlenschleger später gestrichen; Peters davor gesetzt: Peters Ebert]
 
[Namenswiederholung später; dann ganze Zeile ist gestrichen.]
 
 
[gestrichen]

[I, 40r]
     Zu LutzenLinden     
Peter Bepbler
Jacob Pommer
Gela Kausen
Jacobs Jacob
Caspar Kauß
Merten Heijrtt
Deyß Kauß
Milcher Gebbell

 ________________________
    großenlind(en)
Hench Wintter

[I, 41]
    Zu Duddenhoffen        
Caspar Schmidt
_____________________
       
Aldorff
Johannes Lohe
Gerhardtn Crest

_____________________
      
Heuchelhaim
Elias Mandeler, 

[I, 41r]
      
Zu Leijgesternn         
Peters Johannes Peter
Caspar wehll
    [= gestrichen.]
Caspar Vlrich
   [= gestrichen.]
Peter Hanßs
    [= gestrichen.]
Peters Enderß
      [= nachgetragen] 

1585
[I, 52]
Centerregister Im Gericht zum Lindeß
de Anno p 85 Anfenglich In der fastenn  p
die Zentener vndt Personn vffs Neue
Ingeschriebenn wie volgett  p
          No . 10 .     [Später eingefügt.]

[I, 52r]
Volgenn die Geystlichenn vndt weltlichen
    
Personn vom Adell   p
Caspar Schuzbar genant Milchling, Hauptmann
                           
Zu Gießen   c
x Volpert, x Reijnhardt, Conradt  Johannß
vndt Milcher   Alle von Schwalbach  p
Geberhart Schlaun von Linda.
Compter zu schieffenbergk  p
Apt vndt Couent zu Arnspurgk
Dechandt vndt Capitell des stiffts
zu Wezflar  p.

[I, 53]
Namenn der scheffen

x Peter Heußer
x Peter Sauer
x Conradt Ferber 
x Henrich Ebell
x Jost Bachman
x Gerlach Stohr
x Gerlach Mauß
. Jorg Heb
. Philips Schmidt
x Hanß Zaunschlieffer
x Johanneß Ruß
. Jacob Zuß                      

[I, 53r][Ohne Überschrift; Centner aus Gießen:]                [I, 54]

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Martin Schefer
Paulus bier Auge(en) w
Hanß Anck
Hench(en) Dreutt(en) w:
Milcher Dech
Johannes Hartgenn
Herman Kröcker
Johan Seijtz
Johan Durschuch
Dongeß Kempff
vinZens weijsgerber
Balzer Gladt
Adtloff Meuerer
Caspar Stohr
Dongeß lobers w
Gratzen(?) Joist(en) witwe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[nachgetragen]
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Johan Hiltman
Peter Klotz Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wermser
Caspar Schefer
Balzer v. Zandt
SeijPben Cunz
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
ludtwig v. Bußeck
Jacob wehl w.
Peter Deußingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Höhlwegk
Hanß gündrum
Nicklas Burck
Nicklaus Plock
[gestrichen]        
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[nachgetragen]
[I, 54r]          
x
x

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Na
x
x
Janas schupb
wernner Hoffman
Reinharts Elßbett
Conradt Schweijtzer
Hanß v. Holzhauß(en)
Caspar scheffer der Elter
Crest gladt
Jost lober
Johan Ditweins w:
Jorg weynser weijß(en) w:
VolPert Rin
Crest schefers
Kindter vormunter Hanß
Melcher Heußer               \wagener 
"
Caspar Burck
Barbara Gerlachs Ebels wittw:
Paulus Eckell
Friedrich Drapff
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
[
weynser = gestr.]
 
 
 

[gestrichen]














Na
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johan vol "
      [Links eingefügt und
Pert Rin
vnnd              \gestrichen]
milhior(?)
vnd(er) hand(en)
 
[I, 55]          
x

Nota
 
 
# asmus Klein vnd x
ludtWigk gaub
 
Jorg Böhnaw

Peter Ebel
Als vormuntter Adam
                 \ Schedtels Kinder weg(en) Bolandt s.

Balzer gaub #  v Jungker Reinharts weg(en)
                                                 gelendte  p
 

[Der Zusatz ist gestrichen.]
[Bei dieser Liste ist im
Original vieles ganz klein
eingefügt; zum besseren
Verständnis hier vergrößert
dargestellt.]
x
 
x
 x
---Nota    
x
Friedrich gindrum von wernner wirxen
                                              \ Sohns gelendte  
p
Henrich Bußeck
Jost Crafft
Cloß Breuer   \
diese beijden[= gestr.] sollens
Hanß Eckell   /
vff michaelj ent fang(en)
 
Joist heß
Henrich mangell
Adam Ebel
vo(n) Hans Hermans
 
 
 
 
[Beide Namen vor der
Klammer sind gestrichen.]
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 

[I, 56]                                                                                                       [I, 56r]
             Zum Lindeß                                                                            Zu luzenLind(en)                  

x Abel Bintz x Peter Bepbler
x Hench(en) Bieraug 1/2 morg: Jacob Pommer  sein Landt gibt kein Zehnnen
x Jorg Drapff   mus bericht geb(en) was er
                            von Joist Hessen fraw erkauftt
x Gela Causenn
x Antonius Zuß 1/2 morg: Jacobs Jacob,    sein Landt gibt kein Zehnnen
x Josten Hanß x Caspar Kauß
x Crest Eckehart 1/2 morg: Merten Haijrtt    sein Landt gibt kein Zehn(nen)
x Peters Ebert x Deijß Kauß
x Peters Johannes donges w. x Milcher Gebell
x Johanneß gebell   Hans bintz           [nachgetragen]
x Johannes windenradt    
x Caspar Möller    
x wil hens wil Jungker Jorg Weitershauß Hoffmann
                 wegen des Jungkern geländte
  _________________________________
            Großenlind(en)
x Jacob Zus                  [ab hier nachgetragen; zuerst die x Henri(c)h wintter
x PhiliPs Schmidt              drei, sonst in den Listen zu Lindes   Guts milcher           [nachgetragen]
x George HeP                     nicht genannten Schöffen.]    
x Johannes Eckhardt    

[I, 57]                                                                                                        [I, 56r]
             
 Zu dudenhoffen                                                                 Zu leygestern                

x Caspar Schmidt    vngehorsam[= gestrichen] x Peter Johannes Peter
    x Peters Enderß
             Aldorff    
x Johanneß löhe    
x Gerharts Crest    
          Heuchelhaim    
  Elias Mandeler    vngehorsam    
  Jacobs Johann, mus der Izigers des   
  
HauPtmans Hoiffman bericht geb(en)                   
   
No Caspar Flett des HauPtmanns
Hoiff mus zu Michaelis Cinttennir
  wertt:
   

[I, 58, 59 sind leer. I, 60]
1586
            Centgericht Zum lindtes
            vndt Register de   Anno p 86
            gehalten in der fasten   p
                   No . 11                    [Später nachgetragen. Der Rest der Seite ist Leer.]
[I, 60r]
Vogen die geistl(ic)hen vndt
weltl(ic)hen Personn vom Adtel
Caspar schutzbar genant Milchlingk
                         Hauptman Zu giesß(en)
Volpert  Reinhart, Conradt, Johan
vndt Mil(c)her von schwalbach,
Geberhart Schlaun von lind(en),
Compter Zu schieffenbergk,
Apdt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechandt, vndt Capitell des Stiffs
Zu wzflar

[I, 61]
    Namen der Scheffen
Peter Heußer
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Heb
Philips schmidt
Hanß Zaunschlieffer
Johannes Ruß
Jacob Zuß

[I, 61r]                                                                              [I, 62]

Martin schefer
Paulus bieraug(en) w:
Hanß Anck
Henchen Dreudt(en) w:
Melcher Dech
Johannes Hartgen
Herman Krocker
Johan seijtZ
Johan Durschuch
dongeß Kempff
vinZen weißgerber
Balzer gladt
Adtloff Meuerer
Caspar schtohr
dongeß lobers w
graZen Josten w:
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]
Peter Klotz Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wermßer
Caspar schefer
balzer v. Zandt
seijpben CunZ
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
ludtwig von Bußeck
Jacob wehln w
Peter deußingk
Aßmus Klein
Caspar dech
Paulus Holwegk wittwe
[vor obigem Namen:] modo
Marx Heß
Hanß gu(n)drum
Nicklas Burgk
Nicklas Plock
[gestrichen]             
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[I, 62r]   [I, 63]  
Januß schupb
wernner Hoffman
Conradt schweizer
Hanß von Holzhauß(en) w:
Caspar schefer der Elter
Eb
[= gestr.] Crest gladt
Jost lober
Johan ditweins w.
Jorg weijßen w.
Volpert Rin
Crest scheffer
Kindter vormunttr"
                       " Hanß wagener
Milcher Heußer,
Caspar Burck
Paulus Eckell
Friedrch Drapff wi
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]

[alles gestrichen]
 
 
 
 
[
wi = nachgetragen]
Paulus Radter
Hanß wagener
ludtwig gaupb
Michel gladt
Balzer v. loller
Hanß Rumpfener
Henrich Rußbach
Johan Reinhardt
Nicklas lober
Paulus dech
Henrich wermser
Enders Krocker
Johan Runckell
Gerlach Kemmerer
 

[I, 63r]
Jorg Bonaw
Peter Ebel
vormuntter Adam
                         Schedtels
Kinder weg(en)   [alles gestrichen]
Balzer gaub   \
Aßmus Klein   --- 
von Reinharts von
ludtwig gaub  /     schwalbachs
weg(en)
Friedrch gindtrum
wegen wernner
                                            werxen Sohns
Henrh Buseck
Jost Crafft
Adam Ebel
von Hanß Herman weg(en).
Caspar fledt 
Des Hauptmans Hoff "
Nota Caspar \                                  "mann
          Jorg     / gundrum
hat ir stiffvatter
                           Paulus holwegk
ires
                    vatters gutter vber geben
                         
 ist Nicklas Lober vndt
                           Reinhart Kramer
                          
vormuntter
[I, 64]
Johan Hargeß
Eberdt breuer
Reinhart Staudenherauß
Johan Kemmerer Jorg schmidt
Als
 
vormuntter Caspar dechen s sohn
  Caspar
vndt Hanß,
Jorg schneider
Marx Heß  
Na: C 587     [ab hier später nachgetragen]
das KaPPiettel Zu wezlar      [dick gestrichen]
Dingeß Findt
Balzer Becker                  
[gestrichen]
Adam Heußer
Cristoffell Crafft
Lenhart wiederholt
Jorg gundtrum

[I, 64r, und I, 65, beidseitig leer.]
[I, 66]                                                                                 [I, 66r]

       Zum Lindeß                                                                    Zu luZenllind(en)

Abell BinZ
Henchen Bieraug
Jorg Drapff
Antonius Zuß
Josten Hanß
Josten Hanß
Crest Eckhart
Peters Ebert
Ennderß(Einderß?)
Peters Johannes Donges w:
Johannes gebell
Johannes windenrath
Caspar Moller
wilhens wihl
Jungker Jorg weiders Hoff..
Johannes Eckhart            wittw     man
Hench Mangelt Hoffrichter
Mil(c)her Bierauge
 
 
 
[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
[nachg. Zusatz gestr.]
 
 
[gestrichen]
 
[wittw gehört hierher]
[Der Name ist gestr.]
Peter Bepler
Jacob Pommer
Gela Causen
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
Merten Heijert
Deyß Kaußen w
Melher gebell
Hanß Binz
 
_________________________
    
großenlin(den)
Henrich wintter
guts Milher
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[I, 67]
   
[I 67r]
 
     dudenhoff(en)
Caspar schmidt
______________________________
     Alndorff
Johannes lohe
Gerharts Crest

______________________________
    Heuchelhaim
Elias Mandeler
______________________________
   leijgestern
Peters Johannes Peter
Peters Enderß

Petter wagenner  C 587 Na.(?)
         Kirchgunß
   It(em)
Her Merten weijtzel Pfarher Zu Kirchguns
 

[I, 68, und I, 69, sind beidseits leer. I, 70:]
Register Des Zent zum
Lindeß vndt Zentgenus
Anfenglich Zu mitfast(en)
     De Anno p 88  C
        No. 12                        [nachträglich]
[I, 70r]
   Volgenn die Geijstlichen 
   vndt weltlichen Personn
          vom Adell  p
Caspar schuZbar genant Milchlingk
     Hauptman Zu Giessen    p
Volpert . Reinhart . Conradt . Johan vndt
Milchior   
Alle von schwalbach  p
Gebert Schlaun von linda
p
Compter Zu schieffenbergk  p
Apbt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechant vndt Capitell vnßer lieb(en)
  Frauen Stiefft Zu wezflar p
[I, 71]
       Namen der Scheffen
Peter Heuser
Peter Sauer
Conradt Ferber            
[gestrichen]
Henrich Ebell
Jost Bachmann
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips schmidt
Hanß Zaunschleffer 
 [gestrichen]
Johanne Ruß
Jacob Zuß
VolPracht Rin,           
 [nachgetragen]
Hanß Dorschuch,       
[nachgetragen]

[I, 71r]                                                                                [I, 72]

Merten schefer
Paulus bier Aug(en) w:
Hansß Anck
Melchior Dech
Johannes Hartgenn
Herman Krocker
Johan seijtz
Johann Durrschuch
Dongeß Kempff
vintZens weijsgerber
+ Balzer gladt
      Balzer gladen witw
Adtloff Meuerer
Donges lobers w:
+ Gratzen Josten w.
Jorg Finck
Jorg wormser
Caspar schefer
Balzer vom Sandt,
Seijben Cuntz
Conradt Ferberß witwe
Hanß Zaunschliffers wit:
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
[gestrichen]
[dazwischen nachgetragen]
 
 
[ganz dünn gestrichen]
 
 
 
 
 
[nachgetragen, die Männer
waren Schöffen]
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
Ludtwig von Bußeck
Jacob wöhln w.
Peter Deußing w.
Aßmuß Klein
Hanß gundrum
Nicklas Burgk w.
Nicklas Plock
Janus Schupb
wernner Hoffmann
Conradt schweytzer,
Hanß von Holzhauß(en) w.
Crest schefer der Elter
Crest gladt
Jost lobers wit
Johann Dietweis w.
volpert Rin
Milcher Heußer
Caspar Burck
Paulus Eckell
Friederch Drapb w.
Hanß von Dreidorff \
Ao 92
Niclauß Hamell       /
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
 
 

[gestrichen]
 
[
s wit = nachgetragen]
 
[gestrichen; Schöffe]
 
 
 
[gestrichen]
[nachgetragen]
[nachgetragen; gestrichen]
[I, 72r]   [I, 73]  
Paulus Radter
Hanß wagener
Ludtwig gaupb
Michell gladt
Balzer v(on) Loller
Hanß Rumpfener
Henrich Rußbach
Johan Reinhart
Nicklas Löber
Pauluß Dech wit:
Henrich wormser
Enders Kröcker
Johan Runckell
Gerlach Kemmerer w
Jorg Bönaw
Balzer gaupb \
Aßmuß Klein  - Reinharts von
ludtwigk gaupb/    schwalbach
Henrh Buseck
Melchior Lober    \          
Ao 91
Peter Bechdoldt / 
vf Michaelj
Hanß Ferber      \
Curdt Ferber       -   
ao 92
Ludwigk Ferber /
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[
wit: = nachgetragen]
[gestrichen]
 
 
[
w = nachgetragen]
 
[gestrichen]
[gestrichen]
Hoffleut
[gestrichen]
Inkommen,
 
 
[gestrichen] [Cundt Ferber]
Henrich Buseck
Jost Crafft
Adam Ebell
weg(en) Hanß Herman
Caspar Fledt   
des H. Hauptmans
Jorg gundrum
Johan Harges
Reinhart Staudenrauß
Johan Kemmerer \ caspar Dechen
Jorg schmidt         /  caspars vndt
Jorg Schneider
Dingeß Findt
Becker
[=gestr.] Balzer Becker
Adam Heußer
Cristoffell Crafft schuktheiß
Lenhart wiederholt 
p
Adam Ebell Zur sohn
balzer weyß(er)bender
Balzer Dudenhoff(en)
Hanß wentzell
Johanch(en) Lober
Josten Lober
Best Rues
 
 
mönchs   [gestrichen]
Hoffman, [gstrichen]

[gestrichen]
 
s sohns
Hanß(en)
 
 
[alles gestrichen]

[gestrichen]
 
[nachgetragen, gestrichen]
[nachgetragen][
er = gest.] 
[nachgetragen]
[nachgetragen]
[Die beiden Namen sind
ineinander geschrieben.]
[nachgetragen]
[I, 73r]  
     De Anno p 88 Zu michaheli
Johanneß Schlepb
Jost weijß
Ebert selzer                                                                                                 / stahl
Caspar Schefer Hanß
[im Rand li] Caspar schefer Hanß vndt velten sein
Johanch(en) Harges w                                                                     \ Eydam
Crest Buseck
Marx Heß
Nicklas wiehl
Peter wiihl
Not Adam ebel Zur Sonn,
         
vndt deiß schefer sollen es entfang(en) 
                             
wellens nit thun ist ein gebot 
                                            
Anlegett  p
Nota weil velten Holschenhayger es
     
habs bey Peter KloZen Rentmeister
      
Entfang(en)
Deijß Schefer
Cosp Becker
Volttin Holschenhawer,
Valttin Staell
           
Ao p  90 New In kommen
Gerlach Hirtz
Hanß Mulich
Joist Kunckell
Peter Ebell              \
Jorge Schaffener  /   
Ao p 91 Inkommen Zu
                                                   mit fast(en)
 
 

[gestrichen, eher unterstrichen]
[alles gestrichen]
[gestrichen]

 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[gestrichen]
[I, 74]   [I, 74r]  
          Zum Lindeß
Abell Bintz
Henchen Bier Aug
Jorg Drapb
Antonius Zuß
Josten Hanß
Crest Eckhart
Peters Ebert
Peters Johannes Donges w:
Johannes gebell
Caspar Moller
wilhens wiehl
des Junkhern Hoffman
Johannes Eckhart
Henrh Mangel
Milher Bier Aug
Johanch(en) Eckhart
Milchior Eckhart
Milchior will
weitershausen Hoffmann
           Ao C 91 vf Michaelj
Jorg Kause
Ao C 92 vf mitfast(en)
          An kommen  /
 

[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]

[gestrichen]
 
 
[nachgetragen]
[nachgetragen]
[nachgetragen]
 
[nachgetragen]
[I, 74r]   [I, 75]  
     Luzenlind(en)
    Peter Bepbler
    Jacob Pommer
+ Gela Causin
    Jacobs Jacob
    Caspar Kauß
    Milchior Gebell
    Hanß Bintz wit.
    dongiß Volck      
Ao C 92

      Grossenlind(en)
Henrh wintter
guts Milcher

       dudenhouen
Caspar Schmidt

 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
Ankommen

 
[gestrichen]
[gestrichen]

     Alndorff
Johannes löhe
Gerharts Crest

      Heuchelhaim
Elias Mandteler
Jacob seijPb

     Leijgestern
Peters Johannes Peter
Peters Enderß
Peter wagener

     Kirchguns
Her Merten weijtZel Pfarher Zu
           Kirchgunß

 
 
 

 
[gestrichen]
[nachgetragen, gestrichen]

 
[gestrichen]
 
[gestrichen]

 
[gestrichen]
[unterstrichen]

Die Seiten I, 75r, I, 76, und I, 77, jeweils beidseits, sind leer.]
[Es folgt hier, zur besseren Übersicht, eine Zusammenstellung der Listen der Schöffen und der
Centner aus den Dörfern von 1578 bis 1588. Diese Tabelle ist in den Akten nicht enthalten!
Dabei wird, vor allem in den Linneser Listen, ganz deutlich, daß die Liste von angeblich 1580 falsch eingebunden worden ist.
Sie gehört eindeutig nach 1581 und vor 1685, also etwa in 1583/1584.
Außer in der Liste von 1585 sind die Schöffen aus Linnes nicht in den Ortslisten genannt; hier zur besseren Übersicht aber 
mit eingetragen mit dem Zusatz "S" für "Schöffenliste".
Ich gehe davon aus, daß es sich bei dem durchgängig genannten Schöffen Peter Sauer um den Einwohner von Dutenhofen handelt, der auch
in dieser Zeit im Vogteigerichtsbuch Allendorf vielfach genannt wird. Im FB Gießen gibt es einige "Sauer", aber keinen "Peter".
Einige Namen konnte ich nicht sicher entziffern.
Die Centner, deren Namen in den Listen gestrichenen [g] wurden, sind während der Gültigkeitsdauer der Liste verstorben,
oder, wie z. B. Philips Schmidt und Jorg Hepp in 1578, zu Schöffen gewählt worden. Manchmal ist auch ein "w" oder Wwe" oder "Witt"
nachgetragen. Manche sind auch, wie z. B. der in der Liste von ca. 1583/1584 genannte "Peters Enderß" aus Linnes weggezogen.
Er erscheint noch in gleicher Liste dann in Leihgestern. Es wird auch Centner gegeben haben, die ihren Besitz im Centbann verkauft haben,
da sie zu weit weg wohnten, um ihn selbst zu bewirtschaften.
Es kann sicher davon ausgegangen werden, daß die in Nachbarorten genannten Centner entweder aus Linnes (oder Gießen, was eher
unwahrscheinlich ist) stammen, oder durch Heirat einer Frau aus Linnes oder Gießen zu Besitz im Centbann kamen und dadurch Centner wurden.
Etwas verwirrend ist die relativ hohe Zahl der Centner aus Lützellinden. Zu Kirchenbuchzeiten, ab 1652, bestehen eindeutig wesentlich
mehr familiäre Beziehungen von Linnes nach Heuchelheim, eher wenig nach Lützellinden. Wenn die Genannten durch Heirat mit Frauen
aus Linnes zu ihrem Centbesitz gekommen sind, muß es in dieser Zeit umgekehrt gewesen sein.
Mir ist nicht bekannt, daß etwa ein Teil der Lützellindener Gemarkung zum Centbann gehörte.
In der Liste von 1581 ist zu sehen, daß Abel Bintz schon eingetragen ist, bei Jacob Cauß ist "wittwe" eingetragen. Nachdem Abel Bintz
diese Witwe heiratet, wird er gestrichen und erscheint auf dem Platz von Jacob Kauß wittwe.
Die Platzreihenfolge konnte in der folgenden Zusammenstellung nicht immer eingehalten werden.
Sehr gut zu beobachten ist die Wandlung des Namens "Eberhardt Olenschleger" zu "Peter(s) Ebert".
Ab 1585 erscheint auch ein "JH" = Junker-Hofmann, oder Hofmann des Junkers, in der Liste der Linnesser Centner.
Junker, Besitzers des Burggutes, ist, soweit er genannt wird, Jorg Weitershausen. 1588 heißt es in einem Nachtrag von 1591:
Melchior Will
Weitershausen Hofmann ...
Ab 1586 wird zusätzlich zu dem Hofmann noch ein "Hofrichter", auch im Sinne von Verwalter, genannt. Die Hofleute der Linneser Burg
sollen an anderer Stelle noch zusammengestellt werden.]
[In der folgenden Zusammenstellung ist steht "x", wenn der Name mit dem früher genannten identisch ist; sonst sind nur abweichende
Schreibweisen angegeben. "g" heißt, daß der Name noch in dieser Liste gestrichen ist; "n" ist "nachgetragen" in dieser Liste. "g/S" heißt
gestrichen, aber in der Schöffenliste genannt; "S" bedeutet: nur in der Schöffenliste genannt; "S/g" heißt, daß er nur in der Schöffenliste
genannt wurde und dort gestrichen ist. In diesem Fall kann ganz eindeutig davon ausgegangen werden, daß der Genannte verstorben ist.
"w" heißt, daß "Witwe" nachgetragen wurde, "w" bedeutet, daß bei der Erstellung der Liste die Witwe Centnerin war.]
 

Schöffenliste 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Peter Heußer Peter Heußer Peter Heusser Peter Heußer Peter Heußer Peter Heuser
Henchen Gobel Henchen Gebell  g
CasPar Lober        g
Hanns Schmidt     g
Peter Sawer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer
Chonradt Moller  Conradt Moller Conradt Ferber  Conradt Ferber Conradt Ferber Conradt Ferber   g
Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell
Just Bachmann Just Bachman Jost Bachmann Jost Bachman Jost Bachman Jost Bachmann
Christ Christian Crest Wenzell  g
Gerlach Sthöhr Gerlach Stuhr Gerlach Stohor Gerlach Stohr Gerlach Stohr Gerlach Stohr
Gerlach Mauß gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß
Joisten Hermann  g
Jorg HePb               n Jorg Hepb Jorg Hepb Jorg Heb Jorg Heb Jorg Hepb
Philips Schmidt      n Philipps Schmidt Philips Schmidt Philips Schmidt Philips schmidt Philips schmidt
Hanß Zaunschliffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschleffer g
Johannes Ruß  n Johanneß Ruß Johanneß Ruß Johannes Ruß Johanne Ruß
Jacob Zuß   n Jacob Zuß Jacob Zuß Jacob Zuß Jacob Zuß
Volpracht Rin       n
Hanß Dorschuch   n
"g" = gestrichen "75" = 1575 dazu "n" = nachgetragen "S" = Schöffenliste "JH" = Junker-Hofmann "HR" = Hofrichter
Centner Zum Lindeß 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Joisten Herman S/g
Hanns Schmidt  S/g
Dauid Stebes Dauit stebeß  g
Philips Schmidt g/S Philipps Schmidt S Philipps Schmidt S Philips Schmidt  L/S Philips schmidt S Philips schmidt S
Caspar Eckhard w C. eckharts w  g        
Jacob Zuse Jacob Zus   g/S Jacob Zus  S Jacob Zus   L/S Jacob Zuß   S Jacob Zuß   S
Henchen Bier Henchen Bier Aug Henchen Bieraug Henchen Bieraug Henchen Bieraug Henchen Bier Aug  g
Jacob Cauß J. Kauß w. = A. Bintz
Hans Bintz Hanß BinZ Hanß Bintz  g
Jorg Hepp     g/S Jorg Hepb  S Jorg Hepb  S Jorg HeP   L/S Jorg Heb S Jorg Hepb S
Henchin Steitzer Henchen steijZer g
Jorg Trapp Jorg Drapb Jorg Drapff Jorg Drapff Jorg Drapff Jorg Drapb
Anthonus Zuse Antohnius Zuß Anthonius Zuß Antonius Zuß Antonius Zuß  g Antonius Zues  g
Eberhardt Olenschleger Eberhardt Olenschleger Peters Ebert (Ol.) Peters Ebert Peters Ebert Peters Ebert
Henchen Schups w.  H. schupbs W g.
Josten Hanß    79 n Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß
Paulus Desch 79 n,g
Christ Eckhardt  80 Crist Eckhart Crest Eckert Crest Eckehart Crest Eckhart Crest Eckhart
Jhs. Eckhardt  80 Jhs. Petter g
Abell Bintz   81 Abell Bintz Abell Bintz Abel Bintz Abell Binz Abell Bintz
Petters Jhs. dunges w Pet. Jhs. Donges W P. Jhs. donges w P. Jhs. Dönges W P. Jhs. Donges w:
Petters Enders  Peters Enderß g
Johannes gebell n Jhs. Gebell Jhß. gebell Jhs. gebell Jhs. gebell
Johannes windenradt n Jhs. windenrodt Jhß. windenradt Jhs. windenradt g
Caspar Moller  n Caspar Moller Caspar Möller Caspar Moller Caspar Moller  g
d. Jung Christ  g
wil Hens wil  JH wilhens wihl JH wilhens wiehl JH
Johannes Eckhardt Jhs. Eckhart g Jhs. Eckhart  g
Hench Mangelt HR Henrh Mangel HR
Milcher Bierauge Milher Bier Aug
Johanchen Eckhart n
Melchior Eckhart n.
Melchior Will JH 91
Jorg Kause    92
Lützellinden 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Just Hofmann Pfr Jost Hoffmann Pfr. g
Henchen Gobel   Henchen Gebell  g
Adam Beppeler Adam Bepbler
Peter Beppeler Peter Bepbler Peter Bepbler Peter Bepler Peter Bepler Peter Bepbler
Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer
Gela Causen Gela Causen Gela Kaußen Gela Causenn Gela Causen + Gela Causin  g
Causen P. K. Vm. g
Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob
Caspar Cauß  80 Caspar Cauß Caspar Kauß Caspar Kauß Caspar Cauß Caspar Kauß
Enders Bepler  81 Enderß bePler  g
Merten Heijrtdt  n Merten Heijrtt Merten Haijrtt Merten Heijrt  g
Deyß Cauß  n Deyß Kauß Deyß Kauß Deijß Kauß w   g
Milcher Gebell Milcher Gebell Melher gebell Milchior Gebell
Hans bintz  n Hanß BinZ Hanß Bintz wit   g
dongiß Volck    92
Großen-Linden 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Hench windter  n Hench wintter Henrich Wintter Henrich wintter Henrh wintter  g
Guts milcher  n Guts Milcher guts Milcher    g
Dudenhofen
Johan Pomer Pfr Johan Pomer  
Peter Sauer   S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S
Caspar Schmidtt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt
gundrum seipb  79 Gundrum seyPb  g
Münchholzhausen
Ostwalt Zuss    81 Ostwalt Zuß g
Allendorf
Johanns Luhe Jhs. Luhe Jhs. Lohe Jhs. löhe Jhs. lohe Jhs. löhe
Gerhardtn Crest Gerharts Crest Gerharts Crest Gerharts Crest
Heuchelheim
Elias Mandler Elias Mandeler Elias Mandeler Elias Mandeler Elias Mandteler  g
Jacobs Johan  
Jacob Seijpb  n/g
Leigestern
Petter Jhs. Petter Peter Jhs. Peter P.  Jhs. Peter P. Jhs. Peter P. Jhs. Peter g
Caspar wehl  g Caspar wehll   g
Caspar Vlrich  g Caspar vlrich   g
Peter Hanß     g. Peter Hanß     g
Peters Enderß Peters Enderß Peters Endreß Peters Endreß
Petter wagenner 87 Peter wagener  g
Kirchgöns
Merten weijtzel Pfr. Merten weijtzel Pfr./g

[Es folgen die weiteren Abschriften des Centgerichtsbuches:]
[I,78] [Mit Bleistift nachdatiert: 1580 -1589]
Rug Buch Des Gerichts Zum
     Lindtes von Jar 79  C
           Anfeng(lich) C vndt folges
             nuhmer 80.81.82.83.
             ---84.85. vndt 86  C ---
              vndt 87.  C  88,  89
                  No. 13 .                          [später nachgetragen] [Unten: Seitennummer 12]

[I, 78r]
1579
Fasten gericht gehalten de Ao             [Der Rest der Seite ist leer.]
                                  ------79     

[I, 79]
Zentgericht gehalten freydag
                 nach michaheli ao 79           
                 velt Ruge                                 
Caspar Schefer Zwo Rug in verbott(en) stopbeln
   gehutt
Merten Schefer Zwo Rug in Einer wiß(en) vndt
   Die Ander in stopfelln p
Herman kregks Jung [Fleck] Ruge vff weygel
    Hanß(en)
Acker vff dem Kulches graben gehut
Jorg Boijnachs dinst magdt hatt vff Peters
    vom Lindeß
Acker ein gebondt wicken geholt
    Jenseijtt des Schutzeß bron  p  j Rug
j Ruge  Hermann Krockers Jung mit den Haijmel
    in dem linder feldt vor den Kuhen gehut,
                 lindeßer Ruge  p.
-- ij Ruge  Dingeß Zuse fraw Zum Zweijttenmahl
        vber den Bahn graß(en) gegang(en)
-- j Ruge  Dingeß meijdtlein auch vber den Bahn
        gegrast
-- j Ruge  Jost(en)[eingefügt] Hanß(en) fraw hatt vber Dem bahn gegrast
[I, 79r]
-- j Ruge  Josten Hanß(en) frauen schwester Auch vber
        den Bahn graß(en) gegang(en)  e
   j Ruge  Welhelms Jorg(en) meijdtlein Zu schaden
        gegrast,
   ij Ruge  des Hoffmanß Knecht hatt durch die
        wiß(en) Zu schaden gefahren vber verbiedtens
-- ij Ruge  Henchens fraw in der Burgk vber den
        Bahn graß(en) gegang(en)
    j Ruge  Caspar Eckerts Dochter Zu schaden
        gegrast
-- j Ruge  Philips Schmidts magdt der gleichen Zu
        schaden gegrast vber den Bahn,
   j Ruge  Dauidt Stebeß meijdtlein Auch Zu schad(en)
        gegrast
   j Ruge  Eberdts fuhllen Peter deuschingern in
        wiß(en) gegang(en) vndt im schaden gethan  p
[I, 80]
-- j Ruge  Eberdts zweij \fuhln/ an den \korn/ hausten vil schaden
        gethan vber vilvaltig(er) verwarnung,

                Kuhe Ruge,
   ij Ruge  Zusen dinges meijdtlein mit den Kuhen
        in verbotten graben im veldt gehutt,
   ij Ruge  Josten Hanß(en) meijdtlein dergleich(en) gehut
   ij Ruge  Welhelm Jorg(en) meydtlen dergleich(en),  
    j Ruge  Zuse Jacobs Jung auch in verbott(en)
       graben gehutt,
   ij Ruge  Caspar Eckert Jung desgleich(en) gehut, 
    j Ruge  Eberdts Jung auch dergleichen gehut
       in dem graben,
   ij Ruge  Philips Schmidts meijdtlein Auch in
       dem verbott(en) graben gehutt.
[Diese eine Rüge steht noch auf Seite I, 81r, die sonst ins Jahr 1582 gehört.]
   j Ruge Dauit Stebeß meydtlein Auch in
       verbott(en) graben gehutt,

1580
[I, 31:]
                                 N° 6 
      Zentgericht gehald(en) auff Mittwochen
                vor Michaely Ao 80                             
Merten scheffer hat vor den Kuehen bey
    dem SchetZis born yn den stoppeln gehut
Casper scheffer der Elder hat auch bey dem
    schetzis born yn den wiessen gehut
Casper scheffers son auff Somdag(?) ym
    gens winkel gehut vor Michaely aufF
     Melchior Lampes
wissen ist noch nicht ge
    mot gewesen
Casper vnd sein Sohn haben beyde ym linder
    felde gehut mit der gantzen Herd sonder
    erlaubnus
Casper scheffer In gleicher gestald auff Mon
    dag vor Michaely wider ym veld gehut
    ane dem Orth Im linder Veld
[I, 31r, ist leer; ebenso die Vorderseite von I, 31a, und I, 32, beidseitig.]

[I, 33]
                Nr 7      [Andere Tinte, wie 5. Zeile.]
Rug buch des Zensgerichts Vnsers
G F vnd Hernn Zum Lines gehald(en)
  Im Jar 1580 d 28 Septem
             No 1580   [Andere Tinte; Rest der Seite und I, 33r, leer.]

[I, 34]
Hermann Krogkers schefer In stopffeln gehut
   Zum zweittenmahl In zwo Rugen gehut[= nachgetragen]
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Seiten I, 35 und I, 35 a.]

[I, 31 a]
1581
    Zentgericht gehalt(en) den 27 September
                 Anno 81   l
Johannes Dongeß dinstmagdt zum Lindiß
   hatt wecken vndt habern Ausgeraufft.
Josten Hanß(en) dinstmeydtlein hatt Haffern
   vnd wecken geraufft
Zuß(en) dinger dochter hat[= eingefügt] gromedt hattg[= gestrichen] geraufft
   vndt in ein Duch gebund(en)
Crest wenzels dinstmagdt hatt gromett(Grummet)
   in ein Duch geraufft vndt heim gedrag(en)
Jorg Hepb(en) Magdt hatt wecken gerapfft
              gießen
Caspar schefers Knecht hat zum zweittenmahl
   In Stopffeln vnd wieß(e) gehutt / 2 Rug(en)
Caspars Sohn Hanß hatt zwo Ruge in verbot(en)
   stopffelnn wieß(en)[= eingefügt] gehutt

1582
[I, 80r]
        Fasten gericht gehalt(en) Post Freidag
                den 23 ten Marti Ao  p 82
          Feldt Ruge
1  Es bringt der SchuZ vor, wie Das Dauit
      stebeß schwein vff dem Samen befund(en)
2  weidter bringt er vor das Philips Schmidts
      schwein vff dem Samen befund(en)
3  It(em) ebert Olenschlegers schwein vff dem
      Samen befundtem word(en)
4  It(em) Jacob Zußen schwein vff dem Samen
      befund(en) word(en)
5  It(em) Crest wenzels schwein vff dem
      Samen Befund(en) word(en)
[I, 81]
6  It(em) Jorg Drapben Schwein vff dem samen
      befund(en) word(en)
7  It(em) Caspar schefer der Elter zu gießenn
      Ist mit den schoffen vff[= gestrichen; darüber:] vber dem Samen
      hin gefahrenn barbara Ebelin Zu giß(en)

[I, 81r]
        Gericht gehalt(en) Mitwochenn
            vor Michahelj Anno  p 82  C
              Ruge wie volgett
1  Erstlich  Hanß Anck, Jost weyßtbender
      vber sein wieß(en) durchs graß mit mist
      gefahren
2  It(em)  Causen Jacob hatt desgleichen gethan
3  It(em)  Dauid Stebes sohn hat geschlaff(en) sindt
     diese[= gestrichen] dem Jung(en) Hanß(en) sein Khue Jns korn
     gegang(en)
4  It(em)  Caspar Schefer vor der Neuestatt hat
       Jungker Milher v(on) Schwalbach
In einer
      stück wießen gertz(geatzt?),
5  It(em)  gleicher gestalt gemelter Caspar
        Schefer Adolff meuerern
In einer wieß(en)
       gehutt
[I, 82]
6  It(em)  noch mehr hat vilgemelter Caspar
        Schefer Echers barbenn
durch korn mit
       der hert gefahren  p
7  It(em)  nochmehr hat Caspar I(n) der stoppeln
      gefahren[=gestrichen] gehutt 
8  It(em)  der Aldt Caspar Schefer hat zweimahl
      In den Stopbeln gehut  p 
9    [steht am Rand, ist aber nicht belegt mit einem Eintrag]  
10  It(em)  hat er gleicher gestalt Echers barben
        durchs korn mit der Herdt gefahrn
11  It(em)  er nochmals Helcken crist(en) Auff ein
        wieß(en) gehut beij dem weijer p 

[I, 82r]
1583
   
Gericht mittwochen denn 10ten
        aPrilis Anno  p  83 p    

Rug(en) Zußen Jacobs Jung hatt Hanß Hartgen
vber den Samen Acker die leng gefarn
vndt den Samen Ingedrett(en)
  Daiidt Stebeß
  Philips Schmidt
  Ebertt olenschleg(er)
  Caspar Eckerts wittwe Crein
  Jacob dingeß[= gestrichen] Zuß
  bier[= gestrichen] bier Hench(en)
  Crest Eckkart
  Kaußen JaCob  [unter dem "K" stand erst ein "Z"]
  Hench Junckern Diener
  Hanß Bintz
  Jorg Hepb
  Jorg Drapb
  Hermanß wittwe
  Crest Wenzell
[I, 83]  
  Dingeß Zuß
  Hanß Jung
  Dingeß[= gestrichen] Johanneß Dingeß

[I, 83r]
Gericht gehalt(en) P(ost) mittwoch(en)
         nach Michaelii Anno  p  83            
 

Hermanns Gretta hat Zu schadt(en) gegrast
2  Dingeß Zußen Hausfraue hat Zu schad(en)
     gegrast  p 
3  Crest WenZels Hausfraue hat Zu schad(en)
    gegrast  p  
4  Hanß Jung(en) Hausfraue Zu schad(en)
     gegrast  p  
Dongeß Hausfraue Zu schad(en) gegrast
Dingeß schwester
Gromeß Kangießers Magdt hatt
       Conradt mulleer Zu gießen
in einer
     wießen gegrast  p  
Caspar Schefers Jung hat SeijPben
      Cuntzen dem Dechen durchs korn
       It(em) Gretten durch die wießen
       gefahrenn
Herman Krockers Jung hat mit den
      hameln durch die haber geiagt, vndt
      darnach vff der Esels weijdt gehut
[I, 84]
10 lutwig bußecks Jung mit den Pferd(en)
      vff der Habern vndt erbeß gehut vff
      dem Feldt[= gestrichen] fludt graben  p 
11 Balzer gaub mit 2 Pferd(en) gelad(en) Crest(en)
       In der wießen gehut  p 
12 Dauidt Stebes Dauit 65 weydten
       stemmen vff die gemein weydt geseZt
       An Johan von schwalbach geleg(en)  p 
13 Crest Eckhart der[=gestr.] hat geschlaffen vndt
       die schwein vff die gerst(en) vndt habern
       gehen H[= gestr.] laß(en)  p  
14 Crest wenzel hat mit dem Plug dem
       bauschreijber vff dem Kulges grab(en)
       vff der gerst(en) gehut[= gestr.] gewandt  p  
15 Caspar Schefer hat in stopbeln gehut 
16 Desgleich(en) Herman Mezger schefen in
       stopbeln gehut
17 Caspar, burgkann johan hatt in Den
        wießen vndt stopbeln gehut  p 
[I, 84r]  
18 Philips Schmidt(en) Jung hat geschlaff(en) vndt
        die Pfer An ein Hausten korn gehen lasß(en)
        Aßmus Klein   p  
19 wernner hoffmann hat Hanß Zaunschleffern
        vber den Samen gefahren vndt Auß
        der Erden geschlaufft  p  
20 Crest Wenzells Jung[= gestr.] Pfer hab(en) Hanß
         Ancken
Im gromett gang(en)  p  
21 Desgleich(en) Jung(en) Hanß(en) Pfer im selben
       gromett gang(en)  p  
22 Causen Jacob hat gleicher gestalt ein
       Pfehr in Hans Anck(en) gromet gedrieb(en)  
23 It(em) dreij fuhlen von leijgestern Zu schad(en)
       in der Habern im Zent fund(en) vndt in
       Dauit Stebeß Stal Ime Dauidt(en) geliebet(geliefert)
       Ire Ides Fuhln dopbell Ruge
24 Aß mus Klein lest Zuß[= gestrichen; darüber:] Dongeß Jacob(en) Kuhe
       Rug(en) hat sie in seinem korn vff dem
       brandt selbst fund(en),

[II, 62]
29.02.1584
           Nach dem sich Irrung und gebrech(en) erhalt(en)
              haben, Zwisch(en) Jost(en) Hansenn Zu Lindes, vnd
                   Petern zu Lindes
, Jost(en) Hanß(en) selig(en) Hausfrawen
                   bruder
, des gleich(en) seines bruder Thonges nachge=
                   lass(en) widwe
, Anlangenede die ehebereddung
              Zwisch(en) Jost(en) Hanß(en), vnd Engenn seiner Hauß=
                   frawen selig
.     Ist vff beuelch(Befehl) des .A. Peter
                   Clotz(en)
Renthmeisters. Auch vff begeren Jost(en)
                   Hanß(en)
, Heut dato diß exam(en) in rei memo=
              riam verhrichtet und gehalt(en),  vnd sind die
              Zeug(en) durch ChristoPherrn Craft schultheisß(en)
              Zu Lindes. It(em) Gerlach(en) Stohr vnd Jost(en) Bachma(nn)
              beide Scheff(en) des Centgerichtts, mitt eim leiblich(en)
              eid kelad(en) erinnertt vnd verwarnt vnd hab(en)
              nach einander in sonders als sichs gehörtt, ab=
              gehort

1) Testis Thebes Joannes vo(n) Hernßheim quali=
                       ficatus. p hat deponirt

             Nach dem allerhant bereddung geplog(en) word(en)
             Sey der Ehlich Zwische(en) Thost(en) Hansen vnd Eng(en)
             seiner gesponß ,  Auch mit irer beider wisß(en) vnd
             willen entlich(en) also beschlosß(en), was sie schon
             ererbtt hetten vnd Zusam(men) brecht(en), damitt söln 
             eins das ander beerben , da sie on hinderlasß(en)
             leibs erb(en) von einander abstürben , Sey aber
             keins künfftig(en) anfals oder vffersterbens gedachtt
             word(en)

2)3)4)    Michels Henrich vo(n) Hernßh(eim)   \
Testes    Peter von Lindes burger Zu Giessen   -
                  Philips Schmitt Zu Lindes                     /
                 
diese drei Zeug(en) haben ein hellig vnd gleichermasß(en)
             deponirt als Thebes Joannes

              Ac(tum) den 29 t Februarij Anno p 84.
                                             Joannes Schiberstein Statschreiberr
                                                zu Gisß(en) p
[II, 62r und II, 63, beidseitig, sind leer.]

Undatiert, Februar 1584
[Die Seiten II, 40 und 41 gehören zu einem Prozeß, bei dem Christopher Crafftt, schultheiß, anwesend ist.
Er wurde lt. FB Gießen, 636, am 21.10.1600 begraben.]
[Nach dem Inhalt gehören sie zu dem Prozeß vom Februar 1584.]


# It(em) seines bruder
Thonges hausfraw[gestr.] W.
Anna
.p 
Jost(en) Hans zu Lindes hat in sach(en)
geg(en) seiner hausFrawen seligg(en) broder
petern # zu Lindis, belangende die ehe=
bereddung p ettlich Zeug(en) vff Zulass(en)
der ober keit, abhören, Gescheen im beisein
Christopher Crafftt, Schultheiß(en), Gerlach(en)
Stohren vnd Jost(en) Bachman. beide Scheff(en) Zu
Lind(es) vnd sint die Zeug(en) mitt eid belad(en)
erinnert vnd verwarnt p vnd hab(en) deponiret
als volgt





                    vnd zusam(men)   \
                   brecht(en) dasmals -
           j Testis Thebes Johannes Zu Hirnßheim
             qualificat(us) deposuit 
Es sei erstlich die ehebereddung daruff beschlosß(en)
was Hans Jost seiner Hausfraw(en) Eng(en) Zubrechtt
vnd ererbtt hett. It(em) hinwidder was Eng(en) schon
ererbtt hett, vnd was sie schon dermals hett(en) 
damitt soll eins das ander beerb(en). da sie on
hinderlasß(en) Leibs erb(en) von einander abstörben
________________________________________________
2 Testis              Michels Henrich vo(n) Hernßheim
          qualificat(us) deposuit
Diser Zeug hat eben einerlei deponirt .  wie Thebes
      Joannes
.
_______________________________________
3 Testis Peter vo(n) Lindes, civis Giessen(us), qualificat(us) p deposuit
  der ehlich sei Beschlosß(en) was sie Zusam(men) brechtt(en)
  damitt söll eins das ander erb(en). ob sie schon kein
  Kinder mitt einander Zilet(en).
_____________________________________________
4 Testis   Philips Schmitt qualificat(us) diposuit
hat einerlei deponirt wie die andern
      It(em) hab(en) alle einhellig angeZeigt es
         sei weiter keins nachfals oder kunft/ig[Rand beschädigt]    
          Vffersterbens gedachtt word(en).

[II, 40r und II, 41r sind leer; auf Seite II, 41 findet sich in der Mitte oben das Wort:] 
              Vorweißend (von Neißel?)
[und rechts oben der Buchstabe "J"; sonst auch leer.]
  
[II, 64]
März/April 1584
Vnsern gunstigen gruß Zuuor, Erbar guter freundt, Was An
vnß Ebem Peters Erbenn von Leijgestern eines Erbfalß
halben supplicando gelangenn Laßen, sich beclagt Vnnd ge=
Pactenn daß HaPt Ihr abIntiegender(?) Irer Supplication
fernens Zuuernehmenn
Vand(Vnnd?) mir eß nuhn danuor achtenn, wofern eshierumb
Supplicirter maßen beschaffenn das Pillich die Suppli
canten vor Henn(? Hemr?) SchuPPen Bruders Kindenn Zu solcher
Erbschafft ZuZulas-------sen ----------------So
beuehlenn wir auch darauff In namen vnsers g. f.
vnnd Herrns, daß Ihr vff vorgesetzten fall, die
Supplicanten Zu mehr angeZogener Erbschafft Zu=
laßet, vnnd die Beclagten vonn Irem vornehmen, ab=
wijset,         Hat es aber hierumb ein ander
gestaldt als Supplicirt,   So haPt Ihr vnnß daruonnZu=
berichtenn, mit fernerm bescheidt geben, vnß darnach
haben Zuachten,
das thun mir vnß (?)Versehenn Vnnd seindt euch gunstig willen
Zuerweijsenn geneigt,               Dat..  MarPurgk
denn 9 T Martij Anno p 84 ./.
                      Anwesende Rhäte  
                           daselbst.
[II, 64r, ist leer; ebenso II, 65; auf II, 65r, findet sich querstehend:]
      
Antwort der Räthe                      Pers.  20. Marti(am?)
        Zu Marpurg                                      A  p  84 .)
Dem Erbarn Vnserem gutten freunde Peter
Klotzen Renthmeistern Zu Gießin
Peters Erben Zu Leigestern Contra Herrn(Henn?) Schupen
Bruder Kinder
[Darüber, kopfstehend:]
Ingelegt von Caspar wihln undt Caspar ....
zu Leygestern  p  Peter .... Peters erbett zu
Lindess den 6 t Maij Ao   j 84

[II, 66]
Mein freundtlichenn gruß Zuuor Erbar ehr
Schultheiß  Es hatt Jegenwirdiger(?) Hermanns
Joist
mein(?) Vnderthann eines weiß Pstemmags(?)
halbenn, mitt seinem nachbar Johannes
Schmidtt zum Rodgen
wohnhafft zu schaffen
wilcher alb[überstrichen] Jarlich von Woln Hennen seinem
diß Schmits Vatter [entrichte = gestr.] auß seinr Hoff
Rede entrichten vnnd bezalen werdenn,
Weill aber ermelter Woln Hen sich Zu
seinen Kindernn seines hohen alters
halbenn gewandtt, Vnd Itzo zu Lindeß
bei seinem Sohnn Willen sich hältett
daro wegen mich gePetten Inne an euch
Zuuerschreibenn, Jas(das?) Inne den vatter
(?)Omitt gewenlichem(?) Seijdtt beladen vnd vff
hirein verschloßene Artickell ab horen(?)
seine Außsage eigenttlich beschreibenn vnd
miyr verschloßen Zuschickenn wollett
wijrdtt er sich hinwidderumb Jegen euch
der gebur Zuuerhaltenn wißen  Damitt die
wehr vorPrechtt vnnd Zutage komme,
Wenn Ich dann deßelbig mit fugenn Ime abZu
schlagenn nitt gewust So Ist an euch
mein freundtliche Pith Ir(In?) der warheitt
Vnnd dem Rechtenn Zuschwür(?) ermeltenn
Woln Hen Vor euch bescheiden Vnnd Rechtlicher
gebur beeidenn vnnd abhoren wollettet
Inne auch deß meinn aidtts (?)verutelich(??)
[II, 66r]
Vermannenn Vnnd erInnernn wollett[= gestr.]
sein außsage ...ißig beschreiben, Vnnd miyr
dieselben woll Verschloßen Zuschicken wolle/tt?
darnach mich vff ansuchen mit bescheidtt
...bern(?) s...ner ZuRichtenn wiße[= gestr.],
Daß vmb euch In gleichenn vnnd eurem(?) Zuuer=
dienen habtt Ir mich geneigtt Vnnd
fur euch hirmitt dem(denn?) allmechtigen Gott
emPhelent  Datum altenbuseck den 21
T(ag) Aprilis Ao 85
                           PhiliPs von Trohe
Wollett Inne auch erInnern da er woln
Hen die artickell verneinne wirdte ..
kan Cleger Innen mit 2 mennern
vberzeugen,

[II, 67, ist leer; II, 67r, nur:]
Dem Erbarenn vnd achtbarenn Christoffeln
[Schnörkel] Schultheiß Im Lindeßer Ampt
           Meinen guten ga.....

1584
[I, 85]
    
ger(i)cht gehalt(en) P(ost) mit wochen den 6 ten
       Maij Anno  p  84  C 
Peters enderß
sein schwein Im korn fund(en)
Peters Eberdt sein schwein in der haber
  fund(en)          [Der Rest der Seite ist leer.]  

[I, 85r]
       Ger(i)cht gehalt(en) mittwoch(en) P(ost) nach
          michahely de Anno p 84  C  

 
1 Zuß(en)
Jorg Hebben Magdelein hatt dongeß
Sezlin sezling(en)[= gestr.] AbgeaZt mit den Kuhen
2 It(em) Enderß Rauen Jung in verbottenen
wißenwegk gehutt
3 It(em) Caspar, Crestwenzels nachvahr Jung
hatt Jost lobern mit Dreyen Pferdenn vff
seinenn Erbeß(en) gewendt
4 It(em) noch mehr hat er Endreß Rauen mit
den Pferd(en) In wicken gehutt,
5 It(em) Crest Eckharts wittwen Jung hat mit
seiner Mutter vndt Hanß Jung(en) Pferdenn
In der habern gehutt,  
6 It(em) Philips schmidts Magdlein hatt Fredrich[= gestrichen]  
drapff
[= gestrichen] mit den Kuhen In der Habern gehut
7 It(em) ConZnß weißgerbers Madtlein hatt
friedrch Drapff(en)
bey dem weier In seiner
Seinem gart(en) bleder Abgebrochenn vndt
schad(en) gethann  p   
[I, 86]  
8 It(em) Caspar schefer Knecht Ist durch das friesch
felt gehutt In gladen balzers wießen  p  
9 It(em) Merten Schefer hat den Ahulnwegk herab
gefahren das Im nit gePurt Zum brich
Zu, welches gh(?) enthalt(en) hatt  
10 Nohmehn hat er verbottenen Stobbeln
gehutt vndt das velt Außgehutt[teils gestr. und darüber, so daß es heißt:] AußgeAßt  
11 It(em) Johanneß Dungeß Magdtlein[= gestr.] frauen
Magdtlein hat mit den Kuhen Am gebundt(en)
korn gehutt  p  

1586
[I, 86r]
           
gericht gehalt(en) Post mit fast(en)
               de Anno  p  86 
            Donges Anna Zwo gaw Ruge 
            welhelms Jorg Zwo gaue Ruge 
Peter Eberts Zwo Ruge
           Philips schmidt Zwo Ruge
           Johannes gebell Zwo Ruge

Ruge vndt[gestr.]      Gericht gehalten Post \na(c)h/ Michahelij
wie pfert vndt            freydag den  7 t(en) October Anno  p  86
gras Rug(en)

1 Dongeß Zußen dochter hat Johannes
Petern
vff dem Driess gehutt 
2 Abels Magdtlein hat Johannes Petern uff dem
driesch gehutt
3 It(em) Jorg Hepbenn Jung hat im Korn gehutt 
4 It(em) Jorg Hepbenn Magdt hatt Conradt Mollern
im Korn gegrast.
5 It(em) Philips schmidts meijdtlein hat Hans Ack[= gestr.]   
A\n/ckenn
im Korn gegrast, 
[I, 87] .
6 It(em) Eberts maijdtlein hat Dongeß(en) weckenn
abgeschniedt(en)  
7 It(em) Jacob Zuß(en) dochter Hanß(en) Petern vff
dem Driesch gehutt
8 It(em) des Hoffmans vndt des hoffrichters gesin (Gesinde)
haben Eberdt(en) vndt Hanß(en) Petern AbgeAst  p[=gestr.]  2 Rug 
9 It(em) Caspar Mollers Jung hat Bachman Durchs Korn
die Pfert lauffen laßß(en) vndt der Kne(c)ht
selbstne   p   sinndt ------------ 2 Ruge [2 Ruge ist dick gestrichen.]  
10 It(em) Bierhenches Madtlein hat Hanß(en) Petern vff
dem Driesch gehutt 
11 It(em) Junghanß(en) Knab hat die Pfert durch das
Korn laßß(en) laffen  
12 It(em) Caspar Mollers Knecht hatt Hanß von
leijgesternn
mit den Pferdt(en) in Der gerst(en)
gehutt  p  
13 It(em) Caspar Mollers Knecht hat im Korn gehut 
14 It(em) Aubels Jung hat dech(en) Paulus im Korn gehutt
15 It(em) Eberts Jung hat mit den Pferdten im
Kornn gehutt  p 
[I, 87r] .
16 It(em) Jost Ströhe hat Peter Heußern mit den schwein
die Mohrn AußgeAst  p 
17 It(em) Caspar Schefer hatt dreymal in StoPPeln
gehut   sindt ----------------- 3 Ruge  
18 It(em) Merten Schefer 3 mahl in StoPPell gehut
sindt ------------------------- 3 Ruge
19 It(em) des Kesselers Magdt hat in der Haber
gegrast  p  
20 It(em) Diedrech des Heijgeß #HaußFraue hatt in
StoPPelln gegrast, 
21 It(em) Kuttern Johannes Fraue hatt in der
Habernn gegrast, 
22 Henrich Mollers Magdt hatt vff den
graben gegrast, 
23 HenCulus gredt(en) Magdt hat in den greb(en)
gegrast,
24 gerlach Armbrosters Magdt hat in
den graben gegrast,
25 Jorg Ziegelers Magdt hatt Peter
Heußern in der Haber gegrast 
[I, 88]    [Die folgenden Zahlen 27, 28 sind jeweils aus einer 26 verbessert.]  
26 der scheffer Zu luZenlind(en) hat durchs Korn 
27 Dongeß Anna hat Hanß(en) Petern       \gehutt
vff dem drisch gehutt
28 Junghanß Maigdtlein            _______
                                      Summa 33 Rug
[Weiter I, 88; das Folgende schließt sich direkt an:]
1587 
         Gerichtt gehaltt(en) denn  18 t oPPrilis
                      Anno 87              Rug(en) vieh vnd pferdt Rug(en) 
1   Hans wieder(weider?) der Hoffrichter  hatt dreij 
      mal mit den Schwein vff Korn gehudt  
2   Hanß will 2 mall mit den schwein 
      vff(en) samen gehut
3   Abell Bintz 2 mal die schwein vff samen  
4   Casp(ar) moller Ein mal die Schwein vff(en) samen 
5   Wilhelmms Jorg j mal mit den schwein vff(en) samen

[I, 88r ist leer; I, 89]
             Gericht Gehaltenn Mittwochenn
                vor Michalehij Anno  p  87  C 
                  Ruge In verbottenen Felt Stopbeln
                            vnndt Zu gras?en
 -----      /  Girhards Crest hat mit denn
             l     Pferdtenn im lindeßer Bahnn gehut ----- j Rug(en) 
 -----      l \An/ It(em) Conradt Jung hat im lindeßer
             l      Bahnn gehuttet  p ----------------------- j Rug(en)  
Alndorff -  It(em)\An/ Henrich hat mit denn Pert(en) 
             l    im lindeßer bahnn gehuttet -------------- j Rug(en) 
             l It(em) Nicolaus \Balzer/ hat Mit denn
             \   Pfert(en) im Lindeßer Bahn gehuttet ---- j Rug(en)
[Obige Klammer,
Alndoff, und die Einfügungen sind später nachgetragen.] 

