Akten des Centgerichtes Lindes.

Persönliche Vorbemerkung. 
Als ich anfing mit der Erforschung meiner Vorfahren und der Geschichte meines Wohnortes wurde ich von Freunden gefragt:
"Was willst Du denn mit dem Nazikram?"
Mir fiel die Antwort nie schwer, denn neben dem Interesse an den Linnesser Originalen, die alle meine direkten Vorfahren sind,
worauf ich bis heute stolz bin, suchte ich in der Geschichte nach irgendeiner Art von Erklärung, wieso meine Eltern- und Großeltern- 
Generation die bis dahin nie dagewesenen Verbrechen der Nazizeit mitgemacht oder dazu geschwiegen haben.
Wieso waren die Propagandisten Hitlers in unseren Dörfern und Städten nicht geächtet;
wieso wurden die Denunzianten nicht aus den Dörfern verjagt?
Ich denke, die Akten des Centgerichtsbuches geben eine erschreckend einfache Antwort:
Meine Heimat war seit dem Absolutismus ein Land der von "oben herab" gezielt zum Denunziantentum Erzogenen.
Die Verbrechen der Deutschen unter den Nazis sind eine direkte Folge der mehrere Jahrhunderte dauernden
"Erziehung" zum "perfekten Untertanen".
Die Centgerichtsakten geben Aufschluß darüber, daß Menschen, die ihre Nachbarn nicht denunzierten, verurteilt wurden!
Ein besonders unangenehmer Zeitgenosse war z. B. selbst Schöffe am Centgericht; die Denunziationen erbrachten ihm
dann direkten persönlichen Gewinn! Auch diese "Tradition" hat sich ja gut erhalten.
Die Akten sind auch ein Beispiel dafür, wie ein ursprünglich weitgehend selbständiges "Bauerngericht" immer mehr von
der "Herrschaft" und der Verwaltung in Gießen entmündigt wurde.

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Die noch erhaltenen Akten des Centgerichtes Lindes befinden sich heute im Stadtarchiv Gießen.
Sie sind vor einigen Jahren zu zwei Bücher gebunden worden. Dabei ist leider keine chronologische Ordnung erfolgt.
Durch das Binden sind oft Wortteile am Rand nicht mehr lesbar.
Bei den erhaltenen Akten handelt es sich um Prozessakten; aber auch Rügenzettel des Centschützen und
Listen der zum Centgericht Lindes gehörigen Centner und Schöffen aus Gießen, Lindes und Umgebung sind vorhanden.
Die Rügenzettel sind oft kleine Zettel; die Listen öfters schmale, lange Papierstreifen.
Andere Blätter waren vorher zu Briefen gefaltet gewesen.
 
Im Folgenden versuche ich eine Darstellung in zeitlich richtiger Abfolge zu geben.
In [Klammern] finden sich die Quellenangaben, etwa [I, 135] = Buch I, Seite 135, oder [I, 135r] = Buch I, Seite 135, Rückseite,
und [andere Anmerkungen von mir.]
Die Hervorhebung der Personennamen stammt von mir. Die Jahreszahlen sind zur besseren Übersicht ebenfalls von mir eingefügt.

[I, 1]
Inventarium  
 
der zu Kleinlinden befindlichen Gerichtslade, und
Acten über zu Kleinlinden bestandene Centgericht,
und daselbst abgehalten wurde bis im Jahr 1820.
wo nachher durch die neue Organisation der Aemter
und Gerichten aufgehoben und seit dieser Zeit ver=
ändert worden.

Num
1

die Gerichtlade welche mit einem Schloß nebst
zweij Schlüsseln versehen und verwahrt ist.
und Gerichtsordnung von 1577.
2 Gerichts Protocolle von 1570. bis 1626. und
wo daß Gericht zu Kleinlinden abgehalten wurde.
3 Centgerichts-Protocolle von 1701. bis 1711. un...[Rand beschädigt]
4 Gerichts=Protocoll von 1774.
5 Verzeichniß über dise Schöffen
6 Register über die Centner von 1580.
7 des gleich von 1580.
8 des gl(eich):
9 des gleichen von 1581.
10 des gleichen von 1585.
11 Centgerichts Register von 1586.
12 des gleichen von 1588
13 Rügenbuch von 1580. bis 1589. im G:
14 des gl(eichen): von 1590.
15 Centgerichts=Protocoll von 1557. bis 1565.
16 dergleichen von 1592. bis 1602. im G:
17 dergleichen von 1626.
18 Verzeichniß von neuen Centnern, pp
[I. 1r]
19

Bericht, über Beschwerde der Gemeindsleuten von
Lines, wegen Ansetzung der Centbussen.
20 Verzeichniß über die Gerichtsschöff(en) 1651.  pp.
21 Protocoll Georg Eckhards und Consorten
22 Bescheid und Decret von der fürstl. Kanzley Gieß(en)
vom 8" Junij 1651.

 

 

 

 

 

 

 

 





[I, 2] [Seite beidseitig leer.]
[II, 1]
                      
Hierinnen sind nachrichten enthalten
1) Vom Cent Schöfen Ambt und zwar von 1637 inhalt deßen
zuersehen, daß ein Schöf alle Jahr um dieses Ambt beij dem Centh=
schöffen stuhl Suppliciren muß, daß dieser ihn annehmen
und auch abschaffen kann, wie in Dorso dieses Memorials Zuer=
sehen, daß dem Hern(Sgein?) seine bitte abgeschlagen und Johan Balzar
               doch(Dech?) angenommen worden .
2) Ein mandat von dem Ambts Hauptmann von Buseck.
vom 21tn April 1659 die pfandung eines Centh Knechts betr.
3) Ein Verzeichnus derjenigen, so das Centh nicht empfangen
wollen nebst einem befehl darunter geschrieben, daß für[? Papierschaden]
solches beij der Straff vor Ihro Durchl. empfangen sollen
4) Ein Mandat vom Herrn Renthmeister Hoffmann vom 17ten
octobr. 1660 worinnen Baltzar Schmitt, so zum Schöffen
genommen werden sollen, aus uhrsachen, weil sein Eijdam
Kröcker
im Schöffenstuhl sich bereits befände, Dispensirt
worden.
5) Ein mandat vom 13ten Octbr. 1680 vom Hauptmann zu
Gießen, inhalts deßen einer, so Centhguth nur gelenth und
der Centhner solches guth noch selbsten Vorsteht, nicht das Centh
zuempfangen angehalten werden soll.
6) Ein Mandat Vom Herrn Renthmeister Stipp vom 2" Octbr
1650, inhalts deßen ein Schöffe so Keine Güther im Centh weiter
besitzt, dießes ambts Kann erlaßen werden.
                 etc.    etc.
7) Einige List von den sogenannten Kleinen bueßen
8) Einige Listen von den sogenannten höchsten bueßen

[II, 1r] [Seite ist leer.]

1557
[I, 102]
Gerichtshaenndel und Rugen vonn
Anno 57 bis vff Anno 1565

             N° 15                                            [Der Rest der Seite ist leer.]
[I, 102r]
It(em) von Iglicher vrkundt    12 d [Pfennig; denarus]
It(em) dem Schreiber      4 d                         [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 103]
Zint gericht gehalt(en) zum lindiß Am donners[Fleck]
dag nach matheuß Apostel Anno D(omini) 57

        Ingebracht ruch

It(em) Hans schmit mit Jorgen Hanssen von
giessen gangen, vnd hat Jorg sein Wer
Aufgehabt, vnd hat gesagt geuatter(Gevatter) Hans
wen Einer vff mich wegleustert so solt
Er sich mein wern, Zum andern hat[ganz dünn gestrichen] ist
fredrich den Zweien entgegen kommen, da hat
der schmidt fridrichs mit dem wer begert
         Ein Erste Clag
It(em) hat petter von busseck drey vierdel
rubsamen In das velt geset da ist er
komen In der wochen nach giesser kermeß
vnd hat funden Zwen Jungen hud(en) mit
Einer hert schoff vnd hat gesagt
werhalben He[gestrichen?] Etzt Ir mir daß mein ab
daruff geantwurt die hierd(en) haben Auch
daruff gehut   Daruff petter geantwurt
Er spur keinen hird(en) mehr daruff dan sie
vnd hoff der Cleger der beclagt sol Ihm
vmb solchen schad(en) gleich Zuthun schuldig
sein

[I, 103r]
It(em) Erscheinet Ludwigs Jost vom lindiß
vor diessem Erbarn Zindt gericht und sagt
wie daß Hans schmit Auch zum lindiß
weß Ihn gelust hab hat Er vor der Kirche
wieder Jostd(en) gesagt Ehr understhen In vnd
das sein Zu brengen wie ein schelm
wil Jost verhoffen  Der Erbar Schepf sohl(solt?)
mit recht erkenne das Hans die wort wider
Jostd(en) gesagt hab und solt forder mit
recht Erkant werde(en) daß Hans Schmit
schuldig sey, Jostd(en) kohr(kehr?) und Wandel Zu
thun daß Ihm An weib vnd kindt
gnungsam verantwurt sey vnd an Allen
seinen freund(en)  Er sol auch Zum dritd(en)
schuldig sein Jostd(en) allen costen vnd schad(en)
schuld(ig) sein mit vorbehalt mit Aller recht
licher notturft des rechtd(en)

It(em) Hanß schmit mit sampt sein krichs
verwand(en), sagt das reicherts Elßgen mit
sampt Irem Haußwirt dem got gnad
Hulssen Hanß von giessen oder wie Er
gern geheissen wer, haben Ein Zindt gut
In gehabt das In dem Zint gelegen ist
und seind die beide Ehleudt mit doit
abgangen und hinder In Keinen blut
[I, 104]
Erben gelassen  ,Dieweil aber der brauch In [Rand der Seite beschädigt]
keinem Zindt gericht so kein gn[ist gestrichen] bluts Erben
do seij, so val(falle) solches gut uff die negst
Erben    wil Johan schmit Ehr und sein
krigs verwand(en) verhoffen  der Erbar scheff
sol Es mit recht Erkhandt werd(en)  daß Es(?)
bilch(billig) seij stelt solches zum rechtd(en) doch
vorbeheltlich  Aller notdorfft deß rechd(en) 

It(em) Johan friebels Erben von Giessen mit
namen ludwig friebel sagt daß Hanß
gauben
seligen schwiger hab auch Zindt
guder vndern hend(en) gehat hab ludwig
der Clger mit sampt seiner freundschafft
die guter Etlich Jarlang versprechlich gehalt
den, die weil die fraw von doits wegen
abgangen ist, sie hoff Irem rechtmissigen
sproch nach, seijen Inn die gutter hein(heim) vnd
vfferstorben, Ihm vnd seinen negstd(en)
[Fleck ?]Erbietd(en) der halben den Erbarn scheffen
Eß solt mit recht Erkandt werd(en), die
weil nimadts da ist der solche gutter,
vnder geht oder versteht, bitten sich die
Cleger In Zu setzen nach diessem Zindt
gericht, deß recht(en), wollen Auch deß Zindt
gerichts Insatz Erlegegen, wold(en) auch
Einen Id(en) Zu recht sthen

[I, 104r]
Ich Hans [darüber eingefügt:] rin thun Insag nemlich deß korns
vnd der besserung halben  die Ehr schwerlich
In solches gut[? Fleck] In gethan hab geackert
gedungt vnd gebaut , vnd die cleger mir
daß gut verbiet(en) sonderlich daß[= gestr.] die frucht
deß Ich nit vff diessen dag genissen
kan oder darff vnd sie   mir nit gebod(en)
haben weder pflugrcht besserung aber niths
so hoffen Ich sie solt(en) mir mein frucht
vnd besserung folgen lassen mit Erkhenn(en)
frommer leudt mit Allem notdurfft des
recht(en) stelt solcheß Zum recht(en) 

Sagen die Cleger mit namen Ludwig
sie haben mit rin Hanssen nithts(nichts) Zu schick(en) 
gesthen Im Auch derhalben nichts vnd het
sach die Alt fraw an Ire leib Zucht
gehald(en) so hetten dießse Cleger keinen
versprech dorffen thun so wer dieß gut
diessen clegern heim gefaln Eß drag
welcherleij Eß wolt vnd woltd(en) Auch
himit beschlossen haben wo kein neuerug
khem vnd sol Im val Zu recht Erkandt
werd(en) die gutder sold(en) den clegern heim
gefaln sein, seijen aber verbot dagewes/..
koinen die cleger nithts fur stelt solches
Zum rechtd(en)

[I, 105]      
             Ein Erste Clage
It(em) Johanneß von lutzen lind(en) thut Ein Erste
Clag uff schubben hengen Einen beut belan
gen den begert Ehr Zu hald(en) wie Ehr vff
gericht word(en) ist vnd Eins word(en) se nit 
vnd bit sich mit recht Zu bescheid(en) ob er
Eß nit billich thun solt vnd hoff Auch
Eß solt mit recht Erkhandt werden [ein gestrichener buchstabe m?]
begert sich Zu weisen daß er Ihn lieber
solt laudt deß khaudts mit vorbehalt aller
notdorft deß recht(en) 

schubben hengen vom lindiß Erbeut sich
wie einem Erbarn man Zu steht dieweil 
sein Schwager johanneß clagt er seij nit
geliebert wie sie mit ein ander gebeut
haben daruff sagt Hengen Er wolt sein
schwoger vnbedrogen haben  das Johannes
sein gut wieder nen(nehme) vnd laß hengen
daß sein   hat sich hengen solches erbod(en)
vor einen Erbarn gerich vor Allem costd(en)
vnd schad(en) stelt daß Zum recht(en)

[I, 105r]     
                
vrthel
Der Scheff ErKhent ludwigs Jostd(en) Ein Erst
gericht, vff Hanß schmidten von lindiß der
schme(Schmäh-) vnd scheltwort halben
 
                 vrthel
vff Anstellung deß schulthessen An stadt
v g f vnd Hern wehr ein An Ehr vnd
glimpff mit worden schilt ,Erkent der
scheff vor recht In die hösten buß

                 vrthel
Der scheff ErKhent ludwigs Josten, die
schme wort von Hanß schmit belangen,
Ihn Jostd(en) in daß landt recht , vnd die
gericht suchen  Also dieck Im not ist

                 vrthel
Der Scheff ErKhent Hanß schmit mit
sein krichs verwandten Ein Erst gericht
vff Ir Inbringeß
 
                 vrthel
Der scheff ErKent ludwig Frieweln
vff sein gethannen versproch die Zindt
guter belangen ein Erst gericht 

1558
[I, 106]
Zint gericht gehalt(en) Zum lindiß uff Donnerß=
dag, den dridten Dag martij Anno 58 d
                 Vrthel.
In sachen zwischen madeß bieraugen erben an
Einem, vnd Johanneß, Daß der brieff den die
beschrieben erben Ingelacht haben, Erkhent der
scheff mechtig Ehr werd dan mit einen besser
Erlegt oder wiederlegt wil sich der scheff damit
vnuerthan(unvertan) haben
Sagt Johan bieraug diesser clager mit sampt
seiner Kriegs mitverwend(ten), noch kein der wol
vff gericht versiegelt brieff, von einen erbarn
Zintgericht, bundig und mechtig erkhent vnd Der
uffgericht brieff mit sich brengt  Das petter
Anderma(nn) seliger
, Die gutter vbel[gestrichen?, Fleck?] gutter verlauen
hab den Inhebern oder den beclagten, Dabeij
wol abZunemen, wan die gutter der beclagt(en)
gewest wern, so hetten sie die gutter nit ent
nemmen dorffen, man hart Auch In den(en) vff
gericht(en) breff(brieff), wo sie die Jerlichen Zinß(en) vnd
gult enrichte lauth der verschreibung, daß
der Eijgenthum Her der die gutter verhauen [muß wohl verlauen = verliehen heißen]
hat, vor ein solchen pfocht laudt der verschre=
ibung Zu pfand(en) hab   sonder Alle notrecht,
man findt In(en) [darüber: solchen] vffgerichte brieff vnd siegel
Zum driden vnd Zum letzd(en), daß der buchstab
deß brieffs In[= gestr.] krerlich mit sich brengt
[I, 106r]
Welche Zeit, petter Anderman aber Inhelter Dieß
brieffs vierzehen dag vor sanct petter oder vier zehe
dag darnach, und verkhündig die selbigen gutter
nit lenger zu bleiben, dan sie wold(en) sie selbß
besietzen, Daß ist Auch dem eijgenthumlichen
hern, von den Jengen der die gutder hat Zu
gesagt, findt man auch klerlich In brieff vnd
Siegeln, vnd ist Johanessen als ein Jeziger
Inhewigen der entnommenen gutter, die abuerkhu=
digung Auch Also Itzt geshen(geschehen), hiebeuor(hiebevor) vor
einer gud(en) Zeit, Zum vber floß vnd zur war=
heit, ist die abuerkhundigung(Abverkündigung) noch ein mal
geshen laudt brieff vnd siegel,  Die weil
dan daß Alles Also geshen(geschehen) ist wie das offen=
barlich vnd war(wahr) ist, wil Johannes [darüber eingefügt:] bieraug verhoffen
der Ehrlich scheff sol mit recht Erkhennen
man soel In(Ihn) billich mit holtz vnd halmen
In setzen nach vermoig brieff vnd siegel, setzt
Die Clag Zum rechten, behelt Im(Ihm) vor Alle
notturfft deß rechten

                Vrthel(Urteil)
Der scheff ErKhent Johannessen [ist gestrichen, darüber:] Matheß bieraug(en) erben ein
Erst gericht vff die clag die sie vff petterß
Johannessen
gethan habenn

[I, 107]
Zindt gericht gehald(en) zum lindiß vff Donnerß
dag nach reme nissere Anno 58 d

Johan bieraug [mit sampt = gestrichen] alß anwalt mit sampt
sein Kriegsverwand(en), mandt sein zweit gericht
vff petterss Johannessen ein nachbar Zum[ist unterstrichen, soll wohl gestrichen sein]
Zu lindiß, und Erhelt Zum Zweid(en) mal
der Anwalt, sein vffgericht(en) brieff vnd
siegel, welche brieff vnd siegel dahn, von
dem Erbarn Zintgericht bundig vnd mechtig
Erkhandt,  Daruber sich der Anwalt bezeugt  
bijt der Anwalt mit[= eingefügt] recht Zu erkhennen, Johannes  
der beclagte soilt schuldig sein, die hendt(Hände)
von solchen gutdern Abzuthun, vnd sollen
den Clegern Ingeramt werd(en), mit Allem
Innerß, mit Allen gerichts Cosd(en) vnd shad(Schaden)
Wie der vff gangen sey, Doch mit rechts
messiger taxyrung   wyl daß vff dieß
mal, der anwalt mit recht Zu Erkhennen
geben, mit vorbehalt deß rechtl(ichen), bit
ferner vmb vrthel mit Zu theilln, waß
recht sein wil.

              Vrttell
Der scheff ErKhent Johannes(en) bieraugen sein Zweit
gericht vff petterß Johannessen wonhaftig zum
lindiß

[I, 107r]
Zint gericht gehalten zum Lindiß vff mitwochen
vor sanct gierdraud(en) dag (Gertrud = 17.03.) d Im Jar 58

Johan bieraug rebetirt sein dridt gericht vff den
Erbarn Johanneß pettern, Inhalt seiner worhafftigen
brieff vnd siegeln, welch brieff vnd siegel In
der clag gnungsam Angeclagt sein, Auch solche
brieff und siegel von dem Erbharn scheffen,
bundig und mechtig ErKhent, Darzu Dieselbige
guder Inhalt brieff vnd siegel, wollen die cleger
Ire sach und clag spiciuiciren(spezifizieren) mit einem
Ingelegten Zettel bieth den selbigen zuuerlessen(zu verlesen)
 
Erscheinet Johan bieraug Als volmechtig mit sampt
sein Kriegsuerwand(en) An diessem Erbarn Zintgericht
Alhie zum lindiß, vnd sagt daß einem erbarn
Zintgericht wol wißlich seij  Daß sie gehort
vnd gesehn haben worhafftigen brieff vnd siegel
welches dan der beclagt In Ein gehegt gericht
selbst bekhant  Daß war seij, welche brieff vnd
siegel Dahn clerlich vermag nach vermug deß
buchstabs, Daß petter Annerman den got gnad 
[I, 108]
Die gemelt gutter verlauen hat vor sein gut
vnd vor sein Eigen gut, seij war Eß seij
brieff vnd siegel vermugen ferner, wo die
Jengen solche gutder Entnommen haben  Die Zinß
nit Außricht, so soil dahn der Eigenthumlicher
Her der die guder verlauen hat, sie selbst
Zu pfenden haben gewaltlich sonder Alle
notrech, man findt auch In brieff vnd
siegeln Zum driedten, daß vemug daß buch=
stabs nach vrmug brieff vnd siegel, welche
Zeit der Eigenthumlicher her(Herr) khum Aber Inhal=
ter diesser haubt brieff vierzehen dag vor
Sanct petter aber vierzehen dag darnach vngeuer=
lich(ungefähr), vnd verkhundigen dem die Leij ab
der sie Inhat, sol Er die han ab thun vnd
die rechtl(ichen) erben Zu lassen laudt brieff vnd
siegel, Dieweil aber derbeclagt vor recht
Erssheint vnd begert von den clegern
gerichts costd(en) wieder, ist spoitlich Zu horen
Dahn brieff vnd siegel ist die warheit ,vnd
der Zetdel ist nit mehr dan Ein spiciuicirung(Spezifizierung)
wo die guder leigen, der Erbar scheff solt
auch die vnformliche exebßoniboß von dem
beclagten Ingelegt an sehen vor ein nulledit
vnd ganz nichtig, daruber sich die cleger
bezeugen, dahn Eß khann niemandts vorn
dag bawen(bauen), der cleger sach leidt am hellen
dag, vnd bietden In recht Zu erkhennen, Johan
solt die hendt von guder Abthun, vnd den
Clegern Inraumen mit vff gewend(en) cosd(en) vnd
shad(en), vnd sollen die cleger bilch Insetzen mit
holtz vnd mit halmen
[I, 108r]
   
             Vrttell

Die weil Milcher Moller sein dridt gericht repijtitirt
hat, EKhent(erkennt)  Im(Ihm) der scheff sein drit gericht vnd
sol  # wardten so lang daß gericht werdt ob petterß          # Melcher mit seinem Anwalt
Johanneß
zur antwort khomen wolt.  

Dieweil petterß Johanneß der beclagt daß erst
gericht gegen die cleger sich vngehorsamlich
gehalt(en), der gleichen das zweit vnd zum vberfluß
das drit, biedten die cleger laudt brieff vnd
siegel vnd Irer clag sollen Im mit eruolg(= ervolg = Erfolg)
mit recht Ekhent werd(en) mit Allem vff gewen  
den cosd(en) vnd shad(en)
[Schwer lesbare andere Schrift, wohl später in den Zwischenraum eingefügt:]
deß schaff hat Petters Johannes Ingelagt gegen Johan Bieraug(en)
Zum 3 gericht [Danach wieder die frühere Schrift:]

petterß Johanneß mit sampt seinem Anhang hab begert
von solchem haubt brieff Der hie vor recht geless(en)
ist vor einen Erbarn gericht sampt deß mit
Zetdels der Auch gelessen  , sampt seiner
schrieftlichen clag vnd Alleß was Zum handel
dienlich ist khobeijen  , Daß wil Ihm der cleger 
nit Zu lassen steht der Antworder hie, hofft
Eß solt mit recht Erkhent werd(en)  Eß sol Ihm
Zu gelassen werd(en) stelt damit Zu recht
                Vrttell
Vff Anstellung petterß Johanneß die [verbessert, gestr., darüber geschrieben, wohl:] copij belangen deß
deß[= gestrichen] haubt brieffs Zettel vnd clag sampt Allem
Inbrengenß, Johan bieraugen Alß Anwalt, erkhent
der scheff petterß Johannssen solcheß brieffs
Zettel clag vnd Allem In brengen copijen
[I, 109]
gekhaufft gericht gehalt(en) Zum lindiß vff
mitwochen nach Judica welcher ist der dreijßigste
dag martij       

Zum vierd(en) hat petterß Johanneß diess
Antwort Ingelegt stelt solches Zu recht
Inhalt der Anwort  [Es folgt eine größere freie Stelle.]

Erscheint der clager Anwalt vor dem Erbarn
Zintgericht Alhir Zum lindiß mit sampt
sein mit kriegsuerwand(en), vnd sagt gegen
vnd wieder, die vnfformlich(en) vnd nichtigen
Exceptionuß daß der beclagt Inbrengt, ein
gemein Inredt, wollen alle nichtigkheit , vnd
wiedderwertijkeit mit gemeiner Inredt bestryd(en)
vnd wiederfocht(en) haben,   Daruber sich der
clager Anwalt beceugt haben wijl, vnd
sagt der Anwalt ferner,  Daß Ihn die
vngegrunde vnformliche AuZug von dem be=
clagten nit wenigck befrembt, Daß Ehr
Inflecht sein vetterliche gutter, vnd wolt 
[I, 109r]
Da gein Ein behelff suchen, welcher behelff
dan Im rechtl(ichen) nit Zulessijg khan gesein
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen ,  dan der cleger
Anwalt hat mit Johanneß vetterlich guttern
nichts Zu schiecken, vnd hat Auch nye beclagt
Deß Zum rechtl(ichen) gezogen ,  sonder sein clag
streckt sich warhafftijg vff brieff vnd siegel
von petter Annerman dem got genadt, welch
brieff vnd siegel dan Im rechtl(ichen) erkhandt
Inhaltl(ichen) soche brieff vnd siegel, hat Johanes(en)
der beclagt, laudt derselbige Leijh Jerlich
sein Zinß Entricht vnd niemandt Anderß
seij war Johanneß khan nit sagen vnd
darffs Auch nit thun, daß petter Annermans(en)
gutter , sein vnd seiner geschwijster erbgut
seij, so khan Johanneß auch solche Ingelegt(en)
brieff vnd siegel, mit kheinem buchstab wid=
derfechten, auch mit keiner lewendigen khun nit
der halben dreijbt Johanneß die cleger vnbilch
In weijdern cost vnd schad(en), dan Eß seij
war(wahr), Deß Anwalt mutter ist[gestrichen] nach In leben
ist, mit namen Khaderina , seij war, Derhalb(en)
wijl der Anwalt verhoffen Johanneß solt
von solchen gutter # Abthun, vnd den Clegern              # die hendt abthun
schultig sein InZuraumen nach vermoig brieff
vnd siegeln, vnd solt Johanneß ferner
[I, 110]
schultig sein dem Clager Anwalt Allen gerichts
costen vnd schad(en) wieder Zugeben doch vff ein
recht messigen taxijrung befelt clager got vnd
dem rechtl(ichen) doch vorbehaltlich Alle notturfft
deß rechtl(ichen) [die letzten vier Worte sind leicht gestrichen; dafür:] neuerung Zuuerantwordt(en)

sthet Johanneß der beclagt hijr, laudt seiner
Ingebrechten Anwort hie vor dem Erbarn Zint=
gericht, Zu dem Artieckel neijn[= verbessert] daß Ehr die
gutter Allein Inhab, solche streitdigen gutter
daß Ehr vor ein soche allein Inhab, dan nach
seineß vatterß doit mit seinen geschwistern
vnd schwegern gutlich getheijlt hab, das
solche cleger ein gut wiessens tragen, auch
vor ein solche [darüber eingefügt:] Jerliche pfecht(Pacht) muntbar seij, sagt ehr
neijn darZu, Aldie weil solche Cleger daß
wol gewust haben, hofft Eß solt mit recht
Erkhent werd(en), sie soilten seiner geschwister vnd
vnd schwegern, Auch her ciedijrn, so sie daß
nit gethan haben, stet Johanneß hie, vnd hofft
Eß solt mit recht Erkhandt werd(en) laudt seiner
Inlegung, ein solchen costen vnd schad(en) vnbich(unbillig)
Zugewent haben stelt damit Zu recht, In die
Artieckel wie gehort ist

               Vrttell
[I, 110r]
Insachen Zwijschen Johan bijeraugen Alß volmechtiger
Anwalt, seinen mit krijgs verwandten Clegern
Einß , vnd petter Johanneßen beclagt(en) Andertheilß,
dieweijl von Johanneße nit verneijnt wijrt die pfecht
geliebert, vnd sich beschwert findt seiner geschwy
stert halben, die Theijlung belangen, Erkhent
der scheff vorrecht daß Johanneß der beclagt
dem cleger vor sietzendem gericht anZeigen sol
vnd mit namen nennen, wer die sein die Ihn
solche pfecht geben, vnd solche spendigen gutter
Inhaben, Als dan sol der cleger solche Zum
negsten gericht Zietijrn,  f[gestrichen] Alß dan sol Johanneß
der beclagt, mit den selbygen seinen [darüber eingefügt:] mit kriegs ver=
wandten Ein clare Antwort geben, vnd versthet 
sich der scheff vff dieß mal kheins bessern.

[Mitten in der unteren, sonst freien Hälfte des Blattes steht:]
Ist Johan bieraug deß vrthelß copij erkhandt

[I, 111]
Ein gekhaufft gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnersthtag
nach ostern, zwischen Johanneß bieraug als anwal, vnd
Petterß Johanneß von lindiß   Im Jar 58   ad                         

Die weijl der Erbar scheff, vnd Zindt gericht Zum lindiß
mit recht Erkhent hat, vff dem mitwochen vorn palm 
dag, Daß Johanneß der beclagt solt sein freund 
schafft mit den namen nennen , vnd solt(en) auch Zum
rechtl(ichen) Zittyrt werd(en), ist auch daßselb, dem wolge=
sprochen Vrthel nach also gericht, vnd geschen(geschehen)  ,Eß laudt
auch Im vrthel klerlich, daß Johanneß sol den
Clegern ein formlich Entwort geben, mit seinen mit
kriegsuerwend(en), vnd ist Itzundt daß funfft gericht
mit schweren cost(en) Erlangt, vnd ist Johanneß,  
Itzt mit seinen mit krijgsuerwend(en), als der vngehor
sam, vber die Zwolffte stundt auß blieben, vnd
dem wolgesprochen vrthel nit volstreckung gethan,
der halben, biet Anwalt cleger In recht erfolgung
Zuerkhennen laudt brieff vnd siegel, die brieff werd(en)
dan wiedderlegt wie recht seij,  Cleger biet fernner
Zuerkhennenn, Allen gerichts costen vnd schad(en) sol der
beclagt schuldijg Zuerlegen schuldig sein, doch vff ein
recht messige taxijrung, beuelts(befehls) got(Gott) vnd dem rechtl(ichen)
behelt Im vor Alle nottorfft deß rechtl(ichen)
[I, 111r]
sthet petters Johannes hie vnd lest sich vffentlich horn nach gespro=
chen vrthel, Ehr hab Im ein solchen schad(en) vnbirh Zuge
went, Ihn Allein angenomen Im Anfang laudt deß
vrtels, die cleger sollen sie alle dreij her cijtirn wil
recht, Ein entlich Antwort Zu geben laudt Ire
clag dieß dags, Alle dieweyl das selb Erkhandt ist
Dabeij khan man auch eracht(en), daß ein solche gethan
clag nichtig ist vnd wieder daß recht geschen(geschehen) ist
khan auch nit verneint werd(en) von dem Cleger, stet
Johannes hie hofft Ehs solt mit recht erkhandt werd(en)
die cleger solten Ihm solchen gerichts cosd(en) vnd
schad(en) In messig der Erbarn gerichts Zuerkhentniß 
gestelt sein solt da mit Zu recht vnd hofft Ehs
solt bielch(billig) sein fernner weijtter Antwort nit vorZuhalt(en) 
laudt der gethanen clag

Sagt Anwalt Cleger daß Ihnnen die vnuorlichen(vnoioclechen?) 
Auß Zoig oder gegen wehr von dem beclagten nit wenig
befrembt, daß sie dorffen vor einen Erbarn Zint=
gericht vber ein gesprochen["p" felhlt?] vrthel vnderstehn Zu wieder
vecht(en) , nimbt der Anwalt nit an, aber die vberfrag 
vber gesprochen recht, beuelt der Anwalt dem richter 
bijt der Anwalt wie gebed(en) mit sampt sein kriegsverwand(en) 
d(en) Erfolgung laudt brieff vnd siegel
[I, 112]
             vrthel
Vff Anstellung petter Johanneß den gerichts Costd(en) belangen
Erkhent der scheff, Ein schad(en) beij den Andern biiß(büß?) Auß=
gang deß rechtens

             vrthel
Vff Anstellung deß schultessen Ein vber frag belangen
Erkhent der scheff vor recht wehr ein vberfrag thut
In die hoistd(en) buß, vnd den scheffen wiß Innen
geburt nach deß gerichts gewonheit

[Verbessert: "Hoff" in:] Vff deß Clegers clag hab der hie cleger gestand(en)
vor recht Ein brieff Ingelegt, der bemelt ein gudgen
vnd nit angeZeigt werd(en) khan mit einen solchen brieß(Brief)
wie wenig oder wie viel, wieuil morgen Zal, an
wen oder wo eß leijg lest der Anworder vff dieß
mal In seinen wijed(en) sten, legt damit ein Zettel
Ins recht, der hat wedter hendt oder fuß, Es khan
auch khein man gesagen wie alt oder wie Jung
Ehr seij, oder beij wem oder wo ehr gemacht seij, giebt
der Antworder dieß dags, In solchen nichtigen Zettel
kein krafft, hofft damit, sie soillen Ihr gut spijciuij
cijrn, an wem, vnd wo eß gelegen seij, vnd sum=
mijrn mit morg(en) Zaln, wie viel oder wije wenig
vnd dem also gelebt werd, sol der Antworder
mit ghen, deward(en) so das niemandts ab oder Zu
ghe, waß einem Jedern geburt  , hofft Es solt mit
recht Erkhent werd(en) den solt also gelebt werd(en) "
stelt damit Zu recht(en), wier haben auch solche gutder 
siebentzig Jar Ingehabt vngeuerlich(ungefähr) geruelich beseßlich
gebreuchlich Ingehabt bijß hie her auch vnsser gnedistd(en)
[I, 112r]
vnd Hern vergangen vnd verstand(en) , daß war seij
vnd am dag ist, gleich sein eijgen gudern, wie es
auch vns vff erstorben ist von vnssern Eltern

Anwalt der cleger nimbt vor bekhant an, daß Johansen
vnd sein freundschafft briiff vnd siegel In Irer
Crafft lassen, wie sie der Erbar scheff Erkhandt hat
Aber daß wieder wijrdig, wijl der Anwalt mit gemein(en)
inred(en) bestrijd(en) vnd wiederfocht(en) haben, daruber sich
der Anwalt beZeugt, byt Erfolgung laudt brieff
vnd siegel,  brieff vnd siegel brengen mit sich
ein leij, vnd khein Erbbesietz den die beclagt(en) haben
wiln vnd gesthet Inen auch khein , brijff vnd siegel
brengen mit sich wan sie khomen vierZehen dag vor
petrij vnd die guttern abkhund(en) sollen sie die gutter
leijgen lassen, stelt damit daß Zum rechtl(ichen)

Die cleger haben sich lassen vernemen, I[gestr.] mit einem
Zettel, daß gut spijciuitijrn da glaub beij seij, Aldie 
weil daß Alhie vorrecht gelaudt hat vom cleger, dem 
selbigen solt Also gelebt werd(en), dan wier geben dem
Zettel khein glauben, der hie gelessen word(en) ist, dan
sie hoffen Es solt mit recht Erkhendt werd(en), sie
soilten eß schuldig Zu thun sein wie oben angeZeigt
ist, dahn wan Eß die menng(en) solt haben laudt
[I, 113]
Irer clag, sie nemen Alleß vnssers vatterß gut
hinweg,  darumb hoffen wier eß solt spyciuycirt
werd(en) , wie hoch vnd wie nider , wie wenig oder
wie viel, deword(en), daß ieglichem wiederfar waß
bijlch seij, steln damit Zum richterlich(en)Erkhentniß
waß recht darumb seij

           vrthel
In sachen der rechtuertygung Zwischen Johan bieraug(en)
anwalt cleger an einem, vnd petterß Johannessen
mit seinen griegs verwand(en) # andertheils, die weijl        # beclagten andertheils
von[= im freien Rand eingefügt] petters mit seinen kriegsuerwand(en) , dem cleger
die pfecht Inhalt brieff vnd siegel, nit verneint
wijrt, vnd doch von Johannessen , den Ingelegt(en)
Zettel der specyuicijrung kheinen glauben giebt,
Erkhent der scheff Zu recht, das petterß Johannes
mit seinen kriegsuerwand(en), daß gutgen Inhalt
brieff vnd siegel #, biellich anZeijgen soil                         # dem cleger
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Rückseite.]