   It(em) Mertenn Schefer hatt dreimal
              mit den Schaffen die frucht  AbgeAtzet ------ 3 Rug(en)
 
   It(em) Conradt Schefer hat 3 mahl.
              in der Frucht gehutt, -------------------------- 3 Rug(en)
 
   It(em) Conradts Schefers Knecht hatt
              dreij mal in Stopbeln gehutt ----------------- 3 Rug(en) 
 
   It(em) Mertenn Schefers Jung hat
                   Reinhart Scherern
durch sein
              weingartenn gehutz -------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Mertenn Schefers Knecht hat
              - 3 mahl in Stopbeln gehut ----------------- 3 Rug(en) 
                    Lat(us) ---- i2[gestr.]\17/ Rug(en)   
 
[I, 89r]  
   It(em) Mertenn Schefer hatt 
              Zweimahl in Stopbeln gehutt --------------- 2 Rug(en)
 
   It(em) Mertenn Schefer hat Johan
                   Durschuchen
die Haber AbgeAtzt ---------- j Rug(en)
 
   It(em) Cunzen Knecht hat - 3 mahl
              in Stopbelln gehutt -------------------------- 3 Rug(en)
 
   It(em) Aubels Jung hatt mit den
              Pfertten durch die frucht vndt
              wießen geritten ------------------------------ j Rug(en)
 
   It(em) Jorg Dapben Jung hatt
              Girhartt Crestenn in seiner wieß(en)
               gehutt[gestr.] geritten[gestr.] gehutt ----- j Rug(en)
 
   It(em) Jorg Dapben Jung wieder durch
              die frucht vndt wießen gehutt[g.]\gerit(en)/ -- j Rug(en)
 
   It(em) Jung Hanßen Jung hatt mit
              den Pfertten durch die wießen
              vndt frucht gerittenn ----------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Caspar Mollers Magdt hat
              mit den Kuhen durch die Frucht
              gefahrenn  p  ------------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Donges Ann Magdt hatt
              mit den Kuhen in der
              Habern gehuttett --------------------------- j Rug(en)
     
                        Lat(us)  ------ 12 Rug(en)
 
[I, 90]  
   It(em) Zußen Dongeß Dochter hat
              mit den Kuhen in der Haber gehutt ------- j Rug(en)
 
   It(em) der Schefer hat Dongeß Zußen
              im Korn gehut ------------------------------ j Rug(en)
 
   It(em) der Schefer hat Jorg HePben
              mit den Schoffen in der Haber
              gehutt ----  ----- --------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) der Schefer hat Johannes gebeln
              im Korn gehutt ------   ------  ------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Bier Aug(en) Milcher hat Paul(us)
                  Dechen
mit den Pfert(en) im Drisch gehut -- j Rug(en)
 
-- It(em) Crist Eckharts fraue hatt
               im giesser Feldt gegrast ------------------ j Rug(en)   
 
   It(em) Crist Eckert hat mit sein Pfert(en)
              durch die wieß(en) geritt(en) vnd gedrett -- j Rug(en)
 
   It(em) Zußen Dongeß Dochter hatt
              Zweijmal in stopbel mit den
              Kuehen gehutt ------------------------------ 2 Rug(en) 
 
   It(em) Dongeß Ann Magdt hat mit
              den Kuehen in Stopbeln gehutt ------------ j Rug(en) 
 
   It(em) Jung Hanß(en) Magdt hatt
              2 Mahl mit den Kuhen in Stopbeln
              gehutt --------------------------------------- ij Rug(en) 
                         Lat(us)  ii[gestr.]\i2/ Rug(en)
 
[I, 90r]  
   It(em) Caspar Mollers Jung hat
              in Stopbelln gehutt 2 mahl ---------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Jorg HePben Magdt hat
              mit den Kuhen in Stopbel
              gehut zweij mahl --------------------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Johannes des wirts Magdt
              hat zweimal in Stopbeln gehutt ----------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Philips Schmidts Magdt hat
              - 2 Mahl in den Stopbeln mit den
              Kuhen {in Stopbeln[g]} gehutt ----------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Eberts Magdt hat 2 Mahl
              mit den Kuen in Stopbeln gehutt -------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Jorg Drapb hat 2 mahl
              in den Stopbeln gehuttett ---------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Caspar Mollers Magdt hat
                  Zusen Dongeß(en)
die weckenn
              AbgeAst ---  ---  ---  --------------------- j Rug(en)
 
   It(em) Aubels Jung hat mit
    ------  den Pfert(en) im gießer felt in[später]  
+greben - gehutt + ---  ---  ---  ---  --- -----------   Rug(en)

                                  \13/
                 Lat(us) ----- 11[g] Rug(en)
 

[I, 91]
1588    
      
Gericht gehalt(en) P.(ost) mit fast(en)
             De Anno p 88                            

It(em) der Schefer Jorg zu lindeß hatt
          des Junkern HoffLeut(en) in der wieß(en)
          gehutt. nach dem verbiett(en)
It(em) Caspar Schefers Son Hanß hat nach dem
          Verbott dechen Paulus(en) in der wießen
          gehutt
It(em) desglechen Merten Schefers sohn[= gestrichen] Jung
It(em) desgleichen auch der Schefer zum Lindes
          im Paulus Dechen in der wieß(en) gehutt

[I, 91r]    
        Gericht Gehalten Post
        Dornerstag vor Michahelj Ao  p 
                                      ------- 88  C                       
                               \,,Zweimal/   Rug(en) 
1   2 Merten Schefers Jung ,, mal in verbott(en) Stopbeln gehut
2   2 It(em) Merten Schefer selbst 2 mal in Stopbeln gehut
3   2 It(em) Caspar Schefers Hanß 2 mal in Stopbeln gehut,
4      It(em) Aubels Jung hat durch die frucht gehut
5      It(em) Caspar Mollers Jung durch die fru(c)ht geried(en)
6      It(em) der HofFrauen Jung hat glad(en)[gestr.] \gaupb(en)/ balzer die
         Pfertte In die Haber Lauffen laßen p  
7      It(em) dessgleichen Aubels Jung die Pfert in die Haber
         laßen Lauffenn /  
8   2 It(em) Merten Schefer hat 2 mal mit den schaffen
        vff der gemein waijdt gehuttet, 
9     Merten Schefer hatt Jung Hanß(en) die gerst(en)
                                                              AbgeAstet, 
10   It(em) Johannes gebels schwein haben in das
                                    felt in \die/ fruchtt gelauff(en) 
11   Desgleichen Philips schmidts schwein drin gelauff(en) 
12 2 It(em) Crest Eckharts schwein in Die frucht gelauff(en)   
[I, 92]   
13   It(em) \Henchen/ BierAug(en) Magdt hat die kue in die frucht
                       \drapb(en)/                                   laijffen laß(en), 
14   It(em) Jorg hepben[gestr.] Schwein in das Korn gelauff(en), 
15   2 Henrich Mangels Schwein in das Korn gelauff(en)  c  
16  2 It(em) der HofFrauen Schwein in das Korn gelauff(en), 
17   It(em) Bier Henches Magdt hat Caspar Mollernn
       die sezling AbgeAst, 
18  2 It(em) der Hobfrauen Kuhe haben Caspar Mollern
       sein waijß. vndt Setzling AbgeAst, / 
19  6 It(em) Zußen Donges s. schwein haben sex mal
       durch die frucht im felt gelauffen  p 
20   It(em) Dongeß An Magdt hat die Kuhe durch
      die frucht lasßen lauffen  p  
21  2 It(em) \der/ dilmanß[Anfang gestr.] Schefer hat 2 mal in stopbeln
                                    \lindeß(er)/                          gehuttet  p   
22  
Der[verb. aus "des"] Burgermeisters[gestr.] Schefer hat In der florr
                                                                            gehuttet  p  
23   Jorg Drapben Jung hatt die Pfert durch die
       frucht laßen lauffen  p   
24   Merten Schefer nahmals in Stopbeln gehutt, 
25  2 It(em) Donges An Zweimal ir schwein in
      die frucht laß(en) lauffenn  
26  2 Crest eckert Schwein haben Jorg HePben
      in sein Mehrn(Möhren) gelauff(en) Zu schad(en)
[I, 92r]   
27   It(em) Merten Schefer Jung Sondags vor
       michahelj in den wieß(en) gehuttett, 
28   der lindeßener Schefer noch auch
       in den wießen gehutt  p  
29 / It(em) Hanß lobers HausFraue ein wegk 
    l    Peter Sauern durch die frucht gelauff(en), 
    l  It(em) der gleichen balzer von Sandts magdt, 
    l  It(em) Friederich drapben selig(en) dochter
   -   It(em) Schefer Anna  p   
    l  It(em) Enderß kemmers dochter,
    l  It(em) dohmas von gleibergks fraue,
    \  It(em) merten wittichs fraue[Die Folgenden sind nachgetragen:]  
    It(em) Meulchenn mit dem viehe vff einen
       Sondag in Stopbeln gehut, hat ebert 
        Bohn funden ./
    It(em) dingeß kempff(en) Jung hatt Jorg finck(en)
       durch die wießen gefahren
    It(em) ludtwig gaupben Jung auch 
    It(em) balzer Pister Jung Auch

[I, 93]
1589
       
Gericht gehalt(en) zu Mitfast(en)
                                    Ao  p  89                  
  It(em) Die Rug(en)
  It(em) Jungen Hanß(en) Pfert vff Johannes gebel
     korn fundten 
  It(em) Jorg Hepben Pfert Auch vff Johannes
     gebels korn fund(en) 
  It(em) noch Jorg Hepben Pfert vff dechen
     Milcher korn  p  
  It(em) Biraug(en) wittwen[gestr.] Hhench(en) Pfert Am
     wezflar Phadt vff dem korn fund(en) ist er selbst
                                                     darzu kommen
  It(em) Peters Ebert Pfert Auch vff Johannes kornn
     fund(en) 
2 It(em) Jacob Pomer vff dem Samen Eines Abendt
     Erfund(en) mit vier Pfert(en) vndt fullen,
  It(em) Crest Eckhart[=gestrichen] Bußeck hat Merten
     Schefern bey dem scheZeßs Born mitt          \wieß(en)/
     Einem wagen Mist vber dien[verb. aus "denn"] Samen[gestr.]
     gefahren,                                             gefunden[gestr.]   

[I, 93r]  
          Gericht Gehalt(en) Mitwoch(en)
             nach Michahelj Ao p 89 C.                          
          Rugenn
-- 1 Rug   Johanchenn Juchanes fraue hat im gießer
                Bahn gegrast 
   1 Rug   Donges Anna Magdt hat milher Drapb(en)
                die Erbes hinderm Dorff Abgeast,
   1 Ruge  Junghannß(en) Saue haben hinder dem dorff
                in der Haber gang(en)
-- 1 Rug   der HofFrauen dinst Jung hat im gießer felt
                gehuttett
   1 Ruge  Henrich Mangels Magdt hat dem schmidt vff
                den Bett(en) im korn gehut
   1 Ruge  Aubels Jung hat Conradt Mollern im
                weijsa gekraut vndt vff die greben den
                Pfertt(en) bracht
-- 1 Ruge  Jorg Hepbenn Knecht hat im gießer Bahn
                gehut mit den Pfert(en)
   1 Rug    Chrest eckharts Jung hat vff dem Brandt
                gehut Zwischen Zwen Korn Acker  
[I, 94]   
   1 Ruge  milcher Bieraug fraue hat im gießer Bahn
                                         gegrast  p  gehuttet[gestr.]   
   1 Rug   welhelms Jorg(en) Jung hat mit den Pfert(en) im
                                          gießer Bahn gehutt
   1 Ruge  Eberts Caspar hat im gießer Bahn gehut mit
                                                den Pfertt(en).
-- 1 Ruge  des schmitts Jung hat im gießer Bann gehut
                                              mit den Pfertten.
Nota         der Aldtdorffer Schefer hat mit den Scheffen
----           im lindeßer bahn gehut vff der Haijdte
   1 Ruge  der lindeßer Schefer hat Crest Eckhart die
                Haber Abgeast 
   1 Ruge  der lindeßer Schefer hat BierHench(en) das kraudt
                in der Schlincken Abgeast. 
1 Rug(en) nochmal der Schefer hat Aubeln die Haber Abgast
1 Rug(en) Rin balzers Magdt hat Jorg Fincken Ein Arbel
                gromett vff seiner wießen gehnomen
                vndt vff Rin balzers Ires Hern wießsen gedrag(en)
   1 Ruge  Schmidt Philips magdt hat dem vff dem drisch
                mit den kuen darauff gehutt, den dag nah
                dem Johannes Dag. 

[II, 68, beidseitig beschrieben; mit Bleistift nachdatiert:]
15.04.1590
Vor Euch Den Ehrenhafft(en) vnd
wolweijßen Hern Schulthessen vnd scheffenn
Dießes Erbarn Sendttgerichts[! Verschreibung; ein kirchliches "Sendgericht" ist nicht bekannt] Alhie Zum
Lindes Erscheinedtt Caspar möller von Lang=
gunß Als Clager Endttgeg(en) vnd wider
phfilipss Spijßen von Langgunß vnd repotiert 
Clag(er) sein -3- gerichtt vnd vbergiebdtt hiemit
Sein Inurien Clag mit vndertheniger biedtt
den \B/ vff nachgesetztt(en) Art(icke)l durchs wordtt
Glaub war oder Nichtt war sein In recht
Zuandttwordt(en). An Zuhaltt(en) waß Alß
dan vermeindtt vnd Nichtt gestanden werd(en).
wil Erbeudtt sich C wo Nottorfftig solches
Zubeweijßen  p

wan Daß B phfilipß sphiß [2 Buchstaben gestr.] vngeuer
vor Einem Jar hatt vff Furstlich(er) freijer
Straß(en) Clagern Iinurirdtt Inhaldtt Der rug(en)
So in Diesem Erbarn gerichtt Zuersehen,

war Daß Er \B/ ein solcheß wieder rech vnd
Alle billichKeydtt gethan Er oder die seijnen
Auch das selbig nimermehr beweijsen konen
Noch soll(en)  p
[II, 68r]
 
 
#
Das keiner den
Andern mit vn,
Erheblich(en) wortt
Iniuriern soldtt,
Vnd Dieweijl wie ArtiKuliredtt das der B
den C. Iniuriredtt  vber vnbilch(en) masen
vnd das selbig In vnsers g F vnd H
ordnung bey hoger Straff verbodtt(en) # Also verh=
fftt C Es soldtt in rechtt Erkandtt vnd
Gesproch(en) werden Es soldtt Der B schultig
sein In vor sietzendttem gerichtt widerumb
mit dem mundtt Damit Er in vnbillich Iniuriert
Zuuerandttwordtt(en) vnd Ein widersproch Zuthun
schultig sein / mit Erstadung allen vffgewendtten
Kost(en) vnd schaden wie dan C solches Euch
hern richtter also Zuerkenen gebett(en) hab(en) wil 
Steldtt hiemit Zu recht c mit vorbehaldtt  p  
   
 Iniurien Clag    Deß Erbarn
Caspar möllers von Langgunß 
als C
        Contra
Phfilips Spieß Auch Da 
  selbst(en)   Als B
[andere Schrift:]
Ingelegt Am Zentgerichtt
Zum Lindis mitwoch(en) den
29 t APPrillis Ao p 90 ./.
       Zu Mitfast(en)gericht  p 

[I, 94r]
19.04.1590     
            
Gerichtt Gehalttenn
          mitwoch(en) den 29 T APPrilliß
              Ao  P  1590
               Rugenn
Lindeß bringt diß gericht keinne
  Rug(en) in /

         Gerichtt Gehalttenn
           Zum Lindiß Mitwoch(en)
             den 23 T 7briß
                Ao p 90 ./. 
            In Peterß Johanß Peterß Hoiff hat d(er)
                Heimburg(er) im Zaun ein Lucke fund(en) ,
                vff Anstellung deß Hern Schuldtheisen wie
                Hoich einer verbussen soll so Heimliche luck(en)
\vber furstliche Ordnu(n)ge/  [Links am Rand eingefügt]  
                in sein Zeun im dorfffried(en) Helt, daruff
                erkennen die Hern Scheffen, Obgesetzten
                vberfahren Peterß Johanß Petern in
                2 fl Straff v g fl vndt Hern, vndt den
                Hern Scheffen 5 schilling Pfenge; er
                purigir sich dan wie Recht

[II, 69]
1591
Verzeichnus d(er) Rug(en), so Ludtwigk
BoP, Schutz im Cendt zum Lindiß
            im Letzt(en) halben Jahr Ao  p 91
                     Inbracht  p
[Eine Abschrift von 8 Einträgen dieser Seite ist auch bei Friedrich Wilhelm Weitershaus, S. 52, zu finden.]
Johan Eckhardts Megt(en) hadt Wilhelmß Jorg(en)
  durchs Korn mit Kueh(en) gefahrn, 
Dongis Annen Jung(e) hatt gemeltem Jorg(en)
  durchs Korn gefahren, 
Der hoiffleuth Kuehe haben Philips Schmid(en)
   in weitzen gang(en),
Jorge HePffen Magt hadt Bier Melchiorn
   in einner wiessen vf d(er) Lohn gegrast,
Christ Eckhardts Magtg(en) hadt Bier Melchiorn
   beij d(er) Hege durchs Korn gefahrn,
PhiliPs Schmidts Magt hadt Wilhelmß Jorg(en)
   durchs Korn mit den Kueh(en) gefahrn,
Johan Gebelß Junge hat mit seinß Herrn
   Pferdt im Giessen Ban beij d(er) Eselß
   weide gehudt,
Der Scheffer Zum Lindes hat mit den
   schaaffen in KornstoPffeln gehudt,
Caspar Scheffers sohn Zu Giessen hat Auch
    in KornStopffeln gehudt,
Martin Scheffers Jung hat in hafferstoPffeln gehudt,
    beim weinbergl(ein)
Stall Hansen
Megtgl(ein) Zu Giessen hadt Hanß
    Hardten
im Erbeißacker mit j Sicheln gegrast,
Henckell waldschmidt Zu Heuchelum
hadt mit 2 Pflug(en)
    Jung Hansen vom Lindis
, Vndt Paulus dech(en) Zu
    Giessen
, durch die Haffern gefahrn,
[II, 69r, nur:]
Rug(en) so D schütz Inbracht vf Michaelj Ao 91

08.10.1591     
[I, 95]
     
Gericht Gehalttenn Zum
       Lindiß Freitagk den 8 t 8briß
          Anno  p  91  
               Jost(en) Hanß(en) vndt Johan Eckhart ,,
Die beide Heinburg(er) ,, Zum Lindiß sagen
vndt bring(en) Rugweiß vor, daß
Melchior Eckharts fraw Eilg(e)n habe
Zu wilnhenß wiln frawe Gela gesagt
sie seij ein diebin vndt Plaib Auch ein
diebin, Daruff steldt d(er) Her Sch(u)l(thei)s, An
wie hoich sie solcheß v g fl vndt Hern p  
verbussen solle,

Rugen Obgemeldte Heinburg(er) selb[gestr.] weid(er) 
daß Christ Eckhardt im Veldt Zu Acker ge
fahrn beim Lindiß vndt hab gehordt dz 
sich zwen An d(er) strasse mit wortten
geschold(en) vndt Id(er) Zum And(er)n gesagtt
er seij ein schelm von Vatter vndt Mut
ter gebohren, er habe Aber kein gekandt,
Hiruff sagt Jacob Zuse, er seij vngefer
vber Acht tage gein Lind(en) kommen vndt
wid(er) Michelß Petern gesagt waß er
mit dem Klein Balzern vf den strassen
[I, 95r]
Zu schicken gehaPt hab, daruff ihm
Michelß Peter geandtwordt eß seij doch 
nit d(er) Klein Balzer gewesen, eß seij 
Johanneß Mohr gewest, der Herr
Sch(u)l(thei)s; steldt An wie hoich diesse vberfahr=
ung v g fl vndt Hern p verbust werd(en)
solle,  

                     Bussenn 
          Vff Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en) wie
               Hoich Melchior Eckharts fraw Eilg(en)
               eß verbussen soll daß sie Zu Wilnhenß
               wiln fraw Eilg(en)[gestr.]\Gela/ gesagt sie seij ein
F             diebin vndt Pleib ein diebin,     Er kennen 
die Hern   vndt Verdammen sie F In Zwen guld(en) buß
scheffen   v g fl vndt Hern vndt den Scheffen
               funff schillinge Pfennige,    Sie kan dan
               Zum Nehest(en) gericht vndt Prugir sich wie
               Rechtt 
            Vff weid(er) Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en)  
               wie hoich Michaelß Peter vndt Johanneß 
               Mohr, die scheldt wordt Inhaldt d(er) Ruge
[I, 96]   
so sie beim Lindiß vff d(er) straß gehaPt
   da einer Zum And(er)n Gesagt er seij ein
   schelm von Vatter vndt Mutter geborn
   p v g fl vndt Hern p Verbussen soll
daruff Ist Durch die Hern scheffen
   er kandt, daß ihrer Jder in Sonderheit
   solcheß v g fl vndt Hern mit dridthalb(en)
   guld(en) verbussen solle vndt Jder dem
   gericht funff schilling Pfennige sie
   kommen dan Zum Nehst(en) gericht vndt
   Purgirn sich wie Recht, welchs gericht
   ihnn beid(en) den d(er) Herr Sch(u)l(thei)s verkündig(en)
   soll  p  
[Rest der Seite und I, 96r und I, 97 beidseitig sind leer; I, 98 bis I, 101r gehören zu 1575; siehe oben.]  

1592
[I, 127] [Es folgen nun kleine Blätter aus dem "Rugbuch" des Cent-Schützen.]
                   
 Rugbuch deß Centgerichts
Nr. 16.             zum Lindis
                         Anno 92
                   Angefang(en) Mittwoch(en) nach Michaelj

[I, 127r ist leer; I, 128:]  
     Am Centgericht Mittwoch(en) den 4 t 8bris durch
      Ludtwigk BoPPen den Schütz(en) Rug(en) Inbracht
             wie Volgtt
      Johann Eckhards Mägten hat mit den Kueh(en) vfm brandt
--.    gehut,
      Wilhelmß Jorg(en) Melchiorß Mägtg(en) mit Kueh(en) hinseits
--.     d(er) hege vf Schlaun drisch gehudt
      Henrich Mangolts Magt, hinseidts d(er) hege in einer
        wissen gegrast
--. Jorge HePs Magt, vfm brande mit den Kueh(en) gehudt 
     Der Scheffer Jung zum Lindis hat mit Abellß Kueh(en)
        beim Alt(en)schlage durchs Korn gefahrn 
      Christ Eckhardts Mägtg(en)) hat vfm brandt mit den Kueh(en)
--.    gehudt
--. Jacob Zusen dochter hat vfm brandt mit Kueh(en) gehudt
      Wilhelmß Jorg(en) Magt hat geschlaffen vndt die Kuehe
        Henrich Mangolt(en) schad(en) in d(er) gerst(en) thun lassen 
--. PhiliPs Schmidts Magt hat vfs Junckern drisch hinseidts
        d(er) hege gehudt 
    Deß Schwartzen Baltzerß von Allendorf hat beim schötzgeß
        born Peter Sawern Vndt Martin Scheffern, vber die 
        wiessen mit einem Karn gefahrn, 
[I, 128r]
George Kauß von Lotzelind(en) Pferdt hat d(er)
   schotz beim Alt(en)schlage im Korn fund(en), 
Gerlach Funcks dochter \   Zu Giessen haben Johanneß
Centiuß CasPars Magt,    -  Gebeln gemehet graß vf
Jorgs v: Grunings Magt  /   seiner wissen vf gerafft,
Adam Heusers Stiffdochter hat vfm Fludtgrab(en)
   Hanß Guntterum Haffern Abgeschnidt(en), 
Baltz(er) des Junckern Scheffer Zu Giessen hadt vfm
   brandt vf einem wusten Acker gehudt, 
Martin Scheffer hatt solchs Auch gethan, 
Martin Scheffers Jungen, haben vfm brandt vf 
   d(er) Hege mit den schaaff(en) gehudt, 
Johanneß Rusts Hamell scheffer hat vfm brande
   in KornstoPffeln gehudt im find(en)(friden?), 
Gemeldter scheffer hat Auch vf d(er) Hege in fride
   stoPffeln gehudt, 
Caspar Scheffer hat vfm brandt Zwisch(en) dem Korn vfm
   drisch gehudt, 
Idem hat er beim Schötzgeßborn in HafferstoPfln gehudt, 

[I, 129]
1593     
    
Centgericht Gehaltten Zum
    Lindiß Donnerstagk den 3 t Maij
             -- Ao  p  93
   Sein durch Ludtwigk BoPen Schutz(en)
              Rug(en) Inbrachtt wie volgt,
Eberdt Groß Magt    \   haben in VolPracht  
dongiß Annen Magt  /  Rin korn gekraudt,  
Zusen Jacobß dochter  \
Jorge HePf(en) Magt    -  haben in Peter Sawern
Melchior Wiln Magt      /   korn gekraudt
Melchior Bier Frau hat im Gißner
  Ban beim baum mit j sicheln gegrast, 

[I, 129r]  
      Cendtgerichtt Gehalttenn
      Zum Lindiß mittwoch(en) den 24 t
          7briß Ao c 93 ./. 

           Rug(en) Inbrachtt  
Johan Gebelß magt -----------------  i
PhiliPs Schmidts dochter -----------  i
Eberdt Groß Magt -------------------  i
Bier Melchiorß Fraw -----------------  i
Melchior Eckharts Magtg(en) -------  2
Jorge Kausen Fraw -----------------  i
Jung Hanß ---------------------------  i
Melchior[g.] Dongeß Annen Magt ---  i
Johann Eckhardts Magt -------------  3
Melchior Bierß Magt -----------------  i
CasPar Kause ------------------------  ii
Johan Eckhardt Alß burge -----------  2
Martin Scheffer ----------------------  i
Sein Knecht --------------------------  i
[I, 130]  
Caspar schefferß Knecht-------------   ["Knecht" ist nachgetragen.]  
Peter Bechdolts fraw ----------------  i
der Wasenmeister zu Lind(en) ------  2

      Centgericht Gehaltten
      zum Lindiß Mittwoch den 
          23 t APPrillis
          Ao  p 95
                        /od(er) graß 
     Seindt veldt ,, rugen Inbracht
            wie Volgtt
[Der Rest der Seite ist leer; I, 130r:]
    
1594
CentGericht Gehaltten Den[gestr.] 
 Zu lindes  den 3 t APrillis
         anno 94
Durch Ludwigk BoPPen
 Inbrachtt vndt Gerügtt 
    wie hernach volgtt
 
Merten scheffers Jung hatt
Jonaß schuPPen mitt der
Gantzen Hertt schaffen, vff
dem samen Gehutt vndt
vor solchen schaden In die
 Buß verdamPtt 

[I, 131]
Cendtgerichtt Gehaldten Zum Lindiß den
   8 t 8briß Anno 94
Ist durch Ludwigk BoP, den
gerichts schotz(en) Rugbar Inbracht
        wie volgtt

Johanneß Gebelß Magt, \
Philips Schmidts Magt,    \
Peterß Eberts Magt,        \
Jacob Schneiders fraw      \
Jorg HePff(en) magtt         \ haben Alle Im Gies= 
Junghannß(en) Magtt         / ner ban gegrast
Dongiß Annen Magt,         /
Johan Eckhardts fraw     /
Deß Hoiffmanß Zum Lindiß Knecht hadt d(er)
schotz in Ebert Groß Korn fund(en) hinderm
dorff,

[I, 131r]
1595     
    Ludwigk BoP der Schötz
    hat Rug(en) In bracht wie
       volgt Im Herbst
           Ao p 95

Johanneß Gebelß  Magt -------------------------- i
Philips Schmidts Magt, --------------------------- i
Jacob Schneiders Haußf(rau) -------------------- i
Jorge HePs Knechtt ------------------------------- i
Christ Eckharts Magt, ----------------------------- i
Dongiß Anna --------------  ---------------------- i
Johang(en) Eckharts fraw ----------------------- i
Valttinß Angneß Magt von -----------------------
Lützelind(en)
i
 
Her Jost(en) Hoffmanß Magt daselbst(en) ----- i
CasPar Burck Scheffer von
Giessen
--------------------------------------------
 
2
Baltzer Scheffer daselbst(en) ------------------- 2
Johanneß Rueß Scheffer von
Giessen
--------------------------------------------
 
2

[I, 132]
     Gerugte Bussen Ao p 95
         Im herbst p  

Johan Eckhards Pferde hat d(er) Burge
  meister Jorge Kauß, beij Nacht Vndt
  Niebell In d(er) lach(en) In deß Hoffmannß
  wissen {beij Nacht Vndt Niebell [gestrichen]} fund(en),
  vf Anstellung Ist er Johan In 1/2 fl
  straff v g fl vndt hern vndt den
  scheff(en) 5 ß dj: (schilling denarii)
Melcher dech Burg(er) Zu Giessen Rugt vndt
  bringt vor daß Im die Gemein Zum
  Lindiß, seine Haffern vfm brandt
  beij Johanneß Gebells weinbergk vfge
  atzt  p Ist Erkandt Melchior solde
   die Hird(en) AnZeign wer die gewesen 

Undatiert, vor 03.03.1596
[II, 39: Ein kleiner Zettel in Schönschrift ist von dem Rentmeister Peter Clotz unterschrieben,
der lt. FB Gießen, 624, am 03.03.1596 begraben wurde.]
       Federviehe von Zehenden
Vnsers gl: f: vnnd Herrn Frucht Zehenden werden Jahrs
eingesamlet od(er) nicht, Soll d(er) Rennthmeijster allemahl,
die Zehendt genß vnnd hannen Sinthemahl die von
Gartten welche auß Zehendt Haffer ackern gemachtt vnd
nicht von Zehenden fallen, vnnd kein geldt darfûhr erheb(en), 
auch wo beij weme vnnd wie die gefallen Ins Register
in Specie schreiben, vnnd berechnen /.
[II, 39r; kopfstehend;]
Es soll sich mein Geuatter Chri=
stoffel Crafft disses beuelchs (Befehls) also
gemeß verhalten will Ich mich also
                  versehen /.
            Peter Clotz
[Andere Schrift:]  
Belangt das Vedder Vie vom 
                       Zhennen Zum Lindes

[I, 132r]
1596   
    
Gerugte Bussen Im Anßwirt
       Anno C 96 /
Der Schötz Ludwigk BoP Rugt wie Volgt
Hoffmelchers Pferde(Pfemde!) hat er In Jost
   Bachmannß
Haffergarb(en) Im Herbst vfm
  fludgrab(en) fund(en), 
Id(em) der Lindisser Scheffer Jung hat Im
  Gisner ban, Herman Beckern Sahmen
  Abgeetzt  
Hanß Ancken dochter, hat, mit den schaff(en)
  In d(er) wasserfaln, Welmelchioren vf
  dem Sahmen gehudt, Alß d(er) verbotten
  gewesen  
Hanß Scheffern sein die Schaffe Auß dem
  Perch gebroch(en) Vndt Hanß Schmid(en) schad(en)
  gethan, 

[II, 70]
       Rug(en) Im Cint Ao  C  96 Im
                    Herbst   C    
- Johanneß Gebels Magt mit den Kueh(en) vfm
    brandt gehudt
    Idem Vnderm(?) Sch:(Fch:?) Nemg(?) Hans Anck(en) In d(er) Haffer
    j duchvoll gegrast,
- Philips Schmidts Magt Im Giesner ban beij Johan [?, Rand beschädigt]  
    Runckels Haffernn 
    Idem schmidts Jung hatt Johan durschuch(en) vf d(er)
    Lohn mit d(en) Pferd(en) In Erbeiß haust(en) gehudt, 
  Wilhelmß Jorg(en) Magt hat Christ Eckhardt(en) In
    d(er) Lind(er) bach in seinen Wissen gegrast,
  D(er) schetz hat Jorg(en) Pferdt vfm fauln Placken
    In dechen Melchiorß Alt graß gefund(en) lagk
    d(er) Jung Vndt schliff
  Deß Schneiderß fraw Margredta hat Junghansen
    vfm drisch hinseits d(er) hegege gegrast,
- Melchior Eckharts fraw Eilg(en) hat Mit den
    Kueh(en) vfm brande gehudt
  Abelß Johanneß Hatt Johan Eckhardt(en) vfm
    brande In d(er) Haffern gehudt mit den Pferd(en)
- Jorg HePs Magt hat Im Gisner ban gegrast
    bey Johan Runckels Haffern, 
  Idem Jorg(en) Pferde In PhiliPs Schmidts
    Haffern Am bachwegk gang(en) Vndt d(er) Jung ge=
    schlaffen
- Jorg Kausen Magtg(en) hat mit den Kueh(en)
    vfm brande gehudt
  Idem Magtg(en) hat Hanß Anck(en) i duchvoll vnderm
    schilberg In d(er) Haffern gegrast, 
  Ebertt Greß(en) Pferde haben dem Hoffman
    Vndwigk dem dorff Im Korn gang(en) Vndt
    schad(en) gethan.
[II, 70r]
  Junghansen 2 Pferde haben Hanß Anck(en)[= gestrichen; darüber:] Klanschuch vf d(er)
    Lohn in Erbeiß Hauß(ten) gegang(en), 
  Idem Pferde haben Jorge Kausen hinseids d(er)
    Hege In d(en) Wissen gegang(en), lagk d(er) Jung vnd
    schliff 
[Nach dieser und der dazu gehörigen folgenden Liste sind "Junghans" und "Josten Hans" identisch! ]
  
- Johan Eckharts fraw mit den Kueh(en) vfm brandt 
    zwisch(en) d(er) Haffern gehudt,  
  Der Scheffer Zum Lindis hatt hinseidts d(er)
    Hege vfm brandt mit den schaffen gehudt
- Idem Scheffer beim Alten schlage vfm brandt
    gehudt 
  Idem Scheffer den NachParn vf d(er)  gehegt(en) Pfingß
    weide gehudt, 
  Idem Scheffer hind(er) d(er) burck In Korn Haust(en)
    gehudt daß ihn Christ Eckhart vndt Kausen
     Jorge
besag(en), 
  Christ Eckharts Saw vf i Sontagk["k" nur ganz schwach] Vndwigk
    dem dorff In Junghansen Möhrn Im gartt(en)
    schad(en) gethan.
  Idem Eckharts Megtg(en) hat Johan Runckeln Im
    Gisner ban in d(er) Haffern gegrast, 
  Der Allendorfer Scheffer hat Im Lindesser
    ban In Lohe Johanneß Haffer garb(en) gehudt,
  Dernges von Lotzelind(en) 2 Pferde vfm brande
   
In Johang(en) Eckharts Haffern gang(en) vndt schad(en)
   gethan, 
  CasPar Scheffers Hansen Knechtte["te" = gestr.?] haben mit d(er) ganz(en)
   herdt schaff C Chrafft(en) Am Mittellwege durch
   die Erbeiß Hauß(ten) gefahrn vndt darin gehudt
  Idem Knecht haben Obends vhmb 7 Vhr vf d(en) Wassen(?)
   faln In Kornhauß(ten) gehudt.
[II, 71]
  Baltz(er) Scheffer hat mit den Schaffen vfm /..[Ecke des Blattes fehlt]  
   gehudt.
  Idem baltzerß Knecht obends vmb 7 Vhr Obigk /.. 
   Maig(en) In Korn Haust(en) gehudt 
  Caspar Scheffer d(er) Alt bringt Vor, daß im Ha/(nß)
   Anck
mit j Pfluge vndt 2 Pferd(en), beim
  schotzgeß born Im gromet gewendt vndt
  schad(en) gethan.
 Idem Scheffer Rugt daß Im Schmalgeß bal/tzer(?) 
   An ermeldt(em) ordt Im Gromat mit dem
   Pflug gewendt do er in doch offt vor gr/...
[II, 71r]
        
Rugen Anno  96
           Im Cent gericht zum
            Lindis In habt      [Kopfstehend dazu:] Daß diederich(?)

[I, 133]
Veldtrugen Ao 96 vf Michaelj 

Johanneß Gebell ----------------------- 2
PhiliPs Schmidt ------------------------ 2
Wilhelmß Jorge ------------------------ 2
Jacob Schneid(er) ---------------------- i
Melchior Eckhart ----------------------- i
Abelß Johanneß ------------------------ i
George HePff --------------------------- 2
George Kause --------------------------- 2
Ebert Groß ------------------------------ i
Josten Hanß ---------------------------- 2
Johan Eckhart -------------------------- i
Christ Eckhardt ------------------------- 2
der Scheffer zum Lindiß ---------------- 4
Hanß Scheffers Knecht zu Gissen ----- 2
Baltz(er) Scheffer daselbsten -------- 2
Hanß Anck Zu Giessen ----------------- i
Baltz(er) Pistor daselbsten ----------- i
der Scheffer Zu Allendorff i
der Scheffer Zu Lotzelind(en) ---------- i

[II, 73a] [Das Blatt ist unten, mitten in der Schrift abgeschnitten; wohl etwa noch zu drei Viertel erhalten:]
1597
        Rug(en) Anno 97 Vf
           Herbst,
- Johan gebels Magt hat im Giesner Ban gegrast
- Philips Schmidts Magt dergleich(en)
- Wilhemß Jorg(en) Magtt Auch, 
   Jorg HePs Junge hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
     mit 2 Pf(erden) uber j grun Sahmen Acker geried(en)
- Melchiorß deß Hoffmanß Magt hat im Giesner
     Ban gegrast, 
- Eberdt Groß(en) Magt d(es)gleich(en) 
- Junghansen Magt Auch daselbst gegrast,
  Gemeldte Magt hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
     durchs grun Korn gegang(en), 
- Johan Eckhardts fraw hat im Giesner Ban
     gegrast
   Causen CasPar von Lotzlind(en) hat beim Schötzges
     born, mit j Wagen Voll Haw, dem Hern
     Rentmeistern Vndt Caspar[=gestr.; darüber:] Martin Scheffern, Vber
     Ihr Wiß gefahrn,
   Mengeß Ordtenbergerß Magt, hat Am
     Aul(en)wege In deiß Schefferß Vndt Jost
      Bachmanß
Haffern die Wick(en) Außgeraufft.
[73a r]
 
  Marx Heß
Clagt daß im Ao p 97 die NachPar
    zum Lindeß, sein Gromet Im fauln Plack(en)
    geetzt hat d(er) Schotz vf, Sontagk Morg(en)
  Johan Gebelß j Pf(erd)
  Wilhelmß Jorg(en) 3 Pf(erde)
  Melchior Wiln - 3 Pf(erde)
  Jorg Causen - j Pf(erd)
  Eberdts Pferde - 3 - Pf(erde)

[I, 133r]
          Rug(en) Anno p 97 
Johan Gebels Magt, -   \
PhiliPs Schmidts Magt,  \
Wilhelmß Jorg(en) Magt \
Jorge HePs Jung             \
Melchior Hoffmans Magt   - Zum Lindis
Eberdt Groß(en) Magdtt,  /
Junghansen Magtt,        /
Idem gemeldte Magt,   /
Johan Eckharts fraw   /
Mengeß Ordtenbergs Magt, Zu Giessen
Johannes Gebell, \
Wilhelmß Jorge,   \
Melchior Will,         - Zum Lindis
Jorge Kause
         /
Ebert Groß
          /
Causen CasPar zu Lötzelind(en)
,

[I, 134]
1598
       Rug(en) Anno p 98 
Johannes Gebell                            \
Wilhelmß Jorg(en) Magt                  \
Jacob Schneiders fraw,                    \
Christ Eckharts fraw,                        \
Jorg HePff fraw                                 \
Melchior Will fraw[gestt.] Magt,              \
Jorge Kausen fraw                               - - Zum Lindis
Jorgen
deß Sawhirdt(en) fraw,              /
Jorge Zusen fraw
                               /
Junghansen
Junge                            /
Michaell Gladt [gestrichen]                 /
dangis Ann(en) Jung                      /
Johanng(en) Eckhartt - 2 Rug(en) /
Causen CasPar zu Lotzlind(en)    \
Diederich Hencklers fraw
           - zu Lötzelind(en)
Wilhelms Jorg(en) Stiffdochter
  /
Hatt d(er) schotz vf Michaelj In Rug(en) brachtt 

März 1598
[II, 72]
Wir Peter gutts von Leitgestern Vndt
Henrich Wintter von Lind(en)
, thun
kundt vndt bekennen hirmit offentlich
demnach Melchior Eckhardt zum Lindis
Vndt
Eilgen eheLeudt Vnserm Stiff=
brud(er) Vndt Schwager Ludwigk
Guts
Zwantzigk Vier gulden
Jden zu 27 alb Inhaldts dero(?)
Verschreibungk, so Ich Peter obge=
meldt zu mir genommen Vndt In
Verwahrunge gethan, daruon er
Melchior
od(er) die seinnen JahrLichs
Vff Martinj Ein Reichsdaler
Zu(Ze) Pension geben, Vndt Also die
Pension biß gedachter Ludwigk
Zu Jahren KumPt Beijden schuldenern
Anstehn Pleiben, doch wen Funff
gulden Pension vfwachsen, sollen
die schuldener darnach Auch geburliche
Pension(en) geben, Vndt Alß beijeinand(er)
behaldt(en) biß Zu entlicher bezahlunge
wen Alsdan gedachter Ludwigk Zu
Jahren KumPt Vndt bezahlunge begert
wöllen wir Peter, Vndt Henrich obgnt:
die Verschreibunge ohnne einige
Vffendhaldt heraußgeben, Vndt
[II, 72r]
Vndt solange der Junge Ludtwigk
Am Leben Pleibt sollen od(er) wollen
mir Von denn schuldenern nichts erhalt(en)
oder begehren   biß erblich die Gel(?)
Zahlunge In haldts d(er) Verschreibung
geschehen wirdt  In Vrkundt dessen
haben wir Peter Guts Vndt Hen
rich Wintter
, den Ehrngerechtten
Vndt Vornehmen Christoffel Chrafft
Schuldtheiß(en) deß Centgerichts Zum
Lindis gebetten daß er dieß
Jegen bekenndtnus mit eigener Handt
wolde Vnderschreiben, welchs Ich
der Warheit zusteuer Also Wahr
gerthan Vndt mich Also bekenne
doch mir mein Erben Vndt Nachkom
men ohnne schaden, Geschehen Vf
den tagk Martinj Ao p 1598
                Christoffel Crafft Schultheiß
                        im Lindes ##

1599
[II, 73, ist leer; II, 73r:]
Reponanition(?)
Henrich Wintters Vndt Peter Guts, Weg(en) dero Verschreibung so sie
weg(en) ihres Schwagers Undt Stiffbruderns
             Ludwigk guts
C. Zu
              sich genommen ./.

           Ingericht Zuuermahnen gelegt zum
           Lindiß Ao 99 den 18 t Appriliß 

[I, 134r]
Rug(en) Ao p 99
Vf Vastenn seindt keinne Veltt
Rug(en) Inbracht Word(en), 

Vff Herbst Ao p 99 seindt Volgende
  Rug(en) Inbrachtt 
Joahnnes Gebels Magdt -  \
PhiliPs Schmidts dochter - \
Melchior Eckharts Junge --  \
Christ Eckharts Junge -----   \
George HePff(en) Jung -----   \
Ebertt Groß(en) Junge ------    - Zum Lindis  
Junghansen Megtg(en) -----   /  Ider j Ruge 
Dongis Annen --------------   /
Johan Eckharts Jung ------   /
d(er) Lindisser Scheffer --   /
Jorge DraPff(en) Magt -   /
[I, 135]
         Gießner
Caspar Scheffers
Jung  - 1            \
Johan Ruessen Hamelscheff(er) - 2 \  Rug(en)
Hanß Brechten Magtt   - 1              /
Johan SPrengels
Magt  - 1            /

Causen CasPar von Lotzelind(en)  
 
26.09.1599     
[II, 98. Diese mit "26 t. 7bris Ao 99" datierte Akte ist bei Akten von 1625 eingeordnet.   
Vom Schriftbild her war nicht eindeutig zu sagen, ob sie aus 1599 oder 1699 stammt.    
"Arnolt Ebell" wird im FBG, 787, mit "gestorben nach 1607" genannt.]       
Ehrsame vorsichtige Hern schuldes vnd
scheffen, Es erscheint Arnolt Ebell
burger zu giessen, Alhey vor dissem
Erbarn gericht, vnd sagt demnach den
Hern scheffen Zum deil bewust, das mir
wegen meiner Hausfrawen von Adam
Dorschuch selige etliche guder Auferstorben
vnd Anererbt, weij den auch mir dei
selbige Zu marburg In furstliche
Cantzeleij mit vrdell vnd Recht erhaltt
Auch nach der gebuhr, beij furstlichen
Räden vmb Executorial an He(r)n Rent=
meister Zu geissen Angehaltt(en) vnd das
vrdell Zu Exequiren, wilches vom
Hern Rentmeister Auch Alß geschehen
vnd verricht worden,
Vnd demnach vnder solcher Erbschaft
etzliche güder In dis Zintgerich gehorigk
so bin ich nehst vor dissem gerich cittirt
worden, vnd Itzunder alheij erscheinig
das selbige nach alttem Hergebrachtem
gewohnheit Zubegehen vnd meine wissen=
schaft Zuuerdeil(en)  
[II, 98r]    
So wissen die Hern schuldes vnd scheffen
sich zuerinnern (weij den Herbracht ver=
breuchlich) wen einem des orts guder
ahn vnd vfferstorben, ererbt, erkaufet oder
In leijweises Inhat, das ehr Zuuor
alheij das selbige mit gebürendem gelt
Zuentpfangen, (Auch  an Eits stadt mit
Holtz vnd Halm vor dissem sitzenden
gericht Ingesetzt mus werden,
(Also werden den Hern scheffen noch Ingeden
ck Zu sein, das ich mein gebürendes  
gelt, so Zur Insatzung gehorig vor disser
Zeit alheij ims gericht erlegt, aber dasen
mich nicht mit Holtz vndt + auch an eit              + Halm 
stadt Angenohmen vnd Ingesetzt worden
weij den vor vihlen Jaren alheij erblich ver
breuchlich gewessen ,
Nuhn bitten vnd begeren ich an schuldes
vnd scheffen, das man mich alheij vor
dissem gericht nach Hergebrachttem gebrauch
vnd Altter gewohnheit, In meine Zint
güder, so ich ererbt, vnd mit vrdel vnd Recht
erhaltten, mit Holtz vnd Halm Inzusetzen  
[II, 99]    
oder aber, mir Eine schriftliche \vndt/ Rechtmessige
Entschuldigung Zugeben warumb solches
nicht geschehen kan, vnd bitten vmb
vrdell  p   
                       Arnolt Ebell Burger
                       Zu Geissen  p   
[II, 99r; im unteren rechten Viertel:]      
Arnolt Ebell Ao  p 99 vf
  Herbst Vorbracht Am
    Centgericht Alhir
      zum Lindis 
   den 26 t 7bris    

1600, Frühjahr     
[I, 135r]    
Velttrugen Aop 1600
     vf Fasten 
 
Deß Hern Pfarhern Von Heuchlum föln
  hatt d(er) schötz vff Reinhardt Staudenrauß 
  sahmen vmb Michaelj vergang(en) Herbst
  funden 
It(em) hat d(er) schötz drescherß CasParß Pferdt
  im Hesseler vfm Kornsahmen fund(en),

1599 / 18.11.1600       
[II, 24]
Wier RudolfPh der annder, Vonn Gottes
gennadenn, Er wöltter, Remmischer Käeisser, Zu allenn
Zeittenn, Meher des Reichs, Inn germanienn, Zu hunngernn,
Behm, Dalmatitenn, Croattenn, vnnd Slauonienn,
Könnig. Ertz Hertzog. Zu Osterereich, Hertzog Zu Burgundt C 
Graff Zu Tiroll
 
Enntbiettenn denn Ersammänn gelehrttenn, Vnnsern, vnnd des reichs
Liebenn. getreuwenn, It. Hessischenn . Statthaltter vnnd Rätt
Zu Marpurg , So dan Arnoltt vnnd Adam Ebell geuetter,
Vnnser genadt vndt alles gutts, Ersamme Liebe getreuwe ,
 
Vnnser K. Cammergericht, Vnser vnd des Reichs auch Liebe
getreuwe, Johann vndt Mielcher ,  So dan Baltzer Rin vndt
Baltzer weisbenner, burger Zu giessen, suplicirende Zu er=
kennenn, wie das sie vonn einer vermeinttenn Definitiff
vrttell, durch Euch Statthaltter vndt Rätt . den ersten
Februarj Nechstin, Innen Zu wieder vnd für die Ebeln er=
ofnett vndt aus gesprochenn,  Als mercklich beschwertt .
vnnd fernner beschwertt . Zu werdenn Besorgenntt , denn 8.
des selbenn monatts . Hernacher alles allttenn Kallennder
vnndt also intra decendium coram natario et testib(us) in
scriptis , Ann vns Beruertt vnser K: Cammergericht, sich
Beruffenn, vnnd appelirt habenn, vermög vor bracht darüber
auf gerichte applo[Abkürzung] instrument , Solchenn Nach ,vmb so ge=
thanner appela[Abk.] summe ordinationis vndt f. Hessischer pri=
uilegio in quantita et  qualitatte durch aus gemes , auch Mehr
beruertts vnser Keisserlichenn Inhibitionn[= gestr.] Cammer gerichts
iurisdicitio fundirtt seij vmb diesse vnnser Keisserliche
Inhibitionn , verneuwertt besorgt beschwerttenn ab Zu wendenn
[II, 24r]  
Wieder Euch Zu erkennenn , vnnd mitt Zu theilenn, Vnder thennig
ann ruffenn. vnndt biettenn . Lassenn . Inn massenn er langett,
das Innenn die selbige . an heutt datto . Er Kanntt wordenn ist, 
hierumb so gebiettenn , wier Euch, sampt vnndt sonnders, vonn 
Re[" darüber]mmischer Keisserliche Macht, auch gerichts vnnd rechts wegenn, 
Beij (?).ehnn Zehenn marck Löttigs goltts, halb in vnnser Keisser=
lich Cammer, vnndt Zum andernn halbenn theil, Innen appelant(en)
vnnachlessiglich. Zu BeZalnn, hiermitt Ernnstlich, vnnd wollenn 
das Ihr in diesser sachenn, aldie weil die selbige, vor vns vndt
gedachte, vnser Cammergerichts, An vnentscheidenn rechtenn schwebet 
der selbigenn anhanngennden sachenn, oder abbelanten, Zum nach 
theil , vnnd vnnser K: Oberkeitt Zu verachtenn fernner nicht, 
folnnfarrett ,, procediret. Erkennett . hanndeltt, oder furnemmett 
selbst, oder durch ander , Inn keinnerleij weis, noch weg, darann 
thutt, Ir vnnser, Ernnstlich Meinung , wann ob, hier vber ob=
gemeltter massenn volnn farrett, procedirett, oder fur genommen, 
So wurdt doch solches alles, als . attentata , vnnd von Jnenn selbst, 
vnnthulich, Nach mals . wiederumb auf gehabenn ,, wiederruf, 
vnnd nicht desto minder , mitt er Clerung , ob beruertter pöhn, 
vnnd sonnstenn fernner Im rechtenn, gegenn Euch procedirtt , 
wie sich das seijnner Ordnung . geburtt . darnach wiessett
Euch Zu richtenn  P
 
gebenn Inn vnnser des heiligenn Reichs statt speijer
denn 6 tag Monnats martj Nach Christi vnnsers Liebenn
H. geburtt funffzehenn honndertt vnnd im Neunvnd
Nennzigs. vnsers Reichs , des Römischenn , vnd , Bömmischenn,
Im vieer vnndt Zwantzigs , des hungerschenn aber im siebenn
vnnd Zwamzigstenn Jarnn
[II, 25]  
         Adanalatj duj Jectq(??)
         Im peratoris propiumi(propriunn?)
 
           Casparum Shelhammer
             iudicius Im periali Came :
               protuo
[II, 25r]
Copei der
Inhibitionn
[Ganz unten, kopfstehend:]  
Ingelegt den 18 t 9bris
   Ao p 600  

[I, 136]
Ao p  600 den 18 t 9bris
Rug(en) Inbrachtt,
 
Johanneß Gebels    \
Wilhelmß Jorg(en)
   \  Megtg(er) im Gisner ban   
Dongis Annen
         /   gegrast,  
Johan Eckhardts
    /
PhiliPs Schmidts
\
Abell Bintz(en)
   \  Jung(en) haben mit den
Jorge HePf(en)
,   - Pf(erden) im Cent schad(en) ge   
Jorge Kausen
     /   than,
Peters Eberts
   /
der Lindisser Scheffer hadt vf d(er)
  Pfingstweide gehudt,
Idem Scheffer dz graß in d(er) Lach(en)
  Abgeetzet, 
[I, 136r]
Jorge Melchior d(er) Giesner Scheff(er)
  beim Fludtgraben In korn stoppeln
  gehudt, 
Idem beim beumg(en) nn haffer stoppeln
  gehudt, 
Idem Reinhardt Staudenrauß(en) im wein
  bergk schad(en) gethan 
Des wasenmeisters dochter in d(er) Was=
  serfall in wissen gegrast 
Christ Eckhardts Pferdt dem Scherer
  beij d(er) Hege schaden gethan vfm
  Samen, 
[I, 137]
Volgendt Rug(en) ssindt doPPell
            erkandt, 
Keulges Adams dochter Anna
Hanß Newrodts
dochter[gestrichen] fraw,  
Valttin Krecks dochter Barba
Paulus Schlesingers dochter Maria
Hanß Plocken Haußfraw
,
Daß sie Mutwilligk Frucht
  Abgeschnid(en) vndt heim getrag(en)
  Auch graß auß einnem stuck
  inß And(er) getrag(en) sendt sie in
  DoPPell Ruge erkendt,

[I, 137r] 
1601
      Rug Anno p 1601 
 
Christ Gerhardts Wit: zu Allendorff
Lest durch den schötzen Vorbring(en) wie
daß ihr d(er) Lindiß(er) Scheffer, Johnaß,
ihren Kornsahmen Am heuwege mit
d(er) gantz(en) Herde Abgeetztt vndt denn
schaffen daruff gelocktt habe, 
     Vrthell vff Anstellunge
      deß Hern Sch(u)l(thei)s 
Hiruff erkendt d(er) Scheff daß d(er)
Scheffer solch(en) Freibell v g fl vndt
Hern p mit dreij guld(en) straff, It(em)
der geburlich(en) Ruge, vndt den Scheff(en)
mit 5 ß Pfeng(en) Bijllich verbuß(en)
sölde p.   