[I, 114]
Johan bieraug alß anwalt cleger biet vnd begert deß
IZt gesprochens vrtheijls copeij vnd abschriefft vnd hofft
Eß solt In recht Erkhendt werd(en)
[Es folgt ein freier Platz.]

Dem Itzigen wolgesprochen vrthel nach, außgegangen
an diessem Erbharn Zintgericht Alhie Zum lindis daß
Johanneß der beclagt schuldig soilt sein, die gutder an
ZuZeijgen vnd Zu nennen, wo Jorß die pfacht Jars 
von geben haben, von korn habern vnd han vnd gelt
die weil inhnn(?) das wolgesprochen vrthel auß einem
recht messigen grundt mit getheilt ist , vnd Johanens
die clager, funff gericht In schweren cost(en) vnd
schad(en) gefurt, mit seiner vngeschickt(en) gegen wehr
wijl sich der Anwalt mit recht wissen lassen, ob
Johanneß nit schuldig seij diessen dag, die gutter soilt
anZeijgen laudt deß vrthels, die Johanneß dahn Ehr
vnd sein mit kriegsuerwand(en), In leijhens weiß, vnder
Irem plug vnd wagen Ingehabt, vnd hofft Eß soilt
mit recht Erkhandt werd(en), vnd soilt damit verdannt(verdammt)
werd(en) mit Allem vff gewend(en) costd(en) vnd schad(en), vnd
behelt Im vor, Alle notturfft deß rechtl(ichen)
[I, 114r.]
Aldieweijl daß der beclagt khumbt vnd setzt ein neue
Clag nach dem wolgesprochen vrthel, vnd weiß
noch nit, ob Ihm die Antworder woillen leben aber
nit, sonder ein bedocht Zunemen, wie landts
gewonheit ist, In allen rechtl(ichen) geng vnd geb ist,
von Jhdem vrthel Zuappulijrn , damit Zehen bedochts
dag Zu nemen , hoffen Es soilt Zu gelassen werd(en)
vnd aldiweil milcher, der cleger daßselb wiedder=
legung vmbstoiß, hoffen die Antworder , soillen solches
vnbilch gethan han, vnd beij einem Ald(en) gebrauch vnd her=
khomens bilch Zulassen ,  wan der antworder, daß
verseumbt vnd veriern ließ, so wer daß vrthel In
crafft, daruff het der cleger billich gebeijt, vnd stelt
damit Zu recht

              vrthel
Vff Anstellung alß anwalt Johan bieraug , copij
des vrthels belangen  ,Erkhent der scheff Ihm Johannes
bieraugen
cobeijen

            vrthel
                       Erkhent der scheff Johan bieraug(en)
                         kopeyen
vff Anstellung Johan bieraug als anwalt, In was
Zeijt petterß Johannes mit sampt seinen kriegsuer
wandt(en) , Ihn Clegern  die guder anZeigen sol, Inhalt
deß versiegeld(en) brieffs  ,Erkhent der scheff Zu recht
Inwendig vierZehn Dagen

           vrthel
Der scheff leßt petterß Johannessen die Zehen bedachts
dag Zu

[I, 115]
Zintgericht gehalt(en) zum lindijß vff
Donnersthtag nach matheuß apostel
Im Jar 58
[Der Rest der Seite ist leer.]

1559
[I, 115r]

Zindt gericht gehalt(en) zum lindiß vff Donnnerß
dag nach matheuß apostel Anno 59  d

Vff Anstellung deß Hern schultessen waß der
verbrochen hab ,  Inhalt Her Jost Hoffmanns clag
an stadt vnd von wegen, Er[ist gestrichen] baltzerß, crist=
wentzelß
verlassen sonn ,  das Eckerts Hens Casper
mit einer moirdlicher wehr , vberlauffen vnd Ihn= 
geschlagen , casper dabeij nit gelassen, weidter
Einen weiden stam abgehauwen , vnd darmit
diessen cleger auch geschlagen , Erkhent der
Erbhar scheff mit recht , wher solchs thut, 
vnsserm gnedig(en) furst(en) vnd hern ,[darüber eingefügt:] Inhalt Ihrer furstlichen #
diesseß Zintgerichts, gegebenen Zintbrieff In die                # gnad(en)
hoistd(en) buß , vnd den scheffen mit v ß d
Ehr khom dehn Zum negstd(en) gericht , vnd nimß
ab wie recht

Vff Anstellung Cloß wentzels verlassen sein baltzer  
Inhalt der clag, vff Eckerts Henß Caspern,
Etliche schlegerey belangen, ErKhent Im Der scheff
ein erst gericht u

1560
[I, 116]
Zindt gericht gehald(en) Zum lindiß den 26
dag Semdembrijs Anno 60 d

Vff Anstellung deß schulthessen Dieß gerichts zum
lindiß     waß die Jengen verbrochen haben die
vnsser g f vnd Hern gebot veracht(en), Erkhendt
der scheff  ,  Die solches gethan haben , In die
hochstd(en) buß vnd dem gericht v ß d                          [Der Rest der Seite ist leer]

1561/1562
[I, 116r]
Zijndt gericht gehalt(en) Zum lindijß uff Donnerßh=
dag  nach matheuß apostel Anno . 61 . d                     [Es folgt direkt nach ca. zwei freienZeilen:]

Zindt gericht gehalt(e) Zum lindiß vff donnerschdag
nach sanct matheus apostel Anno . 62 . d

petter schneider thut ein clag vff Johannes vom
lindiß
vnd[ist gestrichen] vff ein acker vff der strossen gelec 
hat petter sneider oder sein Khinder nithts Zu
Dtheil bekhommen  ,  Des haben die vormunder oder der
cleger, Ihn nichts darumb begrust ob vohr In Ein
Deil darin wolt geben oder nicht , hat vns auch
nichts darin    khunden gedeijhen, waß vns darin
geburt ,  hat nichts deweniger den cleger die
pfocht geben lassen , vnd hoff eß solt mit recht
erkhandt werd(en) , Johannes der beclagt, soll mir
vnd meinen Kind(ern) volg(en) lassen, waß vnß darin
geburn wult, Ehr Johanns sag dahn warum
ers nit thun wult
Weijder sagt petter schneider ehr hab ein beschwe=
rung In den pfocht(en) , Der halben wijl der
Cleger gerechent haben , vff daß meinen khi(n)d(ern)
recht gescheg, vnd Ihm nicht vnrecht, stelt
solches Zum rechtl(ichen)   

[I, 117]
Vff heudt dade thu ludwig friebel ein
versproch vff gronijmuß becker beijde burger
Zu gießen, vff ehtliche acker vnd wiessen
Ihm Zindt geleg(en), die Ehr von des clegers
schwester gierdraud(en) In hat

Zwischen petter schneider sampt seine vormundern vnd  #[Der folgende Name ist links in den freien Rand geschrieben]
# petters Johannes
ander theils [Johanneß belange = gestrichen], erkhennen die
scheffen, das Ihn der schultheß beijd(en) an Dtheils ein
dag an setzen gutlich berechen mit einander
soillen, Derweijl sie eß von beijdendeiln willig sein.

Zwischen petter schneidern als cleger an einem
vnd petters Johannes beclagten ander theils so
viel den angeclagt(en) acker belangk  Erkhent der
scheff Im ein erst gericht

vff die anstellung ludwigs friebels belang(en) #     # den versproch 
gegen vnd wieder geronimuß becker  beijde von
giessen , Erkhent Ihm der scheff den versproch
dies Jars, vnd sol Ihm volgens ob ehr woill
Jerlich hijnnach setzen

Nach dem petter schneider deß schadens halben anstel=
len lassen Johannes vnd petter die rechnung bela(n)g(en)  
In halt des vorgesprochen vrtheils von beijden
deiln willig, erkhent der scheff mit recht #            # den schad(en)
zu gleich geld(en) soillen

[I, 117r und I, 118 sind leer.]
1563
[I, 118r]
Vff Ingebrachte rug deß Zindt gerichts
Zum lindiß De Anno . 63 .  Wie
nach volg(en) wird

It(em) Crist Scheffer In der linder bach Zwische(n)
   beyder frucht
Zum anderen Crist Im rucken velt bey der nacht
  ye vnd Zu vor   Daß noch khein vijh Da
   gwest ist.
Zum drijdten Crist Scheffer Inn den wiessen beim schutzis 
   born
It(em) Casper muder Dungeß son hat mit
   den heijmeln(Hämmel) Dschwischen einen besenndt(en)
   velt gehut
It(em) Casper wie gemelt auch mit den
   heimeln gehut In einem gehegten velt
   da noch khein vieh hin khomen ist
It(em) Casper von Lauschbach In der linder
   bach zwischen zweijen frucht veld(er)

[I, 119]
Zindt gericht gehalt(en) Zum Lindijß vff
Donnerschtag nach matheuß aposter  / 
De Anno 63 .         [Dahinter etwas Gemaltes aus dem "d", wie ein Gesicht, das ein Kind malt. Der Rest der Seite ist leer.]

1564
[I, 119r]
Zum lindijß Zindt gericht gehalt(en) vff
Donnerschtag nach sanct matheuß apostell
De Anno . 64 .          [Wieder ein gemalter Schnörkel aus dem "d".]

It(em) Ingebracht(en) rug De Anno . 64 . [Schnörkel]
 
wie nach volgt

It(em) Crist scheffer hat die straß hinauß gefarn
   sein die schaff In die haber gelauffen
   Zum Zweijd(en) mall 
It(em) Crist scheffers bub hat in der wiessen
   gehut gnnt(genannt) Im fauln placke
It(em) Casper scheffer von lauschbach hat in stobbeln
   gehut
It(em) Casper scheffer muder Dungeß son hat
   Irngest den weijern vff dem halben Zenen
   gehut
--------------[Querstrich durch die ganze Seite]---------------------------
It(em) haben die vom lindiß mit Iren pferd(en)
   gehut, da sie nit hudten sollen wie volg(en)
   wirdt 
It(em) petterß Johanneß buben mit sein(en) 
   pferd(en)
[I, 120]
Milcherß buben mit seine pferd(en)
schuben Hens buben mit sein pferd(en)
Hermans buben mit sein pferd(en)
Helcken son mit sein pferd(en)
Jostd(en)  khnecht mit sein pferd(en)         [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 120r]
Erscheint Johan bieraug als vollmechtiger anwalt
vor Inen vnd sein geschwister , An diessem
furstlichen Zentgericht, alhij e Zu lindiß, vnd =
sagt   daß Ehr sich beschwert findt auff anstel=
lung deß schulthessen, nemlich den artieckell
belang(en), so diesser Zent brieff mit sich brengt 
welcher clerlich laud also, wo ein Zentner =
sterbt , sol Dieß Zentgericht, mit einer maß =
weinß entpfahen , biet derhalben cleger
dieß furstlich gericht, woil mich anwalt
sampt seinen princibalen, nit von solchem
Artieckell abweijssen, dan vrsach vnsser vatter
vnd mutter, vnß solcheß gut erblich vnd
Ewiglich Zu gestelt, vnd Ehr daßselbig nuhn 
oder niemehrmehr, solcheß gut Zugebrauche
stelt socheß Zu recht, verhofft auch Ihm
soilt ein gnedigeß vrtell mit getheilt werd(en)
vnd beij solchen Artieckell gehandt habt werd(en)
beuelts(befiehlts) damit dem rechtl(ichen)

[I, 121]
Vff heudt dato thut ludtwig friebell
ein versproch, vff geronimuß becker alle
beide won hafftig Zu giessen
, vff etlichen
acker vnd wiessen Im Zindt gelegen  Die
geronimuß
In hat von deß clegers schwe=
sters weg(en)
 
Her wieder gegen diessen vorgemelt(en) Insproch
sagt Jeronimuß becker wie daß Ehr, sein                         [Hieronymus Becker; + 1597, Gießen; FBG, 193; muß noch mal geheiratet haben.]
schwager ludwig friebell, hab mit seiner schwester            [Ludwig Friebel wird im FB Gießen unter Nr. 1169 als Vater von Hermann genannt.]
gierdraudt(en) der got gnadt, vmb die sieben oder
acht Jar, noch Ihrer beider, Eltern seligen Dott
mit einander Hauß gehalt(en), vnd solche Ire gutter
samhafftig mit einander, Zu Irer beidter notturfft
gebraucht, Eh dan gierdraut selige, an mich Jeh=
ronimuß becker
ehlich bestattet ist word(en),  So
verhoffen ich Jehronimuß eß soilt mir Zu gelassen
werd(en), daß Jenige, daß sie giertraut Ire theill
mier Jehronimussen, Zum selbigen mall Zu bracht
hab, daß solche gutter Durch sie an mich auch
hernochher ererbt, dan sie beijde haben doch vff
Irer freijen fussen gestand(en), vnbeZwung(en) oder
vngedrung(en), mit solchem Iren guttern, Zuthun
oder Zulassen gehabt, nach allem Ihrem wolge=
vallen, Solches stellen ich, Zu euch meinen hern
scheffen Zu erkhennen waß recht darin sein wiell
damit vorbehalt, Aller notturfft deß rechtl(ichen)  

[I, 121r]          
              
vrthell
vff beger vnd anstellung geronimuß beckers
Erkhent der scheff Zu recht, die weijl ludwig
friebel
Dieß gericht nit verhand(en) , will dahn
ludwig Zum negstd(en) gericht seine Zuredt thun
wijll der scheff hoiren , ehr thuß oder thu eß
nit, sol vff deß ansuchenden theils geschen(geschehen)
waß recht ist                                                              [Der Rest der Seite ist leer.]

1565
[I, 122]
Zintgericht gehalten Zum lindiß vff =
Donneßhtag nach matheuß apostell =
Anno . 65 .  [Wieder der Schnörkel]

It(em) ist Durch Hanß Schmitd(en) den wierdt Zum
lindiß
Inbracht wie daß Mateß stroschnider
Zu giessen
, vnd Jorg schreiner wonhaftig zu
giessen
, In deß obgemeltes Hauß Zum wein
gewest bin, Da hat mateß wie vorgemelt
Jorgen
Daß gelech verheissen, vnd darnach
nit gestand(en), Daruff hat Jorg matessen
mit seiner Khan geworffen,  da hat matheß
sein ploitzer außgezog(en) vnd nach Jorgen
gehauhen,  Da habe der wierdt vnd Jorg
theijdtler
sie gescheid(en) vnd matessen hinauß
bracht

Weijder ist In bracht wie daß der pfarher von
wiessig vnd sein khnecht In Hanß schmits
Hauß beim wein gewessen bin, da hat der
Jung Hanß rin, Zu deß pfarnerß khnecht
gesagt  Du bist mir auch noch einß schultig 
Du hast mich ein mal gefuit, Daruff
hat Henrich gesagt ich habß nit gethan, mein
bruder hats gethan,  , Daruff hat Hanß
rin
gesagt Du hasts gethan, vnd Ihn mit
einem glaß geworffen,  Vnd darnach Daß
messer vff Dem Diesch genomen vnd Henrichen
vff die brust geworffen vnd damit
gescheid(en) sein word(en)
[I, 122r]
Weijder ist In bracht Daß Der Jung Hanß rin
Zu dem pfarher zu wiessig gesagt hab, Ehr seij
Ihm noch schultig, daruff der pfarher gesagt
Du leugst eß, daruff Hanß rin Ihnen vffs
mauhll geschlagen mit eine vaust                [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 123]
Vff die Ingebrachte rug Hanß Schmits zum lindiß
daß Jorg Schreiner burger Zu giessen, mathessen stro=        [Jorg Schreiner, FB Gießen, 4179a. # 03.05.1578 in Gießen.]
schneider
mit einer khan geworffen vnd her=                      [Mattheus Stroschneider findet sich nicht im FB Gießen.]
wederumb matheß mit einem bloitzer nach Jorgen
gehauen , Ekhent der scheff diesse beide In die
hoiste buß vnd dem scheffen Ire gerechtikeit

Vff Die rug Hanß schmits Zum Lindiß gerugt
Daß der Jung Hanß rin mit einem messer nach             
Henrich geijbeln
geworffen, erkhent der scheff                   [Henrich Geibel wird bei Stumpf nicht in Wieseck genannt.]
Ihn Hanß rin In die hoist[= gestr.] hoichsten buß vnd          [Bei Hans Rinn könnte es sich um FB Gießen, 3418 handeln. Allerdings ist
den scheffen Ihre gerechtikeheit                                       dieser schon 1566 Ratsverwandter in Gießen, was dagegen spricht.]

Weijder ist von Hanssen Inbracht wie daß her
friedrich giernhart
pfarher Zu wiessig den Jungen        [Hassia sacra, I, 274: Friedrich Gernand von Heuchelheim bei Gießen, 1556-1570 
Hanß rin
hat heyssen liegen(lügen), daruff han rin     Pfarrer in Wieseck.]
den pfarher vffs maul geschlag(en) hieruff
erkhent der scheff Diese beijde Einenyden In
die klein buß

[Friedrich Wilhelm Weitershaus und Friedrich Germer vertreten die Meinung, daß dem Centgericht Lindes, wie bei einem    
Vogteigericht, die Centner nur dinglich, also nur als Inhaber von Centgütern, unterstanden.     
Der obige Eintrag zeigt aber m. E., daß das Centgericht in dieser Zeit noch die Funktion eines Untergerichts oder Nieder-
Cents (centena inferior; siehe F. W. Weitershaus, Seite 45), hatte.
Es ist zwar keine Liste der Centner aus dieser Zeit erhalten, aber der Wiesecker Pfarrer ist nirgends sonst als Centner in  
Lindes genannt.    
1654, siehe II, 21, werden "Hartman der Schmitt Zue Leitgestern, Emanuel Nestelthröner vf der Bieber; Jacob Hardtman    
Zue Fellingshausen" u. a. wegen einer Schlägerei in "Philip Eberts Hauß" in Lindes vom Centgericht zu einer Strafe von    
jeweils einem Gulden verurteilt. Keiner der Genannten ist (bisher) als Centner bekannt.    
Deshalb spricht auch dieser Eintrag von 1654 dafür, daß vom Centgericht Lindes auch die im Centbann begangenen   
(leichteren) Straftaten abgeurteilt wurden.]              

[I, 123r ist leer.]
[I, 124]
In gebracht(en) rug vff dieß vorgemelte gericht
De anno . 65 .   [Schnörkel]

                Schoff rug
It(em) Der lang merd(en) der scheffer In der Linder
   bach
                pferdt rug
It(em) die lindisser weyd buben mit dem hauffen wie
   volgt
It(em) Johanneß buben
          milcherß buben
          schubpen Henß bub
          helckgen bub
          Deß wierdts Jostd(en) bub
[I, 124r]

# Alß ein an
walt von weg(en)
Hanß Dech
vnd
Hanß Wagner
# Zu recht

vrthell
It(em) thut Khunraidt von Weiss(el) # ein erst Clag vff
Johan Schneiders
gut alß nemlich ein wießplacken
geleg(en) In werben vnd vff Zwen placken landts
Im heßler geleg(en), damit stelt Chunradt wie
obgemelt # ob Johann Schneiders erben nit daß gemelte
gut wieder vff die rechtl(ichen) erben volg(en) soilten lasse 
Vff Chunradts von weissels clag erkhent Ihm
der scheff ein erst Gericht.
 
 


vrthell
It(em) thut Ludwig frijbell ein versproch In Daß
gut Daß grunimuß becker In hat von weg(en)
ludwijgß
schwester seligen gierdraud(en)
Erkhent der scheff ludwig(en)
sein Zweid(en) versproch
 
  Creing(en) Johan schneiderß selig(en) Haußfrau biet
vnd begert Khobeyen derIngebrachten clag, die
Cunradt von weissel alß ein anwalt Inbracht
hat, verhofft derhalben,   eß soilt Ihr mit
getheilt werd(en) ,  dahn daß sie ein rechtschaffen
antwort geben khoint , dahn sie nit vff Dieß=
mal selbst perschonlich erschein khan, von
weg(en) iehreß bekeimerniß
       vrthell
  Vff Anstellung gronimuß beckerß vff den versproch
den ludwig friebels gethan hat erkhent der scheff mit recht
haben diesse beide gronimuß vnd ludwig,
einen lebendig(en) weingkauff , oder brieff vnd
siegel , vber solche versprochene guder wil der
der scheff hoirn , sol darnach geschen(geschehen) waß
recht ist

[I, 125. Kleineres halbes Blatt in sehr schöner Schrift, nur Vorderseite beschrieben:]
Es sagt Iheronim(us) Becker , her Wider gegen diesen , vermeinten Insproch ,
seines Schwogger lodowigs friebels,  wie das sie beyde,  Lodwig vnd seine
schwester gitterraut
selige,  haben mit ein ander,  vnnb(vmb) die sieben oder Achte
Jarre,  nach Irrer beyder eltern seligen doth,  Ire haußhaltung volnfurtt
vnd solche gutter,  die Innen Beyd(en) Irre Vatter vnd Mutter seligen verlassen
hab(en) ,   haben sie beyde In Irrer Haußhaltung ,  vnd noddurfft gebraucht
vnd darnach,   Sie gitterraut selige mit Irrem Vetterlichen anerstorben
erbtheill,   An mich Jheronimus Becker, Ehelich bestattet Ist worden
[Zeile am Rand eingefügt:]
vnd dieweilauch solches alsogeschehen Ist vnd auch
Darbey auch,  keine vermeinte innred,  oder außzug geschehen Ist word(en)
dan sie beyde geschwiester,  haben mit Irrem Vetterlichem erbguttern ,
auff Irren freijen fuessen gestand(en),  Vnd damit zu thun vnd zulass(en)
macht gehabt haben,  Nach Irrem gefallen ,  wilches auch durch sie beyde
verwilligett Ist word(en),  Solches sthellen Ich Jheronimus Becker zu euch
Hern Schultessen , vnd Scheffen,  In diessem furstlichem Zindtgericht alhir
zum lindes,   Zuerkennen,   wieder diessen vermeinten Insproch
lodwig friebels,  was die bilchkeitt darinne sein will
Damit In Vorbehalt Aller Noddurff der rechtlichen Hilff

[I, 126 ist beidseitig leer; Blatt I, 127 gehört ins Jahr 1592 und folgt weiter unten.]

1570
[II, 50]
Extract aus dem Linneßer Centh Gerichts Protocollo de Ao 1570
          Schöffenaijd Jedem so dießem Centhgericht
           eingezogen wird, verständlich vorzulehßen
[Die folgenden zehn Zeilen sind auch bei Friedrich Wilhelm Weitershaus auf Seite 50 zu finden.] 
Es soll ein Erbarer Schöffe, dießem Zenthgericht ingezogen,
bedächtiglichen von Parteyen Klag und Antwort anhö=
ren den Mit=Schöffen Parteyen die ingeheim erklären
und darauf seinem besten Verstand und Vermögen nach Urtel
geben helffen, Keiner Partey zu lieb und zurücksetzen,
sondern nach lauterer Klag und Antwort, nicht um
Gunst, furcht oder Gewinns willen, sondern wie ihr deßen
gegen Gott dem Richter aller Menschen Vermeinet,
zu Verantworten, Die geweiste Urtheil in geheim behalten,
des Gerichts Heimlichkeit bey sich in den tod behalten.

          Heßisches Zenthgericht gehalten ao 1570
                  donnerstags den 9" Mertz
Na: 
Sollen fürs Jedes Jahr Zweijmahl Zenthgericht gehalten
werden, das Erste Mittwochs vor Laetare, dasandere 
Mitwochs vor Michel, da denn alle Zehndner jden
Gerichtstage beij bueß 5 Schilling zum Cennt Vor
Neun Auren erscheinen sollen.
[Diese Abschrift, in der fälschlich von "Zehndner" statt von "Centner" die Rede ist, muß wesentlich
später entstanden sein. Die Abschrift setzt sich über den Rest dieser Seite und über die halbe Rückseite fort:]
 
 
Anfänglich ist Inhalts der acl gestelt Zinthbrieff
stark offentlich Verlehßen worden, auf die Högung
sehr(?) zuvor durch Heßs. Schultheß, altem Herkommen
nach, beschehen.
Demenach seijnd die Zentherrn Vor Neuem VerZeichnet,
nemlich die Jenigen, so sich solcher Güter unternehmen
wollen.
Na: 
Wenn Eltern beij leben etwas übergeben, müßen die Kinder
müßen die Kinder mit 8 tournes empfangen, vid
appendicem einer copeij(liche)n Centhordnung
 
Wer Centhguth in Leijhe nimbt, muß solches empfangen, und
wenn eine solche Leijhe aufhört, und ein solcher ander Centh
Guth in Leijhe nimbt, muß jedesmahl solches nach dem 
Centhbrieffempfang(en) vid: Protocoll Vom 8"octo 1594
item 1570
[II, 50r]
Daß die von Adel und honratiores, wenn sie Centhguth besitzen
ein solches empfang(en) müßen vid. Protocoll vom 9" Mertz
1570. und die List vom Gerichtschreiber Daub.
Daß Unmündige, nach absterben derer Eltern, das Centhguth
empfang(en) müßen vid: voriges Protocoll.
Daß ein HosptitalMeister empfang(en) müßen vid. Prot de ao 1570 
Daß auch ein Centhner, so schon Zenthguth hat undweiters be=
kombt, solches auch empfang(en) muß vid: vorig protocoll.
Daß die Worth höchst buß jeder Zeith die bedeutung
habe, was Vor gndst. Herrschafft gestrafftwerden
soll , Zeigen alle Brotocolla inspecie gardeutlich die
brotocoll de ao 1571. item 1572. item 1622. item
1623 . 1606.
Daß Hoffleuth das Centhguth empfang(en) vid: Protocoll de ao
1572 ubi des von Schwalbachs Hofmann befind(lich) ist 
Die Ordnung warum die jenige über der Höge auf 
g(i)eß(en) Zu höher, als die nach Linnes Zu gerügt werden 
vid Protocoll de ao 1608 .

[II, 51, ist beidseitig leer; die Seiten II, 52, bis II, 54, gehören in die Jahre 1747, 1750 und 1762.   
Die Seite II, 55, ist ein beidseitig leeres Tabellenformular. II, 56, ist undatiert und enthält nur:]   
Verzeichnüße von Ungegorsamen
        Centhnern
           und
Beygelegtem schrifftl(ichem) entschuldigen derer
    außgebliebenen beij Gericht
[II, 56r; kopstehend, ganz unten:] 
        von Wießeck   
                                   M     
[Die Seite II, 57, besteht aus sehr altem Papier; es findet sich nur:]      
          Centhgerichts   Protocollum 
[und im unteren Drittel das Wort:]          klingen    

26.09.1571
[I, 173, ist nach dem Jahr 1660 eingebunden.]
Demnach Petter Sawer heuttiges tags In geschefften
meins g: F vnd Hern H. Nemlich(en) die Trancksteur vnd
Eijg(en) wein gewechs Alhir vff Zu schreiben vnd Zu heb(en)
Also dz er daß Zint gericht Zu: Lindes dißmals nicht
kan helffen besitz(en) derweg(en) in der Schulteiß Zu
Lindes In kein(en) Vngehorsam erkenn(en) soll actum d(en) 26
Septemb(ris) Ao 71 .
                               H.  Crafftt ff#

Gerlach Stor. vnd Joist Bachma(nn) Sinth Auch deß weins
  halber vff Zuschrieb(en) vffgehalt(en) word(en) --

04.07.1572
[II, 86] [Das rechte obere Viertel der Seite ist kaum noch lesbar, da die Tinte der Rückseite durchgeschlagen ist.]
Strenger Edler vnd ehrnfester Her Hauptman nach dem
E S vnd E gutt wissens dragen daß ich arme verlassene
wittwen von wilhelm scheffers Sohn Hans von Lotzen Linden an
angetastett, hatt[= gestr.]\sein/ vnd seine mitwillen mit schmeissen vnd kratz(en) 
bublich erZeiget hatt   so füge ich E S vnd E Zu wissen
daß ehr mich heitt freitag vors gericht Zu Lins zitiren hatt
lassen vmb acht vhr so bin ich armes verlassenes weib gar
allein vnd hab keine bei standt in disser welt so bitt
ich E S vnd E gantz Lauterlich vmb gottes willen
vmb ein guten Radt wie ich arme mocht der sach(en)
nach kommen dan ich daß vermogenns nicht bin daß ich
gerichtlich mir ein handeln kont armuts halber dan mein
hab gar gering ist gott erbarm eß ich habe mich aber deß
eidts erbottenn vnd weiß daß Ich in Recht thun wil
wen eß mir mocht Zu gelassen werden  der warheit
Zu steuer daß weiß gott  biten E S vnd E gantz
vntherdeniglich vmb gottes willen euer guten Radt mir
arme verlassene witwen mit Zu theilen gott der
almechtige wol euch gluck vnd heil bescheren dat(um)
freidag den 4 Julij A C
                 Anna mûsch wonhafftig
                        Zu Linnis

[II, 86r, ist kopfstehend im linken oberen Viertel beschriftet; ebenfalls schwer lesbar, s. o.]
Dieweyll disse Suplicantin
wissentlich arm vnd vnder
m g f vnd H gesessen
soll sie Zu keiner Caution
gedrngen, vnd dieweyl \man/ bej
Sollichenn vnchristlichen hende
lnn wie die arme frauw \sich/ be
clagtt, rechtt vfflagen zeigen
Zu erfordertt [ein Wort gestr.] wirdtt
Die scheffe Sich hier Innen aller 
gepur Zuuerhalt(en) wissen
Signat(um) gissen den 4. July
ao 72
       Caspar S gtt Milchling
         Haupttman zu giessen  

[II, 28]
[Diese undatierte Akte muß zu dem obigen Vorgang gehören.     
Die oben genannte Witwe ist inzwischen verstorben.]       
Demnach der Erbar Wigand Kaul fürstlich(er)
Landt Knecht Im Gemeine Landt vnd Schult(heiß)
Zum Lindes vnd Zinds daselbst, heut Dato
Montags den 30 t Martij Alhir Zu Lützelind(en)
enkomen, An Zeygendt das ehr befelch hette
von dem Gestreng(en) Edlen vnd Erenuest(en)
CaßPar SchützPar gnt(genannt) Milchliing Hauptm(ann)
Zu Gieß(en) p Kundtschafft abZuhören Zwiisch(en)
Wilhelms Hansen von Lützelind(en) als Beklagt(en)
vnd Clegerin selig(en) Koch Annae Zum
Lindes so In Gott verscheyden.       Ob dj
g(enann)te Clagerin vff vnd vor Irem Abschiedt
Der Zügelegtten vnd vor Prachten Clagen
Imme Recht(en) Züm Lindes Gerichttlich(en) vf
obg(enann)ten Hansen Inprachtt  dz soldt ehr
sie Zugeweldig(en) vnd(er)stand(en) hab(en) vermog
Der Gerichts Actis , ettwas sich vor gläub
würdig(en) Leütten noch biß ahns Ende ett=
was vernemen laß(en) .  c          Hatt
obg(enann)ter Schul(thei)s Dweil niemands von
Ir Inn Irer Krenck vnd vor Irem Ende
weitter Denn Ir Sohn Jorg daüon
ettwas gehordt  Izg(enann)tern Jorg(en) Inn
Henichg(en) Gobels Haus Zu Lutzelind(en), geg(en)=
wertigk g(enann)tes Henichges als Gg(enann)ten Ge=
richts Schoff(en) Zum Lindes vnd meyner
Just Hoffmans  p   mit gePürlich(en) beeydigung
vor genomen Darümb vor vns beydenn
abgehordt   Der dann nach geleistem Aydt
vor verwarnüng mayneids newlich(en)
erinnertt alß volgtt sagtte:
Ehr hette sein Mütter Koch Anna Inn
Irer Krenck vnd Zuüor kurtz vor Irem Ende
vff obg(enann)te sach(en) erinnert , gePeth(en) da sie
dem Knechtt vhnrechtt thette dz sie dann
Ir sehel(Seele) nit beschweren vnd Im verZeyh(en)
woldte p    Hab sie geanttwortt   Sie
achtt werde den toidt leyd(en) : wiß aber
nit and(er)st vnd woldt also sterb(en) diser
Knechtt hette Ir vorPrachtt Klage gethan
Hab Sie aüch Zum And(er)n Mal vhngeüehr(ungefähr)
eyn Stunde vor Irem Ende gleich weiß
gebeth(en)  dz sie Ir sehel nit beschwerdt vnd
der sach(en) nit Zuuil od(er) wenig thette
Hab Sie geanttwortt : Sie wiß nitt
[II, 28r]
and(er)st Wolle aber  In (.g(enann)ten Iren Sohn.)
vmb Gottes will(en) gebeth(en) hab(en) :  Dweill
sie Inn Irem leger Allen Menschen
So Ir leids gethan verZeyhe ,  dz ehr
gleich(er) weiß Allen vnd Jdem den sie
Leids vnd vhnbillichs gethon hette Pitt(en)
woldte  Ir ZuuerZeyh(en).    Diß sey sein
wares wiß(en)   Ist hiemit seynn Außags
Dweil niemands weitters hiebey geweß(en)
od(er) angehördt hingelaß(en)      Act(um)  vt Sup(ra)   
                                        Jhoffman Pfarh(err) Zu
                                           Lutzelind(en)  
                                               j   c   subsc  
[II, 29, ist beidseitig leer.] 

08.02.1573
[II, 81, ist zwischen Akten um 1610 gebunden. Im Text wird Heinrich Craft als
"fürstlicher Kelner zu Gießen" genannt.
Dieser wird im FB Gießen, Band II, Seite 58, nur für das Jahr 1571 als Amtskeller angegeben.
Für die Jahre 1569 und 1570 wird dort kein Amtsinhaber genannt, für 1572 wird ein anderer Amtsinhaber angegeben.]

Dem Nach siech irung vnnd gebrechen Erhalten haben, Zwischen dem Achtbarn
Hans Schmidt, wonhaftig zum Lindis
, An Einem, Vnd dem bastian gernandt
Andertheils, der Zeith wonende zu Gissen, belangende Etzliche iniurien,
vnnd Scheltwordt, dadurch sie dan Anhir An das gericht Alhie
Zu giessen Erwachsen sein, Auch im Ethlich gericht Auf einander
geklagt, vnnd den Handel Also fern gethriben, das Enthlichen
die Hern scheffen, beneben mir Als dem schulteis, die Sachen
gantz geringschetzig geacht, vnnd inen zu mehrmahlen vnttersagt,
vnnd geratten, sich beide in der guth zu uerthragen (vertragen), die weil den
beide theil sich gantz streittig kegen Ein Ander Ertzeigt haben,
vnnd kein theil dem Andern weichen wollen, haben sich gutte
Hern Vnnd fr(e)undt, so vneinigkeit Zwischen beiden partheien,
nicht gern gesehen haben, zusamen beruffen, Als mith Namen
Heinrich Craft, fürstlicher Kelner zu Gissen
, vnnd iorg finck,
Jost Hilt, beide burger daselbst
, vnnd friederich schlagk, wohnhaft
zum Lindis
, vnnd den handel von beiden theilen Angehort,
vnd Enthlichen zu sich Vnnd von dem gericht genohmen, doch
mith Wissen der Hern scheffen zu gissen, vnnd beide partheien
Also zu grundt vorricht vnnd vorthragen, Also vnnd Dero=
gestalt, das ir keiner dem Andern, soliche ir gehabte jrung
vnnd wider willen, so von Anfangk vnnd bis Auf vnser
gemelter scheidsfreundt vorgleichung, Nuhn Vnnd zu Ewigen
Zeitten, nichts solt An iren Ehrie oder gutten Leumundt schmitzlich
nicht Auf zu rucken, Anen oder Effern, noch vorwerffen,
weder durch sich oder die Seinen, Auch niemandt solichs zuthun
gestatten, bisunder soliche ir zusamen gehabte jrung, sol gentzlich(en)
dot beij vnnd Ab sein, Auch darauf vnns obgemelten scheids
freunden, von beiden theillen die handthrein gegeben, Vnnd Auch
Angelobt, solichs stedt vnnd fest zu halten, Geuerde vnnd arge=
=list hin danen gesetzt, Dergleichen haben beide krigsverwant(en)
EinAnder Wircklichen vorZihen Als Cristen, Vnnd Einander
[II, 81r]
Die hendt gegeben, darmith Aber Diesser vortragk, desto Krefftiger sein mocht,
Auch desto Ansehlicher mocht geachtet werden, haben mir vorgemelte
vir scheidsfreundt, gebetten den Ehrhafften Constantinu(s) Metzger,  
schultheis Zu Gissen, das Ehr sein gewohnlich insiegel, Zu Endt
dises schriftlichen vortrags trucken wolt, welichs ich itzt gemelter
schultheis mich Also gethan Erken, doch mir vnnd meinen Erben,
vnnd Nachkomen ohn schaden, geben vnnd geschen Dinstags nach
Inuocauit Anno p 73  
[Das Blatt ist gesiegelt.]
[II, 82, ist beidseitig leer.]