[I, 138]  
Rug(en) huden vndt grasens weg(en)
        Inbrachtt 
Johan Gebels Magt, 
PhiliPs Schmidts Jung
Wilhelmß Jorg(en) Krein Magt, 
Christ Eckharts 2 Megtger, 
     Idem seine Pferde [später eingefügt.]  
Abell Bintz(en) dochter,  
Melchior Wiln
Magt, 
Eberdt Groß(en) Pferde, 2 Rug(en)
Dongiß Anna
Johan Eckharts
2 Megtger, 
Lindiß(er) Scheffer
Lotzelind(er) Scheffer
Caspar Beplerß Eid(am) von Lotzelind(en) 
Conradt Marxen Sohn
d(er) Scheffer von Giessen
Staldeijsen
Scheffer 3 Rug(en)
Idem deisen 2 Jung(en) seine Sohne, 
Jorge Melchior d(er) Gießner Scheffer, 
Jorge Möllerß Haußf(rau) von Giessen

[II, 76]
23.04.1601
Vor Euch den Ehrnhaften Ehrsamen vnd
weijßen Hern schultheijß vnd scheffen dießes
Wohlbesteltten Zentgerichtts alhier Zu Lindes
Vff die von Luttwigk BoPPen Jungst den
26. T. 7.bris abgelauffenes 600 Jahrs
Ingebrachtte vermeijntte rug, Erscheint der
Ehrnhafft Reinhartt Stauderauß Burg(er)
vnd vnschuldig B. in Gießen, sagtt in
gemühtt vnd Meijnung den Krieg rechttens
Negatiue Zubefestigen , sinthemahl B.
solches wie gerugtt vnd in Maßen daß er
philips Schmiden vnd Abell bintzen Pferde
soll Namhafft gemachtt vnd Zue den
Burgermeijstern derogestaltt Clageweijß
Anbrachtt haben ,  ist B. im geringst(en) nihtt
gestendigk derowegen hatt B. vertraven
vertrawen Zum rechtten, Clager hab Ihn
vnPillich gerugtt vnd Anbrachtt, vnd seij
Clager die hern buß allen gerichts Costen
vnd schaden  .Beclagtten deßwegen Zuerlegn
vnd darin Zuuerdammen , Steltt dießes
vnd waß sonst beßer form rechttens hatt
sollen gePetten worden sein, Zue
rechttlicher erKantnüß, vnd Pitt vmb
Vrtheijll

                 Mitt vorbehaltt
[II, 76r Kopfstehend:]
Responsion vndt Litis 
contestation schrieft
des Ehrnhafften Reinhart
Stauderauß
vnschuldigt B.
vnd Burger in Gießen
        G. E.

Luttwig BoPPen Muttwillig 
Clagern auch daselbsten
Ingelegtt den 23 t
APPrilis Ao p 601 ./.

[I, 138r]
1602
 
Anno p 1602 vf Fasten
     Rug(en)
 
Dongeß Anna
d(er) Hoffman Melchior
Jacob Schneiderß   \
Melchior Eckhardts  \ Haußfrawen

Jorge HePff(en)       /
Johan Eckharts       /
Theiß Stalln
Scheffer \  haben vf Sontags
Curt Scheffer ------   - nach v(er)bodt vf den 
Idem Curdt --------  /  wissen gehudt,

Undatiert; Ludwig Bopp war Centschütz
[II, 38. Dieses Blatt ohne Datum folgt direkt einer Liste, die zu ca. 1650 gehört. Das Blatt und die folgenden
müssen aber wesentlich früher, um 1600 ?, entstanden sein.]
         Sontags den 14 tag Julij
--  hatt der schetz im Cintt Ludwig Bopp Vnder der
    Morgen Predige etlcher nahbar Kuhe vff
    dieser seiten der Hege naher giesß(en) Zu In
    der Weijd gefunden
     Harguß Beckers                            \
     Velten Wagners                             \   Kuhe
--  Curtt Jungen                                  /
     Jorg groß(en)[= gestrichen] Zuß(en) /

Merten scheffer von Heuchelheimb, so Henrich
Metzlern
den stichHamel ge[gestr.]heltet, eben
Meßig vf den 14 t Julij sontags vnder
der Morgen Predige \in/ Johan Brosius weiß (Weizen)
Hausten mit den Hameln gehutet wider
verbott

Curtt Scheffer hat eben Meßig vf den
fawln[verbessert] placken Vnder der Sontags Predige
In den weitzen Vnd korn Hausten mit
der Herdt schaff gehutet.

Sontags den 4 t Augusti
hat Christ Eckharts dochter Enchen Im ganßwinckel Im
gießener ban mit 2 pferden In Hanß Ferbers
Zu giessen wißen gehutet, hat dz magtlein geschlaffen. 
[Um alle Einträge dieser Seite ist links eine Klammer gezogen.  
Davor steht:] Id(er) 14 Thornuß  
[II, 38r]   
7 t  Philips[gestrichen] d(er) Gisser Hemell Scheffer, Henrichs Sohn
hadt vor d(er) hege In Abell Bintz(en)
wissen gehut / 
[Der Rest der Seite ist leer.]

[II, 74]  
16.10.1607
Ehrnhaffte, Erbare, Vorsichtige, Wollweise gunstige Hern
Schulteiß vnd Scheffen Dises Erbarn gerichts Zum Lindes
Es Erscheinen vor E.E.E.V.W.S. Der Erbar christ Eckhart
vom Lindes
vnd vbergibt diese nachfolgente beweiß artt(ickel) eine
benennung der zeugen entgegen vnd Wieder Philipps Schmidden
Daselbsten, mit pitt(en) die Zeugen Zu Citiren vnd mittels ihres
Leiblichen aidts vf Die designirte artt(ickel) Zu examiniren, 
Sagt vnd sage demnach wahr vnd beweißli(c)h sein,

I  Erstlichen wahr, das clager eynen acker vorm Lindes vfm berg
   gelegen nunmehr ongeVerlich in die zehen Jahr geruhig
   erseßen vnd ein gehn, den selben nach muglichkeit ohne men
   niglichen einredden gebaut, gebeßert vnd Zu sejnem nutzen
   gebraucht.

2  Wahr, das er selbigen acker von Crein bier Melchiors Witben
    auch Zum Lindes vor 14 fl Vermog vfgerichten vnd beschrie  
  
   benen Weinkaufs brief Recht vnd Retlich erkauft

3  Wahr, das selbiger Weinkauf in sein philips Schmidden
    Hauß itzigen bCn[gestr.] \C./ selbsten getruncken, er auch selbsten dar
    bey gewesen, keine einsag gethan vnd mit dem Kauf
    sehr wol Zu frieden gewesen 

4  Wahr, als dan die Verkeufferin ein blut arme Witbe gewesn  
 
   welche nicht allein ihr gelend, wan sie desen gehat, nicht aus
    stellen, in beßerung halten, die Jarliche bes(ch)werung ent
    richten konnen, sondern allermeist nicht ein pfennig ge
    hat, das sie ihr vnd ihren armen Kindern das brott bej
    pringen vnd vnderhalt haben mogen,
[Am unteren Rand der Seite:] Hn [mit Schnörkel] 
[II, 74r]
5  Dahero Wahr, das clager sich nach gehaltenem Weinkauf vnd
    retlich beschenem Kauf mit dem Kaufgelt so bald gefast gemaht
    vnd das selbig abgestattet welches dan so bald an arbeits oder
    acker Lohn Zum theil hinweg gegeben, Zum theil brott oder
    frucht zu Kauffen bej sich wenden mußen, 

6  Solches dan vmb so viel Leiblicher bej Zupringen, So ist wahr,
    das sie nach diesem all ihr gelend ihm Philips Schmidden
    einig vnd allein ihres bedrangten armuths halber Zu Kauf vber
    laßen mußen

7  Wahr, das nun Vermog solches beschenen Kaufs itzo erst etlich 
    Jahr hernach btn(beklagten) phileps Schmit itzigen Clagern ange
    Langt weil er die ander guter Zusamen erkauft, solte
    clager schultig sein auch sein vor lengst erkauften acker ihm
    Zu vber laßen vnd keuflichen ein Zu stellen

8  Wahr, das aber solches niht allein ongereumt, auch die verkauffe 
    Ein solchem acker vor ihr altvatter gutt erdauscht, also ihr 
    eigen gewesen vnd ihr frei gestanden hette auch ir ein stuck 
    von dem andern Zu verkauffen,

9  In masen dan wahr, das dieser acker So deil als andere guter 
    in frej offenem Kauf gestanden, darZu ein ander berechtigt 
    bte(Beklagte) auch mehr als ein ander dar Zu Zu laßen gewesen,

10 Vber das wahr, da er je ein Recht Zu haben vermejnet
     vnd ein neher Keuffer sein wollen, er sein vbliches Recht niht 
     in acht genommen, er niht ein Jahr, sondern viele Jahr 
     vnd tag Verfließen Laßen,

11 Dieweil dan wahr, das clager den acker in offenem feilen 
     Kauf an sich bracht, Recht vnd Retlich bezahlt, auch nun mehr so
     viele Jahr vnd tage erfaßen, in gutem bau vnd beßerung
     erhalten, vnd btr(Beklagter) nicht als ein bluts freund sich einZudring(en) 
     wie er ohne das vor lengst doch sein Recht verschlaffen hette 
[II, 75]
12  So ist wahr, das btr(Beklagter) billich von seinem onbefugten Suchen
      abZuweisen, clagern[= gestrichen] \B./ in seiner geruhig herbrachten possessio/n [Rand beschädigt]  
      bej dem erkauften acker pleiben Zu laßen vnd wegen sejnem
      onbilli(c)hen suchen ihm sein vfgewente costen vnd schaden Zu er
      setzen schultig  
13  Letzlich wahr, das hiervon Zum Lindis vnd vmbhero ein
     gemejne sag. lejmuth vnd geschrej Ist [Letztes Wort später nachgetragen.]   

    Dem allem nach pittet Clager[gestr.] \B/ nach eingenommener Zeugen
    Verhoer in Recht Zu erkennen vnd ausZusprechen, das mit
    Diesem seinem suchen \C/ B(eklag)t(e)r[gestrichen] Zu viel vnd vnRecht gethan, dero
    wegen darvon abZu weisen, Clager[gestrichen] \B/ bej seinem Recht ge
    troffenen Kauf billich Zu schûtzen vnd Zu handhaben 
    sej vnd ihm alle vfgewente costen vnd schaden Zu erstatten
    pflichtig
    Richterlichen bescheit hiervber erwartent
                                   Mit vorbehalt
                Namen der zeugen
1)    bier Crein
2     Peters Ebert  
alle zum Lindes sollen vf alle artt(ickel) gehort 
3    Jeorg Zueß
          vnd Examinirt werden  p.     
[II, 75r, kopfstehend in der oberen Hälfte:]
       
beweiß artt(ickel) mit benennung
               der zeugen
DEs Erbarn Christ Eckharts vom Lindes Clagern 
                 Contra
Philips Schmidden btn(Beklagten) daselbsten p
[Dann in ganz anderer Schrift:]
Vberandtwordt Vndt Die Zeug(en) daruf
wie Recht Verhordt den 16 T 8 bris
       Ao p 1607 zum Lindiß,
[Nach meinem Verständnis kaufte Philips Schmidt der verarmten Witwe Crein Bier später alle anderen Güter ab,
und wollte dann auch noch den Acker, den vorher Christ Eckart gekauft hatte.]

1610
[II, 80. Kleiner, nur auf der Vorderseite beschriebener Zettel; siehe 25.01.1611. Vmtl. im April 1611 eingelegt.]
             Ao p  1610
    Außgab vncostens so
    Jorgen Brosius außgelegtt 
14 alb(us)       Zum erstenmal als er
                        vf das oster gericht die Verschreibung I
                        ngelegt. 
2 1/2 alb(us)   citir gelt
2 1/2 alb(us)   den garten Im Verbotden 
6 alb(us)         von Vrtheill
18 alb(us)       2 Zeug(en) von Iderm 9 alb(us)
                        Im gerichtt Zu erkennen.
6 batzen         von den Articuln Doppel
                        zu schreiben. 
4 alb(us)        dem procurator vf Herbst
                        gericht dieses 1610 Jar.
4 batzen         dem procurator
9 alb(us)        dem gericht vnd schreiber erlegtt 
11 alb(us) 6 d Kosten die beyden
                       Zeugen schultessen gebür 
                         [darunter Paraphe]    

25.01.1611 / 15.04.1611
[ II, 77:]
Vor euch den Ehrnhafften Vorsichttig(en) Vndt
wolweisen Hernn Schlts(Schultheiß) Vndt Scheffen diß loblich(en)
Cintgerichts zum Lindiß, Erscheinnet Johann
Brosiuß burg(er) zue Giessen
, Alß Clag(er), Vndt
sagt Dem nach Gerdraut, Jorge HePPen s. Nach=
gelassene Witwe, Itzo zue Wetzflar
, Ihrem ,
Sohn, PhiliPß(en) zum Lindis Ein gartten Aus
Ihrer Leibzucht Vbergeb(en), Er Auch C. selbig(en)  
deßweg(en) Inhaldts, dabeuohr gerichtlich, Vohrge=
Zeigter Handtschrifft Verschrieb(en) Vndt sie
gertraudt
solche Vbergabe, Vnbedacht sonn, Vohr
gehegtem gericht [? Loch im Blatt] Verwindt, Hirdurch Merck=
lich(en) vncost(en) Vndt die Vbergabe Zubeweisen
VerVrsachtt, so Nun C. Der beweistum
Vfferlegt, Vndt er auch Nachbenandte Zeug(en)  
angeben, die Ihme Rechtlich erkandt, Vndt d(er) 
Warheit zuesteuern zugelassen, So bitt C. die=
selbig(en) Vf Volgende art(icke)ll d(er) gebur Recht=
tenß Zue Examinirn, Vorm meineijdt Trew=
lich Zuuerwarnnen, Auch Ihre Außsage vf
Iden Art(icke)ll besond(er), Vleissigk vfzuschreib(en),
Vndt in Aller form Rechttenß hirin Zuge=
bahren, Darmit Vohrsteller, Vber Die
Nolitet(en) Zuerlag(en) nit Verursachtt, welches
er Ihme hirmit Vorbehaldt(en) hab(en) will
                      Nahmen d(er) Zeug(en)
                 Abell Bintz zum Lindis
 It(em)    George Zuß Daselbst(en),
[II, 77r:]
                Probatoria
j Wahr daß Gerdraut Jorge HePPen Wittwe
sich außm Wittwen standt, gein Wetzflar in die
ehe begeben, Auß auß Ihren guttern zum
Lindiß, ein AußZugk behaldt(en) Vnd etliche
beid(en) Ihren Kind(er)n, PhiliPs HePff(en) vndt, 
seiner schwester, vbergeb(en) hadtt, 
2 Wahr daß sie Gerdraudt in solchem AußZugk, den
Baumgartten Vohrm dorff Lindiß, am Al=
lendorffer Wege, Vnder anderm, auch ange=
Zog(en) Vndt Vorbehaldt(en). 
3 Wahr dz sie Gerdraudt, solch(en) gartten nach
dissem Vorbehaldtt, auß dem AußZugk Ihrem
Sohn PhiliPß HePPen vndt seiner haußfrawen
Vbergeben hadt, Vndt sich dessen nach Ihrem
Wohlgefallen Zugebrauch(en) Ingesteldt, 
4, Wahr, daß durch solche Vbergabe PhiliPs deß
garttenß ein Erbbesitzer Vndt Eigenthumbß
Herr, an seiner Mutter stadt word(en) Ist,
5 Wahr Daß desweg(en) er PhiliPs Vndt seine
Haußfrawe, solchen gartten In Ihren Nöt(en)
außzukommen, zu Verschreib(en) machtt ge=
habtt,
6,
 
Wahr, daß sie deßweg(en) solchen gartten Vor=
stellen, Johan Brosiuß(en), Vohr - 14 Achttel
vndt 5 mest(en) habern, zum Vnder Pfandtt
Verschrieb(en), 
[II, 78:]  
7 Wahr Daß aber gedachtte Gerdraudt solche
Vbergabe, Verschiennen Frulingk am
Cintgerichtt zum Lindis, Vnbillich Ver=
neindt, 
8 Wahr, Daß Vf solch Vernein Ihr Sohn, Vohr gehegt=
tem gerichtt, offendtlich gesagtt, sie gerdraut
seine Mutter, habe solchen gartten, Ihme
Vbergeb(en) sey wahr, drumb ern auch, laudt
d(er) Handtschrifft, in seiner nodt verschrieb(en)
9 So nun PhiliPs Inhaldts d(er) obligation, C.
nit bezaldt, Daß sich dan Vohrsteller, an
solchem gartten, Vohr die HauPtsumma
auch Allen Vfgewendt(en) gerichts Kost(en), vndt
schaden Zuerholen machtt habe Ist Wahr,
        Bevehldt Also Diß Examen gott
         vndt den Hern Comissarien p   

[II, 78r, Aufschrift unten rechts:]
Nodtwendige Beweiß
   Artickell Johan Brosiuß
         burger Zu Giessen

          Contra
Gerdraudt(en) Jorge HePP(en)
  selig(en) zum Lindiß witwe
  Itzo zu Wetzflar
 p 
          den 25 t Januarij Ao p 
               1611
   Vndt Am gericht den 15 t Apls (Aprilis)
     Ao p 16ii publicirt,

1611, im Frühling
[II, 79. Es handelt sich um einen halben Zettel, der rechts stark beschädigt und nur auf der Vorderseite beschrieben ist:]
Der H. Scholtes Zeigt Ann daß Jorg We/..
 
in Giessenn deber daß Hernn Verbott Hab/
 Haijm gefuertt, 
Jorg Weh hatt H Hans schmitts Schaff au/(fm?) 
  Kornn funden Zeigt an es seij sond/..  
  vnd geheiß geschehen im friling in Ao 1611
Jonnes Schub Rug Daß Jorg Kauß hab/
  seinem acker auff gerafft vnd sein vffer/.. 
  geb(en)

1614, 11. November
[II, 87; gefaltetes Blatt in Schönschrift:]
Des Durchleuchtigen Hochgeborenen Fürsten vnd Hern, Hern Ludwigen Landgrauen zu
Heßen,
Grauen Zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenheim Vnd Nidda p Vnsers gnedigen fürsten vnd Hern    Wir
seiner fogl. Cantzler vnd Stathr Zu Gießen,    Entbiehten euch den Erbarn Vnsern gutten gönnern, Schultheißen
vnd Schöpffen des Gerichtts Lindes Vnsern gunstigen gruß vnd hirmitt zu weißen, daß vor Vnß erschienen Christ
Eckhardtt
daßelbsten, Vnd Klagent furbringen laßen, welcher maßen er ein Zeittlang entgegen vnd widder
Philipß Schmitten Zu gedachttem Lindes einen Acker betreffendtt vor euch in Rechttfertigung gestanden, darin=
nen auch so weitt verfahren, daß Kurtz verwichener Zeitt den 14. t abgenwichenen Monatts ein endt Vrtheil
widder ihn vnd vor sein Jegentheil durch euch ergangen sein soll, deßen er sich beschweret vnd noch ferner
beschwert Zu werden besorget, Coram Votario et testib(us) den 20. t. ejustem ahnhero Zue (?)Fex Cantzleij ap=
pellirt vnd prouociert(?), In gemuht vnd meijnung beßer Recht Zu erlangen, vnnd hierumb Zu vberkommung
der acten compulsoriales (?)Zend inhibition euch Zuerkennen vnd abgehn Zulaßen gebeten,              Wann
nun solch ProCeß vff dieß Rechttlich ahnruffen erkennet seind,        So befehlen in nahmen hahgodrechts(?)
Vnßers gl fl. vnd hern, euch von Amptts(Annptts), Gerichtts vnd Rechttswegen wir euch hirmitt, daß ihr Appellants
alles das Jehnige, waß hierinnen beij Euch furgeluffen, verschloßen vnder des Gerichtts Insiegell vms(vns)
der gebür mittheijlet vnd folgen laßet, sich derselben Acten vnd Handlungen Zu Volnfuhrung der Appella=
tion Zu gebrauchen habe, So dann mitt der Epaution(Epoiution?) des von euch außgesprochenen vrtheils einhaltett
daran geschichtt, waß Rechtswegen sich gebüret vnnd [Siegel]....irß vnnß Zu euch gentzlichen versehen, Geben Zu
Gießen vnder Fes(?) vor vffgetrücktem Cantzleij [Siegel]... 11.t. Nouembris Anno 1614 .
                                                                    [Siegel]    
[II, 87r, ist leer bis auf den Namen:]
Christ Eckard zum Lindis

21.09.1615
[II, 83:]
Ersame Vorsichtige Wollweiße Hern Schultheißen Vnd
Scheffen dießes Ehrbarn Gerichts Lindes, erscheinen
die Erbare Reinhart Schmit Vnnd Milhor wormbser
Als Clager Jegen Vnnd wider Jung Hanßen Hinder
lassne Erben
beclagten andersteils Vnnd sagen daß
Hanß
Ihr Vatter hie beuor einen acker im genß
Winckel, Vmb Ihre Schwegerin margreda Zur
traubeln Verwexet Vnnd Vertauscht habe, Vnd im
Hanß
hatt Vnser Schwegerin ein acker geben welcher
Vber 2 od(er) 3 fl nicht werdtt Vnd sie Ihme ein
acker so woll in die 40 fl wertt gewessen Vndtt
noch ist     Weill dan Vermög der re(c)hten daß Keiner
den andern im Kauffen Vnd Verwexeln Wie dan auch
seine freundtschafft damit Zuuerfordern od(er) Zum ab=
trieb darmit in dermeinug darmit Zu hindergehen
oder betrogen werden solltte
 
Da weill wir dan solches Von Vnser Schwegerin Margred
erfahren wie Hanß Jung S. mit Ihr gehandlet. so Ver
hoffen mir Clager, weg(en) Vnser weiber Als bluts freundt
eß sollte Zu r(e)cht Alhie erKant Vndtt gesProchen werden
Weill beclagte Erben Ihres Vatter acker wieder ange=
nomen, Vnß Vnser Base Vnd Schwegerin acker
vor daß Außgelegte geltt dero 20 fl wieder Volg(en) Zu
Lassen Aldieweill der wexel größer an der Summa dan
Hanßen S.
acker gewessen ist  Stelt hiermitt Zu re(c)ht.
Vnd bitt Vmb Vrtell mit Vorbehalt rechtens 
[Die Rückseite und Blatt II, 84, vorne, sind leer; II, 84r:]
InLage Reinhardt Schmidts
Vnd Melchior Norn[=gestr.] \Wormbsers/ zue Giessen
   Ps: den 21 t 7bris
       Ao p 1615
   Jegen theil die beide
   Inngl(eichen) begehren Copia(m)
     Ist Ihn rechtlich ZugeLassen,          [Siehe auch 08.10.1616.]

[II, 85. Kleiner Zettel:]
08.10.1616
vor Euch den Ernhaftt(en) Hern schulthes(en) vnd scheff(en)
Erscheindt Jacob Jung zum Lindeß Clagt sein
ZweitGericht vff. Reinhard schmidt burger
in Giess(en)
. j iuren belangt vnd wil seine Clag
zum Negst(en)Gerichtt Speciuicirn .) Bit den
Hern schulthes(en) dis an die Hern scheffen an zu
steln, im Daß zweite gericht zuerkenen   p.   
[II, 85r; kopfstehend:]
An die Ehrenhafftten Hern schultheß(en) vnd scheffen dieses
Zentgerichts alhir zum Lindeß.
   Ingelegt den 8 t 8bris zum Lindes
       Ao C 1616

1616, Herbst
[II, 88]
Anno p 1616 Im Herbst Am Cintgerichtt
Rug(en) so im Gießner ban mit grasen Vndtt
Huden Verbroch(en)
     Sontagßhuden Vnd(er) der Predige
Johannes Lentz(en) Jung vfm brande in Cloß Weigelß
   gerst(en) d(er) Jung geschlaffen,
Valttin Wagenerß Pferdt in ermeldten Gerst(en),
Christ Eckhardts sohn Jorge In Hanß Ferberß wiß(en)
   im Genßwinckel,
Harguß Becker In Johann Brosiuß garben Im Korn
-- veldt Im genßwinckel gehudt
Jorg Peters Jung im Giesner ban Zwisch(en) d(er) habern
-- gehudt, 
Jacob Jung, vfm brande In Johanneß Lentz(en) gehegt(em)
   Drisch gehudt,
Dongiß Annen Sohn Im Genswinckel In Hanß Ferbers[? Rand beschädigt]   
   wissen gehudt,
Johan Eckhardts Dochtter Elisabedt vfm brande
   mit 3 Kuhen in Johanneß Lentz(en) Drisch,
Henrich Beckerß Hamel scheffer Im Genswinckel
   bein Weitz(en)haust(en) In Johan Brosius StoPPeln
   gehudt, 
Conradt d(er) Gieser scheffer vfm fauln Placken in
    Curt Ferberß
StoPPeln bein Weitz(en)haust(en)
   In StoPPeln gehudt, Ider Person je 14 t erkand
[Um alle zuvor Genannten ist links eine Klammer gezogen, an der steht:]
Id(em) 14 Thornos 
      Werdtagß Pferdt huden,
--       Jorg Peters Jung mit den Pferd(en) Im Genß=
          
winckell in Hanß Ferberß wiß gehudt
         Henrich Beckerß Hamell Scheffer Vfm brande
              Christ Eckhardt(en)
ein gehegt Trisch Außgeetzt, 
Nota Curt d(er) Scheffer hadt Jorg Petrj Vndt Harguß Beckern
           die wissen vf d(er) Lohn Am Wetzflar wege mit d(er)
           Herdt Ausgeetzt, Rugt Jorg Petrj selbst(en)
[II, 88r]
      Graß Rug(en) Im Gißner ban,
    Elisabedt Johan Gebelß witwe In d(er) Habern ge=
    kraudt [Der ganze Eintrag ist gestrichen.]
    PhiliPs HePff(en) fraw In Henrich Beckerß Habern
    gekraudt
    Jorge Zusen Haußfraw d(er)gleichen, Alles Alß die
    Habern verbotten gewest, 
    Johan Eckhardts dochter  \ In deß Herrn Schultheiß(en)
-- Christ Eckhardts Dochter  /  weiden gegrast,
    Jost Kausen fraw, beim AsPen In Jorg Kauß(en)
    wiß gegrast hadt er Jorg sie selbst funden
    Conradt Jungen fraw Dergleich(en) sie Jorg auch funden
[Um die vorhergehenden 7 ist eine Klammer gezogen, davor steht:]
Id(em) 7 thorg (Thornus)
    Newe Centner
[Um die nächsten 4 ist ebenfalls links eine Klammer gezogen:]  
H(ans)Henrich Vintzler \               [FBG 1055]  
Gerlach Ebell,               -- Gieß(en)
Johanneß Moller          /
Wentzeln Valttin zu Allendorff an stadt seines
    Vatters p   [Seite war hier gefaltet, deshalb nicht sicher.]     
                                      Nota

14 tl Johanneß Lentz(en) 3 Pferdt In BaPtistian
    Kirch(en)
\wissen/ beim schlage Nachts Vmb ii(11) vhr
vij ths Henrich Metzlerß Hamellscheffer Volpert Curt
    Ferbern
vfm brandt die Ruben abgeetzt
14 tl Curt Ferber Rugt ermeldter Scheffer habe hendt(en)
   Nachtlicher weill mit d(er) gantz(en) Herdt In Gerlach
    Funcken
Weinbergk gehudt /
2 thoros Jorg Kauß Rugt In gemein Eß seij ihm die haber
   vf i Ackerg(en) vorm Dorff vffgeetzt kan Aber kein
   mit Nahmen genendt,
7 thors Idem Rugt die Lindesser haben Ihm mit d(er) gemein
   Herdt Kuhen ein wiß hinseits d(er) hege Ausgeetzt, 
7 tl Paulus Eckhardt [FBG 855] Rugt er habe Baltz(er) Burck(en) megtg(en)
   in seiner gerst(en) beim Weig(ern) fund(en), hab er mit Ihm geZordt
   vndt hadt Im dz Megtg(en) vnuntze wordt darZu geb(en),

[II, 89:]
07.04.1619
Ehrsame Vorsichtige Wolnwejßen Hern Schuldheiß Richter
Vndt scheffen dießes Loblichenn Wolgehegtenn 
Fürstlichen Cendtgerichts alhir,    Erscheinet, Bast
Hart burger in Gießen [FB Gießen, 1519] in nahmen Vndt Wegen seiner
geschwister Vndt geschwegern, Beclagt sich demnach
sie sämPlichenn, hiebeuohr de Anno ---1612 den
---12 Maij PhiliPs schmiten alhir, eine Wießen
oder driesch im Centgelegen, Verkauft(lich) Vndt erb=
lichen Vberlaßen, Vor Vndt Vmb Einhandert gulten,
Also Vndt dero gestalt daß er vf Volgenden Martini
belauffendes Jahrs solte ---- 50 fl erlegen,
Imfal er aber erwehndte ---- 50 fl Vfbenambten
Zeit nicht erlegen wurdte solte ihme die selbige
biß vf nachVolgents Jahrs Martini a(nn)o -- 1613. Stehen
bleiben, solte ehr sie den beneben geburlicher
interesse mit den andter ----- 50 fl erlegen, Vnd
Die ganze Summa nehmlich -- 100 fl mit der
Pension vf ein mahl erlegen Vndt richtigkmachen 
Vndter deßen Vbergibt Philips Schmit solche Von
Vnß erkaufte(n) wießen seinem dochter man
Johannes Lentzen, Welcher Vnß dan mit den
obegedachten -- 100 fl beneben dem Interesse 
befridigen Vnd der genug nachbefridigen Solle
Welches aber biß anhero noch nicht bescheen, Vndt
Vf Vielfaldiges ahn mahnen biß noch Zu Keiner"
                                                      "bezalung
[II, 89r]
Gelangen konnen, Vndt sich allerhandt abschlagige andt
Wordt Vndt außfluchten suchet, mit Vorwendten daß
ehr solche Geltter Vnßer Brudter Reinharten g(e)ge
ben haben soltt Welcher doch die Weil er noch Vmund
igk Vnd ihme auch nichts Verkauftt noch Verkauffen
konnen  S mitt nichten gestendigk.  auch da mehr(?)
einige Rechnung derentwegen Von ihm begeren, Zu
Keiner gelangen Mogen noch konnen,

Gelangt dem nach mein In namen meiner Geschwister
Vnd schwerere(Schwäger) mein[gestrichen] dinstfreundtliches Pitten,
es Wollen Richter Vndt scheffen in Recht er
Kennen Vnd Ihme Hanß Lenzen, bei einer be
namlichen Straff Vferlegen, Vnß Vber ob
ermelte -- 100 fl Kauffgeldt Richtige Vndtt
Clare Rechnung, Wo er solche geldter Vnd Wehm
er sie erlegt mit gewießen schein Vnd ohne da=
delbare quitungen Zu Liquitiren Von Rechts-
Wegen, Zubescheinen schuldigk sein, Vndt waß
er nicht glaubhaftligk beibringen konnen in
puncto Vndtohne ferner vmbtreibens Richtigk
nachmahlß Zu bezalen benebenn allem hier
Zu Veruhrsachten Vncosten Vnd schadten, vndt
vnß Zu fernerem Vncosten Vervhrsachen 
oder aber Gemelte Wießen mit Arest Zu be 
schlagen nicht daruff Zugehen noch Zustehen, biß daß
er eine Richtigkeit gemacht hatt .
[II, 90]
Hiran er Zeigen die Hern Richter vnd Scheffen
sich Jegen Vnß willigk seine auch solches Zu
beschulden Willigk auch befurdter hir durch
waß da billig Vndt Rech(tlich)
      D V. W D. Vnd gl.
        Vndterthenige Pidt
           Schrift(en)

         Bastian Harter In namen Seiner
           geschwister Vnd schwegere, 
            Clager in Gießen[Schnörkel] 
[II, 90r:]
Durch Bastian Hardt(en)
zue Giessen gericht[gestr.] Ing=
legt den 7 t APls Ao  C  
       1619

[II, 91. Langer schmaler Zettel; durch Bindung sind im oberen Bereich die den Namen vorangestellten Zahlenzeichen(?) teilweise unlesbar:]
11.05.1620
Anno 1620 Den ii t Maij Seindt Am Cintgericht zum Lindiß
Rug(en) ein Kommen Vndtt erkendt wie volgtt
         Lindiß
Johanneß Meckelß deß wirdts magt
Johanneß Gebelß witwen Dochter [später dazu:] ist ihr erlasen weg(en) dStuben(?)
Hanß Eckhardts Magt
Valentin Wagnerß Magt
Harguß Beckerß Magt
Jorg Zusen dochter
Dongiß Annen Magt
Johann Eckhardts dochter
haben SemPtlich Im Gißner ban Im Korn gekraudt,
Summa 8 Rug(en) Idem 7 thornus erkendt, Ists - 4fl 18 alb
        Id Dem Lindisser Scheffer
7 thornuß das er durch die hege vf den brandt mit d Herdt gefahren
8 thornuß daß er vf den Ostertagk vf der gelegten Pfingdtweide gehudtt
6 thornuß Idem das er Vf Sontagk Jubilato Auch vf ermeldter Pfingst weide gehudtt,
        Summa
         --- 1 fl 20 alb 2 d
[II, 91r:]
14 thornus Philips d Gißner Scheffer dz er Dongis Hench(en) mit d Herdt schaffen beim schetzges born In der wissen gehudtt
         Summa Per se
[Am Rand vor dem obigen Eintrag ist später mit Blei eingefügt:]
der scheffer zahlt 7 tornus u 3 d
[Vor den folgenden Personen steht meist ein "
d" (Pfennigzeichen) am Rand.]
      
Newe Centner zue Giessen
Bernhard Eckell                           [FBG 851]
Dongiß (?) Kindter Eyd(am?)
       Lindiß
    Hans Gebell [Ist gestrichen]
Johanne Meckell
       Dudenhofen
Christ Weller
       LötzeLinden
Stoffell Engell
    Idem 4 Thornuß (?)Schafts -- 1 fl 18 alb
    Gerichts VerLagk
d  17 alb Jacob Voigtsbergk zahlt 9 alb
d  3 1/2 alb Jorg Petrij, p
[Zwischen den Seiten II, 91, und II, 92, ist ein nicht numerierter kleiner Zettel eingebunden, auf dem nur steht:]
Ruge Gericht de Anno 1620

[II, 92. Halbes Blatt, oben gerissen, unten geschnitten:]
07.10.1624
freundtt Henrich Habberschmidt Ir werdet Arn(?)/[Rand]
ch wol wissen Zu Endtsinnen Wie (?)Grune
schaffernhern(schaffernhenn?) baimer(?) gewessen Vndt Ein wordt
Zusammen Verschworren Von wegen der Linne=
sser das Es mecht beij den Hern Schaffen
Angehalden werde(?) das mer die Linesser
Aus Vnserm ban behalden Vnd Vnser feldt 
marck Vnbeschweredt finden dan sie sich
nicht nachbar lich halden sondern gar Vn
nachbar lich   Ich welde gern selber dar beisein(?)/
n Aber frimbder Leudt halwen nicht selber
kommen Kan
                      Herman Krocker Zum weis
                              en Ros
     [FBG 2250]
[II, 92r:]
Ingelegt den 7 t
  8briß Ao 1624

[II, 95:]
1625, im Frühling
                         Extract
                  der Rugen vndt Anderen gefelle Am
                  Centgericht Lindiß de Ao p 1625

Rugen Ider
7 thornuß
     Im frulingk    
             2 Conradt Hanß Ferberß Sohn      \ [FBG 1012 & 1017]
             2 Peter Wiln Sohn                             -- Zue Giessen [FBG 4907]
             2 Henrich Dischbeinß dinstmag   / [FBG 4504]
             j Dongiß Findten Jung, Zue Giessen [FBG 1052]
             j Philips Schmidts Jung Zue Lindiß,  
             j Christ Henckell, Daselbst(en) [Daselbst(en) ist in anderer Schrift eingefügt.]
                      Ider Rug 7 thornniß
Noch j Rug d(er)gleich(en) Conradt Voigtsberg d(er) scheffer,  [Diese beiden Zeilen sind auch nachgetragen.]   

                         Rugen Zu Lindiß
                          Ider 4 1/2 alb,    
  i    Philips Heppen Haußfrawe
  i    George Zusen Haußfrawe,

       Newe Centner, 
Hanß Offenbach                   \
Johan Jost Ebell,                    \
Wilhelm Eckell,                         \
Johan Burk                                  -- zue Giessen
Hanß Asman
                      /
Johan Drommershauß(en)  /
Philipß weiß                           /
      It(em)
Peter Lohen witwe zu Allendorff
Johan Dott Scheffer zu Latzelind(en),
      It(em)
2  Rugen Conradt Jung vndt sein mit gesell
    die JacobVoigstberg(en) weg(en) der Kornhude
    am bachwege gerugt, 
[II, 95r:]
       Gerichtsgebur
2  Kopfstück Philips Schmidt vom Land recht(en)
2  Kopfstück Dongiß Anna weg(en) d(er) V(er)schreibung
           It(em)
I  Klein buß Conradt Jung daß er Jacob
       Voigtsberg(en)
Spitzhudens bezichttiget:
[Die Mitte ist leer; unten, rechte Hälfte des vorher gefalteten Blattes:]    
    Rugen
It(em) Newe Centner Vndt
Andere des gerichts
gebur den 23 t APlis
         1625 Inkom=
         men p     
[Andere Schrift:]    
die Im Herbst leig(en)
  Auch hirbeij  p     
[II, 96:]    
                              Rugen vff Ostern Im Centt
                                 Ingebracht Anno 1625
                            Vnd hatt der schutz nachfolgende
                             Personen Im schaden funden
                     Hanß Múllers Sohn Curt, Petter wiln sohn
Ider weg(en)   Henrich dieschbeins sein Dienst Jung, haben  
deß Frebelß     vffm Banroß(Baeroß, BarRaß?) vf dem Samen miteinandt,  
in doPPel        gehutet vnidt(und) daselbsten das samen felt In 
Ruge              gehabt mit den scheffen
                  /  Dongeß finden sein Jung hat Jost dem wol 
                  l   meister vf dem samen mit den schoffen
                  l   Phieleps schmitt sein Jung hat vff dem brandt
                  l   mit den schaffen vf Johannes Seijppen
                  l   samen gehutet   [Die weitere Klammer ist in jeder Zeile mit einem Schrägstrich gestrichen.]
                  l   Christ Henckel Zum Lindes hatt ein stuck
                  l   vom wege beim baumgen außgegraben
                  l   vnid die Erden vf sein Acker geworffen
                  l doch dz sich Henckel mit den stein setz(er) Abfind(en) solde
I/der ein      l   Jorg Zußen fraw hat den 20 Aprilis den,
.../itzling  - -    Hoffrichter vom Lindeß Im Korn gekrau/tt  [Rand beschädigt]     
Ruge           l   Phieleps Heppen fraw hat der gleichen dem
                  l   Hoffrichter Im lindeßer ban, Im Korn
                  l   gekrautt .
                  l   Curtt Vetzberger mit der Herdt \schoffen/ am Oster
                  l   Montag nach der morgen Predig In den
                  \  weijer wißen gehutet..

Peter Lohen                   New Centner.
wit: Zu Allen=    Johan Gilbertt[gestr.] drommershauß(en)  
dorff                 Hanß Offenbecher.
Johan Dödt       Johan Jost Ebel Zur Cron.
Scheffer, Zue     Wilhelm Eckell 
Lotzelind(en),    Johan Hoiffman Spitalmeister  [gestrichen]    
                       Johan Burck
                       Philips weiß,
                       Hanß Asman  It(em) Johan drommershauß(en),
[II, 96r]
                Jacob Voigstberg(er) Rugt, Conradt Jung # habe[n=gestr.], Alß
#vndt Noch ein    daß Korn disJar Schon verbodt(en) geweß(en) vnd
inwohner Zum     die Velde Auch Naß vndt Diff geweß(en), mitt
Lindiß                Sein[gestr.]\Ihren/ Schaffen Am bachwege gehudt, vndt seij=
                        en etliche stuck Schaff vfs korn gelauffen,
                     darumb er Jacob ihn[gestr.]\sie/ Angeredt, hab Ihm Conradt 
                        geandtwordt, er Jacob besPitzhude die
                        Lindisser Id(er) Zeit Am gericht, vndt sie die
                        Lindisser hedt(en) Ja Macht Am bachwege Zue=
                        Huden, steldt An obß Rugkbar, od(er) straff=
                        bar seij               Hiruff wirdt Conradt Jung, weg(en) der Hude, sowohl
                        Auch sein mitthud(er) den er Nahmhafft mach(en) od(er)
                        die Ruge vor Ihn, Vndt Also 2 Rug(en), Erkendt
              Daß Conradt Jung gesagt Jacob besPitzhude die
                        Lindisser Ider Zeit Desweg(en) wirdt er
                        Conradt, In ein klein buß erkendt er
                        kan dan Zum Nehern gericht vndt Purgir sich wie
                        recht, welchs ihm d(er) Herr Sch(u)l(thei)s Anmelden soll
                                                                       Lindiß Rug(en)
                                                                          Ao 1625 Im
                                                                                frulingk p  
14.11.1625      
[II, 96a]    
Ehrnhafter, wolvorachtpar, Ehrsame, Vorsichtig/e [Rand beschädigt]   
vndt wolweise Hern Schultheijß vndt Schöpff/en 
dieses vhralten Centgerichts alhier zum Lin/des 
Ampts Gießen, gebietende, gunstige Hern.
Demnach nunmehr der angemaste Vndt ohnbe=
cherdachter(?) Kläger philips Schmidt, dieses Ge=
richtsstandts, was diese seine eigenen sachen
belangen thedt, als ein mittgeliedt sich entschlag(en)
muß vndt selbiges nicht besizen kann; Vndt
dan er kläger, den beklagten Johann
Lenzen, ganz ohngedttlich, vndt ohnerfindt=
licher weiß, ahn diesem[? verbessert] Gerichtt angesp....
vndt damitt ehr sehe, vndt vernehmen, das ehr
dieser sach keine schew(Scheu) trage, sondern ihm
so baltt, ohne alle andern habende recht/..(?)
mesige einreden vndt Exceptionen, vnder 
iedger(? nugen?) offentlichen gehn; so erscheinnt Bter
nochmals gehorsamlich, Doch[? verb.] beheltt ehr ihm
austrucklichen bevor, (da von ehr sich zierl/..(zuerl= ?) 
ledigen thedtt.) alle vndt iede gutthaten,
mitt das Beklagte theijl in Rechten j/..
samlich vmsehen, in gemuth vndt meijn/ung
dem kriegk Rechtens Negativ: das is/t
mitt pur lauter Nein, vndt durchen    
[II, 96a, r]    
nichts gerichtlich eingestehendtt, Zubefestigen
ist demnach der jungsthin Vermeintlich anges...
Klage, immaßem dieselbe in ihren buchstab
inhaltt begrieffen vndt eingebracht ist ...
dings nicht beiraumig, noch weniger aber
nach deme Zum endt angeregter Summarisch 
bitt, erkannt vndt gevrtheilt werden
solte, oder möchte, dienstfleisig bittendt,
beklagten in rechtt davon Zu entbinden
loßZusprechen, Vndt dem ohnberechtsamen
gemasten Klägerm, deßhalb ein ewig still...
auffZuerlegen, mitt abtrag alleverlittene,
vndt aufgewendten Costen vndt schaden,
futuris tisartä protestante.
Darlelm(?) E. C. W. vndt. w. d. richterliches
Amptt dierstlich(en) vndt embsiglich(en) ...ff..
So dan auff die Ammenick(?) vndt ohngegrundte f...
Klage, auch dem diesfals izo auff beschehnen
contestation, ahn stath der positional, oder
satzarticul Widerholet vndt reproducirt, Z...
antwortten; Als wil Bter damuff, h...
tamen judic impertinentium ex non ad...
tendorum, dergleichen so mehr geantwortte..
                                                         dann
[II, 96b]     
dann ehr Zu recht schuldig, das solches hi/....
ohnkräfftig vndt nicht nachtheijlig sein sol/..
nachfolgende antwortt, summarisch weiß/ ..
mitt bestandtt vndt aller warheitt, vor sich
gegeben haben.
Vnndtt also Vorbehältlich aller rechtlicher not=
turftt Antworttett ehr beklagter auff
offengeregte bodenlose summarische T/..
das ehr dero formalischer wortt, beijm .§.
i6i(161), ob solde Clager; Zwischen ihme vnndtt
dem Beclagten Lenzen gesetzte Mahrstein
ausgehoben, vndt anderweits gesezt haben,
ganz vndt gahr nicht gestendig; so gahr
auch das ehr solche wortt niemals in
seinen sinn vnndtt gedanken kommen, Zu
geschweigen, das ehr solche beij ander=
leuthen, ihm dem kläger, als seinem
SchwiegerVattern, Zum Schimpff, hohn /...
spott, auch Zuverkleinerung seines ehren/=
standts, starsirt(starhirt?), vndt nachgeredet ha/ben
solte. Darumb, da ehr kläger, solch sein kl/age
Zu beweisen schuldig, solch sein vorgaben nicht / ge=
nugsam, vndt, wie recht, darthun wirdt, das i/...
dem, nuhr einen geburlich(en) wideruff sampt /..
ahnsehnlichem abtrag, Zuthun, rechtslieg(en) veun...
möht(en), mitt erstattung costens vndt schad(en)..
Nahmah(?) hiertalen(?) das .M. R. V. embsiglich ......
                                                        vorbehältl...
[II, 96b, r; kopfstehend.]    
       Kriegkbefestigung mitt pur
          Laudtten Nein, Vnndtt
            angeheftter antwortt 
              auch vorbehaltt. 
Des Erbarn Johannis Lenzens, Ein=
  wohners Zue Lindes, Ampts Giesen
        ohnschuldig Beklagtens. 
               Contra .
    philips Schmidten, angemasten
       Klägern, vndt Gerichtsschöpffen
               am Centhgericht daselbst.
Ingelegt dem 24 t 9briß Ao p   
                  1625  

[II, 93:]        
17.12.1625
Vor Richttern Vnd Vrtheillern dieses Lob=
lichen Vr Altten Vnd wohlgehegten Cint=
gerichtts Alhier Zum Lindeß, Erscheinet
Philips Schmidt mitgelitt diß gerichtts
Hochvervrsachtter Cleger, Endt Jegen Vnd
wieder Johannes Lentzen daselbsten,
Rechtschuldigen Beclagten, Vnd vbergibtt
diese Summarische Clage, Vnd will den
Kriegk Durchs wortt wahr sein befestigt
haben,
Mitt bitt den Beclagten AnZuhalten den
Krieg rechtens Zubefestigen, Vnd hiruf
sein geburlicht Andtwortt Zuuerfertigen
Vnd nechst kunfttigen gerichts tagk,
in Ansehunge des gerichts gewonheidt 
vnuerseumlichen (=unversäumlich) ein Zugeben, Vnd dan
vf Clage vnnd Andtwortt von Richttern
vnd Vrtheilern billichmeßigen Vrtheils
Zue gewarten, 
Demnach Setzt Cleger das in Summa wahr
seij, daß vermöge Vnsern gerichts, den 23 t
Aprilis dis Jahrs Ingebrachtter Ruige 
der Beclagte Johannes Lentz Ihn Clegern, 
wieder alle billichkeit mit Vnwarheidt
[II, 93r:]
beschuldiget, Ob solde Cleger Zwischen
Ihme vnnd dem Beclagten Lentzen, ge=
setzte Mahrstein Außgehoben Vnd ander=
werdts gesetzt haben,           Die weill
dan diß hohe wichttige, vnd gantz vn=
leidliche schmehe wortt seindt, vndt
Cleger lieber --- 2000 Reichsthaler verlieh=
ren woldt, Alß das diesse Schmee, mit
Warhaidt Vf ihn erwießen, oder recht
werden solde,   Weill dan diß dem
Rechten schnurstracks Zu wieder ist,
So Bitt Cleger Richtter vnd Vrtheiler
wollen solche wichttige injurica, weil(?)
Recht, bewogen, Vnd darauff in Recht
erkennen, vnd Außsprechen, der Beclagt
seij schuldig, solch factum, Sonnen Clar
vff Clegern, mit gnugsamen, vnd in
rechtt Zu Lessigen Zeugen Zu beweißen,
oder vor gehegtem vnd Sitzendem gericht
Ihme darfur ein rechtlichen offendt=
lichen WiedersPruch Zu thun, sampt einem
gebuhrlichem abtragk vor die scheuer,
[II, 94]
Auch allem hiruff gewendem Kosten
vnd schaden Zuerstadten, Schuldig seij,
Vnnd diß Alles Von Rechtswegen, 
Steldt Zu recht, Vnd bitt vmb Vrtheill
           doch mit rechtlichem Vorbehalt
                         Saluis p  
[Der Rest der Seite ist leer. II, 94r: Obere Hälfte kopfstehend beschrieben; war als Brief gefaltet:]
Eß sol Johanneß Lentz Zu Lindeß
Sich daihm richten(?) So lieb alß ihm Vnser(?)  
G: f vnd Herr ist daß er daß ,
# gerichts Tag sein Veranttworttenn     [links im Rand:] vnd ers  
hirauff Schrifftlich sich veranttwort
Vndt dargegen   Vrttelß gewerttig 
sein Vndt sich beij Vermeidung ernster
straff nihts verhinder(n) laß, 
Signatum Gieße(n) am 17 t Xbris
   Annop 1625
                                   Curtt Reinhartt
                                   schultheiß zu Heuchlem
    [FBG 3328]
[Untere Hälfte der Seite in anderer Schrift normalstehend rechts beschrieben:]
      
Articulirte Schmee Klag,
       Philips Schmidts Zum
          Lindeß
, Cleger,
              Contra
       Johannes Lentzen Alda
       rechtsschuldigen Becl(agten)

[I, 139 und I, 140, jeweils beidseitig beschriftet, gehört ins Jahr 1626.]
19.05.1626
[I, 139]
Nr 17
Vor Euch den Ehrn Achtparen, Ja Ehrn Vorsichtigen Vndt
wollweisen Herrn, Schuldeiß, vndt sämptlichen bestedigt=
en Herrn Scheffen diß Löblichen vralten vndt woll=
gehögten Centgerichts Alhir Zum Lindiß,
Erscheinndt Abermals Philips Schmidt, Eltestes midt=
gliedts diß Löblichen Gerichts, Alß ein HachVersonhbar Cläger
vndt sagt Eß werden die Herrn Scheffen, Auch der mehren=
theils, dero hiranwessenden Centner, vndt sonder lich die
Lindisser Einwohner C: (Clage) sich noch Zimblich Zu Endtsinnen
wissen, welcher massen Ihme Philipsen, vor abgewich=
nem Jar im früleing, ein Eüsserlich geschreij Außgangen,
ob solde, Johanns Lentz Alhir Zum Lindis Ihn Ccla: be=
schuldiget haben, das zwischen Ihnen Lentzen vndt Itzigem
Cla: vndt durch ihn, ein Anwoandts mall; oder marchrstein
verEndert oder verruckt seij, vndt damaligem nun Abge=
lebten Herrn Schuldeisen Godtseliger gedechtnus, diß wie
er dero Zeitt, Itzigem Clegern verwarnet so hart vor=
getragen word(en), das er Ccla: Exoficio Ernstlich vferlegt
weill disses etlichen gerichts personen wislich seij  /:
die er doch nit nominiren wöllen : / so kundt er nit
Zuegeben, solches Hingechen Zu lassen, wen er Cla:
sich dessen nit purgiren würde, woruff Erß dan
nechtes(? mochfes?) V(er)schinen gerichts Termina dero Zeidt gerichtlich
vohrbracht, vndt sich V(er)schinen gerichts termin in sein Landt=
recht Erkennen vnd setzen lassen, 
[I, 139r]
Weill Aber der Be: Lentz diß geschreijeß, das solches durch
Ihn Ausgangen geruchtelich offentlich verneinet Vndt dem
Clagendem Philipsen dessen beweißthum Zuerkandte Ihme
Aber diß geschrey durch vorgemelten Herrn Schlsn(Schultheießen) Si
vndt sonsten niemandts Angemelet, wilch(es) dero Zeidt voh/r=
geben das es Ihme durch veruchnen Centgenossenvohrp=
racht, welches er Nun deß Täudtlichen Abgangs halben
so sich vohr dem Ihnen vfferlegten beweiß sich Zu gebra/cht
nit bescheinen, oder beweissen kan, dan die Clag laut
vf ermeltes Schls geheiß geschehen,    So bidt Cleger
das der Herr Schuldeiß Itzigem geruchts Ein offentliche
vmbfrage, An Alle Centner thue, ob riirnam(?) diesse
be Züchtigunge, von Be: Lentzen gehördt Vndt solches
viell gedachtem Herrn Schulß. S: Vohrpracht habe,
solches nachmalß V(er)midtells daß Alhir vndt diessem
Centgericht geleistem Eidts, Zue offenbaren, daf/ur
dan niemandts dar Zue schuldigk oder dessen wislich
irrleren würde, vndt dan der B: die Injurien
wider Cla: nie gerdet, vndt das er solche Inmals
Jegen Andere Außgeredt, offentlich vohr gericht
verneindt, vndt nidt gestanden das er solche geredt
Auch vhrpracht daß er Cla: dessen midt warheit
nit Zu beschuldigen wisse, vndt ihn Cla: midt so solche
wordten, Also ver Antwordet
[I, 140]
So steldts Clagender, Zu Richter- Vndt Vrdtellichem
Erkantnuß, ob Cleger disses Eüsserlichen geschreijeß
vndt vom B: gantz vngestendiger be Züchtigung
halben gnungsam Entschuldiget Vndt das ihm solche
An seinen Ehren vnschedtlich seij, steldt deswegen
Zue Recht vndt bidt vmb vrdtell ./:


  
                Mit Vorbehalt Aller
                  Rechtlichen Nodturfft
 
[Der Rest der Seite ist leer. Bei I, 140r, ist die obere Hälfte leer; unten:]

 
                 Bitt vndt V(er) Andtwordt
                  tungs schriift, Herrn
                  philipsen Schmiden gerichts
                  Scheffen Alhir betreffent.
                         #
[Andere Schrift:]
                
Ingelegtt Zum Lindis
                 den 19 T Maij Ao
                      1626.

[II, 97; kleiner Zettel:]       
Eß Rugt PhiliPs Schmidt, Daß er, vndt etliche
  seiner NachPar vohr vngefehr 14 tag(en) vohr
  Christ Henckelß hoiff geseß(en), Da Jost Kause,
  vnd(er) anderm gesagt Jorg [Anfang verbessert von Kause in:]Zuse, habe wegen
  seinnem bawen Auch viell Newerunge ge=
  machtt, 
Daruff Eberdt Zuß Ihm geandtwordt, Das
  Lige er wie ein Dieb vndt schelm, Das
  rede er Vnuerholn, Daruff Jost still ge=
  schwig(en),            vndt steldts Zuerkeindung
  Obß RugPar seij ./.
Daß Eberdt Zuß alß obstehet wid(er) Jost Kauß(en) gesagtt, 
  er ligß wie Ein dib vndt schelm, deßweg(en)
  wirdt er v gl fl (unserm gnädigen Fürsten) vndt Hernn p In die straff
  vndt den Hern Scheffen, in 5 ß:d. erkendt er kan
  dan Zum Nehern vndt Puriger sich dessen wie Recht
[Mein Vorfahr Philips Schmidt wird mir immer unsympathischer; ein richtiger Dreckskerl.]   
[II, 97r]
Ingelegt den 19 Maij
    Ao c 1626  
 
24.04.1628     
[II, 100]     
Gerichtt gehaltten Zum Lindiß Don=
nerstagk Den 24 T. APPrillis Ao p 1628 /. 
 
Gerlach Bawnach gerichtsscheffe vndt Rathsverwandter       [FBG, 151, Gerlach Baunach/Bonaw]      
zue Giessen Legt ein Pfandt verschreibunge gericht=
lich(en) In, Johann Eckhardt(en) Zue Lindiß, mitt (?)40 f CaPital
vndt ..[g.]\2/ fl ,, \10 b....,,/ Jehrlich(en) Pensionbelangendt so Ao p 1622
den 15 t Augustj datirt, vndt Clagt das dr schuldner
Ihm die Pension Inhaldts brieffs nitt Endtrichtt,
bitt Desweg(en) die Verschreibung Zu verlehß(en),
vndt Ihm Dan rechtlich Zue bescheiden wie er mitt
solcher V(er)schreibunge, vndt Dan den darin Angemeldt(en)
Vnd(er)Pfand(en) Zuegebaren habe, Darmitt er Zue
völliger bezahlung CaPitals, Außstendig(en) Pension(en)
Vndt Alleß hiruff gewendt(en) Vncostens kommen
vndt gelangen mochtte, Steldt Desweg(en) Zue
Recht vndt bitt vmb Vrttell,  
        Vrttell,  
In sachen Gerlach Bawnach Zue Giessen Vohrgemeldt,
Alß Clager, Im Puncten einer verschreibunge
Johanneß Eckhardt(en) Zum Lindiß, mitt noch
25. f Rests Am CaPitall, vndt etlich(en) Ihme
noch Darvon Außstendig(en) Pension belangendt,
Ist Deß C: Vohrtragk, sowohll Auch vorgelegtte
Verschreibunge wie Recht bewog(en), vndt Wirdtt
weg(en) Deß vf, vndt In d(er) Verschreibunge Ange=
meldt(en) Rests, vndt Ihm Außstendiger Pension, der
C. Ex j decreto, Nach Lauff Deß gerichts In die
vnderpafndt Immitirt, solche Jar vndt tagk vnuer=
lustigk Zuhaldt(en), Zal In deß der debitor nit, solt(?(
vf C. AnRuffen Alsdan ferner gescheh(en) was Recht(?)
Ist,

[II, 100r]    
Clauß Weigell Weidtershauß(en) Diener Zum Lindiß
Legtt ein beschwerungß schreiben gerichtlich In
vndt Bitt Inhaldts Daruff Zuerkennen Was recht
Ist, 

PhiliPs Schmidt gerichtsscheff Lest Durch den Schetz(en) Rug(en)
Daß {im Lentz [g.]} Johanneß Lentz Ihme, vndtwigk dem
dorff, vor seinem Acker, von seineß AckerE...
so er Ausgraben, Ein Damm Am gemein Wege
Vfgeworffen, Vndt Ihm daß wasser Auß dem
gemein wege etliche Pheck(?) langk ein[g.] In solchen
vfgeworffenen graben Zue ruck geleidt, vndt
dazue Ende deß vfworffs, Ein Außstich Auß
dem graben gemachtt Vndt Ihm Also Eigenß 
gewaldts, Den Vfwurff von sein PhiliPß(en)
Erden gemacht, Vndt Das Wasser Auß dem
gemein wege In sein Acker geweist vndt Am[g.]  
An dem Korn Augenscheinlich(en) nit gering(en) schad(en)
gethan, steldts Zuerkandtnuß obß Rugbar seij,
ob er nit Zue verbussen schuldigk seij, 
 
Johanneß Lentz gestehedt, deß vff worffs, gestehedt Aber
deß Außstichs nitt, zeigt ferner An Philips
Schmidt habe vorhin das wasser Auß dem Gemein
wege Zwisch(en) Ihren beiden Ackern hinnder geweist
daß eß Ihm vndtwigk den Ackern vf sein wiß Lauffe
diß Ihm PhiliPs nit gestendigk, 
 
Jorg Daniell Schaudantz Zue Giessen Legt ein Pfandtuer
schreibunge gerichtlich(en) vor, 10 f CaPital vndt etliche
Ausstendige Pension T bedreffendt, vndt dieweill In             T Christ Eckhardt(en)    
Ano p 1626 den 19 t 8briß er Alhir gerichtlich Ex j                     Zue Lindiß   
decreto schon In Daß VnderPfandt Immitirt, So bitt
er sich fernner Zubescheiden wie er Numehr mitt dem
VnderPfandt Zuegebaren darmitt er Zue Endtlicher
bezahlung CaPitals, Interesse, vndt hiruff gewendt
Vncostenß kommen möchtte, steldts Also Zu Recht
vndt bitt vmb Vrttell, 
 
[II, 101]    
PhiliPs Schmidt, Vndt Eberdt Zuß Zum Lindis, Rug(en) 
daß Am Nehestsverschiennen Sontagk, Jorge Peter
Vndt Johanneß, Dongiß Annen Sohn vf d(er) gassen
mitt wordten Zuesahmmen kommen vndt Jorge  
widder Johanneß(en) gesagt, er Johanneß seij ein dieb
vndt ein schelm, vndt die Saltzmeister Auch,
stellenß Zuerkandtnuß obß Rugkbarseij, 
 
Jiß wirdt Also RugkPar, vndt der VerPrecher 
die Iniurien v. g. f. vndt Herrn p Inn Andert=
halb(en) fl. straff, vndt den Herrn Scheffen In Zehen
schillinge Pfennige erkandt, 
 
Jost Kauß Vndt Valentin Wagner Alß Saltzmeister
d(er) Scheffereij Lindis Vohr sich, Sowohll Johannes,
Dongiß Annen Sohn, bitten Jorg Petern, mitt
vrttell vndt recht Dahin Zueverdammen, Ihnne
vohr Die obgerugtte schmewordtt ein geburlich(en)
Abtragk, vndt Offendtlich(en) WidderRuff Zue thun,
od(er) solche Sonnenclar Zuebeweiß(en). mitt erstadt=
tung Alleß hiruffgewendt(en) Kost(en) vndt schaden
stellen die C. Also vnderschiedtlich(en), vndt Jder
besonders Zue Rechtt vndt bitten vmb Vrttell
Jorg Peter d(er) B. Erscheinnedt vndt sagt hirweg(en) Daß Die
Obgedachtte wordt Also Inhaldts d(er) Ruge strackauß
geredt Stelle Er an sein ordt seij Ihm Vnwißlich(en) In
Ansehunge das er bezecht gewehß(en), vndt Waß deßfa/.. [Rand beschädigt]   
etwan gescheh(en) seij Ihm Leidt, Dan vf solche 3 Person 
er Vnehrlichs Nichts Zuesag(en) wiß, wolle sie Auch
Also hirmitt vor sitzendem gericht, Verandtwordt,
vndt die schmehe in bester form verandtwordt habe(en)
vndt: steldts zue Erkandtnuß ob er semPtlich(en)
klagern nitt verandtwordtunge genugk gethan
habe vndt steldts Also zue Recht p  
 
[II, 101r]    
                 Vrttell
Vff Die Von PhiliPs Schmiden heudt vf Johanneß  
Lentz(en) Ingebrachtte Ruge Im Puncten deß vffworffs
vndt Außstich Deß grabens, wirdt Johanneß Lentz
In Ein guld(en) straff v gl fl vndt Hernn p vndt Den
Scheffen In 5 ß: Pfennige erkandt, er Purgir sich
dan zum Nehest(en) gericht Wie Rechtt, 
                 Vrttell 
In sach(en) Jorg Daniell Schaudantz Zue Giessen C. Jeg(en)
Christ Eckhardt(en) zum Lindiß, Im Punct(en) vom C. vor
gezeigter Verschreibunge, vndt begerdten verhaldten
widder C. ex 2. decreto, vndt Also nach Lauff
diß gerichts, Endtlich, In Daß in d(er) V(er)schreibunge
Inuerleibtte VnderPfandt Immitirt sich lasen
Außstendig(en) Pension, vndt Alleß hiruff gewendt
Vncostens, daruff Inhaldts der Verschreibunge
Zuerholen; vndt Ihm d(er) Her Schuldtheß hirin fer...
Zum Executer erkandt, 
               Vrttell
In sach(en), Johanneß Dongiß Annen Sohn, Sowohl
Jost Kauß(en), vndt Valentin Wagnern, Alß C.
Alle zum Lindiß, EndtJeg(en) vndt widder Jorg  
Petern Daselbst(en), Beclagt(en), Im Punct(en) Der Ver=
andtwordttunge, Wirdt Den Vnderschiedtlich(en)
Cleger, die vom B: vor sitzendem gericht gescheh(en)
VerAndtwordttung[am Rand eingefügt] vohr gnugsam Erkendt, vndt seij Clag(er)[g.] Der B:
den C. heudig(en) gerichtskosten zuerstaden schuldig  
              Bescheidt,
In sach(en) Clauß Weigels Hoiffman Zum Lindiß, Alß C.
Endtieg(en) Die Gemeinde Alda, Alß B. Ist deß C.
weidtleufftigeß schrifftliche Vohr Pring(en), vndt Der B.
Gemein Anlig(en) bewog(en) vndt Diß anhendt(anheudt?) Das die
B. Dem C. seinne klag zum Nehern gericht, in schrifften vf
Jden Punct(en) Zue beandtwordt(en) schuldigk seijen,
 
08.10.1629    
[II, 102]    
Ehrnhaffte, Vorsichtige vndt Wolweisse Herrn
Schu(u)lt(eiß) vndt Scheffen dieses Centgerichts Zu linnes
Insonders gunstige geehrtte liebe Herrn. 
Waß philips Schmitt von linnes sich Vber vnß alß
Christ Eckhardt s. Kinder vndt Erben wegen eines ackers
daruber sie auf Furstlicher Cantzleij ein gutte geraume
Zeitt in rechtfertigung gestanden, aber weil gemelter
Philips Schmidt dieselbe seinem tochterman Johannes
lentzen gentzlich vndt Zumahl abgetretten, mitt ZuZiehung
der Obrigkeitt, transigiren vndt verglichen, von newen
erklagt vndt gebetten, haben wier vernommen. 
Wan aber wie ahngezeigt dieser Streitt vber den
acker quaestionis auf F(ürstliche) Cantzleij rechthängig gewessen
vndt er daselben, wan er ferner einig recht darzu
Zuhaben vermeinet, sich beschwehrt soll nach auß=
weisung der Rechten; gestalt offtbemehlter philips
Schmidt mitt ebenmessigen faulen fischen vfgezogen
konnen vndt vnß vor dem H(errn) Rentmeister Zu Giessen
verklagt, welcher nach ahnhörung vnsers Rechtens
daß wier vnß mitt seinem tochterman Johannes lentzen,
dann er die rechtfertigung abgetretten vndt geschenkt {vor= \tagen [nachgetr.]}   
dem vnruhigen Cläger nit allein auf F Cantzleij ver=
wiessen, sondern auch ihme seine vermeintt recht v[gestr.] gäntzlich(en) 
aberkandt, ein Solches nit alhier sondern beij F Cantzleij
Marpurgk suchen muß. 
Alß ist ahn E E. V. vndt wolwejße vnser dienstliches
bitten vndt rechtmessiges begehrn, Sie wüllen gedachten
philips Schmidt alß vnfügsamen Clägern mitt
seinem vermeinten suchen, weil die sach durch vertrag
aufgehoben, ab vndt Zu ruck weissen vndt wo fern er
in ruhen Zustehen nicht gemeinet auf F Canzleij Mar=
purgk der sachen ferner nachZusuchen ahnbefehlen.
Solches ist Rechtens vndt seindt wie er Zuverdinen Schuldig
                                                 Salvis p
                                                 Christ Eckhardt s.
                                                 Erben Zu linnes vndt
                                                           Giessen. 
[II, 102r; untere Hälfte, in der Mitte]    
    Exceptio Litis
       pendentiae
    Cum annexa  transactione
Christ Eckhardt s. Erben beklagte 
                      ,,
                      q (Contra)
Philips Schmidt Zum linnes
            Clägern 
[Andere Schrift:]   
Ingelegtt den 8 t
  8briß Ao p 1629  
 
15.04.1630    
[II, 103]   
EhrnVester, HochAchtbahr Vnndt Mannhaffter Furstlicher Hessisch=
er wohlbestelter CaPitain Lieutenant[gestr.] , So dann Ehrsame
wohlvorsichtige weijße Herrn Centhrichter vnndt SchöPffen die=
ses wohlgehegten Gerichts alhier ,  
E. E HochA: wohlw:gl gl Kann ich Tringender meiner Hohen
notthurfft nach Zuersuchen nicht Vnderlaßen vnndt Zu vernehmen
geben Daß PhiliPs Schmidt alhier, vohr etzlichen vielen Jahren
mitt meinem Vatter Christ Eckharden S: inn einer Recht=
fertigung wegen eines Streijtigen Ackers vff dem Bergk
vnngefehr Dreij Viertel Landt betreffend gestanden, Alß aber
ietzerwehnter PhiliPs Schmidt der Rechtfertigung Vbertrüssig
vnndt müede geworden, auch nicht Zu dem Acker berechtiget
geweßen, hat er seinem Eijdam Johannes Lentzen den Acker
vnndt Rechtfertigung vbergeben vnndt eingesteltt mitt der
Condition daß er hinfurtth mitt meinem Vatter oder seinen
Erben, des Ackers halben gantz nichts wölle Zu thun oder
Zuschaffen haben, welches da solches geschehen sich vnngefehr
vff --14 Jahr belauffen wirdt.   Alß aber Johannes Lentz
befunden daß er so wenig Zu dem Acker berechtiget geweßen
seij, alß sein SchweherVatter, hat er durch güetliche Ver=
gleichung I: Inn beijweßen Georg Peters alhier I meinem
Vatter S: den Acker Erblichen eingesteltt wie dann sein
Lentzen außsage beijm Renthmeister Nicolao StiPPio 
da es die notturfft erZwingen würde noch Zubekommen ist
gedachter Georg Peter auch vermittelß Eijds anders nicht
sagen kann noch wirdt, dann das der Streijtt des Ackers
halben, mitt meinem Vatter S: vnndt Jo(hann)es Lentzen ver= 
[II, 103r]    
  glichen vnndt hingeleget worden seij vnndt hette ich auch
vermeinet, es solten mein Vatter S: vnndt seine Erben beij
dem nuhnmehr erlangten vierZehen Jährigen Rühigen besitz des
Ackers, vohn PhiliPs Schmidten I: welchem es wohl bewust
daß mein Vatter S: den Acker inngehaPt, Lentz auch
sich mitt meinem Vatter ferners AnsPruchs Zu haben
sondern Zuerlassen verglichen :I gelassen worden sein, So nun
ich iedoch erfahren, daß er Schmidt, wieder alle billicheijtt
auß dem Acker, vnndt erlangtem diessem besitz, Zu ver=
dringen sich vnderfährt,  Da doch die Allgemeine Rechten ver=
mögen, auch dieses vhralten Centhgerichts gewonheijtt ist
daß wann einer ein Zehen Jährigen besitz eines guets, beij
einem {[am Rand:] einheimischen} so etwas dagegen ZusPrechen, erlanget hette, So wäre[g.; darüber:] seij
er fest darinn bestetiget, vnndt solches was inn allgemeinen
Rechten, vnndt dieses Centhgrichts geWonheijtt ist, will ich
den Herrn Capitain vnndt SchöPffen dieses gerichts gebe=
ten haben mich darbeij Zu manuteniren, vnndt ermel=
den PhiliPs Schmiden von seinem ohnbefugten {[am Rand.] suchen} ab Zu weijßen
vnndt da er ie des Ackers halben nicht inn Ruhe stehen
wolte, ihn an seinen Eijdam Johannes Lentzen verweijßen
dem er solchen Acker wie obgehörtt eingestellt gehaPt, Stellt
es derowegen Zu des Herrn Richters, vnndt der Herrn SchöPffen
erkantnuß vnndt bitt vmb Vrtel, mitt vohrbehaltt
aller Rechtlichen notturfft 
       E E Hoch A: E Furs: wohlw: gl
                          Vndertheniger  
                                      Georg Eckhard Inn Wohner
                                        alhier Zum Lindes p  
[II, 104; kleiner Zettel; nur die Rückseite ist beschriftet:]    
     Ingelegt Den
    15 t APPrillis
      Ao p 1630  
   durch Georg Eckhardt(en)  
          q  [ab hier andere Tinte]    
   PhiliPs Schmid(en) Zum
        Lindiß,    
 
07.10.1630        
[II, 105]     
Wohll Edell Gest: Vndt Vester, FlHessisch(er) 
geheimer Rath, HauPt, vndt AmPtman, wie
auch E: HochachtParer H(err) Rent: Hoch ge=
bittende Hernn, 
E E G. vndt E. Vnderthennigk VnVerhaldt(en),
welcher gestaldt Jtzo vor kurtzVer=
wichener Zeitt, Der kuhehirdt von Giß(en) 
mit Nahmen Jacob Voigtsberg(er), vndtt
seiner mitConsort(es), mit d(er) Stadt
semPtlichem Viehe, vf dem Cint, vndt
vf vnserer daselbst {Ligend(er) acker [gestr.]}   
Ligende gutter gefahrn, Dieselbige,
wie auch die Daselbsten Noch Vngemehe=
hedte Ligende Wissen, Ohnne
vnser bewilligung(en), Vndt Vnersuchtt,
Ausgeetzt, Vndt vnserm Armen Viehe,
welches Doch Ohnne Daß, ein gering(er),
bezirck, vndt begriff, d(er) Weidung daruff
Auß dem Maull Endtzog(en), Do doch beij
Mensch(en) gedencken, dasselbige Niemals
gebreuchlich gewehß(en), Daß Eeinnig(er) Hirdt,
Vohr Michaeliß, solcheß vohrgenommen,
alß diesse obgedacht(en) Hirdtten, welcheß
dan auch aller ordts gebreuchlich, dz keiner
dem and(er)n, Vohr Michaelis, mit seinem
Viehe, Einneß gutt brauch(en) soll,   
[II, 105r]    
2. Vndt dan Auch Vorß and(er), Herman Hoiffman
vndt Jacob Voigtsberg(er), vor vngefehr
4 woch(en), beij Nächtlicher Weill, In vnsern 
Paerch gefallen, 2 Hehmell Herauß 
genommen, In meinnige, selbige Nacher
Giessen Zue Pring(en), Alß aber selbig(en)
Nachgesetzt Word(en), haben sie solche
Lauffen lassen, 
3. Vohrß dritte, So haben Cunradt Ebell d(er)
Gießner Hegen Schötz, vndt Herman Hoiff=
man, sein mittgehölff, Vohr 14 tag(en)
vngefehr, Peterß Dongiß Witwen,
Ein Pferdt Im Cintßban, Auß d(er) weide,
Pfandtßweiß genommen, Vndt selbiges
In Puncto, auß dem Cint, Newerungß
weijse, Auch widder Cintß Recht, Vndtt
gewonheitt, Nach(er) Giessen gefurdtt,
daselbst(en) den Hernn burgmeistern,
vnderhaenden Pracht, vndt Deß Ordts
Dongiß Annen Sohn, angehaldt(en), word(en)
dz er Daß Pferdt, beij Ihnnen Auß=
loß(en) mussen, In welchem Dan Auch
widder v. gl. fl. vndt Hernn p Cintß=
banß Hochheitt, vndt aldteß Hehrkommen,
verfahrn, vndt vnderstehen Also dem
Cintßban, sein Recht, Zuendt Ziehen,
[II, 106]     
Wan dan wir Vnden benandt(en), Arme Vndertha/nen [Rand beschädigt]    
Nunmehr Ein gereume Zeitt, mitt
den burgern von Giessen, in Fl Cantz=
leij, wegen deß Veldteß, so man vff
Dem Brandt Nennedt, do Diesse 2
Hehmmell gePfendt worden, gericht=
tedt, vndt solcheß noch biß Dato,
in esse haldt(en), sie söllen daß Rechtt
Eventum erWardt(en), vndt nit Also
defacto, mitt vnß In solch(en)
vnderschiedtlich(en) Punct(en) verfahr=
ren, 
Alß gelangt An E W Edel vndt H:
vnser vnderthennigeß bitten, die 
wöllen sie widder aldt Hehrkommen
verfahrn, vndt widder v gl fl. vndt
Hernn p Cintgerichtt ist, die Pfend=
ung also[gestr.] Ausser anderß ordts Zue
Libern, wie mennigklich wissendt
daß Cintgericht Zue Lindiß ge
haldt(en) wirdt,  
E E. Vndt Hochheidt wolle Diesse, Verbrech(er), so
wider Recht, vndt billichkeitt, \mitt/ An[g.] vnß
verfahrn, In I.fl.gl. Poen, vndtt
straff Condemniren, Vndt Erkennen
Hiran geschicht, waß an sich Rechtt, vndt
Billich vndt sindt eß. vmb E E. vndt
Hs. Nach Vnserm Vnderthennig(en) gehor=
samen Dienst(en), JderZeit, ZuVerdienen
Willigk, Lindiß den 7 t 8briß
Ao p 1630 /.
E E G. vndt E H.
           vnderthennige gehorsame, Burgmeist(er)
           vndt semPtliche Gemeinde Zum
                                   Lindiß p
[II, 106r; obere Hälfte kopfstehend, von der Mitte aus beschrieben:]    
Die SuPPlicant(en), Söllen diesse Punct(en),
Alß Straffbar, am Cintgericht Zue
Lindiß gehohrrigk Nehestes Rugen,
da dan d(er) Schöff beij seinem v. gl fl.
vndt Hernn p Vndt Dem Cintgericht geleist(en)
Pflicht(en), daruber Erkennen soll, was
Recht ist,     Decretum Giessen, den 7 t
Octobriß Ao p 1630 /. 
  AmPt Daselbst(en)
Ist gerichtlich Ingelegt Zum Lindis
den 14 t 8briß Ao 1630 p    
[Unteres rechtes Viertel, normalstehend:]    
  CoPia
der Gemeinde Lindiß
SuPPlication, Vndt
daruf Ertheilt(en) AmPs
 Decret den 7 t 8briß
   Ao p 1630.
 
 Hab dem Hernn Rent=
 meister dz Original
 widder Einhendig(en)
       mussen p  
[In anderer Schrift ganz untern:]     
          n 8

1631          
[II, 107]           
Ehrenvester, WolachtPar, Mannhaffter, CaPitain Leutenant[gestr.]  
der Vestung Giessen, auch Schultheiß des Gerichts Linn:
des, großgunnstiger gePietender HerR, 
Zue follge des vnnlengsten von Jtzgemellten Gericht er:
ganngenen beschaidts, inn sachen PhiliPP Schmitts, Clagers,
entgegen vnnd wid(er) Georg Eckart & Consorte(n), Beclagte,
einen streitigen acker ahnbelanngent, vbergibt hiermitt
Jtzbesagter Eckart, nachfollgente articulos probatorios una
cum denominatione testium, mitt dienstlicher bitt, dieselbig
großgunnstig auf vnnd ahnZunemen, auch dem gegentheil,
do er will, ad tantum interrogatoria, Zuford(er)st Zukommen
Zuelassen, hernacher die ernannte Zeugen, auf gewisse
Zeitt vnnd malstatt, daruber aidlich abZuhören, vnd allso
mitt dem Examine Zuverfahren,wie dz Rechtens, vnd da:
mitt keine nullitet begangen werden möge,
1. Setzt vnnd sagt demnach ahnfenglich wahr sein daß fur
ettlich vnnd 20. Jahr, sich Zwischen des Beclagten
vatter, Christ Eckart S. dann dem Clagern PhiliPP 
Schmitt, wegen eines ackers streitt erhoben, 
2. Wahr, Zeugen bewust, oder Je gehöret, daß er PhiliPP
Schmitt eben derowegen ettlich gellt hinnd(er) damahligen
Schulltheiß, HaPPel deponiret vnnd hinnderleget, 
3. Wahr, Zeugen bewust oder Je gehöret, daß er PhiliPP  
Schmitt hernacher disse streitige sach, vnnd allso den
articulirten acker, seinem Eijdams vnnd dochtermann 
Johann Lenntzen, genntzlich cediret, vberlassen 
vnnd vbergeben,  
4. Wahr, Zeugen bewust od(er) Je gehöret, daß er d(er) dochter:
mann Lenntz, kurzarticulirtes deponirtes gellt Zue  
[II, 107r]   
sich genommen, vnnd sich darauf mitt Ihme Christ Eckart  
des ackers halben genntzlich verglichen vnnd vertragen,  
5. Wahr, Zeugen bewust, Daß die vertragsleut gewesen, arti:
culirter HaPPel vnnd Georg Peter Zu Linndes
6. Wahr, Zeugen bewust, daß er Schmitt auch nach sollchem
vertrag inn die 14. Jahr lang beileufftig still gesessen,
vnnd nichts begeret,  
7. Wahr, daß er allererst nach verflissung sollcher Jahr, vnnd
do HaPPel gestorben, den hader widerumb von neuwem
mitt Jtzigen Georg Eckart ahngefange(n), 
8. Wahr, Zeugen bewust, oder Je gehöret, daß auf befehlich
HerRn Rentmeisters inn Giessen, der HerR Pastor Zu
grosen Linnden, gedachten Christ Eckart inn seiner hohen 
schwachheit befraget, wie es doch aigentlich mitt disser 
Sachen bewanndt, vnnd ob dieselbige vertragen, 
9. Wahr, Zeugen bewust oder Je gehöret, Daß Christ Eckart   
bestenndig dabei geblieben, daß alles geschlicht vnnd ver=
tragen, auch darauf, daß dem allso, gestorben, 
10. Wahr, Zeugen bewust, oder Je gehört, Daß er d(er) Pastor 
sollche sein Christ Eckarts aussag schrifftlich verfasset, vnd 
selbige nicht allein HerRn Rentmeistern, sond(er)n auch
HerRn CaPitain Leutenant, Zugestellt worden, 
11. Wahr daß von dissem allem nicht allein Zu Lindes, sond(er)n
auch ahn anndern benachbarten orttern, eine gemeine sag
vnd leumudt ist,  
                                    Nomina testium 
                              Johann Lenntz,    
                               Georg Peter, Zu Linndes,   
[II, 108, ist auf der Vorderseite leer; die Rückseite enthält im rechten unteren Viertel:]     
     Articuli probatorij  
Georg Eckarten & consort(en) Zue
 Linndes, Beclagten,
        Contra
PhiliPP Schmitt, vnnbefugten
  Clagern p  
[Andere Schrift:]  
Dem HeRn CaPitaen 
Ingeben den 2 t 7briß
     Ao p 1631.  
Daß Examen Aber Ist
  den 22 t 7briß vr=
   gang(en).   
 
[I, 246]  
No. 21. Interogatoria d der gemeine Fragstück
insachen Gorg Eickhards vnd deßen
Consorten [Schnörkel]
              Contra
Philipps Schmiden Scheffen des gerichts Zum Lindieß
beklagten anders theills
1.) Erstlichen Wie Zeuge mit seinem dauffe vnd Zunahmen heiße
vnd Who ehr wohnne.
2) Waß ehr sich Nehrre vnd wie Reich er vor sein Persohn sey
3) Wie Aldt ehr sey vndt wie lange Ehr sei Ehelichen geweßen
4) Ob er auch in einigerleij Acht geweßen oder noch seij
5) Ob Er auch Jemahll Huereij oder Ehebruchs sei beschuldigt worden
Who vnd welcher gestaldt dtaß geschen sein solde.
6) Ob Ehr Zeuge nijmahll sei beschuldiget worden daß Ehr
Ahn verdeichtigen orden außgekundschaftt daß Ehr
seinne Schue Jum(Zum) fenster ehrinauß geworffen, darmit ehr
da fluchtiger habe darvonkommen konnen, vnd Ahn
welchem ordt es gescheen seij
7) ob Zeuge dan nicht gudt wißen trage daß ein solches
von reinem mit Zeugen Qu gantz gemein geschreij vnd
Leuhn muhtts gewesen sei,
8) ob Zeuge dem Clager oder dem Beclagten mit Eijdamß,
Sipschaftt, Schwargerschaftt oder gefatterschaftt ver=
wandt oder Zugethan seii,
9.) ob Zeuge von dem Clager auch etwaß gewinst oder Zu
haben vermeinet ob ehr ihm etwaß verheißen, oder
sunsten Zueiner vergleichung oder verEhrung " erbatten habe,      " sich
10) Ob Zeugen auch Einen nutzen oder Schaden auß dem sigk(Sieg)
habe wan der Clager gewint vnd welcher gestaldt daß
                                                      Zugehn solde  p 
[I, 246r]  
11) ob sich Zeug(e) mit dem Cleger " berad oder berädschlagt habe.   "hiervon
Was er in dieser sachen Zeugen solle oder wolle, vd waß daß sey
12) ob sich Zeuge mit seinem mit Zeugen berad vnd verglichen
habe daß sie einer meinung Zeugen wolden,
13) ob Zeuge Einem theill mehr gunstig Alß dem andern seij
vnd welchem Theill ehr den sigb gunne,
   

       Fragl Stuck vff die Articull

      Vff den .3. Articull.

.1.) Who herro Zeuge daß wiße, ob ehr in der Persohn sej dar
bei gewesen. Ahn Waß vor einem ordt oder Ende daß ge
schen seii, Vnd Wehr mehr darbeii geweßen seij, vnd waß
wider(weder?) dar bei seii abegered worden,
2) Ob Zeuge nicht dar vor halde vnd Wahr seii, daß man von horen
sagen ohnne besondere mühe lichlichen Ligen(lügen) konne, vnd ob da
nicht ein aldt SPruchwordt seij. vndt sei oftt versucht worden 
3 vd 4) Welcher gestaldt Zeuge dar Zu seii kommen daß Ehr ein solches
gehoret vnd so Zugangen seij vndt ahn waß vor einem ordt
vnd Ende daß geschehen vndt ob Zeug allein seii darbeij ge=
weßen oder wehr sunsten mehr dar beij geweßen seij
5) ob Zeugl dar Zu gefordert, oder von sich selber, oder sunsten von Vhngefehr
dar Zu kommen seij [noch ein dick gestr. kurzes Wort] ,
                                        Mit weiderm
                                            Rechtlichem vorbehaldt  p

[I, 247]
Donnerstagk den 22 t. 7briß Anno  C 1631
Seindt in sachen PhiliPs Schmidts, Endteg(en)
Vndt Widder, Georg Eckhardt(en) et Consortes,
Nachbenendte Zeugen, Abermalß, Ihrrer Aijd/t [Rand beschädigt]   
vndt Pflichtt erinnerdt, vorm Meineijdt
Trewlich Verwarnnedt, Sag(en) Nach Wirck=
lich geleistem Aijdt, vf die Vbergebene
Artickell vndt fragstück vnderschiedtlich
Auß wie Volgtt,

 
 
j
f 2
 
   3  .
 
4
5
 
 
6
 
 
 
7
[I, 247r]            
8
# Schwester
hab sein Eldester
Sohn, Zur ehe,
9
10
 

 
 11 . 12
 
13
 
 
j
2
 
 
 
3
 
 
j
 
 
 
[I, 248]              
2
 
3. 4.
 
5
 
 
 
 
 
4
# Vohrmahß,
 
 
 
           mit Chr:
 
5
 
 
6
 
[I, 248r]             
7
8
 
9
10
 
11
  Johanneß Lentz Der erste Zeuge
     ad Generalia Interrogatoria
Sagt Johanneß Lentz vnd wohne Zum Lindis
Zum Lindis[gestr.] Seij Ein Ackerman, Vngefehr
    -----1000 f Reich,
Seij Vngefehr 50 Jar Aldt, seij vngefehr
   31 \Jar/ Im Ehestandt geweß(en),
Sagt wiß von Nichts,
Andtwordt dz geschreij seij gang(en), Aber
   mitt d(er) Warheitt söldts kein Ehrlich man
   vf ihn pring(en)
Andtwordt daß söll Ihm kein ehrlich
   man Nachsag(en) wöldts Auch mit Einem
   Leiblich(en) Aijdtbedewern, dz eß nit ge=
   than habe,
Sagt Nein, wiß hiruon Nichts,
 
Andtwordt deß Cleg(er)s Eijdam seij vnd
   dem B: gehör er Nichts Zue mittfreund=
   schafft Schwegerschafftt od(er) geVatter=
   schafft, Zugethan, allein Jorg Eckhardts #
Andtwordt Nein, nitt j sliem(klein??) Wordt,
Sagt, hab mehr schad(en) vd[gestr.] \Alß/ Nutz(en) darVon
   dan em hab seinnem Schwehr desweg(en)
    j virttell wissen in d(er) Lechelwissen
    geben,
Andwordt, {er habe sich mitt Ihme
   also beredt, dz Christ [gestrichen]} Nein
Sagtt wemß Gott vndt dz Rechtt ge/..
   gönne erß auch,
           ad art(ickel)ls
Sagt Ja,
Sagtt, er wiß dz seines Schwehrs
   Eiden(Eidam), Melchior Weigell von Linden, dz
   geldt beij HaPPeln den(dem) damahllig(en)
   Hern Schuldtheß(en), DePonirt habe,
Andtwordt Ja Daßseij wahr,
               Ad SPecialia vf den 3 t(en)
                   Art(icke)ll,
Sagt esß seij in seineß Schwiger Vatters
   Hauß geschehen, ob Jemandts Darbeij ge=
   west, seij Ihm Numehr vnwissendt, dan
   eß seij lang daß eß gescheh(en) seij,
 
Andtwordtt, Daßstell er beij das
   Gemeine SPrichwordt,
Sagt wie beij Den VohrRig(en) Fragstucken,
    Außgesagtt,
Sagtt eß seij in PhiliPß(en) Hauß ge=
    scheh(en), Da PhiliPs sein Schwehr gesagt,
    er habe kein Kindt mehr Alß sein
    Lentz(en) Haußf(rau), drumb geldts ihn
    Allein,
In              Ad art(ickel)lo . ,
Sagt, nach wie Vormahlß, deß geldts
   weg(en) hab er sich # mit VohrRigem Hern
   Schuldtheß(en) HaPPeln, Verglich(en), dz
   er Zuefriden gewehst, vndt sich
   daruff weg(en) Deß Ackerßhalben,
   st..tt[gestr.] Eckhardt(en), Vertrag(en), vndt ver=
   glich(en),
Sagt Den Schuldteß HaPPell seij
    beim Vertragk gewest, wehr mehr
    darbeij gewest, seij Ihm Vnwißlich,
Andtwordtt Eß seij Viell lang(en)
    gewest, {seij tt hr [gestr.]}, Seinß behaldts
 
Sagtt, Ja,
Andtwordt habß gehördt, seij Aber
    nitt Darbeij gewest
Sagtt wie vohr, habß gehördtt,
Sagt habß Auch gehördt, vndt haldts
    vor wahr,
Andtwordt Ja, eß seij An Allen
    ordt(en) Diß ordts RuchtPar,

            Endt Also, Vndt Ist ihm sein
              Außsage Ingeheim Zuhaldt(en)
               vfferlegt     E,
 
     George Petrj, Der and(ere)
              Zeuge,
        ad Generalia Interroqatoria,
1
2
 
3
 
[I, 249]              
4
5
6. 7
8
9.
10
11
12
13
 
 
 
j
 
2
 
 
3
 
 
 
 
j
 
 
[I, 29r]                
2
 
3. 4
 
 
 
5
 
4
 
5
6
 
7
8
 
 
9. 10

11
Sagtt Jorg Petrj, Wohne Zum Lindis
Andtwordt, Ackermanß Arbeitt \Nehr er sich/ Reich
    genugk Zum Zeug(en),
Seij vngefehr 40 Jar Aldt, vndt In
    die 20 Jar Im ehestandt gewehß(en),
 
Andtwordt, Haldt Nein,
Sagtt Nein, wiß von Nichts,
Sagt Nein, wiß Auch von Nichts,
Sagt Nein mit Vorstellern nitt,      [Um die Nummern 8 -12     
Sagt gleichfalß Nein,                    ist links eine Klammer         
Wiß von Nichts,                            gezogen.]      
Andtwordt Eij Nein
Sagkt Ebenmessigk Nein,
Andtwordt eß seij Ihm Einner solieb
    Alß d(er) And(ere), gönß Dem d(er) Recht habe,
 
In        Ad art(ickel)ls.
Sagtt Ja, habß weidtleufftigk ge=
    gehördtt, stelß an sein ordt,
Andtwordt, Ja habß von seinnem
    mittZeug(en), Auch sonst(en) gehördtt,
    daß dz geldt hinderlegt gewest,
Daß hab er etliche mahll von Phi=
    liPß Schmiden, Vndt Auch Johanneß
    Lentz(en) gehördt,
        Ad sPecialia vf den 3 t(en)
              Art(icke)ll:
Sagtt Habß vnderschiedtlich gehördt,
    beij HaPPeln s:, vndt Auch an mehren
    ordt(en)
 
Andtwordt, Habß \oftt/ gehördt, Ihm \Zeuge/ aber
    thue eß nit Nodt, Daß er Lige,
Andtwordt d(er) Vertrag seij In HaPPels
    deß Hern Schuldteß(en) Hauß, beijsein Zeug(en)
    Deß Hernn Schlol(Schultheßen) Item "Henß"[2 Worte ineinander geschrieben] Lentz(en), vndt
    Christ Eckhardts, gehaldt(en).,
SagtJa[verbessert] \,,er"/ seij DarZue beruffen word(en),
                Ad art(ickel)ls:
Andtwordt, Eß seij ein Lange Zeit,
    doch mein er eß seij gescheh(en),
Andtwordt Ja,
Sagtt Ja, er habe Lang still ge=
    seß(en),,
Andtwordt wahrsein
Sagtt \,,Ja"/ hab darvon gehördt deß
    Pfarhern Schrifft werdis Auß=
    weijß(en),
Stelß An sein Ordt vndt vf Deß
    Parhern Zeugknuß,
Sagt Ja, 
       Endt Also, vndt Ist ihm still
        schweig(en) vfferlegtt,

[Die Seiten I, 250, beidseitig, und I, 251, vorne, sind leer; Seite I, 251r, Text kopfstehend:]   
Interrogatoria Vndt Fragstuck
deß vorsichtigen vndt weißen Philipß Schmidten
gerichts SechePffen Zu Lindes vhnschuldigen Beclagten

                 Contra

Georg Eickhartten vnd seinne mit beschribenne gantz
ohnbefugte Clagere daselbsten p  
[Andere Schrift:]
Dem Hern CaPiteln(CaPitaen?, CuPiteln?) Ingeben 
     den 13 t 7briß Ao p 1631

den 22t 7briß ergingk dz
    Examen,
[Die folgende Seite I, 252, ist die letzte Seite von Buch I; sie gehört ins Jahr 1651.]    
 
[II, 109]      
Ehrnuester vmdt Manchaffter Auch vorsichtige vndt Wol=
weiße Furst: heßische Hernn Schuldeiß vndt SchePffen des
Centgerichts Zum Lindes gunstige Hernn p    
Denselbigen ist in gudem andencken, waß sich wegen schulden
vndt d(er) nicht Zahllung vber gorg Kaußen vndt deßen Erben
mich ohnlangst er klagt, vndt darvff den 14 Aprilis dießes
gerichtlicher bescheidt ertheillet worden, dieweill der
printipall schuldenner im Heren Ruhendt, vndt deßen 
erben Zu dießem gerichts standt gehorig so sollen dieselbigen
der gebuhr auch darZu Citiret werden,./. 
Demnach ist mein fleisiges bitten dem gericht bekande
im Reicht gegrundte hier Zugehorige Erben der ordtnung
vndt dem Reichten nach, oder wie das sunsten, andießem
gerichte am fuglichsten, gescheen kan soll od(er) magk  
Die Zu dem nehern gerichte Zu Citiren, die Clag ahnZuhören 
so ihnen vonnoden, Andtwordt dar auf Zugeben, vndt
Endtlichen daß vrttell, dergewohnheidt nach AnZuhoren
mit der verwarnnun, daß in ihren Vhngehorsam oder
außen bleiben, die Clage vorbekandt angenommen
daß vrttell publiciret werden sollen, sich darnach
haben Zuachten, vndt waß vernner die nodturfftt vndt
daß Reicht erfordert, hiermit bittent vndt gebetten
haben will. p   
                                 Marcreta Hentzenbergerin  
                                 wittib Zu wetzFlar p   
[II, 109r; nur linkes uneteres Viertel beschriftet:]      
Reichtmeßige Bittschrifft 
Marcreda Heintzenbergerin
Wittib Zu wetzflar p  
      Contra  
Gorg Kaußen S. Erben daß
die Zum neheren an den gericht
Zum lindes erscheinen mußen 
     Citation  
[Andere Schrift:]    
      Presentirt  
      den 3 t 8briß
       Ao p 1631, 
Vndt seindt Auch Kauß(en)
beider döchttermenner
von Linden vndt Leitgestern
In schrifften Citirt vndt
mitt Henrich Leinwebern
Hoifman von Lind(en) vberschickt
worden  

11.05.1632        
[II, 110. Alle Einfügungen in anderer, "einfacherer" Schrift.]     
Vor Euch denn Ehren Vesten, Manhafften, Wohll AchtParn Vornehmmen,
vor sichtigenn, Vndt wollweijßen Herrn Schultheißen Vndt schöffen
diß löblichen, Vnndt Starck gehegten, Cint gerichtß Zum Lindeß,
Erscheinet Abermalß der Vorsichtige Vndt weijße Phillipus schmit    
Alß deß Eldeste mit glitt diß gerichts HochVerVrsachter C:
Endiegenn Vndt wieder Christ Eckharts Erben rechtschultige
B: RePetiret Anhero kurtzlich daß in Anno 1614 Jegen Vnndt
wieder Christ Eckharten den 14 T. 8briß alhier erhaltene
Inter locut mit seinen Klaren Inhalte, Vnd uberall der. B.
Eckhart deß malß in Vnfug aPPelirt, so hat er doch den
sachen der gebühr nit nach gesetz(en) sondern ,,{[darüber in anderer Schrift eingefügt:] Fl vrttel,,} in sein Crafft 
er waschen(wachsen) Laßen, Vnd daß C. dero Zeitt die Execution
nit gesucht, ist Vrsach daß der hier in Beclagte Eckhart
Jegen ihnn Phillipusen, auch ein sach erhalten gehapt, darin 
er auch in Ruhe gestanden, Vnd der Execution nit begehret,
biß nach seinem ,,\Christ(en),,/ toidt seine Erben die Jetzige B. solche
aller erst vber So viel Jahr gesucht, Vnd auch erhalten, 
Daß er schmit ihnnen, Ihrreß Vatterß erhaltenen Vncosten er
stadten Mußen, Ist nun diß nach so Viel Verlauffen Jahren
billich, so muß es Ja vermög Vrttels ,,\Hirrin,,/ auch Recht sein, waß
Jtziger C. vff Christ Eckharten erhalten, ihm solches, auch
Zu er statten von Rechtß weg(en), Vnndt ob die B. schon Vor
geben, eß seij die sach mit rath, wissen vnd willen Phillipus  
schmites, deß befugten C. Zwischen dem B. Christ Eckhart(en).  
vndt Johannes Lentzen Vertrag(en), Vnd nach ergangenem Vrttell
vffgehaben so ist doch solches erDicht, vnd von C. Imgeringsten
nit gestanden, deß wegen Ihnnen d(er) beweijß den 8 t(en)
octobris Ao p 1629. vff erlegt 
[II, 110r]     
Damit ob sie die Be. nach langem VerZueg schon Johanneß Lentzen Vndt 
Jeorg Petern Zue Zeugen angeben, Vnndt erstlich Ex officio
Vnndt folgendts vff Artuckell Vnd frag stuck abhoren Laßen,
so ists doch Rechtenß, daß einß Zeugenß außsage in sein Eigen(en)
sachen gantz Nichtigk verwerfflich, Vnd nit danuff Zu 
Vrttelln seij so dan Johanneß Lentz, der erste Zeug 
Offendlich ein sach walter in der Haupt sachen ist, so kan er
Darin kein Zeuge sein, dieß seitzß sich vff Recht geZogen, waß
dan Jeorg Petern den Andern Zeugen belangt, der selbige  
sagt, er Könde von Vertrag Eigendlich nichts sagen, doch,
Duncke ihn, sie seijen in HaPPels deß Herrn schulteißen
Hauß beij ein ander gewest, der Alte schmit seij aber nit
Darbeij gewest, er wiß auch nit, ob sie deß Vertrags Einigk
Worden   oder nicht,  Alß dießer Zeug Volgents vff
Artuckell, Vnd frag stuck abgehörett, da sagt er Viel
anders, Vnndt sagt oder bekent, Zwar er seij beim Vertrag
gewest, Kundt aber mit keinem Einigen wordt sagen, daß 
der schmit darbeij gewest, darumbgewust od(er) darin ver
williget habe., weildan nun der Sachwalter Johanneß  
Lentz gantz Vnd gar keinne mit stim hat daß d(er) vertrag
mit seines schwehes Rath geschehen, so ists vnd bleibtß Also
nichtigk vnd kan darauff, Vffs Neuwe nit ferner ge=
vrtteldt, sondern vermöge Rechtenß sein lentzen außsage,
Zue grundt hierin verworffen, vnd Alß nichtigk hindan
gesetzt werden Muß, von Rechts wegen  
Daß also form Rechtens ,,\Hirin,,/ nichts mehr beweist, dan daß Johanneß 
Lentz der sachwalter #{[links am Rand:] # selbst gestehedt} daß von Phillipus schmiten in der
HauPt sachen hinderlegtes geldteß Ingenommen hatt
[II, 111]     
Vnndt ist billich weil er darZue kein gewalt gehapt, auch 
deßen kein fuegk oder Recht gehapt, daß er solches wider,
herauß Zue geben, Vnd an sein Ordt Zuerstatten schultigk
ist,  
Dero wegen rePutiret, C. sein wohllerlangtes Vrttell
vnndt weil ohnne Execution, die Vrttell kein Nutzen Pringen
So bitt HochVerursachter {C. solches [gestr.]} vnd vermöge ange=
meldten Anno p 1614 2. ertheilten Vrttelß befugter C.
solches wohll gesProchenes Vrttellß Inhalts, Vndt bitt 
selbiges Zu schutzen, Vnd nach mals in Recht Zuerkennen 
Daß solches billich Exequiret werde, Vnd die Execution
wircklich darauff er folge mit erstattung alles
ersten Vndletzten Instandts hieruff gewanden Kosten
vnd schadtenß stelt hiermit Zue Recht Vnd bitt
vmb Vrttell  
                   [Keine Unterschrift]   
[II, 111r; linkes unteres Viertel:]        
Rechtliche
Wiederlags Vnndt beschloß.
 schrifft Herr Philipß Schmiden  
       Zum Lindiß befugten  
          Clager.   
       Contra
Georg Eckharten Vnndt
 seine Mitterben alle
        Zum Lindeß. /. 
[Andere Schrift:]   
   Ingelegt Zum
  Lindiß Freitagß
den 11 t May Ao p  
    1632    
 
20.06.1632     
[II, 112]       
Vber Zue Vohr, v. gl. fl. vndt Hernn  Zue Hessen p
Auch sonsten mir vfferlegte gelubte, Gelobe,
vndt Schwere Ich Jtzo Zue Gott, vndt seinnen
Heijligen Euangelien, Daß Ich nun hinfuro, 
Soll vndt Will, Diß Gericht, an Vnderschiedtlich(en) 
Darzue verordtenedt(en) Staedten, Erbarlich,
Trewlich, Vleissigk, vndt in And(er)mein sach(en),
vnnachlessigk #{[Links am Rand:] # jderZeitt ersuchen,} besitzen, v. gl. fl. vndt Hernn
Zue Hessen p Hochheitt, Herlichkeidt, vndtt
mir bekandte gerechttigkeitt, So viell mir
Immer mögklich, helffen Handthaben, vndt
weijsen, Keinner Parteij, vndt meinigk=  
lich, so Am gericht, Anhangende, od(er) schweben=
de sach(en) haben, Jegen die Andere, Rath,
od(er) Ahnweijsung geben, od(er) dieselbige d(er)
Andern Zue Nachtheill Verwarnnen, Sond(er)n,
beider Parteijen Ein, vndt VohrPring(en), mitt
Allem mögklichen Vleiß anhöhrren, Vndtt
Vernehmmen, Nach beschluß, der sachen, auch,
nach meinem besten Verstandt, Rechtmessigeß
Vrttell, od(er) bescheidt, Daruber weijsen
vndt sPrech(en) Helffen, Vndt Daß nitt vnd(er)= 
lassen, umb Liebe, noch Leidt, freundtschafft
noch feindtschafft, Sipschafft, od(er) gunstiger
NachPar, od(er) geVatterschafft, Gunst, forcht,
Verheiß, od(er) beijgelegte Verehrrunge, 
geldtß, od(er) geldtßwerth, od(er) anderß Icht=
waß, so sich Nutzenß vergleich(en) möchtte, auch
Im Vrttell od(er) bescheidt geben, mitt keinnen
sondern Zue fall mach(en), Auch Die Heimb=
lichheidt Deß gerichtß, vndt waß Darin
Einmahll beschlossen, Allein Niemandtß, offen=
bahren, Sondern Also In geheim haldtten,
{Ohnne Alle geVehrde/. [gestrichen]}  
[II, 112 r]   
biß Zue gesamPter offendtlich(en) Publication,
Oder, biß in {sein[gestr.; darüber:] Mein} grab, Auch Sonderlich
Alleß daß Zue thun, vndt [zu endt gestrichen, das darüber eingefügte Lassen ebenfalls dick gestr.] haldtten,
waß einem Erliebend(en) Scheffen, Eigenet
vndt wohll Anstehedt, So wahr mit Gott,
vndt[gestr.] sein sehligkmachendeß Wordtt,
vndt Die Heijligen Euangelien Helffen
/amen, 
[Im unteren rechten Viertel steht naoch:]   
        Scheffen Aijdtt,
        Ist Ao p 1632. den 20 t
        Junij, Friderich Hoiffman   
        zue Heuchelheim Am erst(en)
        vorgelehß(en) hadt Auch den
        Eijdt Daruf geleist p   

17.10.1633    
[II, 113]  
[Das Blatt war senkrecht und wagrecht gefaltet.
In diesem Viertel findet sich über der wagrechten
Faltlinie kopfstehend:]
  


 
 
 
 
 
 
 

Cintß Rugen Ao c 
1633 Im Herbst
InPracht c  
 
 
 
 
 
 
 
        n 13
 
 
 







[, 113r]
      
           Rugenn
An Dem Cintgericht Zum
  Lindiß, Inbracht Am
  Cintgericht den 17 t
  Octobriß Ao c 1633, 
 
          Giessener
Deß HosPitalß 3 Megt,
  haben vfm Keulgeß
  graben, in Tischbeinß
  Wiessen gegrast,
Henrich BoPPen dochter
  In d(er) aw, in Herr Baltz=
  er Ruß(en) korn gegrast,
 
         Lindisser,
Johanneß Meckelß Magt,
  vfm Wolffurdt, In
  Eberdt Schmal(en) korn
  gegrast,
Harguß Beckerß Witwen
-- Magt, Am Bachweg In
   korn gegrast,
Jacob Jung(en) Magt vffm
-- Keulgeßgraben, grast
Conradt Jung(en) Magt, Im
-- vnderst(en) genswinckell
    vfm graben gegrast, 
Dongiß Annen Magt, Am
-- Mittellweg, vfm grab(en)
   gegrast
Georg Peter Am Wetzflar
-- weg mit den Pferden
   gehudt,
 
            Lindeß 
Johanneß Lentzen docht=
   ter, Am Wetzflarweg,
   In deß Butzbecherß weitz(en)
   grast, 
Valentin Wagenerß docht=
-- ter, vfm graben Im
    Genswinckel grast, 
Georg Peterß Magt, im
-- oberst(en) genswinckell
   vfm graben Grast, 
Melchior Lentzen Magt
-- im vnderst(en) genswinckel
   vf dem graben grast, 
PhiliPs Eberdtß frawe
-- vf der Wasserfal, am
   Wege gegrast,
Christ Henckelß frawe 
-- daselbst(en) gegrast
Georg Zuß mitt den Pfl: (Pferden)
-- am Wetzflar wege
   gehudt,
Cloß Weijgelß Sohn,
Dongiß Annen Sohn,
Jacob Jungen Sohn,
Georg Peterß Son,
      vndt
Jost Kausen Sohn
diesse 5. haben mitt Karn,
   durch Schawdantz(en) graß,
   in d(er) Newen Wissen
   gefarn,
Conradt Voigtsberg(er) d(er)
   Gisser Scheffer hadtt
   mit d(er) Herdt, in d(er) Aw,
   Zwisch(en) den korn Haust(en)
   gehudt,
Der Lindisser Scheffer, hat
   In d(er) Linderbach In
   wissen gehudt,

xIm Lindisser Zirck
      Id(er) Rug 4 1/2 alb(us) c  
Johanneß Lentzen schwein
      In Zendtgarb(en), gang(en)
Melchior Lentz(en) Schwein
      In d(ie) Haber gang(en),
Hanß Eckhardtß schwein
      Im Korn gang(en)
Ludtwig Hardtmanß
      schwein Im Korn ge=
      gang(en),
Johan Meckelß fraw,
Jacob Jung(en) Magt,
Conradt Jung(en) dochtter
Melchior Lentz(en) Megtg(en)
Harguß Beckerß
      dochtter,
   diesse 5 Person hab(en)
   den verbottenen weg 
x  vber den Ham vndt
   vber weidtershauß(en)
   Acker, durchs korn ge=
   gang(en) 

1634    
[II, 114]  
   Rugen So Johan Hamner Cintgerichts
   dienner vndt Veldtschütz, von ostern biß vf
   Michaelj Ao .c. 1634 In Pringt,
Georg Peterß Magt, Im vnderst(en) genswinckell
--      vf dem graben grast
Idem Jorg(en) Jung hadt Am Wetzflar Weg mitt den
--      Pferd(en) gehudt,
Valentin Wagenerß Dochtter hadt vf dem grab(en)
--      Im genßwinckell gegrast,
Idem Magt hadt Im fludtgraben vfm grab(en)
--      gegrast,
Conradt Jungen Dochter hadt im Obersten genß=
--      winckell Im graben gegrast,
Idem Conradts Haußfraw, hadt vfm Fludtgrab(en)
--      In Dem graben gegrast,
Johanneß Anthonniuß Magt hadt vfm Fludt=
--      graben, vf dem graben gegrast
Abell Petrj hadt mit den Pferd(en) Im Giesser
--      veldt gehudt,
Idem Abelß Haußfraw, Im vnderst(en) genß=
--      winckell In Wissen gegrast,
Jacob Jung(en) Magt, hadt Im Oberst(en) genswinck=
        ell vf Henrich Pistorß Haber gegrast,
Johan Dodt(en) Haußfraw, hadt vfs Hospitalß
        Kornacker Im Genßwinckell gegrast
Melchior Lentz(en) magt, Im genswinckell An
        dongiß Dridorffs Wicken gegrast,
Christ Henckelß Haußfraw, hadt Im Genß=
--      winckell Im graben gegrast,
PhiliPs Eberdts Haußf(raw), Auch Im Genswinckel
--      Im grab(en) gegrast, 
[II, 114r]    
Ludtwigk Hardtmanß Sew, vf Johanneß Meck=
        elß Möhrn schad(en) gethan,
Jacob Voigtßberg(er) Kuhehirdt hadt mit d(er) Giesser
        Herdt viehe, Lang vohr Michaelj vber die
#      wissen # {# vor den AsPen geleg(en)} daruff dz grometß graß, noch ge=  [Die Einfügung ist links in den Rand geschrieben.]    
        stand(en), vf j HaberAcker vohr die AsPen
        gefahrn
Idem hadt mit d(er) Herdt Kuhe[gestr.]\Schaff(en)/ In d(er) Aw, daß gantze
        veldt beij d(er) Eselßweide gehudt, ehedan die
        Haber Alle, Auß dem selben veldt vfgehaben(hoben?) 
        gewest
                    Newe Centner   [Das Folgende ist gestrichen:]   
        Gerlach Hamelß Wit: hadt vmb Schwalbach(en)
              Lendereij Endtnommen
        Ludtwigk Fledt, hat vm Ludtwigk
              GauPPen dochter, Lendereij Ehe=
              steuer bekommen,     [Bis hierher gestrichen.]    