1574
[Die Seiten I, 3 bis I, 9 gehören in die Jahre 1701-1711 und folgen unten. Die Seite I, 10 ist beidseitig leer.
Die Seiten I, 11 bis I, 20r behandeln zwei Prozesse. Die Ränder mit den Jahresangaben fehlen meistens.
Die Blätter sind nachträglich sowohl mit "1574" als auch mit "1714" beschriftet. Da hier aber "Zintgericht"
oder "Zendtt gericht" steht und nicht, wie Anfang 1700, "Centgericht", gehe ich davon aus, daß sie zu 1574 gehören.
Blatt I, 21 gehört eindeutig zu 1574.]
[I, 11]




No 4.
           Zendtt Gerichtt gehaltt(en) den 17 [Rand fehlt; später: 1574]
Vor Denn Erbarnn Zindtt gerichtt Schultheiss(en)
vndt Scheffenn, alhir Zum Lindiß erscheint, 
Christ Wentzell, ahn statt vndt weg(en), seyner ehe
lich(en) Hausfrauen Margrethen, vndt setz, vndt
sagtt es whar seij, vermoge, einer gethaner /[Ru=(?) Rand beschädigt]  
ge, das ihn von Kaussen Jacobem, seynner H/[aus=(?)]   
frauen, ihm seynn Hausfraus Gedrautten ge/[schol=(?)]  
tten habe, von Jacobs Hausfraus Gerdrautten
ihm Christen seyn Hausfraus gescholtt(en) habe Lau/[t(?)] 
der Ruge, (ein ausgeheytt Huer) hofftt der
Cleger, mitt dem maull, das sie sie mitt ge/
schultten habe, sie solle sie widerumb Zue 
verannttwortenn durch ein offentt lichs wider
spruch angehalttenn werd(en) den sie hie vor
rechtt Zu thun schultigk soll sein mitt allem
vfferwend(en) Costen vndt schatt(en) (Schaden) vndt begehr damitt
mit rechtt anZuHalttenn sie herbeij Zu trett(en),
mit ihrem eig(en) maull antwortt Zue geb(en) 
stelle solchs Zue rechtt mitt Vorbehaltt ihrer
antwortt
 
Vor euch den Erbarnn vndt Wolachtbarnn Hern
Schultheissen vndt Scheff(en) diesses furstlich(en) Zindes
Rechtt alhir zum Lindiß erscheint Jacob an stat
vndt von weg(en) seynner Hausfrauen Gerdrautt
geg(en) vndt widder Christes Hausfraue Margreth
Repetirtt vndt widder holtt alle seynnes vorigs 
gethane antwortt vndt sagtt das in alle recht 
vndt woll versehns vndt Zu lessigk sey auch bey aller 
[I, 11r]  
Hogts oberigkeytt bey einer hoge phenn vndt
straff verbott(en), keynner den anderen mit Waffenn
auch mitt Wortt(en) vndt werck(en) vff Zu holen auch
mitt keyner Vn wharheytt anZugreiff(en) wie dan
Christes Hausfraue, Jacobs Hausfraue angegriff(en)
hatt, vndt sie berichtigett vndt noch gesagtt sie
habe ein Khue schinden lassen vndt sie neun(?)
Woch(en) langk an einem den hang(en) lasßenn
als wan ehr Jacob vndt synn Hausfraue, mitt
Zuchtt(en) das selbigk Zue sag(en) von eine wuell
esßenn solle, die weill nun, wie oben geme/[Rand durch Bindung verloren gegangen]
sie Clagerin die beclagtte mir selig(en)(??) wortt(en) vffgehol/..
ster Jacob ahn statt seynner Hausfraue vndt hoff/
es soll durch euern recht spruch artticku/..
vndt erkantt werd(en), so soll gemeltts Clager/..
den selbig(en) punctenn Zue bewissen hell/..
vndt Cla.. schultigk sein noch im Haltt (?)efen/..
licher Ordennungk auch noch alle beschriebene(?)
rechtts vndt statt solchs an diesßes Erbar Zindt
gerichtts Zuerkenne was billich vndt recht s/..
will mitt aberagkt(?) moglich(en) gerichts Costenn
vndt shatt(en) giebt(?) solchs Jacob von weg(en) s/.
nner HausPrauenn vff die gethans(?) Klage Z/..
verantwortt(en) fhernner Repetirtt ehr seynes (?)P/er(?)
son klage vndt sagtt das whar seij, das sey(?)/
Christes Hausfraue die Clagerin gelusten hatt
lassenn vndt gemelttig Jacobs Hausfraue mi/
schmelich(en) dottlich(en) wortt(en) angegeriff(en) vndt noch
lautt der Ruge vndt sie gescholtt(en) ahn ihren gl/..
ein Hure, mit vrlaub Zue reddenn schatt(?) hie
Jacob vndt hofftt an statt vndt weg(en) sey/..
HausPraue gerdrautt(en) es soll Christes HausPrau/
[I,12]  
Margreth Jacobs HausPraue Zue verantwortten
shultigk seynn, mitt erstatt(en) moglichs gerichts Cost(en)
vndt shatt(en) miterasße(?) vndt who Clagers bey besch/
lassenn Wurde, wollem mir gleiches gestatt(en) besch/
ssen habenn wo mit eß behaltt(en) mir vng(?) vor,
alle gnthatt(?) des rechtt(en)

Noch begebbenner, Nichtiger, antwortt die Christ
vff Jacobs Hausfraue gerdraut(en), erste Ruge ist
inbracht wortt(en), wie das sie sie ausdrucklich
in der Ruge vermeltt, ein ausgeheitt huer ge
scholttenn habe, vndt Christ die Clage vff die
selbige gerdraut(en) Clage gesteltt hatt inhaltt
der Ruge, hofft Christ noch mals, die gerdraut
die soll mit beZwangktem rechtte angehaltt(en)
werdenn selbst herbeij Zue ghenn, vndt das
selbige offentlich widerumb Zu Widdesprech(en)
hatt dan Jacob oder seynne Hausfraue gerdraut
so sollens sie mit form der Rechte thun, vndt
nit mit der Onfhorm sagtt Christ, das He
das nichtik tingk mit keynne wegk anZu
nimmen schultigk seyn, auch in keym nichtigkeijtt
hollen oder willig(en) wolle, weitter mehr dan
was He von rechts weg(en) schultigk Zu thun
ist, vndt bitt noch, wie vhor auch gebett(en)
ist, die beclagtte solle angehaltt(en) werd(en), ein
deusch Clar antwortt erster Rugs vndt Clags
antwortt Zu geb(en)durch das wortt [zwei gestrichene Worte] whar
oder nit whar whan das selbige geschichtt,
so wollen mir vns aller gutheitt der rechtt(en)
vorbehaltt/en) er steltt solches Zue rechtt
[I, 12r]
Aber mals sagtt Jacob anstatt vndt von weg(en) sijnn
Hausfrauem, das er von rechts weg(en) seynner Haus
frauem schultigk sey  Zue vertrett(en) vor gericht
vndt rechtt , als ein Heubtt einnes ehelich ge=
mals wierrauch vor dem altt dhor vereidt vndt
verplichtt, des weibs Heubtt Zu seynn,
auch sie mit recht Zuuertrett(en)(zu vertreten) ohrbietigk, vndt
nimpt erstlich vor bekantt ahnn, das Christ der
Clager von rechtt vns der selbige Onwhorlich
beZuchtigungk die dan Christes Hausfraue
Jacobs Hausfraue mitt Onwharhentt(heittt?) beZuchtig/..[Rand]
hatt es das sie, habs ein geschinde Khue nen/..
noch ahn ihrem denn Jehatt hatt hangenn,
welchs Jacob vndt sein Hausfraue solchs
nit gestendigk ist hoff(en) vndt drauen sol
ihnen rechtt erkant vndt gesproch(en) werd(en) ,
es soll Christes Hausfraue die selbige beZuch/ti=
gunng Zu be wissen schultigk sein das sie s/..
aber mit solcher Onwharheitt wie gemeltt ist
moge sie wol geredtt haben Zue simer Verant/=
worten sie redtt nit whor [sie habe = gestrichen] wie die
ruge vermeltt das habe sie in verantwortt/..
weiß geredtt  Die weill ste aber(?) sie vntlich(?)
hatt geschmehett vndt gescholtt(en) noch laut der
Ruge ein Huer vermoge die recht das einner(?) ../..
einne Defension Clage moge purgirn das
selbigs Zue verantwortt(en) vndt ni(in?) Clage wei/..
moge vorPringen derhalben Hofft Jacob an
statt seynner Hausfraue in recht Zuerkenne vn/dt
Zu sprech(en) es habe Christes Hausfraue solch/
anffangk vndt On wharheytt onbilcher weiß
[I, 13]


# Erste vndt
Jacobs Hausfraue darmitt vff geholtt, vndt (?)f...[Rand beschädigt]
schultigk synn dem selbig vnZechtig(en) puncten Zu
beweissen schultigk synn,   Zum andernn soll
sie schultigk gleiches gestaltt der # Leste gethamne
Ruge Zu verant wortt(en) schultigk synn, mit er
stattunngk moglich gerichts Costen vnd schatt(en)(Schaden)
vndt bitt hiemitt Einer weisheytt Zuerkenne
vndt Zue sprech(en) was darinnen bilch vndt
rechtt ist(iß?)

Vff die Langkweillige vertrossliche Nichtigg/
ausfluchtt, vndt Nichtiger antwortt, das
Jocob dasthett wolle sich gehrn im das recht
hinein lassen, als wan er von weg(en) seynner
Hausfraue w[= gestrichen] qualifecirtt were. vndt viell
rummeß, des ihm nit geglaubt wurde,
auch von ihnen nit dargelegt khan werd(en),
auch von diessen beclagtt(en) angnomme wirdtt/?
keynnen wagktt, vndt whan einer ein defensi/v
klage thun will, so muß er die selbige die
er vermeint Zu thun, dem Richter sein Zwannn=
gk geltt gebenn bey das recht Zu Cittiren, vndt
ZuZuhorn durch gebott alle die weil er dasselbige
nit thutt oder gethan hatt, so ist sein Clage nichtigk
vndt föcht damit niemants ahn, das sie der
Ruge (?)bekentt der schantwortt die gerdraut die be
clagtte gethan hatt, in erster Ruge ausdrucklich
gerugktt worden ist, wollen mein Hern inn(im?)
fleissigkeytt der rechten wollen, Zu Herz(en) neme

[I, 13r] Vndt hertzlich betrochtt(en) das sie sich in der leste
ruge ghern behelff(en) woltn ist in sch(sich?) selbst nichtigk
aus bewegener vrsach(en) vndt do der Schulteiß
vndt die Heimmerger widder Zu der Rug g/e=(?)
stern geschicktt hatt die Ruggersenn(?) die erst/..
Ruge bekrefftigett; vndt gesproch(en) wehr es do
bey nit lassen woll woll sie vor dem strengenn
Haubpttmann Zue giessenn mit ihm vorkomme ab/..
sie niemants dohin Cittirtt hatt vndt bey ihren
ersten wortt(en) gelassen, hett(en) die heimmerg/..
woll Zu bedenck(en) gehatt, bey dem selbig(en) Zue
bleiben vndt die weill auch nun die schme d/..
ruge begleubtt vndt bekant wurde die beclagtte
solle angehaltt(en) werd(en) wie auch vor in brachtt
ist wie dern maul do sie nitt geholtt(en) habe
ein offentlich(en) widderspruch Zuthun mit allenn
vffvffgewentt(en) Costen vndt Schatt(en) sich gott vndt
dem Rechte befolnn

Gegen das vnnutzlich dorliches geschwetz Chris/t
vorbrenges(?) reqettirt Jacob seynes voriges in breng/..
anstat vndt von weg(en) seyner hausfrauen in allen
recht(en) verstehn(verschen?) vndt Zulessigk das man dem re/cht?
alles soll vor komme lassen der wharheitt Zu
steuer alles das was Zuhorn ist das die wha/r=
heitt des da besser an dagtt koptt Nun
ist whar vndt offenbahr das Lambertt ansta/t
seynnes princibaln Christes, der(die?) leste Rug/..
begertt hatt Zue offen bharn damitt noch seyn/..
begher haben die beclagtten gleiches gestaltt gebett/..
die selbige leste Ruge Zu offen bharnn wie dorff/..

[I, 14] dan Lambertt an statt seines princib/aln? ..(?) Die    [Der obere Rand der Seite ist an dieser Stelle zerstört.]
leste Ruge Zue tattelnn(tadeln) Derohalben biett vndt begrett(begehrt)
Jacob gleicher gestaltt an statt seynner Hausfrauen
in(im?, ein?) recht Zu erkenne vndt Zu sprech(en) vndt, will
gleicher gestaltt Zu rechtt geschlossen habe(n) auch
einer richterlich wiptt(?) Zum fleissigsten gebet(en)
habenn im recht darin Zuerkennen vndt Zu
sprech(en) mit abtragk moglich(er) gerichts Costen vndt
schatt(en)

Vor Euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn Hernn
Schultheissen vndt scheffenn diesses furstlich(en) Zendtts
gerichts Erscheinnett Johannes als der gehorsamme
des rechttenn vndt sagtt erstlich wahr, das der ehrn
geachtte Schultheisses Weigell Kaull (?)von allenn
Zendtt rechtt gebeutt vndt verbeutt, wehr etwas
wisse das vnsernn g. f. vndt Hernn rugbar seij
der sol es an bring(en) damitt der Jnge gestrafftt
werde vndt der gutte gehandt habe, solchs ver
beutte alles beij der hogeste buß keynner nichts
Zu verschweig(en) welchs Johannes Zue hertz(en) gefast
vndt in seijnn gemutte(? Gemüt?) geschlag(en) vndt das von eides
pflichtt weg(en) nit hatt konden verhaltten hatt ehr
ein wahrhafftige Ruge gethann die dan dauit(David)
vndt Casper belangett hatt vndt das He sich ahne
Johannes vernemen hatt lassenn es haben mehr
leude gehort wehr ihm ghar onnott gewess(en)
aber vber das alles findt man in den drey
Zeug(en) ausage hel vndt klar das sie darvon
deponir vndt ausage das, sie haben mit
schmelich(en) wortt(en) vndt schelme im sich geworf(en)

[I, 14r]
Derhalben biett Johannes vmb recht Zu erkenne
vndt Zu sprech(en) seynne(seymne?) wharhafftig glaubthafftig
Ruge die er gethan hatt noch vermoge der Zenige
ausgange soll seynne gethanne Ruge billich
mochtigk vndt krefftig erkantt werd(en) mit erstatt=
unngk meglich(er) gerichts Costenn vndt schatt(en)
vndt stellt solchs Richterlich Zuerkenn(en)

Vor dem Erbarnn Zendt gerichtt Schultheissen
vndt Scheffenn alhie Zum lindiß Erschennt
Dauidtt vndt Schlaigk(Schlacgk) Casper, wie gehorsam
der Rechtts,   gegen vndt widder Johannes,
belang(en), vndt ein gethanne ruge vom Johanneß
gethenn, die He Johannes den Heimberger an
brachtt hatt, Zwisch(en) Zwey erbarn Nochbarnn ,
die sich keynner, den andernn wedder mit Zuscheltt(en)
weiß, oder Zu schmeh(en) auch nit gethan hun,
vndt Johannes ein brengtt, es sey durch furst=
lich(en) Schultheissenn, wehr etwas wisse, was
Rugbar sey soll er anbreng(en)  , hat sich Johann/es 
wol kond(en) bedeck(en)(bedenken?) das solchs mitt wolem wiss/en?
ahn ihnen belangk wehr, vndt sichs gottes wortt
Zu bedencken gehatt, das keynner mit vff satz
dem andernn ein das sein(seim?) bring(en) soll, ald/ie
weill vnns(?) diesse Erbare Menner die wortt
nie gestand(en)(?) habenn vndt auch nit gethan hab/en?
vndt Johannes sich geraunlett(??) hatt, mitt mehrer
Leutte Zubeweissenn, oder gehortt, vndt die
selbige ins gericht auch namhofftigk gemachtt
hatt, den ein steltt er vhor der im(ein?) gesteltt, den
andern lest er auß, vndt aldie weil der and/er?

[I, 15] von der sach redt, wie der blinde von der farbe,
hett sich Johannes wol moge bedenck(en), des erweg/kt 
Zancks, den er vhorn Jahr mitt dem Zehenen an
finngkt oder anwegktt, vndt all die weill He den
Zancktt Zwisch(en) den Zweij erbarnn Nachbarnn, auch
erwegckt hatt, das He nimmer mehr die selbige
mehr leude wie ins(ing?) gerichts buch ver leibtt sindtt,
word(en), die ihm keynn bekentnuß, oder Zeugnuß
darvber gebenn, sonde sij eig(en) ruhmmeß, selbe/..
abeshen(?) muß,  Al die weill nun, He nit bey kan/
bren(en) wie er sich germuptt hatt bitt dauitt, vnd/t
Casper Schlaigktt, He soll sie vnbillich in den kosten
vndt schatt(en) gefurtt haben, vndt sols er ihnen wid/er=
umb Zugebb(en) schultigk sein mitt allenn vff gewe/d=
ten kosten vndt schatt(en)

Dageg(en) sagtt Johannes Wie[In das "W" ist ein großes "H" geschrieben] Hie beuor vorbrengk/
das einem Idern Zendthernn vff gelatt(en) wurde,
wer etwas verstumme(?), oder verschweige das
strafflichs seij das selbige soll er vorbreng(en) wo nit
so soll er mein g. f. vndt hernn die busse schultig/k
Zuertrag(en) sein : Derohalb(en) nun Lambertt an statt
vndt von weg(en) seynner princibalnn horn thutt
es woll Johannes die Nachbar mit vffsatz midas(??)
ihre bring(en) welche puncten vndt Artickell Joes
nit whar glaubtt vndt hofftt vndt drautt es
soll durch euren recht spruch erkant werd(en) es
soll dauitt vndt Casper schlaigtt dem selbig(en)
Artickell Zubeweiss(en) schultigk sein vndt stellen
solches Zue euer richterlich(em) rechtspruch 

[I, 15r]
 
 
#
Zwischenn
Hie beyde
weiber
belangends
  
      Vrtheill
  
In Sach(en) der rechtfertigunngk zwisch(en) Christ Wenzell/
Clager einsteills, gegen vndt widder Jacob kauss/en
beclagtten ander theils # er kenn die Hernn Scheff(en)
Zu recht Wie [Aus diesem "W" geht ein Strich durch den Rest des Urteils] B rett(en) noch fleissigk vff beyd/e
pardeijen das sie ihre sach(en) Zum gerichtt stelle/n
wollenn wie hartt(..) im handell woll wen sie/
folg(en) woltt(en) dais(das?) die sache vffZuheb(en) wehr
vndt in der gutte Zu vertrag(en) wo das selbige
aber nit geschen(geschehen) konde so hortt(hoitt?) man ihre bey/de
klage woll wo[= gestrichen]

das Christes fraue soll an Zeig(en) Zum negsten gerichtt
wie sie es gemeint habe mit der Khue

Nachdem sich Irtumb vnd gebrechen erhalten haben, Zwisch/en)
dauit stebes vnd Caspar Eckarten, an eijnem, vnd peters
Johannes andertheils, ein ruge belangen habens beijd/e
partheien, schultheisen vnd scheffen heimgegeb(en), vnd h/..
sie in der guet vermag(en)(verwagen?) das keinem ahn seinen eher/..
schmertzlich oder schmelich sein solt, Derwegen sie von s/ch
ultheisen vnd scheff(en), in ir lantrecht erkennd sein wor
den, vnd wilher solichen verdrack in(im?) haben wirdt,
der sol vnserm g. f. vnd hern, mit Zehen thalern
verfaln sein, vnd den hern schultheisen vnd scheff(en)
mit funff thalern, vnd soln also hirmit genzlich vergl/..
vnd verwag(en) sein

[I, 16]       
        Zendtt gerichtt gehaltte denn
            3. t(ag) Martij ao 74             [Diese "74" könnte auch als "14" gelesen werden.]

Vor dem Erbarn gericht, des furstlich(en) Zendt gerichts
alhie Zum Lindißs, erscheint Christ, wie ein gehorsamer
der Rechte, der sich gantz vnd gar in keym(keyn) nichtig
keijtt begebbenn will, auch darinnen nit h.lgen oder
willig(en) will, vndt reqetirtt vndt widerholtt, vndt
sagtt das war(wahr) seij, das sich in Acten finden werde,
das Christ Jacobs keijnnes wegs, hatt wollenn
annemme, dan er seij nit malefecirtt, mit gnungsamer
gewaltt, welchs nun mit der thatt, selst(selbst? = verbessert) bewissen
wurde, das er heutt diesses gerichts tagtt, erstlich
seym(sym?) gewaltt, vor den den Erbarn leudden, Schult
theissenn vndt scheffen bekomme hatt, bitt sich
Christ, Zuentledig(en), des vorig(en) ergangenen Handels
an diesses gewalts dagges heutt von synner
Hausfraue bekomme, Zubedenck(en), das He sich
der gebhur, vns Zu ander gerichts dags, sich der
form der rechtte, Zugebrauch(en) wisse, vndt bitt
Christ, von dem vnformlich(en), langtweijlligte
vffhaltt Jacobs, die sich erstrecktt hatt, biß ahn
das viertte gerichtt, vndt hofftt vndt getrauett
gott vndt dem Rechte, He soll vom ihm ent
ledigett werden, mit allem vffgewenttem
Costen vndt schattenn, darin er nichtiger weiß,
ihn gefhurett, vndt getriebenn hatt, darumb
er den furstlich(en) Schultheissenn, mitt fleissie
ger bitte(?), anruffett, ahn mein Hern vrtheill Zu=
stellen, vndt entlich des rechtte Zuuerhelffen
[I, 16r]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ihn(?)
wo etwes(?) argers(?) gheg(en) das inbrochtt werde, will e/r
ihm vorbehalltt(en), synne nottorfftt,

Vor euch denn Erbarnn vndt wolachtbarnn, Her/n
Schultheissen vndt Scheff(en) diesses furstlich(en) Zen/dt
gericht alhir Zum Lindiß, erscheynnett Jacob, a/n
statt vndt von weg(en) synner Hausfraue als der g/e
horsame, gegen vndt widder Christes Hausfraue
margrethen, die anrugigen Clegrin, vndt reqeti/rtt
vndtt widderholltt, alle seynne vorige gethame(getane) r/..
messige antwortt, vndt sagtt das whar sij, da/s
Zu diessem Jungsten abscheydtt des gerichts, seij
miett recht erkandt vndt Zue gelassen, das Jaco/b
sym(synn?) fraue vor das rechtt komme lassenn oder s/..
ein folle gewaltt bring(en), auch Jacob (?)dem sel/..
woln komme, der guttlich (?)meynungk(vereynungk?) auch
der Erbar Her Schultheiß das selbige beken/tt
der weg(en) muß Christes anregung gantz nichtig
seijnn, auch im rechten nit anZunemme kein vol/
haben, der weg(en) biett vndt begertt nochmols, w/ie
auch das gesprocheme vrteill dem solle heuti/g
tages vollestrechkunngk geburn, All die weill s/oll(?)
helle vndt klar in der ausgebachte(aufgebrachte?) ruge be/..
dett, dz christes Hausfraue Jacoben vndt synn/er
Hausfraue niett grossr onwharheytt, (?)gerichtige(?)/
vndt niett Ohnwharheytt so hefftigett, vorgetrag(en), i/n
der gestaltt, das sie habenn ein Ehtis(? Ehns?, Eh..s) ahn (?)eh/..
denn/dem?) gehangen gehatt habenn neun(?) woch(en) lang
inhaltt der gethame ruge, damiett, sie dan, vns/?
des selbig(en) in(im?) vnser gethane antwortt (?)nie ver
neinnigett, die weill nun die selbige Onwh/ar

[I, 17] heitt vns Zue schmehe gereichett, vndt auch geistlich
vndt weltlich verbott(en), keym sym Onwharheytt Zue
vffenbharn vndt nochZusag(en), derweg(en), stehtt Jacob
an statt weg(en) seynner Hausfrauenn, vndt ist des
selbig(en) artickells vndt punctes ghar in keynne wegk/
gestendigk, vndt hofft, es soll mett vrtell recht
erkantt werd(en) es sol[bige = gestrichen] Christe den selbige
puncten vndt Artickell Zubeweissen schultigk sein
vor eins

Zum Andernn reqetirtt err synne defension
Clage, vndt sagtt das sich Christes Hausfraue
hatt gelusten lassen, vndt ihm seijme Hausfrau/e
mett schmelich wortt(en) angetastett, in haltt der
ruge vndt ein Huer geschltt(en), hofft vndt
drauett es solle Zue recht erkant werd(en)
es(er?) habe Christes Hausfraue solche wortt
ihr auch vnbilcher Weisse gethanne, solle sie
widerumb Zuuerantwortt(en) schültigk seijnn,
mit erstattungk moglich(er) gerichts Costenn
vndt schatten vndt soltt(steltt?) gleicher gestaltt
solchs Zum richterlicher erkentnnuß doch neuer
rungk Zuerantwortt(en) vorbehaltlich(en)

[I, 17r]
Es sagt Christ whar, das offenlich bekentt ist, wie
auch in actis angeZog(en) ist word(en), seynnes nichtiges
vorgebbens, von Christe nie angeb(en), aus bewegtener
recht messige vhrsach(en), vndt das er biß ohn des viert/te?
gerichtte, nit keynn gewaltt gehatt hatt, sonder he/utt?
diesses gerichts tags bekomme, auch als so will
ales dis widder klage belangett wisstn(? wissen?) wie von
keynne gebott,  wie gewonlich vndt bbreuchlich ist
haben auch Jacoben nie wollenn annemme, all die
weill er keynn gewaltt gehatt hatt, von diessm
gerichts tage des gewalts, niemme(?) mchir(?) vns
ein gebhurlich(en) bedochts tage, vndt biett(en) wie v/or?
gebett(en) ristn(?) mie(?) wollen von solcher nichtigkeytt,
entledigett werd(en), mit allem vffgewend(en) Costen
vndt schatt(en), darinne nnir(?) den Schultheiss(en)
biett(en) Zum aller fleissigstenn, mein Hernn
anZuhaltt(en), darvber vrtheill Zusprech(en) damitt/
mir(wir?) vns begebbenn, miett solcher schloßschi/..
wie gebett(en)      [Der Rest der Seite ist leer.]
[I,18]
 
 








Christe

Die weill aber, Christe der anrugige Cleger, vnderstech(vndersteth?)/
die erbare Hern scheff(en) vff seinherige wegktt Zu
weissen, gelobtt sey gott, habenn sie doch einen
bessernn verstantt darinnen Zurichttenn, dan whar ist,
das sich ehelich(en) gemahlen vor einem erbarn
geweihetten alttar Zusamme verpflichtt(en), vndt auch du/rch?
den predicantten ahn den Ortten, den beyden ehelich(en)
gemalhn das heylige euangeliumm vorhaltte, das
der man soll des weibs Heubptt sein, vndt das weib
dem man vnderthenigktt, noch hatt gemeltter Jacob
vberflussgik den willen gethann, vndt erachtens(erachtetts?)
das er doch nit schultigk where gewessen, vndt
sich auch verantvollenn(Veranwollenn?) lassenn, der weg(en) biett er
wie gebett(en), in recht Zuerkenne darin Zusprech(en)
was bilch(billig) vndt recht stelt solchs auch Zum richter
lich(en) erkentnuß vndt biett Hiemitt den Richter
an meyn(?) gunstig(en) Hern Erlangen lass(en).

Insprechenn(?) Der rechtferttigung Zwisch(en) Christ wentzell
Clager einstheils geg(en) vndt widder Jacob Kaussen ander
theils beclagttem, belangendt ihre beyde weiber, erKhen die
Hernn scheff(en) Zue rechtt  Das ihnen Zu gelassen sey vertz(?)/ig??
dagenn darinne Zubedenck(en)

Vff die anstellungk Christ Wentzels, das Ihm Jacob Kausse
nit vorgebotten Zue rechtt, erkentt der scheffe das er ihm nitt
schultigk seym votZugebietten, die weill Christ ein Klager
ist,

[I, 18r]
Alle dieweill offentlich, gerichtlich, bekant ist, das
Jacob keynn gewaltt nie gehaitt haitt, mitt vff heutt
diesses gerichts dages, darin Christ sein bedenckens,
durch erkante rechte Zugelassen ist, Zue begertt ehr,
von allen sein nichtige, angebbens, das nnit(?) hieher
geschenn ist, vndt begertt sich von der Nichtigkeytt
Zuentledig(en), nnitt(mitt) allem, vpfgewend(en) Costenvndt
schattenn, darin mir den Hern Schultheissenn
imm anstellungk der vrthell biettenn vndt verhelffunch/gk?
der rechtts damitt vff sie recht geZog(en), vndt
biett vmb die verhelffunngk der rechtts, vndt
das weitter vmbtriebtt verhalttenn moge werd(en)

Vff die anstellunngk Lamberts erkennen die Hernn
scheffenn Zue rechtt das der vnkosten soll beruh(en)
biß vff ausgangtt des rechtenn [Letztes Wort in der vorletzten Zeile verbessert; am Anfanng der letzten Zeile zuerst
etwas Gestrichenes. Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 19]       
       Zendtt gerichtt gehalten den 17ten Marty /       [Hier fehlt die rechte obere Ecke der Seite und später ist eingetragen: 1714.]

All die weill der Erbare scheffe, mit recht erkantt hatt,
dz Christ, in Crafft seijnner gewaltt, ahn statt seynner
Hausfrauen,  anZeijgen soll, wie sie es mitt der Khue gemeint
habe, das findt man in der ruge, damitt sprichtt
Christ weitter, damitt will He sie nit geschmechtt,
oder auch gescholtt(en) habenn, vndt hofft, das sie,
Jacobs fraue, Christen fraue habe gescholttenn, ein
ausgeheijtte Huer, wie es in der ruge Clag ver
meltt ist, sie solle das vnbillich, gethan habenn,
vndt solle mit dem selbige maul, damitt sie ge
scholtt(en) habe, widerumb Zu verantwortt(en) schultigk
sein, mit allem vffgewentt(en) Costen vndt schatt(en),
der darvber ergang(en) ist, oder noch ergang(en) mage,
wo sich nun die pardey, sich des Hernn schulteiss(en)
befelch(Befehl) geltt, wollen (?)mir hiemitt dem recht(en) ge
schlossen habenn, vndt Zum allerfleisßigstenn, vmb
verhelffungk der rechte gebett(en) haben,

Jacob vndt an statt vndt von weg(en) seijner Hausfrauen
gerdrautt(en) erscheynnett abermals wie der gehorsam des
rechtte, vndt nimptt Jacob abermols vorbekantt ahnn,
dz Christ vndt von weg(en) seijner Hausfrauenn, die er
dichrumgkt(?) der vn wharheijtt, nit in aberedtt sonder
gestendigk, das sie, Christes Hausfraue, Jacoben vndt
seyn Hausfraue mitt vnwharheytt berichttett,

[I, 19r] noch lautt vndt inhaltt der leste inbrachtte ruge,
die dan, von dem vorige schreyber verhaltt(en)
ist verhaltt(en) bliebenn, Her Jostenn genentt von
Litzenlind(en), die weil dan whar vndt Offenbhar,
die selbige Onwharheeytt mitt mun(nun) oder nimmer
mehr mit wharheytt bewissen khan werd(en) sthett
Jacob anstatt vndt vonn weg(en) seynner Hausfraue
hie vndt hofft vndt drautt es soll durch
meynn gunstig(en) Hernn articulirtt vndt erkanntt
werd(en) es soll Christes Hausfraue als ein an
fanger der beZuchtigungk, Hell vndt Clat zu
bweissenn schultigk seyn das Jacob vndt sein
Hausfraue vm Khue an einem den neun woch(en)
langk haben hang(en) vndt steln solchen artickell Zum
richterlich(en) erkantnuß,

Zum ander das Christes Hausfraue das[= gestrichen] Jacobs
Hausfraue ein Huer geschltt(en) hatt, sthetteHie
hofft vndt drautt, es soll durch recht erkantt
vndt gesproch(en) werden, es soll Christes Hausfraue
Jacobs Hausfraue Zu verantwortt(en) schultigk sein
sie beweiß dan gleicher gestaltt die beyde puncten
wie ein Kleger eigentt vndt geburtt in Haltt
furstlicher ordenungk, vndt steltt solches gleicher
gestaltt meim(?) Hern Zum erkentnuß vndt
wo Clager will bey solchen bescloß(Beschluß?) die sach(en)
bleiben lassen biett Jacob, eure richtterlich amp/t
Zum fleissigstenn, solches an mein gunstig(en) Hern
Zu stelen, sonst begehtt im Jacob alle gethatt(en)
des rechten vhor,

[I, 20]
# Jacobs
fraue
 
 

vrtheill
 
 
 
 
 
 
# wie sie solchs beide gethan
haben

# solchs sproche .. vrthell nicht
..ch lebtte

vrthell


# den vnkosten


Ausnottwendigkeeytt hett # sie ihren schwingen stock
gnomme vndt hett heim mitt gang(en) so hett(en) sie nichts(?)
mitten ander Zue schickenn gehabtt vndt damitt gott
befolenn

In sach(en) der rechtferttigungk Zwisch(en) Christ wentzels
Hausfraue Clegeriinn, gegen vndt widder Jacob Kauss(en)
Hausfraue beclagttin, erkennen die Hernn scheffenn Zue
rechtt, das die beyde obegedachtt weybber, einandt
die Hende solle gebenn, vndt ein igliche, die andere
vmb verZeyhungk bieten, vndt sage, sie seyen erwen(?)
auß Zorn bewegktt worttenn, das sey ihnen hertzlich
leydt, vndt wisse keyme(keine) vff die andere nichts dan
ehr, lieb, vndt gutt, vndt will auch keynne die
andere geschmehett oder gescholtt(en) habenn, so sie das
beyde bey einem erbare gericht thun # erkennen die
Hern scheff(en) es sey genugsam verantwortt, vndt
welche pardeij solche # [wenigk nicht hieltte = gestrichen] , vndt etwen(?)
mitt eine puncten einig das andere angriff, Der
soll vnserm g f. vndt Hernn in die straff gefallenn
seynn mit Zwantzigk thalernn,,

Vff anstellungk des Hernn Schultheissenn [vndt scheffenn = gestrichen]
erkent die Hern scheffen, was die gekaufftte gerichtt
belangenn [erkennen schulteiss vndt scheffe = gestrichen] das die
beijde pardeijen sollen Zugleich # tragen was vff schultheise
vndt scheff(en) schreyber vndt gerichts Knecht gang(en) ist

[I, 20r. Die Seite ist dreimal leicht gestrichen ist. Dort ist zu lesen:]
Demnach Johannes von Lindes, Als clager, vnd dauit(David) stebes
ein vngestandene Ruge, vnd schmehe, vermog vorgehender gerichts
actis, In clag und antwordt, gegen einander sich ingelassen
vnd aber durch bit eines Erbarn gerichts, die schmehe vnd st/rei
ttige klag vnd gegen rede beyde patheij, Ire sachen, In der
gute, hin vnd beij Zu legen, An das gantz gericht gestelt
Doch das sie iren Eren vngeschmet freijschehen mag,

Ala    [Der Rest der Seite ist leer.]

[I, 21]
Zendtt Gericht gehaltten zum Lindes ist geschehenn
     den 22 t Septembris ao 74
          Dieß sindt Zentner wordenn
          diessen dag wie volgtt

Wernner Werx
Jonge Moller
George Bottehornn
Luoheinzen Johannes
CasPar Scheffer
Petter BePPeler
Jacob Henches Jacob
Bommer Jacob
FB Gießen 4988 - CGA, I, 26: Bauschreiber.
 