[Das Blatt war senkrecht und wagrecht gefaltet; in den unteren beiden Vierteln steht in vielen verschiedenen Schriften:]   

Rugen Dem Centgericht       Rugen Im    [2. Schrift]  
  Zue Lindes                        im Cintt Ao  c  1634./.     [3. Schrift, wohl dazwischen eingefügt.]
[In Schönschrift]                     Im Herbst,
                                            im sterben                  [Ganz klein über "erst" geschrieben; 4. Schrift.]   
                                       Allererst Ao c 1636./. den   [Schrift der oberen Blatthälfte.]  
                                          12 t Maij, Am gerichtt
                                         Zue Lindiß Einbracht c    
    n  14 
 
                                      Nota
                                      Georg Kauß Erben,
                                      V(er)schreibung Ist in mein
                                      schwartz(em) Carnehlg(en)

1635  
[II, 115; Langes halbes Blatt:]                                                     [II, 115r]
       Rugen Im Cindt Lindiß Ao 1635, 
       Frulingß= vndt Herbsts Zeitte   c   
George Peterß Pferde, Im
    x  Hesseler, vfm Korn=
        Sahmen gang(en) Im schadn,
Hanß Lentzen Pferdt, des=
    x  gleich(en), Am Wetzflar weg,
        vfm Kornsahmen,  c 
Melchior Lentz(en) Pferdt, Auch
       Alda vfm Kornsahmen,
       schaden gethan,
Conradt Jung(en) Pferde,
   x  Auch An Obgesetztem
       Ordt, vfm Kornsahmen
       schad(en) gethan,
Ludtwigk Hardtmanß
   x  Pferdt Im Genswinck=
       ell vfm Kornsahmen,
Jacob Jung(en) Magt, Hadtt
   x  im öberst(en) Genswinckell
       In Schweitzersch Henrichs
       Habern, gekraudt,
Dongiß Annen Magt hadt
 ---  Im Genßwinckell vf dem
       graben gegrast,
Conradt Jung(en) Dochtter
 ---  hadt auch vf solchem
       graben gekraudt
Johanneß Lentz(en) Haußfraw
   x  beim beumg(en) In dess
       HosPitalß 3/4 Korn ge=
       kraudt,
Jorg Peterß Haußfraw, Auch
   x  in ermeldtem Korn ge=
       kraudt,
Christian Henckelß fraw,
      hadt Auch In gedachtß Ho=
      sPitalß Korn, gekraudtt,
PhiliPs Eberdts Haußf(raw)
      Auch in ermeldt(em) Korn
      gekraudt, vndt da vmb hehr,
Ludtwigk Zuß(en) Haußf(raw),
      hadt Im Genswinckell
      Im Korn gegrast,
PhiliPs Ebertß Haußfraw,
 ---  beij best Hardt(en) olenmen(?) In
       In d(er) wasserfall gegrast,
Conradt Jung(en) dochtter In d(er)
 ---  Aw, In den grab(en) gegrast,
Jacob Jung(en) Magt, dergleich(en)
           Newe Centner,
    Bernhardt Werx,   [gestrichen]   
    Johanneß
       Georg Nöln Eidam,     [gestrichen]  
                      Johanneß,
            Roßbachß Eijd(am)[gestr.]   
     Aßman Möller, vor der Newstadt  [gestr.] 
Nota, Russen Erb(en)  c  
      Henrich Schmall[gestrichen]  
      Henrich Strunck,   [gestrichen]
      Johan Melchior Jox[gestrichen]
      Marx   [gestrichen]   
      Baltzer Ruß(en) Haußfrawen
         Schwester Annae,  
[II, 116; Langes, halbes Blatt, das gefaltet war.]    [II, 116r; obere Hälfte kopfstehend.]     
Conradt Ferberß Soh/n [Rand beschädigt; gestr.]  
Conradt Ferber Hanß [gestrichen]  
    Ferberß Sohn
 
Her Jost d(er) Pfarherr Zue
     Lotzelind(en)
, hadt Hanß
     Ferberß dochter
  [Eintrag gestrichen] 
 
[Das Folgende ist durchkreuzt:]   
Henrich               d(es)
   Malckeß(en) Eidam,
Johan Eberdt SchuP, von
   Staudenrauß Wittwe
   geerbt,    [Bis hierher durchkreuzt.] 

Hanß Seip Johanneß
   Seippen Sohn    [Eintrag gestrichen.]  
Rugenn p vndt Newe Centner deß
Centgerichtß Zum Lindiß,
   Anno c 1635 daß
gantze Jar, vndt Dan
  Anno c 1636 biß
  Vff Ostern,
InPracht Am gerichtt Zum
Lindiß, donnerstagk den
12 t Maij, Ao c 1636 ./.
 
   n 15 
 
[Unter Hälfte, normalstehend:]
  Newe Centner Lindis  [Alle einzeln gestr.]  
Emrich
Johanneß
          Giessen
Lorentz Laub
Henrich                       Muß(en) 
Conradt Ferber
PhiliPs Ferber
Henrich Schneid(er) 
Johan Conradt Seltzer
Johanneß Hardt
Johanneß Plidtt
  Her Jost Hin PfarHer zue
              Lötzelind(en)

[I, 141]
1636
N° 18   [Mit Bleistift nachdatiert: "1636 - 1660"]
Verzeichnus von Ungehorsamen Centhner
welche nicht = oder durch Kinder erschienen
so ohnehin verbotten, nebst beijgelegten
Zettul so sich entschuldiget haben, ferner
ein Befehl beij Straff Zu erscheinen
             item
Ist hinbeij ein besonderer Einschlag
     von Neuen Centhnern   [Rest der Seite und Rückseite leer.]

[I, 142]
Verzeichnüße von Neuen Centhnern          [Rest der Seite und Rückseite leer.]

[I, 143; schmaler, langer Zettel in schlimmer Schrift; viele Nachträge; viele Streichungen:]   
       den 12ten Maij,
    Aop 1636,  Newe
       Centner Im
         frulingk  
An stadt Hanß Dridorffs Wit:   [Vor dem Eintrag ein unterstrichenes Quadrat]    
    Hanß Ihr Son                    [Eintrag durchkreuzt]   
An Stadt Bernhardt Kangiserß,  
    Witwe, Ihr 2 Kind(er), 
An stadt Johanneß Roßbachs
    j Sohn, vndt 2 dochtterman, 
    {Johan Stubenkonigk [dick gestr.]} vndt
    Johan Hilgertt,
Not disser Hilgert pleibt vor sich
    Außstehen [Diese beiden Zeilen später klein dazwischen geschrieben.]  
An Stadt Johanneß SeiPPen
    Hanß Seip, Centnerß Sohn, [Beide Zeilen des Eintrags gestrichen.]   
An stadt Hanß Ferberß sein sohn 
{Eidt geleist [später]}Cunradt Ferber, vndt Herr
    {Jost Hin, Pfarher [gestr.]} p    It(em)  
    j dochterman Hanß Melchior  [Diese Zeile ist gestrichen.]   
    Löber  Auch Johanneß
    Renner, vndt Henrich Schneid(er),  
    u Kind(er) vormunder,  [Diese Zeile klein dazwischen eingefügt.]    
Not
 stehen [Diese beiden Worte sind ebenfalls ganz klein über dem nächsten Eintrag eingefügt.]    
An Stadt Jorg Ortenbergks,
    sein dochterman, Jorg Schneid(er),   
        stehet Auß [eingefügt]   
An stadt Jorg Schneiderß,
    Adam Hoifman, vndt 2 [Zeile dick gestrichen]     
    Stein(?)[gestr.]  Asman Möller, so 
    die gutter In Leijhe hatt[verbessert]
stehedt Auß, [Später dazwischen geschrieben.]  
An Stadt Jost wirmbsers[Zeile gestrichen] 
    Cunradt wogener[Zeile gestrichen]   
An stadt Asman Seibelß,  
    Lorentz Laub[Beide Zeilen gestrichen]   
An Stadt Jost Kitschl(ein)  [gestrichen]   [FBG, 2080; Kitz, Kitsch Ketsch, Keutsch, Kutsch; # 26.09.1635]   
    Nicklauß Michell   [gestrichen] 
             Nickell     [Die Folgenden sind nachgetragen:]    
An Stadt Dr: Stauffenberg=
    gerß, 2 seiner Söhne,  [Beide Zeilen gestrichen]   
An Conradt Ferberß stadt, {(?)Fein  
    sen Philips [gestr.]}, vndt Johan Jost,
    Haberkorn, Ist Henrich Schmidt
      vormunder, 
Henrich Schmall, Centnerß Son  [Zeile gestrichen]   
[I, 143r]     
       An Stadt Daniel Stomß                [Vmtl. FBG 4292; Daniel Stamm, Rentmeister; seine Witwe
           witwe Ihre Söhn                       wurde am 05.10.1635 begraben.]      
Pleiben stehe p  
An Stadt Reinhardt Stauden
    rauß, witwen
Pleibt stehen 
 /Johan Conradt Seltzer
- Johanneß Plidt
 \pleiben stehen 
An Stadt Gerhardt Scheffers 
    witwe,
Hanß Röder,  den eidt nit geleist   [Zeile gestrichen]    
Chrafft Löber   [gestrichen]  
Abraham Gabrihehell  Pfarher 
    Zue Creist(?),   [Beide Zeilen des Eintrags gestrichen.] 
       Die And(er) döchter stehen Alle
                                       vor sich  
An Stadt Henrich Tischbeinß  
    Wittwe,   [Beide Zeilen gestrichen]    
Bernhardt Werx  [gestrichen]  
Anthoniuß S[mit großem Schnörkel] [gestrichen]    
Johan Daniell Schwab,   [gestrichen]   
    den Aidt nit geleist, [nachgetragen] 
 
An stadt Henrich Bermer(?)  [gestrichen]  
    Witwe, Johan Eberdt 
    Germer zue Wetzflar[dünner Schrägstrich durch die beiden Zeilen.]   
Johan Eberdt SchuP[gestrichen] 
Henrich
   d(er) malkeß(en) Eid(am)  pleibt steh(en) 
Johanneß Ludwigk Fledt    [gestrichen]   
   deß Nöl(en) Eid(am)      [gestrichen]    
Asman Möller;                 [gestrichen]   
[I, 144]   
          Lindeß 
Emrich Kremer             [gestrichen] 
Johanneß Schwetzer,    [gestrichen]   
Johanneß Pull, Zue 
   Allendorff Centnerß
   Son,  Eidt geleist   [Alle 3 Zeilen des Eintrags gestrichen.]   
Johanneß Burck Zue 
   Allendorff Centnerß Sohn 
     It(em) Eidt geleist,  [Ebenfalls alle 3 Zeilen gestrichen.] 
Johanneß Heß Zue                  [gestrichen]   
   Loizelind(en), den Eidt ge=   [gestrichen] 
   leist,  
            Nota
/  Johan Stuben Konig        [gestrichen]   
l b M Abraham Gabirhehll[gestrichen]         
l B. M Jost Hain Pfarher Lotzelind(en)      
l    Hanß Melchior Lober     [gestrichen]      
l h Conradt Wogener         [gestrichen]       
l(?) Lorentz Laub               [gestrichen]     
l H Nicklauß Nickel             [gestrichen]      
l    J: Conradt Seltzer  Nehe[später]   [gestrichen]    
l J: Hanß Roder,                [gestrichen]  
l C Bernhardt Werx,          [gestrichen]     
l D J: Daniell Schwob,        [gestrichen]   
l C: J: Eberdt Germer Wetzflar  [gestrichen]    
\ .  Ludtwigk Fledt            [gestrichen]      
        Lindiß
      Emrich Kramer

      Johan Schwez(er),       [gestrichen]
    
Pxt An hir den 3 Oxbriß
           Ao p  1636 /

[I, 144r]     
                      Ao 1636
               New Centner So den
               Aijdt geleist Im fru= 
           Bernhardt werx \ lingk                       [Name gestrichen.]
          Curt wagener        \                        [Der Vorame ist wegen Streichung unsicher.]
Act,    Marx Schuppach   \                       [Schuppach ist später eingefügt vorher, dick gestr.: Demlandt(?)]
     
      Johanneß Hardt,    \ steh(en) im
           Conradt Ferber
     /  Cataliun
           Lorentz Laub
,       /                       [Name gestrichen.]       [FBG, 2359]  
       
   Nicklauß Nickell  /                         [Name gestrichen.]
         
Johannes Hardt /                          [Name gestrichen.]

      
    Johanneß Heß von Loize
                   lind(en)
         
Her Jost Hain Pfarher
          Johanneß Pul
          Johanneß Burgk
                          [Die letzten vier Namen und das Datum sind mit zwei diagonalen Strichen durchkreuzt.]  
 
    den 12 T 8bris Ao p 1636
          Vngehorsame,                           [Der Rest der Seite ist leer,]   

[II, 117. Das Blatt ist senkrecht und wagrecht gefaltet; linke und rechte Hälfte sind getrennt beschrieben worden:]  

[Das linke obere Viertel der Seite ist leer.] Rugen Im Cindt,
Ao c, 1636 Im Herbst
den     t octobriß,
 
Her Conradt Rinnen
    Scheffer, vohr d(er) Lindiß=
    ser Hege beim AsPen Im
    Grommet In wissen
    gehudt 
Idem Scheffer In d(er) Linder
     bach in Schwalbachs wiß(en)
     Im Grommedt gehudt,
Henrich Lonii Scheffer,
     vfm Keulgeß graben
     Ludtwigk Schaffenern
     Im Grommedt gehudt, 
        Ruggen Anno
          1636
Im Herbst, Am Cintgericht
den     t Octobriß, durch
Johan Haimnern den Cints=
schützen Rugbar Vohrbracht,
 








                                                            Michel Braune/
Idem Scheffer vf d(er) Esels=
     weide In Herr Henrich
     Schmidtß wissen gehudt
Idem Lohnniß Scheffer mit
     d(er) Herdt beim Weijger
     In den wissen gehudt
Idem Scheffer mitt d(er)
     Herdt, In d(er) Aw In den
     den Kornhaust(en) in den
     StoPPeln gehudt,
Conradt Voigtsbergerß
     Sohn, mit d(er) Herrdt Schaff(en)
     In d(er) Aw, zwisch(en) den \Korn/Haust(en)
     In kornstoPPeln gehudt,

[ganz winzig in anderer Schrift.] 
[II, 117r]     
Idem Voigtsbergerß Sohn
      mit der Herdt Schaaffviehe
      In den Wissen beim weng(en)
      gehudtt, 



Der Lindisser Kuhe Hirdtt
      Im Giesser ban In der
      Bicker lach(en), In den Wissen
      gehudt,
Idem Hadt mit d(er) Herdtt
      Viehe Am Bachwege
      gehudt,
Conradt Kangisserß[gestr.]\Adamß Magt/ Zue
      Giessen, \kangissers/ hadt beim beumg(en)
      In d(er) Habern gekraudt
deß HosPit[gestr.]  
OPitalß Conradts Magt
      Auch an solchem Ordt In d(er)
      Habern gekraudt,
Ob solche Mishandellung(en)
   Rugbar, Pringtß d(er) Schotz
     Also Rugbar In,
Der Schötz bitt beij Richttern
  vndt Vrttellern, Vnderthen=
  nigk vmb den Dienst, 
   Newe Centner im
   Herbst An kommen,
      den 13 t 8briß
           Ao c 1636
Giessen
    Ludtwigk Fledtt


















Lindiß
Emrich Kramer
Johanneß Schwetzer   
[II, 118]   
[Das Blatt war ebenso gefaltet wie II, 117.] 
[In der Mitte dieses Viertels kopfstehend  
später nachgetragen:]  



 
                 1636
            im Herbst
 
                n 16
 
 



 
 
 
[Dieses Viertel ist leer.]  
 
 
              Rugen
Welche Der Cindtbanß
     veldtschotz, Am Cintge
      richt Zum Lindiß, den
      13 t Octobriß, Anno
          1636, VohrPrachtt

Henrich Lohnniß, Metzger
    Zue Gießen Scheffer
    hadt mitt d(er) Herdtt
    Schaaff Viehe, In d(er)
    Aw, In KornstoPPeln
    Zwisch(en) Den Haust(en)
    gehudtt,
Idem Scheffer hadt vffm
    keulges graben, In
    Ludtwigk Schaffnerß
    wissen, Im Grommet
    gehudt
Idem Scheffer, hadt beij d(er)
    Ehßelß weide, Inn
    Herr Henrich Schmidtß
    Wissen Im Grommedt
    gehudt
Idem Scheffer, mitt der
    Herdt, beim Weijger
    In den Wißen gehudt,
Conradt Voigtßbergerß
    von Giessen Sohn, hadt
    mitt d(er) Herdt Schaffen,
    In d(er) Aw, Zwischen den
    kornhaust(en), in StoPPeln
    gehudtt,
[II, 118r]    
Herr Conradt Rinnen Zue
    Giessen Scheffer,
    hadt, beij der Hege,
    In AßPen, In denn
    Wissen Im Grommedt
    gehudtt,
Idem Scheffer, hadtt
    mitt der Herdt, In
    d(er) Linderbach, Inn
    Schwalbachs wissen
    Im Grommedt gehudt,
Conradt Voigtßbergerß
    Zue Giessen Sohn hadt
    mitt d(er) Herdt Schaffen,
    beim Weiger In den
    Wissen im Grommedt
    gehudt,
Der Lindisser Kuhirdt,
    hadt im Gießner ban,
--  In d(er Bicker Lachen
    mitt d(er) Herdt Viehe, in
    den wissen gehudtt
Idem Hirdt, hadt mitt
    d(er) Herdt Viehe, In dem
--  Gießner Ban, Am
    Bachwege gehudtt,
HosPitalß Conradts, von
    Giessen Magt, vndt
Conradt Kangisserß
    daselbst(en), Magtt,
    haben Allebeide, beim
    Beumgen, In d(er) Habern
    gekraudtt,
      Diß gericht haben
      volgende Newe Cint=
       ner den Aijdt geleist, 
Ludtwigk Fledtt
     Zue Giessen
 
























        Lindiß,
Emrich Krammer
Johanneß Schwetzer 

[I, 145; nur rechte Hälfte der Seite beschrieben.]
1637
   den 12. T Oct: 1637 ./
Verzeichnus Der Centge=
richts Vngehorsame Zue Giesße(en)[gestrichen und hinein geschrieben:] Lindes
Johannes Kandengisßer,
Meßerschmit vor der Wallpforten,    [gestrichen]
Jorg Henrich Steckenroth,             [gestrichen]
Henrich Schneyder,
Hanß Krecker,                                      
[gestrichen]
Conrad Adam                                        [gestrichen]
Ludwig Schaffner,
Hanß Offenbächer
{s Ww}             ["s Ww" in anderer Schrift nachgetragen; "Ww" überstrichen.]
Hanß Hamel,
Johan Ebert Sältzer,
Fischer,            [gestrichen bis auf das letzte, später eingetragene, Wort.]
Baltzer Seipp,                                      [gestrichen]
Philipps Ferber,
       
Lindes,
Ludwig Haupt,
Abel Petri

Emrich Kramer

   
Lützellind(en),
Peter Möller  

[I, 145r ist leer; I, 146:]
    
Neue Centner
Ludwig Haupt von Lindes ./                                                               [gestrichen]
Johannes Kandengießer von Gießen,      \ Nicht erschienen,
Der Meßerschmitt vor der Wallpforten,     /
Johan Georg Bender, Schwach
     Jorg Henrich Steckenroth
,  Nicht erschienen /
     Henrich Schneyder, Nich[g.] Vngehorsam / 
     Hanß Krecker ist ohngehorsam geweßen ./.
              Ohngehorsame Centner,           [Das Blatt ist ab hier durch einen senkrechten Strich geteilt.]  
Cunradt Adam von Gießen,
Die Kayserin,
Cunradt Vetzb[gestr.]
Hanß Offenbecher,
Hanß Hamel,
Henrich Schneyder,
Johann Ebert Sältzer,
Baltzer Gapp,
Philips Ferber,
Cunradt Kuhl,
   [gestr.]
     Lindes ./.
Abel Petri,      [A war zuerst P]
Emrich Kramer

    Allendorf,
 
    Lützellind(en),
Peter Möller
__i    Neue Centner,
Theiß Volck von Allen=
           dorf,
Ludwig Haupt
haben[gestr.] Zue Lindes
diese beyde haben geschworen ./. 
________________________________________
Den 5 T. Aprl  . 1638 . Seindt                       
  Neuwe Centner so ohngeschworen
  vndt Zum Nechsten gericht Zum
  Schweren Sich ahnZumelden,
  befohlen ./.  
Henrich Fritz haltet Ein Acker
 in der Cent ein Bindt ein New
 Centner, 
Item Aßmuß Melchior ./.
 
Wasenmeister Zu Gießen  /.
Henrich Schneyder /  
Hanß Krecker
./.

[I, 146r]      Neuwe Centner 1637
                   Zu Lindes       [Sonst ist die Seite leer.]
[I, 147]
  
                           1637 . /.
Den 12. T(ag) octob: CentGericht zue
     Lindes Gehalten ./.
Haben Volgente Neuwe Centner den
Aydt gelaystet ./.

Theiß Volck von Allendorff /

Ludwig Haupt zue Lindeß . /.
[In Schönschrift fast über die ganze Seite verteilt.]
[I, 147r]    
 Neuwe Centner Zue Lin=
                  des Aop 1637 ./.            [Sonst ist die Seite leer.]

1638
[I, 148, halbes Blatt:]
Verzeichnus der Neuwen Centner
    Zue Lindes Aop 1638 ./.
       Giesßen . /
Johann Adam Kröcker,
Johannes Lentz Zue Lindes,
Meister Hanß: der Scharpffrichter,
    Copiam Ist d(em) H(errn) Renthmeister
        Vbergeb(en)  /
[I, 148r]
Neuwe Centner 1638 ./.
      Zue Lindes / 
[I, 149]
Gerichts Vngehorsame beym
   Centgericht Zue Lindes den
     5.T. Aprilis 1638 ./.
        Giesßen,
Matthias Stall
Gorg Anck
,                      [gestrichen; vor dem Namen:] +
Hanß Offenbachs ww
Cunradt Kuhl

Caspar Gaupen ww
,
Johan Wagners ww
,     [gestrichen]
Henrich[davor eingefügt] Hanß[gestrichen] Pystors Kind(er) Vormunder, 
Cunrad Wagner,  
Johannes Hardt
,
Lorentz Lauben
Kindts Vormunder,
Hanß Drittruffes Sohn,
Hanß Räder,
Hanß Melchior Löwer
{sagt durch Hanß
  Baltzer Dechen hette nichts in d(er) Zenth, [später nachgetragen]}  
       Lindes
Jost Kausen ww,
Gorg Petrs ww
/
     Allendorff
Johannes Burgk ./.
[I, 149r ist leer bis auf Wortanfänge am rechten Rand, die durch die Bindung abgeschitten sind:]
 
     Geri/...
     vndt/...
    
        D/...
[I, 150]
   Verzeichnus der Neuwen Cent=
   ner zu Lindes ahm 18 T. 8brs
         1638 ./.

Meßerschmitt vor der Wallpforten, schwach    [gestrichen]   
Aßmuß Melchior, Ist nicht einheimisch, 
Henrich Schneyder, Vngehorsam, 
Henrich Ebenauw, {Henrich Ebenauw [gestr.]} hat erlaub:, 
Johannes Kandengiesßer, Vngehorsam, 
Ludwig Möller, Centners Sohn, d 
Johan Görg Bender, Vngehorsam, 
M. Hanß der Scharpffrichter, hat zahlt.   [Vor dem Namen:]  d 
Johann Gorg Driederoff, Vngehorsam,
Gorg Jamer, Vngehorsam,
Cunradt Peter vngehorsam[gestrichen], Centners Sohn, d 
Baltzer Weyel, d.  Centners Sohn,
Görg Adam Krocker, hat zahlt,            [Vor dem Namen:]  d  
Johannes Lentz, hat zahlt,                  [Vor dem Namen:]  d  
Baltzer Ahm endt schwach,  
Cunradt Becker, Centners Sohn, d  
Caspar Seipp Vngehorsam                  
     Neuwe Centner 1639
       den 9 T May ./. 
     Jost Eckhardt
     Hans Seipp,  
     Caspar Löber /
     Gorg Henrich Steckenroth
[I, 150 r, ist leer. Ebenso I, 151. I, 151r:]
Centners Söhn
Ludwig Möller,
Baltzer Weyel
,
Cunrad Peter
,
Cunradt Becker
,
____________________________
      Vngehorsame Centner
Anthon Frech
Cunradt Adam,
Ludwig Schaffner,  
Hanß Aßman
Hanß Offenbachs ww,  
CasPar Gaupen ww
Adam Hoffman
Johann Wagners ww
Hanß[gestr.] Johannes Hardt
Niclas Nickel,  
Conradt Vogt,      [gestrichen]      
Hanß Roder,  
Hanß Melchior Löber
    Allendorff
Johannes Weyel  [Bis hierher geht von "Vngehorsame" aus mitten durch die Namen ein fast senkrechter Strich.]  

Vngehorsame Centner  [Ab hier später nachgetragen.]   
 Zue Lindes 1638 ./.     [Der Rest der Seite ist leer.]    

18.10.1638    
[II, 119]   
[Das Blatt war senkrecht und wagrecht gefaltet.] 
[In der Mitte dieses Viertels kopfstehend  
später nachgetragen:]  



 
                  
                   n 19
 
                
 
 



[Auch kopfstend:]
     Centsrugen Zettul Zue
      Lindes Ao p 1638./.

[Dieses Viertel ist leer.]  
 
 
 Verzeichnus aller ahm Centge=
 richt zu Lindes den 18.T. octobris
 von Hans Baltzer Dechen Feldt=
 schützen Eingebrachter Rugen /
        Ao C 1638./.
 
Cunradt Peters Jung hat in der bach vf
  Ludwig Hardtmans Haffer gehütet, mit .2. pferd(en),
H. Velden Wagners Knecht, hat mit einem
  pferdt in der bach, vf Emrich Kramers Korn
  gehütet,
Herrn Jacob Jungen Knecht hat in Gorg Drie=
  derofes Haffer mit j. pferdt in den Kräben ge=
  hütet,
Baltzer Weyels pferdt hat in Abel Peters
  gerst ahm Weyergarten gewaidet,
Johannes Andermanß Kue vf der bach fun=
  den,             ___
Ludwig Hardtmans Kue ingleichen vf
  der bach gehütet,
H. Velden Wagners Kue ingleichen daselbst(en)
  gepfändet,
Der Lentzin Medtlein in der Burgk Haffer
  vor der Marck gekrautet,
Abel Peters frauw, Ludwig Hardtmannen
  in seiner Haffer gekrautet im Lindeßer
  feldt,
Cunradt Peters Hausfrauw in gleichem dar=
  selbst gekrautet,
Die Lentzin hat gleichmeßig daselbst gekrau=
  tet,
Ingleichen der Lentzin Magdt daselbst gekraut,
Emrichs frauw hat in der waßerfall ahm
  weg gegrast,    ___
Abel Peter mit seiner Kue vber der Heg Im
  Giesßer feldt in der wießen gehütet,
Die Lentzin mit ihrer Kue ingleichem vf
  der wießen gehütet./
[II, 119r]    
Des Offenbächers Jung od(er) Sohn hat in
  Caspar Möllers vndt Ludwig Schaffners
  weyerwießen gehütet, mit 2 pferd(en)
Hanß Hamels Sohn in gleichem daselbsten
  mit j pferdt gehütet,
Zimmermans Elisabet Ihr Sohn auch da=
  selbsten mit j pferdt gehütet,
Carlen Schäffers Jung hat mit den Schaffen
 in der bachwießen gehütet,
Der Heppin schwein in der Alten Schmittin
  graut gegang(en) ./
[Der Rest der Seite ist leer.]  
[Die rechte Hälfte ist leer.]  
 

09.05.1639   
[II, 120] 

 
[II, 120r]  
Verzeichnus deren ahm
9. t. Maij 1639. durch Hanß
Baltzer dechen, Centschützen
Eingebrachter Rugen ./.
Gorg Peters Wittiben Schwein
  vff dem Burgk samen gang(en), 
Ingleichen Emrich Kramers schwein,
Item Josten Enches[g.]\Kaussen ww/ schwein daselbsten,
Jost[g.] Christ{mans[g.]}\Henckels/ schwein Ingleichen,
Vndt Cunradt Beckers schwein eben=
  meßig,
Die Burgschwein haben vf Eberts
  Marien samen gang(en),
Abel Peters schwein, vf Gorg
  Eckerdts samen,
Johannes des würths schwein haben
  vf dem Burg samen gang(en),
Lentzen Hansen schwein vf Gorg
  Eckerdts samen fund(en),
Christ Henckels schwein vf Gorg
  Eckardts samen,
Philips Eberts Schwein vf Ann
  Johannisen samen vorm dorff,
Philips Eberts frauw, grast im
-- Gießer feldt in der waßer=
    fall,
Görg Peters ww in den gräb(en)  [Links davor:] Vor Mich
-- im Gießer feldt gegrast,
Christ Henckels frauw grast im
-- Gießer feldt, ahm weg,
Emrich Kramers schwester grast in
-- Ludwig Hardmans wießen im
    Gießer feldt,
Jacob Jung(en) Knecht, ist im Gießer[g.]\Lindeser/
   feldt durch die wücken geritten,
          Jo,[gestr.]  
 Vor   Cunradt Jung(en) ww vf dem Burgsamen
Mich     ihre schwein funden,
 
[Der Rest der Seite ist leer.]    
 
[II, 121; undatiert.]   
 
[II, 121r; undatiert.]     
Neuwe Zentner Zue Al=
 lendorff / 
 
Johannes Weyels Kindere 
  daselbsten, 
diesesmahl hat Theiß Volck
  beim gericht gestanden, Vndt
  nach der erInnerung, still,
  geschwieg(en), Nichts ahngeZeigt,
  desweg(en), weil ers verschwieg(en)
  ist er von H. Schöffen Zur
  Bues verwießen,
 
[Der Rest der Seite ist leer.]    
     Vngehorsame 
Anthoni frech zu Gieß(en),
Jost Bender,
Jost Wälcker,
Matthias Stall,
Pe[g.] Philips Beckers ww,
Cunrad Henckel,
Hanß Hamel
Gorg Kannengießer,
Herman Mauß,
CasPar Gaupen ww,
Adam Hoffman,
Gorg Bender,
Marx Schuppach,
Cunrad F. [gestr.]   
Niclas Nickel, [gestr.]  
Cunradt Vogt,
Ludwig Flett,
Hanß Röder,
Hanß Melchior Lober [gestr.]  
Philips Schneyders ww,
A [gestr.]
 Neuwe Centner ohngehos./[Rand]  
Johannes Kand(en)gießer,   
 
   Lützellinden                         n 20 [später]  
Adam Christman,
Johan Caspar Magnuß                      
 
    Neuwe Zentner so itzo geschworen,
   Hanß Ebenauw, Zentners Sohn,
   Caspar Löber, Zentners Sohn, 
   Hanß Seipp, Zentners Sohn
   Johan Gorg Bender, Zentners Sohn,
d. Gorg Henrich Steckenroth,  
d. Jost Eckardt,
    Johan Görg Dritteruff, Zentners Sohn
d. Caspar Seipp, p   

24.10.1639          
[II, 122; halbes Blatt.]   
     Lindes ./ den 24 T. octob 1639 ./.  
Daß Johann Georg Weyel, Vff der Sorger Möhl, Hanß
Baltasar Techen Bezüchtiget, Er Hanß Baltzer Tech hette sei=
ne Mutter ohnrecht Gerüget, Soll ers V.gl. Fl vndt Hl. (unserm gnädigen Fürsten und Herrn)
Mit einem halben gulden verbüßen /
 
Daß gedachter weyel, Hanß Baltzer Techen vor sitzentem
gericht, Lügen gestrafft, Soll ers V gl. Fl. vndt Hl mit
einem halben gülden verbüßen /
                                      JHDauber##
[II, 122r]  
Den 24 t. octob: 1639 ./.
Ahn Centgericht Zue Lindes
erkanther busßen ./.

[I, 152; langes halbes Blatt:]  
Verzeichnuß der Jehnig(en)
welche Verbottener maßen,
heutigen Gerichtstag Kinder 
ahn ihre Statt Zum Centge=
richt geschickt, Lindes den
  24. Oct. Ao p 1639 ./.
                      ohngehors: 
      Giesßen
Cunradt Henckel,  
Cunradt Ferber
,
Johannes Becker Metzger
,
Ludwig der Kayser, od(er) Schaffner,
Cunradt Adam,  
Jost Eckardt
,  
Georg Kandenngießer
,  
Cyrianuß Schmitt
,
Johan Gorg Bänder
,
Hanß Aßmus
,  
Cunradt Kintzenbach
,
Johannes Kandengiesßer
,  
Hanß Hamel
[gestrichen]  
Johannes Lentz
,  
Henrich Schneyder zu Gießen
,  
Aßmuß Melchior
,  
Jost Wälcker
,  
Matthias Stall
,
 

Pro keine Kinder zum Gericht Zuschicken.
[I, 152r, ist leer bis auf die kopfstehende Überschrift:]
Vngehorsame Centner
Lindes den 24 t 8br
   1639 ./. 
 
08.10.1640     
[II, 123; langer, schmaler Zettel]                                                 [II, 123r; kopfstehend:]   
    Verzeichnus, deren durch den
Verordnedten Feldtschützen Johannes
...[verschmiert] vors erste vndt letzte Centge=
richt Zue Lindes den 8 t 8bris. Weil
das vorige gericht vnsicherheyt der
Völcker \halbern/ nicht gehalten werden können,
       Einbracht 1640 ./.
                                [Plünderungen der Schweden.]   
Johannes Meckels Schwein vf dem Hann=
  Acker in der Haffer,
Velden Wagners Mock in der Burgfraw
  Haffer vf dem Ham, 
Cunradt Harges Schwein vf dem Lindacker
  in der Burgfraw Erbes,
Jost Kausen fraw Schwein daselbsten,
Cunradt Jungen Wittiben Mock in ahnge=
  regten Erbsen,
Philips Eberts Kuhe in Betten vff dem
  Waitz,
Cunradt Peters Kühe daselbsten vf dem
  Waitz,
Johanneß Andermanß fraw grast in      \
  Ludwig Hardtmanß wieß,                     \ Vor
         ,,Itzo Ludwig Haupten,,               / mich
Johannes Lentzen ,, frauw in gleichen, /
   RugZettul Ahm
Centgericht zue Lindes den 8. t
     8br 1640 /
    Eingegeben ./.
                [Paraphe]   
 
[II, 124; langer schmaler Zettel]  
 
[II, 124r; kopfstehend:]            
    Verzeichnus, deren durch den ver=
ordnedten Feldtschützen Johannes Hans
Vors Erste vndt Letzte Centgericht zue 
Lindes den 8. t. 8bris Weil das vorige
Gericht Vnsicherheyt der Völcker halber
Nicht gehalten werden können, Ein=
       gebracht 1640 ./.
                               
Johannes Meckels Schwein vf dem Hamm
  Acker in der Haffer,
Velden Wagners Mock in der Burgfraw
  Haffer vf dem Hamm, 
Cunradt Hg[g.] Harges Schwein vf dem Lindacker,
  in der Burgfraw Erbes,
Jost Kausen frawen Schwein daselbsten,
Cunradt Jungen Wittibin Mock in ahn=
  geregten Erbsen,
Philips Eberts Kühe in Betten vff dem
  Waitzen,
Cunradt Peters Kühe daselbsten vf dem
  Waitzen,
Johanneß Andermanß fraw grast in       \
  Ludwig Hardtmanß Wieß,                     \ NB
Johannes Lentzen Jetzo Ludwig Haupten /
   fraw
in gleichen,                               /
        RugenZettul Ahm
Centgericht zue Lindes den 8. t.
 octobr 1640 (Ein)[Fleck]geben ./.
                    
                       [Paraphe]   
 
30.06.1642      
[II, 129; langer schmaler Zettel]  
 
 
[II, 129r]    
     1642 . /.
Ahm Centhgericht Zue Lindes
durch Wilhelm Eckeln feldtschützen
  den 30 t. Junij eingebrachte
            rugen ./.                        
Hanß Lentz ist durch das gantze Haber=
  feldt gefahren, vndt dardurch einen
  richtigen fahrweg gemacht /
Volpert VogtsPerger Schäffer zue
  Giessen, hat dem Schützen ..[Loch]bsten ein
  setzlings bett, wie Auch vorm Jahr,
  mit den Schäffern Außgesetzt ./.
Cunradt Ferbers wittib Mägdtgen,
  hat In H. Johan Jost Ebels wücken
  gegraudt /
Item selbiges Mägdgen hat Ohnahn=
  gesehen, das Hafferfeldt verbotten
  gewesen gegraudet /
Abel Peters Wittib hat vf der gemeindt
  waidt, ein gantze Last gegrast /
Johannes Meckels Magdt, hat im Gießer
  feldt Korn geforcht /
Item selbige hat im Gießer feldt vff
  dem Weitzen gegraudet,  
Jacob Jungen 4 schwein haben vf den Lin=
  den acker gangen vndt den Samen abge=
  freßen, 
Cunradt Jungen wittib hat Im Gießer feldt
  vf dem Waitz gegraud[gestr.] gebladet, 
Wie Ingleichen Jacob Jungen weib, hat
  vf dem waitz gebladet, 
Velden Wagner ist vber verbott vber
  des Herrn Cantzlars wiesen mit dem
  bluck gefahren, 
Selbiger ist gleichmeßig durch die Hög
  vber Verbott gefahren, 
         Cents Rugen ./.  [Kopfstehend]  
 
 




























[normalstehend:] 
    Zentags rugen Zue
       Lindes 1642 ./
        Im Junio ./.  
  
[II, 130]   
 
                 [II, 130r]  
[Seite war senkrecht
und wagrecht gefaltet.
Links nur, 
kopfstehend:]    



       n . 21



RugenZettul der Cent zue
Lindes den 30 T. Junij 1642./.
durch den Feldschützen einbracht./
Verzeichnus deren zue Lindes
Ahm Centgericht den 30.T.Junij Ao p
1642 durch Wilhelm Eckeln Cent=
schützen eingebrachter Rugen p
       _______________
Hanß Lentz ist durch das gantze Haf=
-ferfeldt gefahren, vndt dardurch
 einen richtigen, Jedoch verbottenen
 fahrwegk gemacht /
 
Volperth VögtsPerger Schöffer Zue
 Giesßen, hat dem Schützen selbsten
 ein setzlings bett, wie auch vorm Jahr,
 mit den schaffen Außgeätzt /
 
Cunradt Ferbers Wittiben, Mägdtgen
 hat in Herrn Johan Jost Ebels wücken
 gekraudet /
 
Item selbiges Mägdtgen, hat ohnahnge=
 sehen, das Hafferfeldt verbotten
 geweßen, in selbigem feldt gekrau=
 det /
 
Abel Peters Wittib hat vf der
 gemeindt weidt ein gantze last
 gegrast /
 
- Johannes Meckels Magdt, hat im
  Giesßer feldt Korn geforcht /
 
- Item selbige hat im Giesßer feldt
  vf dem Waitzen gekraudet / 
 Jacob Jungen Vier schwein hab(en)
  vf den Linden Ackern gangen,
  vndt den samen Abgefreßen /
 
 Cunradt Jungen Wittib hat im
- Giesßer feldt vf dem waitzen,
  gebladet /
                  \Cunradt/
 Item selbige Jacob[g] Jungen Wittib
- hat wiedermahls vf dem Waitz(en)
  gebladet /
 
 Velden Wagner ist vber verbott
- vber des Herren Cantzlars
  wiesen mit seinem blugk
  gefahren /
 
 Selbiger Ist gleichmeßig durch die
- Höge, uber Verbott gefahren /
 
       Johann Hilariuß Dauber
                              #[Schnörkel]  
[Die rechte
Hälfte der 
Seite ist  
leer.]   

30.07.1642   
[II, 125]                                                                                     [II, 125r]  
Ehrnvester Herr Schultheiß, Sodan WohlVornehme Herrn
   Schöffen dieses Centgerichts ./.
 
Obwohl In sachen, welche ohne das bekanth, vndt offen=
   bahr, Keines beweißthumbs von nöthen ist, So will
   Jedoch vf begehrenvndt erfordern Wilhelm Eckels von
   Giessen, begangenen vnthaten, vndt entführung dero
   Zehentfrüchte, nochmahls, Ahn offentlichen tagk setzen,
   Zue Welchem ende Ich nicht Allein des thäters Wilhelm
    Eckels eygen bekandt: vndt gestandtnuß, vor den Al=
   ler stärcksten beweisthumb halte{n[g]}, Sondern Auch, daß
   derselbige des infamiae facti halber, sich deromaßen
   schuldigk erkanth, daß er Auch vmb deswegen, ein
   offentlichen Abtrag vndt desfals bey Mihr Inn
   würckliche solution eingestelt, daß Also sein Vnredt=
   liche Handtlung ex proseria confessione vor der
   Obrigkeyt vndt sonst allenthalben bekanth, vndt
   offenbahr gemacht, Zue bewehrung deßen, Vndt
   damit Ihme Wilhelm Eckelln, das maas do völler
   gegeben werden möchte/    So will Ich nachfolgen=
   de positionales loco probatorialium vbergeben
   haben, Mit bitt, dieselbe Rechtlichen Ahnzuenehmen,
   Vndt ohne verfangung processes? do nötig seinn
   wirdt, die Jenige so Zue ende dieses nominirt, Ihre wis=
   senschafft eröffnen zuelaßen, sonsten tesuper fluit=
   te protestor./. 
1. Vndt sage Ahnfancklich wahr sein, daß Wilhelm Eckel
   Ao p 641. feldschütz im Lindeser Centban gewesen,
                                                   / 2. wahr
2. Wahr, daß ein Jeder Centgenoß bemelten Schützen, 
   ein sichling Ahn Außgesteltem Korn, Zue geben schul=
   dig gewesen ist, deren sich Ao p 1641: 55. Centner
   von Giesßen , Lindes vndt Allendorff befunden./
3. Wahr, daß er Wilhelm Eckel, solche Schützen sichlinge
   selbst erhoben, vndt in seinen weingarten gesamblet
   gehabt /
4. Vndt wahr, daß Johannes vndt Cunradt Noll Zue Giesßen
   solch Korn vngefähr 60. oder 70. Sichling, mit ihren
   wagen heimb geführet /
5. Nachdiesem ist Wahr, daßer Eckel noch 11. gebendt oder
   Sichling erhoben vndt naher Lindes, In Johannes An=
   dermanß stall gesamblet vndt gleichfalß naher
   Giesßen bracht /.
6. Vber dieses wahr, daß, nach dem er das Korn, Im wein=
   garten vndt die 11. gebendt im stall, noch 3. Hausten
   in das feldt gesamblet gehabt /
7. Dahero wahr, Alß Ich Philips Eberts Zehentbestender
   einßmahls Auß Giesßen kommen, Vndt nicht al=
   lein des Schützen vbermeßige erhebung der sichlinge
   vernommen, sondern Auch den Mangel In der Zehent=
   früchte, Augenscheinlich vndt gnugsam gespürt gehabt,
8. Vndt wahr, daß daruffer Andernmorgenß, von mir,
   Item Johannes Meckeln, Velden Wagnern vndt Emrich
   Krämern, die früchte vf bemelten dreyen Hausten
   visitirt vndt 44 Gebendt darin befunden worden
                                                      / 9. Wie
[II, 126]    [II, 126r]    
9. Wie dan wahr, daß in dem Weingarten 60 Sichlinge
   Item 11. In dem Stall Zue Lindes, Vndt die 44. vff den
   3. Hausten offentlichen sich befunden, thut in Summa
 --115. Sichling, ohne das Jenige so er heimbgedragen ge=
   habt /
10. Wie dan nuhn handtgreifflichen wahr, Weil Ihme
   Eckeln mehr nicht alß 55. Gebendt Kornß gebührett,
   daß er Alß durch vnrecht 66. sichling vbernommen
   hat /
11. Wahr, Alß er Wilhelm gewahr worden, daß wegen
   der früchte von den Zehendern Clage entstanden vndt
   visitirt worden, Auch Ihme solches Korn vf den dreyen
   Hausten, Zue verbieten laßen, Ahngemeldet, hat er
   bei mihr des facti halber, leydt getragen, Vndt Zwey=
   stunde vngefähr im walde gegangen, wie er es ma=
   chen solte sich erkündiget./.
12. Wahr, daß er Auch endlichen Mit mihr In Mein behau=
   sung gegangen, Vndt vnder Anderm Mich Austrückli=
   chen gefragt, Wie er es machen solte /
13. Vndt wahr, Alß Ich Ihme ? Sich mit vnß Zuevergleichen
   Ahngedeutet, Er Alß balden solches beJahet, vndt Mei=
   ne Consortes bey handen Zuebringen begehret, Da
   dan Johannes Meckell, Velden Wagner vndt Emmrich
   Krämer erschienen, vndt vf erfordern In Mein Hauß
   kommen /
14. Wahr, daß wegen solchen Ahnspruchs dero Zehent früch=
   ten, Meine Consortes Ihme Wilhelmen drey Achtell
                                                                  Korn
   Korn Zue gebührentem Abtragk Abgefordert
   haben /
15. Wahr vndt Vnlaugbar, daßer den Zehentnern nach
   langer bittlicher Handtlung, nicht Allein Zwölff
   Mesten Kornß gebotten, sondern Auch, daß beneben
   Zahlung eines glahs bier, mit Handt vndt Handt
   daruff geschloßen worden /
16. Daruff dan wahr, daß er Wilhelm Eckel, Mihr vndt
   Johannes Meckeln, In Cunradt Renners Hauß, ein
   glah bier Zahlet, Vndt auß seinem Hauß Vier Me=
   sten Kornß, So Cunradt Renner erkaufft, Zue Vnserm
   Ahntheil geliffert hat /
17. Wahr, Alß nuhn Ao p 1642. Itziger Jacob Junge
   vndt Velden Wagner Ihr Ahntheil in den veraccor=
   dirten Zwölff Mesten Kornß gefordert, daß er sich
   solches Zuegeben, wieder billich, gewaigert hat /
18. Wahr, Alß er deswegen vor dem Herrn Schultheißen
   von gemelten Zehentnern Ahngeclagt, Hat er die
   Abfindung vndt Zahlung Mein vndt Johannes Me=
   ckels, offentlichen gestehen müßen, Gleichwohl die
   übrige Zahlung nicht guthwillig leisten wollen /
19. Wahr, daß wegen solcher Claren notoritaet vndt
   ohnzweiffentlichem eigenen bekanthnuß vndt
   gestandtnuß, der Herr Schultheiß beneben dem Ge=
   richtschreyber, Item In bey sein Jacob Jungen, Velden
   Wagners vndt Gorg Eckhardts gesagt, Wilhelm
   die sachen seind Zueviehl bekanth, habt ihn, den Andere
                                                                Ihr
[II, 127]   [II, 127r]  
   Ihr Ahntheil des Kornß gegeben, So must Ihr Auch den
   andern ihr Ahntheil Zue geben Schuldig sein /
20. Wahr, daß durch diese bekanthe vndt offenbahre vn=
   billiche Handlung, von welcher Zue Lindes vndt
   sonsten communis vox et fama, die sachen Ahn das Fürstl:
   Centgericht Zue Lindes gerhaten, Vndt auß Allerhandt
   erheblichen dingen, alda selbst Clagendt, vor vndt ahn=
   gebracht
                p  
Solte nuhn wieder einiges verhoffen, Herrn Richter
   vndt Schöffen, In dieser sogestalten Claren vndt offen=
   bahren sachen, da nicht Allein notorietas vorhanden,
   welche in Crafft rechtenß plenissimam probationem in=
   ducit, Sondern Auch da man, des Beclagten propriam
   confessionem vor den starckesten beweisthumb vor sich
   hat, ferner bedenckens dragen, Vndt den in veritate
   et facto vorgeschriebenen positionalibus, Nicht Aller=
   dings glauben geben solt, So las Ich Mihr nicht Zuentge=
   gen sein, Daß vf des Vngerechten Kosten, Jedoch ohne
   verfangung processes nachgesetzte personen eydt=
   lichen gehört werden möchten, Von welchem Allem so
   mir wiedrig begegnen, protestirt haben will./.
 
                                   reservir Reservanta ./.
Deswegen Ich in omnem Eventum et stutio bre=
 vitatis, die testes nominire, vndt woruff dieselben
 vf allen fall, sollen gefragt werden./.
                                              Johannes
Johannes Noll, vndt \ Zue Giesßen vf den 4.t positional:
Cunradt Noll,          /
Johannes Anderman Zue Lindes, vf den 5. vndt 6. posit:
Johannes Meckel,\
Velden Wagner    - vf den 8.9.10.14.15.16.17.18.19.20.
Emrich Kramer    /  vndt 21. positional:
Herr Schultheiß,  \
Gerichtsschreyber \ Konnen Ihre Wißenschaftt vf den 19 vndt
Jacob Jung,        / 20. posotional art: entdecken vndt nach
Gorg Eckert,       /   belieben Herrn Schöffen eröffnen /
 





                                  Philips Eberts von Lindes / p  
[II, 128]   [II, 128r]  
[Die Seite ist leer.]   [Die obere Hälfte der Seite ist leer.]
 
Positional Articul Loco
 probatorialium ./.
In sachen Philips Ebertsen
   Zue Lindes
       gka
Wilhelm Eckeln von Giesßen,
[ganz unten:]
    pt: Lindes den 30 t
     Jüly Ao p 1642./. 

17.11.1642       
[I, 153]
Verzeichnus deren Ahm
Centgericht zue Lindes den
17. T. 9brs Aop 1642
befundener Vngehorsamen,  
Jost Wälcker
Matthias Stall
H(ern) Engelhardts Leutenampt,  
Gorg Kandengießer,  
Hanß Aßmuß,   
Enders Gladt,  
Wilhelm Eckels Ww,   
Cunrad Kintzenbach
Adam Hoffman
 
Wendel Seip
/ hat die Cent noch zu
Anthonius Dritteruff
,      \empfang(en) ./.   
Cunradt Vogt
Johan Görg Bänder

Henrich Ebenauw
,  
Johannes Becker
 
Johan Velden Anck

Ebert Hörig der Alt
Gibt Jeder Vgl: Fl: vndt
Hl. 5. schilling Cammergeldt,
gden H(erren) Schöffen 5. schilling 
   pfennig,  
                Johann Hilariuß ##
                            Dauber ##
[I, 153r; obere Hälfte, kopfstehend:]   
Vngehorsamer Ahm Cent=
gericht Zue Lindes den
17. T. 9brs 1642 ./.
[Untere Hälfte; normal stehend:]   
Vngehorsame den 30. T.
Junij 1642 ./. 
Ebert Höring
Wendel Seipp  
Jost Wälcker,  
Matthias Stall,  
Cunradt Henckel
Johan Drommershaußen

Henrich Pistors erben

Melchior Hildenbrandt

Cunradt Vogt

Niclas Fauerbachs ww

Johannes Becker
 
Hanß Päpler zue Lützellind(en)

         Johannes Hilarius Dauber  
                                  G####

[II, 15]    
Verzeichnus deren den 17. t. Novemb: Aop 1642. 
Ahm Centgericht Zue Lindes gerichtlich erkanthen bußen/

Ebert Höring zue Gießen, daß er vf vnderschiedene mahl
   nehmlichen den 20T. May Ahm gericht vndt biß noch den
   heutigen gerichts Tag nicht erschinen vndt Alß des Cent=
   schultheißen vndt Schöffen gebott verachtet,
                             --------------------------- j(3?). f.
Christ Henckel Ist gleichmeßig vf vnderschiedene Citati=
   ones außenplieben,
                            --------------------------- 1/2 f.
Johannes Andermann daß er des Schultheißen gebott
   veracht, vndt, die von Cunradt Petern Ahngehörte Got=
   tes lästerung vndt flüch, vf des Schultheißen vnderschie=
   dene befelch, dem gericht verschwieg(en) ----- 1/2 f.

               Vngehorsame /
Jost Wälcker,
Matthias Stall,
Cunradt Henckel,
Johan Drommershauß(en),
Wendel Seipp Ahn statt Johannes Crafften,
Henrich Pistors Erben,
Melchior Hildenbrandt,
Cunradt Vogt,
Niclas Fauerbachs ww,
Johannes Becker
Hanß Päppler Zue Lützellind(en),
Matthias Stall noch den 17.t. feb:
             den 20.t. May 1641 ./.
Philips Becker ww,
Cunrad Henckel,
Caspar Gauppen ww,    [Strich über dem "u" fehlt; "Ganppen"]
Philips Eberts Zum Lindes ./.
[II, 15r]
Verzeichnuß deren Ahm
Centgericht Zu Lindes
erkanth(en) bußen ao
     1642   
 
05.10.1643     
[II, 131]                                                                                
 











 
[Kopfstehend]  
Rugenzettul der Centh Zue
 Lindes Aop 1643 ./.
Verzeichnus deren durch Ludwig
Fletten Centhschützen zue Lindes
den .5. April:[g.]\8br/ eingebrachter
  Rugen Aop 1643 ./.
 
Johannes Meckels 4. Schwein seindt
   vf Philips Ebertsens samen gang(en),
Christ Henckels 2. Schwein vf Hanß Lentzen
   Samen gangen , 
Joh[g.] Jacob Jung(en) 4. schwein Hanß Lentzen
   Wiesßen Zerwuhlet, 
Cunradt Peter hat in waicherZeit
   vber Johan Gorg Weyels samen
   Acker, mit einem SchuppKarch stein
   geführet, saamen verderbt
   vndt den Acker zerwegert,
Baltzer der Sältzers pforten Schäffer
   hat H(errn) Cunrad Renners beydts zue
   Giesßen ein gantzen Schrittweit in
   Acker Korn mit den Schaaffen Abge=
   atzt, 
Johannes Noll Ist mit eim geschlaifften
   blug Herrn Bernhardt Werxen vndt[g.] 
   \vbers Korn gefahren/
   {Johannes Nolln [g.]} ohnahngesehen er ein
    guten fahrweg darneben gehabt, ge=
    fahren, 
Ludwig Haupten frauw, Baltzer Weiels
   weib, Jost Kausen wittib, Christ Henckels
   weib, W[verb.]Velden Wagners To(c)hter, Joha(nn)es
   Meckels Magdt, Cunradt Beckers fraw[Strich darüber],
   haben vber verbott In Burgk=
   Henrichs graben gegrast, 
Johannes Meckels Schwein seindt
   Im Mittag vf Cunradt Beckers Korn
   gang(en) ./.
 
[II, 131r]  
 
Peter Lentz hat vber verbott, Mitten
   vber die Haffer ahm Lebigs weg{en[g.]} ge=
   fahren, ohahngesehen er ein bereiteten
   guten fahrweg darbey gehabt /
Philips Ebertsen Schwein ist vf Johannes
   Andermanß Haffer gang(en), vndt wirdt
   in der gemeind geclagt, daß selbige Je=
   derZeit Zue Anderleuth schaden vf die gaß 
   gelaßen standt vnd(er) keinen Hürten gebracht
   würde ./.
Hanß Lentzen pferdt ist in wäicher Zeit vff
   Rudolphs Ahm Ende saamen gangen vndt
   großen schaden verursacht /
Johann Reinhardts Pferdt, ist bey nacht vndt
   nach dem pfortenschliesßen vff HosPitals
                                                   \grommet/
   Cunradts wießen gangen vndt Ahm Hew[g.] 
   schaden gethan / 
Item Johann Reinhardts pferdt, ist vf Johannes
   Andermanß Ruben gangen /
Johannes Andermanß Pferdt seindt bei nacht
   in der stamm wiesßen gangen /
Johannes Andermans Schwein seindt vf der
   Burgk Haffer gangen / 
NB. Bey bevorstehentem gericht Zuge=
   dencken daß Bernhardt Obergärtner
   zue Giesßen eine 2(?) wiesen versatzweiß
   lange Zeit eingehabt, Niehsmahls aber
   selbige, dem Hl. Centbrief zuewieder em=
   pfangen, Darumb er f[g] billich zuestraffen
   vndt der empfang ihme Ahnzubefehlen /
 
Der Schütz hat wegen streitigen Marck=
   steins zugedencken ./.
 
[II, 132]   
 
 



 










 
[kopfstehend:]    
Rugenzettul der Centh Zue
     Lindes 1643 ./.
     Verzeichnus deren durch Ludwig
      Fletten Centhschützen zue Lindes
     den 5 t 8brs 1643.  Eingebrach=
      ter Rugen ./.
 
Johannes Meckels 4. schwein seindt vff
   Philips Ebertsens saamen gangen./.
Christ Henckels 2. schwein vf Hanß Lentzen
   saamen gangen ./
              14/2 tt  
d Jacob Jungen 4. schwein, Hanß Lentzen
   Wießen Zerwuhlet, 
d Cunradt Peter hat in waicherZeit, vber 
   Johan Gorg Weyels saamen Acker mit einem
   schupp Karch, stein geführet, den saamen ver=
   dert vndt den Acker zerweget,
Baltzer, der Saltzers Pfortter schaffer, hat H(er)rn 
   Cunrad Renners beyts zue Giessen, einen
   gantzen schrittweit in Acker Korn, mit den schaaff(en)
   abgeätzt /  
Johannes Noll Ist mit eim geschlaifften bluck(en)
   H(errn) Bernhardt Werxen vndt[g.] vbers Korn ge=
   fahren, da er doch ein guten fahrwegk
   gehabt,  
Ludwig Haubten, Baltzer Weyels, Jost Kausen[2x unterstr.]  
   Christ Henckels, Cunradt Beckers[gestr.] weiber, 
   Velden wagners Tochter, vndt Johannes
   Meckels Magdt, haben vber verbott In
   Burgkhenrichs graben gegrast / 
Johannes Meckels Schwein seindt im Mittag
   vf Cunrad Beckers Korn gegangen /4/2 att[später]  
        4 ./2 alb.
dePeter Lentz hat vber verbott mitten vber
   die Burghaffer ahm Lebigs weg, gefahren,
   ohnahngesehen er ein bereiteten guten fahrweg
   darbey geabt /
[II, 132r]    
d Philips Ebertsen Schwein ist vf Johannes
   Andermanß Haffer gangen, vndt wirdt in der
   gemeind geclagt, dz selbige JederZeit Zue Ander=
   leuth schaden vf die gaß gelaßen, vndt vnder
   keinen Hürten gebracht würden /
   [Eine später nachgetragene Summe ist gestr.]  
d Hanß Lentzen pferdt ist in wäicherZeit vf Ru
   dolphs ahm Ende saamen gangen, vndt großen
   schaden verursacht / {4 1/2 alb(us)[später]}  
  Johann Reinhardts pferdt, ist bey nacht, vndt nach
   dem pfortenschließen, vff HosPitals Cunradts wieß(en)
   gang(en) vndt ahm grommet schaden gethan / 
    [Eine später nachgetragene Summe ist gestr.]  
d Item Johann Reinhardts pferdt, ist vf Johannes
   Andermanß Rüben gang(en) 4 1/2 Alb(us). 
d Johannes Andermanß pferdt, seindt bei nacht
   in der stamm wiesen gangen d(en) 4 1/2 alb(us)
djJohannes Andermans Schwein, seindt vf der
   Burgk Haffer gangen /d(en) 4 alb(us).  
 [Der ganze Rest der Seite ist leer. Die Beträge der  
 Strafsummen sind alle nachgetragen, teilweise   
 zwischen den Zeilen; einige sind dann wieder deutlich  
 gestrichen worden.]   