FB Gießen 444; # 13.01.1576.
Stumpf, 219; Allendorf/Lahn, 1578 - 1599.
FB Gießen 3795; # 26.05.1614; "der Alte".
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.
Lützellinden, siehe Centnerlisten ab 1578.

18.09.1575
[Die Akten zu 1575 sind als I, 98 bis I, 101 gebunden worden.]
[I, 98; mit Blei nachdatiert "1575":]
                            /^ den 28 t 7 b:                           
No           Anno 75  veß vor Richen vnd ; Schaden  
14             Beschehen sindtt Vnd von Vnßerm Schützen
                  Hanß Ancken alßo angeZeigtt wie volgtt:

                       Caspar Scheffern
1 .. It(em)     Erstlich hatt Caspar in Dem graß wege vff den
heilig(en) Pfingst tagk Zwischen der früchtte
gehüdeth und schaden gethan hatt ein Riche
verwirckett  
2 .. It(em) Caspar hatt beij dem Weijer in den Stopffelln
gehüdtt mitt den Schaffen vor den Kühen
hatt ein Riche verwirckett
3 .. It(em) Noch Caspar in dem Wetzflar pfade ahnn
Der Lachen in den Haffern Stopffelln gehudt
mit den Schaffen gleichfalß vor den Kuhen
bescheen ist in die Riche erkenth:   
4 .. It(em) Nochmalß haben Caspars Jungen beij dem Weijer
mit den Schaffen gehüdtt. wie er sein
fruchtt gebunden hatt ein Riche verwirckett.
[I, 98r]  
5 .. It(em) Noch Caspars Jungen haben ahm vergangenen
Donnerstage mitt der Herd Schaffe vndigk
der wiessen gehudtt im Stopffell feldtt Hatt
j Riche verwirckett./
6 .. It(em) Noch haben Caspars Jungen ahm vergangennen
Sonnabentt. vber deß Schutzes verbietenß wid
derumb in dem vorgemelt(en) Stopffell feldt
mitt den Schaffen gehudtt, vnd zum Schutzenn
gesagtt der Kühe Hirdtt hab eß ihnen Erlaübtt
nuß geben hatt ein Riche verwirckett,              
              
 
 
                   Martinj Schoeffer         B
                     von Gießen   
1 .. It(em) Merten hatt vff Giesser Allaß vergangen
vmb deß Schutzgeß Born vnd vmb die
wießen hero gehutt vnd grossen schaden gethan
hatt {ein Riche verwirckett [gestr.; später:]} 3 Ruge darmit
verwirkt  [Alle Streichungen & Einfügungen von anderer Hand später.]
[I, 99]  
  /2 .. It(em)
  l
  l die Zwein
  l ein Ruge 
Noch hatt Martenß Knecht H Conrathen 
Mollern Burg(er) alhie vmb seiner gersten
gehudtt grosse[g.]\vnd/ schaden gethan hatt ein Riche
verwirckett, 
  l 3 .. It(em)
  l
  \
Noch hatt Martenß Knecht gleichfalß deselbig(en)=
mahlß Hanß gontrumb Burg(er) alhie
auch in seiner[g.]\vmb sein/ gersten gehudtt \vnd/ schade gethan hatt
ein Riche verwirckett,                                                                          
   
                   DER Hammill Schefer (Hammel-Schäfer)
1 .. It(em) Hatt er[g.] sich \In/ den Auln wegk geschlagen vnd
gefahren wie die frucht noch gestanden
vnd gelegen hatt vil schadenß damitt ge
machtt hatt ein Riche verwirckett -, 
2 .. It(em) Noch hatt er Beij dem Weijer graben
gehütt in den stopffel wie noch Zehnen
vnd iglichs daraussen geweß(en) ist Schaden
gethan hatt ein[verb:] Ein Riche verwirckett - 2./
[I, 99r]  
3 .. It(em)
 
 
   grossen
hatt der Hemmill schefer dem Herrn Burg(er)=
meister Peter Heussern in seinen wicken
gefharn do sie schon Reijff sein geweß(en)
schaden gethan hatt[gestr.] ein Riche verwirckett,
4 .. It(em) Noch hatt der Hemiill Schefer ahm vergangenen
Sontagk vber daß gehögte weijer hinuff
gefahren vnd vff den Wiesen gehudt vn wen=
digk den schutz {g..bs beschehen [g.]}\borns wissen/ hatt ein Riche
verwirckett,
5 .. It(em) Noch hatt der Hemiill Schefer den Man von
Linds genanth Hanß (?)Wegnman wie er
dan itz in gotteß gewaltt ligtt demselbign
in sein. wiß vffs grommett gefahren
vnd heßliche Zurtretten mitt den schaff(en)
hatt ein Buß[gestr.] Riche verwirckett;
[I, 100]  
                    Lindeß
It(em)
Johanß Pferd
[obiges gestr.]
hatt Kaüsen Jacobß Jung geschlaffen
vnd die Pferde gehütt sindtt die selbige
Pferde Jungker Johannen schwalbachen
in seine Haffer gelauffen vnd schaden
gethan, hatt der Juncker selbst zu dem
schütze gesagtt er soltt in .in die Richs
setzen vnd AnZeigen hatt also ein Riche
verwirckett /.
[I, 100r und I, 101 sind leer; auf Seite I, 100r folgt kopfstehend, da das Blatt vorher zu einem Brief gefaltet war, untere Hälfte:]  
        Register der Felt Rugen Im Cintgericht      _____
         geschehen vom mit Fastn bis Zu michell Ao 75 
         geburren dem Cint halb vnd dem
         schultheisen die And(er) Helffte
                      Ao    75 
 
25.01.1577      
[Auf den Seiten II, 58, bis II, 60, befindet sich eine Abschrift vom 25.01.1577 des früheren Centgerichtsbriefs.
Abschriften dieser Urkaunde sind zu auch finden bei Friedrich Germer, HiB, 1938, Nr. 23, und bei
Friedrich Wilhelm Weitershaus
, Seite 48 bis 50.
Herr Weitershaus weist dabei, anhand der genannten Personen, nach, daß eine ältere Urkunde,
das "altt weißthumb uff Pergament geschrieben", zwischen 1436 und 1460 geschrieben wurde,
aber auf einen Text zurück geht, "der 80 bis 100 Jahre älter ist".]
   
[II, 58. Mit Blei nachdatiert: 1577, 20.I.]   
Von Gotts gnadenn   Wyr Ludwigk Landt
graue Zu Hessenn   Graue Zu Catz(en)elenbog(en)
Dietz, Ziegenhayn vnnd Nidda, Thun Kundth
hieran mit diesem vnserem offenen Briff
bekennendt .        Als ettwan von vhndenck
lich(en) Jahrenn hero vnser Zenthgericht Zu Lindes
Im AmPt Giessen   Inn vnserm Auch vn=
serer Loblich(en) voralternn Fürsten Zu Hessen
namen Vermög vnd Inhaldt eynes Alten
weißthumbs vnd wie d(er) Buchstab deselbig(en)
meldet vnd außweysett Jährlichs Zu bestimb
tenn dagen gehalden vnd darnach erkentt
wordenn .        Vnd wyr aber Nhomehr
von den Zenthgenossen solchs vnsers Zent
gerichtts Inn vnd(er)thenigkeitt ersucht vnd
berichttett worden, was gestaldt d(er) Ahngeret
altt weißthumb vff Pergament geschriebenn
ahn etzlich(en) örtten verblich(en) vnd schad(en) genomen
Auch Zubesorgen dz ehr mit d(er) Zeitt weitter
bresthafft werdenn ,   vnd dardorch so wol
vns als auch Inen vnd Iren Nachkomen
nachtheil vnd schade(n) Zuwachsen möcht, Mitt
vnd(er)theniger Pitt, Inen solch(en) Iren weishs=
thumb vnd herbrachtte Gerechtigkeitte
widderümb gedigklich(en) Zuerneweren, Zu=
confirmiren vnd Zubestettigenn  Auch Inen
darüber vnd(er) vnserem Fürstlich(en) Secret scheyn
vnd vhrkundt mitZutheylen .          Vnd
wyr dann befund(en) das es vmb den Vielange=
regtten Alten Weyshthumb also geschaff(en) Inn=
masßen vns vorbrachtt, Derselb auch vff
Pergament geschrieb(en), also von wortten Zue
wortten lauttett wie nachuolgett:      Item
[Auf die nächste Zeile weist links eine Hand mit  
ausgestrecktem Zeigefinger hin]   
Ditt ist das erste Anheben vnsers gnedigen
Lieben Hern von Hessen Sch(u)l(thei)s Zum
Lindes,   Wann He das Gerichtt bsetzett
vnd heegett, So thut He dann eyn Frag
Inn dz Gerichtt vnd ahn dj Zenttener
[II, 58r]  
Ob auch dye Zentt güth(er) Inn den rechtten
Hend(en) d(er) Zettener Nach alter gewon=
heitt vnd herkomen vnd lauffte des
Gerichts stehenn,  Vnd begerett dann da=
rübereyn rechtte Rüge Zuthun, bey Ayd(en)
vnd gelübden sie darüber meynem gne=
dig(en) Herrn gethon han .             Item
dit ist dj Gerechtigkeitt dj vnser Gne=
dig(er) Herr ahm selbig(en) seyner Gnadenn
Gerichtt Zum Lindes hatt:    Item alle
hoigste Busß(en) vnd Klageldt ist vnsers
Gnedig(en) Herren .           Item in eyner
Iglichenn hoigsten Buß han dj Schoff(en)
eyn Kleyne Buß .               Item gebeuth
d(er) Sch(u)l(thei)s von vnsers G. Herren weg(en)
das sich nyemands solle Zenttguts ge=
brauch(en), Es wehr \dann/ Das sie od(er) He, es
hetten von eynem Geschworne Zent=
tener, d(er) dz vnserm g(nedigen). Herren ver=
ginge vnd verstünde .                 Item
wan eyner Zu eynem Zenttguth Kom=
met, vnd das enthnimbtt, d(er) soll
sichs nit gebrauch(en) ehr hab es dann emp(?)/
fangenn mit ayd(en) vnd gelübd(en) vnß(er)m
G. Herren gtrew vnd holdt Zusein vnd
mit bestabtem Ayde Zu den helgen
geschworenn  Das stede vnd vest Zuhald(en)
So Nimbtt In dann d(er) Sch(u)l(thei)s von vnß(er)s
G. Herrn weg(en) vnd setzett In Inn dz
Gerichtte guth mit Holtz vnd Halmen
[auf die nächste Zeile weist wieder eine Hand mit Zeigefinger hin]   
vnd thutt darüber fride vnd Bann
dz In Niemands hind(er)n od(er) trangenn
solle, He thu es dann Inn den Vier
schirn als recht seij .         Item wann
solch Insatz also gescheh(en) ist, Eyn Iglich(er)
d(er) Zenttener werde, vnserm gnedig(en) 
[II, 59] 
Herren Fünff schilling Pfennig, Vnnd
den Schoffenn Fünff schilling schüldig
Item, wehr Zenthener guth \inhatt/ soll vnß(er)n
g(nedigen). Herren gehorsam sein als He mit  
eyden daZu verbund(en) ist , Als dick vnd
viel das noth geschichtt .              Item
stirbett eyn Zenttener vnd lest Söhne
Die sollen sich Ires Vatters Zenthtt
nicht gebrauch(en), sie haben es dann erst
vmb vnsern g. Herren mit ayd(en) vnnd
gelübden emptfang(en)  .  Das vhrkunth
dauon ist eyn Moß weins.       Item 
stirbett eyn Zenttener vnd leset eyn
ehliche hausfF(rau) Inn seynem Zentguth
sitzenn, die fraw mag sich deß gebrauch(en)
vff Irem withwhe stuhl dieweill sie
lebett:  Nimbtt sie aber eynen and(er)n
Mann . d(er) Mann muß Zustundt dz Zenth
güth mit ayd(en) vnd gelübt(en) vmb vnsern
g. Herren vnd dj Zenth emthpfang(en) . 
Item Stirbtt eyn Zennthner vnd lesett
Döchtter ,  Dweil dj Dochtter vhnuerand(er)t
bleybenn , soll man dj vhnbehind(er)t Inn
Ires Vatters Zenthgüth sitz(en) lasß(en):  Neme
sie aber Mann . Die Mann soll(en) dz guth
als vorgeschriben sthett mit Ayd(en) vnd Ge=
lobdtenn empfang(en) .            Item als
dicke als man eynen Insetzett  hatt 
vnser G. Herre Fünff schilling Pfennig
[auf die nächste Zeile weist wieder von links ein Zeichen hin]    
vnd dz Gerichtt Funff schillink Pfennige .
Item wher Zenthguth enthnimbtt vnd noch
nit Zentthener ist, Wann Im dan vnß(er)s
G. Herren Sch(u)l(thei)s gebeuth, Er soll sein Zent
guth mit Ayd(en) vnd Gelubdt(en) empfah(en), thut 
[II, 59r]  
ehr Das nitt, So ist He vnß(er)n Gnedig(en)
Herren mit d(er) hoigst(en) Buß verfallenn.
Item wann eyn Sch(u)l(thei)s vnsers Gnedig(en)
Herren d(em) Zenttgerichtt gebeuth Wehr
[vor der nächtsten Zeile wieder von links der Hinweis]  
dann vnsern g. Herren nit gehorsam
ist vnd auß Pleybtt, d(er) ist seyn gnad(en)
mit Fünff schillgen Pfenig(en) verfall(en) .
Item wen vnß(er) G. Herr mit solch(em) Zenth
guth belehnett , Ehr sey Edell od(er) vhn
edell   Pfaff od(er) Layhe , beheldt vnß(er)
G. Herr diese vorgeschriebene gerechtig=
keitt    Das wyr Zenttener Itztt In
leben sein also Inn gewonheitt hehr
brachtt han , vnd vor vns herbracht/
ist.              Item hatt vnser g. Herr
Inn diesen hernach geschriebenen
Zenttgüth(er)n  solche Gerechtig Keitt
Als Inn seyner g. eygenen Zenthgüth(er)n
Das dann dj Von Kintzenbach  Auch
von Graue Philipsen von Nassaw
Zu Lehen han, Vnd auch solch(er) Zenth
guth(er) Zuthunde han ,  Graue Philips
von Nassaw , Der Hern von Ahrn=
sPorgk ,  Die Kloster Jungfraw(en) von
Schiffenbergk ,  Die Chorhern   von
Wetzflar  ,     Jungkher VolPertt
von Schwalbach d(er) Alte , Jungker
CasPar Schlaun ,   Philips vo(n) Kintz(en)
bachChurtt von Kintz(en)bach , Richardt
von Kintzenbach.                         So
habenn Wyr Inen vnsern Zenth=
genossenn vnsers Zenthgerichts Zuw
[II, 60]  
Lindes vnd lieben getrewen, Ahnge=
regtenn Iren Alten Weißthumb,
wie d(er) von wortten Zu wortten
vorgeschrieben sthett vff Ir vnd(er)the=
nigs suchen vnd bitten, vnd dweils
dj nottorfft erford(er)tt , auch ahn sich
selbsten billich, hiermit vnd In crafft
dieses vnsers offenen Priefs confir=
mirt vnd bestettigtt : vernewern
confirmiren vnd bekrefftig(en) auch
denselb(en) wie von alters hehr komen
Doch vns ahn vnsern Fürstlich(en) hoich
vnd Obrigkeyth(en), Auch sunst(en) menig=
lich(en) ahn seynem recht(en) ohn schadenn
vnnd dz hinkunfftigk dj Ayde vnd
Pflichtt nicht mehr wie von Alters Zu
den Helgenn,  Sond(er)n Zu Gott vnd
seynem heylig(en) wortt Inhaldt heij=
liger Geschrifft gescheh(en) sollenn .  Inn
vrkünde hab(en) wyr vnser secret
Insigell vnden ahn Diesen vnsern
Brieff wissenttlich(en) lasß(en) hencken
Der gebenn Ist Zu MarPurgk Ahm
Fünff vnd Zwantzigst(en) Januarij
anno dm(domini) FunffZeh(en) hund(er)th SiebenZig
vnd Siebenn.
 
                       Johan Heintzenberg(er) ..
                            Cantzler [Schnörkel]   
 
Auscultirt vnnd gleichformigk mit dem
vhnuersertten  Original von Wortt(en) Zu
wortten gleichlaudent befund(en) bezeug(en)
wyr vnderschriebene 
                      Christopfell Crafft Schuldeis
                        in Sthuln(?) vnd Lindes, Landt
                        knecht Zu Giessenn [Schnörkel]  
                      JHoffman Pfarher zu
                           Lotzellind(en)  S et Inbht 
[II, 60r, und II, 61, sind leer.]   
[II, 61r. Auf dem ursprünglich gefalteten Blatt steht oben, knapp über der Mitte, kopfstehend:]
           Copia Des Zenttgerichts Brieffs
[Untere Hälfte, normal stehend:]
                Nota
        wen Elttern Kind(er), beij leb(en) etwaß
              vbergeb(en) mussens die Kind(er) mitt
              8 thornuiß(en) entfang(en)

               CoPia
            Cintbrieffs
 
[II, 42] [Aber wesentlich später als 1577 geschrieben.]
1577
                       In diesem Paquet befinden sich

1) die Original Centh Urkund vom Jahr 1577 auf
Pergament geschrieben mit anhangendem Siegel.
2) Sind von dieser Urkund und Ordnung 3 Copien an=
beij anliegend, als 2 infolio und eine in 4to geschrieben
und ein Copie vom uhralten Centh=Ordnungs brieff.
3) Ein beschwerungs Schreiben hochfürst(liche)r Rog(en) vom Schöffen Stuhl am hoch=
f. Rog(en) (1) darüber, daßdie Centhner beij denen Gerichtern
nicht in selbst Persohn, sondern durch Kinder oder Gesind sich Sistieren
(2) wem(wenn?) ein Centhner gruget wird oder gestrafft, sich der Straff
widersetzen und das fürstl. Intee[mit Schnörkel](?) beflißentlich(?) Vorenthalten.
(3) daß die jenigen Neue Centhner, so das Centh empfangen
sollen, deßweg(en) Zanken und haddern pp mit Bitten den Schöffen= 
Stuhl beij der Centhordnung Zu manuteniren um in Zukunfft 
fürt(liche) Intee[Wie oben] beßer wahr(en) Zukönn(en) und dieselben durch
execution darZu anZuhalten(anInhalten?).
                       in dorso dieserschrifft steth das Decret hierauf(?)
                        daß die (?)Schon(Ihre?) beamten den Schöffenstuhl hand
                        haben sollen.
4) Das CenthSchöffenaijd in 3plo(stlo?)[darüber ein gemalter Schnörkel] und steth auf deren Einem
die Worthe wie der fürstl. Schultheiß solches Gericht
högen soll.

[II, 42r ist leer. Die Seiten II, 43 bis 45, enthalten einen undatierten Brief:]
Durchleüchtigster Landgraf,
gnädigster Fürst und Herr.

Eüer Hochfürstl: durchl: geruhen
gnädigst Zu vernehmen, Was maßen
nach innhalt der Uhralten aufs Neue
in Ao. 1577. gnädigst confirmirten
Centhgerichts Ordnung bishero die ob-
servanz geweßen, daß derjenige, welcher
Centgüther Zu Lindes Kauffet und in
unser Centgericht aufgenommen
worden, einen Huldigungs Eijd ab=
legen und desfalls dem Zeitigen
Schultheiß des Centgerichts 13.alb. vor
seine Mühe Zahlen mußen; Wer
nun im Centgericht einmal auf-
genommen geweßen und den Eijd
abgeleget hat, der ist bißhero mit
[II, 43r]
Weiterm Eijd und erlegung derer Un/
Kosten verschonet worden, ob Er glei/ch?
hernach mehrere Centgüther sich ange/
schaffet hette;  Dermehlen aber wir/d
diese neuerung Unß zugemuthet,
daß , so oft jemand ein Centstücklan/
des sich anschaffet, eben so oft die ab/
legung des Huldigungs Eijds wieder/
hohlet, und die 13.alb. unKosten be/
Zahlet werden sollen.
(?)So nun Wohl durchleüchtigster Lan/d
graf, gnädigster Fürst und Herr! in
der Centgerichts ordnung §.11. entha/l
ten: a 8 del(?) man einen einsetze, hab/
das gericht 5. Schilling Pfennig.
So können doch solche Worte nicht dah/in?
verstanden werden, daß Einer so of/t
den Huldigungs Eijd ablegen und 13.a/lb.
Zahlen müße, so oft Er ein stück Cent/
guths an sich bringe.
dann es ist in §.12. gedachter Centgericht/s
[II, 44]          Hhld: 1.
Ordnung der vorherige §.11. deutlich
expliciret daß derjenige, der Centh-
guth entnimt, und noch nicht Centner
ist, sein Centguth mit Eijd und gelübten
empfangen solle, non enim exnno(?)
atq(ue) altero verbo, sed extoto contexta,
interpretatio Sumenda est.
       Harpe(?). vol. 5. Cons. Tnb(Inb?). 75. n. 381.
Folglich ist 2) derjenige welcher all-
schon Zum Centner gemacht worden,
und den Eijd bereits abgeleget hat,
Keines wegs Zweijmal, Vielweniger
toties quoties, den prästirten(?)
Eijd abzulegen verbunden, sondern
3) ermelter §.11. eoe(?) § Sequenti 12.
die interpretation erhalten muß,
daß, als dick man Einen einsetze,
der noch nicht Centner ist, derselbe
prästanda(prahtanda?) prästiren(prähtiren) müße;
Nam ea est natura plurium in ea-
dem Scriptura(?) positorum verborum,
ut unam ex.... dolarationem et(?)
[II, 44r]
restrictionem assumat(?).
      Cothmann V.3. Cons. 50. n. 30. et Seq/..
Welche interpretation auch 4) per /
observatiam bestärket wird, indem/
per tempus im memoriale kein/
einiges exempelum[das letzte e scheint gestr.] vorhanden,
daß Einer, der ab initiv facta(factä?) re/
ceptionis das juramentum hom/..
qii abgeleget hat, ex post iterata/
vice, vel toties quoties, gethanen/
Eijd hette ablegen müßen.
   Observatia enim subsecuta
   declarat legem präcedentem, om/
   nesq(ue) Inbium tollit
       Harpr. vol. 3. Cons. Tub(Inb?). 49.n 5be/..
Exilla inter pre tatio divitur vera,
qua sumitua à practica
       Nev. ad Ius Lub: quasl. pra/
          lim(?). 10. n. 4. et Seq..
in mehrerm batrnehs(??) 5) sonsten de/..
absuadam(?) et iniquum ...rnus er/
[II, 45]
folgen müste, daß Einer der 10. oder
20. Virtel Centhguths Successive
an sich erhandelte, auch toties
quoties den Eijd abZulegen und
so oft 13.alb Zu beZahlen schuldig wäre.
    cum tamen ejusmodi inter
    pretatio qua absurditatem vel
    miquitatem involoit semper sit
    evitunda
       Besold. p.r. Cons. 29. n. 22. et Seqq.
       Cravett. Cons. 18b. n. 14.
Solchem nach an Eüer Hochfürst: durchl.
Unser Unterthänigstes Bitten gelanget,
Höchst dieselbe in Hohen gnaden ge-
ruhen wollen, an dero nachgesezte?
Fürst. OberAmbt Zu Gießen den
gnädigsten befehl ergehen Zu laßen,
daß unserer Centgerichts Ordung
Keine andere interpretation, als
in §. 12. deütlich enthalten, ange=
dichtet, und Unß Keine neue onera
aufgebürdet, sondern Wir bey
[II, 45r]
der uhralten per tempus im me mo/
riale hergebrachten observanZ
in allen stücken gelaßen und ma/..
nuteniret mithin Unserm Centh/
gericht-Schultheiß die neue unß Zur/
last wachsende auflage intribirt/(?)
werden muße.  Worüber Hoc/h
fürst. gnädigster resolution/
(?)Vor uns in Inbmissesten(?) venera/
tion getrösten, und ersterben(erstreben?), as/(?)
   Durchleüchtigster Landgraf
    gnädigster Fürst Herr!
         Der Hochf. durchl.

            Unterthanigst gehorsamst/
        Burgemeister und Vorsteher/
        Nahmens der gemeind Zu
        Kleinn Lindes Hochfürstl.
        OberAmbts Gießen
[II, 46, war der Umschlag zu diesem Brief; nur auf Seite II, 46r, findet sich kopfstehend:]
Unterthänigste Vorstellung
   cum petito humillimo
         Unser
Burgemeister und Vorstehern, Nahmens
der gemeinde zu Klein Lindes
Hochfürstl. Ober Ambst Gießen
                 daß die in ao. 1577. gnädigts confirmirte
                 Cent gerichts Ordnung Vondem Cent-
                 Schultheiß nicht geändert= sondern beiZ(?)
                 dem Allehren(?) innhalt und der uhr-
                 alten obervantz dieselbe (?)verlasen=
                 mithin des falß... fürstl. gnädigster
                 Befehl an des fürstl. Oberambt Zu
                 Gießen abgeschicket werden muste. 
[Der Brief muß wesentlich später als 1577 entstanden sein.]

[I, 21r und die Seiten I, 22/23, beidseitig, sind leer. Danach folgen kleine Seiten. I, 24 ist nachdatiert mit 1578-1580:]
1578  [Zur besseren Übersicht folgen hier zuerst die Listen von 1578 bis 1588, anschließend sind die noch
erhaltenen Einträge aus dem Rügenbuch zu finden.]
[I, 24]

N° 5   Verzeichnus d(er) Jenig(en)
         So Inn das Zenth Gericht
         gegenn Lindes gehorigck

         Erstlich(en) Die vom Adell vnd
         Geistliche Person(en)             
VolPracht, Reinhardt, Chon=
radt, Johann, vnd Melcher
alle von Schwalbach.
Catharin Johanns von Schwalbach
des Eltern selige verlassne withw.
Göbhart Schlaun von Linda
Jorg von Horde Comitur
Zu Schiffenbergk
Aptt v
ndt Conuent(Convent) Zu Arnsporg
Dechand
vndt CaPittel des
Stiffts Wetzflar

[I, 24r:]
Namenn d(er) Schöff(en)
     A° 78.

Peter Heußer
Henich Gobell     
Caspar Lober

Hanns Schmidt
Peter Sawer
Chonradt Moller
Henrich Ebell
Just Bachmann
Christ Christian
Gerlach Sthöhr
Gerlach Mauß
Joist(en) Hermann

Jorg HePb           
Philips Schmidt
 

[= gestrichen]
[= gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
[= gestrichen]
[Mit anderer Tinte nachgetragen.] 
[Mit anderer Tinte nachgetragen.] 
FB Gießen, 1720a.
Lützellinden; siehe Liste der Centner.
Im FB Gießen nicht gefunden; kann nicht 2459 sein, da 1581 nicht mehr genannt.
Lindes; sein vmtl. Sohn Philips wird Schöffe, s. u.
Vmtl. Peter Sauer von Dutenhofen; siehe VGA und Stumpf.
FB Gießen, 2863.
FB Gießen, vmtl. 781; senior, # 22.01.1600.
Im FB Gießen nicht gefunden.
Lindes, identisch mit Crest Wenzell. 
FB Gießen, 4388; # 08.09.1597.
Im FB Gießen nicht gefunden.
Lindes.
Lindes; rückt für Joisten Herman nach.
Lindes; rückt für seinen höchstwahrscheinlichen Vater Philips nach.

[I, 25]
   
Bürg(er) Zu Giesßen
    Inn Diß Gericht ge
      hörigk    Ao . 78 .       

Martin Schofer   FBG,
Paul Bierawe withwhe   FBG,
Hans Anck   FBG,
Hench(en) Schecker Threude Schecker = gestr. FBG, ???
Milchior Dech   FBG,
Johannes Harttges   FBG,
Herman Kröcker   FBG,
Johann Seitz   FBG, 3691b; # 31.01.1583
Hans Dürschuch   FBG,
Johann Durschuch Jung(er)   FBG,
Peter vom Lindes   FBG, 2429; # 13.06.1584
Tunges Kempff   FBG, 2023; + 1597
Vincentz weisgerber   FBG, 4809
Baltzer Glade   FBG,
Adolff Meuerer   FBG,
CasPar Stohr   FBG, 4390; # 31.03.1597
Thonges Lobers withwhe   FBG,
Thobias Kramer d(er) Elter gestrichen FBG,
Johann Hildtman   FBG,
Peter Klotz  Renth(meiste)r   FBG, 624; # 03.03.1596
Johannes v. Buseckh   FBG
[I, 25r]    
Jorg Finck   FBG,
Henrich Kraffts withwhe   FBG,
Herman Holwegk   FBG,
Jorg Wormbser   FBG,
CasPar Schoffer   FBG,
Baltzer vom Sande   FBG,
SeyPPen Cuntz   FBG,
Lodwigk Lober   FBG,
Hans Bolandt   FBG,
Niclas Burgk   FBG,
Crist CasPars withwhe gestrichen FBG,
Hieronymüs Kangieß(er)   FBG,
Lodwigk von Buchseckh   FBG,
Jacob SPaniger   FBG,
Peter Deussingk   FBG,
Asmüs Klein   FBG, 2087; # 11.09.1597
CasPar Dech   FBG,
Paul Holweck   FBG,
Hans Gunthram   FBG,
Jenus Schupff   FBG,
Werner Hoffman   FBG,
Reinhards Elisabeth   FBG,
^Gerlach SeyPen withwhe gestrichen ^Hans von Holzhausen  FBG,
Hans Zaunschliffer gestr. 1580 Schöffe Nicht im FBG.
[I, 26]    
CasPar Schofer d(er) Elter   FBG,
Christ Glade   FBG,
Johann Kemerer gestrichen FBG,
Just Lober   FBG,
Werner Wrexs Bawschreyb(er)   FBG, 4988
Johann Döthwein   FBG,
Johann Sinthrams docht(er) gestrichen FBG,
Jorg weisen withwhe   FBG,
VolPrachtt Rinn   FBG,
Christ Schöfer   FBG,
Jorg Heuser gestrichen FBG,
Milchor Heuser   FBG,
CasPar Borgk   FBG,
Barba Echerin   FBG,
Thobias Kramer d(er) Jung(er)   FBG,
Gerlach Kemmerer   FBG,
Baltzer Mohr   FBG,
Theiß Reutters withwhe   FBG,
CasPar Jung gestrichen Nicht im FBG.
Paulus Eckell   FBG,
Fridrich Drapff   FBG,
Paul Roder   FBG,
Hans wagener   FBG,
Best Rusticker   FBG,
Hieronymüs Rusticker   FBG,
[I, 26r]    
Peter weißgerber gestrichen FBG,
Niclas Plock   FBG,
Lodwigk Gaub   FBG,
Baltzer Beck gestrichen FBG,
CasPar vom Sande gestrichen FBG,
Jorg Schneyder gestr./and. Schrift: Hat seine gerechtigkeit Herman Krocken versetzt   FBG,
Michael Glade   FBG,
Gerhard Kraß gestrichen FBG,
Endreß Gernands withwhe   FBG,
Jorg Stroschneyd(er)s Kind(er) vor münd(er)  gestr. FBG,
M. Michael wasemeister   FBG,
Jorg schmidt gestrichen FBG,
Baltzer von Loller   FBG,
Henrich Rußbach   FBG,
Wigel Hanns(Henns?)   FBG,
Lonhardt Schlegell gestrichen FBG,
  Zu Michells gericht    
Milchior LamPPes   FBG,
Johan Reinhardt                           FBG,
      Ao 79 Zu medtfast(en)    
Hanß von Holtzhausen gestrichen FBG,
Niclas leber   FBG,
Peter Zimmerman gestrichen FBG,
Michel Seijb gestrichen FBG
Paulus dech vorher bei Lindes FBG,
[I, 27]    
   Zu Michaelij de Ao p 79    
Henrich wermbser   FBG,
    Anno 1580 d(en) 28 Septembr.    
    Zu Michaelis gericht gehald(en)[= gestrichen]  
    Nauen Zenntner    
Jost wenßbennder   FBG.
Hanns Schneider                            FBG,
   Anno p 81 Zu mitfasten    
Her Johanneß Ruß                       FBG,
   gericht gehalt(en) mittwochen den 27  
  dag SePtember Anno p 81   l    
Caspar Schuzbar genant milchlingk   FBG,
Hanß lober     \Hauptmann Zu gißen   FBG,
Endreß Krocker   FBG,

[I, 27r, ist leer.] 
[I, 28]
      Zum Lindes       
Dauid(David) Stebes
Philips Schmidt
  [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Caspar Eckhard
  [später nachgetragen:]  Wittw
Jacob Zuse
Hench(en) Bier
Jacob Cauß
Hans Bintz
Jorg Hepp
        [gestrichen, da als Schöffe eingetragen, s.o.]
Henchin Steitzer
Jorg Trapp
Anthonus Zuse
Eberhardt Olenschleger
Hench(en) Schups witw:    
[nachgetragen]
--------------  ----------------  ----------
         Anno 79 Zu medtfasten
Josten Hanß
Paulus Desch
 [= gestrichen und in Gießen eingetragen.]
Christ
vndt Johannes Eckhardt  Anno 80
         zu mitfasten Anno 81
Abell Bintz

[I, 28r]
        Zu Lützellind(en)
Just Hofmann Pfarhr
Hench(en) Gobel
   [= gestrichen.] [Vermutlich gestrichen, da er Schöffe ist, siehe Schöffenliste.]
Adam \                     
[Der Nachname Beppeler gehört auch zu ihm.]
Peter  / Beppeler
Jacob Pommer
Gela Causen
Causen Ped(er)s Kind(er) vormünd(er)
  [= gestrichen.]
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
zu Letzenlind(en) ao 80
       Zu mitfasten ao 81
Enderß BePler

[I, 29]
      Zu Dudenhof(en)
Joh Pomer Pfarhr
Caspar Schmidtt

      Ao 79 Zu michahelii
gundrum seipb

       Allendorff
Johanns Luhe

[I, 29r]
       Munchholzhauß(en) mitfast(en) 81
Ostwalt Zuss

[I, 30 ist beidseitig leer; I, 31 folgt unten.]
[I, 31r ist leer; es folgt eine Seite I, 31 a, die nur auf der Rückseite beschrieben ist, siehe unten.]
[I, 32 ist leer. I, 33 gehört noch zu 1580 ist aber bis auf den einen Satz beidseitig leer, siehe unten.]
[I, 35 und I, 35 a, sind beidseitig leer. I, 36:]
1580                           No . 8   [Andere Tinte]
                    
Register der Jenigen so In
                       Das Centgericht Gehorig
Dermenis(?)       Sind vndt volgen mussen  p
                           Anfenglich Jar daußent
                            funnffhundt  AchtZig
                             vndt vier[= gestr.] P(ro) Michahelj[ =gestr.] Zu
                              mit fasten vnnd            [Die beiden letzten Zeilen ganz andere Schrift.]
                               Michaelis                     [Rest der Seite und Rückseite leer.]

[Die Seiten I, 42, 43 sind leer. I, 44:]
1581
                      No[= später nachgetragen.] [Mit Bleistift nachdatiert: 1581]
   Verzeichnus der Jenig(en) so In das Zent
   gericht gehorigk sein  p  
     Erstlichen die vom Adell vndt
       Geistlichen Personn   p
Volpracht Reinhart, Conradt, Johann vndt
milcher  
Alle von Schwalbach, Gebhart
Schlaun von Linda, 
[Jorg Die gestrichen] die Compter
von schieffenbergk, APt vndt Couent
zu Arnsporg   Dechant vndt Capitell
des Stiffs zu wezflar   p    vndt
Caspar Schuzbar gena(nn)t Milchlingk
Hauptmann zu Giesß(en)
[Die Rückseite ist leer]
[I, 45]
    Namen der Scheffen
          Ao  p  81            

°  Peter Heußer
x  Henchen Gebell   Zu Luzen Linden
  [= gestrichen]
°  Peter Sauer
°  Conrad Moller
°  Henrich Ebell
°  Just Bachmann
x  Crest Wenzell         
[= gestrichen]
°  Gerlach Stohr
°  gerlach Mauß
    Jorg Hepb
    Philips Schmidt
°  Hanß Zaunschliffer
    Johanneß Ruß         
[Die beiden letzten Namen sind nachgetragen.]
    Jacob Zu Zuß

[I, 45r]
   
 Burger Zu gieß(en) in diß Zent gericht
                          gehorigk  Anoo 81    e:                  

°
°
°
°
°
°
°
 
°
°
Not °       
°
°
°
°
°
°
Merten schefer
Paulus Bier Augen wittwe
Hanß Anck
Henchen Dreudte witwe
Milcher Desh
[= gestr.] Dech
Johanneß Hartgeß
Herman Kregker
Johan SeyZ
Hanß Durschuch
Johan Durschuch der Jung(er)
Peter vom Lindeß
Tungeß Kempff
VinCentz weysgerber
Balzer Gladte
Asolff Meurer
Caspar Stohr
Dongeß lebers wittwe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
 
[I, 46]      
°
°
x
 
 
 
 
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
°
Johan Hiltman
Peter Klotz
Rentmeister
Johanneß von Buseck
Jorg finck
                    Cunrat Schweizer (Schweiger?)
Henrich Craffts wittwe
Herman Holwegk
Jorg wermßer
Caspar schefer
Balzer vom Sandt
SeyPPen CunZ
lodtwig lober
Hanß Bolandt
Nicklaß Burgk
Hieronimus Kangißer
lodtwigk von Bußeck
Jacob SPaniger wihl
Peter deussingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Holwegk
Hans gundrum
 
 
[Bis zum "e" in
Buseck gestrichen.]
 