1644
[I, 154]
Centgerichts Ohngehorsamer Den 2t May
           Aop 1644 ./.
      Giessen,
Matthias Stall,
       Lindes,
Ludwig Haupt,
Melchior Hyldenbrandt,

       Hörnsheim,
Anthonius Tebus,

Ohngehorsame den 3.T. octob: Aop 1644 ./.
          Giessen
Jost Wälcker,
Matthias Stall
,
Herman Eckell
,
Cunradt Vogt
,
Philips Schneyders ww
,
Johannes Marx
,
Leutenampt Holl vf dem Wall,[bis hierher gestrichen, dann:] soll Außgelaßen werden,
Philips Rupp Meßerschmitt,
Johann Peter Schmitt
,
         Lindes
Melchior Hyldenbrandt,
[I, 154r ist leer bis auf die Überschrift:]
Centgerichts ohngehorsame
    Aop 1644 ./.
[I, 155]
Newe Centner Des Centgerichts zue Lindes ./.
  den 2.T. May Aop 1644 ./.
Bernhardt Obergärtner zue Giesßen,   [gestrichen]
Johann Reinhardt zue Lindes,
Rudolph Ahm Ende zue Allendorff
,
                    Johann HilaRius Dauber
G##
[I, 155r, ist leer bis auf die Überschrift:]
Newe Centner zu Lindes
     Aop 1644 ./.
[I, 156]
                 Newe Centner Aop 1644 ./.
ist schon dem       /Bernhardt Obergärtner zue Giesßen, \
H. Renthmeister  - Johann Reinhardt zue Lindes,              -Ist dem H. Renthmeister
vbergeben            \Rudolph Ahm Ende zue Allendorff,    /  nach Martini 1644 Vber=
im vorigen        ------------------------------------------        geben,
Jahr [Dieser linke Zusatz ist mit einem Schrägstrich gestrichen.]     
   den 2. T. May
Matthias Stall zu Gieß(en),              \
Ludwig Haupt
vndt      \                      \
Melchior Hildenbrandt
/ zu Lindes,       \
Dönges Tebus zu Hörnsheim
,                \
                   den 3. T. oct: 1644,           \
Jost Wälcker,               \                        \  Seindt dem H. Renthmeister
Matthias Stall
,                \                       / Nach Martini 1644
Herman Eckel
,                 l                           vbergeben /
Cunrad Vogt
,                   l                    /
Philips Schneyders ww
,       - zu Giesßen, /
Johannes Marx
,                l                  /
Leutenanpt Hell
,               l                /
Philips Rupp
Meßerschmitt, l               /
Johann Peter Schmitt
,     /                 /
Melchior Hildenbrandt zu Lindes
,       /
[I, 156r enthält nur nur enige Zeilen:]
Neuwe Centner des
Centgerichts zue Lindes
  Aop 1644 ./.

Den 2: Novemb.
 
[II, 133]  










                                   ["NB" jeweils später nachgetragen] 




  [kopfstehend:]  
  Centrugen den 3. t. 8brs [verbessert; vorher: 7brs] 
          aop 1644 ./. 
 
[Der Rest der Seite und II, 133r, ist leer.]   
  Centgerichts RugenZettul Vff
   des Cintschützen Ahnpringen den
    3. t.  7brs  aop 1644 ./.
 
Cunradt Ferbers ww Magdt, hat vf
  Cuders Gladen driesch beym Weyer
  gegrast /
Johann Reinhardts pferdt vf Cunradt
  Beckers grünem Korn gewaidet /
NB Johan Gorg Weyels dinstmagdt hat in
  Baltzer Weyels wieß gegrast /
NB Dönges Anderman hat mit eim geladenen
  Karch, vber Hanß Lentzen Haffer ge=
  fahren / 
                        \vor d(er) Seltzers pforten,,/ 
Der Schäffer zue Giessen ,,hat mit der Hardt
  Schaff die wiesen vndt felder, ehe die Khüe
  der gewohnheyt nach, der wayde genoßen,
  Außgeätzet ./.
 
20.11.1645     
[II, 134]
 
 









 
 [kopfstehend:]       
 Eingebrachter Rugen von 1644. biß
 dato den 20 T 9brs 1645: In der Cent
 durch Ludwig Fletten Centschützen /












                           ["NB" nachträglich in den Namensanfang:]    
Verzeichnus deren vom Centschützen
Ludwig Fletten von Aop 1644, biß dato
1645. den 20. T. 9brs eingebrachter
 Rugen /.
Baltzer Schäffer hat H(errn) Bernhardt Wrexen
  vf der Bach, die Höge vfgerißen vndt das
  gegräs mit d(en) schaffen außgeätzt /
Johannes Meckel hat mit seinem pferdt im
  Giesßerfeldt, dem H(errn) Vice Cantzlar, seine Haf=
  fer abgeätzt /
Jacob Jungen schwein haben den Burgleuth(en)
  ihren saamen Abgefreßen /
Velden Wagners schwein, in gleichem /
Hanß Lentzen Schwein, haben gleichmeßig
  vf selbigem saamen gang(en) /
Peter Lentzen schwein haben gleichmeßig vf
  selbigem saamen gefreßen /
Philips Eberts Schwein haben vf Velden Wagnern
  saamen gang(en) /
Johannes Meckels schwein seindt vf selbigem
  saamen mit gewesen /
Crist Henckels schwein seindt vf Jacob Jun=
  gen saamen gangen /
Johann Reinhardts schwein haben vf der
  Burgkleuth saamen gangen /
Hanß Görg des Taglöhners schwein seindt
  vff selbigem saamen mitgang(en)
NBBaltzer Weyels schwein, daß sie vf selbigem
  saamen gängen /
Ludwig Haupten schwein seindt Auch herbey
  gewesen /
[II, 134r]    
NB. Dönges Andermanß schwein seindt vf Jacob
       Jungen saamen gangen /
     Paulus Kausen pferdt, hat vber verbott
       in den wiesen gangen /
     Peter Lentzen pferdt In gleichem / 
     Johann Reinhardts pferdt in gleichem /
     Velden Wagners pferdt gleichmeßig / [Eintrag gestr.]  
NB. Baltzer Weyels pferdt ist gleicher mas=
       sen vff selbigen wiesen gangen /
NB. Dönges Andermanß pferdt ist vf Johan
       Reinhardts saamen gangen vndt ge=
       waidet ./.
 
 
Die mit NB. bezeichnete seindt zue Meiner
 gebür behalten /
 

[I, 157]  
 Newe Centner, den 20. T. 9brs . 1645 .
Johann Peter Schmitt, Hat geschworen
M. Hanß Ge[gestr.] Görg Schlörff, Vngehor(sam)
Johann Cunradt Schättel, Vngehors:
Johannes Schläncker, Vngehorsam,
Johannes Marx, Hat geschworen./.
Johannes Wörmbser, Vngehorsam,
Craftt Löber, [dick gestrichen.]
[I, 157r]
Newe Centner
Aop 1645 ./. 
Lindes
[I, 157a; kleiner Zettel in schwer lesbarer Schrift:]
Ich Zu Endsbenennder wunck dem Herrn Zendt
Schulthes Einen gutten Tag mitt Bitt mih Morg(en) Beij dem
Gerichtt Endtschulttig Zu Hald(en) vmb des Willen weill
ich dem gerichtt nichtt Zuwider weis ich auch weg(en)
Meiner Mengell in disem Reg(en) weder angestossen 
wurde, v(n)d ob ich schon gehe Ein Magtt hin Sick(en)(schicken) so hab 
ich keinne, hiermitt gott empfol(en) giessen am 19 t
Nober(Novembris) 645,
                 des Hern schultz(en)
                 wilig Matthves stall ###
[I, 157a,r]   
Theiß Stallß entschüldigung 
dz er ahm Centgericht nicht
erschien(en), dto. Lindes ahm
20 t 9brs. 1645 ./.

[I, 158]
1647      
Vngehorsame Ahm Centh=
gericht zue Lindes Ahm
13 T octob: 1647 ./.
Matthias Stall,
Cristoffel Roßbachs ww
,
Wendel Seipp
,
Jost Bechtoldt
Johan Peter Schmitt
,
Alexander Wälcker
,
Cunradt Becker
,
Hanß Caspar Magnuß Zue Lützellind(en)
,

      Newe Centhner,
H. Lorentz Franck Bawschreyber,
Cunradt Wentzel
Johannes Gärtner,
[I, 158r, kopfstehend:]
Verzeichnus der Vngehorsamen vndt
Newen Centner zue Lindes, Aop 1647.
          den 14. T. octob: 1647 ./.

[I, 159]
Vngehorsame Ahm Centhgericht zue
    Lindes, den 14. T. octob 1647 ./.
Mattheus Stall               \
Cristoffel Roßbachs ww  \
Wendell Seipp
                   \
Jost Bechtoldt
                    - Zue Giesßen
Johann Peter Schmitt
,     /
Alexander Wälcker
,       / 
Cunradt Becker
           /
Hanß Caspar Magnuß Zue Lützellinden
, .p.  
[I, 159r]   
Verzeichnus der Vngehorsamen
Ahm Centgericht zue Lindes, den 14. T. 
Octob: aop 1647 /

[II, 135]      
 









 
 [kopfstehend]   Ao 
 Centgerichts Rugen den 13 T. octob
     1647 Eingebracht.p.     
 





[Der Rest der Seite und II, 135r, sind leer.]     
Verzeichnus deren durch den Feldtschützen
zue Lindes Johann Volpert Vetzbergern  
Ahm Centgericht den 13. T. octob. AoC 1647./.
Eingebrachter Rugen p.  
 
Der Burgkfrauwen Sohn hat sein Schwein
  vf Anderleuth frucht gehen vndt schaden thun
  laßen /
Baltasar Reuter, hat mit den Schaaffen
  inß Kellers wiessen gehütet
  vndt schaden gethan /
Nochmahls selbiger Schaffer Baltzer
  Reuter, In Velden wagnern wiesen
  gehütet ./.
Kindt Johannesen Sohn zue Giesßen, hat der
  Burgkfrawen zue Lindes Haffer von
  Acker getragen./
Gorg Kandengiesßer oder Botten Görg
  hat CasPar Schäffern In seiner wiesen
  beim Schützges born, mit dem pferdt ge=
  hütet .p.  
 
[II,
136]
   
  Verzeichnus deren Centgerichts                 [Die folgenden Blätter sind lange schmale Zettel.
Schöffen vndt Angehörigen zue Lindes         Einträge mit "moto" sind immer später nachgetragen.]    
  den 14. t. octobr. Anno 1647 
 
Schöffen
Henrich Schmidt  
Conrad Wormbser 
J. Jost Ebel  
Conradt Renner  + 
Bernhardt Wrexen  
Caspar Möller 
Jacob Jung 
Hermann Kröcker  
Velten Wagner 
Cunradt Wagner  
Balthasar Weygel 
Lorentz Franck, ist am 1. Julij 1848 gewehlt, aber hat
                      den Eydt 19. 8br. geschworen 
 








[FBG, 4990]  
[II, 136r]

















+
 
Gemein(?) Centner./   
Hospital Meister 
Jost Bender  
Jost Wälcker  
Matthias Stall  
Baltzer Schmidt 
Christoffel Roßbachs wwe  moto C...meister(?)
Ebert Höring der Alt  
Cunradt Henckel  
Georg Kandengießer  
Gerlach Ebell, moto H...rnhardt     
Schwalbachs Keller  Herr Schantz 
                            New(?) Hanß Hameln  
Hanß Hamels Tochter  
Cunradt Adam wwe  
Hanß Baltzer Dech  
Hl Johannes Wagners wwe 
Reinhardt Nolln wittib  ["wittib" nachg.]   
Herman Eckell 
Christoffel Sauer 
Herman Mauß  
Hanß Aßmuß  
Johann Drommershausen  
Hanß Offenbachs wwe  
 
[II,137]
 


















 
Enders Bladt  
Hanß Adam Burgck  
Wilhelm Eckels wittib  
Cunrad Kintzenbach  
Adam Hoffman  
Henrich Kümerding(?)   
Gorg Bender   
Wendel Seipp   
Andoniuß Dritteruff  
Johann Wagner wwe  
Henrich Pistors Kind(er) Vormünder  moto Herr
                                                  Bernhardt Wrexen 
Johan Niclas Adam
Melchior Hildenbrandt   [Vmtl. gestr., da er nach Lindes gehört.]     
Cunradt Ferber   
Cunradt Vogt   
Johannes von Sandt   
Ludwig Flett  
Johan Ebert Germer, moto seine Erben, moto H. Cammerschreyber  
Johan Stübenkonig                                           \Linncker  
Niclas Fauerbach wwe  
Baltzer Gaup   
Henrich Fritz  moto Johannes Ohl  
Philips Schneyders wwe   
 







[FBG 773]  
[II, 137r]
 
















     °
     °
     °
     °
     °
M. Hanß Scharppffrichter, gnt Fuchs   
Henrich Ebenauer  
Hanß Seipp  
Johan Georg Bender  
Georg Henrich Steckenroth  
Jost Eckhardt  
Johan Görg Dritteruff  moto Helfrich Burgk    
Johannes Becker  
Aßmuß Möller   
Georg Adam Kröcker  
Lorentz Vetzberger   
Jost Bechtoldt   
Johannes Schmitt   
Bernhardt Obergärtner  
Johannes Marx   
Johan Peter Schmitt   
Alexander Wälcker  [dick gestrichen] [Die Folgenden sind später nachgetragen.]  
Helffrich Burgk hat den 29 t Marty 1649 geschworen 
Caspar Seipp  
Johan Cunrad Schettel hat d(en) 29 t Marty 1649 geschworen 
Lorentz Franck Bauwschreyber,  Schöffe 
Johannes Schlencker, hat den 29 t Marty geschworen
Cunradt Wentzel   
Crafft Lober  
Johannes Barthen  
Herman Mauß  Moto Johannes Gärtner 
           Haben noch zu schweren  
Johannes Ohl                 Johannes Schlenckr [gestr.]  
Cunradt Buseck              Johan Cunradt Schettel [gestr.]  
Jacob Simon                  Philips Bechtoltt zu Steinbach  
Johan Henrich Schmitt    Johannes Wormser  
Johan Georg Noll            Johan Herman Reuling  
Johannes Noll                Herr(?) Seytel    
Caspar Buseck               Helfrich Burgk  
Johannes Schneyder      ### [Unlesbar gestr.]   
 
[II, 138]
 



+
 
 
     Lindes 
Jost Kausen wwe  
Ludwig Haupt  
Christ Henckels wwe  
Johannes Meckell  
Clas Weyels wwe   
Ludwig Hardtmann  
Philipps Eberts  
Görg Eckhardts wwe  
Johannes Dönges  
Hanß Lentz  
Johan Reinhardt  
Johannes Schwetzer  
Cunrad Petri  
Cunrad Becker  
Peter Lentz  
Melchior Hildenbrandt   
Johan Görg Weyel  
  
[II, 138r]

 
 
    Allendorff   
Johannes Weyel  
Enders Willn wittib [gestr.] moto Johan Georg Weyl   
Henrich Schäffers wwe   
Joachim Hildenbrandt   
Johannes Burgk 
Theiß Volck  
Rudolph ahm Endt, moto Johan Georg Weyl   
Johann Görg Weyel    
 
[II, 139]
 
 
 
    Lützellinden   
Jacob Zerben   
Hanß Päppler  
Stoffel Engelhardt   
Peter Möller  
Johanneß Heß   
Jacob Päppler  
Hanß Caspar Magnuß    
Jost Cristmans Erben   
 
[II,139r]
 
                             
[Kopfstehend:]   
      Cathalogus  
Centschoffen vndt Centhner Zue
      Lindes  p    
 

1648        
[I, 160; schmaler Zettel.]
  
Newe Centner Zue Lindes den
   1. T. Junij Anno p 1648 ./.   
Johannes Ohl den 18 t(en) ocb: 1649 ge=
                                           schworen / 
Conradt Bußeck,   [gestrichen]   
Jacob Simon hat den 18t(en) 8b: 1649 geschwor(en)   
Johann Henrich Schmitt,  
Johann Georg Noll,  
Johannes Noll,   
CasPar Bußeck / hat den 18t(en) oct: 1649 geschworen,  
Johannes Schlencker, geschworen Ahm 29 t. Marty  
                                                    Aop 1649  
Johann Conradt Schettel, den 29 t. Marty ge= 
                                          schworen / 1649 
Philips Bechtoldt Schueldiener zue Steinbach
Johannes Wormbser
,
Johann Herman Reuling
HerR Seytel, den 18t(en) oct: geschworen 1649. 
HelffRich Burgk hat geschworen den 29 t. 
                                .p. Martij 1649 ./. 
Diese 13. Neuwe Centner, seindt beim
  Nähern Centgericht Zue Citiren vndt
      haben noch \Zue=/schweren /  
NB. HerR Lorentz Franck, hat beym Nähern 
     gericht, den schöffenaydt würcklich 
         zue praestiren ./.   
[I, 160r; kopfstehend:]   
Neuwe Centner zue Lindes 
den 1. T. Junij a°p 1648 ./.  
[I, 161]  
Neuwe Centner Zue Lindeß
   den 1. t. Junij a°p 1648.        
Johannes Ohl, den 18. t oct: 1649 geschworen,  
Conradt Busßeck,   [gestrichen]   
Lorentz Franck BauwschReybeR, hat ge= 
  ist den 8. t Januari 1649. vbergeben schworen, 1647 
Jacob Simon, den 18. t. oct: 1649. geschworen ./.    
Johannes Gärtner, modo Herman Mauß
  ist den 8. t Januarij 1649 dem Hl Renthmeister vbergeb(en),   [Nachträglich eingefügt.]  
                                  hat geschworen 1647. 
Johann Henrich Schmitt,  
Johann Georg Noll,  
Johannes Noll,   
CasPar Bußeck ./. den 18. t(en) oct: 1649 geschworen   
Johannes Schlencker / hat d(en) 29 t Marty 1649. geschworen,
Johann Conradt Schettel, hat d(en) 29 t Marty 1649 ge= 
                                          schworen ./.  
Conradt Wentzel, hat geschworen / 1647 / 
  ist dem Hl. Renthmeister den 8. t January 1649. vbergeb(en) ./. 
Philips Bechtoldt Schueldiener Zue Steinbach /  
Johannes Wormbser
/
Johann Herman Reuling
HerR Seytel den 18t(en) oct: 1649 geschworen,   
HelffRich Burgk den 29t(en) Marty 1649. geschworen / 
Diese 13. Newe Centner so noch nicht geschworen,
 seindt beim nähern Centgericht Zue Citiren vndt
   haben noch Zue schweren /  
NB. HerR Lorentz Franck hat beim Nähern gericht 
     den Schöffenaydt würcklich Zue praestiren -/ 
[I, 161r]   
Newe Centner Zue Lindes
den 1. t. Junij Aop 1648 ./.       
 
[II, 140]    
Centgerichts Rugen zue Lindes den 1. July Aop 1649  
durch Johan Balt[g.] Volpert Vetzbergern Centschützen Ahngebracht 
 
Der Burgleuth schwein haben in den wieß(en) bey der Hög gangen 
Melchior Hildenbrandts schwein gleichmeßig 
Item Baltasar Weyels schwein  
Johan Georg Weyels schwein 
Jacob Jungen schwein jtem 
Hanß Lentzen schwein 
 
[nach freier Fläche:]   
NB.
  Johannes Beckers Sohn, hat mit den Schaffen vf 
    Kuchenbeckers Clara Haffer gehütet, ist beim
      Nehern gericht einzupring(en) ./.
 
[II, 140r; kopfstehend:]   
Centgerichts Rugen den 1 t Junij Aop 1648
durch Volpert Vetzbergern ein bracht 
 
[II, 141; Kleiner, schmaler Zettel:]   
    Ahm Centgericht Zue Lindes zugedencken,  
1. Daß Balthasar Weyel Mittschöff des Centgerichts gesagt  
     die Herrn schöffen hetten, Alß sie ihn(ihme?)
     in die Straff erkanth, vnrecht Gericht, selbiges dem
     Herrn Schultheissen vf offener gaßen zue Gießen vor 
     Johannes Ohls Hauß vorgeworffen  
2. Daß er mit Ohngestümb vff Sontags Misericortie, Alß der 
     Schultheiß exofficio contra Paulum Causen der Hofffrau, 
     wan sein Baltzer Weyels Mutter in güte Verechnen
     wollen, mit gefäusteten Händen vndt großer Ohngestümb,
     gleichsam vberlauffen vndt g(enann)t(e)n Herrn Schultheisen 
     ohnbescheydentlich Ahngefahren 
3. Daß Herman Mauß vndt sein tochterman ihre güter 
     in der Centh theilß vertauscht, theilß verkaufft die 
     beschwerung wied(er) den Centhbrieff einem Andern, vndt 
     nicht den gerichtschreyber schreib. Auch gar nicht sieglen
                                                                          laß(en) 
[II, 141r, ist leer.]    

1649
[I, 162]
Newen Centner Zue Lindes, Sünsten Alle Bürger vndt Andren
      Ao. 1649 ./. Zue Giessen .p
Johannes Schlencker,   \
Johan Conradt Schettel   -
haben den 19. T. Marty geschworen
Helffrich Burgk             /
Johannes Ohl                \
Jacob Simon
,              \
Caspar Bußeck
,                \
Herr Seytel,                   \ haben den 18. T. Octob: geschworen
Johannes Hamel            /
Henrich Seipp
               /
Juncker von Oinhausen /
Johannes Sack
          /
                                   Jhdauber
G##
[I, 162r]   
[mitten:]   Newegeschworner Centner
                zue Lindes, Ao.p 1649
                den 19 T. Marty vndt
                den 18. T. 8brs geschworen p.  
[unten:]   Seindt ingleichem dem
              H(errn) Renthmeister vber=
                    geben ./.
[I, 163]   
Verzeichnus deren Neuen Centner ahm Centgericht
Zue Lindes, haben geschworen In ao.p. . 1649 ./. 
        Giessen./.
Johannes Schlencker,   \
Johann Conradt Schettel -
 den 19. T. Martij, 1649. geschworen,
Helffrich Burgk,               /
Johannes Ohl,  \
Jacob Simon,      \
Caspar Bußeck,    \
Herr Seytel,             \  den 18. T. Octob: 1649. geschworen,
Johannes Hamel,  /
Henrich Seipp,     /
Juncker von Oinhausen,
Johannes Sack,/
                                   Jhdauber
G##  
[I, 163r]    
[mitten:]     Neuwe Centner zue
                  Lindes, Aop 1649 ./. 
[I, 164]
Vngehorsam Centner Zue Lindes
  den 29.T. Marty vndt 18.T. Octob:
           1649 /.
Cunradt Henckel,              \
Hanß Hamels
tochterman, - Zue Giesßen,
Henrich Schneyder           /
Jacob Zerben       \
Jacob Päppler      / Zue Lützellinden,
Görg Kandengießer
,        \    [Dick gestrichen.]
Cyriacuß Schmitt                - Zue Giesßen,
Johann Herman Reuling /
Jacob Zerben
,              \
Hanß Caspar Magnuß /  Zue Lützellinden
./.

                 J.Hilariuß Dauber G##
[I, 164r]
   
[mitten:]
     Vngehorsame Cent=
                  ner  zu Lindes 1649. 
[I, 165]
Vngehorsame Centner Zue Lindes den 29.T.Marty,
 vndt 18.T. Novembris, Anni, 1649 ./.
Cunradt Henckel         \
Hanß Hamels
Tochter, - Zue Giesßen,
Henrich Schneyder    /
Jacob Zerben
,      \
Jacob Päppler      / Zue Lützellinden,
Görg Kandengießer
,       \    [Unlesbar, etwas in den Namen geschrieben.]
Cyriacuß Schmitt                - Zue Giesßen,
Johann Herman Reuling /
Jacob Zerben,              \
Hanß Caspar Magnuß /  Zue Lützellinden
./.

                 JHilariuß Dauber G##
[I, 165r]
[mitten:]     Vngehorsame Centner 
                  zue Lindes Aop. 1649 ./.

18.10.1649    
[II, 22, kleines Blatt]    

 
 

 
2. f.
 
 

1/2 f.
 

3/4. f.
 
 
j. f.

j/2. f.
 
 
    7. tornuß
 
Verzeichnus deren Ahm Centhgericht Zue Lindes 
gerichtlich, den 18 T. 8brs 1649. Erkanther
           Bussen p.  
 
Jacob Simon Bürger vndt Kandengießer Zue Gießen,
  weil er, nachdem er Zum dRittenmahl Vf beschehene Cita= 
  tion nicht ahm gericht erschienen, dem Gericht Auch Zuent=
  botten, daß er Ahm gericht nicht erscheinen wolte./. 
HenRich Weyeln weib, weil sie Melchior Hildenbrandts  
  Knecht, eine garben Haffer, mit gewalt vom Karch ge=
  nommen / 
HenRich Weyel, daß er eygener gewaldt vndt wieder der
  Centgerichts geRechtigKeyt, Melchior Hildenbrandts Knecht, 
  geschlagen ./. 
HenRich Weyel, Weil er Melchior Hildenbranden geschlagen,
  daß er In ohnmacht gefallen /  
HenRich Weyel, daß er vber voriges ZugefahRen, Melchior 
  Hildenbranden mit einer gabel vf den Kopff, ein Loch vndt
  BluthRüßig geschlagen
Hanß Lentz, daß seine Schwein des Junckern Haffer verder=
  bet, vndt obwohl ihm befohlen, selbige einZuehalten, Er aber 
  solche ohne scheuw herumbstreichen vndt fernern schaden 
  thun laßen./.
[II, 22r]       
7. Tornuß
 
j 1/2. f.
 
 
j. f.
 
 
j. f.
 
 
 
 
2. f.
 
 
 10. f.  Nota
 
Baltzer Weyel, Weil seine Kindere mit ihRem Viehe 
  des Junckern Korn Abgeetzet, 
Melchior Hildenbrandt, Ist vber verbott, bey nacht vndt
  nebel inß feldt gefahren, Vber[gestr.] HenRich Weyels Haffer vf
  gefahren[gestr.] gelathen vndt heimbgeführt,
Melchior Weyels[gestr.] \Hildenbrandts/ Knecht Ist mit entblöstem Meßer vf
  HenRich Weyels, Frauw gelauffen vndt ohnahngesehen
  sie \hoch=/schwangers leibs begRiffen Zue stechen, betrohet,
Melchior Hildenbrandt, hat Jacob Jungen Knaben
  den Hudt Abgepfandet, das pfandt vf die Burgk
  in des Junckern gewahrsam, vndt wieder Vnseres
  gnedigen Fürsten vndt Herrn Auch der Centh Zue Lindes
  gerechtigKeyt, nicht in der Centh verwahRung gethan,
Gorg Kandengießer vndt sein Haußfrauw haben
  dem Centhschützen, das pfandt vf freyer gaßen 
  eygener gewaldt Abgenommen, 
Gorg Kandengießer[n = gestr.], Ist Zue vnderschiedenen 
  mahln, endtlichen bey meydung 10. f. bues, beim ge=
  richt Zuerscheinen Citirt worden, er Aber Zum offtern=
  mahl Außenplieben ,Habens die Hh Schöffen bey Ahn=
  geRegter straff beneben der Schöffen gebür gelaßen

[II, 23; Vorderseite leer; II, 23r; kopfstehend:]   
       Bussen in der Centh zu Lindes
       Gerichtlich erkanth Ao p 1649
N[gestr.]  Ist dem H(ern) Renthmeister, mit den Newen 
              Centner vndt Vngehorsamen verzeichnuß 
              vbergeben  

[II, 244. Zeitlich um ca. 100 Jahre zu spät eingebundenes Blatt.]      
    Rugen so Ahm Centgericht Zue Lindes
durch den Veldtschützen, Volpert Vetzbergern
   den 19t oct: 1649 Ahm gericht
             eingebracht /
Johannes Marx, hat Hanß Seippen gerst
  mit dem Pferdt Im standt darnieder getretten /
Die gemeindt Lindes, seind mit der gantzen Herdt
  Viehe Vber Verbott, vndt über der Hög, vf des Herrn
  Cantzlars vndt Andern wiesen vf einen Sontag
  vnd(er) der Morgen Predigt gehüdet /
Johannes Gärtner hat mit seinem pferdt beim
  schützges born in d(er) wiesen gehüdet /    
Henrich Weyels fraw, hat im Gießer
  feldt in der ,,\Anderleuth/ Haffer gekraudet /
Ingleichen hat dessen Magdt in Gießer feldt
  in Anderleuth Haffer gekraudet /
Ludwig Haupten fraw hat ingleichen
  daselbsten gekraudet /
Simon Plocken Jung, ist mit den Khüen in d(er) Centh vber Herrn
   Bernhardt Wrexen waitzen gefahren /
Henrich Loni Jung ist gleichmeßig damahls vber selbig(en) 
  waitzen mit den Khüen gefahren /  
Hanß Lentz hat mit 7. Stück Rindviehe vber der Höge in
   H. Doctor Schaudantzen wiesen gehüdet / 
Jost Kausen wittiben tochter hat in des H. Cantzlars
   wiesen gehüdet
                               Johann Hilariuß Dauber
[II, 244r]    
Ahm Centgericht zue Lindes, durch
Volpert Vetzbergern Centschützen
Ahm 18t(en) octob: Eingebrachter Rugen
       Ao 1649 ./.

[II, 142]    




/1.

/2.
----       



/3.

/4.

/5.

/6.

/7.

/8.

     /9.--- 
 
/10.
 Verzeichnus deren Ahm Centgericht zue Lindes
  durch den Centhschützen Volperth Vetzbergern
   den 18. T. Octobris, Aop .1649: Eingebrach=
           ter Rugen .p.  
Johannes Marx zue Giesßen, hat Hanß Seippen gerst, mit seinem
  pferdt im standt darunder gedrettet vndt verderbet, 
Der gemeindt zue Lindes Herdt Rindtviehe, hat ahn einem Sontags
  frühe vnder der morgen Predigt, vber der Höge, vber verbott, vf
  des Herrn Cantzlars vndt Andern wiesen gewaydet vndt das grom=
  met verderbet, 
                Paulus,,
Johannes[g.],, Gärthner hat mit seinem pferdt, beim Schützges born, 
  in einer wiesen gehüdet,
Henrich Weygels frauw zue Lindes; hat im Giesßer feldt, In An=
  derer Leuthe Haffer gekraudet, 
Henrich Weygels Magdt, hat in gleichem, im Giesßer feldt, In Anderer
  leuthe Haffer gekraudet, 
Ludwig Haupten Haußfrauw, hat ebenmeßig im Giesßer feldt 
  in Anderer leuthe Haffer gekraudet,
Simon Blocken Jung ist mit den Khüen in der Centh, vber Herrn Bern=
  hardt Wrexen Waitzen gefahren, den 13. T. Octob: 1649./. 
Henrich Loni Jung, ist gleichmeßig selbiges mahl vber H(errn) Bernhardt Wrexen
  waitzen mit den Khüen, gefahren./ den 13. T. Octobris / 1649
Hanß Lentz hat mit 7. stück Rindviehe vber der Heg, In H(errn) Doctor Schaudantz(en)
  wiesen gehüdet,
Jost/ Jacob[g.] Kausen wittiben tochter, hat in des Herrn Cantzlar wiesen gegrast, 
                                                                         Johann Hilarius Dauber ### 
 [II, 142r]  [Untere Hälfte des Blattes:]   
     Rugenzettul, Ahm 18. t. Octob.
     1649. durch Volpert Vetzbergern 
     Centhschützen, Eingebracht Zue
             Lindes   ./. 
 
      n   22 
 
[II, 143]

























     4
[Es folgen nun wieder lange, schmale Zettel.]  
Centner zue Lindes den 18. t. ocbr
           1649 ./.
     Gießen,  
Hospital Meister, 
Jost Bender,  
Jost Welcker,  
Matthias Stall,  
Baltzer Schmitt,  
Ebert Höring der Alt  
Cunradt Henckel,[gestr.] moto Baltzer Gapp    
Gorg Kandengießer,  
Cunrad Adamß Wittib,   
Hanß Hamels tochter,  
Hanß Baltzer Dech,  
    Juncker Senfft,  
Jr. Schwalbachs Keller, H. Cunradt Schantz[Ganze Zeile gestrichen.] 
M. Johannes Wagners ww 
Herman Eckel{s ww}  {}[nachgetragen] 
Cristoffel Sauer
Herman Mauß,  
Hanß Aßmuß,  
Johann Drommershausen,   
Hanß Oss[gestrichen]   
Enders Gladt
Hanß Adam Burgk
Wilhelm Eckels ww,    
Conradt Kintzenbach,  
Adam Hoffman,  
Henrich Kümmerdings ww
Gorg Bender,     
Wendel Seipp,  
Anthonius DritteRuff,  
Johann Wagners ww[Eintrag gestrichen.]  
Johann Niclas Adam,  
Conradt Ferber,  
Conradt Vogt, 
   [kopfstehend:] 
     Vohledelge   
[II, 143r]
 
 
Conradt Seipp, [gestrichen] 
Johannes Vom Sandt
Ludwig Flett,  
H. Lüncker CammerschReyber,  
Niclas Fauerbachs wtw [gestr.] modo Johan Baltzer Fauerbach   
Philips Schneyders tochterman modo Ciriacus Schmitt ./. 
M. Hanß Fuchs Scharpffrichter,  
Henrich Ebenauw
Caspar Möller[gestrichen]  
Hanß Seipp,  
Johan Gorg Bender
Gorg Henrich Steckenroth[gestrichen]  
Jost Eckhardt,    [gestrichen]  
Helffrich Burgk,  
Johannes Becker,  
Aßmuß Möller,  
Görg Adam Kröcker,   
Lorentz Vetzberger,   
Jost Bechtoldt,  
Johannes Schmitt,  
Bernhardt Obergärtner,   
Johannes Marx,   
Johann Peter Schmitt  
Alexander Völcker[gestr.] moto Joh(ann)es Marx ./.  
Caspar Seipp,  
Conradt Wentzel,  
Johannes Gärtner,  
Philips Bechtoldt zu Steinbach, Schueldiener, 
Johann Cunradt Schettel,  
Johannes Schlencker,  
Crafft Löber,_____________________________________
Johannes Ohl,                              H. Doctor Schaudantz{en wittib},
Johan[g.] Philips Fauerbach,         Johan Herman Reuling   
Jacob Simon,                               Herr Seytel,  
Johann Henrich Schmitt,[gestr.]     Henrich Schneyder
Johan Gorg Noll,                          Johannes Hamel,  
Caspar Bußeck,                           Castenmeister zu Giesß(en),    
Johannes Noll,                             New Castenmeister daselbst       
Johannes Schneyder,                   Henrich Seipp    
Johannes Wormbser[gestr.]          Fraw Einhausin ./.  [Die beiden letzten nachgetragen.]  
Johan Gorg Dritteruff,                 Gerlach Bös ./.     
[II, 144] 
 
 
      Lindes,  
Jost Kausen wittib,  
Ludwig Haupt,  
Clas Weyels ww,   
Ludwig Hardtman,  
Philips Eberdts,  
Georg Eckhardts wittib,  
Johannes Dönges,  
Hanß Lentz,  
Johan Reinhardt,  
Johannes Schwetzer,  
Cunradt Peter,  
Cunradt Becker,   
Peter Lentz,                              _______________
Melchior Hildenbrandt,               \ Henrich Weyel
Johan Gorg Weyel,                    / New Centner ./.  
Philips Lentz,      
Johannes Neydel hat noch zue schwören ./. 
      Allendorff,   
Johannes Weyel, moto Joh: Melchior Weyel,      
Henrich Schäffers wittib,   
Joachim Hildenbrandt,   
Johannes Burgk
Theiß Volck,  
Melchior Pepler ./. [Die letzten beiden sind nachgetragen.]    
Jacob Volck /   
     Lützellinden   
Jacob Zerben,   
Hanß Päpler,  
Stoffel Engelhardt,   
Peter Möller,  
Johannes Heß,   
Jacob Päpler,  
Hanß Caspar Magnuß,    
Jost Cristmanß erben ./.  
[II, 144r]
 
 
[Die obere Hälfte, die Schöffenliste, ist kopfstehend geschrieben.]  
     H. Schöffen   
Henrich Schmitt,  
Conrad Wormbser,  
Johan Jost Ebel
Bernhardt Wrexen,  
Caspar Möller
Jacob Jung,    
Herman Kröcker,  
Velden Wagner,  
Cunrad Wagner, hat sich los gemacht, 
Baltzer Weyel,  
Baltzer Gaupp  
H. BauwschReyber, Lorentz Franck.p.  
 
   5 1/2 R(eichs)th(a)l(e)r. Zue Außbringung
             Nebenst der Haffer
_____________________________________________ 
Will nebenst diesem, 2. tahlr Servis geldt 
  Auch Jeden monat nuhrent vor 28 tag halt(en), 
   schlegt den leuten bey tag vndt nacht, / 
           Auß den Heusern, vndt Jederzeit 
           die fenster Auß, scheusst[gestr.] scheust
           die Öffen Auß vnder stehet sich 
           den Armen leuten dz gesindt noth=
           züchtigen, hat ein fraw in Arm=
           gestochen, will Nebenst Allem diesem 
           10 R(eichs)th(a)l(e)r vors bette haben ./Bericht
        wolle etzliche bawren darnied(er) schießen, 
           vndt Zum Obristen Reyten, wüste wohl 
           dz selbiger ihn Auß[g.] alß dan ahn andern
           gute orthen schicken ./.     

1650   
[II, 145] [Kaum lesbare Akte in furchtbarer Schrift]   
Zuwißen, Alß Balthasar Gaup Burger in Gießen beij
Fl Cantzleij alhier geklagt, wz maßn er Vf Bernh(ard)[Tintenfleck] Agels 
Thorschreibers begehren ihme seinen Acker vor der Linder=
marck gelegen von dem gemeinen wege abZusteinen , deßen
er sich Zwar anfenglich verweigert, doch endlich vf seines
Collegii Caspar Müllers Zusprechen sich dar Zu gebrauchen laßen,
welches Burgermeister vnd Rath Zu Gießen empfunden
vnd Vorgeben, es muste solchen Stein widerumb herauß ge=
worffen vnd abgeschaftt werden, derhalben er Balthasar sich
vnderstanden solchen Stein allein widerumb herauß Zuheben
vnd den Leuthen denselben auß dem gesicht getragen, Aber
wie ein Erbar Rath Zu Giessen dieses in erfahrung ge=
bracht, haben sie ihn deswegen Zu Rede gesezt, vnd dahin
gewolt, er solte sich des Steinsezens vnd deßen Ampts
biß vf ferner verordtnung enthalten oder immittelst bej
der Fürstlichen Regierung sich purgiren vnd ein anderß
außbringen,       Dieweil er dan an Heut bey
Fl. Canzleij gehört vnd man befunden, dz er diesen
Stein ex muta simplicitate, et abspue dolo, vnd ohne
sein vnd der seinigen nutzen oder gewinn , auch ohne
schaden des dritmans, allein solchen stein widerumb
außgehoben vnd den leuthen auß den Augen gethan,
vnd dan sich im nachfragen befunden, dz er Balthasar
eines ehrlichen lebens vnd wandelß ist ,                  So
ist von Ampts wegen das Raths Decret hiermit vfge=
hoben, Vnd er Balthasar bej seinem guten Nahmen
vnd leumuth gelaßen, vnd dz ihme diese Steinaußwerfung
keines weges schmizlich oder nachtheilig sondern er
in den Schöpffenstuhl Zu Lindeß vor: wie nach
gelaßen vnd geduldet werden solle,   In Vrkundt
deßen ist ihme dieser Schein vnder Fürstlichem hierfür  
Vfgerrichtem Canzley Decret mit getheilt word(en), So geschehen 
in Gissen am 19. Augusti Ao p 1650. 
     [Aufgeklebtes Siegel]   
                                        Johannes Malcomesius       [FBG, 2628]   
                                                    Secr. ##
[II, 145r, ist leer.]   
[II, 146] 
  Actum Gießen d(en) 27 t(en) Septembr: 1650.
  Wegen des feldschadens welcher dem Herrn
            Cantzlar vf seine wies beim weyer gescheh(en).
Johan Adam Burgkhard feldschutz wurd erfo(r)d(er)tt und beij
seinen Pflichten erinnert mich die warheit Zu berichtten
weß(en) vih vf des Herrn Canzlars wieß(en) geweß(en), was
vor gesindg(en) darbij geweß(en) und weilen sie vf d(er) wiß(en)
gewesen           hirauf hett er mit d(er) hand Angelobt
die warheit mir nit Zuuerhöhlen, sond(er) Zu bericht(en) wie
er es fund(en) vnd mit seinen aug(en) geseh(en). 
Gestern vormittag vmb 10 Vhr seij ihm Johan Volpert
Fetzberger der Schüz Zu linnes Zwisch(en) d(er) wiß(en) vnd dem Selters
,,bache begegnet, Dan hatt er bericht dz beij dem weijer 
vil vih ware er solt mit Zu seh(en) dz es ki schad(en) thet. 
Alß er Burckhard aber vf des Hern Canzlars wieß(en) 
geweß(en), weren des Herrn Canzlars 3 Megt vf d(er)
wieß(en) geweß(en), hetten grummet vfgeschoren
mit heim genomm(en), do habe er keinen frembd(en)
mensch(en) anoch auch einig frembd Vih vf des Herrn
Canzlars wieß(en) geseh(en).     des Kellers Schaudantz(en)
Vieh welcher eine wies neb(en) des Herrn Canzlars
wiß(en) lig(en) habt seij do weid(er) gang(en), do hette Zeüg(en)
Zu dem gesendg(en) gesagtt, sie soltt(en) sich hütt(en) dz das
vih nit dem Hern Canzlar Zu schad ging, sonst(en)
würd(en) sie Vbel ankom(en), er hette auch den 3
Megtt(en) Zugered alß ein Kuh vnuersehens vf
die wiß gestoß(en), sie solt die Kuh weg treib(en), daruf
die magt geantwortt, ob sie ihr magtt sein: vnd d(er)
Küh hütten sollt. Vnd könne mit gutem gewiß(en)
sag(en) dz dem Hern Canzlar alß er dageweß(en) kein
schad gescheh(en).
Johann Volpert Fezberger alß er hinaus Zum vih
komm(en), hett(en) solchs neb(en) dem weijer gang(en) vnd weren 
des Herrn Canzlars 3 Mägte schon heim
geweß(en) dan sie von Johan Adam Burkhard(en) 
hingang(en), do habe er vermutet dz grumett 
[II, 146r]  
welches die Mägtt Zusam(en) geschor(en) vnd nach
hauß getrag(en), dz selb hette dz vih abgeezet; Er
hett auch deßweg(en) die Vihhirtt(en) hart mit wortt(en) an
geredet, sie hett(en) sich aber entschuldgett, dz
sie kein schad(en) deme Hern Canzlar gethan,     Zu
dem so lege dz grumet wie es geZett seij
biß an dem plieb(en) dz die Megtt hinweg getrag(en) 
annoch, vnd könt beseh(en) werd(en) , dz kein
schad gescheh(en).
Dafern nun weiter inq(uer)ation begert wirt
soll solche vorgenomm(en) werd(en)  
[Ebenso schwer lesbare Akte, wohl vom gleichen Schreiber.   
Im oberen Bereich ist jeweils die Tinte der Rückseite durchgeschlagen.] 
 
[II, 147]   
Gerichtlich erKanthe Bussen, des Centhgerichts
   zue Lindes, den 3. T. octob: 1650./. 
 
Gorg Kandengießer zue Giesßen hat den Centhschützen Volpert
  Vetzbergern einen frucht vndt feldt dieb gescholten / 
                            -------------------- 2.fl. 
Jacob Jungen Magdt hat Velden Wagners tochter zwingen wollen, 
  sich[? Tintenklecks] Zueverschweren, daß sie ihr nicht nach inß gras gehen wolle / 
                               ------------------ 1/2.fl.
Item Jacob Jungen Magdt, hat Velden Wagners tochter vndt
  ihr gantz geschlecht, Zauberin gescholten 
                               ------------------ j.fl.
Johannes Sandt, hat ein graben ohne Dönges Andermanß vorwissen
  eingeworffen, vndt verursacht, daß die stein ruiniret worden / 
                           --------------------- 2.fl.
Id(em) Johannes Marx hat ohne erlaubnuß, wieder den Fürstlichen
  Centhbrieff inß gericht geredet,  ----- 1/2.fl. 
              -------------------------------- 6.fl.
 
                          32 
[II, 147r, ist leer bis auf das Folgende im rechten unteren Viertel:]  
Centhgerichts den 3. t. oct: 1650 
    Erkanthe Bussen /

[II, 148]    









 















 [kopfstehend:]   
Vom Centhschützen Volpert Vetzbergern
Ahm 3. T. Octob: 1650 Eingebrachter 
              Rügen
Von feldtschützen Volperth Vetzbergern
den 3. T. 8brs 1650 eingebrachter 
           Rugen /  
                      /1.
Johannes Marx hat sein Pferdt vffm
Keulges graben Ahn der Zehent Haffer 
gehen laßen / 
                     / 2.
Selbiger hat dem Bauwschreyber einen
wegk durch den waitzen vndt Also den
waitzen abgeschnitten /
                    / 3.
Item selbiger ist Mit seiner winter gersten
dem Bauwschreyber durch sein Korn gefahren /
                    / 4.
Noch selbiger den Keulges graben einge=
worffen, den fluthgraben zugeworffen,
vndt Henrich Schmitten durch sein Acker gefahren /
 
Baltzer Reuter der Schäffer, hat beim Schütz=
ges born Rudolph Stammen in der wiesen mit
den schaaffen gehütet /
 
Item hat selbiger Jacob Jungen In der wie=
sen vf der löhn gehütet /

Jung Görgen Johanneßen Jung hat
mit Vier Andern bei sich gehabten Jung(en)
in CasPar Schäffers wieß mit den Khüen
gehütet /

Conradt Ferbers Magdt hat in Conradt Vogts
wiesen triesch ge[g.] hind(er)m weyer gegrast, 
Conradt Peters Pferdt, seindt in den Erbsen
vndt Wücken funden worden sindt Philips
Eberdtsen gewesen ./.
[II, 148r]   

Gorg Kandengießer hat mit seinem wagen
vber Conradt Vogts Mit Korn gesäheten Ackers
Ahnwanth gefahren ./.

Alle Benachbarten zue Lindes seindt vber
   verbott mit ihrem Rindtviehe Im gehög=
   ten Haffer feldt gehütet,
 
Item das Burgk: vndt Melchior Hylden=
brandts Kuehe[g.]\gesindt/ haben in gleichem daselbst
gehütet mit ihrem viehe .p
  
 
[II, 149]  
 
 









 
Von Volpert Vetzberger Centhschützen
Ahm 3. T. 8br 1650 Eingebrachter
                  Rugen
   seindt 12.
Vom Feldtschützen Volpert Vetzbergern den
3 t. 8brs 1650 Eingebrachter Cenths Rugen,
                     /1.
Johannes Marx hat sein Pferdt uffm Keul=
ches graben Ahn der Zehnt Haffer gehen laß(en),  
                     / 2.
Selbiger hat dem Bauwschreyber einen wegk
durch den wäitzen undt Also den waitzen Abge=
schnitten, 
                    / 3.
Item Selbiger ist mit seiner wintergersten dem
Bauwschreyber durch sein Korn gefahren, 
                    / 4.
Noch selbiger hat den Keulches graben eingeworf=
fen, den fluthgraben zugeschlaufft undt Henrich
Schmitten
durch sein Acker gefahren, 
                    / 5.
Baltzer Reuter der Schäffer hat beim Schötz=
ges born Rudolph Stammen in der wiesen
mit den schaffen gehütet 
                    / 6. 
Item hat selbiger Jacob Jungen In der wiesen
uf der Löhn gehüdet, 
                    / 7
Jung Gorgen Johannesen Jung hat mit Vier
Andern bey sich gehabten Jungen, in Caspar Schäf=
fers
wieß mit den Kühen gehüdet, 
                    / 8.
Conradt Ferbers Wittiben Magdt, hat in Conradt
Vogts
wiesen triesch hinderm Weyer gegrast, 
                    / 9.
Conradt Peters pferdt, seindt in Philips Ebertsen
Erbsen undt wücken funden worden,  
                    / 10.   
Georg Kandengießer hat mit seinem wagen
uber Conradt Vogts Mit Korn gesäheten Ackers
Ahnwanth gefahren ./.
                    / 11.
Alle benachbarten zue Lindes seindt[g.]\haben/ uber verbott,
 mit ihrem Rindtviehe Im gehögten Haffer feldt
 gehütet,
                    / 12.
Item das Burgk undt Melchior Hyldenbrandts
gesindt, haben in gleichem daselbst gehüdet
[II, 149r, ist leer.]   
[II, 150; kleiner Zettel]    

[II, 150r]   
Ahm Ersten Centhgericht Zue Loller[g.] Lindes dieß
1650.t(en). Jahrs ist durch den Centhschützen
Volpert Vetzbergern Ahn Rugen eingebracht
 
Johanes Marx hat Baltzer Weyeln Von seiner
  gemäheten Haffer gerafft undt seinem pf(er)dt
  geb(en),       \Metzg(er)s/
Johanns Beckers Jung hat mit seinen schaffen bey
  der Barreß Hecken vf Ciriac Schneyders
  Haffer gehüdet, 
Baltzer Schäffer hat mit den Schaffen In
   Rudolph
Stammen wieß beim Schötzges
  born gehüdet,
Item selbiger hat im gänßwinckel In Einer
  wiesen gehüdet,
Gorg Kandengießer hat mit seinem pferdt
  beim Schötzges born in Caspar Schäffers wieß
  gehüdet,
Johannes Gartner hat beim Schötzges born mit
  einem pferdt in Gorg Kandengießers wieß
  gehüdet,
Simon Plocken undt Henrich Lani Jung(en) haben mit den
  Khüen vber H. Bernhardt Wrexen undt And(er)
  Leuth Korn gefahren, die frucht in die Erde gedret0
  ten p.  
Die gemeindt Zue Lindes haben mit ihrem Rindt=
  viehe durch die Hög in Gießer grundt vndt
  in die wiesen gefahren,
Henrich Weyels Schwein seindt in der frucht
  gewesen undt großen schad(en) gethan, 
Item selbiges hat mit [Eintrag gestrichen.]  
Item Johan Henrich Weyels schwein, haben
  daselbsten gegang(en) undt großen schad(en)
  gethan .p











[kopfstehend:]       n  23

[II, 151, beidseitig und II, 152, sind leer; II, 152r; ganz unten:]    
Pt (Praesentiert) den 18 t 9brs 1650 ./.
[II, 153; kleiner Zettel; rechts oben:]   
Vom feldtschützen Volpert Vetzbergern
den 3. t. oct: 1650 Eingebrachter Rugen,           
Johannes Marx hat sein pferdt ufm Keul=
   ches graben Ahn der Centhaffer gehen laß(en),  
Selbiger hat dem Bauwschreyber einen wegk durch
   den waitzen undt Also den waitzen Abgeschnitt(en)  
[II, 153r, ist leer.]   
[II, 154]   
Von Volpert Vetzberger Centh feldtschutzen Eingebrachtet
          Rugen, den 3. t. \Octob:/ 1650./.
/1)   Johannes Marx hat sein pferdt ufm Keulges graben
          Ahn der Centhaffer gehen laßen  [nachgetragen:] Ist erlaßen ./. 
/2)   Selbiger hat dem Bauwschreyber einen wegk durch den
          waitzen vndt Also den Waitzen Abgeschnitten /    
/3.   Item Selbiger ist mit seiner wintergersten dem Bauw= 
         schreyber durch sein Korn gefahren / [Eintrag gestr.; später:] ist erlaßen ./.  
/4.   Noch selbiger hat den Keulges graben eingeworffen
         den fluthgraben Zugeworffen, Auch Henrich Schmitten
         durch sein Acker gefahren, 
Dl/5. Baltzer Reuter der Schäffer hat beim Schötzgesborn Rudolff
             Stammen
in der wiesen mit den Schaffen gehütet ./.  
/6.  Item selbiger Hat Jacob Jungen In der wiesen vf der bach[gestr.]    
         Löhn gehütet ./ {ist erlaßen ./.}[gestrichen, dann mit Pünktchen darunter wieder gültig gemacht.]  
       Item Baltzer Schaff Hat Jacob Jungen In der Wiesen vf der
         Löhn gehüdet ./.  
[II, 154r]     
/7   Jung Gorgen Johannesen Jung, hat mit Vier Andern bey
        sich gehabten Jungen in Caspar Schäffers wieß, mit den
        Khüen gehütet / 
/8.  Conradt Ferbers Magdt, hat in Conradt Vogts wiesen trisch,
        hinderm Weyer gegrast ./.
Lorentz Vezberger 6ll [links am Rand eingefügt.]    
/9. Dl Conradt Peters pferdt seindt in den erbsen vndt wücken funden [Zeile ist gestrichen.]  
            Johan Ebert Emm 4 ll [Später zwischen die gestrichenen Zeilen eingefügt.]   
        worden, saindt Philips Eberdtsen gewesen, [Zeile ist gestrichen.] [Vor Eintrag 9 ist links eingefügt:]    
Caspar seyb 4ll
Herr Sauer
  666
/10. Gorg Kandengießer hat mit seinem wagen vber Conradt
         Vogtes mit Korn Außgestelten Ackers Ahnwanth gefahren ./.
/11. Alle Benachbar(t)en zue Lindes, seindt vber verbott mit ihrem
         Rindtviehe Im gehogten Hafferfeldt gehütet / 
/12. Der Burgk vndt Melchior Hyldenbrandts gesindt, haben in=
         gleichem daselbst gehütet mit ihrem Viehe ./. 
 
[II, 155; kleiner Zettel; {alles in dieser Klammer ist nachgetragen}.]    
6 ll{g} Lorenz fezberger{n Vor Horing(Hering) geb(en) /} 
4 ll  Caspar Seyb {i laub brodt} 
4 ll  Johan Ebert Emm {vor Hollendisch Käes} 
666 Herr sauers sonn {vor Liecht inß Schulth(eisen) Hauß,}
{4 lls  Johan Volpertt fezberger vor horing
           geben}
     {XII ll Johan Ebert Emmell den Hadt(?) beben(?)} 
[II, 155r; verfleckt, verblaßt:]   
Centh Rugen Zettul den 
3 t 8brs 1650 vom
Centhschützen einge=
brachter Rugen ./. 