 
[Gestrichen und Name darüber eingefügt.]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[
SPaniger ist unter- oder gestrichen.]
 
[I, 46r]      
°
°
°
°
°
°
°
x
°
°
°
No
°
°
°
 
 
 
°
°
Janus Schup
wernner Hoffman
Reynhardt Elisabet 
x
Hanß von Holzhauß(en)
Caspar Schefer der Elter
Crist gladte
Just Lober
wernner werxs
bauschreyber
Johan dietwein
Jorg weyß(en) wittwe
volPrach Rin
Crist scheffer witwe
modo der Kinder
Milcher Heußer
             \Erster ehe.
Caspar burck
Barbara Echerin
Dobias Kramer der Jung(er)
balzer Mohr
Deyß Reutters wittwe
Paulus Eckell
Friedrich Drapff
 
 
 
 
 
 
 
[1. Versuch gestr.
werxs darüber geschr.]
 
 
 
[Links:]
No defern vnnd danmit
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[I, 47]      
°
°
°
°
°
°
°
°
 
°
°
°
°
 
°
°
°
Paulus Roder
Hanß wagener
Best Rußeckert
Hieronimus Rußeckert
Nicklas Plock
ludtwig gaub
Jorg Schneyder
Not hat seine gerechtigkeit "
Michel gladte                     
"Herman Kregken "
Enderß gernants witt
Kinder,       "versetZt, 
M Michel wasenmeister
Balzer von loller
weygell Hanß
Henrich Rußbach
milcher lampbeß
Johan Reinhardt
Nicklas löber
Paulus Dech
 
 
[
eckert ist gestrichen.]
[gestrichen]
 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
[gestrichen]
 
[I, 47r]      
°
°
 
°
 
 
 
°
°
 
Henrich wormser
Jost weyßbender
Hanß schneider
Johanneß Rueckert
Caspar schuzbahr genant Milchelingk
                                
HauPtman zu gieß(en)
Hanß lober
Enderß Kracker
Johann Runckell,
Ebert Rohn(Bohn?)
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 

[I, 48:]


x



x




oß walt Zuß



No:
hat verkauft

            /
jw: -
          \
    Zum Lindes            
Dauidt stebeß              
Caspar eckharts wittwe    
Jacob Zuß Kau(s)ß wittwe    
    Abel Bintz
Hanß BinZ
Henchen steijzer     
Henchen Bier Aug
Jacob Kauß Zus        
Jorg Drapb
Antohnius Zuß
Henchen Schupbs wittwe 
wont zu Holz=
Josten Hanß                        
 \ =hausen
Crist Eckhart
Johannes Peter     
Abell Bintz         
Eberhart Olenschleger
                                 Caspar Moller
d(er) Jung(e) Christ
     
Petters Johannes dunges witwe
Petters Endres
Johannes gebell
Johannes windenradt
  
[= gestrichen]
[= gestrichen]
[Zuerst
"Zuß" gestrichen, später alles gestrichen und am Rand:]   Abel Bintz
 
[= gestrichen.]
 
[Zuerst "Kauß" gestrichen, später alles gestrichen, da er Schöffe wird.]
 

[Der später links eingefügte Zusatz und der rechte Nachtrag sind gestr.;
                              der Name eher unterstrichen.]
 
[= gestrichen]
[Eher unter- als gestrichen.] [No:"hat verkauft" gehört zu ihm.]
[Es sieht aus, als sei "
Olen" später eingefügt.]
[Später eingefügt.]
[gestrichen] [Könnte auch lauten:
d(es) Jung(en) Christ]
["
witwe" ist später nachgetragen.]
 
[Andere Schrift]
[Dritte Schrift]

[I, 48r]
     Zu luzenlind(en)    
Jost Hoffmann Pfarher   
[= gestrichen]
Adam  \                  
[Nachname durch Klammer für beide gültig. Adam ist später gestrichen.]
Peter   /  Bepbler
Jacob Pomer
Gela Caußen
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
Enderß bePler
      [= gestrichen.]
Merten Heijertdt   
 [Vor dem Namen: Nota. Die beiden letzten Namen sind später nachgetragen.]
Deyß Kauß

_____________________
       großenlind(en)  [Ort und Name später nachgetragen.]
Hench windter

[I, 49]
  
  Zu Dudenhoffen
Johan Pomer             [= gestrichen]
Caspar Schmidt
Gendrum SeyPb
      [= gestrichen]

________________________
       Alendorff
Johannes Luhe

____________________
     Heuchelhaim
Elias Mandler

[I, 49r]
       MunchHoltzhauß(en)  [Später gestrichen] 
Ostwalt Zuß                     [= gestrichen.]

       Zu Leidgestern     [Ort und Namen später nachgetragen.]
x^   Petter Johannes Petter
        CasPar wehl
     [Dick gestrichen]
        CasPar vlrich      [Dick gestrichen]
        Petter Hans        [Dick gestrichen]
[Die drei letzten Namen sind so dick gestrichen, daß die obigen Angaben nicht ganz sicher sind.]
[I, 50:]
1582
         Ao 82 /
 Nawe Zinttenner
Enders Kracker           innswein(?)  [Die ganze Zeile ist gestrichen.]
[I, 51, ist beidseitig leer.]

[ca. 1583/1584]
[I, 37] [Diese und die folgenden Seiten sind undatiert, im Buch I aber hinter der Seite I, 36, gebunden.
Beim Vergleich der Eintragungen ergibt sich aber eindeutig, daß sie später als die Listen von 1581
und vor den Listen von 1585 entstanden sein müssen. Es kann davon ausgegangen werden, daß
diese Listen um 1583 entstanden sind. Nach dem Text von Seite I, 36, könnten sie auch 1584
entstanden sein, allerdings ist das Wort
"vier" gestrichen.]
    Volgenn Die Geystl(ic)hen vndt weltl(ichen)
      Personen von Adell  p      
Caspar Schutzbar genannt Milchling Hauptmann
                                          Zu Gießenn  p
Volpert, Reinhardt, Conradt, Johann, Milcher
Alle von Schwalbach,  p
Gebehart Schlaun von Linda 
p
Compter Zu schieffenbergk  p
Apt vndt Couentt Zu Arnspurgk  p
Dechandt vndt Capitel Des Stifts wezflar p

[I, 37r]
Namen der scheffen des Centgerichts  p
Peter Heusser
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohor
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips Schmidt
Hanß Zaunschlieffer 
Johannes Ruß 
Jacob Zuß

[I, 38]                                                                             [I, 38r]
Die Zentgenuß(en) die Burger Zu giesß(en)                            Giesß(en)      

Merten Schefer
Paulus Bieraug(en) w:
Hanß Anck
Henchen Dreutten w:
Melcher Dech
Johannes Hartgenn
Herman Kröcker
Johann seijtz
Hanß Durschuch
Hanß Johan Durschuch Junior
Dongeß Kempff
vientzens weysgerber
Baltzer Gladt
Adtloff Meuerer
Caspar Stohr
Donges Lobers w:
 


 
 
 
 
 
[gestrichen]
[
Hans = gestr.]
  Johan Hiltmann
Peter Klotz
Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wormser
Caspar schefer,
Balzer vom Sandt
Seijpbenn Cuntz,
Löber Ludtwig Löber
Hanß Bolandt
Nicklas Löber
Hieronimus Kangiesser
Ludtwig v Buseck
Jacob  / wihll
Peter Deußingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Hölweck
Hanß gundrum
Nicklas Burck







[1.
Löber gestr.]
[gestrichen]
[gestrichen]

                       
 

[I, 39]
       Giesßenn   p         

Janus Schupb
werner Hoffman
Reinharts Elßbettin
Cunradt Schweitz(er)
Milcher Heußer
Hanß von Holzhauß(en)
Caspar Schefer der Elter
Crest gladt,
Jost Lober
Johan Dietweins wittwe
Jorg weyßen w:
Volpert Rinn
Crest schefer
Kinder vormuntter erster ehe
Milcher Heußer
Caspar Burck
Barbara Gerlachs Ebels s. wi
Paulus Eckel
Friederich Drapb
veltenn Holzenhayers \Stiff/ son Herman
  
ist gerlach Armprester vormuntter




[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[Das Unterstrichne ist gestr.]
 

[I, 39r]
    
      Giesßenn   p     

Paulus Roder
Hanß wagener
Best Ruß
Nicklas Block
Ludtwig Gaupb
Herman Krocker
Michel gladt
Meijster Michels s. w
Balzer von Loller
Hans Rumffener
Henrich Rußbach    
l
Johan Reinhardt     
l
Nicklas Löber           
l
Paulus Dech             
   Class Breuer
Henrich wormser    
l      Closs Breuer
Jost weißbender     
l      Hanß Eckell
Enders Krogker      
l
Johan Runckel        
l
Ebert Böhm Ebert Bohm
gerlach Kemerer
Gerlach K(e)mmerer

 
 
 
 
[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
 
[Ab hier ist hinter den ersten
Namen eine geschwungene
Linie gezogen.]
[Zweiter Name gestrichen.]
 
 
 
 
[Die ganze Zeile ist gestrichen.]
[gestrichen]
[Links vor dem Namen:]
fto(?)
 

[I, 40:]
           Zum Lindes         

°
°
°
°
°
°
°
° Peters
°
°
°
°
°
°
Abell Bintz
Hanß Bintz
Henchen Bieraug
Jorg Drapff
Antonius Zuß
Josten Hanß
Crest Eckert
Ebert Ohlenschleger
Peters Johannes Donges w:
Peters Enderß   Peters Enderß
Johannes gebell
Johannes windenradt
Johannes winderodt
Caspar Moller
[Vor den Namen befindet sich ein dicker Punkt.]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[
Ohlenschleger später gestrichen; Peters davor gesetzt: Peters Ebert]
 
[Namenswiederholung später; dann ganze Zeile ist gestrichen.]
 
 
[gestrichen]

[I, 40r]
     Zu LutzenLinden     
Peter Bepbler
Jacob Pommer
Gela Kausen
Jacobs Jacob
Caspar Kauß
Merten Heijrtt
Deyß Kauß
Milcher Gebbell

 ________________________
    großenlind(en)
Hench Wintter

[I, 41]
    Zu Duddenhoffen        
Caspar Schmidt
_____________________
       
Aldorff
Johannes Lohe
Gerhardtn Crest

_____________________
      
Heuchelhaim
Elias Mandeler, 

[I, 41r]
      
Zu Leijgesternn         
Peters Johannes Peter
Caspar wehll
    [= gestrichen.]
Caspar Vlrich
   [= gestrichen.]
Peter Hanßs
    [= gestrichen.]
Peters Enderß
      [= nachgetragen] 

1585
[I, 52]
Centerregister Im Gericht zum Lindeß
de Anno p 85 Anfenglich In der fastenn  p
die Zentener vndt Personn vffs Neue
Ingeschriebenn wie volgett  p
          No . 10 .     [Später eingefügt.]

[I, 52r]
Volgenn die Geystlichenn vndt weltlichen
    
Personn vom Adell   p
Caspar Schuzbar genant Milchling, Hauptmann
                           
Zu Gießen   c
x Volpert, x Reijnhardt, Conradt  Johannß
vndt Milcher   Alle von Schwalbach  p
Geberhart Schlaun von Linda.
Compter zu schieffenbergk  p
Apt vndt Couent zu Arnspurgk
Dechandt vndt Capitell des stiffts
zu Wezflar  p.

[I, 53]
Namenn der scheffen

x Peter Heußer
x Peter Sauer
x Conradt Ferber 
x Henrich Ebell
x Jost Bachman
x Gerlach Stohr
x Gerlach Mauß
. Jorg Heb
. Philips Schmidt
x Hanß Zaunschlieffer
x Johanneß Ruß
. Jacob Zuß                      

[I, 53r][Ohne Überschrift; Centner aus Gießen:]                [I, 54]

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Martin Schefer
Paulus bier Auge(en) w
Hanß Anck
Hench(en) Dreutt(en) w:
Milcher Dech
Johannes Hartgenn
Herman Kröcker
Johan Seijtz
Johan Durschuch
Dongeß Kempff
vinZens weijsgerber
Balzer Gladt
Adtloff Meuerer
Caspar Stohr
Dongeß lobers w
Gratzen(?) Joist(en) witwe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[nachgetragen]
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Johan Hiltman
Peter Klotz Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wermser
Caspar Schefer
Balzer v. Zandt
SeijPben Cunz
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
ludtwig v. Bußeck
Jacob wehl w.
Peter Deußingk
Aßmuß Klein
Caspar Dech
Paulus Höhlwegk
Hanß gündrum
Nicklas Burck
Nicklaus Plock
[gestrichen]        
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[nachgetragen]
[I, 54r]          
x
x

x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Na
x
x
Janas schupb
wernner Hoffman
Reinharts Elßbett
Conradt Schweijtzer
Hanß v. Holzhauß(en)
Caspar scheffer der Elter
Crest gladt
Jost lober
Johan Ditweins w:
Jorg weynser weijß(en) w:
VolPert Rin
Crest schefers
Kindter vormunter Hanß
Melcher Heußer               \wagener 
"
Caspar Burck
Barbara Gerlachs Ebels wittw:
Paulus Eckell
Friedrich Drapff
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
 
[
weynser = gestr.]
 
 
 

[gestrichen]














Na
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johan vol "
      [Links eingefügt und
Pert Rin
vnnd              \gestrichen]
milhior(?)
vnd(er) hand(en)
 
[I, 55]          
x

Nota
 
 
# asmus Klein vnd x
ludtWigk gaub
 
Jorg Böhnaw

Peter Ebel
Als vormuntter Adam
                 \ Schedtels Kinder weg(en) Bolandt s.

Balzer gaub #  v Jungker Reinharts weg(en)
                                                 gelendte  p
 

[Der Zusatz ist gestrichen.]
[Bei dieser Liste ist im
Original vieles ganz klein
eingefügt; zum besseren
Verständnis hier vergrößert
dargestellt.]
x
 
x
 x
---Nota    
x
Friedrich gindrum von wernner wirxen
                                              \ Sohns gelendte  
p
Henrich Bußeck
Jost Crafft
Cloß Breuer   \
diese beijden[= gestr.] sollens
Hanß Eckell   /
vff michaelj ent fang(en)
 
Joist heß
Henrich mangell
Adam Ebel
vo(n) Hans Hermans
 
 
 
 
[Beide Namen vor der
Klammer sind gestrichen.]
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 

[I, 56]                                                                                                       [I, 56r]
             Zum Lindeß                                                                            Zu luzenLind(en)                  

x Abel Bintz x Peter Bepbler
x Hench(en) Bieraug 1/2 morg: Jacob Pommer  sein Landt gibt kein Zehnnen
x Jorg Drapff   mus bericht geb(en) was er
                            von Joist Hessen fraw erkauftt
x Gela Causenn
x Antonius Zuß 1/2 morg: Jacobs Jacob,    sein Landt gibt kein Zehnnen
x Josten Hanß x Caspar Kauß
x Crest Eckehart 1/2 morg: Merten Haijrtt    sein Landt gibt kein Zehn(nen)
x Peters Ebert x Deijß Kauß
x Peters Johannes donges w. x Milcher Gebell
x Johanneß gebell   Hans bintz           [nachgetragen]
x Johannes windenradt    
x Caspar Möller    
x wil hens wil Jungker Jorg Weitershauß Hoffmann
                 wegen des Jungkern geländte
  _________________________________
            Großenlind(en)
x Jacob Zus                  [ab hier nachgetragen; zuerst die x Henri(c)h wintter
x PhiliPs Schmidt              drei, sonst in den Listen zu Lindes   Guts milcher           [nachgetragen]
x George HeP                     nicht genannten Schöffen.]    
x Johannes Eckhardt    

[I, 57]                                                                                                        [I, 56r]
             
 Zu dudenhoffen                                                                 Zu leygestern                

x Caspar Schmidt    vngehorsam[= gestrichen] x Peter Johannes Peter
    x Peters Enderß
             Aldorff    
x Johanneß löhe    
x Gerharts Crest    
          Heuchelhaim    
  Elias Mandeler    vngehorsam    
  Jacobs Johann, mus der Izigers des   
  
HauPtmans Hoiffman bericht geb(en)                   
   
No Caspar Flett des HauPtmanns
Hoiff mus zu Michaelis Cinttennir
  wertt:
   

[I, 58, 59 sind leer. I, 60]
1586
            Centgericht Zum lindtes
            vndt Register de   Anno p 86
            gehalten in der fasten   p
                   No . 11                    [Später nachgetragen. Der Rest der Seite ist Leer.]
[I, 60r]
Vogen die geistl(ic)hen vndt
weltl(ic)hen Personn vom Adtel
Caspar schutzbar genant Milchlingk
                         Hauptman Zu giesß(en)
Volpert  Reinhart, Conradt, Johan
vndt Mil(c)her von schwalbach,
Geberhart Schlaun von lind(en),
Compter Zu schieffenbergk,
Apdt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechandt, vndt Capitell des Stiffs
Zu wzflar

[I, 61]
    Namen der Scheffen
Peter Heußer
Peter Sauer
Conradt Ferber
Henrich Ebell
Jost Bachman
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Heb
Philips schmidt
Hanß Zaunschlieffer
Johannes Ruß
Jacob Zuß

[I, 61r]                                                                              [I, 62]

Martin schefer
Paulus bieraug(en) w:
Hanß Anck
Henchen Dreudt(en) w:
Melcher Dech
Johannes Hartgen
Herman Krocker
Johan seijtZ
Johan Durschuch
dongeß Kempff
vinZen weißgerber
Balzer gladt
Adtloff Meuerer
Caspar schtohr
dongeß lobers w
graZen Josten w:
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]
Peter Klotz Rentmeister
Jorg Finck
Jorg wermßer
Caspar schefer
balzer v. Zandt
seijpben CunZ
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
ludtwig von Bußeck
Jacob wehln w
Peter deußingk
Aßmus Klein
Caspar dech
Paulus Holwegk wittwe
[vor obigem Namen:] modo
Marx Heß
Hanß gu(n)drum
Nicklas Burgk
Nicklas Plock
[gestrichen]             
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[I, 62r]   [I, 63]  
Januß schupb
wernner Hoffman
Conradt schweizer
Hanß von Holzhauß(en) w:
Caspar schefer der Elter
Eb
[= gestr.] Crest gladt
Jost lober
Johan ditweins w.
Jorg weijßen w.
Volpert Rin
Crest scheffer
Kindter vormunttr"
                       " Hanß wagener
Milcher Heußer,
Caspar Burck
Paulus Eckell
Friedrch Drapff wi
 
 
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]

[alles gestrichen]
 
 
 
 
[
wi = nachgetragen]
Paulus Radter
Hanß wagener
ludtwig gaupb
Michel gladt
Balzer v. loller
Hanß Rumpfener
Henrich Rußbach
Johan Reinhardt
Nicklas lober
Paulus dech
Henrich wermser
Enders Krocker
Johan Runckell
Gerlach Kemmerer
 

[I, 63r]
Jorg Bonaw
Peter Ebel
vormuntter Adam
                         Schedtels
Kinder weg(en)   [alles gestrichen]
Balzer gaub   \
Aßmus Klein   --- 
von Reinharts von
ludtwig gaub  /     schwalbachs
weg(en)
Friedrch gindtrum
wegen wernner
                                            werxen Sohns
Henrh Buseck
Jost Crafft
Adam Ebel
von Hanß Herman weg(en).
Caspar fledt 
Des Hauptmans Hoff "
Nota Caspar \                                  "mann
          Jorg     / gundrum
hat ir stiffvatter
                           Paulus holwegk
ires
                    vatters gutter vber geben
                         
 ist Nicklas Lober vndt
                           Reinhart Kramer
                          
vormuntter
[I, 64]
Johan Hargeß
Eberdt breuer
Reinhart Staudenherauß
Johan Kemmerer Jorg schmidt
Als
 
vormuntter Caspar dechen s sohn
  Caspar
vndt Hanß,
Jorg schneider
Marx Heß  
Na: C 587     [ab hier später nachgetragen]
das KaPPiettel Zu wezlar      [dick gestrichen]
Dingeß Findt
Balzer Becker                  
[gestrichen]
Adam Heußer
Cristoffell Crafft
Lenhart wiederholt
Jorg gundtrum

[I, 64r, und I, 65, beidseitig leer.]
[I, 66]                                                                                 [I, 66r]

       Zum Lindeß                                                                    Zu luZenllind(en)

Abell BinZ
Henchen Bieraug
Jorg Drapff
Antonius Zuß
Josten Hanß
Josten Hanß
Crest Eckhart
Peters Ebert
Ennderß(Einderß?)
Peters Johannes Donges w:
Johannes gebell
Johannes windenrath
Caspar Moller
wilhens wihl
Jungker Jorg weiders Hoff..
Johannes Eckhart            wittw     man
Hench Mangelt Hoffrichter
Mil(c)her Bierauge
 
 
 
[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
[nachg. Zusatz gestr.]
 
 
[gestrichen]
 
[wittw gehört hierher]
[Der Name ist gestr.]
Peter Bepler
Jacob Pommer
Gela Causen
Jacobs Jacob
Caspar Cauß
Merten Heijert
Deyß Kaußen w
Melher gebell
Hanß Binz
 
_________________________
    
großenlin(den)
Henrich wintter
guts Milher
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[I, 67]
   
[I 67r]
 
     dudenhoff(en)
Caspar schmidt
______________________________
     Alndorff
Johannes lohe
Gerharts Crest

______________________________
    Heuchelhaim
Elias Mandeler
______________________________
   leijgestern
Peters Johannes Peter
Peters Enderß

Petter wagenner  C 587 Na.(?)
         Kirchgunß
   It(em)
Her Merten weijtzel Pfarher Zu Kirchguns
 

[I, 68, und I, 69, sind beidseits leer. I, 70:]
Register Des Zent zum
Lindeß vndt Zentgenus
Anfenglich Zu mitfast(en)
     De Anno p 88  C
        No. 12                        [nachträglich]
[I, 70r]
   Volgenn die Geijstlichen 
   vndt weltlichen Personn
          vom Adell  p
Caspar schuZbar genant Milchlingk
     Hauptman Zu Giessen    p
Volpert . Reinhart . Conradt . Johan vndt
Milchior   
Alle von schwalbach  p
Gebert Schlaun von linda
p
Compter Zu schieffenbergk  p
Apbt vndt Conuent Zu Arnspurgk
Dechant vndt Capitell vnßer lieb(en)
  Frauen Stiefft Zu wezflar p
[I, 71]
       Namen der Scheffen
Peter Heuser
Peter Sauer
Conradt Ferber            
[gestrichen]
Henrich Ebell
Jost Bachmann
Gerlach Stohr
Gerlach Mauß
Jorg Hepb
Philips schmidt
Hanß Zaunschleffer 
 [gestrichen]
Johanne Ruß
Jacob Zuß
VolPracht Rin,           
 [nachgetragen]
Hanß Dorschuch,       
[nachgetragen]

[I, 71r]                                                                                [I, 72]

Merten schefer
Paulus bier Aug(en) w:
Hansß Anck
Melchior Dech
Johannes Hartgenn
Herman Krocker
Johan seijtz
Johann Durrschuch
Dongeß Kempff
vintZens weijsgerber
+ Balzer gladt
      Balzer gladen witw
Adtloff Meuerer
Donges lobers w:
+ Gratzen Josten w.
Jorg Finck
Jorg wormser
Caspar schefer
Balzer vom Sandt,
Seijben Cuntz
Conradt Ferberß witwe
Hanß Zaunschliffers wit:
 
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
[gestrichen]
[dazwischen nachgetragen]
 
 
[ganz dünn gestrichen]
 
 
 
 
 
[nachgetragen, die Männer
waren Schöffen]
ludtwig lober
Hieronimus Kangießer
Ludtwig von Bußeck
Jacob wöhln w.
Peter Deußing w.
Aßmuß Klein
Hanß gundrum
Nicklas Burgk w.
Nicklas Plock
Janus Schupb
wernner Hoffmann
Conradt schweytzer,
Hanß von Holzhauß(en) w.
Crest schefer der Elter
Crest gladt
Jost lobers wit
Johann Dietweis w.
volpert Rin
Milcher Heußer
Caspar Burck
Paulus Eckell
Friederch Drapb w.
Hanß von Dreidorff \
Ao 92
Niclauß Hamell       /
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
 
 

[gestrichen]
 
[
s wit = nachgetragen]
 
[gestrichen; Schöffe]
 
 
 
[gestrichen]
[nachgetragen]
[nachgetragen; gestrichen]
[I, 72r]   [I, 73]  
Paulus Radter
Hanß wagener
Ludtwig gaupb
Michell gladt
Balzer v(on) Loller
Hanß Rumpfener
Henrich Rußbach
Johan Reinhart
Nicklas Löber
Pauluß Dech wit:
Henrich wormser
Enders Kröcker
Johan Runckell
Gerlach Kemmerer w
Jorg Bönaw
Balzer gaupb \
Aßmuß Klein  - Reinharts von
ludtwigk gaupb/    schwalbach
Henrh Buseck
Melchior Lober    \          
Ao 91
Peter Bechdoldt / 
vf Michaelj
Hanß Ferber      \
Curdt Ferber       -   
ao 92
Ludwigk Ferber /
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[
wit: = nachgetragen]
[gestrichen]
 
 
[
w = nachgetragen]
 
[gestrichen]
[gestrichen]
Hoffleut
[gestrichen]
Inkommen,
 
 
[gestrichen] [Cundt Ferber]
Henrich Buseck
Jost Crafft
Adam Ebell
weg(en) Hanß Herman
Caspar Fledt   
des H. Hauptmans
Jorg gundrum
Johan Harges
Reinhart Staudenrauß
Johan Kemmerer \ caspar Dechen
Jorg schmidt         /  caspars vndt
Jorg Schneider
Dingeß Findt
Becker
[=gestr.] Balzer Becker
Adam Heußer
Cristoffell Crafft schuktheiß
Lenhart wiederholt 
p
Adam Ebell Zur sohn
balzer weyß(er)bender
Balzer Dudenhoff(en)
Hanß wentzell
Johanch(en) Lober
Josten Lober
Best Rues
 
 
mönchs   [gestrichen]
Hoffman, [gstrichen]

[gestrichen]
 
s sohns
Hanß(en)
 
 
[alles gestrichen]

[gestrichen]
 
[nachgetragen, gestrichen]
[nachgetragen][
er = gest.] 
[nachgetragen]
[nachgetragen]
[Die beiden Namen sind
ineinander geschrieben.]
[nachgetragen]
[I, 73r]  
     De Anno p 88 Zu michaheli
Johanneß Schlepb
Jost weijß
Ebert selzer                                                                                                 / stahl
Caspar Schefer Hanß
[im Rand li] Caspar schefer Hanß vndt velten sein
Johanch(en) Harges w                                                                     \ Eydam
Crest Buseck
Marx Heß
Nicklas wiehl
Peter wiihl
Not Adam ebel Zur Sonn,
         
vndt deiß schefer sollen es entfang(en) 
                             
wellens nit thun ist ein gebot 
                                            
Anlegett  p
Nota weil velten Holschenhayger es
     
habs bey Peter KloZen Rentmeister
      
Entfang(en)
Deijß Schefer
Cosp Becker
Volttin Holschenhawer,
Valttin Staell
           
Ao p  90 New In kommen
Gerlach Hirtz
Hanß Mulich
Joist Kunckell
Peter Ebell              \
Jorge Schaffener  /   
Ao p 91 Inkommen Zu
                                                   mit fast(en)
 
 

[gestrichen, eher unterstrichen]
[alles gestrichen]
[gestrichen]

 
 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]
[gestrichen]
 
[gestrichen]
[I, 74]   [I, 74r]  
          Zum Lindeß
Abell Bintz
Henchen Bier Aug
Jorg Drapb
Antonius Zuß
Josten Hanß
Crest Eckhart
Peters Ebert
Peters Johannes Donges w:
Johannes gebell
Caspar Moller
wilhens wiehl
des Junkhern Hoffman
Johannes Eckhart
Henrh Mangel
Milher Bier Aug
Johanch(en) Eckhart
Milchior Eckhart
Milchior will
weitershausen Hoffmann
           Ao C 91 vf Michaelj
Jorg Kause
Ao C 92 vf mitfast(en)
          An kommen  /
 

[gestrichen]
 
[gestrichen]
 
 
 
 
 
[gestrichen]

[gestrichen]
 
 
[nachgetragen]
[nachgetragen]
[nachgetragen]
 
[nachgetragen]
[I, 74r]   [I, 75]  
     Luzenlind(en)
    Peter Bepbler
    Jacob Pommer
+ Gela Causin
    Jacobs Jacob
    Caspar Kauß
    Milchior Gebell
    Hanß Bintz wit.
    dongiß Volck      
Ao C 92

      Grossenlind(en)
Henrh wintter
guts Milcher

       dudenhouen
Caspar Schmidt

 
 
 
[gestrichen]
 
 
 
[gestrichen]
Ankommen

 
[gestrichen]
[gestrichen]

     Alndorff
Johannes löhe
Gerharts Crest

      Heuchelhaim
Elias Mandteler
Jacob seijPb

     Leijgestern
Peters Johannes Peter
Peters Enderß
Peter wagener

     Kirchguns
Her Merten weijtZel Pfarher Zu
           Kirchgunß

 
 
 

 
[gestrichen]
[nachgetragen, gestrichen]

 
[gestrichen]
 
[gestrichen]

 
[gestrichen]
[unterstrichen]

Die Seiten I, 75r, I, 76, und I, 77, jeweils beidseits, sind leer.]
[Es folgt hier, zur besseren Übersicht, eine Zusammenstellung der Listen der Schöffen und der
Centner aus den Dörfern von 1578 bis 1588. Diese Tabelle ist in den Akten nicht enthalten!
Dabei wird, vor allem in den Linneser Listen, ganz deutlich, daß die Liste von angeblich 1580 falsch eingebunden worden ist.
Sie gehört eindeutig nach 1581 und vor 1685, also etwa in 1583/1584.
Außer in der Liste von 1585 sind die Schöffen aus Linnes nicht in den Ortslisten genannt; hier zur besseren Übersicht aber 
mit eingetragen mit dem Zusatz "S" für "Schöffenliste".
Ich gehe davon aus, daß es sich bei dem durchgängig genannten Schöffen Peter Sauer um den Einwohner von Dutenhofen handelt, der auch
in dieser Zeit im Vogteigerichtsbuch Allendorf vielfach genannt wird. Im FB Gießen gibt es einige "Sauer", aber keinen "Peter".
Einige Namen konnte ich nicht sicher entziffern.
Die Centner, deren Namen in den Listen gestrichenen [g] wurden, sind während der Gültigkeitsdauer der Liste verstorben,
oder, wie z. B. Philips Schmidt und Jorg Hepp in 1578, zu Schöffen gewählt worden. Manchmal ist auch ein "w" oder Wwe" oder "Witt"
nachgetragen. Manche sind auch, wie z. B. der in der Liste von ca. 1583/1584 genannte "Peters Enderß" aus Linnes weggezogen.
Er erscheint noch in gleicher Liste dann in Leihgestern. Es wird auch Centner gegeben haben, die ihren Besitz im Centbann verkauft haben,
da sie zu weit weg wohnten, um ihn selbst zu bewirtschaften.
Es kann sicher davon ausgegangen werden, daß die in Nachbarorten genannten Centner entweder aus Linnes (oder Gießen, was eher
unwahrscheinlich ist) stammen, oder durch Heirat einer Frau aus Linnes oder Gießen zu Besitz im Centbann kamen und dadurch Centner wurden.
Etwas verwirrend ist die relativ hohe Zahl der Centner aus Lützellinden. Zu Kirchenbuchzeiten, ab 1652, bestehen eindeutig wesentlich
mehr familiäre Beziehungen von Linnes nach Heuchelheim, eher wenig nach Lützellinden. Wenn die Genannten durch Heirat mit Frauen
aus Linnes zu ihrem Centbesitz gekommen sind, muß es in dieser Zeit umgekehrt gewesen sein.
Mir ist nicht bekannt, daß etwa ein Teil der Lützellindener Gemarkung zum Centbann gehörte.
In der Liste von 1581 ist zu sehen, daß Abel Bintz schon eingetragen ist, bei Jacob Cauß ist "wittwe" eingetragen. Nachdem Abel Bintz
diese Witwe heiratet, wird er gestrichen und erscheint auf dem Platz von Jacob Kauß wittwe.
Die Platzreihenfolge konnte in der folgenden Zusammenstellung nicht immer eingehalten werden.
Sehr gut zu beobachten ist die Wandlung des Namens "Eberhardt Olenschleger" zu "Peter(s) Ebert".
Ab 1585 erscheint auch ein "JH" = Junker-Hofmann, oder Hofmann des Junkers, in der Liste der Linnesser Centner.
Junker, Besitzers des Burggutes, ist, soweit er genannt wird, Jorg Weitershausen. 1588 heißt es in einem Nachtrag von 1591:
Melchior Will
Weitershausen Hofmann ...
Ab 1586 wird zusätzlich zu dem Hofmann noch ein "Hofrichter", auch im Sinne von Verwalter, genannt. Die Hofleute der Linneser Burg
sollen an anderer Stelle noch zusammengestellt werden.]
[In der folgenden Zusammenstellung ist steht "x", wenn der Name mit dem früher genannten identisch ist; sonst sind nur abweichende
Schreibweisen angegeben. "g" heißt, daß der Name noch in dieser Liste gestrichen ist; "n" ist "nachgetragen" in dieser Liste. "g/S" heißt
gestrichen, aber in der Schöffenliste genannt; "S" bedeutet: nur in der Schöffenliste genannt; "S/g" heißt, daß er nur in der Schöffenliste
genannt wurde und dort gestrichen ist. In diesem Fall kann ganz eindeutig davon ausgegangen werden, daß der Genannte verstorben ist.
"w" heißt, daß "Witwe" nachgetragen wurde, "w" bedeutet, daß bei der Erstellung der Liste die Witwe Centnerin war.]
 

Schöffenliste 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Peter Heußer Peter Heußer Peter Heusser Peter Heußer Peter Heußer Peter Heuser
Henchen Gobel Henchen Gebell  g
CasPar Lober        g
Hanns Schmidt     g
Peter Sawer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer Peter Sauer
Chonradt Moller  Conradt Moller Conradt Ferber  Conradt Ferber Conradt Ferber Conradt Ferber   g
Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell Henrich Ebell
Just Bachmann Just Bachman Jost Bachmann Jost Bachman Jost Bachman Jost Bachmann
Christ Christian Crest Wenzell  g
Gerlach Sthöhr Gerlach Stuhr Gerlach Stohor Gerlach Stohr Gerlach Stohr Gerlach Stohr
Gerlach Mauß gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß Gerlach Mauß
Joisten Hermann  g
Jorg HePb               n Jorg Hepb Jorg Hepb Jorg Heb Jorg Heb Jorg Hepb
Philips Schmidt      n Philipps Schmidt Philips Schmidt Philips Schmidt Philips schmidt Philips schmidt
Hanß Zaunschliffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschlieffer H. Zaunschleffer g
Johannes Ruß  n Johanneß Ruß Johanneß Ruß Johannes Ruß Johanne Ruß
Jacob Zuß   n Jacob Zuß Jacob Zuß Jacob Zuß Jacob Zuß
Volpracht Rin       n
Hanß Dorschuch   n
"g" = gestrichen "75" = 1575 dazu "n" = nachgetragen "S" = Schöffenliste "JH" = Junker-Hofmann "HR" = Hofrichter
Centner Zum Lindeß 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Joisten Herman S/g
Hanns Schmidt  S/g
Dauid Stebes Dauit stebeß  g
Philips Schmidt g/S Philipps Schmidt S Philipps Schmidt S Philips Schmidt  L/S Philips schmidt S Philips schmidt S
Caspar Eckhard w C. eckharts w  g        
Jacob Zuse Jacob Zus   g/S Jacob Zus  S Jacob Zus   L/S Jacob Zuß   S Jacob Zuß   S
Henchen Bier Henchen Bier Aug Henchen Bieraug Henchen Bieraug Henchen Bieraug Henchen Bier Aug  g
Jacob Cauß J. Kauß w. = A. Bintz
Hans Bintz Hanß BinZ Hanß Bintz  g
Jorg Hepp     g/S Jorg Hepb  S Jorg Hepb  S Jorg HeP   L/S Jorg Heb S Jorg Hepb S
Henchin Steitzer Henchen steijZer g
Jorg Trapp Jorg Drapb Jorg Drapff Jorg Drapff Jorg Drapff Jorg Drapb
Anthonus Zuse Antohnius Zuß Anthonius Zuß Antonius Zuß Antonius Zuß  g Antonius Zues  g
Eberhardt Olenschleger Eberhardt Olenschleger Peters Ebert (Ol.) Peters Ebert Peters Ebert Peters Ebert
Henchen Schups w.  H. schupbs W g.
Josten Hanß    79 n Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß Josten Hanß
Paulus Desch 79 n,g
Christ Eckhardt  80 Crist Eckhart Crest Eckert Crest Eckehart Crest Eckhart Crest Eckhart
Jhs. Eckhardt  80 Jhs. Petter g
Abell Bintz   81 Abell Bintz Abell Bintz Abel Bintz Abell Binz Abell Bintz
Petters Jhs. dunges w Pet. Jhs. Donges W P. Jhs. donges w P. Jhs. Dönges W P. Jhs. Donges w:
Petters Enders  Peters Enderß g
Johannes gebell n Jhs. Gebell Jhß. gebell Jhs. gebell Jhs. gebell
Johannes windenradt n Jhs. windenrodt Jhß. windenradt Jhs. windenradt g
Caspar Moller  n Caspar Moller Caspar Möller Caspar Moller Caspar Moller  g
d. Jung Christ  g
wil Hens wil  JH wilhens wihl JH wilhens wiehl JH
Johannes Eckhardt Jhs. Eckhart g Jhs. Eckhart  g
Hench Mangelt HR Henrh Mangel HR
Milcher Bierauge Milher Bier Aug
Johanchen Eckhart n
Melchior Eckhart n.
Melchior Will JH 91
Jorg Kause    92
Lützellinden 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Just Hofmann Pfr Jost Hoffmann Pfr. g
Henchen Gobel   Henchen Gebell  g
Adam Beppeler Adam Bepbler
Peter Beppeler Peter Bepbler Peter Bepbler Peter Bepler Peter Bepler Peter Bepbler
Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer Jacob Pommer
Gela Causen Gela Causen Gela Kaußen Gela Causenn Gela Causen + Gela Causin  g
Causen P. K. Vm. g
Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob Jacobs Jacob
Caspar Cauß  80 Caspar Cauß Caspar Kauß Caspar Kauß Caspar Cauß Caspar Kauß
Enders Bepler  81 Enderß bePler  g
Merten Heijrtdt  n Merten Heijrtt Merten Haijrtt Merten Heijrt  g
Deyß Cauß  n Deyß Kauß Deyß Kauß Deijß Kauß w   g
Milcher Gebell Milcher Gebell Melher gebell Milchior Gebell
Hans bintz  n Hanß BinZ Hanß Bintz wit   g
dongiß Volck    92
Großen-Linden 1578 1581 1583/84 1585 1586 1588
Hench windter  n Hench wintter Henrich Wintter Henrich wintter Henrh wintter  g
Guts milcher  n Guts Milcher guts Milcher    g
Dudenhofen
Johan Pomer Pfr Johan Pomer  
Peter Sauer   S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S Peter Sauer  S
Caspar Schmidtt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt Caspar Schmidt
gundrum seipb  79 Gundrum seyPb  g
Münchholzhausen
Ostwalt Zuss    81 Ostwalt Zuß g
Allendorf
Johanns Luhe Jhs. Luhe Jhs. Lohe Jhs. löhe Jhs. lohe Jhs. löhe
Gerhardtn Crest Gerharts Crest Gerharts Crest Gerharts Crest
Heuchelheim
Elias Mandler Elias Mandeler Elias Mandeler Elias Mandeler Elias Mandteler  g
Jacobs Johan  
Jacob Seijpb  n/g
Leigestern
Petter Jhs. Petter Peter Jhs. Peter P.  Jhs. Peter P. Jhs. Peter P. Jhs. Peter g
Caspar wehl  g Caspar wehll   g
Caspar Vlrich  g Caspar vlrich   g
Peter Hanß     g. Peter Hanß     g
Peters Enderß Peters Enderß Peters Endreß Peters Endreß
Petter wagenner 87 Peter wagener  g
Kirchgöns
Merten weijtzel Pfr. Merten weijtzel Pfr./g

[Es folgen die weiteren Abschriften des Centgerichtsbuches:]
[I,78] [Mit Bleistift nachdatiert: 1580 -1589]
Rug Buch Des Gerichts Zum
     Lindtes von Jar 79  C
           Anfeng(lich) C vndt folges
             nuhmer 80.81.82.83.
             ---84.85. vndt 86  C ---
              vndt 87.  C  88,  89
                  No. 13 .                          [später nachgetragen] [Unten: Seitennummer 12]

[I, 78r]
1579
Fasten gericht gehalten de Ao             [Der Rest der Seite ist leer.]
                                  ------79     

[I, 79]
Zentgericht gehalten freydag
                 nach michaheli ao 79           
                 velt Ruge                                 
Caspar Schefer Zwo Rug in verbott(en) stopbeln
   gehutt
Merten Schefer Zwo Rug in Einer wiß(en) vndt
   Die Ander in stopfelln p
Herman kregks Jung [Fleck] Ruge vff weygel
    Hanß(en)
Acker vff dem Kulches graben gehut
Jorg Boijnachs dinst magdt hatt vff Peters
    vom Lindeß
Acker ein gebondt wicken geholt
    Jenseijtt des Schutzeß bron  p  j Rug
j Ruge  Hermann Krockers Jung mit den Haijmel
    in dem linder feldt vor den Kuhen gehut,
                 lindeßer Ruge  p.
-- ij Ruge  Dingeß Zuse fraw Zum Zweijttenmahl
        vber den Bahn graß(en) gegang(en)
-- j Ruge  Dingeß meijdtlein auch vber den Bahn
        gegrast
-- j Ruge  Jost(en)[eingefügt] Hanß(en) fraw hatt vber Dem bahn gegrast
[I, 79r]
-- j Ruge  Josten Hanß(en) frauen schwester Auch vber
        den Bahn graß(en) gegang(en)  e
   j Ruge  Welhelms Jorg(en) meijdtlein Zu schaden
        gegrast,
   ij Ruge  des Hoffmanß Knecht hatt durch die
        wiß(en) Zu schaden gefahren vber verbiedtens
-- ij Ruge  Henchens fraw in der Burgk vber den
        Bahn graß(en) gegang(en)
    j Ruge  Caspar Eckerts Dochter Zu schaden
        gegrast
-- j Ruge  Philips Schmidts magdt der gleichen Zu
        schaden gegrast vber den Bahn,
   j Ruge  Dauidt Stebeß meijdtlein Auch Zu schad(en)
        gegrast
   j Ruge  Eberdts fuhllen Peter deuschingern in
        wiß(en) gegang(en) vndt im schaden gethan  p
[I, 80]
-- j Ruge  Eberdts zweij \fuhln/ an den \korn/ hausten vil schaden
        gethan vber vilvaltig(er) verwarnung,

                Kuhe Ruge,
   ij Ruge  Zusen dinges meijdtlein mit den Kuhen
        in verbotten graben im veldt gehutt,
   ij Ruge  Josten Hanß(en) meijdtlein dergleich(en) gehut
   ij Ruge  Welhelm Jorg(en) meydtlen dergleich(en),  
    j Ruge  Zuse Jacobs Jung auch in verbott(en)
       graben gehutt,
   ij Ruge  Caspar Eckert Jung desgleich(en) gehut, 
    j Ruge  Eberdts Jung auch dergleichen gehut
       in dem graben,
   ij Ruge  Philips Schmidts meijdtlein Auch in
       dem verbott(en) graben gehutt.
[Diese eine Rüge steht noch auf Seite I, 81r, die sonst ins Jahr 1582 gehört.]
   j Ruge Dauit Stebeß meydtlein Auch in
       verbott(en) graben gehutt,

1580
[I, 31:]
                                 N° 6 
      Zentgericht gehald(en) auff Mittwochen
                vor Michaely Ao 80                             
Merten scheffer hat vor den Kuehen bey
    dem SchetZis born yn den stoppeln gehut
Casper scheffer der Elder hat auch bey dem
    schetzis born yn den wiessen gehut
Casper scheffers son auff Somdag(?) ym
    gens winkel gehut vor Michaely aufF
     Melchior Lampes
wissen ist noch nicht ge
    mot gewesen
Casper vnd sein Sohn haben beyde ym linder
    felde gehut mit der gantzen Herd sonder
    erlaubnus
Casper scheffer In gleicher gestald auff Mon
    dag vor Michaely wider ym veld gehut
    ane dem Orth Im linder Veld
[I, 31r, ist leer; ebenso die Vorderseite von I, 31a, und I, 32, beidseitig.]

[I, 33]
                Nr 7      [Andere Tinte, wie 5. Zeile.]
Rug buch des Zensgerichts Vnsers
G F vnd Hernn Zum Lines gehald(en)
  Im Jar 1580 d 28 Septem
             No 1580   [Andere Tinte; Rest der Seite und I, 33r, leer.]

[I, 34]
Hermann Krogkers schefer In stopffeln gehut
   Zum zweittenmahl In zwo Rugen gehut[= nachgetragen]
[Der Rest der Seite ist leer; ebenso die Seiten I, 35 und I, 35 a.]

[I, 31 a]
1581
    Zentgericht gehalt(en) den 27 September
                 Anno 81   l
Johannes Dongeß dinstmagdt zum Lindiß
   hatt wecken vndt habern Ausgeraufft.
Josten Hanß(en) dinstmeydtlein hatt Haffern
   vnd wecken geraufft
Zuß(en) dinger dochter hat[= eingefügt] gromedt hattg[= gestrichen] geraufft
   vndt in ein Duch gebund(en)
Crest wenzels dinstmagdt hatt gromett(Grummet)
   in ein Duch geraufft vndt heim gedrag(en)
Jorg Hepb(en) Magdt hatt wecken gerapfft
              gießen
Caspar schefers Knecht hat zum zweittenmahl
   In Stopffeln vnd wieß(e) gehutt / 2 Rug(en)
Caspars Sohn Hanß hatt zwo Ruge in verbot(en)
   stopffelnn wieß(en)[= eingefügt] gehutt

1582
[I, 80r]
        Fasten gericht gehalt(en) Post Freidag
                den 23 ten Marti Ao  p 82
          Feldt Ruge
1  Es bringt der SchuZ vor, wie Das Dauit
      stebeß schwein vff dem Samen befund(en)
2  weidter bringt er vor das Philips Schmidts
      schwein vff dem Samen befund(en)
3  It(em) ebert Olenschlegers schwein vff dem
      Samen befundtem word(en)
4  It(em) Jacob Zußen schwein vff dem Samen
      befund(en) word(en)
5  It(em) Crest wenzels schwein vff dem
      Samen Befund(en) word(en)
[I, 81]
6  It(em) Jorg Drapben Schwein vff dem samen
      befund(en) word(en)
7  It(em) Caspar schefer der Elter zu gießenn
      Ist mit den schoffen vff[= gestrichen; darüber:] vber dem Samen
      hin gefahrenn barbara Ebelin Zu giß(en)

[I, 81r]
        Gericht gehalt(en) Mitwochenn
            vor Michahelj Anno  p 82  C
              Ruge wie volgett
1  Erstlich  Hanß Anck, Jost weyßtbender
      vber sein wieß(en) durchs graß mit mist
      gefahren
2  It(em)  Causen Jacob hatt desgleichen gethan
3  It(em)  Dauid Stebes sohn hat geschlaff(en) sindt
     diese[= gestrichen] dem Jung(en) Hanß(en) sein Khue Jns korn
     gegang(en)
4  It(em)  Caspar Schefer vor der Neuestatt hat
       Jungker Milher v(on) Schwalbach
In einer
      stück wießen gertz(geatzt?),
5  It(em)  gleicher gestalt gemelter Caspar
        Schefer Adolff meuerern
In einer wieß(en)
       gehutt
[I, 82]
6  It(em)  noch mehr hat vilgemelter Caspar
        Schefer Echers barbenn
durch korn mit
       der hert gefahren  p
7  It(em)  nochmehr hat Caspar I(n) der stoppeln
      gefahren[=gestrichen] gehutt 
8  It(em)  der Aldt Caspar Schefer hat zweimahl
      In den Stopbeln gehut  p 
9    [steht am Rand, ist aber nicht belegt mit einem Eintrag]  
10  It(em)  hat er gleicher gestalt Echers barben
        durchs korn mit der Herdt gefahrn
11  It(em)  er nochmals Helcken crist(en) Auff ein
        wieß(en) gehut beij dem weijer p 

[I, 82r]
1583
   
Gericht mittwochen denn 10ten
        aPrilis Anno  p  83 p    

Rug(en) Zußen Jacobs Jung hatt Hanß Hartgen
vber den Samen Acker die leng gefarn
vndt den Samen Ingedrett(en)
  Daiidt Stebeß
  Philips Schmidt
  Ebertt olenschleg(er)
  Caspar Eckerts wittwe Crein
  Jacob dingeß[= gestrichen] Zuß
  bier[= gestrichen] bier Hench(en)
  Crest Eckkart
  Kaußen JaCob  [unter dem "K" stand erst ein "Z"]
  Hench Junckern Diener
  Hanß Bintz
  Jorg Hepb
  Jorg Drapb
  Hermanß wittwe
  Crest Wenzell
[I, 83]  
  Dingeß Zuß
  Hanß Jung
  Dingeß[= gestrichen] Johanneß Dingeß

[I, 83r]
Gericht gehalt(en) P(ost) mittwoch(en)
         nach Michaelii Anno  p  83            
 

Hermanns Gretta hat Zu schadt(en) gegrast
2  Dingeß Zußen Hausfraue hat Zu schad(en)
     gegrast  p 
3  Crest WenZels Hausfraue hat Zu schad(en)
    gegrast  p  
4  Hanß Jung(en) Hausfraue Zu schad(en)
     gegrast  p  
Dongeß Hausfraue Zu schad(en) gegrast
Dingeß schwester
Gromeß Kangießers Magdt hatt
       Conradt mulleer Zu gießen
in einer
     wießen gegrast  p  
Caspar Schefers Jung hat SeijPben
      Cuntzen dem Dechen durchs korn
       It(em) Gretten durch die wießen
       gefahrenn
Herman Krockers Jung hat mit den
      hameln durch die haber geiagt, vndt
      darnach vff der Esels weijdt gehut
[I, 84]
10 lutwig bußecks Jung mit den Pferd(en)
      vff der Habern vndt erbeß gehut vff
      dem Feldt[= gestrichen] fludt graben  p 
11 Balzer gaub mit 2 Pferd(en) gelad(en) Crest(en)
       In der wießen gehut  p 
12 Dauidt Stebes Dauit 65 weydten
       stemmen vff die gemein weydt geseZt
       An Johan von schwalbach geleg(en)  p 
13 Crest Eckhart der[=gestr.] hat geschlaffen vndt
       die schwein vff die gerst(en) vndt habern
       gehen H[= gestr.] laß(en)  p  
14 Crest wenzel hat mit dem Plug dem
       bauschreijber vff dem Kulges grab(en)
       vff der gerst(en) gehut[= gestr.] gewandt  p  
15 Caspar Schefer hat in stopbeln gehut 
16 Desgleich(en) Herman Mezger schefen in
       stopbeln gehut
17 Caspar, burgkann johan hatt in Den
        wießen vndt stopbeln gehut  p 
[I, 84r]  
18 Philips Schmidt(en) Jung hat geschlaff(en) vndt
        die Pfer An ein Hausten korn gehen lasß(en)
        Aßmus Klein   p  
19 wernner hoffmann hat Hanß Zaunschleffern
        vber den Samen gefahren vndt Auß
        der Erden geschlaufft  p  
20 Crest Wenzells Jung[= gestr.] Pfer hab(en) Hanß
         Ancken
Im gromett gang(en)  p  
21 Desgleich(en) Jung(en) Hanß(en) Pfer im selben
       gromett gang(en)  p  
22 Causen Jacob hat gleicher gestalt ein
       Pfehr in Hans Anck(en) gromet gedrieb(en)  
23 It(em) dreij fuhlen von leijgestern Zu schad(en)
       in der Habern im Zent fund(en) vndt in
       Dauit Stebeß Stal Ime Dauidt(en) geliebet(geliefert)
       Ire Ides Fuhln dopbell Ruge
24 Aß mus Klein lest Zuß[= gestrichen; darüber:] Dongeß Jacob(en) Kuhe
       Rug(en) hat sie in seinem korn vff dem
       brandt selbst fund(en),

[II, 62]
29.02.1584
           Nach dem sich Irrung und gebrech(en) erhalt(en)
              haben, Zwisch(en) Jost(en) Hansenn Zu Lindes, vnd
                   Petern zu Lindes
, Jost(en) Hanß(en) selig(en) Hausfrawen
                   bruder
, des gleich(en) seines bruder Thonges nachge=
                   lass(en) widwe
, Anlangenede die ehebereddung
              Zwisch(en) Jost(en) Hanß(en), vnd Engenn seiner Hauß=
                   frawen selig
.     Ist vff beuelch(Befehl) des .A. Peter
                   Clotz(en)
Renthmeisters. Auch vff begeren Jost(en)
                   Hanß(en)
, Heut dato diß exam(en) in rei memo=
              riam verhrichtet und gehalt(en),  vnd sind die
              Zeug(en) durch ChristoPherrn Craft schultheisß(en)
              Zu Lindes. It(em) Gerlach(en) Stohr vnd Jost(en) Bachma(nn)
              beide Scheff(en) des Centgerichtts, mitt eim leiblich(en)
              eid kelad(en) erinnertt vnd verwarnt vnd hab(en)
              nach einander in sonders als sichs gehörtt, ab=
              gehort

1) Testis Thebes Joannes vo(n) Hernßheim quali=
                       ficatus. p hat deponirt

             Nach dem allerhant bereddung geplog(en) word(en)
             Sey der Ehlich Zwische(en) Thost(en) Hansen vnd Eng(en)
             seiner gesponß ,  Auch mit irer beider wisß(en) vnd
             willen entlich(en) also beschlosß(en), was sie schon
             ererbtt hetten vnd Zusam(men) brecht(en), damitt söln 
             eins das ander beerben , da sie on hinderlasß(en)
             leibs erb(en) von einander abstürben , Sey aber
             keins künfftig(en) anfals oder vffersterbens gedachtt
             word(en)

2)3)4)    Michels Henrich vo(n) Hernßh(eim)   \
Testes    Peter von Lindes burger Zu Giessen   -
                  Philips Schmitt Zu Lindes                     /
                 
diese drei Zeug(en) haben ein hellig vnd gleichermasß(en)
             deponirt als Thebes Joannes

              Ac(tum) den 29 t Februarij Anno p 84.
                                             Joannes Schiberstein Statschreiberr
                                                zu Gisß(en) p
[II, 62r und II, 63, beidseitig, sind leer.]

Undatiert, Februar 1584
[Die Seiten II, 40 und 41 gehören zu einem Prozeß, bei dem Christopher Crafftt, schultheiß, anwesend ist.
Er wurde lt. FB Gießen, 636, am 21.10.1600 begraben.]
[Nach dem Inhalt gehören sie zu dem Prozeß vom Februar 1584.]


# It(em) seines bruder
Thonges hausfraw[gestr.] W.
Anna
.p 
Jost(en) Hans zu Lindes hat in sach(en)
geg(en) seiner hausFrawen seligg(en) broder
petern # zu Lindis, belangende die ehe=
bereddung p ettlich Zeug(en) vff Zulass(en)
der ober keit, abhören, Gescheen im beisein
Christopher Crafftt, Schultheiß(en), Gerlach(en)
Stohren vnd Jost(en) Bachman. beide Scheff(en) Zu
Lind(es) vnd sint die Zeug(en) mitt eid belad(en)
erinnert vnd verwarnt p vnd hab(en) deponiret
als volgt





                    vnd zusam(men)   \
                   brecht(en) dasmals -
           j Testis Thebes Johannes Zu Hirnßheim
             qualificat(us) deposuit 
Es sei erstlich die ehebereddung daruff beschlosß(en)
was Hans Jost seiner Hausfraw(en) Eng(en) Zubrechtt
vnd ererbtt hett. It(em) hinwidder was Eng(en) schon
ererbtt hett, vnd was sie schon dermals hett(en) 
damitt soll eins das ander beerb(en). da sie on
hinderlasß(en) Leibs erb(en) von einander abstörben
________________________________________________
2 Testis              Michels Henrich vo(n) Hernßheim
          qualificat(us) deposuit
Diser Zeug hat eben einerlei deponirt .  wie Thebes
      Joannes
.
_______________________________________
3 Testis Peter vo(n) Lindes, civis Giessen(us), qualificat(us) p deposuit
  der ehlich sei Beschlosß(en) was sie Zusam(men) brechtt(en)
  damitt söll eins das ander erb(en). ob sie schon kein
  Kinder mitt einander Zilet(en).
_____________________________________________
4 Testis   Philips Schmitt qualificat(us) diposuit
hat einerlei deponirt wie die andern
      It(em) hab(en) alle einhellig angeZeigt es
         sei weiter keins nachfals oder kunft/ig[Rand beschädigt]    
          Vffersterbens gedachtt word(en).

[II, 40r und II, 41r sind leer; auf Seite II, 41 findet sich in der Mitte oben das Wort:] 
              Vorweißend (von Neißel?)
[und rechts oben der Buchstabe "J"; sonst auch leer.]
  
[II, 64]
März/April 1584
Vnsern gunstigen gruß Zuuor, Erbar guter freundt, Was An
vnß Ebem Peters Erbenn von Leijgestern eines Erbfalß
halben supplicando gelangenn Laßen, sich beclagt Vnnd ge=
Pactenn daß HaPt Ihr abIntiegender(?) Irer Supplication
fernens Zuuernehmenn
Vand(Vnnd?) mir eß nuhn danuor achtenn, wofern eshierumb
Supplicirter maßen beschaffenn das Pillich die Suppli
canten vor Henn(? Hemr?) SchuPPen Bruders Kindenn Zu solcher
Erbschafft ZuZulas-------sen ----------------So
beuehlenn wir auch darauff In namen vnsers g. f.
vnnd Herrns, daß Ihr vff vorgesetzten fall, die
Supplicanten Zu mehr angeZogener Erbschafft Zu=
laßet, vnnd die Beclagten vonn Irem vornehmen, ab=
wijset,         Hat es aber hierumb ein ander
gestaldt als Supplicirt,   So haPt Ihr vnnß daruonnZu=
berichtenn, mit fernerm bescheidt geben, vnß darnach
haben Zuachten,
das thun mir vnß (?)Versehenn Vnnd seindt euch gunstig willen
Zuerweijsenn geneigt,               Dat..  MarPurgk
denn 9 T Martij Anno p 84 ./.
                      Anwesende Rhäte  
                           daselbst.
[II, 64r, ist leer; ebenso II, 65; auf II, 65r, findet sich querstehend:]
      
Antwort der Räthe                      Pers.  20. Marti(am?)
        Zu Marpurg                                      A  p  84 .)
Dem Erbarn Vnserem gutten freunde Peter
Klotzen Renthmeistern Zu Gießin
Peters Erben Zu Leigestern Contra Herrn(Henn?) Schupen
Bruder Kinder
[Darüber, kopfstehend:]
Ingelegt von Caspar wihln undt Caspar ....
zu Leygestern  p  Peter .... Peters erbett zu
Lindess den 6 t Maij Ao   j 84

[II, 66]
Mein freundtlichenn gruß Zuuor Erbar ehr
Schultheiß  Es hatt Jegenwirdiger(?) Hermanns
Joist
mein(?) Vnderthann eines weiß Pstemmags(?)
halbenn, mitt seinem nachbar Johannes
Schmidtt zum Rodgen
wohnhafft zu schaffen
wilcher alb[überstrichen] Jarlich von Woln Hennen seinem
diß Schmits Vatter [entrichte = gestr.] auß seinr Hoff
Rede entrichten vnnd bezalen werdenn,
Weill aber ermelter Woln Hen sich Zu
seinen Kindernn seines hohen alters
halbenn gewandtt, Vnd Itzo zu Lindeß
bei seinem Sohnn Willen sich hältett
daro wegen mich gePetten Inne an euch
Zuuerschreibenn, Jas(das?) Inne den vatter
(?)Omitt gewenlichem(?) Seijdtt beladen vnd vff
hirein verschloßene Artickell ab horen(?)
seine Außsage eigenttlich beschreibenn vnd
miyr verschloßen Zuschickenn wollett
wijrdtt er sich hinwidderumb Jegen euch
der gebur Zuuerhaltenn wißen  Damitt die
wehr vorPrechtt vnnd Zutage komme,
Wenn Ich dann deßelbig mit fugenn Ime abZu
schlagenn nitt gewust So Ist an euch
mein freundtliche Pith Ir(In?) der warheitt
Vnnd dem Rechtenn Zuschwür(?) ermeltenn
Woln Hen Vor euch bescheiden Vnnd Rechtlicher
gebur beeidenn vnnd abhoren wollettet
Inne auch deß meinn aidtts (?)verutelich(??)
[II, 66r]
Vermannenn Vnnd erInnernn wollett[= gestr.]
sein außsage ...ißig beschreiben, Vnnd miyr
dieselben woll Verschloßen Zuschicken wolle/tt?
darnach mich vff ansuchen mit bescheidtt
...bern(?) s...ner ZuRichtenn wiße[= gestr.],
Daß vmb euch In gleichenn vnnd eurem(?) Zuuer=
dienen habtt Ir mich geneigtt Vnnd
fur euch hirmitt dem(denn?) allmechtigen Gott
emPhelent  Datum altenbuseck den 21
T(ag) Aprilis Ao 85
                           PhiliPs von Trohe
Wollett Inne auch erInnern da er woln
Hen die artickell verneinne wirdte ..
kan Cleger Innen mit 2 mennern
vberzeugen,

[II, 67, ist leer; II, 67r, nur:]
Dem Erbarenn vnd achtbarenn Christoffeln
[Schnörkel] Schultheiß Im Lindeßer Ampt
           Meinen guten ga.....

1584
[I, 85]
    
ger(i)cht gehalt(en) P(ost) mit wochen den 6 ten
       Maij Anno  p  84  C 
Peters enderß
sein schwein Im korn fund(en)
Peters Eberdt sein schwein in der haber
  fund(en)          [Der Rest der Seite ist leer.]  

[I, 85r]
       Ger(i)cht gehalt(en) mittwoch(en) P(ost) nach
          michahely de Anno p 84  C  

 
1 Zuß(en)
Jorg Hebben Magdelein hatt dongeß
Sezlin sezling(en)[= gestr.] AbgeaZt mit den Kuhen
2 It(em) Enderß Rauen Jung in verbottenen
wißenwegk gehutt
3 It(em) Caspar, Crestwenzels nachvahr Jung
hatt Jost lobern mit Dreyen Pferdenn vff
seinenn Erbeß(en) gewendt
4 It(em) noch mehr hat er Endreß Rauen mit
den Pferd(en) In wicken gehutt,
5 It(em) Crest Eckharts wittwen Jung hat mit
seiner Mutter vndt Hanß Jung(en) Pferdenn
In der habern gehutt,  
6 It(em) Philips schmidts Magdlein hatt Fredrich[= gestrichen]  
drapff
[= gestrichen] mit den Kuhen In der Habern gehut
7 It(em) ConZnß weißgerbers Madtlein hatt
friedrch Drapff(en)
bey dem weier In seiner
Seinem gart(en) bleder Abgebrochenn vndt
schad(en) gethann  p   
[I, 86]  
8 It(em) Caspar schefer Knecht Ist durch das friesch
felt gehutt In gladen balzers wießen  p  
9 It(em) Merten Schefer hat den Ahulnwegk herab
gefahren das Im nit gePurt Zum brich
Zu, welches gh(?) enthalt(en) hatt  
10 Nohmehn hat er verbottenen Stobbeln
gehutt vndt das velt Außgehutt[teils gestr. und darüber, so daß es heißt:] AußgeAßt  
11 It(em) Johanneß Dungeß Magdtlein[= gestr.] frauen
Magdtlein hat mit den Kuhen Am gebundt(en)
korn gehutt  p  

1586
[I, 86r]
           
gericht gehalt(en) Post mit fast(en)
               de Anno  p  86 
            Donges Anna Zwo gaw Ruge 
            welhelms Jorg Zwo gaue Ruge 
Peter Eberts Zwo Ruge
           Philips schmidt Zwo Ruge
           Johannes gebell Zwo Ruge

Ruge vndt[gestr.]      Gericht gehalten Post \na(c)h/ Michahelij
wie pfert vndt            freydag den  7 t(en) October Anno  p  86
gras Rug(en)

1 Dongeß Zußen dochter hat Johannes
Petern
vff dem Driess gehutt 
2 Abels Magdtlein hat Johannes Petern uff dem
driesch gehutt
3 It(em) Jorg Hepbenn Jung hat im Korn gehutt 
4 It(em) Jorg Hepbenn Magdt hatt Conradt Mollern
im Korn gegrast.
5 It(em) Philips schmidts meijdtlein hat Hans Ack[= gestr.]   
A\n/ckenn
im Korn gegrast, 
[I, 87] .
6 It(em) Eberts maijdtlein hat Dongeß(en) weckenn
abgeschniedt(en)  
7 It(em) Jacob Zuß(en) dochter Hanß(en) Petern vff
dem Driesch gehutt
8 It(em) des Hoffmans vndt des hoffrichters gesin (Gesinde)
haben Eberdt(en) vndt Hanß(en) Petern AbgeAst  p[=gestr.]  2 Rug 
9 It(em) Caspar Mollers Jung hat Bachman Durchs Korn
die Pfert lauffen laßß(en) vndt der Kne(c)ht
selbstne   p   sinndt ------------ 2 Ruge [2 Ruge ist dick gestrichen.]  
10 It(em) Bierhenches Madtlein hat Hanß(en) Petern vff
dem Driesch gehutt 
11 It(em) Junghanß(en) Knab hat die Pfert durch das
Korn laßß(en) laffen  
12 It(em) Caspar Mollers Knecht hatt Hanß von
leijgesternn
mit den Pferdt(en) in Der gerst(en)
gehutt  p  
13 It(em) Caspar Mollers Knecht hat im Korn gehut 
14 It(em) Aubels Jung hat dech(en) Paulus im Korn gehutt
15 It(em) Eberts Jung hat mit den Pferdten im
Kornn gehutt  p 
[I, 87r] .
16 It(em) Jost Ströhe hat Peter Heußern mit den schwein
die Mohrn AußgeAst  p 
17 It(em) Caspar Schefer hatt dreymal in StoPPeln
gehut   sindt ----------------- 3 Ruge  
18 It(em) Merten Schefer 3 mahl in StoPPell gehut
sindt ------------------------- 3 Ruge
19 It(em) des Kesselers Magdt hat in der Haber
gegrast  p  
20 It(em) Diedrech des Heijgeß #HaußFraue hatt in
StoPPelln gegrast, 
21 It(em) Kuttern Johannes Fraue hatt in der
Habernn gegrast, 
22 Henrich Mollers Magdt hatt vff den
graben gegrast, 
23 HenCulus gredt(en) Magdt hat in den greb(en)
gegrast,
24 gerlach Armbrosters Magdt hat in
den graben gegrast,
25 Jorg Ziegelers Magdt hatt Peter
Heußern in der Haber gegrast 
[I, 88]    [Die folgenden Zahlen 27, 28 sind jeweils aus einer 26 verbessert.]  
26 der scheffer Zu luZenlind(en) hat durchs Korn 
27 Dongeß Anna hat Hanß(en) Petern       \gehutt
vff dem drisch gehutt
28 Junghanß Maigdtlein            _______
                                      Summa 33 Rug
[Weiter I, 88; das Folgende schließt sich direkt an:]
1587 
         Gerichtt gehaltt(en) denn  18 t oPPrilis
                      Anno 87              Rug(en) vieh vnd pferdt Rug(en) 
1   Hans wieder(weider?) der Hoffrichter  hatt dreij 
      mal mit den Schwein vff Korn gehudt  
2   Hanß will 2 mall mit den schwein 
      vff(en) samen gehut
3   Abell Bintz 2 mal die schwein vff samen  
4   Casp(ar) moller Ein mal die Schwein vff(en) samen 
5   Wilhelmms Jorg j mal mit den schwein vff(en) samen

[I, 88r ist leer; I, 89]
             Gericht Gehaltenn Mittwochenn
                vor Michalehij Anno  p  87  C 
                  Ruge In verbottenen Felt Stopbeln
                            vnndt Zu gras?en
 -----      /  Girhards Crest hat mit denn
             l     Pferdtenn im lindeßer Bahnn gehut ----- j Rug(en) 
 -----      l \An/ It(em) Conradt Jung hat im lindeßer
             l      Bahnn gehuttet  p ----------------------- j Rug(en)  
Alndorff -  It(em)\An/ Henrich hat mit denn Pert(en) 
             l    im lindeßer bahnn gehuttet -------------- j Rug(en) 
             l It(em) Nicolaus \Balzer/ hat Mit denn
             \   Pfert(en) im Lindeßer Bahn gehuttet ---- j Rug(en)
[Obige Klammer,
Alndoff, und die Einfügungen sind später nachgetragen.] 