08.01.1651    
[I, 252, letzte Seite des 1. Buches:]
Demnach Caspar Muller Burger vnd Steinsätzer alhier, be=
schuldiget worden, ob hette er in seinem Steinsetzer Ampt,
wider die gebuhr vmfahren, vnd von desswegen von Burger
meister vnd Rath alhier seines Steinsatzers Ampt entsetzet,
So ist gedachter Caspar Muller gegen Burgermeister vnd
Rath in Furstlicher Cantzleij gehört worden da sich den
befunden, daß er Muller keinen befliessenes datum
oder vntento(?) begangen, gleich wohl gebetten, ihn des
[In der linken Hälfte großer Fleck; Teile der Schrift nicht mehr lesbar.]   
Steinsatzer (Amp)ts Zu erlassen. darin ihme dan wilfahret,
doch de ........ ....  vnd al(so), daß es ihme vnd seinen Kindern,
an ihrem g....en(guten?) nahmen nicht nachtheilich oder schmitzlich,
vnd er des Ampts vor dissmahll erlassen worden,
stosen(?) aber beij seinem Ehren vnd ..richtestand nach wie
vor pleiben /vn\d gelassen werden soll, Vrkundlichen
hirfur l/            \Furstlichen Cantzleij decrets So geben
vnd /                \em 8 : T Januarij Anno 1651st
[Verdeckt durch aufgeklebtes  
Papiersiegel.]                        Furstliche Hessische Regierungs
                                               Cantzleij daselbsten##[Schnörkel]     

02.10.1651
[II, 17]
P Zue Lindes,           Verzeichnus deren den 22.T. May d.
Gerichtlich                 2.T. 8brs Ao p 1651 \P/ Erkanthe
                                         Bußen,

Melchior Hyldenbrandt Zue Lindes, Hat seine entgegen
   undt wid(er) Henrich Weyeln daselbst, Ahm gericht Hangente
   sachen, Ahm Centhgericht, Enlicht wie sich gebuhret, Außgeführt,
   Keines urtheils in der sachen erwardet Stillschweigent
   die sach vom gericht, ohne einige gehörige Appellation
   Abgenommen, undt alß dz gericht vistiret, dannoch die
   sach, wied(er) sein vorgeben, uf FB Cantzley nicht Außgeführ=
   ret, wehniger vor FB Cantzley einig(en) Appellationschein
   eingebracht./.    ----------------------------- 5.f.
Melchior Hyldenbrandt, daß er wied(er) Philips Eberts frauw
   gesagt, ihr Man seye nicht werth, dz er den Zehent heben
   solle,
Item er Melchior Hette ihme noch nicht uf sein maul geschlag(en)
   wie er[?, Fleck] Philips Eberts gethan Hetten------- 2.f.
[II, 17r]    
Lindes Gerichtllich erkanther bußen 1651
 
[II, 156]  
   Ehrnveste vnd hochachtbahre, wohlverordnete des löblichen
   vnd privilegirten Centgerichts Zu Lindes, großgünstige
        geehrte Herrn.
Auß der copia deß, am 16. t. Maij, verlauffenen .1650. t(en) Jahrs
beijm löbl. Centgericht gehaltenem protocoll ersehe ich, welcherge=
stalt Volpert Vezberger, alß feldschütz vnd Mittbürger Zu Giesßen,
bey besagtem Centgericht, wider mich wegen einiger, auß Zorn vnd
Privateyffer, wie er vorgibt, außgegosßenen injurien, deßen ich ihrer
zumahl nicht gestendig, klagend vorbracht, \vnd gebetten/ mich deßhalben Zu gnugsamer
straff Zu Ziehen.                  Obnun wohl billich, daß ich an ermelten
Vezbergern der, seinetwegen, beschehenen bestraffung vnd verur=
sachten großen kosten vnd schaden halben, regress suchete:
So will ich doch Zuforderst iezo vnd vor dißmahl, mit deren vorbeij=
gehung, berichten, waß es mit der beschehenen Injurj, die er
klagend vorbracht, vor eine eigentliche beschaffenheit habe,
vnd verhelt sich der anfang also: Alß vor vngefehr vier Jahr
ich neben meinem Eidam, Jost Bechtolden, Centgeschwornem, Vnd
dan meiner Haußfrauen an meinen in der Cent gelegenen halben
acker gefahren vnd mein vf klecken gelegenes Korn Zubind(en),
vnd heimb Zu führen willens, kombt ermelter Vezberger auch
dahin:   Vnd nachdeme ich ihne, seinen sichling, weil es Zu
ende ginge, binden hieße, gab er anfangs keine red von
sich, nachgehends aber, ward er von meiner Haußfrauen
abermahls geheißen, Er solt seinen sichling binden, gab er
endlich Zur antwort, Er habe seinen schon hinweg genomm(en),
eher wir kommen weren:    Alß ich nun hernach inß[gestr.]  
[II. 156r]   
die vff der andern helfft des Kornackers gestandene Gersten
binden vnd heimführen wollen, kommbt besagter Vezberger,
vnd will auch sein sichling, da es doch nur ein: vnd keine Zweij
ackers geweßen, von mir haben:, alß ihn aber solchen, wie billich,
verweigert, ist er fortgangen vnd in die vnverantworttliche
Rede heraußgebrochen: das solt dir noch sehr schaden:  Welches
ich nachgehends mit meinem großen schaden, Zumahl da .../[Rand]            ^dem gericht
ihm, der doch niemahls , wie er selbsten sich verlauten lasßen ^, mehr          geschworen [Links am Rand] 
alß mir glauben Zugestellet, dißhalben ich dan geg(en) ihn Vezberger  
meine Rechtliche notturfft mir hirmit vorbehalten haben will,
Ganz vnverschuldeter weiße, laider, erfahren müsßen. 
Disem nach, alß wir Zusammen kommen, vnd alß ich ihm, daß er
meiner ohnwissend, sein ihm sonsten gebührenden sichling
gebunden vnd vnverantwortlich weggetragen, vnd daß er Vn=
recht gethan, vnd deßwegen billig strafffällig seij, gnugsamb
vorwießen, hab ich es iedoch hernacher, weil es mein guth
wahr, vnd ich darmit Zuthun vnd Zulasßen freije macht habe,
darbeij bewenden lasßen vnd acquiescirt.        Bitte dem=
nach, weil es diße vnd keine ander beschaffenheit darmit
hatte, vnd ich billich Zu einiger straff nicht Zu Ziehen bin, noch
auch Rechts wegen darZu erkandt werden kan,   Ein löbl. Cent=
gericht wolle ermelten Vetzberg(er) mit seine klag künfftig
abweißen vnd mich genzlich deßhalben absolviren, deßen ich
dan gewertig bin. 
                    p 
                           p   
                                         Georg Kanngisßer 
                                         Mittbürger vnd Centh 
                                               geschworner  
[II, 157, ist leer.]   
[II, 157r] [Oben, von der Mitte aus beschrieben; kopfstehend:]    
Weil dieses suchen etwas zue spatt undt da Albereits das
   gericht ufgeschlagen gewesen, von Gorg Kandengießern
   zue Gießen, Contra Volpert Vetzbergern eingeschickt
   worden, Alß ist der bescheydt, daß zum Nehern gericht
   er sich selbsten Ahngeben, dieses suchen der gebür erhohlen,
   undt bescheydts erwarten solle, Lindes den 14.[g.]\2./ t .8brs. 
   Ao.p. 1651 .7. 
                                                  JHDauber G##
[Untere Hälfte; normal stehend:]    
                     Gorg Kandengißer zue
                          Giesßen / 
                               C.
                     Volpert Vetzbergern daselb=
                             sten.p
[Ganz unten:]
                     pt: Lindes den 2 T .8brs
                              1651./.

[Die folgenden Seiten enthalten eine Kopie des vorangegangenen Schreibens in Schönschrift.]    
[II, 158]   
        Pro Copia ./: 
   Ehrnveste F undt HochAchtpare Wohlverordtnete des Löblichen undt
   privilegirten Centgerichts Zue Lindes, grosgünstige geehrte Herrn.p.  
 
Auß der Copia des Ahm 16 T. May, verlauffenen 1650. t. Jahrs, beim 
Loblichen Centgericht gehaltenem protocol ersehe ich, Welchergestalt
Volpert Vetzberger alß feldschütz undt mittbürger zue Gießen bey
besagtem Centgericht, wieder mich, wegen einiger Auß Zorn undt
Privateyffer, wie er vorgibt, Außgegoßenen injurien, deßen
ich ihme zumahl nicht gestendig, Clagent vorbracht undt gebethen, 
mich des halben Zue gnugsamer straff Zue Ziehen,   Ob nuhn wohl
billich, daß ich ahn ermelten Vetzberger, der seinetwegen, besche=
henen bestraffung undt verursachten großen Costen undt schaden hal=
ben, meinen rekress suchete, So will ich doch Zue forderst itzo undt vor
dießmahl, mit deren vorbey gehung, berichten, was es mit den beschehe=
nen injurj, wie er Clagent vorbracht, vor eine eigentliche beschaffen=
heyt habe, undt verhelt sich der Anfangk also, Alß vor ohngefähr
vier Jahr ich neben meinem Eidam, Jost Bechtolden, Centgeschwornem
undt dan meiner Haußfrawen ahn mien[g.] meinem In der Centgelege=
nen halben acker gefahren, undt mein uf glöcken gelegenes Korn zu binden
undt heimb zu führen willens kombt ermelter Vetzberger auch dahin: Vndt
nach dem ich ihne, seinen sichling, weil es Zu ende ginge, binden hieße gab
er anfangks keine Redt von sich, nachgehents aber, wardt er von meiner
Haußfrawen abermahls geheißen, Er solt seinen sichling binden, gab Er
                                                                                          endtlich 
[II, 158r]     
endtlich Zur Andworth, Er habe seinen schon Hinweg genommen, Eher
wir kommen wehren:    Alß ich nun Hernach die uf der Andern helfft
des Korn Ackers gestandene gersten binden undt Heimführen wollen, kompt
besagter Vezberger undt will Auch ein sichling, da es doch nur Ein undt keine
zwen Ackers gewesen, von mir haben. Alß ihm aber solchen wie billich
gerwaigert, ist er forth gangen undt in die vnverandwortliche
Rethe Herauß gebrochen./. das solt dier noch sehrschaden, welches Ich
nachgehents mit meinem großen schaden, Zumahl da man ihm, der doch       
niehemahls , wie er selbsten sich verlauten laßen, dem gericht geschwo=
ren, mehr alß mir glauben zugestellet, weshalben ich dan gegen ihn
Vezberger
meine Rechtliche notturfft, mir Hiermit vorbehalten haben will,
gantz unverschuldeter weise, laiter, erfahren müßen.  c 
Diesem nach, Alß wir zusamen kommen, undt Alß ich ihm, daß er meiner ohn=
wißent sein ihm sonsten gebührenden Sichling gebunden undt unverand=
wortlich weggetragen, undt daß er unrecht gethan, undt des wegen bil=
lich straffellig sey, gnugsamb verwiesen, Hab ich es Jedoch hernacher, weil
es mein guth wahr, undt ich darmit zuthun undt zulaßen freye macht
habe, darbey bewenden laßen undt acquiescirt,  Bitte demnach
weil es diese undt kein andere beschaffenheyt darmit hat, undt ich bil=
lich Zu einiger straff nicht Zu Ziehen bin, Noch Auch Rechts wegen darzu
erkanth werden kan, Ein Löblich Centhgericht wolle ermelten Vetzberger
mit seiner Clag künfftig abweisen undt mich gäntzlich deshalben absolviren,
deßen ich dan gewertig bin. p  
                   .p. 
                           .p.   
                                         Gorg Kannegießer Mit=
                                          bürger undt Centgeschwor=
                                                  ner./.
[II, 159, ist leer.]
[II, 159r; unten:]
           Georg Kandengießer 
              Zue Gießen p 
                   gC;
           Volpert Vetzbergern da=
                  selbsten 

pt. Lindes den 2 t. octobris
      Aop .1651. /
 
1652
[I, 166]      
   Waß vorneue Zindener sein. 
H(err) Cantzeler dogter schutz 
Owerst wacht master Giliß  
Jongcker Senfft       
deß H(errn) fitz Cantzlers sein
  Howman Jacob   
Henrichg
deß Weiß Refers Eitte  
Petter Millers wittwe
     von litzelinde
hatt sichg verheiratt
   an ein Wittmann von großelinde  
[Ab hier dann wieder vom "normalen" Schreiber geschrieben:]   
Hanß Baltzer Ahn Statt Henrich Kümmer
    dings Zue Gießen 
dg. Johann Engel Ahn Christoffel Engelß,,
     hat geschworen"[nachgetragen] 
     ,,statt Zue Allendorff[gestr.] Lutzellind(en) ./. [Der ganze Eintrag ist gestrichen.]  
Johannes Neydel zue Lindes /   
Niclas Gart von Lützellind(en) hats
     zwei Jahr ubergang(en) 
[I, 166r; unten:]   
      Newe Centner 
      Zue Lindes,  Aop.  
          1652
 
   (?)Im Herren Gott
 
21.04.1653         
[II, 160; langer schmaler Zettel]    
Cathalogus der Centgerichts
Schäffen, Alt: undt Newer Centner 
des Centgerichts zue Lindes den 21 t.
   Aprilis, Aop 1653./. 
        Herrn Schäffen 
Henrich Schmitt,
Conradt Wormbser
,
Johan Jost Ebel

Bernhardt Wrexen

CasPar Möller

Jacob Jung
,
Velden Wagner

Baltzer Weyel
,
Baltzer Gaup

Lorentz Franck

Görg Adam Kräcker

Johann Görg Bänder

  
 






+
Na.
    Centner .p. zue Giessen
Hospitalmeister, 
Jost Benders wittib,
Mattheuß Stall
,
Baltzer Schmitt
,
Gorg Kandengießer
,
Conradt Adamß wittib
 
Hanß Baltzer Dech
,
Juncker Senft, hat die Cent Zu empfang(en)
Magister Johannes Wagners wittib,
Herman Eckels wittib,
[II, 160r]  








 
 
Christoffel Sauer,
Hanß Aßmuß,
Johann Trommershausen
,
Ende(r)s Gladt
,
Hanß Adam Burgk
,  
Conrad Kintzenbach
,
Adam Hoffman
,  
Gorg Bänder
,
Wendel Seipp
,
Anthoniuß Dritteruff
,
Johan Niclas Adam
,
Conrad Ferber
,
Conradt Vogt
,
Johannes Sandt
,
H(err) Cammerschreyber Lüncker,   
Johann Baltzer Fauerbach,
M. Hanß Fuchs, Scharpffrichter,  
Henrich Ebennaw,
Hanß Seipp
,
Helffrich Burgk
,
Johannes Becker
,
Aßmuß Möller
,
Lorentz Vetzberger
,
Jost Bechtoldt
,
Johannes Schmitt
,
Gerlach Hammel
soll berichten wie er die Cent 
Bernhardt Obergartner
,              \empfang(en), 
Johannes Marx
[II, 161]  
























      

      NB:
 
Johann Peter Schmitt
,
Conradt Wentzel
,
Philips Lentz
./. [Name später eingefügt.]   
Philips Bechtoldt
Schueldiener Zu Steinbach,
      muß die Cent empfang(en) 
Johannes Schlencker
Crafft Löber
,
Johannes Ohl

Jacob Simon

Johan Gorg Noll
Conradt Bußeck
Johannes Noll

Dr. Schaudantzen Kind(er)
Vormunder,  
Johann Herman Reuling
,
Herr Seytel,
Johannes Hamel
,
Jost Östreicher
Castenmeister,  
Henrich Seipp,
Juncker Oinhausen,
Gerlach Bös
,
Johan Görg Dritteruff
,
CasPar Wälcker
,
Henrich Stumpff
Rudolph Stammen erben
, müß(en) die Cent
     empfang(en)
[Ab hier nachgetragen]  ,,undt Cristoph Murari(us)
Teophil Grabat        ,, muß(en) citiret
              werden
Henrich Eysengarth muß Centner werd(en),
Johannes Eulner muß Centner werd(en) hat geschwo=
      ren den 5 t 8br 1654,   
[II, 161r]
 
 
     Lindes
Paulus Kauß
Ludwig Haupt,
Clas Weyels wittib
,
Philips Eberts
,
Görg Eckhardts wittib
,
Johannes Dönges
,
Hanß Lentz

Johann Reinhardt
,
Johannes Schwetzer

Conrad Peter
,  
Conradt Becker

Peter Lentz
 
Melchior Hildenbrandt
Johann Gorg Weyel

Henrich Weyel
Philips Lentz
, [gestr.] ist bey die Gießer no=
Johannes Neytel
,                          \tirt,   
[II, 162] 
 
 
     Allendorff  
Johan Melchior Weyel
Henrich Schäffers wittiben Sohn
, muß
    Centner werd(en) ./. 
Jochum Hildenbrandt
Johannes Burgk
,  
Theiß Volck
 
Melchior Päpler
,
Jacob Volck
,       [nachgetragen:]  
Johannes Lentz New Centner undt Centners Sohn
                zue Allendorff den 5 t. 8brs 1654 ./.
                hat geschworen
 
     Lützellinden, 
Hanß Päpler,   [gestrichen]  
Johannes Heß
,
Jacob Päpler
,  
Hanß Caspar Magnuß

Johannes Engel
Clas Garth

Jacob Zerben
, [gestr.] [nachgetragen:]
    Jacob Päpler     \  Centners Söhn den 6 t. 8brs 
    Andreas Päpler /  1653 haben noch zue
                              schwören haben geschworen
                              den 13 t 8br 1654 ./. 
    Johannes Zerben  hat den 6 t 8br geschwo=
                              ren   
[II, 162r]
 
 
    Grossenlinden 
Johannes Menges,
Jost Menges
et consortes 
 
    Anroth,  
Pauluß Gartner
 
    Heuchelheim .p
Ludwig Hardtman,    
[II, 163]
[II, 163r]
 
[Ist leer.]   
 
Cathalogus dessen sich der
Centhschütz Johannes Eulner
Zugebrauchen daruff einen
Jeden zu Citiren hat, den 21. t,
Aprilis 1653. renovirt  p   

06.10.1653
[II, 18]        
Verzeichnus deren den 6.T. Octob: AO 1653.
Ahm Centh gericht Zue Lindes, gerichtlich erkanthen bußen,

Weil Johannes Sandt, Bürger undt Löber Zue Gießen, Andreas
   Gladhen auch Bürgern daselbsten, einen graben ihme Zue
   Nahe ahn einen Ackern["n" gestr.] Ahm Auß[gestr.]Aulenwegk gemacht undt ihme
   Glaten das Blugkrecht dardurch entzogen, ist er in Straff
    unsern Gnedigen Fürsten undt Herrn erkanth
                                                ---------------- j(3?).f.
Philips Bechtoldt Schueldiener Zue Steinbach, Hat dem Fürstlichen
   Centbrieff unds[gestrichen] Zuewieder, etzliche beschehene citationes ver=
   Achtet, sich Centhguths gebrauchet, ist wedder uf citation
   gebührlich erschienen, noch Auch die Centh empfangen, Auch     [Links am Rand: # ohn erlaubnuß(?) = dick gestr.]   
   das Centhguth \#/ vereußert, deswegen {ihm Zuebr [gestr.]} In Vnsers
   ggFürsten undt Hern bues erkanth
                                                -------------- j 1/2.fl.
                                            JHDauber hz##[Schnörkel]   
                   NB. das Original ist
                         dem Centschultheisen
                           geliffert./.
[II, 18r]
Copia Centgericht bußen
     Ao 1653
Das Original ist geliffert

[II, 19; kleiner Zettel]    
     Kleine Bußen
In der Centh Zue Lindes 1653 /
Johannes Sandt ------------- 5. schilling,
Philips Bechtoldt Schuelthiener Zue Steinbach,
                       ------------- 5. schilling,
   Saldtoz ---- 10. schilling./.
                                         JHDauber hz##
[II, 19r; kopfstehend]
Kleine bussen in der Centh Lindes 1653

[II, 20; kleiner Zettel]
Ahm Centhgericht Zue Lindes p C 653 Gerichtlich erkanth(en)
  Kleine Bußen,
Johannes Sandt ------------- 5. schilling,
Philips Bechtoldt Schuelthiener
  Zue Steinbach
, ------------- 5. schilling,
   Summa Cath  ------------- 10. schilling./.
       Neuwe Centhner Ao 1653./.
   Henrich Stumpff Zue Gießen,
   Joahnnes Zerben Zue Lützellind(en),
[Das Blatt ist in den unteren Ausläufern der Schrift abgeschnitten; II, 20r, ist leer.]   
 
[II, 164]     
 








 
 [kopfstehend:]  
Den 6.T. octob: 1653. Ahm Centge=
 richt Zue Lindes, durch den Centhschützen
Johannes Eulnern, eingebrachter Rugen /
Verzeichnus deren von dem
Centhschützen Johannes Eulnern den
6.T. octob: 1653. Eingebrachter
          Rugen ?  
Henrich Weyels Magt, hat im Gießer
  Bann, uberm Bachwege gegrast.p.  
Conradt Beckers frauw, hat Auch daselbst
  gegrast,
Ludwig Hauptes frauw hat im Gießer
     bann gegrast, 
Paulus Kausen Schwester hat mit ihren
  Ochsen uf den Sontag im Gießer feldt ge=
  hüdet,
Ingleichem seindt des Neydels Ochsen daselbst
  in der wayde gegangen,
Burgkhenrichs od(er) Henrich Weyels frauw
  hat im Gießer feldt gegrast,
Item selbige hat nochmahls im Gießer
    feldt gegrast, 
Baltzer Weyels frauw, hat ebenmeßig
      daselbst gegrast, 
Item selbige hat in Gießer feldt gegrast,  
Herr Möllers Magdt, hat beim weyer in des
  H(errn) Cantzlers wießen gegrast, 
Ludwig Eysengarts Mägdtgen in gleichem,
      daselbst gegrast, 
Henrich des Spangers Magdt hat Auch daselbst
           gegrast,
[II, 164r]  
Gorg Kandengießers pferdt hat bey
  Schötzges born uf Conradt Vogten Haffer
         gewaidet,  
Item selbiges pferdt, hat daselbst beim Schötz=
  ges born in Metzel Johannesen wiese ge=
  waydet, 
Philips Lentzen pferdt hat in der Auw uff
  den wücken gangen undt gewaydet, 
Johann Gorg Weyel hat mit zweyen
  pferdt undt einem föllen uf Hanß Lentzen
  undt Melchior Hyldenbrandts samen ge=
  hüdet p  
 

[II, 165]   
Rugen so den 6 T octob: 1653 
          Eingebracht.p.  
Henrich Weyels Magt hat im Gießer bann
  uberm Bachweg gegrast./.  
Conradt Beckers frauw, hat Auch daselbst gegrast,
Ludwig Hauptes fraw hat in Gießer ban gegrast, 
Paulus Kausen Schwester hat mit ihren ochsen uff
  den Sontag im Gießer feldt gehüdet,
Ingleichem seindt des Neydels Ochsen daselbsten in der 
  weyde gegang(en), uff den Sontag, 
Burgkhenrich od(er) Henrich Weyels fraw, hat im 
  Gießer feldt gegrast,
Item selbige hat Nochmahls Im Gießer feldt gegrast, 
Baltzer Weyels frauw, hat ebenmeßig daselbst gegrast, 
Item selbige hat in Gießer feldt gegrast,  
H(err) Möllers Magdt hat beim Weyer in des Herrn
  Cantzlars wiesen gegrast, 
Ludwig Eysengarths Mägdtgen hat daselbst ge= 
  grast, 
Henrich des Zimmermans Magdt, hat Auch da=
  selbst gegrast,
Görg Kandengießers pferdt hat bey Schötzges born
   uff Conradt Vogten Haffer gewaydet,  
Item selbiges pferdt, hat daselbst bey Schötzges
  born in Metzel Johannesen wieß gewaidet, 
Philips Lentzen pferdt hat in der Auw uf den 
  wücken gangen undt gewaidet, 
Johann Görg Weyel, hat mit zweyen pferden undt
  einem föllen uff Hanß Lentzen undt Melchior Hyl=
   denbrandts
samen gehüdet /
                                            JHDauber G## 
[II, 165r]   
Den 6 T octb: 1653 Ahm Centgericht Zue
Lindes durch den Centhschützen Johannes
Euler, Eingebrachter Rugen.  
 
[I, 166 a]
            Johannes undt Jost Magnuß beneben Jacob Vigelius Zue
            Großenlinden, Sollen sich nach Ahnlas des fürstlichen Centh=
            brieffs, gleich Andern gehorsamen Centhgenoßen, Zum Nähern
# 1654  Gericht Nehmlich Donnerstags nach Ostern # undt dan forderst Alle
            gerichts tag erscheinen undt Ahngeben oder der straff erwarten,
            Lindes den 6.T.8brs 1653 ./.
                                                      JHDauber G## 
[I, 166 a, r, ist leer.]      
 
1654    
[II, 166]  
Cathalogus der Centgerichts Schöpffen, Alt: undt Newer
Centner des Gerichts Zue Lindes den 3. t. Aprilis Aop 1654 
     H. Schöffen 
Henrich Schmitt
Conradt Wormbser
Johann Jost Ebel
Bernhardt Wrexen,  + Na gestorben ./.
Caspar Möller,
Jacob Jung / + Na Gestorben
Velden Wagner
Baltzer Weygel,
Baltzer Gaup
Lorentz Franck
Georg Adam Kröcker,
Johann Georg Bänder
     Centner Zue Giessen / 
Hospitalmeister, 
Jost Bänders Wittib
Mathheus Stall
Baltzer Schmitt
Gorg Kandengießer,
Conradt Adamß Wittib,
Hanß Baltzer Dech,
Juncker Senft, hat die Centh Zu empfangen, 
M. Johannes Wagners wittib,
Herman Eckels wittib,
[II, 166r]  
Christoffel Sauer Schultheiß,
Hanß Aßmuß
Johann Trommershausen,
Enders Glatz,
Hanß Adam Burgk
Conrath Kintzenbach
Adam[gestr.]   
Adam Hoffman
Görg Bender
Wendel Seip,
Anthonius Dritteruff
Johan Niclas Adam
Conradt Ferber,
Conradt Vogt, 
Johannes Sandt
H. Cammerschreyber Lüncker
Johann Baltzer Fauerbach
M. Hanß Fuchs Scharpffrichter,
Henrich Eberwein(Ebenaw?)
Hanß Seip
Helffrich Burgk
Johannes Becker
Aßmuß Möller
Lorentz Vetzberger,  
Jost Bechtoldt,  
Johannes Schmitt
Gerlach Hamel,  N(ot)a soll berichten, wie er die Centh empfangen, 
Bernhardt Obergärtner
Johannes Marx
Johan Peter Schmitt,     [Vor dem Namen:]  +  
Conradt Wentzel,  
Philips Lentz,  
[II, 167]   
Philips Bechtoldt, Schuelmeister Zue Steinbach muß die Centh empfangen [gestrichen.]   
Johannes Schlencker,  
Crafft Lober
Johannes Ohl,  
Jacob Simon,  
Johann Görg Noll,
Conradt[g.]\Caspar/ Buseck Moto Herman Winther hat die Centh noch nicht empfang(en), 
Johannes Noll
H. Doctor Schaudantzen Kinder Vormunder
        sindt Theophil(us) Crabat undt Christoph Murari(us),   
Johann Herman Reuling,  
Herr Secretari(us) Seytel,  
Johannes Hamel,  
Jost Östreicher, Castenmeister, 
Henrich Seip {moto Johannes Eulner [gestr.]
Juncker Oinhausen
Gerlach Boes
Johann Gorg Dritteruff,  
Caspar Wälcker,  
Henrich Stumpff
Rudolph Stammen Erben, N(ot)a haben die Centh noch zu
                                          empfangen / Moto Wahel 
Möller uff der Sorg,
Niclas Kandengießer, muß die Centh empfangen, 
Johannes Luh, muß Centner werden,
Henrich Fritz, muß Centner werd(en) [gestrichen]   
Henrich Eysengarth, muß Centner werd(en)  [gestrichen]  
Johannes ,, \Euler,,/ muß Centner werd(en).  haben 5 t 8br. 1654 geschworen.  
[II, 167r] 
     Lindes / 
Paulus Kauß
Ludwig Haupt,  
Clas Weygels wittib[gestrichen]   
Philips Eberts,  
Gorg Eckhardts Wittib
Johannes Dönges
Hanß Lentz,  
Johann Reinhardt
Johannes Schwetzer
Conradt Peter
Conradt Becker
Peter Lentz,  
Melchior Hildenbrandt
Johann Görg Weygel,  
Henrich Weygel,  
Johannes Neytel,              /Hat geschworen den 3 t May 1655  
Johannes Eckhardt,  {muß Centner werd(en) Hat [gestr.]}  
Johan Ebert Spanhamer, muß Centhner werd(en)   
[II 168] 
     Allendorf, 
Johann Melchior Weygel,           /moto Bankers(??) Lohen 
Henrich Schäffers Wittib, / {ehr muß Centner [gestr.]}
           hat den 13 t apr 1654 geschworen  
                                                     werden[gestr.]  
Joachim Hildenbrandt,  
Johannes Burgk
Theiß Volck
Melchior Päpler,  
Jacob Volck
Johannes Lentz, Neurer Centner undt Centners Sohn den 5. t 8brs 1654
Johannes Lentz, hat geschworen [Zeile gestrichen.] 
     Lützellinden 
Johannes Heß
Jacob Päpler
Hanß Caspar Magnuß,  
Johannes Engel,  
Clas Garth
Jacob Päpler,     \ haben den 13 t
Andreas Päpler, / APR 1654 geschworen,  
Johannes Zerben
Niclas Wagner, muß Centner werden 
   geschworen den 3 t May 1655  
[II, 168r]  
    Grossenlinden 
Johanneß Magnuß,
Jost Magnuß et consortes undt
Jacob Cheli(us) haben den 13 t Apr geschworen 
    Heuchelheim  
Ludwig Hardtman
Marx Renner, Mus Centner werd(en)   
[II, 169]   
   Vngehorsame Centhner Zue Lindes d(en) 3 t May 1655
[Hier wurde ein leeres Blatt, dessen Rückseite zu obigem Katalogus gehört,   
ein Jahr später beschrieben.]    
Georg Kandengießer,  
Herman Eckelß wittib
Enders Gladt,  
Gorg Bender
Donges Dritteruff,  
Conradt Vogt,  
Helffrich Burgk
Joh. Bechtholdt
Gerlach Hamel
Johannes Marx
Johannes Schlencker,  
Crafft Lober,  
Johannes Noll,  
Theophilus Grabat
Johan Gorg Dritteruff
Caspar N... [dick gestrichen.]   
Melchior Hyldenbrandt Zu Lindes,  
Johannes Eckhardt Zue Lindes, [Eintrag gestrichen.]   
Johan Ebert Spanhamer,  
Joachim Hildenbrandt Zu Allendorf, [Eintrag getrichen.]  
Melchior Päpler Zu Allendorff
Ludwig Hardtman Zu Heuchelheim,
Marx Renner
Görg Girhardt Zue Dudenhoffen muß Centner werd(en) ./. 
[II, 169r]   
[kopfstehend:]   
Cathalogus dessen sich der Centhschütz Johannes Eulner 
in Citation der Centner zugebrauchen haben soll, den
3. t Aprilis Anno 1654 renoviret p

[II, 21]    

 
 
 
j. f.
 
 
j. f.
j. f.
 
 
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
j. f.
Verzeichnus deren Ahm Centhgericht Zue Lindes gericht=
lich erkanthen bueßen Ao. p 1654./.
 
Philips Lentzen frauw hat den Centhschützen, Alß er sie der Rugen
  halben pfenden wollen, Zur ohngebür ubergeben undt einen schelen
  schelmen gescholten!
Bal [Die ganze Zeile ist gestrichen.]
Johannes Neydel Zue Lindes hat Dönges Andermannen verbottener
  weiß einen ihm Anderman Zuestehenten Aichbaum ohnerlaubtnuß Ab=
  gehaugen!
Baltzer Völcker Zue Giesßen                      \
Hartman der Schmitt Zue Leitgestern,         l 
Johannes Eckhardt Zue Lindes,                   l   Haben sich in Philips  
Emanuel Nestelthröner vf der Bieber           l   Eberts Hauß, wieder 
Johan Melchior Atzbach Zue Fellingshausen, - die im Centhbrieff begrif=
Jacob Hardtman Zue Fellingshausen,           l  fene Fürstliche Verordt=
Ludwig Nestelthröner daselbsten.                l  nung geschlagen/
Philips Henckel Zue[g] Zue Giesßen            /   [Die ganze Zeile gestrichen.]
Philips Eberths, Zue Lindes, Hat wieder Hanß Lentzen gesagt, Er
  stehle dem HerRn Cantzlar den Zehenten, wie ein dieb undt schelm.
 
                        Summa --------- 10 f.
 
                                                         JHDauber G##
[II, 21r]        Centhgerichtes erkanthe    [Steht in der Mitte der Seite.]  
  Bueßen Ao p 1654 /

[II, 170; das Blatt ist unten abgeschnitten.]    
            Rugen so im Centgericht Im Herbst 1654 ./.
               EinZupring(en) ./. 
--- 1
--- 2
--- 3
--- 4 

--- 5 
--- 6
--- 7
--- 8
    9
  10
  11
  12
  13

  14
 
  15
  16
Burgk Henrichs Magdt, hat im Gießer b(ann) ...  ... ...t,  [Durch Tintenfraß zertsört.]  
Conradt Beckers magdt[g.]\fraw/ ingleichem, 
Die Lentzin hat im Gießer feldt od(er) bann gegrast,
Paulus Kausen schwester hat mit Neydels undt Ihren Ochsen so zwey pfar ge=
  wesen ober den Weingarten uff den Sontag in Gießerfeldt gehûdet, 
BurgkHenrichs Henri[g.] fraw hat in Gießer feldt gegrast, 
Item selbige hat in Gießer feldt gegrast, 
BurgkBaltzers frs. hat in Gießer feldt gegrast, 
Noch selbige frs in Gießer feldt gegrast,
Philips Ebertsen w(?) tochter hat uf des H. Cantzlars Acker gegrast,   [Eintrag gestr.]  
Herr Möllers Magdt hat beim Weyer Inß H(errn). Cantzlars wiesen gegrast,
Ludwig Eysengarts Mägdtgen in gleichem, 
Henrich des Spangers Magdt hat ebenmeßig daselbst gegrast, 
Gorg Kandengießers Pferdt hat bey Schötzges born uff Conradt Vogten
  Haffer gangen undt geweydet,  
Item selbiges pferdt hat daselbst beim Schützges born In Metzel Johannes 
  Metzgers wiesen gewaidet, 
Philips Lentzen pferdt ist in der Auw uff den [Tf.]...ken gangen undt gewaidet, 
Johan Gorg Weyel hat mit zwey pferdt undt einem föllen uff Hanß Lentzen
  undt Melchior Hyldenbrandts samen gehüdet,  
[II, 170,1]    
                 Centhschützens Eingebrach=
                 ter Rügen zu Lindes
                 Ao 1654 ./.      [Die Rügen sind identisch mit denen vom Oktober 1653!]    

24.01.1656     
[II, 171]   
 







                                  et consortes ---

 








    undt wie ihnen die Mäuler gewachsen,
Edell, Ehrnuest Hochtachtbahr Vndgroßgebietender
furstl(ich) Hesischer wohl Verordtneter Herr Rent
meister, 
Wir deß furstlichen Centgerichts Zu Lindes Ver=
ordtnete Cent Schöpfen, haben haben nicht mit geringem
Vnmuth vndt Hertzens besturtzung erfahren muße(n)
welcher gestalt etzliche Centgenoßen Nahmentlich
Helffrich Burgk, Donges tritroff, vndt Georgbend(er),
nicht allein Zu verschimpfung dießes wohlahngeordtnet,
frsp Centgerichts, Sondern auch Vnß mit ehren rührig(en)
schmehewortten hin vndt wieder in dießer Stadt
{vndt den [g.]} Sondern auch beij dem Herrn Rentmeister
selbsten außgeschrien, alß wan Jfgl. Centgericht
nicht wie sichs gebührete, gehalten würde, so doch die
Lautere Vnwahrheit, vndt da wir einen oder den
Ander(en) ihres wohlverdienten freuelß(Frevels) halber, vnseren
gnädigen fursten vndt Herrn, in die Vns vorge=
schriebene Buß er Kant Vndt setzen Laßen, wir
alß dan von ihnen, alß Versoffene Lotter buben
mußen auß geschrien werden, alß wan es
nurendt Vnß vmb einen Liederlichen trunk
Zu thun wehre, ohne ahngesehen der meiste theil
vnserer, nach den ersten tropfen, Viel
weniger einigen pfennig von dießen Straffen
gesehen, welche verschimpfung vndt Ver= 
[II, 171r]    Kleinerung wir dan Zu forderts wegen Vnsers
gfl Vndtherrn Gericht, vndt dan In Rettung vnserer
ehr Keines wegs ersitzen Laßen Können, Vndt
da dieße Verachtung vndt ehren rührige wortt(er) der
gebühr nicht abgestraffet werden \solten/, würden wir
höchlichen verahnlaßet, sich deßen, beij vnserm gfl
vndtHerrn Zu beschwehren, vndt vmb vnsere er=
laßung ahn Zu halten vndt Zu bitten, 
Gelangt demnach ahn Ewer E. E Vndthgl vnser
dienst fleißiges bitten, sie wollen nicht allein
dieße freweler vmb gedachte verKleinerung
vndt schmehung(en) willen, vnserm glslvndtherrnp
Zue gebuhrender vndt wohl verdienter Straff Ziehen,
Sondern auch mit allem ernst dahin ahnweißen,
daß sie Vnß alß dem gericht, gebuhrendten abtrag
vndtab bitt thun müßen, Solches, wie es ahn sich
selbsten billich vndt Recht, also thun wirs vnß
getrösten p. 
               Derer EE Vndthgl.
               vnder dienst willigste
[II, 172, ist leer.]   
[II, 172r; obere Hälfte, kopfstehend:]   
               Helffrich Burgk undt Consorten, sollen Hiruff, Ihren
               bericht undt verandworthung, Innerhalb Acht tagen
               eingeben, Dan solte sich finden undt beypracht werden
               können, daß die geclagte injurien, von ihnen Außgestoßen
               wehren, Sollen sie des wegen, weil dardurch nicht nuhr
               Clägeren, sondern Auch Zueforderst Vnser Gn(ädiger) H(err) undt F(ürst)
               Alß von Sr. F(ürstlichen) Gn(aden) Sie das Centhgericht besitzen, Ahnge=
               griffen, Härtiglich ahngesehen undt gestrafft werden.p
               Giesßen ahm 24.t. Januar: 16.56 ./.
                                                      Re Hoffman p
[Unterhalb der Mitte, normalstehend:] 
                   Samptliche Schultheiß, Schöpffen undt
                   des F(ürst)l(ichen) Centhgerichts Zue Lindes Ahngehörige,
[II, 173]       
 


                 et consortes
 







        #
        et undt seine attha=
          renten
 



    + solang geschoben[g.]
  q solte ihner aber ein
 solches gestattet werden,
 würden in wehniger Zeit,
 lauter Kinder dahin Zum
Gericht kommen undt Also,
das gericht unserm glFl undt
Herrn nichts od(er) gar wehnig
     nutz sein ./.
+ NachRethen benom=
men undt ich in Rhue
vor ihnen verpleiben
möge /
    Wohledle Gestreng: Vest: undt Hochgelahrte Fürstl: Hesß:
    Wohlverordente CammerRethe, Hochgebietende Herrn
                                                                              .p.
Helffrich Burg, Dönges Drittroff undt Görg Bänder \+/, Seindt umb des willen, weil(en)
selbige dem Fürstlichen Centbrieff Zuewieder, Ahn dem Centhgericht zue Lindes,
verschiedene Centhgericht außplieben undt Wiewohl der Fürstliche Centhbrieff
dahin gehet, Daß ein Jeder Centhgenoß in person ahm Centhgericht erscheinen
solle, oder der ohngehorsambs bestraffung erwarten solle, uf geheiß der H(errn)
Schöpffen, In verschiedene Rugen undt Vnserem Gnedigen Fürsten undt Herrn p Zur
wohl verwirckten bueß eingeschrieben, Auch selbige dem H(errn) Renthmeister
ubergebenund[g.]\sie seindt Auch/ darmit erfordert, Dieweil sie sich aber der bestraffungs
erlegung Nicht allein gewaigert, sondern Auch beim Herrn Renthmeister Auß=
trücklichen vorgeben, Ob hett ich selbige undt sonderlichen Helffrich Burgken # auß
einem ohnzeytigen wieder ihnen gefasten eyffer, wieder Alle billichkeyt
undt der Herrn befehl, mit den Rugen eingeschrieben undt was mehr vor
Ahnzögliche worth darbey vorgangen, Ziehe ich mir alß einem beaydig=
ten zwar ohnschuldigen Thiener, diese ohngewißene grobe injurien,
billich mit schmertzen Zue gemüth undt Können sie selbiges mit grundt
der warheyt, Nimmermehr mihr bey meßen, Gestalt ich Mich uff
der sämptlichen H. Schultheiß undt Schöpffen Zeugknuß, mich[g.] Austrücklich beziehe,
ihnen die Außgegoßene injurien, in ihre bösem Hiermit \+/ geschoben haben will,
biß sie einandt(niemandt?) uff mich erwiesen, Dieses ist aber die Rechte gegründe wahr=
heyt, wie wohl ihnen Zum offtern befohlen, daß ein ieder, wo nicht leibsschwach=
heyt oder Herrngeschäfften einen od(er) der Andern darvon Abhalten würden, In
Person ahm Centgericht erscheinen undt dem F. Centbrieff einen gnügen Zuthun,
sonderlichen obahngezogene, dannoch selbiges, in windt geschlagen undt ehe
nicht kommen biß es ihnen gefallen \q/, welches ich nuhn Ahn seinen orth undt den
Herrn Schultheiß undt Schöpffen Zue Anden, Ahnheimb stelle, Mit underthänig
bitte, sie Ahngezogener erdichten injurien wegen gegk(en) Zuebestraffen, Mich
gegen die ohngehobelte injuranten Zueschützen, Auch ihnen Im ernst Zuebefehlen,
Mihr des wegen gehörigen Abtrag Zuethun, Damit derogleichen fernere schimpffliche +
[II, 173r]     
[Über der Mittellinie;  
kopfstehend:]    



[Unterhalb der Mitte;    
normalstehend:]     
 
 
Helffrich Burgk undt Consortes, sollen Hieruff ebenmeßig 
Ihre verandworthung thun undt solche ingesetzter Zeit
 Eingeben, Giesßen, den 24.t. Jan: 1656 ./. 
                                                  Andreas Hoffman 
                                                                         .p
   Johannes Hilariuß Dauber ,
              gt: 
Helffrich Burcken vndt seine Atharenten
      Zue Giesßen , 
 

1657     
[I, 167]
         Neuwe Centhner, des Centhgerichts zue Lindes, Aop 1657 ./.
den 9.T.Aprilis ./.
         Johann Niclas Schupp  \ Zue Lindes,           [FB Gießen, 4214] [Hier muß es sich um eine Verschreibung handeln,    
            Hanß Caspar Gaup
,      /                           [FB Gießen, 1232]  diese beiden sind aus Gießen.]     
            Johann Ebert Zueß Zue Heuchelheim
undt
            Jacob Schneyder Zue Lindes ./.  
                                                                   JHDauber
G##
[I, 167r ist leer.]

08.10.1657         
[II, 174]   
 
 
 
/1. fl.
 
 
 
 
/1. fl.
 
 
 
/1/2. fl.
 
/1. fl.
 
 
/3. fl.
 
 
 
/1.fl.
Verzeichnus Deren Ahm Centgericht zue Lindes, erkanthen buesßen
       den 8. T. Octob: Aop 1657 ./.
          --------------------
Lorentz Vetzberger, hat Johannes Eckharden beschuldiget, Er hette ihm
  eygener gewaldt, ein stück von einem Halben morgen Ackers uf dem
  Brandt abgenommen undt mit frucht Außgestellet, selbiges hat sich
  aber in der that nicht finden wollen, Also das Gerücht mit ohnwar=
  heyt berichtet ./.
Johannes Eckhardt, weil er einen stück von Hanß Lentzen Abgepfändetem
  pferdt 7. wochen langk hinderhalten Ihnen Lentzen mit ohngebürlichen wor=
  ten Ahngelastet undt gesagt, das seyen diebe, welche unserm G(nädigen) Fürsten
  undt Herrnp 30 rthlr, hetten straff geben müßen ./. 
Hanß Seip, hat unserm Gnedigen Fürsten undt Herrn, einen ohnrechten Zehenden
  gegeben, undt also Jfgl. beneben dem Zehendtheber betrogen ./
Hanß Lentz hat Johannes Eckharden einen dieb gescholten undt gesagt, Er Eckhardt
  hette ihm sein säil vom pferdt genommen, Nicht wie ein Redtlicher Mann sonder wie
  ein dieb /
Johanneß Eckhardt, ist dem Schäffer Jacob Schneydern under die Herdt Schaaff
  gefallen, ihnen Schäffer beschuldiget, hette ihme die Haffer Abgeätzet, Ob sichs
  nuhn zwar nicht befunden, hat er den Schäffer ohnahngesehen deßen, mit Einem
  stein Zur erden, daß ihm das bluth uberm Kopff gelauffen, geschlagen ?/
Johannes Eckhardt, hat dem Schäffer die Schäfferschüppen \mit gewaldt/ genommen \solche/ naher Lindes
  ins würthsHauß getragen, ihnen einen bluth dieb undt schelmen gescholten g...
  Er wehre ein geborner dieb undt schelm, Nebenst diesem uf freyer straßen viehl
  Gotteslästerung Außgegoßen / 
[II, 174r]            
/1. fl.
 
 /1. fl.
 
 
/1/2. fl.
 
 
/1/2. fl.
 
 
/1 1/2, fl.
 
 
/1. fl.
 
 
/1/2. fl.
 
/1. fl.
 
Johannes Eckhardt, weil er des Schäffers Jacob Schneyders frauw Eine bettel
  Huer undt diebin gescholten ./. 
Johannes Eckhardt, daß er den Schäffer betrohet, ihme den Kopff entzwey Zue=
  schlagen, selbigen mit scheldtworthen Ahngegriffen undt gesagt, Er wolte daß
  ihnen das bluth mit sampt den Schaffen erstieße ./.
Johannes Eckhardt, hat des Schäffers frauw, Alß sie uf einem brachacker gekraudet,
  ohne einig ursachen, uberlauffen, undt ohnahngesehen sie hochschwangeren leibes gehet,
  Zueschlagen betrohet ./.
Johann Ebert Zues Zue Heuchelheim, sagt Alß 6 t(en) Aprilis in des Neydels Hauß
  daselbsten gewesen, habe Johannes Eckert erzählet, Velden Wagner sein Johannesen
  Pflegvatter, hette 5. s. ihnen heßlich beschmißen ./
Pauluß Kauß, hat gesagt, Wan Johannes Eckhardts Schwiegervatter Johannes Span=
  hamer Zue Heuchelheim, Zum schelmen gemacht werden solte, Solte man Niehmandts
  Anderß darzue nehmen, Er Pauluß wolte ihnen selbsten Zum schelmen machen ./
Johann Caspar Gaup, hat eigener gewaldt in dem Adelichen frey Hauß einen Ochsen
  Auß dem stall gepfändet, Item in den pferch gefallen, mit des Bürgermeisters Hülff
  Ein schaff mit einem Laumb, Melchior Hyldenbranden abgepfändet ./
Henrich Weyl, daß er Herrn Amptman Busecken befelch verachtet undt wieder befelch
  nicht naher Darmbsatdt fahren wöllen ./
Johannes Eckhardt, hat viehl Gotteslästerliche flüche uber Velden Wagners tochter
  geführet, selbige mit einer Axt uberlauffen undt schlagen wollen ./
                                                                                               /1/2. fl.
[II, 175]             
/1/2. fl.
 
Johannes Eckhardt, Weil Er Jacob Schneydern, welcher Dönges AndersManß
  abgekauffte gegräs gemähet, undt Eckhardt eben von der Herrnwiesen kommen
  wieder Johannes Neydeln gesagt, Siehe Johannes, das mustu sehen, daß dir ein
  Ander schelm, uf deiner wiesen mähet, selbiges zweymahl repetiret ./:
 
     Summa ---------- 15. fl
N(ot)a Orig. ist dem H(errn)
Renthmeister ubergeben /
                                                   JHDauber G##
[II, 175r]            [Nur im unteren rechten Viertel beschriftet:]   
                          Ahm Centhgericht Zue Lindes
                          erkanthen bußen / Ao 1657 /  

1658
[I, 167 a]
Vngehorsame Centhner den 29T. Apr(i)l(is)
               1658 ./.
- Gorg Kandengießer,
- Gorg Bend(er),
  Johan Baltzer Fauerbach,
  Jost Bechtoldt,
  Dr. Schandantzen(Schaudantz) tochterman,
- J. Herman Reuling,
 
Oinhäusische Thiener
  Rudolph Stammen erben,
  Melchior Hildenbrandt,
  Enders Lohe Zue Alendorff,
  Johannes Spanhamer,
  Mar[gestr.]       
  Marx Renner  d(er)s(el)b: ist nicht Citirt,
________________________________________
      den 7 t 8brs 1658
Michel Rudolff Stammen, seel Möller /
Melchior Reuschling
/ [Soll möglicherweise gestrichen sein.]    
Melchior Hildenbrandt
/
Johannes Spanhamer
muß die Centh empfang(en)
Herr Apotecker Kopp
Oinhäusische thiener Hieronimuß /  
[I, 167 1,r ist leer.]
[I, 168]

Newe Centhner den 29 t Apr(i)l(is) 1658 /
Cunradt Becker, Centhners Sohn /
Niclas Jung
/
Henrich Eysengarth
/
Johannes Ferber

Henrich Becker
Metzger  C. Sohn 
Johannes Spanhamer
/
Gorg Melchior Vertrieß
/
Henrich Loni
./.  [gestrichen]  
Henrich[gestr.]\Conradt/ Jung zu Lindes /
Apotecker Zue Giesßen, von Wetzflar / 
Henrich Hamels schwester Christina

Dr Schaudantzen tochterman / 
Rudolph Stammen
erben /
Johan Henrich
[darüber: Rin] Reuling[Alles gestrichen.]  
Johan Ebert Zues  Marx Renner zu Heuchelheim
[Alles gestrichen.]  
        Rugen den 29.t. Aprl 1658 ./. 
[I, 168r ist leer.]    

1659        
[II, 33; schmaler Zettel]    
Verzeichnus deren durch den Centschützen Johannes Schwätzern
zum Lindes den 14 t. Aprilis 1659 Eingebrachter Rugen        
Henrich Stumpffen Zum Weißen Roß Knecht, hat mit seinem geschirr;
   den pferch uber etzlich Acker mit frucht geführet, 
Johann Ebert Spanhamers Ochsen sindt zu Gleichmahlen Auf Paulus Kausen 
   weitzen und Conradt Beckern Korn gegangen, haben
   Auch keine warnung Ahnnehmen wollen.
Ludwig Haupt
Mägdtlein, hat uf Johannes Marxen Korn gekrautet
 Item Ludwig Haupten Mägdtlein[g.] frauw, hat schwetzers Haußfrawe
   betrohed, ihr Kindes Kinder solens noch genießen, muß beim nächsten Gericht
   gedacht werden. 
N(ot)a: Baltzer Weyel,          \   
 ------  Jacob Jung                  \ 
 ------  Hanß Lentz                   \   haben im Gießer feldt 
 ------  Johan Ebert Spanheimer \  mit den Schaafen uf ihren
 ------  Johann Reinhardt           /  ackern gehütet    
 ------  Johan Ebert Zues          /  
 ------  Conradt Becker,          / 
 ------  Henrich Weyel ______ /
 ------  Baltzer Weyels Mägdgen \  
 ------  Jacob Jungen wittib          \  
 ------  Johannes Spanheimer        \  haben im  Gießer feldt
 ------  Hanß Lentz                       -  uf ihren Ackern Gekrautet
 ------  Johann Reinhardt             /     
 ------  Conradt Becker               /  
 ------  Conradt Peter __________/  

[II, 33r]   
  Ohngehorsame Centhner
Hanß Aßmuß 
Adam Hoffman
Wendel Seip 
Dönges Dritteruff   
Johannes Becker  
Jost Bechthold  
Gerlach Hamel
Philips Lentz    
H. Dr. Schaudantzen Tochtermann     
Stammischs Erben od(er) deßen Möller  
Henrich Schmitts erben,   

    Lindeß 
Johannes Spamheimer,  
    Allendorff 
Joachim Hilden brandt
Jacob Päpler      
Johannes Zerben 
         
[II, 176; schmaler Zettel]    
Verzeichnus deren durch den Centschützen Zue Lindes
Johannes Schwätzern den 14 t. Aprilis 1659
Eingebrachter Rugen        
Henrich Stumpffen Zum Weißen Roß Knecht, hat mit seinem geschirr;
   den pferch uber etzlich Acker mit frucht geführet, 
Johann Ebert Spanhamers Ochsen zue etzlich mahlen, uf Paulus Kausen 
   weitzen undt Conradt Beckern Korn gegangen, Er Johann Ebert
   undt sein gesindt hatten sich nicht warnen laßen {warnen laßen [gestr.]
   Ist in Lindeser feldt in der Klincken geschehen ./. 
Ludwig Haupten Magdlein, hat uf Johannes Marxen Korn gekraudet /
N(ot)a: Herr Baltzer Weyel,  \   
 ------  Jacob Jungen wittib,   \ 
 ------  Hanß Lentz /               \   Haben mit den Schaffen im
 ------  Johan Ebert Spanhamer \ Gießer feldt uf ihren
 ------  Johan Reinhardt,           / Ackern gehüdet /   
 ------  Johann Ebert Zues,       /  
 ------  Conradt Becker,          / 
 ------  Henrich Weyel ______ /
 ------  Baltzer Weyels Magdtlein \  
 ------  Jacob Jungen wittib /        \  
 ------  Johannes Spanhamer,        \  Diese haben Im 
 ------  Hanß Lentz,                       -  Gießer feldt uf ihren 
 ------  Johan Reinhardt,               /   Ackern gekrautet /  
 ------  Conradt Becker,               /  
 ------  Conradt Peter, __________/  
Johannes Marx hat H. Görg Kröckern betrohet ihm
   seines Ahnpringens weg(en) wied(er) Zuegedrucken / 
[II, 176r, und II, 177, sind leer.]  
[II, 177r]   
  Ohngehorsame 
Hanß Aßmuß
Adam Hoffman
Gorg Benner,   [gestrichen]   
Wennell Seip
Dönges Dritteruf,     [gestrichen]  
Conrath ferber,   +  
Conrath Vogt,    +  
Johannes Becker Metzger, 
Jost bechtolt
Gerlach Hamel
                          Neuw Apoticker 
Philips Lentz,           \zue Gießen ./. 
Johannes Ohl,   [gestrichen]  
Schautans Erben,  
Einhaußen,   [gestrichen] 
Stammischs Erben  deßen Muller  
Johannes Eilner,    [gestrichen]   
Henrich Schmitts erben,   
    Lindes, 
Johannes Spamhamer,  
    Allendorf, 
Jochim Hieldenbrandt    [gestrichen]  
Jacob Pepler       [gestrichen]  
Neolß(?) Wagner    [gestrichen]   
Johannes Z...ler Zürben    [gestrichen]  
Johannes Lohe     [ gestrichen]  
 
            n  25  
 
[II, 178. Die Akte ist undatiert!]     
Wohl Edle, Gestreng: Vest: undt Hochgelärten Fürstl Hesß: Wohl verordnete Herrn
Cammersräthe, Hochgebietende Herrn, 
 
Vff Johannes Marxen Alhier zue Giesßen, vermeint Jedoch nichtige undt gantz wäße=
riche, Supplication, uff unsere notturft in Kürtze einzuegeben, bedancken wiehr unß und(er)=
thenigl(ich) gehorsambs, undt berichten mit wahrheyt, daß All undt Jedes mahl bey unsers
gl. F(ürsten) undt Herrnp Gerichten, der Fürstliche Centhbrieff, nicht allein vorgelesen, sondern Auch
iedes mahl offentlich Ahngezeiget wirdt, daß das gericht besonderlichen der F(ürstliche) Centh=
brieff, nicht Zugeben, das gericht durch Kindere Zuebesuchen,   Wie nun selbiges Jedes
mahls offentlich Ahngezeigt, die Centgenoßen deßen Auch in Keinen Abrethen sein Kon=
nen, dahero Johannes Marx sich nicht entblödet, die F(ürstlichen) Cammerrathe mit ohnwarheyt
Zueberichten, undt ist der warheyt erstlich in dem Zue wied(er), daß er vorgibt, er habe
iederzeit das gericht mit fleiß besucht, Also berichtet er Auch wied(er) sein gewißen,
daß niehe verbotten worden wehre, die Kindere beiß dz .Fl. gericht Zue schicken, Also
Habenß Zue underthänig schuldigkeyt, Zue unserer notturft underthänig berichten
sollen, mit und(er)thenigen bitt, Ihnen undt seinen Ahnhang des weg(en) ferner nicht Zue=
hören, muß beim Fl Centhbrieff \ggl/ Zue manuteniren ./. 
                          F.G.E. Hgl.
                                    Gehorsame, 
                                                            Semptliche Centhgerichts
                                                            Schultheiß Schöpffen undt
                                                            gerichts Ahngehorig ./.
[II, 178r]     
Copia undt Conceptum 
Semptlicher Schultheiß / Schopffen undt
gerichts Angehörige .p.    
          Cot:  
Contra Johannes Marxens Erdichtet
undt mit ohnwarheyt gespuckter(gespickter) 
        Supplications Clage .p.  