   It(em) Mertenn Schefer hatt dreimal
              mit den Schaffen die frucht  AbgeAtzet ------ 3 Rug(en)
 
   It(em) Conradt Schefer hat 3 mahl.
              in der Frucht gehutt, -------------------------- 3 Rug(en)
 
   It(em) Conradts Schefers Knecht hatt
              dreij mal in Stopbeln gehutt ----------------- 3 Rug(en) 
 
   It(em) Mertenn Schefers Jung hat
                   Reinhart Scherern
durch sein
              weingartenn gehutz -------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Mertenn Schefers Knecht hat
              - 3 mahl in Stopbeln gehut ----------------- 3 Rug(en) 
                    Lat(us) ---- i2[gestr.]\17/ Rug(en)   
 
[I, 89r]  
   It(em) Mertenn Schefer hatt 
              Zweimahl in Stopbeln gehutt --------------- 2 Rug(en)
 
   It(em) Mertenn Schefer hat Johan
                   Durschuchen
die Haber AbgeAtzt ---------- j Rug(en)
 
   It(em) Cunzen Knecht hat - 3 mahl
              in Stopbelln gehutt -------------------------- 3 Rug(en)
 
   It(em) Aubels Jung hatt mit den
              Pfertten durch die frucht vndt
              wießen geritten ------------------------------ j Rug(en)
 
   It(em) Jorg Dapben Jung hatt
              Girhartt Crestenn in seiner wieß(en)
               gehutt[gestr.] geritten[gestr.] gehutt ----- j Rug(en)
 
   It(em) Jorg Dapben Jung wieder durch
              die frucht vndt wießen gehutt[g.]\gerit(en)/ -- j Rug(en)
 
   It(em) Jung Hanßen Jung hatt mit
              den Pfertten durch die wießen
              vndt frucht gerittenn ----------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Caspar Mollers Magdt hat
              mit den Kuhen durch die Frucht
              gefahrenn  p  ------------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Donges Ann Magdt hatt
              mit den Kuhen in der
              Habern gehuttett --------------------------- j Rug(en)
     
                        Lat(us)  ------ 12 Rug(en)
 
[I, 90]  
   It(em) Zußen Dongeß Dochter hat
              mit den Kuhen in der Haber gehutt ------- j Rug(en)
 
   It(em) der Schefer hat Dongeß Zußen
              im Korn gehut ------------------------------ j Rug(en)
 
   It(em) der Schefer hat Jorg HePben
              mit den Schoffen in der Haber
              gehutt ----  ----- --------------------------- j Rug(en) 
 
   It(em) der Schefer hat Johannes gebeln
              im Korn gehutt ------   ------  ------------- j Rug(en) 
 
   It(em) Bier Aug(en) Milcher hat Paul(us)
                  Dechen
mit den Pfert(en) im Drisch gehut -- j Rug(en)
 
-- It(em) Crist Eckharts fraue hatt
               im giesser Feldt gegrast ------------------ j Rug(en)   
 
   It(em) Crist Eckert hat mit sein Pfert(en)
              durch die wieß(en) geritt(en) vnd gedrett -- j Rug(en)
 
   It(em) Zußen Dongeß Dochter hatt
              Zweijmal in stopbel mit den
              Kuehen gehutt ------------------------------ 2 Rug(en) 
 
   It(em) Dongeß Ann Magdt hat mit
              den Kuehen in Stopbeln gehutt ------------ j Rug(en) 
 
   It(em) Jung Hanß(en) Magdt hatt
              2 Mahl mit den Kuhen in Stopbeln
              gehutt --------------------------------------- ij Rug(en) 
                         Lat(us)  ii[gestr.]\i2/ Rug(en)
 
[I, 90r]  
   It(em) Caspar Mollers Jung hat
              in Stopbelln gehutt 2 mahl ---------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Jorg HePben Magdt hat
              mit den Kuhen in Stopbel
              gehut zweij mahl --------------------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Johannes des wirts Magdt
              hat zweimal in Stopbeln gehutt ----------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Philips Schmidts Magdt hat
              - 2 Mahl in den Stopbeln mit den
              Kuhen {in Stopbeln[g]} gehutt ----------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Eberts Magdt hat 2 Mahl
              mit den Kuen in Stopbeln gehutt -------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Jorg Drapb hat 2 mahl
              in den Stopbeln gehuttett ---------------- 2 Rug(en) 
 
   It(em) Caspar Mollers Magdt hat
                  Zusen Dongeß(en)
die weckenn
              AbgeAst ---  ---  ---  --------------------- j Rug(en)
 
   It(em) Aubels Jung hat mit
    ------  den Pfert(en) im gießer felt in[später]  
+greben - gehutt + ---  ---  ---  ---  --- -----------   Rug(en)

                                  \13/
                 Lat(us) ----- 11[g] Rug(en)
 

[I, 91]
1588    
      
Gericht gehalt(en) P.(ost) mit fast(en)
             De Anno p 88                            

It(em) der Schefer Jorg zu lindeß hatt
          des Junkern HoffLeut(en) in der wieß(en)
          gehutt. nach dem verbiett(en)
It(em) Caspar Schefers Son Hanß hat nach dem
          Verbott dechen Paulus(en) in der wießen
          gehutt
It(em) desglechen Merten Schefers sohn[= gestrichen] Jung
It(em) desgleichen auch der Schefer zum Lindes
          im Paulus Dechen in der wieß(en) gehutt

[I, 91r]    
        Gericht Gehalten Post
        Dornerstag vor Michahelj Ao  p 
                                      ------- 88  C                       
                               \,,Zweimal/   Rug(en) 
1   2 Merten Schefers Jung ,, mal in verbott(en) Stopbeln gehut
2   2 It(em) Merten Schefer selbst 2 mal in Stopbeln gehut
3   2 It(em) Caspar Schefers Hanß 2 mal in Stopbeln gehut,
4      It(em) Aubels Jung hat durch die frucht gehut
5      It(em) Caspar Mollers Jung durch die fru(c)ht geried(en)
6      It(em) der HofFrauen Jung hat glad(en)[gestr.] \gaupb(en)/ balzer die
         Pfertte In die Haber Lauffen laßen p  
7      It(em) dessgleichen Aubels Jung die Pfert in die Haber
         laßen Lauffenn /  
8   2 It(em) Merten Schefer hat 2 mal mit den schaffen
        vff der gemein waijdt gehuttet, 
9     Merten Schefer hatt Jung Hanß(en) die gerst(en)
                                                              AbgeAstet, 
10   It(em) Johannes gebels schwein haben in das
                                    felt in \die/ fruchtt gelauff(en) 
11   Desgleichen Philips schmidts schwein drin gelauff(en) 
12 2 It(em) Crest Eckharts schwein in Die frucht gelauff(en)   
[I, 92]   
13   It(em) \Henchen/ BierAug(en) Magdt hat die kue in die frucht
                       \drapb(en)/                                   laijffen laß(en), 
14   It(em) Jorg hepben[gestr.] Schwein in das Korn gelauff(en), 
15   2 Henrich Mangels Schwein in das Korn gelauff(en)  c  
16  2 It(em) der HofFrauen Schwein in das Korn gelauff(en), 
17   It(em) Bier Henches Magdt hat Caspar Mollernn
       die sezling AbgeAst, 
18  2 It(em) der Hobfrauen Kuhe haben Caspar Mollern
       sein waijß. vndt Setzling AbgeAst, / 
19  6 It(em) Zußen Donges s. schwein haben sex mal
       durch die frucht im felt gelauffen  p 
20   It(em) Dongeß An Magdt hat die Kuhe durch
      die frucht lasßen lauffen  p  
21  2 It(em) \der/ dilmanß[Anfang gestr.] Schefer hat 2 mal in stopbeln
                                    \lindeß(er)/                          gehuttet  p   
22  
Der[verb. aus "des"] Burgermeisters[gestr.] Schefer hat In der florr
                                                                            gehuttet  p  
23   Jorg Drapben Jung hatt die Pfert durch die
       frucht laßen lauffen  p   
24   Merten Schefer nahmals in Stopbeln gehutt, 
25  2 It(em) Donges An Zweimal ir schwein in
      die frucht laß(en) lauffenn  
26  2 Crest eckert Schwein haben Jorg HePben
      in sein Mehrn(Möhren) gelauff(en) Zu schad(en)
[I, 92r]   
27   It(em) Merten Schefer Jung Sondags vor
       michahelj in den wieß(en) gehuttett, 
28   der lindeßener Schefer noch auch
       in den wießen gehutt  p  
29 / It(em) Hanß lobers HausFraue ein wegk 
    l    Peter Sauern durch die frucht gelauff(en), 
    l  It(em) der gleichen balzer von Sandts magdt, 
    l  It(em) Friederich drapben selig(en) dochter
   -   It(em) Schefer Anna  p   
    l  It(em) Enderß kemmers dochter,
    l  It(em) dohmas von gleibergks fraue,
    \  It(em) merten wittichs fraue[Die Folgenden sind nachgetragen:]  
    It(em) Meulchenn mit dem viehe vff einen
       Sondag in Stopbeln gehut, hat ebert 
        Bohn funden ./
    It(em) dingeß kempff(en) Jung hatt Jorg finck(en)
       durch die wießen gefahren
    It(em) ludtwig gaupben Jung auch 
    It(em) balzer Pister Jung Auch

[I, 93]
1589
       
Gericht gehalt(en) zu Mitfast(en)
                                    Ao  p  89                  
  It(em) Die Rug(en)
  It(em) Jungen Hanß(en) Pfert vff Johannes gebel
     korn fundten 
  It(em) Jorg Hepben Pfert Auch vff Johannes
     gebels korn fund(en) 
  It(em) noch Jorg Hepben Pfert vff dechen
     Milcher korn  p  
  It(em) Biraug(en) wittwen[gestr.] Hhench(en) Pfert Am
     wezflar Phadt vff dem korn fund(en) ist er selbst
                                                     darzu kommen
  It(em) Peters Ebert Pfert Auch vff Johannes kornn
     fund(en) 
2 It(em) Jacob Pomer vff dem Samen Eines Abendt
     Erfund(en) mit vier Pfert(en) vndt fullen,
  It(em) Crest Eckhart[=gestrichen] Bußeck hat Merten
     Schefern bey dem scheZeßs Born mitt          \wieß(en)/
     Einem wagen Mist vber dien[verb. aus "denn"] Samen[gestr.]
     gefahren,                                             gefunden[gestr.]   

[I, 93r]  
          Gericht Gehalt(en) Mitwoch(en)
             nach Michahelj Ao p 89 C.                          
          Rugenn
-- 1 Rug   Johanchenn Juchanes fraue hat im gießer
                Bahn gegrast 
   1 Rug   Donges Anna Magdt hat milher Drapb(en)
                die Erbes hinderm Dorff Abgeast,
   1 Ruge  Junghannß(en) Saue haben hinder dem dorff
                in der Haber gang(en)
-- 1 Rug   der HofFrauen dinst Jung hat im gießer felt
                gehuttett
   1 Ruge  Henrich Mangels Magdt hat dem schmidt vff
                den Bett(en) im korn gehut
   1 Ruge  Aubels Jung hat Conradt Mollern im
                weijsa gekraut vndt vff die greben den
                Pfertt(en) bracht
-- 1 Ruge  Jorg Hepbenn Knecht hat im gießer Bahn
                gehut mit den Pfert(en)
   1 Rug    Chrest eckharts Jung hat vff dem Brandt
                gehut Zwischen Zwen Korn Acker  
[I, 94]   
   1 Ruge  milcher Bieraug fraue hat im gießer Bahn
                                         gegrast  p  gehuttet[gestr.]   
   1 Rug   welhelms Jorg(en) Jung hat mit den Pfert(en) im
                                          gießer Bahn gehutt
   1 Ruge  Eberts Caspar hat im gießer Bahn gehut mit
                                                den Pfertt(en).
-- 1 Ruge  des schmitts Jung hat im gießer Bann gehut
                                              mit den Pfertten.
Nota         der Aldtdorffer Schefer hat mit den Scheffen
----           im lindeßer bahn gehut vff der Haijdte
   1 Ruge  der lindeßer Schefer hat Crest Eckhart die
                Haber Abgeast 
   1 Ruge  der lindeßer Schefer hat BierHench(en) das kraudt
                in der Schlincken Abgeast. 
1 Rug(en) nochmal der Schefer hat Aubeln die Haber Abgast
1 Rug(en) Rin balzers Magdt hat Jorg Fincken Ein Arbel
                gromett vff seiner wießen gehnomen
                vndt vff Rin balzers Ires Hern wießsen gedrag(en)
   1 Ruge  Schmidt Philips magdt hat dem vff dem drisch
                mit den kuen darauff gehutt, den dag nah
                dem Johannes Dag. 

[II, 68, beidseitig beschrieben; mit Bleistift nachdatiert:]
15.04.1590
Vor Euch Den Ehrenhafft(en) vnd
wolweijßen Hern Schulthessen vnd scheffenn
Dießes Erbarn Sendttgerichts[! Verschreibung; ein kirchliches "Sendgericht" ist nicht bekannt] Alhie Zum
Lindes Erscheinedtt Caspar möller von Lang=
gunß Als Clager Endttgeg(en) vnd wider
phfilipss Spijßen von Langgunß vnd repotiert 
Clag(er) sein -3- gerichtt vnd vbergiebdtt hiemit
Sein Inurien Clag mit vndertheniger biedtt
den \B/ vff nachgesetztt(en) Art(icke)l durchs wordtt
Glaub war oder Nichtt war sein In recht
Zuandttwordt(en). An Zuhaltt(en) waß Alß
dan vermeindtt vnd Nichtt gestanden werd(en).
wil Erbeudtt sich C wo Nottorfftig solches
Zubeweijßen  p

wan Daß B phfilipß sphiß [2 Buchstaben gestr.] vngeuer
vor Einem Jar hatt vff Furstlich(er) freijer
Straß(en) Clagern Iinurirdtt Inhaldtt Der rug(en)
So in Diesem Erbarn gerichtt Zuersehen,

war Daß Er \B/ ein solcheß wieder rech vnd
Alle billichKeydtt gethan Er oder die seijnen
Auch das selbig nimermehr beweijsen konen
Noch soll(en)  p
[II, 68r]
 
 
#
Das keiner den
Andern mit vn,
Erheblich(en) wortt
Iniuriern soldtt,
Vnd Dieweijl wie ArtiKuliredtt das der B
den C. Iniuriredtt  vber vnbilch(en) masen
vnd das selbig In vnsers g F vnd H
ordnung bey hoger Straff verbodtt(en) # Also verh=
fftt C Es soldtt in rechtt Erkandtt vnd
Gesproch(en) werden Es soldtt Der B schultig
sein In vor sietzendttem gerichtt widerumb
mit dem mundtt Damit Er in vnbillich Iniuriert
Zuuerandttwordtt(en) vnd Ein widersproch Zuthun
schultig sein / mit Erstadung allen vffgewendtten
Kost(en) vnd schaden wie dan C solches Euch
hern richtter also Zuerkenen gebett(en) hab(en) wil 
Steldtt hiemit Zu recht c mit vorbehaldtt  p  
   
 Iniurien Clag    Deß Erbarn
Caspar möllers von Langgunß 
als C
        Contra
Phfilips Spieß Auch Da 
  selbst(en)   Als B
[andere Schrift:]
Ingelegt Am Zentgerichtt
Zum Lindis mitwoch(en) den
29 t APPrillis Ao p 90 ./.
       Zu Mitfast(en)gericht  p 

[I, 94r]
19.04.1590     
            
Gerichtt Gehalttenn
          mitwoch(en) den 29 T APPrilliß
              Ao  P  1590
               Rugenn
Lindeß bringt diß gericht keinne
  Rug(en) in /

         Gerichtt Gehalttenn
           Zum Lindiß Mitwoch(en)
             den 23 T 7briß
                Ao p 90 ./. 
            In Peterß Johanß Peterß Hoiff hat d(er)
                Heimburg(er) im Zaun ein Lucke fund(en) ,
                vff Anstellung deß Hern Schuldtheisen wie
                Hoich einer verbussen soll so Heimliche luck(en)
\vber furstliche Ordnu(n)ge/  [Links am Rand eingefügt]  
                in sein Zeun im dorfffried(en) Helt, daruff
                erkennen die Hern Scheffen, Obgesetzten
                vberfahren Peterß Johanß Petern in
                2 fl Straff v g fl vndt Hern, vndt den
                Hern Scheffen 5 schilling Pfenge; er
                purigir sich dan wie Recht

[II, 69]
1591
Verzeichnus d(er) Rug(en), so Ludtwigk
BoP, Schutz im Cendt zum Lindiß
            im Letzt(en) halben Jahr Ao  p 91
                     Inbracht  p
[Eine Abschrift von 8 Einträgen dieser Seite ist auch bei Friedrich Wilhelm Weitershaus, S. 52, zu finden.]
Johan Eckhardts Megt(en) hadt Wilhelmß Jorg(en)
  durchs Korn mit Kueh(en) gefahrn, 
Dongis Annen Jung(e) hatt gemeltem Jorg(en)
  durchs Korn gefahren, 
Der hoiffleuth Kuehe haben Philips Schmid(en)
   in weitzen gang(en),
Jorge HePffen Magt hadt Bier Melchiorn
   in einner wiessen vf d(er) Lohn gegrast,
Christ Eckhardts Magtg(en) hadt Bier Melchiorn
   beij d(er) Hege durchs Korn gefahrn,
PhiliPs Schmidts Magt hadt Wilhelmß Jorg(en)
   durchs Korn mit den Kueh(en) gefahrn,
Johan Gebelß Junge hat mit seinß Herrn
   Pferdt im Giessen Ban beij d(er) Eselß
   weide gehudt,
Der Scheffer Zum Lindes hat mit den
   schaaffen in KornstoPffeln gehudt,
Caspar Scheffers sohn Zu Giessen hat Auch
    in KornStopffeln gehudt,
Martin Scheffers Jung hat in hafferstoPffeln gehudt,
    beim weinbergl(ein)
Stall Hansen
Megtgl(ein) Zu Giessen hadt Hanß
    Hardten
im Erbeißacker mit j Sicheln gegrast,
Henckell waldschmidt Zu Heuchelum
hadt mit 2 Pflug(en)
    Jung Hansen vom Lindis
, Vndt Paulus dech(en) Zu
    Giessen
, durch die Haffern gefahrn,
[II, 69r, nur:]
Rug(en) so D schütz Inbracht vf Michaelj Ao 91

08.10.1591     
[I, 95]
     
Gericht Gehalttenn Zum
       Lindiß Freitagk den 8 t 8briß
          Anno  p  91  
               Jost(en) Hanß(en) vndt Johan Eckhart ,,
Die beide Heinburg(er) ,, Zum Lindiß sagen
vndt bring(en) Rugweiß vor, daß
Melchior Eckharts fraw Eilg(e)n habe
Zu wilnhenß wiln frawe Gela gesagt
sie seij ein diebin vndt Plaib Auch ein
diebin, Daruff steldt d(er) Her Sch(u)l(thei)s, An
wie hoich sie solcheß v g fl vndt Hern p  
verbussen solle,

Rugen Obgemeldte Heinburg(er) selb[gestr.] weid(er) 
daß Christ Eckhardt im Veldt Zu Acker ge
fahrn beim Lindiß vndt hab gehordt dz 
sich zwen An d(er) strasse mit wortten
geschold(en) vndt Id(er) Zum And(er)n gesagtt
er seij ein schelm von Vatter vndt Mut
ter gebohren, er habe Aber kein gekandt,
Hiruff sagt Jacob Zuse, er seij vngefer
vber Acht tage gein Lind(en) kommen vndt
wid(er) Michelß Petern gesagt waß er
mit dem Klein Balzern vf den strassen
[I, 95r]
Zu schicken gehaPt hab, daruff ihm
Michelß Peter geandtwordt eß seij doch 
nit d(er) Klein Balzer gewesen, eß seij 
Johanneß Mohr gewest, der Herr
Sch(u)l(thei)s; steldt An wie hoich diesse vberfahr=
ung v g fl vndt Hern p verbust werd(en)
solle,  

                     Bussenn 
          Vff Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en) wie
               Hoich Melchior Eckharts fraw Eilg(en)
               eß verbussen soll daß sie Zu Wilnhenß
               wiln fraw Eilg(en)[gestr.]\Gela/ gesagt sie seij ein
F             diebin vndt Pleib ein diebin,     Er kennen 
die Hern   vndt Verdammen sie F In Zwen guld(en) buß
scheffen   v g fl vndt Hern vndt den Scheffen
               funff schillinge Pfennige,    Sie kan dan
               Zum Nehest(en) gericht vndt Prugir sich wie
               Rechtt 
            Vff weid(er) Anstellung deß Hern Sch(u)l(thei)s(en)  
               wie hoich Michaelß Peter vndt Johanneß 
               Mohr, die scheldt wordt Inhaldt d(er) Ruge
[I, 96]   
so sie beim Lindiß vff d(er) straß gehaPt
   da einer Zum And(er)n Gesagt er seij ein
   schelm von Vatter vndt Mutter geborn
   p v g fl vndt Hern p Verbussen soll
daruff Ist Durch die Hern scheffen
   er kandt, daß ihrer Jder in Sonderheit
   solcheß v g fl vndt Hern mit dridthalb(en)
   guld(en) verbussen solle vndt Jder dem
   gericht funff schilling Pfennige sie
   kommen dan Zum Nehst(en) gericht vndt
   Purgirn sich wie Recht, welchs gericht
   ihnn beid(en) den d(er) Herr Sch(u)l(thei)s verkündig(en)
   soll  p  
[Rest der Seite und I, 96r und I, 97 beidseitig sind leer; I, 98 bis I, 101r gehören zu 1575; siehe oben.]  

1592
[I, 127] [Es folgen nun kleine Blätter aus dem "Rugbuch" des Cent-Schützen.]
                   
 Rugbuch deß Centgerichts
Nr. 16.             zum Lindis
                         Anno 92
                   Angefang(en) Mittwoch(en) nach Michaelj

[I, 127r ist leer; I, 128:]  
     Am Centgericht Mittwoch(en) den 4 t 8bris durch
      Ludtwigk BoPPen den Schütz(en) Rug(en) Inbracht
             wie Volgtt
      Johann Eckhards Mägten hat mit den Kueh(en) vfm brandt
--.    gehut,
      Wilhelmß Jorg(en) Melchiorß Mägtg(en) mit Kueh(en) hinseits
--.     d(er) hege vf Schlaun drisch gehudt
      Henrich Mangolts Magt, hinseidts d(er) hege in einer
        wissen gegrast
--. Jorge HePs Magt, vfm brande mit den Kueh(en) gehudt 
     Der Scheffer Jung zum Lindis hat mit Abellß Kueh(en)
        beim Alt(en)schlage durchs Korn gefahrn 
      Christ Eckhardts Mägtg(en)) hat vfm brandt mit den Kueh(en)
--.    gehudt
--. Jacob Zusen dochter hat vfm brandt mit Kueh(en) gehudt
      Wilhelmß Jorg(en) Magt hat geschlaffen vndt die Kuehe
        Henrich Mangolt(en) schad(en) in d(er) gerst(en) thun lassen 
--. PhiliPs Schmidts Magt hat vfs Junckern drisch hinseidts
        d(er) hege gehudt 
    Deß Schwartzen Baltzerß von Allendorf hat beim schötzgeß
        born Peter Sawern Vndt Martin Scheffern, vber die 
        wiessen mit einem Karn gefahrn, 
[I, 128r]
George Kauß von Lotzelind(en) Pferdt hat d(er)
   schotz beim Alt(en)schlage im Korn fund(en), 
Gerlach Funcks dochter \   Zu Giessen haben Johanneß
Centiuß CasPars Magt,    -  Gebeln gemehet graß vf
Jorgs v: Grunings Magt  /   seiner wissen vf gerafft,
Adam Heusers Stiffdochter hat vfm Fludtgrab(en)
   Hanß Guntterum Haffern Abgeschnidt(en), 
Baltz(er) des Junckern Scheffer Zu Giessen hadt vfm
   brandt vf einem wusten Acker gehudt, 
Martin Scheffer hatt solchs Auch gethan, 
Martin Scheffers Jungen, haben vfm brandt vf 
   d(er) Hege mit den schaaff(en) gehudt, 
Johanneß Rusts Hamell scheffer hat vfm brande
   in KornstoPffeln gehudt im find(en)(friden?), 
Gemeldter scheffer hat Auch vf d(er) Hege in fride
   stoPffeln gehudt, 
Caspar Scheffer hat vfm brandt Zwisch(en) dem Korn vfm
   drisch gehudt, 
Idem hat er beim Schötzgeßborn in HafferstoPfln gehudt, 

[I, 129]
1593     
    
Centgericht Gehaltten Zum
    Lindiß Donnerstagk den 3 t Maij
             -- Ao  p  93
   Sein durch Ludtwigk BoPen Schutz(en)
              Rug(en) Inbrachtt wie volgt,
Eberdt Groß Magt    \   haben in VolPracht  
dongiß Annen Magt  /  Rin korn gekraudt,  
Zusen Jacobß dochter  \
Jorge HePf(en) Magt    -  haben in Peter Sawern
Melchior Wiln Magt      /   korn gekraudt
Melchior Bier Frau hat im Gißner
  Ban beim baum mit j sicheln gegrast, 

[I, 129r]  
      Cendtgerichtt Gehalttenn
      Zum Lindiß mittwoch(en) den 24 t
          7briß Ao c 93 ./. 

           Rug(en) Inbrachtt  
Johan Gebelß magt -----------------  i
PhiliPs Schmidts dochter -----------  i
Eberdt Groß Magt -------------------  i
Bier Melchiorß Fraw -----------------  i
Melchior Eckharts Magtg(en) -------  2
Jorge Kausen Fraw -----------------  i
Jung Hanß ---------------------------  i
Melchior[g.] Dongeß Annen Magt ---  i
Johann Eckhardts Magt -------------  3
Melchior Bierß Magt -----------------  i
CasPar Kause ------------------------  ii
Johan Eckhardt Alß burge -----------  2
Martin Scheffer ----------------------  i
Sein Knecht --------------------------  i
[I, 130]  
Caspar schefferß Knecht-------------   ["Knecht" ist nachgetragen.]  
Peter Bechdolts fraw ----------------  i
der Wasenmeister zu Lind(en) ------  2

      Centgericht Gehaltten
      zum Lindiß Mittwoch den 
          23 t APPrillis
          Ao  p 95
                        /od(er) graß 
     Seindt veldt ,, rugen Inbracht
            wie Volgtt
[Der Rest der Seite ist leer; I, 130r:]
    
1594
CentGericht Gehaltten Den[gestr.] 
 Zu lindes  den 3 t APrillis
         anno 94
Durch Ludwigk BoPPen
 Inbrachtt vndt Gerügtt 
    wie hernach volgtt
 
Merten scheffers Jung hatt
Jonaß schuPPen mitt der
Gantzen Hertt schaffen, vff
dem samen Gehutt vndt
vor solchen schaden In die
 Buß verdamPtt 

[I, 131]
Cendtgerichtt Gehaldten Zum Lindiß den
   8 t 8briß Anno 94
Ist durch Ludwigk BoP, den
gerichts schotz(en) Rugbar Inbracht
        wie volgtt

Johanneß Gebelß Magt, \
Philips Schmidts Magt,    \
Peterß Eberts Magt,        \
Jacob Schneiders fraw      \
Jorg HePff(en) magtt         \ haben Alle Im Gies= 
Junghannß(en) Magtt         / ner ban gegrast
Dongiß Annen Magt,         /
Johan Eckhardts fraw     /
Deß Hoiffmanß Zum Lindiß Knecht hadt d(er)
schotz in Ebert Groß Korn fund(en) hinderm
dorff,

[I, 131r]
1595     
    Ludwigk BoP der Schötz
    hat Rug(en) In bracht wie
       volgt Im Herbst
           Ao p 95

Johanneß Gebelß  Magt -------------------------- i
Philips Schmidts Magt, --------------------------- i
Jacob Schneiders Haußf(rau) -------------------- i
Jorge HePs Knechtt ------------------------------- i
Christ Eckharts Magt, ----------------------------- i
Dongiß Anna --------------  ---------------------- i
Johang(en) Eckharts fraw ----------------------- i
Valttinß Angneß Magt von -----------------------
Lützelind(en)
i
 
Her Jost(en) Hoffmanß Magt daselbst(en) ----- i
CasPar Burck Scheffer von
Giessen
--------------------------------------------
 
2
Baltzer Scheffer daselbst(en) ------------------- 2
Johanneß Rueß Scheffer von
Giessen
--------------------------------------------
 
2

[I, 132]
     Gerugte Bussen Ao p 95
         Im herbst p  

Johan Eckhards Pferde hat d(er) Burge
  meister Jorge Kauß, beij Nacht Vndt
  Niebell In d(er) lach(en) In deß Hoffmannß
  wissen {beij Nacht Vndt Niebell [gestrichen]} fund(en),
  vf Anstellung Ist er Johan In 1/2 fl
  straff v g fl vndt hern vndt den
  scheff(en) 5 ß dj: (schilling denarii)
Melcher dech Burg(er) Zu Giessen Rugt vndt
  bringt vor daß Im die Gemein Zum
  Lindiß, seine Haffern vfm brandt
  beij Johanneß Gebells weinbergk vfge
  atzt  p Ist Erkandt Melchior solde
   die Hird(en) AnZeign wer die gewesen 

Undatiert, vor 03.03.1596
[II, 39: Ein kleiner Zettel in Schönschrift ist von dem Rentmeister Peter Clotz unterschrieben,
der lt. FB Gießen, 624, am 03.03.1596 begraben wurde.]
       Federviehe von Zehenden
Vnsers gl: f: vnnd Herrn Frucht Zehenden werden Jahrs
eingesamlet od(er) nicht, Soll d(er) Rennthmeijster allemahl,
die Zehendt genß vnnd hannen Sinthemahl die von
Gartten welche auß Zehendt Haffer ackern gemachtt vnd
nicht von Zehenden fallen, vnnd kein geldt darfûhr erheb(en), 
auch wo beij weme vnnd wie die gefallen Ins Register
in Specie schreiben, vnnd berechnen /.
[II, 39r; kopfstehend;]
Es soll sich mein Geuatter Chri=
stoffel Crafft disses beuelchs (Befehls) also
gemeß verhalten will Ich mich also
                  versehen /.
            Peter Clotz
[Andere Schrift:]  
Belangt das Vedder Vie vom 
                       Zhennen Zum Lindes

[I, 132r]
1596   
    
Gerugte Bussen Im Anßwirt
       Anno C 96 /
Der Schötz Ludwigk BoP Rugt wie Volgt
Hoffmelchers Pferde(Pfemde!) hat er In Jost
   Bachmannß
Haffergarb(en) Im Herbst vfm
  fludgrab(en) fund(en), 
Id(em) der Lindisser Scheffer Jung hat Im
  Gisner ban, Herman Beckern Sahmen
  Abgeetzt  
Hanß Ancken dochter, hat, mit den schaff(en)
  In d(er) wasserfaln, Welmelchioren vf
  dem Sahmen gehudt, Alß d(er) verbotten
  gewesen  
Hanß Scheffern sein die Schaffe Auß dem
  Perch gebroch(en) Vndt Hanß Schmid(en) schad(en)
  gethan, 

[II, 70]
       Rug(en) Im Cint Ao  C  96 Im
                    Herbst   C    
- Johanneß Gebels Magt mit den Kueh(en) vfm
    brandt gehudt
    Idem Vnderm(?) Sch:(Fch:?) Nemg(?) Hans Anck(en) In d(er) Haffer
    j duchvoll gegrast,
- Philips Schmidts Magt Im Giesner ban beij Johan [?, Rand beschädigt]  
    Runckels Haffernn 
    Idem schmidts Jung hatt Johan durschuch(en) vf d(er)
    Lohn mit d(en) Pferd(en) In Erbeiß haust(en) gehudt, 
  Wilhelmß Jorg(en) Magt hat Christ Eckhardt(en) In
    d(er) Lind(er) bach in seinen Wissen gegrast,
  D(er) schetz hat Jorg(en) Pferdt vfm fauln Placken
    In dechen Melchiorß Alt graß gefund(en) lagk
    d(er) Jung Vndt schliff
  Deß Schneiderß fraw Margredta hat Junghansen
    vfm drisch hinseits d(er) hegege gegrast,
- Melchior Eckharts fraw Eilg(en) hat Mit den
    Kueh(en) vfm brande gehudt
  Abelß Johanneß Hatt Johan Eckhardt(en) vfm
    brande In d(er) Haffern gehudt mit den Pferd(en)
- Jorg HePs Magt hat Im Gisner ban gegrast
    bey Johan Runckels Haffern, 
  Idem Jorg(en) Pferde In PhiliPs Schmidts
    Haffern Am bachwegk gang(en) Vndt d(er) Jung ge=
    schlaffen
- Jorg Kausen Magtg(en) hat mit den Kueh(en)
    vfm brande gehudt
  Idem Magtg(en) hat Hanß Anck(en) i duchvoll vnderm
    schilberg In d(er) Haffern gegrast, 
  Ebertt Greß(en) Pferde haben dem Hoffman
    Vndwigk dem dorff Im Korn gang(en) Vndt
    schad(en) gethan.
[II, 70r]
  Junghansen 2 Pferde haben Hanß Anck(en)[= gestrichen; darüber:] Klanschuch vf d(er)
    Lohn in Erbeiß Hauß(ten) gegang(en), 
  Idem Pferde haben Jorge Kausen hinseids d(er)
    Hege In d(en) Wissen gegang(en), lagk d(er) Jung vnd
    schliff 
[Nach dieser und der dazu gehörigen folgenden Liste sind "Junghans" und "Josten Hans" identisch! ]
  
- Johan Eckharts fraw mit den Kueh(en) vfm brandt 
    zwisch(en) d(er) Haffern gehudt,  
  Der Scheffer Zum Lindis hatt hinseidts d(er)
    Hege vfm brandt mit den schaffen gehudt
- Idem Scheffer beim Alten schlage vfm brandt
    gehudt 
  Idem Scheffer den NachParn vf d(er)  gehegt(en) Pfingß
    weide gehudt, 
  Idem Scheffer hind(er) d(er) burck In Korn Haust(en)
    gehudt daß ihn Christ Eckhart vndt Kausen
     Jorge
besag(en), 
  Christ Eckharts Saw vf i Sontagk["k" nur ganz schwach] Vndwigk
    dem dorff In Junghansen Möhrn Im gartt(en)
    schad(en) gethan.
  Idem Eckharts Megtg(en) hat Johan Runckeln Im
    Gisner ban in d(er) Haffern gegrast, 
  Der Allendorfer Scheffer hat Im Lindesser
    ban In Lohe Johanneß Haffer garb(en) gehudt,
  Dernges von Lotzelind(en) 2 Pferde vfm brande
   
In Johang(en) Eckharts Haffern gang(en) vndt schad(en)
   gethan, 
  CasPar Scheffers Hansen Knechtte["te" = gestr.?] haben mit d(er) ganz(en)
   herdt schaff C Chrafft(en) Am Mittellwege durch
   die Erbeiß Hauß(ten) gefahrn vndt darin gehudt
  Idem Knecht haben Obends vhmb 7 Vhr vf d(en) Wassen(?)
   faln In Kornhauß(ten) gehudt.
[II, 71]
  Baltz(er) Scheffer hat mit den Schaffen vfm /..[Ecke des Blattes fehlt]  
   gehudt.
  Idem baltzerß Knecht obends vmb 7 Vhr Obigk /.. 
   Maig(en) In Korn Haust(en) gehudt 
  Caspar Scheffer d(er) Alt bringt Vor, daß im Ha/(nß)
   Anck
mit j Pfluge vndt 2 Pferd(en), beim
  schotzgeß born Im gromet gewendt vndt
  schad(en) gethan.
 Idem Scheffer Rugt daß Im Schmalgeß bal/tzer(?) 
   An ermeldt(em) ordt Im Gromat mit dem
   Pflug gewendt do er in doch offt vor gr/...
[II, 71r]
        
Rugen Anno  96
           Im Cent gericht zum
            Lindis In habt      [Kopfstehend dazu:] Daß diederich(?)

[I, 133]
Veldtrugen Ao 96 vf Michaelj 

Johanneß Gebell ----------------------- 2
PhiliPs Schmidt ------------------------ 2
Wilhelmß Jorge ------------------------ 2
Jacob Schneid(er) ---------------------- i
Melchior Eckhart ----------------------- i
Abelß Johanneß ------------------------ i
George HePff --------------------------- 2
George Kause --------------------------- 2
Ebert Groß ------------------------------ i
Josten Hanß ---------------------------- 2
Johan Eckhart -------------------------- i
Christ Eckhardt ------------------------- 2
der Scheffer zum Lindiß ---------------- 4
Hanß Scheffers Knecht zu Gissen ----- 2
Baltz(er) Scheffer daselbsten -------- 2
Hanß Anck Zu Giessen ----------------- i
Baltz(er) Pistor daselbsten ----------- i
der Scheffer Zu Allendorff i
der Scheffer Zu Lotzelind(en) ---------- i

[II, 73a] [Das Blatt ist unten, mitten in der Schrift abgeschnitten; wohl etwa noch zu drei Viertel erhalten:]
1597
        Rug(en) Anno 97 Vf
           Herbst,
- Johan gebels Magt hat im Giesner Ban gegrast
- Philips Schmidts Magt dergleich(en)
- Wilhemß Jorg(en) Magtt Auch, 
   Jorg HePs Junge hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
     mit 2 Pf(erden) uber j grun Sahmen Acker geried(en)
- Melchiorß deß Hoffmanß Magt hat im Giesner
     Ban gegrast, 
- Eberdt Groß(en) Magt d(es)gleich(en) 
- Junghansen Magt Auch daselbst gegrast,
  Gemeldte Magt hatt Reinhardt Staudenrauß(en)
     durchs grun Korn gegang(en), 
- Johan Eckhardts fraw hat im Giesner Ban
     gegrast
   Causen CasPar von Lotzlind(en) hat beim Schötzges
     born, mit j Wagen Voll Haw, dem Hern
     Rentmeistern Vndt Caspar[=gestr.; darüber:] Martin Scheffern, Vber
     Ihr Wiß gefahrn,
   Mengeß Ordtenbergerß Magt, hat Am
     Aul(en)wege In deiß Schefferß Vndt Jost
      Bachmanß
Haffern die Wick(en) Außgeraufft.
[73a r]
 
  Marx Heß
Clagt daß im Ao p 97 die NachPar
    zum Lindeß, sein Gromet Im fauln Plack(en)
    geetzt hat d(er) Schotz vf, Sontagk Morg(en)
  Johan Gebelß j Pf(erd)
  Wilhelmß Jorg(en) 3 Pf(erde)
  Melchior Wiln - 3 Pf(erde)
  Jorg Causen - j Pf(erd)
  Eberdts Pferde - 3 - Pf(erde)

[I, 133r]
          Rug(en) Anno p 97 
Johan Gebels Magt, -   \
PhiliPs Schmidts Magt,  \
Wilhelmß Jorg(en) Magt \
Jorge HePs Jung             \
Melchior Hoffmans Magt   - Zum Lindis
Eberdt Groß(en) Magdtt,  /
Junghansen Magtt,        /
Idem gemeldte Magt,   /
Johan Eckharts fraw   /
Mengeß Ordtenbergs Magt, Zu Giessen
Johannes Gebell, \
Wilhelmß Jorge,   \
Melchior Will,         - Zum Lindis
Jorge Kause
         /
Ebert Groß
          /
Causen CasPar zu Lötzelind(en)
,

[I, 134]
1598
       Rug(en) Anno p 98 
Johannes Gebell                            \
Wilhelmß Jorg(en) Magt                  \
Jacob Schneiders fraw,                    \
Christ Eckharts fraw,                        \
Jorg HePff fraw                                 \
Melchior Will fraw[gestt.] Magt,              \
Jorge Kausen fraw                               - - Zum Lindis
Jorgen
deß Sawhirdt(en) fraw,              /
Jorge Zusen fraw
                               /
Junghansen
Junge                            /
Michaell Gladt [gestrichen]                 /
dangis Ann(en) Jung                      /
Johanng(en) Eckhartt - 2 Rug(en) /
Causen CasPar zu Lotzlind(en)    \
Diederich Hencklers fraw
           - zu Lötzelind(en)
Wilhelms Jorg(en) Stiffdochter
  /
Hatt d(er) schotz vf Michaelj In Rug(en) brachtt 

März 1598
[II, 72]
Wir Peter gutts von Leitgestern Vndt
Henrich Wintter von Lind(en)
, thun
kundt vndt bekennen hirmit offentlich
demnach Melchior Eckhardt zum Lindis
Vndt
Eilgen eheLeudt Vnserm Stiff=
brud(er) Vndt Schwager Ludwigk
Guts
Zwantzigk Vier gulden
Jden zu 27 alb Inhaldts dero(?)
Verschreibungk, so Ich Peter obge=
meldt zu mir genommen Vndt In
Verwahrunge gethan, daruon er
Melchior
od(er) die seinnen JahrLichs
Vff Martinj Ein Reichsdaler
Zu(Ze) Pension geben, Vndt Also die
Pension biß gedachter Ludwigk
Zu Jahren KumPt Beijden schuldenern
Anstehn Pleiben, doch wen Funff
gulden Pension vfwachsen, sollen
die schuldener darnach Auch geburliche
Pension(en) geben, Vndt Alß beijeinand(er)
behaldt(en) biß Zu entlicher bezahlunge
wen Alsdan gedachter Ludwigk Zu
Jahren KumPt Vndt bezahlunge begert
wöllen wir Peter, Vndt Henrich obgnt:
die Verschreibunge ohnne einige
Vffendhaldt heraußgeben, Vndt
[II, 72r]
Vndt solange der Junge Ludtwigk
Am Leben Pleibt sollen od(er) wollen
mir Von denn schuldenern nichts erhalt(en)
oder begehren   biß erblich die Gel(?)
Zahlunge In haldts d(er) Verschreibung
geschehen wirdt  In Vrkundt dessen
haben wir Peter Guts Vndt Hen
rich Wintter
, den Ehrngerechtten
Vndt Vornehmen Christoffel Chrafft
Schuldtheiß(en) deß Centgerichts Zum
Lindis gebetten daß er dieß
Jegen bekenndtnus mit eigener Handt
wolde Vnderschreiben, welchs Ich
der Warheit zusteuer Also Wahr
gerthan Vndt mich Also bekenne
doch mir mein Erben Vndt Nachkom
men ohnne schaden, Geschehen Vf
den tagk Martinj Ao p 1598
                Christoffel Crafft Schultheiß
                        im Lindes ##

1599
[II, 73, ist leer; II, 73r:]
Reponanition(?)
Henrich Wintters Vndt Peter Guts, Weg(en) dero Verschreibung so sie
weg(en) ihres Schwagers Undt Stiffbruderns
             Ludwigk guts
C. Zu
              sich genommen ./.

           Ingericht Zuuermahnen gelegt zum
           Lindiß Ao 99 den 18 t Appriliß 

[I, 134r]
Rug(en) Ao p 99
Vf Vastenn seindt keinne Veltt
Rug(en) Inbracht Word(en), 

Vff Herbst Ao p 99 seindt Volgende
  Rug(en) Inbrachtt 
Joahnnes Gebels Magdt -  \
PhiliPs Schmidts dochter - \
Melchior Eckharts Junge --  \
Christ Eckharts Junge -----   \
George HePff(en) Jung -----   \
Ebertt Groß(en) Junge ------    - Zum Lindis  
Junghansen Megtg(en) -----   /  Ider j Ruge 
Dongis Annen --------------   /
Johan Eckharts Jung ------   /
d(er) Lindisser Scheffer --   /
Jorge DraPff(en) Magt -   /
[I, 135]
         Gießner
Caspar Scheffers
Jung  - 1            \
Johan Ruessen Hamelscheff(er) - 2 \  Rug(en)
Hanß Brechten Magtt   - 1              /
Johan SPrengels
Magt  - 1            /

Causen CasPar von Lotzelind(en)  
 
26.09.1599     
[II, 98. Diese mit "26 t. 7bris Ao 99" datierte Akte ist bei Akten von 1625 eingeordnet.   
Vom Schriftbild her war nicht eindeutig zu sagen, ob sie aus 1599 oder 1699 stammt.    
"Arnolt Ebell" wird im FBG, 787, mit "gestorben nach 1607" genannt.]       
Ehrsame vorsichtige Hern schuldes vnd
scheffen, Es erscheint Arnolt Ebell
burger zu giessen, Alhey vor dissem
Erbarn gericht, vnd sagt demnach den
Hern scheffen Zum deil bewust, das mir
wegen meiner Hausfrawen von Adam
Dorschuch selige etliche guder Auferstorben
vnd Anererbt, weij den auch mir dei
selbige Zu marburg In furstliche
Cantzeleij mit vrdell vnd Recht erhaltt
Auch nach der gebuhr, beij furstlichen
Räden vmb Executorial an He(r)n Rent=
meister Zu geissen Angehaltt(en) vnd das
vrdell Zu Exequiren, wilches vom
Hern Rentmeister Auch Alß geschehen
vnd verricht worden,
Vnd demnach vnder solcher Erbschaft
etzliche güder In dis Zintgerich gehorigk
so bin ich nehst vor dissem gerich cittirt
worden, vnd Itzunder alheij erscheinig
das selbige nach alttem Hergebrachtem
gewohnheit Zubegehen vnd meine wissen=
schaft Zuuerdeil(en)  
[II, 98r]    
So wissen die Hern schuldes vnd scheffen
sich zuerinnern (weij den Herbracht ver=
breuchlich) wen einem des orts guder
ahn vnd vfferstorben, ererbt, erkaufet oder
In leijweises Inhat, das ehr Zuuor
alheij das selbige mit gebürendem gelt
Zuentpfangen, (Auch  an Eits stadt mit
Holtz vnd Halm vor dissem sitzenden
gericht Ingesetzt mus werden,
(Also werden den Hern scheffen noch Ingeden
ck Zu sein, das ich mein gebürendes  
gelt, so Zur Insatzung gehorig vor disser
Zeit alheij ims gericht erlegt, aber dasen
mich nicht mit Holtz vndt + auch an eit              + Halm 
stadt Angenohmen vnd Ingesetzt worden
weij den vor vihlen Jaren alheij erblich ver
breuchlich gewessen ,
Nuhn bitten vnd begeren ich an schuldes
vnd scheffen, das man mich alheij vor
dissem gericht nach Hergebrachttem gebrauch
vnd Altter gewohnheit, In meine Zint
güder, so ich ererbt, vnd mit vrdel vnd Recht
erhaltten, mit Holtz vnd Halm Inzusetzen  
[II, 99]    
oder aber, mir Eine schriftliche \vndt/ Rechtmessige
Entschuldigung Zugeben warumb solches
nicht geschehen kan, vnd bitten vmb
vrdell  p   
                       Arnolt Ebell Burger
                       Zu Geissen  p   
[II, 99r; im unteren rechten Viertel:]      
Arnolt Ebell Ao  p 99 vf
  Herbst Vorbracht Am
    Centgericht Alhir
      zum Lindis 
   den 26 t 7bris    

1600, Frühjahr     
[I, 135r]    
Velttrugen Aop 1600
     vf Fasten 
 
Deß Hern Pfarhern Von Heuchlum föln
  hatt d(er) schötz vff Reinhardt Staudenrauß 
  sahmen vmb Michaelj vergang(en) Herbst
  funden 
It(em) hat d(er) schötz drescherß CasParß Pferdt
  im Hesseler vfm Kornsahmen fund(en),

1599 / 18.11.1600       
[II, 24]
Wier RudolfPh der annder, Vonn Gottes
gennadenn, Er wöltter, Remmischer Käeisser, Zu allenn
Zeittenn, Meher des Reichs, Inn germanienn, Zu hunngernn,
Behm, Dalmatitenn, Croattenn, vnnd Slauonienn,
Könnig. Ertz Hertzog. Zu Osterereich, Hertzog Zu Burgundt C 
Graff Zu Tiroll
 
Enntbiettenn denn Ersammänn gelehrttenn, Vnnsern, vnnd des reichs
Liebenn. getreuwenn, It. Hessischenn . Statthaltter vnnd Rätt
Zu Marpurg , So dan Arnoltt vnnd Adam Ebell geuetter,
Vnnser genadt vndt alles gutts, Ersamme Liebe getreuwe ,
 
Vnnser K. Cammergericht, Vnser vnd des Reichs auch Liebe
getreuwe, Johann vndt Mielcher ,  So dan Baltzer Rin vndt
Baltzer weisbenner, burger Zu giessen, suplicirende Zu er=
kennenn, wie das sie vonn einer vermeinttenn Definitiff
vrttell, durch Euch Statthaltter vndt Rätt . den ersten
Februarj Nechstin, Innen Zu wieder vnd für die Ebeln er=
ofnett vndt aus gesprochenn,  Als mercklich beschwertt .
vnnd fernner beschwertt . Zu werdenn Besorgenntt , denn 8.
des selbenn monatts . Hernacher alles allttenn Kallennder
vnndt also intra decendium coram natario et testib(us) in
scriptis , Ann vns Beruertt vnser K: Cammergericht, sich
Beruffenn, vnnd appelirt habenn, vermög vor bracht darüber
auf gerichte applo[Abkürzung] instrument , Solchenn Nach ,vmb so ge=
thanner appela[Abk.] summe ordinationis vndt f. Hessischer pri=
uilegio in quantita et  qualitatte durch aus gemes , auch Mehr
beruertts vnser Keisserlichenn Inhibitionn[= gestr.] Cammer gerichts
iurisdicitio fundirtt seij vmb diesse vnnser Keisserliche
Inhibitionn , verneuwertt besorgt beschwerttenn ab Zu wendenn
[II, 24r]  
Wieder Euch Zu erkennenn , vnnd mitt Zu theilenn, Vnder thennig
ann ruffenn. vnndt biettenn . Lassenn . Inn massenn er langett,
das Innenn die selbige . an heutt datto . Er Kanntt wordenn ist, 
hierumb so gebiettenn , wier Euch, sampt vnndt sonnders, vonn 
Re[" darüber]mmischer Keisserliche Macht, auch gerichts vnnd rechts wegenn, 
Beij (?).ehnn Zehenn marck Löttigs goltts, halb in vnnser Keisser=
lich Cammer, vnndt Zum andernn halbenn theil, Innen appelant(en)
vnnachlessiglich. Zu BeZalnn, hiermitt Ernnstlich, vnnd wollenn 
das Ihr in diesser sachenn, aldie weil die selbige, vor vns vndt
gedachte, vnser Cammergerichts, An vnentscheidenn rechtenn schwebet 
der selbigenn anhanngennden sachenn, oder abbelanten, Zum nach 
theil , vnnd vnnser K: Oberkeitt Zu verachtenn fernner nicht, 
folnnfarrett ,, procediret. Erkennett . hanndeltt, oder furnemmett 
selbst, oder durch ander , Inn keinnerleij weis, noch weg, darann 
thutt, Ir vnnser, Ernnstlich Meinung , wann ob, hier vber ob=
gemeltter massenn volnn farrett, procedirett, oder fur genommen, 
So wurdt doch solches alles, als . attentata , vnnd von Jnenn selbst, 
vnnthulich, Nach mals . wiederumb auf gehabenn ,, wiederruf, 
vnnd nicht desto minder , mitt er Clerung , ob beruertter pöhn, 
vnnd sonnstenn fernner Im rechtenn, gegenn Euch procedirtt , 
wie sich das seijnner Ordnung . geburtt . darnach wiessett
Euch Zu richtenn  P
 
gebenn Inn vnnser des heiligenn Reichs statt speijer
denn 6 tag Monnats martj Nach Christi vnnsers Liebenn
H. geburtt funffzehenn honndertt vnnd im Neunvnd
Nennzigs. vnsers Reichs , des Römischenn , vnd , Bömmischenn,
Im vieer vnndt Zwantzigs , des hungerschenn aber im siebenn
vnnd Zwamzigstenn Jarnn
[II, 25]  
         Adanalatj duj Jectq(??)
         Im peratoris propiumi(propriunn?)
 
           Casparum Shelhammer
             iudicius Im periali Came :
               protuo
[II, 25r]
Copei der
Inhibitionn
[Ganz unten, kopfstehend:]  
Ingelegt den 18 t 9bris
   Ao p 600  

[I, 136]
Ao p  600 den 18 t 9bris
Rug(en) Inbrachtt,
 
Johanneß Gebels    \
Wilhelmß Jorg(en)
   \  Megtg(er) im Gisner ban   
Dongis Annen
         /   gegrast,  
Johan Eckhardts
    /
PhiliPs Schmidts
\
Abell Bintz(en)
   \  Jung(en) haben mit den
Jorge HePf(en)
,   - Pf(erden) im Cent schad(en) ge   
Jorge Kausen
     /   than,
Peters Eberts
   /
der Lindisser Scheffer hadt vf d(er)
  Pfingstweide gehudt,
Idem Scheffer dz graß in d(er) Lach(en)
  Abgeetzet, 
[I, 136r]
Jorge Melchior d(er) Giesner Scheff(er)
  beim Fludtgraben In korn stoppeln
  gehudt, 
Idem beim beumg(en) nn haffer stoppeln
  gehudt, 
Idem Reinhardt Staudenrauß(en) im wein
  bergk schad(en) gethan 
Des wasenmeisters dochter in d(er) Was=
  serfall in wissen gegrast 
Christ Eckhardts Pferdt dem Scherer
  beij d(er) Hege schaden gethan vfm
  Samen, 
[I, 137]
Volgendt Rug(en) ssindt doPPell
            erkandt, 
Keulges Adams dochter Anna
Hanß Newrodts
dochter[gestrichen] fraw,  
Valttin Krecks dochter Barba
Paulus Schlesingers dochter Maria
Hanß Plocken Haußfraw
,
Daß sie Mutwilligk Frucht
  Abgeschnid(en) vndt heim getrag(en)
  Auch graß auß einnem stuck
  inß And(er) getrag(en) sendt sie in
  DoPPell Ruge erkendt,

[I, 137r] 
1601
      Rug Anno p 1601 
 
Christ Gerhardts Wit: zu Allendorff
Lest durch den schötzen Vorbring(en) wie
daß ihr d(er) Lindiß(er) Scheffer, Johnaß,
ihren Kornsahmen Am heuwege mit
d(er) gantz(en) Herde Abgeetztt vndt denn
schaffen daruff gelocktt habe, 
     Vrthell vff Anstellunge
      deß Hern Sch(u)l(thei)s 
Hiruff erkendt d(er) Scheff daß d(er)
Scheffer solch(en) Freibell v g fl vndt
Hern p mit dreij guld(en) straff, It(em)
der geburlich(en) Ruge, vndt den Scheff(en)
mit 5 ß Pfeng(en) Bijllich verbuß(en)
sölde p.   

[I, 138]  
Rug(en) huden vndt grasens weg(en)
        Inbrachtt 
Johan Gebels Magt, 
PhiliPs Schmidts Jung
Wilhelmß Jorg(en) Krein Magt, 
Christ Eckharts 2 Megtger, 
     Idem seine Pferde [später eingefügt.]  
Abell Bintz(en) dochter,  
Melchior Wiln
Magt, 
Eberdt Groß(en) Pferde, 2 Rug(en)
Dongiß Anna
Johan Eckharts
2 Megtger, 
Lindiß(er) Scheffer
Lotzelind(er) Scheffer
Caspar Beplerß Eid(am) von Lotzelind(en) 
Conradt Marxen Sohn
d(er) Scheffer von Giessen
Staldeijsen
Scheffer 3 Rug(en)
Idem deisen 2 Jung(en) seine Sohne, 
Jorge Melchior d(er) Gießner Scheffer, 
Jorge Möllerß Haußf(rau) von Giessen

[II, 76]
23.04.1601
Vor Euch den Ehrnhaften Ehrsamen vnd
weijßen Hern schultheijß vnd scheffen dießes
Wohlbesteltten Zentgerichtts alhier Zu Lindes
Vff die von Luttwigk BoPPen Jungst den
26. T. 7.bris abgelauffenes 600 Jahrs
Ingebrachtte vermeijntte rug, Erscheint der
Ehrnhafft Reinhartt Stauderauß Burg(er)
vnd vnschuldig B. in Gießen, sagtt in
gemühtt vnd Meijnung den Krieg rechttens
Negatiue Zubefestigen , sinthemahl B.
solches wie gerugtt vnd in Maßen daß er
philips Schmiden vnd Abell bintzen Pferde
soll Namhafft gemachtt vnd Zue den
Burgermeijstern derogestaltt Clageweijß
Anbrachtt haben ,  ist B. im geringst(en) nihtt
gestendigk derowegen hatt B. vertraven
vertrawen Zum rechtten, Clager hab Ihn
vnPillich gerugtt vnd Anbrachtt, vnd seij
Clager die hern buß allen gerichts Costen
vnd schaden  .Beclagtten deßwegen Zuerlegn
vnd darin Zuuerdammen , Steltt dießes
vnd waß sonst beßer form rechttens hatt
sollen gePetten worden sein, Zue
rechttlicher erKantnüß, vnd Pitt vmb
Vrtheijll

                 Mitt vorbehaltt
[II, 76r Kopfstehend:]
Responsion vndt Litis 
contestation schrieft
des Ehrnhafften Reinhart
Stauderauß
vnschuldigt B.
vnd Burger in Gießen
        G. E.

Luttwig BoPPen Muttwillig 
Clagern auch daselbsten
Ingelegtt den 23 t
APPrilis Ao p 601 ./.

[I, 138r]
1602
 
Anno p 1602 vf Fasten
     Rug(en)
 
Dongeß Anna
d(er) Hoffman Melchior
Jacob Schneiderß   \
Melchior Eckhardts  \ Haußfrawen

Jorge HePff(en)       /
Johan Eckharts       /
Theiß Stalln
Scheffer \  haben vf Sontags
Curt Scheffer ------   - nach v(er)bodt vf den 
Idem Curdt --------  /  wissen gehudt,

Undatiert; Ludwig Bopp war Centschütz
[II, 38. Dieses Blatt ohne Datum folgt direkt einer Liste, die zu ca. 1650 gehört. Das Blatt und die folgenden
müssen aber wesentlich früher, um 1600 ?, entstanden sein.]
         Sontags den 14 tag Julij
--  hatt der schetz im Cintt Ludwig Bopp Vnder der
    Morgen Predige etlcher nahbar Kuhe vff
    dieser seiten der Hege naher giesß(en) Zu In
    der Weijd gefunden
     Harguß Beckers                            \
     Velten Wagners                             \   Kuhe
--  Curtt Jungen                                  /
     Jorg groß(en)[= gestrichen] Zuß(en) /

Merten scheffer von Heuchelheimb, so Henrich
Metzlern
den stichHamel ge[gestr.]heltet, eben
Meßig vf den 14 t Julij sontags vnder
der Morgen Predige \in/ Johan Brosius weiß (Weizen)
Hausten mit den Hameln gehutet wider
verbott

Curtt Scheffer hat eben Meßig vf den
fawln[verbessert] placken Vnder der Sontags Predige
In den weitzen Vnd korn Hausten mit
der Herdt schaff gehutet.

Sontags den 4 t Augusti
hat Christ Eckharts dochter Enchen Im ganßwinckel Im
gießener ban mit 2 pferden In Hanß Ferbers
Zu giessen wißen gehutet, hat dz magtlein geschlaffen. 
[Um alle Einträge dieser Seite ist links eine Klammer gezogen.  
Davor steht:] Id(er) 14 Thornuß  
[II, 38r]   
7 t  Philips[gestrichen] d(er) Gisser Hemell Scheffer, Henrichs Sohn
hadt vor d(er) hege In Abell Bintz(en)
wissen gehut / 
[Der Rest der Seite ist leer.]

[II, 74]  
16.10.1607
Ehrnhaffte, Erbare, Vorsichtige, Wollweise gunstige Hern
Schulteiß vnd Scheffen Dises Erbarn gerichts Zum Lindes
Es Erscheinen vor E.E.E.V.W.S. Der Erbar christ Eckhart
vom Lindes
vnd vbergibt diese nachfolgente beweiß artt(ickel) eine
benennung der zeugen entgegen vnd Wieder Philipps Schmidden
Daselbsten, mit pitt(en) die Zeugen Zu Citiren vnd mittels ihres
Leiblichen aidts vf Die designirte artt(ickel) Zu examiniren, 
Sagt vnd sage demnach wahr vnd beweißli(c)h sein,

I  Erstlichen wahr, das clager eynen acker vorm Lindes vfm berg
   gelegen nunmehr ongeVerlich in die zehen Jahr geruhig
   erseßen vnd ein gehn, den selben nach muglichkeit ohne men
   niglichen einredden gebaut, gebeßert vnd Zu sejnem nutzen
   gebraucht.

2  Wahr, das er selbigen acker von Crein bier Melchiors Witben
    auch Zum Lindes vor 14 fl Vermog vfgerichten vnd beschrie  
  
   benen Weinkaufs brief Recht vnd Retlich erkauft

3  Wahr, das selbiger Weinkauf in sein philips Schmidden
    Hauß itzigen bCn[gestr.] \C./ selbsten getruncken, er auch selbsten dar
    bey gewesen, keine einsag gethan vnd mit dem Kauf
    sehr wol Zu frieden gewesen 

4  Wahr, als dan die Verkeufferin ein blut arme Witbe gewesn  
 
   welche nicht allein ihr gelend, wan sie desen gehat, nicht aus
    stellen, in beßerung halten, die Jarliche bes(ch)werung ent
    richten konnen, sondern allermeist nicht ein pfennig ge
    hat, das sie ihr vnd ihren armen Kindern das brott bej
    pringen vnd vnderhalt haben mogen,
[Am unteren Rand der Seite:] Hn [mit Schnörkel] 
[II, 74r]
5  Dahero Wahr, das clager sich nach gehaltenem Weinkauf vnd
    retlich beschenem Kauf mit dem Kaufgelt so bald gefast gemaht
    vnd das selbig abgestattet welches dan so bald an arbeits oder
    acker Lohn Zum theil hinweg gegeben, Zum theil brott oder
    frucht zu Kauffen bej sich wenden mußen, 

6  Solches dan vmb so viel Leiblicher bej Zupringen, So ist wahr,
    das sie nach diesem all ihr gelend ihm Philips Schmidden
    einig vnd allein ihres bedrangten armuths halber Zu Kauf vber
    laßen mußen

7  Wahr, das nun Vermog solches beschenen Kaufs itzo erst etlich 
    Jahr hernach btn(beklagten) phileps Schmit itzigen Clagern ange
    Langt weil er die ander guter Zusamen erkauft, solte
    clager schultig sein auch sein vor lengst erkauften acker ihm
    Zu vber laßen vnd keuflichen ein Zu stellen

8  Wahr, das aber solches niht allein ongereumt, auch die verkauffe 
    Ein solchem acker vor ihr altvatter gutt erdauscht, also ihr 
    eigen gewesen vnd ihr frei gestanden hette auch ir ein stuck 
    von dem andern Zu verkauffen,

9  In masen dan wahr, das dieser acker So deil als andere guter 
    in frej offenem Kauf gestanden, darZu ein ander berechtigt 
    bte(Beklagte) auch mehr als ein ander dar Zu Zu laßen gewesen,

10 Vber das wahr, da er je ein Recht Zu haben vermejnet
     vnd ein neher Keuffer sein wollen, er sein vbliches Recht niht 
     in acht genommen, er niht ein Jahr, sondern viele Jahr 
     vnd tag Verfließen Laßen,

11 Dieweil dan wahr, das clager den acker in offenem feilen 
     Kauf an sich bracht, Recht vnd Retlich bezahlt, auch nun mehr so
     viele Jahr vnd tage erfaßen, in gutem bau vnd beßerung
     erhalten, vnd btr(Beklagter) nicht als ein bluts freund sich einZudring(en) 
     wie er ohne das vor lengst doch sein Recht verschlaffen hette 
[II, 75]
12  So ist wahr, das btr(Beklagter) billich von seinem onbefugten Suchen
      abZuweisen, clagern[= gestrichen] \B./ in seiner geruhig herbrachten possessio/n [Rand beschädigt]  
      bej dem erkauften acker pleiben Zu laßen vnd wegen sejnem
      onbilli(c)hen suchen ihm sein vfgewente costen vnd schaden Zu er
      setzen schultig  
13  Letzlich wahr, das hiervon Zum Lindis vnd vmbhero ein
     gemejne sag. lejmuth vnd geschrej Ist [Letztes Wort später nachgetragen.]   

    Dem allem nach pittet Clager[gestr.] \B/ nach eingenommener Zeugen
    Verhoer in Recht Zu erkennen vnd ausZusprechen, das mit
    Diesem seinem suchen \C/ B(eklag)t(e)r[gestrichen] Zu viel vnd vnRecht gethan, dero
    wegen darvon abZu weisen, Clager[gestrichen] \B/ bej seinem Recht ge
    troffenen Kauf billich Zu schûtzen vnd Zu handhaben 
    sej vnd ihm alle vfgewente costen vnd schaden Zu erstatten
    pflichtig
    Richterlichen bescheit hiervber erwartent
                                   Mit vorbehalt
                Namen der zeugen
1)    bier Crein
2     Peters Ebert  
alle zum Lindes sollen vf alle artt(ickel) gehort 
3    Jeorg Zueß
          vnd Examinirt werden  p.     
[II, 75r, kopfstehend in der oberen Hälfte:]
       
beweiß artt(ickel) mit benennung
               der zeugen
DEs Erbarn Christ Eckharts vom Lindes Clagern 
                 Contra
Philips Schmidden btn(Beklagten) daselbsten p
[Dann in ganz anderer Schrift:]
Vberandtwordt Vndt Die Zeug(en) daruf
wie Recht Verhordt den 16 T 8 bris
       Ao p 1607 zum Lindiß,
[Nach meinem Verständnis kaufte Philips Schmidt der verarmten Witwe Crein Bier später alle anderen Güter ab,
und wollte dann auch noch den Acker, den vorher Christ Eckart gekauft hatte.]

1610
[II, 80. Kleiner, nur auf der Vorderseite beschriebener Zettel; siehe 25.01.1611. Vmtl. im April 1611 eingelegt.]
             Ao p  1610
    Außgab vncostens so
    Jorgen Brosius außgelegtt 
14 alb(us)       Zum erstenmal als er
                        vf das oster gericht die Verschreibung I
                        ngelegt. 
2 1/2 alb(us)   citir gelt
2 1/2 alb(us)   den garten Im Verbotden 
6 alb(us)         von Vrtheill
18 alb(us)       2 Zeug(en) von Iderm 9 alb(us)
                        Im gerichtt Zu erkennen.
6 batzen         von den Articuln Doppel
                        zu schreiben. 
4 alb(us)        dem procurator vf Herbst
                        gericht dieses 1610 Jar.
4 batzen         dem procurator
9 alb(us)        dem gericht vnd schreiber erlegtt 
11 alb(us) 6 d Kosten die beyden
                       Zeugen schultessen gebür 
                         [darunter Paraphe]    

25.01.1611 / 15.04.1611
[ II, 77:]
Vor euch den Ehrnhafften Vorsichttig(en) Vndt
wolweisen Hernn Schlts(Schultheiß) Vndt Scheffen diß loblich(en)
Cintgerichts zum Lindiß, Erscheinnet Johann
Brosiuß burg(er) zue Giessen
, Alß Clag(er), Vndt
sagt Dem nach Gerdraut, Jorge HePPen s. Nach=
gelassene Witwe, Itzo zue Wetzflar
, Ihrem ,
Sohn, PhiliPß(en) zum Lindis Ein gartten Aus
Ihrer Leibzucht Vbergeb(en), Er Auch C. selbig(en)  
deßweg(en) Inhaldts, dabeuohr gerichtlich, Vohrge=
Zeigter Handtschrifft Verschrieb(en) Vndt sie
gertraudt
solche Vbergabe, Vnbedacht sonn, Vohr
gehegtem gericht [? Loch im Blatt] Verwindt, Hirdurch Merck=
lich(en) vncost(en) Vndt die Vbergabe Zubeweisen
VerVrsachtt, so Nun C. Der beweistum
Vfferlegt, Vndt er auch Nachbenandte Zeug(en)  
angeben, die Ihme Rechtlich erkandt, Vndt d(er) 
Warheit zuesteuern zugelassen, So bitt C. die=
selbig(en) Vf Volgende art(icke)ll d(er) gebur Recht=
tenß Zue Examinirn, Vorm meineijdt Trew=
lich Zuuerwarnnen, Auch Ihre Außsage vf
Iden Art(icke)ll besond(er), Vleissigk vfzuschreib(en),
Vndt in Aller form Rechttenß hirin Zuge=
bahren, Darmit Vohrsteller, Vber Die
Nolitet(en) Zuerlag(en) nit Verursachtt, welches
er Ihme hirmit Vorbehaldt(en) hab(en) will
                      Nahmen d(er) Zeug(en)
                 Abell Bintz zum Lindis
 It(em)    George Zuß Daselbst(en),
[II, 77r:]
                Probatoria
j Wahr daß Gerdraut Jorge HePPen Wittwe
sich außm Wittwen standt, gein Wetzflar in die
ehe begeben, Auß auß Ihren guttern zum
Lindiß, ein AußZugk behaldt(en) Vnd etliche
beid(en) Ihren Kind(er)n, PhiliPs HePff(en) vndt, 
seiner schwester, vbergeb(en) hadtt, 
2 Wahr daß sie Gerdraudt in solchem AußZugk, den
Baumgartten Vohrm dorff Lindiß, am Al=
lendorffer Wege, Vnder anderm, auch ange=
Zog(en) Vndt Vorbehaldt(en). 
3 Wahr dz sie Gerdraudt, solch(en) gartten nach
dissem Vorbehaldtt, auß dem AußZugk Ihrem
Sohn PhiliPß HePPen vndt seiner haußfrawen
Vbergeben hadt, Vndt sich dessen nach Ihrem
Wohlgefallen Zugebrauch(en) Ingesteldt, 
4, Wahr, daß durch solche Vbergabe PhiliPs deß
garttenß ein Erbbesitzer Vndt Eigenthumbß
Herr, an seiner Mutter stadt word(en) Ist,
5 Wahr Daß desweg(en) er PhiliPs Vndt seine
Haußfrawe, solchen gartten In Ihren Nöt(en)
außzukommen, zu Verschreib(en) machtt ge=
habtt,
6,
 
Wahr, daß sie deßweg(en) solchen gartten Vor=
stellen, Johan Brosiuß(en), Vohr - 14 Achttel
vndt 5 mest(en) habern, zum Vnder Pfandtt
Verschrieb(en), 
[II, 78:]  
7 Wahr Daß aber gedachtte Gerdraudt solche
Vbergabe, Verschiennen Frulingk am
Cintgerichtt zum Lindis, Vnbillich Ver=
neindt, 
8 Wahr, Daß Vf solch Vernein Ihr Sohn, Vohr gehegt=
tem gerichtt, offendtlich gesagtt, sie gerdraut
seine Mutter, habe solchen gartten, Ihme
Vbergeb(en) sey wahr, drumb ern auch, laudt
d(er) Handtschrifft, in seiner nodt verschrieb(en)
9 So nun PhiliPs Inhaldts d(er) obligation, C.
nit bezaldt, Daß sich dan Vohrsteller, an
solchem gartten, Vohr die HauPtsumma
auch Allen Vfgewendt(en) gerichts Kost(en), vndt
schaden Zuerholen machtt habe Ist Wahr,
        Bevehldt Also Diß Examen gott
         vndt den Hern Comissarien p   

[II, 78r, Aufschrift unten rechts:]
Nodtwendige Beweiß
   Artickell Johan Brosiuß
         burger Zu Giessen

          Contra
Gerdraudt(en) Jorge HePP(en)
  selig(en) zum Lindiß witwe
  Itzo zu Wetzflar
 p 
          den 25 t Januarij Ao p 
               1611
   Vndt Am gericht den 15 t Apls (Aprilis)
     Ao p 16ii publicirt,

1611, im Frühling
[II, 79. Es handelt sich um einen halben Zettel, der rechts stark beschädigt und nur auf der Vorderseite beschrieben ist:]
Der H. Scholtes Zeigt Ann daß Jorg We/..
 
in Giessenn deber daß Hernn Verbott Hab/
 Haijm gefuertt, 
Jorg Weh hatt H Hans schmitts Schaff au/(fm?) 
  Kornn funden Zeigt an es seij sond/..  
  vnd geheiß geschehen im friling in Ao 1611
Jonnes Schub Rug Daß Jorg Kauß hab/
  seinem acker auff gerafft vnd sein vffer/.. 
  geb(en)

1614, 11. November
[II, 87; gefaltetes Blatt in Schönschrift:]
Des Durchleuchtigen Hochgeborenen Fürsten vnd Hern, Hern Ludwigen Landgrauen zu
Heßen,
Grauen Zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenheim Vnd Nidda p Vnsers gnedigen fürsten vnd Hern    Wir
seiner fogl. Cantzler vnd Stathr Zu Gießen,    Entbiehten euch den Erbarn Vnsern gutten gönnern, Schultheißen
vnd Schöpffen des Gerichtts Lindes Vnsern gunstigen gruß vnd hirmitt zu weißen, daß vor Vnß erschienen Christ
Eckhardtt
daßelbsten, Vnd Klagent furbringen laßen, welcher maßen er ein Zeittlang entgegen vnd widder
Philipß Schmitten Zu gedachttem Lindes einen Acker betreffendtt vor euch in Rechttfertigung gestanden, darin=
nen auch so weitt verfahren, daß Kurtz verwichener Zeitt den 14. t abgenwichenen Monatts ein endt Vrtheil
widder ihn vnd vor sein Jegentheil durch euch ergangen sein soll, deßen er sich beschweret vnd noch ferner
beschwert Zu werden besorget, Coram Votario et testib(us) den 20. t. ejustem ahnhero Zue (?)Fex Cantzleij ap=
pellirt vnd prouociert(?), In gemuht vnd meijnung beßer Recht Zu erlangen, vnnd hierumb Zu vberkommung
der acten compulsoriales (?)Zend inhibition euch Zuerkennen vnd abgehn Zulaßen gebeten,              Wann
nun solch ProCeß vff dieß Rechttlich ahnruffen erkennet seind,        So befehlen in nahmen hahgodrechts(?)
Vnßers gl fl. vnd hern, euch von Amptts(Annptts), Gerichtts vnd Rechttswegen wir euch hirmitt, daß ihr Appellants
alles das Jehnige, waß hierinnen beij Euch furgeluffen, verschloßen vnder des Gerichtts Insiegell vms(vns)
der gebür mittheijlet vnd folgen laßet, sich derselben Acten v