[I, 169; kleines schmales Zettelchen.]    
Ohngehorsame Centhner den 29.t. April(is)
       Aop. 1659 ./.                                    
Hanß Aßmus
Adam Hoffman
,
Wendel Seip

Dönges Dritteruff

Conradt Ferber
,   [gestrichen]  
Johannes Becker
, Metzger,  
Jost Bechtoldt
,  
Gerlach Hamel
,  
Philips Lentz

Der Neuwe Apotecker beim Rathauß, 
Schaudantzen tochterman Cheli(us)
Stammische erben
oder deßen Moller Michael /
Henrich Schmitts erben / 
   
Lindes / 
Johannes Spanhamer

   
Allendorff, 
Joachim Hyldenbrandt
,  
Jacob Päpler
/
Johannes Zerben
/  
[I, 169r, ist leer.]       
[I, 170; kleines schmales Zettelchen.]       
Deren durch den Centschützen Johannes Schwätzern
  Ahm 21.t. Aprl 1659. eingebrachter Ruegen  
Henrich Stumpffen Zum WeißenRoß Knecht hat mit
  seinem geschirr, den pferch uber etzlich acker mit
  frucht geführt, 
Johann Ebert Spanhamers Ochsen, haben ohnahn= 
  gesehen verschiedener Warnung uf Paul(us) Kausen
  undt Conradt Beckers, Korn undt Waitzen F gegang(en),
  F in der Klincken ./.
Ludwig Haupten Mägdtlein hat uf Johannes
  Marxen Korn gekraudet /
Baltzer Weyel,               \
Jacob Jungen wittib
,      \
Hanß Lentz
,                         \
Johan Ebert Spanhmmer
,  \ haben mit den Schaaffen
Johan Reinhardt
,                 /  Im Gießer feldt, ohne  
Johan Ebert Zues
,              /   erlaubnuß gehüdet.  
Conradt Becker
, undt    /
Henrich Weyels               /
[I, 170r]
Baltzer Weyels Mägdtlein,\
Jacob Jungen wittib
,            \    haben Im
Johannes Spanhamer
,          \   Gießer
Hanß Lentzen tochter
,            -  feldt gekrau=  
Johann Reinhardt
,                 /   tet,   
Conradt Becker
, undt        /  
Conradt Peters
gesindt,   /
j. fl. Johannes Marx, hat vor sitzentem
  Gericht Görg Adam Kröckern, offent=
  lich under Augen gesagt, Er wolte ihn
  dieses, daß er ihnen in Ruge gepracht
  wieder gedencken ./

NB: Melchior Hyldenbrandt zeigt den
   30 t. Juny ahn, Er hette gesehen, daß einer von
   Lindes umb einem pferdt vndt völlen in der
   Haffer gehütet, ist deswegen hierum Zuefrag(en)
   undt bey nechstem gericht in Ruge Zuschreyb(en),     
 
[II, 179. Kleines, nur auf der Vorderseite mit 4 Zeilen beschriftetes Zettelchen:]      
Rugen so vom Centhschützen Johannes Schwetzern
Ahm 3 T 8brs Ahm gericht einbracht, 1659 ./. 
Henrich Weyels weib, hat in H(errn) Cantzler Dr
Schützen seel: wiesen gegrast ./. 

1660
[I, 170 a. Kleiner Zettel in schwer lesbarer Schrift:]
                                 d(er) Cornet
Dieweil Henrich Stomp \ /in Hern g.schefft (Herrengeschäften) d(er) Zuthun, als kan
er dismals am gericht Zu Lindes nicht erscheinne:
   Actum giessen, den 3. t. Maij, ao 1660.
                              Vlrich Eberhard
                                             von Busech(en). 
[Bei dieser Schrift hätte ich die Entschuldigung für gefälscht angesehen.]
[I, 171] 
 
             Centgericht gehalten Donnerstags den 3.T. May
Ohngehorsame                      1660 /
Jr Senfft,
                           Melchior Hildenbrandt
,
Johannes Ohl
,
                           Johannes Spanhamer
,
J. Herman Reuling
,
Fr. Cantzlerin
,
                     Tobias
Johannes
\/ Cheli(us)
Johan Wolff Köppel
Apotecker,                                                   [FB Gießen, 2187]
                      Centhgericht gehalten Donnerstags den 11.T.8br.
                          1660 ./.
     Johannes Lohe Zu Allend [Dick gestrichen.]
[Der Rest der Seite und die Rückseite sind leer.]
     
 
[II, 180. Am rechten Rand sehr stark beschädigtes Blatt; nur auf der Vorderseite beschrieben:]  
        Copia ./.  
Weil Ich vernehme, Daß die Schöpffen Zue Lindes /.....
Zue Hörnßheim, wegen des Hauws, Eintrag thun woll(en) /(so) 
sie In Meiner wiesen gemähet, welche ihnen verlöhet, undt  
nit sagen, was dan ihr praetension ahn Mich sein mag, /...
sie was Ahn Mich Zue fordern, So ich nit Rathen Kan, /..../wo 
sie mich gebürendt daruber Auf H(errn) Cantzler(en) beclagen, w/(ill) 
Mich dan daruber vernehmen laßen, Hiengegen ver/....
Meine Lehenleuthen, schadtlos zuehalten, undt sollen sie Ausß  
Meine gefahr, das Hauw hienweg nehmen, was vor ohnge/(=) 
legenheyt, darauß entspringt, will Ich bestes verstehen, 
undt sie Ahn Allen orthen verdretten, undt dan sehen, wer in 
meiniges, eygenen gewaldt verbieten oder hindern /....
Geschehen den  28 T Junij aop .1660./.
                                                        Tobias Cheli(us) ./.        [Nicht im FBG]     

[I, 172]     
Neuwe Centhner zue Lindes, den 11. T. October
          1660 ./.
Johann Andreas Faber   \
Tobias Wentzel,
undt       - Zue Hörnßheim,
Hieronimuß Wagner,       /
Haben Johann Tobias Chelij, In Centhbann Liegente
wiesen gebraucht,
                            JHDauber .p.
[I, 172r ist leer.]
[I, 173 gehört ins Jahr 1571.]
    

[II, 181; Schrift am rechten Rand teilweise verblaßt.]     
07.01.1661     
Hoch Edelgeborn: Streng: Wohl Edle, Vest: Hochgelährt undt GrosAchtpar
Fürstl: Hesß: Wohlverordtnete Herrn Regirungs Räthe, Hochgebietende Hern
 
Auß beygefügtem in aop .1577. erneuwert undt von dem wiederhohltenn
uralten Centhbrieff, ist zuesehen, weßen sich ein ieder so in der Centhbann
begütet, bey meydung darin bemelter straff, zugehalten habe /Deme(zufolge)  [Wasserschaden]      
wieder, haben aber etzlich, welche in der Centhbann begütet undt Ahn das
Centhgericht, so des Jahrs zwey mahl, wie von Altem, biß ahnhero beschehe(n)
gehalten werden muß, gehorig, sich also wiedersetzet, daß sie endwetter g(ar)
nicht, oder durch Kinder undt gesindt ahm gericht erscheinen, Andertheilß,
wan sie in der Centh gerüget oder gestrafft werden sollen, die straff, wo=
rinnen unsers Gst Fürsten undt Herrn.p. interesse Zue vorab, begriffen, fre=
ventlich vorzuenthalten, Ja theilß, wan sie die Centh empfangen sollen,
solche gar nicht empfangen, fahren daruber Zue Zancken undt hadern, schänden
undt lästern uber den Gerichtschreyber, wan er seiner schuldigkeyt nach,
einen oder den Andern uf des Gerichts geheiß, in Ruge Alß Zue höchstg(e)d(ach)t(en)  
unsers Gnedigsten Fürsten undt Herrn.p. straff einschreybet, Tragen solchen
bey andern gerichten, deren Er Zuegleich bethienet, derogestalt auß, in
Hoffnung ihnen also Zueverkleinern, in schimpff undt spott Zue pringen, ver=
schonen auch wohl unser der Schöpffen gar nicht Laßens darbey noch nit 
pleiben, Lauffen ohne Rechtliche ursach, der Obrigkeyt nach, undt entziehen
durch ihr falsches Ahmpringen, was ohne das, vor gericht gehöret undt den
schuldigen gehorsamb, sondern auch ihre gebürent Erkanthe rugen
undt straffen, so gar, daß wihr unß entblöden iemandsen unserm gstl
Fürsten undt Herrn.p. Zuer straff, Zuerkennen, deßen urheber Johannes Marx
der sich alle undt iedeZeit, wan er gefrevelt, dem gericht sich wiedersetzet, 
undt machts Herrn Doctor Schaudantzen seel: tochterman eben uf solche
maas; Sogar, daß der gröste theil sich erkäcken, undt vermeinen wollen 
                                                                                              Ob
[II, 181r]    
Ob hetten sie gefällig, unsers Gst Fürstl undt Herren Centhbrieff Zuege=
horsamen oder Zulaßen, sogar, daß uns Zuemahl beschwerlich fellet, das 
unsere Zue versaumen /.da ohne das, wir das geringste darvon nicht haben, 
das gericht mit so ohngehorsamen Leuthen Zuehalten, Maßen der Schultheiß  
Zue Rotheim, wan er, warumb wir \F/ bitten, Hieruber gefragt werden                    F und(er)thänig [Links am Rand]   
soll, bestermaßen Zueberichten wißen wirdt, Wie Johannes Marx undt
seine adhaerenten, sonderlich der Cheli(us), nuhn den Schreyber mit Lauter 
erdichtem ohngrundt, ahngeben, So berichten wihr, daß ihme Aller=
dings ohngütlich beschiehet, In dem er wiedder der Schöpffen wißen undt 
geheiß, einem oder dem Andern, das geringste nicht einschreybet, 
Wieweil dan Auch andere, Alß der Adeliche Hoffman Johannes Spanhamer 
Zue Lindes, Johann Wolff Köppel Apotecker Zue Gießen, wieder des Fürstl: 
Centhbrieffs buchstablichen Inhalt, dem Gericht gar nicht pariren undt 
verursachen, daß dieses Andere Centhner Zue ihrem vortheil ergreiffen 
die gericht wanß ihnen beliebet, besuchen, wanß Aber ihnen nicht gefellig, 
darvon pleiben, Worunder Adeliche undt Vornehme personen, deren theilß
ohne das Zue verkleinerung des Fürstl: Centhbrieffs, nach unserm ermes= 
sen sich der Gericht entschlagen.   Damit Aber heud oder morgen unß nit  
Zuegemeßen werde, ob hetten wihr das unserige in underthänigkeyt 
nicht praestiret, unsers Gnedigsten Fürstl undt \q/ Hocheyt ahn unserm           q H(erren) [Links am Rand]   
wehnigen orth verwahrloset, der Schreyber Auch von den ohngehorsamen 
nicht ferner, mit so grob erdichter ohnwarheyt, beschreyhet oder von 
seinem fleiß abgehalten werde / 
So bitten underthänigen gehorsambs ECgsp.St.W.V.Hgsp. Grachgp, un= 
{derthänigen gehorsambs [gestr.]}, Unß bey dem Fürstl: Centhbrieff, nicht Allein 
gr(oß)g(nädigst) Zue manuteniren, sondern Auch, weil diese Abschrifft des Alten
Centhbrieffs, sehr verblichen, selbigen Zuerneuwern, sondern 
                                                                            Auch 
[II, 182]    
Auch ernsten befehl Zuertheylen, daß ein Jeder bey vermeydung
im Centhbrieff gedachter straff, sich deßen Inhalts gehalten od(er)
Ahngeregte straff, ohn Ahngesehen der person, in Po: wie von Altem
beschehen, erlegen, wiedrigenß die execution ergehen müße, 
damit Hstgl Iro Fl. Dhl: interesse nicht mercklich Zue Rückge=
laßen, Auch das unserige, vor unsere mühewaltung darbey
Abgestattet werde ./. 
Wie wihr nuhn umb erneuwrung des Fürstl: Alten Centhbriefs
undt manutenens underthänig erwarthen, Also erwarten
wihr, gr(oß)g(nädig)st(en) erclärung underthänigsten gehorsambs, dero=
gestalt, daß das Flp: interesse befördert undt dieses bey Allen
gerichten vorgeleßen werden Könne ./. 
                        E.Hg.Str: WE.V.H.undt grg  
 
                            underthänig Gehorsame 
                   Johann Jost Ebell ##
                                          #Miria 
                   Br kenn  Joh Balzengaub#
                        Jorg adam krecker
                                                      Semptlich nachfolgente Schöpffen 
                        Johann Georg Benner 
                                                      der Centh zue Lindes .p
                        Bernhartus abwesent war#
                        Johann Nicolaus Adam
[II, 182r]   
[Obere Hälfte; kopfstehend:]    
Dise sach wird vor die Beambten alhier Ver=
wiesen,  welche gegen diejenige, so hirinn
geklagter massen in einem vnd anderm ex=
cedirt haben mögen,  nach vorgangener
ihrer verhörung, nach befinden verfahren, vnd
die Supplicanten gebürend manuteniren sollen
Signatum Giessen am -- 7.t Januarij, aop 1661 ./.  
                Fürstliche Hessische Regierungs= 
                       Cantzleij daselbsten. 
[Unterhalb der Mitte, normalstehend:]   
          Schöpffen der Centh 
               Zu Linnes  
[Ganz unten:]    
          pt. Gieß(en) den 7. t(en)
             Januar. a°. 1661. 

1681 / 1684      
[II, 183; schwer lesbare Schrift.]       
 


            NB.
  vergessen word(en)
  an nach folgetn
    gericht. 
   Vngehorsamer
  Johan philips
  Kannen Giessen
In abwesendtheitt des Hl gerichtschreibes
ist den 26 maji Hln. 1681 eß daß Cent
gricht gehalten worden, darumb disses Zu
protocollum 
Friedtrih Schäffer clagt daß Johans
Eckhardts ochsen. im Rein schaden gethan.
ißauff Künfftig ger(i)cht. verblieben.
Hl Keller Sommer ladt. muß Centner werden        [FBG 3766]  
Johan Balthaser Kempff müß Centner
werden.
Johans moller hatt sein Cent gebuhr
erlegt den [dridt verbessert zu:] Eidt aber nicht abgelegt.
                      den 30 o tobr. Lind(es) Centgericht gehaltn 
                                    inabsention Hl schrybs(Schreibers)
Conradt peter Klagt. alß gerichtschöff daß.
ihne ein stein were ver wendett worden.
vndt wirdt anbracht. alß hette solches Johans
Eckhardt gethan.  Weill aber solches nicht
durch Zeugnuß hatt kan er wissen werd(en)
iß die sa(c)he verglichen, daß wellen leßen
so.. mitt scheldt wordt miß verstendtlich vorgefalle
iß Jedt i fl. buß. von gericht gesetz
worden.
[II, 183r]    
 
 
         vngehorsame
  Conradt vogtß wietb
  Lorentz vezberger
  Johans marx.
 


                        NB. 
 




                     NB.
 
 
Hl peter Reutter muß Centner
werden
Hanß Henrih saimen muß Centner werden.            [FBG 3601]    
Hl pfarher zu Nied. Clen muß die Cent
empfangen
Bernhardt mauß vndt Johans Balthasar
Kempff[gestr.] musen Künfftig Citirt werden.
vndt die Cent empfangen wegen Ihro
Hohablp(?) gest Ldn(?) hausen: 
Johans möller hatt in diessen gericht.
sein wurcklichen h Ayt. bbej gericht abgelegten
 
 In Actum Lindes bej dem Cent gericht
     in abwesenheitt Hl gericht schreibers.
     den 13 Martj 1684.
Johans Hering hatt gutt von Conradt vogts wiettib
  muß Centner werden 
Georg vogt muß Centner werden; ist auch nicht erschienen 
Johan Henrich vetzberger muß Centner werden, auch vngehorsam
  geweß.                                              NB.
Bernhardt Welcker muß Centner werden.  hatt dergilchen(dergleichen)
                    von allendorff                     alerweht(?) geschworen 
Johannes volck muß Centner werden  weil er so lang
  einen Acker von seine vatter im brauch gehabt, vndt auch
  die Contribution entricht.
[II, 184]       
Hl keller Zugiessen. Johan Balthaser
Sommrladt. muß Centner werden.
Andres Spanheinen         \  vngehorsane 
Johan Philips Schmitt      /   
[II, 184r]    
N.   diesses muß in Centgerichts
   protocoll notirt werden
     d anno 1681  

1681    
[II, 185]    
Actum Lindes bey dem Cent gericht den 26 Maji 
in absentia Hl. Flugdr. alß Cent gericht schreibers
velh(?) nicht protocollirt.
Klagt Conradt petri alß gerichts schöff daselbst. daß ihme
ein stein were ver wendett worden. in seinen acker. vndt.
wirdt an bracht alß hette solches. Johanns Eckhardt 
da selbst. gethan od(er) wissen schafftt hette   Johnns.
Eckhardt sagt auß. der man auß vn anlhten(?) Kosten
solches durch die steinsetzer beschlingen soll, wel(c)hes ges(c)hehen
vndt so baldt. geschehen. wel(c)he ausagen daß. die stein in
richtigen mahlen noch stehen.  aber sein schadt. wide(?) dem
Conradt ni(c)ht der stein gesetz wirte  wollte auch erweisen.
daß. Johans vorgeben.  Conradt hette die stein vor sich
gesetz er aber Johans hette sie wied(er). ausgema(c)ht.
worauff. der Burge meinster iß examinirt worden wel(c)her
ausagt. daß angehortt von Johans Conradt hette die
stein gesetz. aber er wehrs(?) nicht.   Hl Johan Reinhardt aber.
sagt daß Johan ekhardt gesagt hette er Conradt
hette die stein gesetz er Johans aberhette sol(c)hen
wied(er). ausgemacht. hette sol(c)hes gerdet. in beysein Henrich[gestr.; darüber:] Johan[gestr.]  
Reinhardtn, vndt Johan Jacob will [verb.:]sambt einn soldaten
[verb.:]seindt aber nicht ...... pr... drumb nicht examinirt
worden. sol(c)hes alßo auff Künfftig gericht.   Actum rit
Supra.                       GBurck##
[II. 185r]   
Henrich[gestr.] Den 13 octobr: ist die sahe(sache) wied(er). vorgenomen worden
vndt weilen die Zeugen nichts gewisses, die stein sezer aber
den stein vorecht er Kandt, so will Johans Eckhardt
den stein nicht(?) vorgutt halten, sondern vnpartheische Frealn(?)
haben wollen. Zu vor aber scheldt wordt gefallen.   so sollen
solche von. bejden theillen gestrafft vndt den steinsezern
ahn gebuhr geben.   Actum rit Supra-
i fl. Johans Eckhardt: Zur straff. wegend. scheldt wortt. \ Ausgang
i fl. Conradt petri auch straff wegen d. scheldt wortt.     / Zusam
/men Hl. ahn gebuhr.   Ist verglichen worden  doch wegen d. scheldwordt
                                   sein straff. 
[Der linke Rand des Blattes ist abgeschnitten. In der unteren Hälfte steht rechts:]   
       Actum bej Centgericht
       ZuLindes. den 26 maji
                  1681
       Hl Conradt petri
             Contra
       Johans Eckharden    
 
1690   
[II, 186; schöne, alte Schrift.]    
               Belanngendt das tzintgericht
                        tzu Lindes----
It(em) Diß Ist das Erste Anheben, vnsers g. Liebenn
Herrnß von Hessen, Schultheisen Zum Lindes  
Wan ehr das gerichtt besitzt vnd heegett, So thutt
ehr ein frage , In das gericht vnd ahn die Zintner
Ob Auch die Zint guther, In den Rechten Henden
der Zintner , nach Alter gewonheit vnd her 
kommen , vnd Laufft des gerichts Stehen,  vnd
begerett dann daruber , ein Rechte Ruhe[!] Zuthun
Beij Eijden vnd gelopten , sie daruber, meinem
G: H: gethan habenn /             
It(em) dieß ist die Gerechtigkeitt vnser Gnediger
Herr p Am selben seiner gnadt gericht Zum Lindes
hatt,   
It(em) Alle Hochste bußen , vnnd Clage geltt , Ist
vnsers G: H:
It(em) In einer Iglichen Hochstenn Buße , haben die
Scheffen ein Cleine buß ,              
It(em) gebeutt der Schultheiß, von vnsers gnedigen
Herren wegen , das sich niemant soll Zintt
guth gebrauch(en) , Es weredt den , Das sie aber[!] Ehr
Es hette , von Einem geschworen Zintner , der
das vnserm G: H: vonging vnd verstundt      
It(em) Wen einer Zu einem Zint guth Kömmendt vnd das
entnemett , der soltt sichs nit gebrauchenn, ehr
habe es dan entPfangen, mitt Eijden vnnd
geloPtten , vnserm G: H: getrew vnd holtt
Zu sein , vnnd mit bestattem[!] Eijde , Zu den
heilgen geschworen ,  Das stedte vnd vest
Zu halttenn , gebeutt Ime den der schultheiß 
von vnsers g: h: wegen vnd setzt In Ihn
[II, 186r]     
das Zint guth mit holtz vnnd mit halmen , vnnd
thutt daruber friede vnnd bande[!] , das Ihm
nijemandts hindern , od(er) drangen solle, Er thu es
den , In den vier schirnn , Als Recht sey /        
Item wen sollich Insatz Also geschehenn , Ist ein
Iglicher der Zintner wirdt , vnserm G: H: 5 ß d 
vnnd den scheffen - 5 ß d schuldigk / 
It(em) Wer Zintner guth In hatt , soll vnserm g: H: 
gehorsam sein , Als ehr mit Eijden dartzu verbunden
Ist, Als dicke vnd vill das noth geschichtt .     
It(em) Stirbtt ein Zintener vnnd verlesett Sohne Die
sollen sich Ires vatters Zeitt[!]nicht gebrauch(en),
sie haben es dan Erst mit[gestr.] vmb vnsern G: H:
Mit Aijden vnd geloPtten entPfangenn / 
Das vrkunth daruon, Ist ein maß weins /
It(em) Stirbtt ein Zintner vnd Leßett ein ehliche
HausFraw In seinem Zint guth sitzen, die fraw
magk sich des gebrauchen , vf Irem wittwen
Stulhe, die weill sie Lebett ,  Nimmett sie
Aber ein And(er)n Man . der Man muß Zu Stundt
das Zin guth mit Aijden vnd geloPttenn, entPfangenn
vmb vnsern g: H: vnd die Zintt      . 
It(em) Stirbtt ein Zintner, vnnd Leßett Dochtter , 
die Weill die dochter vnuer Andert Pleiben ,
soll Man die vnbehindertt In Ires vatters
Zint guth sitz(en) Lassen,
Nemen sie Aber Männer , Die Menner sollen
das guth, Als vorgeschriebenn stehett mit
Aijdenn vnnd geloPen EntPfangen /  
[II, 187]       
It(em) Als diecke Als man ein In setzet , hat vnser
g: H: 5 ß d vnd das gericht 5 sch d 
It(em) Wer Zint gutt entnimPtt , vnd noch nit Zinntner
Ist, Was Im dan vnsers G: H: Schultheiß
gebeutt , Er solltt sein Zint guth, mitt
Aijdenn vnd geloPttenn , entPfanh[gestr.] entPfah(en)
Thutt er das nicht, so Ist ehr vnserm
g: H: Mitt der Hochstenn Buß verfalhen  
It(em) Wan ein Schultheis vnsers G: H: der Zintt
gericht gebeutt , wer den vnserm G: H: nicht
gehorsam Ist, vnd Auß Pleibtt , der Ist sein
gnad(en) mit 5 ß: d verfallenn , 
It(em) Wen vnser G: H: mit solchem Zint gutt
belhenett  Es seij Edell Od(er) vn Edell Pfaff
od(er) Laije , Behelltt , vnser G: H: die vor=
geschriebenne gerechtigkeitt , Was von Zintnern
Itzt In leben sein , Also In gewonheitt
herbrachtt haben vnd vor vnß so herbrach/tt  [Zeile durch Faltung beschädigt.]   
Ist.             
It(em) hatt vnser G: H: In diesen hernachgeschrie=
benenn Zintguttern  solche gerechtigkeitt , als
In seiner gnaden eigen Zintgutternn , das
dan die von Küntzebach , auch von Graff
PhiliPsen von Nassaw Zu Lehen habenn 
vnd Auch solcher Zint gutter Zu thun habenn  
Graff PhiliPs von Nassaw 
die Hern von Arnsburgk 
die Teutzschenn Herrn von Schiffenbergk   [Hier verfälscht der Abschreiber die ältere Urkunde eindeutig!]   
die Closter JunsFern von Schiffenbergk
die Cohr von Wedtzflar /
[II, 187]    
Juncker vollPracht von Schwalbach d(er) Alte 
Juncker CasPar Schlaun ,  
PhiliPs von Kintzenbach
 
Conradt von Kintzenbach

Reinhartt
von Kintzenbach  
[Die Abschrifft des Centhbriefes bricht hier ab; bis zur Mitte ist die Zeite unbeschrieben.    
Beidseits der Mittellinie ist die Seite durch Faltung beschädigt; rechts unterhalb der Mittellinie steht:]  
    Copeij Auß dem Altten
        Zint briff
   
    Ao p 1690 den 29 T. aP/...
    bin Ich einst gericht schreiber/..
    Cintgericht Zum Lindiß M/...
    ist eine disse CoPia deß /...
    Zur Nachrichttigung Auß /....
       Lad(en) geb(en) word(en) ,
[Ganz links unten steht noch:]   
    Centgerichts
      Sachen
Zue Lindes 
 
31.05.1694        
[II, 188; kleines Zettelchen]    
   Eingebrachte Ruhen 1694 den 31t(en) maij,  
den 2t(en) febar hat Johans weijgell und Johan baltzer weijgell und
    Philipps amendt und friedrich Scheffer [bis hierher alle Namen gestrichen] 
    ir schwein haben schaden auf dem Korn gedahn
den 18 t maij hat friedrich Rühl sein schweger im Korn schaden
    gedann
24 t   Philpes Lentzen [Name gestr.] ir zwey schwein 
Maij   philpes am endt uf sein wisen schaden gedan. 
[II, 188r; enthält nur Namen und ist sehr verblaßt.]  
Johannes Reinhardt
Caspar Reinhardt
Joh..  ....hardt
      Johan Caspar Bender
      Johannes Rühe (?)
      Johan Lud(?) Giessen(?) 

28.09.1699      
[II, 189]   
                         Centhgericht gehalt(en) Zu Lindes den 28. t.
                                            Septemb(ris) . 1699. 
Vngehorsame
Conrad Simon
Baltz Anderman 
                         Heut dato hatt Johan daniel Marx, als ein Centh=
                         ners Sohn, die centh mit gewohnlichem[? verblaßt] Eide empfang(en) 
                         desgleichen Jost Baltzer geibel von gieß(en) als ein neuwer                [FBG 1260]   
                         Centhner, hatt gleichfallß die Centh mit gewöhnlichem
                         Eide empfang(en). 
1700 - 1701        
[II, 189r]     
              Actum, Lindes den 29 Aprill 1700 
Ist daß Hoch-löbliche Zent gericht gehaltn worden
Neue Zentner sein dieß mahl geweshen v. Sein
beEijdiget worden
Johan Conradt Weil  \
Georg Anderman      - alle von Lindes haben ihr 
Joh: ludtwig Weil     /  Eydt v: Pflicht abgelegt 
Johannes Köcher von Hörnßheim hat sich durch
den Schützen beschweren laße, daß ihme Johan
Wilhelm lentz von Lindes daß Wasser in
der Höll in Seinem Acker gewiißen.
Johan Wilhelm Weil, hat Nicht angeZeigt daß daß
Korn so er hat schon abschenaijden soll deß wegen die
Rug geben,
               Vngebott gehalt(en) Zu lindes den
                   21. t. octob(ris) - 1700. 
Jacob am Ende Zu Heuchelheimb ist verschiedentlich vngehor= 
  sam geweß(en), deß(en) Sohn sistirte sich hierauff.
Johannes lentz ist heute Zum gerichtschöpffen angenommen
  vndt beEidiget word(en).
Johan ludtwig Barth von Lützelind(en), als ein neuwer Centhner
Reinhardt ostwald von gieß(en), als ein neuwer Centhner, haben die
  Centh empfang(en).
               Vngebott gehalten lindeß den 28. t.
                      Aprilis,  1701  . 
j. fl. Bernhardt mauß,   \ haben die Centh Zu empfang(en), sind aber Verschiedentlich
j. fl. Johan daniel Sack, / vngehorsam vnd geb(en) dem  sch...rötzische M...
      Balthasar Kröcker, als neuwer Centhner soll noch einmahl
        citirt werd(en).  
      Johan Melchior lohe vndt Jacob Wentzel von litzelind(en), alß neuwe
        Centhner, sollen bei nechstem Vngebott die Centh empfang(en), oder die
        höchste buß geb(en).
      Hl. Georg lanij hatt heut dato als ein Neuwer Centhner die Centh
        empfang(en), weil(en) Er aber vorhin in dem Centh geweß(en) vndt die pflichte ...
        so Er GvG handtgelöbniß gelaß(en) word(en). 

[II, 190]      
28.04.1701             
VerZeichnus derer Jenige, So in Zent von
Giessen jtziger Zeit in Anno 1701 den 28 April 
           /.n.  Herrn Schöpfen 
   Hl Georg Kröker   
x Hl Conradt Schmidt  
   Hl Michael Böeß  
   Hl Kemmerer  
   Hl Johannes Volck  
   Hl Joh: Balßer Adam 
   Hl Johan Daniel Reinhard 
   Hl Johannes Kempf  
   Hl Georg Vogt 
   Hl Joh: Henrich Schneijder       [Nachtrag in and. Schrift:]    
   Hl Henrich Lonij               H CasPar Reinhardt Zu   
   Hl Johannes Lentz           Lindes ist Zum Schöpfen
_________________________  bestelt v Beaydiget
                                            worden d. 18.t. oct.
Hl Johan Balßer Kempff               1708  
    Joh: Herman Benner      Hl. Wilhelm Melchior   
Hanß Sann vidua[n.]       ist an statt Hl. Schmitt(en) 
    Joh: Georg Adam            den 7 t. 9brs 1709 Zum  
+  Johannes Bast[g.]            Zenth Schepfen bestalt u   [Hinter dem gestr. "Bast" ist etwas nachgetragen:] gestobett(?) [FBG, 131; +1703]     
    Joh: Conradt Adam            beaydiget word(en).  
    Jost Balthaßar May                                                [FBG, 2700]   
Philips Marxhardt, {ar idntlmeister hat die thäler (??) [gestr.]}       [FBG, 2655 (oder 2656)]      
    Niclas Hinkel  
Hl.Wilhelm Michael {ist Schöff. [nachgetr.]}    [Siehe oben: Wilhelm Melchior !!]    [FBG, 2792, oder 2736]   
    Joh: Dauiedt Petrij                                                [FBG, 3160]     
    Joh: Tobias Müller                                                  [FBG, 2933]      
Hl.Conradt Wormbser   Vidua.[nachgetragen]     
Hl Joh: Wilhelm Muhm                                               [FBG, 2852]      
    Jost Balßer Geibel   [gestrichen]   
    Joh: Daniel Vogt  
Hl Johannes Müller                                                   [FBG, 2921, vmtl.]    
    Johan Daniel Marx                                               [FBG, 2663]        
Hl Doctor Reès    [nachgetragen]                                 [FBG, 3340 ?]    
[II, 190r]      
Hl Doctor Ort                                                           [FBG, 3113, vmtl.]    
Hl Georg Lonij alter Schoff    
Hl.Peter Eckstein  ist Schoff    
Hl Kohlerman   
    Joh: Henrich Löber   [gestrichen]     
NB.Joh: Balßer Becker     
    Joh: Conradt Simon{s vidua [nachg.]}    
    Reinhart Oßwaldt   
    Joh: Georg Müller     
    Anthon Müller    
    Jost Peter Müller   
    Johannes Noll    
    Wielhelm Noll   
    Christian Welker 
Hl Bernhard Mauß      [nachgetragen:] 
x  Joh: Daniel Sack  hat auch kein güther mehr ,  
                        NB: der Oinhausische Bewalter 
    Balßer Kröcker     oster walt hat deß(en) ecker,      [Rudolph Henrich Osterwald; FBG, 3125]   
    Johannes Höring    muß kunftig Centner werd(en), 1706,  (1716?; 1756?) 
    Heinrich Jost, hat die Centh entrichtet.  [Dieser und die nächsten Einträge sind in verschiedenen Schriften nachgetragen.]   
    Geörg Ferber
    Christian lanii .1708. geschworen. 
    Joh. ordolph Müller  1708. geschworen.                  [FBG, 2921,3 & 2941]  
    Joh. Balthasar Loeber
    Hl. obristlieutenant Langsdorf 
    Oinhaussicher Verwalter H. Osterwalt .                  [FBG, 3125; s. o.]     
    Philipß Moritz Magnuß      Je     
    Hl. Rentmeister Zu Langs[gestr.] Gleiberg . 
    HosPitahl Verwalter venck
    Hl. oberschultheiß Mogen                                     [FBG, 2807]     
    Joh[g.] Hl. Peter Kroker .                                    [FBG, 2255]      
        Johannes Krecker .   

[I, 3]          
06.10.1701
                                     No 9.
     Centhgerichte gehalten den 6. tag(?) octob(ris)
                       1701.
   ohngehorsam.
Johan Daniel Marx
     
                   Jacob Wentzel
hatt als ein Newer Centhner die Centh
                   bei ablegung gerichtlicher pflichte empfang(en).
1. It(em) Johan Conradt Noll von giesen
                               
Vndt                                      gebrauchen sich Centguter,
 1. It(em) Henrich Jost daselbst              wollen aber der hochfurstl(ichen)  
                                                                             
ordnung gemees die Centh
                                                           mit Eid Vndt gelubten nicht
                                                           empfang(en), sol also im fritz(?)
                                                           Ein guld(en) Straffgeb(en).

1. It(em) Balthasar Krocker                  hab(en) gleichfals die Centh empfang al..
1. It(em) Johannes Henring(?)              gindt aber vff (?)versgangene Citation
                                                         Verschiedentlich Zurr.. geblieb(en), des=
                                                         halb ein Jeder gleichfalls j fl
                                                         straff geb(en) soll
                   Nechstermelte[Der Wortanfang ist gestrichen, darüber: Vor] beide persohnen Noll Vndt Jost hab(en) sich bei
                     sitzendem gericht noyhitirt(?) Vndt gebettn, Ihnen biß in proxima
                     des Eides Zuerlaß(en), hab(en) inZwisch(en) Handtgelobnis gethan, Noll
                     auch, als ein Centhners Sohn, die gebuhr entrichtet, Jost aber
                     will in proxima Ingleich(en) thun.
1702                      Centhgerichte gehalten Zu Lindes den
                                     ii. T. Mayj, 1702
Johannes Herrings als Neuwen Centhners,Weib er=
schiene, bathe Ihren Man Vor dißmahl excihirthis(?) het...
sie wolte noch dieße Woche den Schutzen die gebuhr
entricht(en).
Christoffel Lentz als Centhners Sohn, hatt die Centh
gebührendt empfang(en).
H(err) Johan Wilhelm Michel ist heut dato statt H(errn) Johannes
(?)Kempn Zue schoffe angenommen vndt beeidiget word(en).

[II, 191; halbes Blatt.]    
                          Actum Heüchelheim den 3 t(en) tag Maij. ao 1702.  
                          ist das Fürstl: umbgebottgehalten wordten,  
Actum eodem Die. seind von dem Herrn Beambten Zu Gießen und
          hier, und benebenst den Sambtlichen Herrn Schöpffen
          wiederumb an der Verstorbenen Gericht Schöpffen
          stelle, Erwehlet und Zu gleich würcklich beaydiget
          wordten,                           Nahmentlichen  
                   H. Marttin Weller. v.
                   H. Johann Conradt Gorr.
Nota. der H. verwalter Bieraw gibt einen Klag Zettell 
        über Görg Dieterich Dotenhöffers dienstmagt  
        so der Fr. schwester ist, das sie ihme auff einem
        weitzen Acker s.l[g.] mit Korn aus schneiden scha=
        den gethan, welches Er nicht allein straffbar
        nach ausweiß eines bey liegenden Zettels,  
        angeZeigt, sondern noch darZu auch seinen
        gethanen schadten, aufferkändtnis beZahlt
        haben will,
[Dieses Blatt, das ins Gericht Heuchelheim gehört, ist unten abgeschnitten; der Text muß noch weiter gegangen sein.]    
[II, 191r, ist leer.]    
[II, 192; gehört auch ins Gericht Heuchelheim.]      
Daß Georg dietrich duten hoffers Zu Rodtheimb 
  Magd, {seiner alß [gestr.; darüber:]} welche seiner fraun Schwester vt.
  Zu Kintzenbach bürdig \ist/ mir den Saamen, 
  auf meinem weitzen acker durch
  Schnitten, vt fdt[gestr.] Sündlich auch hochstrafbar
  mir Zum schaden auß geRopfft, all[gestr.]   
  wie Sie dan. Vnterschiedich mahl dorüber 
  attrapirt, Ihr auch von H. Goldemann 
  ein kopfftuch auf der that abgefandet
  word(en) ,     wolle dr felt Schütz
  Vor gericht Zur buß bringen,
  mit[gestr.] mit vorbeha(l)t daß Sie mir
  dn schad(en) ersetz(en) müß(en) .  Rodheimb
  d(en). 4 t. Maij 1702  
                        JLBieraug###
[II, 192r, ist leer.]        

[I, 3r]     
12.10.1702
               Centhgerichte gehalten Zu Lindes am 12. T(ag)
                     octob(ris) 1702.
Heute dato ist H(err) Peter Eckstein an statt H(errn) Kröckers sehl(ig)
Zum gerichtsschoffen angenommen vndt beEidiget word(en).
Henrich Jost hatt, als neuwer Centhner die gebuhr entrichtet,
Gerhardt Maus hatt Zwar seine güter im Centh ..rehn
muß aber als neuwer Centhner die gebuhr entricht(en)  [Die ganze Zeile mit Blei unterstrichen.]
Johan Daniel Sack, als neuwer Centhner hatt die gebuhr
entrichtet. 
                                      ohngehorsame dudenhoff(en)
                                     Johan Gerhardt hat sich noch sistirt.
                                     CasPar bendr, \ dieße beide sind bey dr
                                     Conrad krafft, / ankundigung nicht Zu
                                                                    Hauß gewes(en)
                                      ohngehorsame Lützelind(en).
                                     Johannes Ludwig, .........
                                     Johan CasPar Jung.  nb. hat angeZeiget,
                                     daß Er im Centh nichts habe,  (?).omlen(?) bei seine/
                                     schwieger Vatter, Johan Wilhelm Hessen wohne,
Philips Ritter,          \
Johan Herman Noll,   \ alß Neuwe Centhner sind ohngeharsam ge/[Rand]
Jost CasPar Melcher, /  Es wird aber abgeZeigt, das Philips Ritter 
Johannes Hering      /   noch nichts im gebrauch gehabt habe. 
Balthasar Krocker  /
 Johan Herman Noll gibt vor, das Er (?)cseiner gehabt (?)noker an Johan Conrad
   Noll versetzt habe.
                               Centgerichte gehalt(en) Zu lindes den 10. T.
1703                                              May 1703.
Philips Ritter als ein neuwer Centhner hatt die Centh mit Eidt
  Vndt pflichtn empfang(en), will kunftig(kinsftig?) Herbst die gebuhr ab...
Johannes Henrich, alß Neuwer Centher ist bis Handgelobniß gelaßen word(en),
   weil Er kurz vorher Merklich im land gestand(en) Vndt geschm..., hatt aber
   die gebuhr des richters(?) nicht entricht(en) wollen, welches in proxima er...
   (?)irred Solli nb. hat bei sitzendm gericht  a.... prestarda(?) p..tiret.
H(err) Michel als Neuwer Centhner hatt die gebuhr durch seinen bruder
   abgestattet.
H(er) Herman Kohlerman, als neuwer Centhner hat geichfals die gebuhr Zahl(en)
   laßen.
[I, 4]
H(err) ab [= gestrichen.]
Heut dato ist H(err) Jorg lanG(? lanZ? lanlj?) Zum Schöff(en) dieses Centhgerichts
gewöhnlicher maß(en) mit Eidt vndt pflicht(en) ivestirt word(en).
     [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 5]
18.10.1703
   Gießen
Anno 1703 den 18 t octobris
H(err) Johan Balthasar Kempff  -
Hermann Bender
Hanß Sammen Wittib
H(err) Johann Georg Adam 
Johannes Schwerdt 
ist Neu  -
Jost Balthasar Meyes Wittib  - NB.
Philipp Marquardt
Claß Hinckel
Wilhelm Noll
Balthasar Becker  -
Johan Conrad Siemon
Reinhardt oßwaldt
Johan Georg Müller
Anthon Müller
Jost Peter Müller
Christian Welcker
H(err) Kohlermann  -
Johan Henrich Löber
  NB [Johann = gestrichen; Henrich = unterstrichen.]
Johan Daniel Sack, Modo osterwaldt  [Letzteres in ganz anderer Schrift nachgetragen.]
H(err) Doct. (?)Rieß
H(err) Doct. Orth
Johan Daniel Marks
Johannes Hering
[I, 5r]
Joh. Conradt Adam
H(err) Johannes Kempff(en) wittib  -
H(err) Johannes Müller
H(errn) Georg Krökers wittib
Johan Daniel Vogt  -
H(err) Conrad Wormbßer
[nachgetragen:] Witt.
Johan Tobias Müller
Johann David Petri
Wilhelm Melchior  -
NB
H(err) Wilhelm Muhm(Muhn?)  -
NB.
Henrich(Henmch) Jost
Johan Conradt Noll   
[Das Nachfolgende ist in anderer Schrift nachgetragen:]
H(err) Johan Henrich Mog neuer Centner ist eines Centhners Sohn
Johan balthasar becker himiliter Neur Zehntner

                                                   Hd[gestr.] it                     Johannes Noll neuer Centhner
                                                                  /                     soll inskünftig schwöhren.
diese 3. post(en) nechst Kunftiig                   /                       Reichardt Nolls ist[alle 2 Worte gestrichen] Centhners Sohn
    vorgenommen werd(en)                          /                        will auffs künftig richtigkeit ......
                                                              / [Etwas Gestr.] Melchior Lahm(Lochin?) hat Seine gebuhr durch
                                                              \                          H(errn) Schneider entricht(en) lass(en).
                                                                \ (?)8.oct.        Jost CasPar welcker ist Centhners Sohn
                                                                                          hat Seine gebühr entrichtet,

18.10.1703
[I, 6]
Den 18. 8bris 1703 ist das Hochfürstl(iche) Centh=
Gericht Zu Linnes gehalten worden, ist darbey
Vorgangen wie folget.

Johan Conrad Weigel Hat eine Lücke beij seinem Hoff auffge=
riß(en), VersPricht aber solche solche hinführ(?) oh..gebahr In Zu halt(en)
wiedrigfalls aber er inKünftig Zue straff gezog(en) werd(en) soll.
Johan Balthasar Weigel Hat mit den ochsen schaden in
den wießen gethan.
Ludwig Weigels Schwein hab(en) schaden im Korn gethan
dd Andreas Hahns Schwein desgleichen.  8 alb.
dd it /Johan Henrich Eckhardt et \ ganß haben dem H. Major
       \Ludwig Schlehenbeckers    /  in der Hafer schad(en) gethan
             15 alb.
Georg Andermanns Pferdt hatt Schad(en) in der gerste gethan,
desselben pferde ferner schad(en),
noch desselben pferdt Zum Zweijtenmahl schad(en) gethan
item desselb(en) pferdt Zum drittenmahl Seinem
bruder in der Haffer schad(en) geth(an).
Johann Wilhelm Lentz et   \ hab(en) H. Johannes Lentz
Conrad Andermanns wittib/ schad(en) gethan in den winter
                                        weißen vom vorig gericht.
[I, 6r]
1704
       Centgerichte gehalt(en), lindes den 29. t.
                 Maij 1704.
Heut dato hat Johann Melchior Luhe Von litzelind(en) wg seinen
 Sohn, als neuwer Centhner, die gebuhr entricht(en) lass(en).
Item Johannes Schwertt, Scharffrichter Hatt die Centh, als
 Neuwer Centhner, mit Eid Vndt gelübd(en) enpfang(en).
        Centhgerichte gehaltn, Lindes a. 2. t.
                octobris, 1704. :/:
Johan Jacob Textor von leigestern Hatt als neuwer Centhner
  geschworn Vndt die gebuhr entrichtet
Johan Philips lenz, Centhners Sohn Hatt gewschworn Vnd die
  gebuhr entrichtet.

1705    Centgerichte gehalten Lindes den 11.tn
                  Junij 1705 :/:
H(err) Renthmeister Clem von Kleibergk Hatt einen acker
 Von seiner SchwiegerMutter Frau Ambt Mannin Anthon
 Von Giesen, bekommen muß also die Centh Von demselben 
 empfangen, mus Künftich citirt werd(en),
                    von Giesen
Georg Ferber / ist alß Neuer Centner angenommen,
 undt weilen Zu verreisßet, will Er Kunftig Sein preis ay/d
 ablegen, Hat aber so gleich die gebühr entrichten lassen,
              d 6.t. Maij, 1707.
Georg Ferber               \ haben als neuwe Centhner haben[gestr.] die Centh epfang(en)
Johann Jacob Textor /         mußn die gebuhr also entrichte(en).

1707
[I, 7]
                  Centhgerichte gehalten Lindes den 12.t.
                       
Maijj 1707

Christian lauer(?) als neuwer Centhner hatt die gebuhr durch
 seine fraue entrichten laß(en), Vndt soll in proxima schwern
Johan Balthasar Weygel, als Centhners Sohn. Welcher sich Ver=
 heurathet, hatt die Centh mit eid vnd gelübten empfang(en).
Johan Balthasar lentz als Centhners Sohn, Hatt desgleich(en)
 gethan

1708                Lindes Centgericht gehalten den 3ten Novembr(is)
Lindes den 14.t. Junij 1708.         1707. [Zu dieser ersten Überschrift keine Einträge.]
H(err)  Dr Meijstarth,               \
H(err)  Stattpfarler, balser     -
sindt Neuw Centhner Vndt muß(en)
H(err) oberschulth. Mog(en)  /
   die Centh empfang(en).
Johannes Schwan(? Schwen?)
, hatt die Centh mit Eid Vndt gelubten
  empfang, auch als Neuwer Centhner die gebuhr entrichtet.
Johan Andreas Hildebrandt, Centhners Sohn Hatt gleichfals
  die Centh mit Eidt Vndt gelubt(en) empfang(en).
Daniel Sack als neuwer Centhner Hatt Zwar die
  gebuhr durchl. Schneider entricht(en) laßen, aber nicht geschworn,
  soll in proxima gescheh(en).

H(err) Maier Langsdorff                     \
Vndt Hospital Verwalter Weck(Wech?) / muß(en) die Centhempfang(en).
desgleich(en) Johan Andreas Schwan(Schwen?) \
H(err) Pfarrer Noll Zu garbenheimb                      - muß(en) gleichfals
H(err) Renthmeister Clem Zu gleiberg                / die Centhempfang(en)
                 vide(vida?) (= Siehe). heqq

[I, 7r]
Centgericht Zu Lindes gehalten
den 18 t. octobris 1708 ./.

Neue Znetners Sohne hab(en) Ihre pflichten
       abgeleget.

Joh. Gontolph Müller Zu Gieß(en)
Joh. Melchior Lentz Zu Lindes
H(err) Caspar Reinhart Zu Lindes ist
   heut dato Zum Cent Schopfen bestelt
   vnd in pflicht gZogen word(en).
            Centhgerichte Zu Lindes den 7.t.
1709                    Junij, 1709.

beij dießem gericht haben die H(erren) Schöpffen anstatt H(errn) Conrad
Schmitts Seehl(ig) Wilhelm Melchior Zu gieß(en) Zum Schöpff(en) ein
stimmig erwehlet [Nachtrag in anderer Schrift:] hat den 7 t yl.. sein pflicht
 abgeleget.   [Im Folgenden sind einzelne Teile gestrichen; das Gesamte ist ist mit zwei dicken Schrägstrichen gestrichen:]
   Wilhelm Noll ist ohngehorsamb Zuruck geblieb(en).
   Joha(n) Daniel Marx, similiter  [Links vor den Namen steht dreimal untereinander:] 1/4 f..
  
Johan Balthasar Weigel ist gleichfall Vngehorsam [Von links bis zum "V" im letzten Wort gestrichen.]
      hat seine(?) ex..fe erheblich beij bracht [Diese Worte sind nachträglich ganz klein dazwischen gekritzelt.]
  
(Johan ludtwig barth von litzelind(en) similiter der
   (Schu(lth.)[Tintenfleck] aber sagt, daßes solchem Manne nicht mer angeZeigt
   Johan baltzlober als neuwer Centhner  \  haben die Centh mit
   Johannes Lentz, Centhners Sohn         - Eid Vndt gelubt(en)
                 N: löber muß die gebühr       / empfang(en) Vndt geschw/oren
                     annoch Zahlen  ad.
[Das Folgende ist wieder ungestrichen:]   
1/2   Wilhelm Noll ist Vngehorsamb Zuruck geblieb(en)
           am Nagebatt(?)
1/2   Johann Daniel Marx.  

[II, 193; halbes Blatt.]     
           Ein gebrachten Rugen in anno 1709   

              Andreas Hilten brandt schwein hat Friedrich Ruehl schaden gethan
                                                                                       in den wicken
d(i)t(o) Christoffel Lendz schwein haben Friedrich Riehl schaden gethan
                                                                                      in den wicken
 dt       Jorg anderman Genß haben schaden gethan in dem graudt
 dt       Conrat Peterij schwein haben schaden gethan in den Zehent Erbßen 
 dt       Johan Hennrich Ekhart ochsen haben Johan Milcher Weygel in
            der Haffer schaden gethan,  
 dt      Conrat Lendz W genß haben schaden in der Haffer gethan
           auff der Kadzen bach 
 dt      Johan Hennrich ackers genß dem hern obersten schaden gethan in dem
                                                                                                 Korn
[II, 193r, ist leer.]    
[I, 8]
                 Centh Gericht gehalt(en) den
                   7t. 9bris 1709.
                    Neue Centner.
1. f.  Joh. Balthasar Loeber.
1. f.  H(err) Obrist Lieutenant Langs dorf
1. f.  H(err) oster walt Omhaußischer Ver=
                 walter.
1. f.  Philipß Marich(?)(Moritz??) Magnuß
daßen gehort gest.   diße haben die Zent empfang(en).
Leeschist(?) die hefft. -------------------------------------
       der Hospital Verwalter weck.
       H(err) ober Schultheiß Mogen.
       H(err) Pfarrer Noll. Zu Garbenheim
       H(err) Rentmeister Zu Gleiberg.
                        Rinn
      Johann Best Feyling[= gestr.] aus Zentners
        Sohn hat sein efect(?) abgeleget.
      Johannes May Zu gießen muß die
        Zenth empfangn.  w ist gethan.
 NB. Johannes Noll eines Zentners Sohn.
         muß künfttig prästuda(?) .....
     H(err) Peter Krecker hat den Zent von seim(seinem?)
         Vatter empfang(en) [Darüber klein eingefügt: Hat geschworn] In gleichem sein
          bruder Johannes Krecker, welchr kunfttig
               (?)Tagen schw.. muß.
1/4. f.  Andreas Hilden brand daß Er seine
            Schwein die Led(..) gehen lassen.
  die Schwein ist tod llad(?)
1/4. f  Christop lentz weg(en) der gleichen
    4.t.
[I, 8r] [Die Geldbeträge links sind teilweise gestrichen, teilweise gibt es Nachträge; deshalb unsicher.]
d(..) 1/4. f. 6 ad(?)    Georg Ander Mann daß Er sein/
                                Gänß ins Kraut gehen lassen.
d(..) 1/4 f. 6. an(...)  Conrad Petri Schwein  Er
                                 seine Schwein in die Zuhente(?) Erbß/en
                                     gehen lass(en)
d(..) 1/4  f.               Joh. Henrich Ekhert, daß Er
                                 seine ochsen in dr Hafer
                                  schaden thun lassen.
dd - 6- Al(..)(Albus?)  Conradt Lentz(en) w(itwe) daß Sie Ihr/e
                                 Gänß in die Haffer gehen lassen
- d(..) 6. al(...)          Joh. Henrich Acker wegen der gl/eichen

   1/2 f.                   Joh. Melchior Kinhebach, dß
                               Er Johann Henrich Eckhartten
                                 das Kraut auf einem acker
Vnt soll den                mit sein(en) Stier(en) abgeEZet.
Schad(en) ersetzen mit
einem 1/2. f.
                             Vngebott oder Centhgerichte gehaltn Zu Linde/es
1710                               den 18. T: Juny, 1710

Heut dato Hatt       H(err) oberschultheiß mog als Neuwer Centhner die gebuhr
entrichtet .
Item H. Pfarrer      Noll Zu Garbenheimb, als Cntners Sohn, desgleich(en) 

[Vor Seite I, 9, ist ein ganz kleiner, einmal gestrichener Zettel, mit späterer Einfügung links, eingebunden:]
            Anna Maria Löberin
..istof   ein ackerin högstens y
 f.148.  sind
           bei.... gäthann
           Kuntz.....(?)
           der brostin(?) vnd
           Ist georgfacher(?)
           ----------------
           Joh: Casp(ar) Vetzberger
           Heimbesvormund(?)

                26-7
                10-5      
             1- 7-4
                 3-6      
             1-11-2    

1710(?)     
[II, 194; schmaler langer Zettel.]                                             [II, 194r]    
    Lindes   
Johan Danyel Reinhardt  richtschöff 
Johan Casper Reinhardt  richtschöff  
Johannes Weygel
Ludwig Weygel der älter
Johan Milcher Lendz
Johan Jacob Jung
Christoffel Lendz
Andreas Hilten brandt
Jacob Hept
Johannes Lendz
   win (?)Cübner  
Johan Ludwig Weygel
Friedrich Reuhl
Johannes Lendz W

Johan Wilhelm Lendz 
Conrat Lendz W.
Pihlipus Lendz.
Pihlipus ament
.
Johan milcher Weygel
Johan baldzer Weygel
Conrat Weygel
Johan Hennrich acker
Johan milcher Kintzbach
Jorg anderman
Conrat Weygel W

Conrat Petry
Johan Hennrich and(er)mans W
Johan Peter neitel
Johan baldzer anderman
Conrat andermans W

Johan Hennrich Weygel
Johan baldzer Weygel der Jünger
Johan Hennrich Eckhart
  x deßen wittib
Andteras Hahn
Johan Ludwig schlebecker
Pihlipus Klieng
Friedrich schöffer
der Hoffmann
        Alten Dorff 
Johannes Volck
Johan Hennrich gunckels W

      Liedzenliendten  
Johan gehret Volck
Johannes Schmieds W

Pihlipus Schmieds W.  
Johannes HosPach
Johan Pihlipus Velten
Johan Ludwig bardt
   [gestrichen u. gepunktet]   
Johannes Ludwig       [gestrichen u. gepunktet]   
     Duden Hoffen  
Conrat Krafft
Johan Jacob Weller
   [gestrichen]    
     Heuchlenn     
Jacob amendt
Johan Ludwig
[gestr.] Rinen, Erben moto      
Joh. Best feyling[gestr.] Rinn.  
Johannes Köcher
 
Ludwig Barth Zu Litze=
                 lind(en)
  [nachgetr.]  
[II, 195; alle Namen sind einmal senkrecht gestrichen.]      
       Zu Dutenhofen  
Joh Conrad [gestrichen]  
Johannes    [gestrichen]  
          dutenhoffen 
       Conrad Wagener 
     Zu Litzelinden.   
Johannes Hoßbach.  
Philips Velten.    
Johan Ludwig Barth.  
[II, 195r]      
  Gießen[gestr.]   
  Cathalogus der Centgerichts schöffen altundtnüer
  Centner des Centgerichts
  Zu Gießen[!!] d(en) 16 octobris Anno 1710  
H Michael Böß  
H Wilhelm Kemrer   
H Joh: Baltzer Adam   
H Geörg Vogt   
H Johannes Volck  
H Joh: Daniel  
H Joh: Henrich Schneider  
H Peter Eckstein   
H Michael      
H Geörg Lonij   
H Caspar Reinhardt    
H Joh: Wilhelm Melchior   
[II, 196]   
H Joh: Baltzer Kempff
Herman Bender
Hans Samme wittib
Joh: Daniel Sack
Johannes Schwerdt
      [FBG, 4275; Nach-, Scharfrichter] 
Joh: Henrich mäijer wittib    [gestrichen]    
Philip Marquardt
Clos Henckel
wilhelm noll
Balthasar becker
Joh: Conradt Simons wittib
Reinhardt oswaldt
Joh: Geörg müller
Anthon müller
Jost Peter müller
Christian welcker
H Kollermann
oster waldt
[g.; nachg.:] Johannis Schwan
H Doctor Rießen
H Doctor orth
Joh: Daniel marx
Johannes Hering
Joh: Conradt Adam

H Johannes Kempffs wittib
H Johannes müller
H[g.] Johannes Kröcker
Joh: Daniel Vogt
H Conradt wormbser wittib
Joh: Tobias müller
Joh: daviedt Petrij

H wilhelm mum
Henrich Josten wittib

H Geörg ferber